{"id":17178,"date":"2026-08-10T16:02:25","date_gmt":"2026-08-10T14:02:25","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/medienkritik\/die-kriegsgefahr-in-asien-und-die-rolle-der-usa-dabei-von-thomas-roper\/"},"modified":"2026-08-10T16:02:25","modified_gmt":"2026-08-10T14:02:25","slug":"die-kriegsgefahr-in-asien-und-die-rolle-der-usa-dabei-von-thomas-roper","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/medienkritik\/die-kriegsgefahr-in-asien-und-die-rolle-der-usa-dabei-von-thomas-roper\/","title":{"rendered":"Die Kriegsgefahr in Asien und die Rolle der USA dabei | Von Thomas R\u00f6per"},"content":{"rendered":"<div><!--kg-card-begin: html--><br \/>\n<iframe title=\"Japans neue Milit\u00e4rpolitik: Die Kriegsgefahr in Asien und die Rolle der USA dabei | Von Thomas R\u00f6per\" width=\"560\" height=\"418\" src=\"https:\/\/tube4.apolut.net\/videos\/embed\/8SSCcrENiFEVwjmkZ8dgoY\" style=\"border-radius: 8px\" allow=\"fullscreen\" sandbox=\"allow-same-origin allow-scripts allow-popups allow-forms\"><\/iframe><br \/>\n<!--kg-card-end: html--><\/p>\n<div class=\"kg-card kg-audio-card\"><audio src=\"https:\/\/apolut.net\/content\/media\/2026\/08\/apolut_20260810_SP_Montag.mp3\" preload=\"metadata\" controls><\/audio><\/div>\n<p>Die Konflikte in Asien spielen in deutschen Medien kaum eine Rolle, dabei \u00e4hneln die Prozesse dort extrem denen, die in Europa zum Krieg in der Ukraine gef\u00fchrt haben: Die USA instrumentalisieren historische Ressentiments mit dem Ziel, sie zu potenziellen Stellvertreterkriegen zu eskalieren, um ihre geopolitischen Gegner zu schw\u00e4chen.<\/p>\n<p>Ein Standpunkt von <strong><em>Thomas R\u00f6per.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Aus geopolitischer Sicht ist die Genese des Ukraine-Krieges erstaunlich einfach und gradlinig: Die USA wollten ihren Konkurrenten Russland schw\u00e4chen und haben dazu mit dem Maidan 2014 die Kontrolle \u00fcber die Ukraine \u00fcbernommen, indem sie dort ein radikal anti-russisches Regime installiert und aufger\u00fcstet haben, wobei sie darauf geachtet haben, dass die Europ\u00e4er den L\u00f6wenanteil der Kosten tragen. Ab 2021 haben sie die Eskalation provoziert, indem sie f\u00fcr Russland inakzeptable Forderungen wie den NATO-Beitritt der Ukraine forciert und s\u00e4mtliche Versuche Russlands, dar\u00fcber zu verhandeln, abgelehnt haben, sodass Russland 2022 vor der Wahl stand, den inakzeptablen NATO-Beitritt der Ukraine und damit US-Raketen 300 Kilometer vor Moskau zu akzeptieren, oder den NATO-Beitritt milit\u00e4risch zu verhindern.<\/p>\n<p>So haben die USA in der Ukraine einen Stellvertreterkrieg geschaffen, in dem die Ukrainer sterben und f\u00fcr den die Europ\u00e4er bezahlen, w\u00e4hrend die USA daran verdienen und sich \u00fcber die erhoffte Schw\u00e4chung Russlands freuen. Aus Sicht der USA ist es \u00fcbrigens egal, ob in dem Krieg irgendwann auch Europ\u00e4er sterben m\u00fcssen, hauptsache der Krieg bleibt f\u00fcr die USA profitabel und f\u00fcr Russland teuer.<\/p>\n<p>Das gleiche Spiel spielen die USA auch in Asien, wo sie Taiwan aufr\u00fcsten und sich im Falle eines Krieges Taiwans mit China exakt genauso verhalten werden, wie in der Ukraine. Sie werden die Taiwanesen sterben lassen, sich \u00fcber die Kosten freuen, die f\u00fcr China entstehen, und sie werden an Waffenlieferungen Milliarden verdienen.<\/p>\n<p>In Asien gibt es aber noch einen weiteren Konfliktherd, n\u00e4mlich die koreanische Halbinsel. Zusammen mit dem Taiwan-Streit ist das tats\u00e4chlich ein zusammengeh\u00f6render Konfliktherd, denn Japan hat sich sowohl dem Schutz Taiwans verschrieben, als auch Ambitionen in Korea und sieht China als Gegner.<\/p>\n<p>Die USA nutzen das und befeuern die historischen Ressentiments, die noch aus der japanischen Kolonialzeit herr\u00fchren, in der Japan China und Korea brutal unterworfen und ausgebeutet hat. Wie schon in Europa mit dem Ukraine-Konflikt, k\u00f6nnen die USA auch in Asien bestimmen, wann aus dieser Konfrontation ein hei\u00dfer Krieg wird, in dem China und Nordkorea den US-Verb\u00fcndeten gegen\u00fcberstehen und in dem die USA sich wieder so verhalten werden, wie schon in der Ukraine und in Europa.<\/p>\n<p>Der Nordkorea-Korrespondent der TASS hat in einem\u00a0Artikel\u00a0(1) \u00fcber die letzten Entwicklungen in der Region berichtet und da man solche Artikel in Deutschland kaum zu lesen bekommt, habe ich den Artikel \u00fcbersetzt.<\/p>\n<p><strong>Beginn der \u00dcbersetzung:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Japanischer Revanchismus und die Antwort Nordkoreas: Die Unterschiede der Ans\u00e4tze Tokios und Pj\u00f6ngjangs<\/strong><\/p>\n<p>Stanislaw Varivoda, Leiter des TASS-B\u00fcros in Nordkorea, wie Nordkorea auf Japans Kurswechsel reagiert und was das mit den USA und den Ausf\u00e4llen S\u00fcdkoreas zu tun hat.<\/p>\n<p>In den letzten Wochen stand Japan regelm\u00e4\u00dfig im Fokus der nordkoreanischen Medien. Die Ver\u00f6ffentlichungen reden von Bedrohungen der regionalen Sicherheit, von provokativen Milit\u00e4rman\u00f6vern und Pl\u00e4nen f\u00fcr \u201eAggressionen\u201c bis hin zur Ausweitung der US-Milit\u00e4rpr\u00e4senz in Japan und der Entwicklung unbemannter Angriffs-U-Boote. Vor diesem Hintergrund und als Reaktion auf die Ver\u00f6ffentlichung des neuen japanischen \u201eWei\u00dfbuchs zur Verteidigung\u201c warnte Kim Yo-jong, Abteilungsleiterin des Zentralkomitees der Arbeiterpartei Koreas, dass Nordkorea als Reaktion auf Tokios Kurswechsel in der Sicherheitspolitik zus\u00e4tzliche milit\u00e4rische Ma\u00dfnahmen ergreifen werde.<\/p>\n<p>Diese Reihe von Ver\u00f6ffentlichungen in den nordkoreanischen Medien ist nicht einfach eine Reaktion auf einzelne Schritte der japanischen Regierung. Es geht nicht mehr um einige wenige umstrittene Waffenprogramme, sondern um den systematischen Prozess der Transformation Japans zu einer vollwertigen Milit\u00e4rmacht.<\/p>\n<p><strong>Nicht nur Tomahawks<\/strong><\/p>\n<p>Der unmittelbare Anlass f\u00fcr Kim Yo-jongs Erkl\u00e4rung war der Teststart eines amerikanischen Tomahawk-Marschflugk\u00f6rpers von einem japanischen, mit einem Aegis-System ausger\u00fcsteten Zerst\u00f6rer. Tokio pr\u00e4sentierte dieses Ereignis als \u00dcbergang zur praktischen Umsetzung seiner proklamierten Politik, die F\u00e4higkeit zu defensiven \u201eGegenschl\u00e4gen\u201c zu erlangen.<\/p>\n<p>Pj\u00f6ngjang sieht die Situation jedoch anders, und seine Liste der Vorw\u00fcrfe ist wesentlich umfangreicher. Kim Yo-jong erw\u00e4hnte modernisierte japanische Typ-12-Raketen, die Beschaffung von Langstreckenwaffen f\u00fcr Kampfflugzeuge, den Einsatz von Aufkl\u00e4rungsdrohnen und Pl\u00e4ne zur Entwicklung von Unterwasserfahrzeugen mit Angriffskapazit\u00e4t. Der \u201emassive Besitz verschiedener Langstreckenwaffen\u201c deute auf Japans \u00dcbergang zur praktischen Umsetzung einer Strategie der Pr\u00e4ventivschl\u00e4ge hin.<\/p>\n<p>Dieser Ansatz ist charakteristisch f\u00fcr alle j\u00fcngsten Ver\u00f6ffentlichungen der Koreanischen Zentralen Nachrichtenagentur (KCNA). Jedes neue Waffensystem oder einzelne Man\u00f6ver wird nicht isoliert betrachtet, sondern als n\u00e4chster Schritt in einem gr\u00f6\u00dferen Prozess.<\/p>\n<p>Im Juli beispielsweise lenkte die KCNA die Aufmerksamkeit auf Japans Pl\u00e4ne zur Entwicklung eines unbemannten U-Boots, das Torpedos und Minen tragen kann. Die Agentur erkl\u00e4rte damals, dass \u201eJapans Aggression im Ausland Realit\u00e4t und keine Annahme\u201c sei, und verkn\u00fcpfte das Projekt mit der Entwicklung von F\u00e4higkeiten zum Angriff auf Schiffe eines potenziellen Feindes. In dieser Reihe sieht man in Pj\u00f6ngjang auch Japans Produktion von Langstreckenraketen, die Entwicklung von Hyperschallsystemen und den Kauf von Tomahawk-Marschflugk\u00f6rpern aus den USA.<\/p>\n<p>Besonderes Augenmerk gilt den gemeinsamen Man\u00f6vern von Tokio und Washington sowie der trilateralen milit\u00e4rischen Zusammenarbeit mit Seoul. Ver\u00f6ffentlichungen der KCNA bezeichnen die Man\u00f6ver direkt als \u201eKriegsvorbereitungen\u201c und verweisen zudem auf die schrittweise Ausweitung der Rolle der japanischen Selbstverteidigungsstreitkr\u00e4fte in gemeinsamen Operationen.<\/p>\n<p><strong>Von der Selbstverteidigung zum Gegenangriff<\/strong><\/p>\n<p>Die japanische Regierung begr\u00fcndet die \u00c4nderungen ihres politischen Kurses mit einer anderen Logik. Tokio verweist auf eine deutliche Verschlechterung der Sicherheitslage und nennt als wichtigste Herausforderungen Nordkoreas Atomraketenprogramm, Chinas wachsendes milit\u00e4risches Potenzial und Russlands Vorgehen.<\/p>\n<p>Genau diese Argumentation bildete die Grundlage f\u00fcr das Wei\u00dfbuch des japanischen Verteidigungsministeriums vom 4. August. Das j\u00e4hrliche Wei\u00dfbuch stellt keine neuen Milit\u00e4rprogramme vor, sein Zweck ist es, den Kurs der Regierung in der \u00d6ffentlichkeit zu legitimieren und die Militarisierung zu rechtfertigen. Das Dokument stellt die aktuelle Situation als eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen der Nachkriegszeit dar und betont die Notwendigkeit einer weiteren St\u00e4rkung der Streitkr\u00e4fte. Gleichzeitig hebt die japanische Regierung hervor, dass sie den defensiven Charakter ihrer Politik beibeh\u00e4lt. Bemerkenswerterweise verkn\u00fcpft das Wei\u00dfbuch 2026 die Entwicklung der Verteidigungsindustrie und neuer Milit\u00e4rtechnologien direkt mit dem wirtschaftlichen (und technologischen) Wachstum des Landes und best\u00e4tigt damit faktisch den westlichen Ansatz, Krieg in ein Gesch\u00e4ft zu verwandeln.<\/p>\n<p>Die Wende vollzog sich schon im Dezember 2022, als Tokio eine neue Nationale Sicherheitsstrategie und weitere wichtige Dokumente verabschiedete. Diese legten den Grundstein f\u00fcr die Entwicklung der sogenannten Gegenschlagf\u00e4higkeiten, der F\u00e4higkeit und Bereitschaft, potenzielle feindliche Ziele auf dem Territorium souver\u00e4ner Nachbarstaaten anzugreifen.<\/p>\n<p>Gleichzeitig begann der gr\u00f6\u00dfte Ausbau des Verteidigungspotenzials seit dem Zweiten Weltkrieg. Japan beschafft amerikanische Tomahawk-Marschflugk\u00f6rper, beschleunigt die Modernisierung seiner Typ-12-Raketen, entwickelt unbemannte Systeme und erh\u00f6ht die Milit\u00e4rausgaben drastisch. Das vorliegende Wei\u00dfbuch leitet diesen gef\u00e4hrlichen Kurs nicht ein, sondern zementiert ihn f\u00fcr seine zuk\u00fcnftige Umsetzung.<\/p>\n<p>Und hier gehen die offiziellen Einsch\u00e4tzungen Tokios und Pj\u00f6ngjangs grundlegend auseinander. Die japanische Regierung pr\u00e4sentiert Langstreckenwaffen als Mittel der Abschreckung. Nordkorea hingegen betrachtet Japans Erwerb der F\u00e4higkeit, Ziele weit jenseits seines eigenen Territoriums anzugreifen, als faktischen Bruch der Nachkriegsbeschr\u00e4nkungen.<\/p>\n<p>Es entsteht ein Teufelskreis. Japan f\u00fchrt Nordkoreas Atomraketenprogramm als eines der Hauptargumente f\u00fcr seine eigene Aufr\u00fcstung an. Pj\u00f6ngjang wiederum sieht Tokios milit\u00e4rische Aufr\u00fcstung als zus\u00e4tzlichen Grund, seine Abschreckung zu verst\u00e4rken.<\/p>\n<p>Es ist kein Zufall, dass Kim Yo-jongs Erkl\u00e4rung mit einer Warnung endet: <\/p>\n<blockquote><p>\u201eDie Streitkr\u00e4fte und die milit\u00e4rische F\u00fchrung Nordkoreas werden angesichts der heutigen Ver\u00e4nderung Japans eine weitere klare milit\u00e4rische Entscheidung treffen.\u201c <\/p><\/blockquote>\n<p>Pj\u00f6ngjang pr\u00e4zisierte nicht, was genau diese \u201eEntscheidung\u201c bedeutet. Die Formulierung selbst deutet jedoch darauf hin, dass Japans Militarisierungsbem\u00fchungen in Nordkorea zu den Faktoren geh\u00f6ren, die die eigene milit\u00e4rische Planung unmittelbar beeinflussen.<\/p>\n<p>Der Raketenstart Pj\u00f6ngjangs in das Japanische Meer am 6. August diente als praktische Best\u00e4tigung dieser Entschlossenheit.<\/p>\n<p><strong>Eine Geschichte, die noch nicht zu Ende ist<\/strong><\/p>\n<p>Die H\u00e4rte und Unnachgiebigkeit der Reaktion Nordkoreas lassen sich ohne den historischen Kontext nicht verstehen.<\/p>\n<p>Korea war von 1910 bis 1945 unter japanischer Kolonialherrschaft. Zwangsarbeit, Wehrpflicht, Versuche zur vollst\u00e4ndigen Ausl\u00f6schung der koreanischen Sprache und Kultur sowie die Ausbeutung der \u201eTrostfrauen\u201c z\u00e4hlen zu den schmerzhaftesten Kapiteln ihrer gemeinsamen Geschichte. Die KCNA ver\u00f6ffentlicht regelm\u00e4\u00dfig Material \u00fcber Japans Verbrechen in dieser Zeit.<\/p>\n<p>Die Position des heutigen Tokios spielt in der Presse eine wichtige Rolle. Der japanischen Regierung wird vorgeworfen, das Ausma\u00df der begangenen Gr\u00e4ueltaten herunterzuspielen, die Vergangenheit umzuschreiben und sich der vollen Verantwortung f\u00fcr ihre Kolonialpolitik zu entziehen.<\/p>\n<p>So bleiben die tragischen Ereignisse der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts f\u00fcr Nordkorea nicht nur historische Chronik, sondern sind ein lebendiger Bestandteil seiner aktuellen politischen Realit\u00e4t. Die Erinnerung an den Kolonialterror beeinflusst unmittelbar die Wahrnehmung der gegenw\u00e4rtigen Ver\u00e4nderungen in der japanischen Sicherheitspolitik.<\/p>\n<p>Daher bezeichnen die Ver\u00f6ffentlichungen der KCNA Japan als \u201eKriegsverbrecherstaat\u201c und verkn\u00fcpfen die Entwicklung seiner Streitkr\u00e4fte mit der unmittelbaren Gefahr einer \u201eerneuten Aggression\u201c. Pj\u00f6ngjang bewertet Japans aktuelles Milit\u00e4rprogramm nicht unvoreingenommen, sondern durch die Brille der bitteren Erfahrungen des letzten Jahrhunderts. Jede neue Rakete, jede Erh\u00f6hung der Milit\u00e4rausgaben und jede Erweiterung der Befugnisse der Selbstverteidigungskr\u00e4fte werden nicht als unabh\u00e4ngige Entscheidungen einer neuen Regierung wahrgenommen, sondern als Glieder einer Kette der schrittweisen Wiederherstellung des Offensivpotenzials, das Japan nach seiner Niederlage im Zweiten Weltkrieg verloren hatte.<\/p>\n<p>Genau diese Idee stellte Kim Yo-jong in den Mittelpunkt ihrer j\u00fcngsten Erkl\u00e4rung. Sie warnte eindringlich davor, dass Tokios Erwerb von Pr\u00e4ventivschlagf\u00e4higkeiten nicht nur Nordkorea, sondern die regionale und globale Sicherheit insgesamt bedroht.<\/p>\n<p><strong>Der amerikanische Faktor<\/strong><\/p>\n<p>Ein weiterer wichtiger Aspekt der Position Pj\u00f6ngjangs ist, dass es Japans beschleunigte Aufr\u00fcstung nicht als unabh\u00e4ngiges Projekt Tokios betrachtet.<\/p>\n<p>Der amerikanische Faktor spielt in nahezu allen aktuellen Ver\u00f6ffentlichungen zu diesem Thema eine Rolle. Den USA wird vorgeworfen, die Region gezielt mit Langstreckenwaffen vollzupumpen, die Modernisierung japanischer Schiffe zu f\u00f6rdern, gemeinsame Man\u00f6ver durchzuf\u00fchren und ein engeres milit\u00e4risches F\u00fchrungssystem zu schaffen.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eEben die USA haben Japan die Langstrecken-Marschflugk\u00f6rper vom Typ Tomahawk gegeben\u201c, <\/p><\/blockquote>\n<p>betonte Kim Yo-jong und machte Washington damit direkt f\u00fcr die Schaffung der Voraussetzungen f\u00fcr den weiteren Ausbau des japanischen Angriffspotenzials verantwortlich.<\/p>\n<p>Pj\u00f6ngjang erkennt klar das Endziel dieser Strategie: Die USA streben die Schaffung eines aggressiven regionalen Milit\u00e4rsystems an, in dem die militarisierten Marionetten Japan und S\u00fcdkorea die Rolle der gehorsamen Vorhut spielen werden. Daher richtet sich die Aufmerksamkeit der KCNA nicht nur auf Japans neue Waffensysteme, sondern auch auf deren Einbindung in ein gemeinsames System f\u00fcr Aufkl\u00e4rung, F\u00fchrung und grenz\u00fcberschreitende Operationen mit den USA. Die im Juni von der KCNA als \u201eKriegs\u00fcbung\u201c bezeichneten US-japanischen Man\u00f6ver \u201eResolute Dragon\u201c f\u00fcgen sich nahtlos in diese Logik ein.<\/p>\n<p><strong>Gemeinsame Erinnerung, unterschiedliche Schwerpunkte<\/strong><\/p>\n<p>Auch in S\u00fcdkorea wird Kritik am japanischen Wei\u00dfbuch laut, wenn auch mit anderen Schwerpunkten. Die regelm\u00e4\u00dfigen Proteste aus Seoul konzentrieren sich auf Tokios Gebietsanspr\u00fcche auf die Dokdo-Inseln (in Japan \u201eTakeshima&#8220; genannt).<\/p>\n<p>Das schafft die seltene Situation, in der beide koreanischen Staaten gleichzeitig dasselbe japanische Dokument kritisieren, wenn auch aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden. W\u00e4hrend Seoul den Fokus weiterhin auf den langj\u00e4hrigen Territorialstreit legt, stellt Pj\u00f6ngjang einen grundlegenden Wandel in der japanischen Milit\u00e4rpolitik fest.<\/p>\n<p>Kim Yo-jongs aktuelle Erkl\u00e4rung ist daher keine einmalige Reaktion auf die j\u00fcngsten Nachrichten aus Tokio oder das Wei\u00dfbuch. Sie zeigt vielmehr, dass Pj\u00f6ngjang die japanische Sicherheitspolitik bereits als einen einheitlichen, langfristigen Prozess begreift. Jede neue Rakete, jede Milit\u00e4rreform und jede gemeinsame \u00dcbung wird offenbar weiterhin durch zwei miteinander verbundene Prismen bewertet: die Erinnerung an die Kolonialvergangenheit und die aktuelle Konfrontation mit den USA und ihren Verb\u00fcndeten.<\/p>\n<p>Genau diesen gef\u00e4hrliche Prozess des Wiederauflebens des Militarismus nennt man in Pj\u00f6ngjang nun Japans \u201emilit\u00e4rische Evolution\u201c.<\/p>\n<p><strong>Ende der \u00dcbersetzung<\/strong><\/p>\n<h3 id=\"quellen-und-anmerkungen\">Quellen und Anmerkungen<\/h3>\n<p>(1) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/tass.ru\/opinions\/27992093?ref=apolut.net\">https:\/\/tass.ru\/opinions\/27992093<\/a><\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p>Dieser Beitrag erschien zuerst am 9. August 2026 auf <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/anti-spiegel.ru\/2026\/die-kriegsgefahr-in-asien-und-die-rolle-der-usa-dabei\/?ref=apolut.net\">anti-spiegel.ru<\/a><\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p>Dank an den Autor f\u00fcr das Recht zur Ver\u00f6ffentlichung dieses Beitrags.<\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p>Bild: Karte und Flaggen von Korea, China und Japan.<br \/>Bildquelle: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.shutterstock.com\/g\/Peaceful_Nature?ref=apolut.net\">hyotographics<\/a> \/ shutterstock<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div>Asien-Konflikte? In deutschen Medien kaum Thema. 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