{"id":17498,"date":"2026-08-12T12:02:47","date_gmt":"2026-08-12T10:02:47","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/medienkritik\/neuer-wortbruch-von-merz-klingbeil-regierung-bereichert-sich-an-kalter-progression\/"},"modified":"2026-08-12T12:02:47","modified_gmt":"2026-08-12T10:02:47","slug":"neuer-wortbruch-von-merz-klingbeil-regierung-bereichert-sich-an-kalter-progression","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/medienkritik\/neuer-wortbruch-von-merz-klingbeil-regierung-bereichert-sich-an-kalter-progression\/","title":{"rendered":"Neuer Wortbruch von Merz &amp; Klingbeil: Regierung bereichert sich an \u201eKalter Progression\u201c!"},"content":{"rendered":"<div>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">L\u00fcgenkanzler Friedrich Merz (CDU) und H\u00fctchenspieler-Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) planen den n\u00e4chsten dreisten Coup: Durch den Inflationsausgleich steigen L\u00f6hne und Steuereinnahmen. Doch die Bundesregierung will diese Mehreinnahmen als Folge der sogenannten \u201eKalten Progression\u201c nicht an die Arbeitnehmer zur\u00fcckgeben.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Steuerzahlerbund spricht emp\u00f6rt von \u201eWortbruch\u201c.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwar gibt es keine automatische gesetzliche Verpflichtung der Regierung, einen Ausgleich vorzunehmen und den Steuerzahlern die zus\u00e4tzlich vereinnahmten Milliarden als Folge steigender L\u00f6hne und damit auch Tarifspr\u00fcnge bei der Steuer zur\u00fcckzugeben; aber unter dem damaligen Finanzminister Wolfgang Sch\u00e4uble (CDU) etablierte sich 2016 das Verfahren, den Steuertarif alle zwei Jahre auf Basis des offiziellen Steuerprogressionsberichts anzupassen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Methode wurde von den sp\u00e4teren Finanzministern Olaf Scholz (SPD) und Christian Lindner (FDP) konsequent fortgef\u00fchrt. Zuletzt beschlossen Bundestag und Bundesrat Ende 2024 Anpassungen, die den Ausgleich f\u00fcr die Jahre 2025 und 2026 sicherten.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Ergebnis wurde der Inflationseffekt in den vergangenen zehn Jahren dadurch weitgehend neutralisiert. Mit dieser langj\u00e4hrigen politischen Praxis bricht die schwarz-rote Bundesregierung im Zuge der f\u00fcr 2027 geplanten Einkommensteuerreform.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der aktuelle Referentenentwurf aus dem Bundesfinanzministerium sieht laut Medienberichten vor, die \u201eKalte Progression\u201c nicht mehr pauschal \u00fcber alle Tarifstufen hinweg auszugleichen. Stattdessen werden Entlastungen gezielt auf untere Einkommen und Familien konzentriert, w\u00e4hrend h\u00f6here Einkommensgruppen durch das Einfrieren wichtiger Tarifeckwerte inflationsbedingt real st\u00e4rker belastet werden \u2013 also noch weniger Netto vom Brutto \u00fcbrigbleibt .<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einzig das Existenzminimum muss laut Bundesverfassungsgericht f\u00fcr jeden B\u00fcrger steuerfrei bleiben. Folge: Steigt die Inflation, muss die Regierung zwingend den Grundfreibetrag anheben. Die Ausgestaltung der einzelnen Tarifstufen (ab wann welcher Steuersatz greift) liegt jedoch im politischen Ermessen des Finanzministers.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Schwarz-Rot bricht mit Tradition<\/strong><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Steuerzahlerbund wirft der Regierung \u201eWortbruch\u201c vor, weil Lars Klingbeil (SPD) diese die \u201eKalte Progression\u201c nicht durch alle Tarifstufen ausgleichen will. \u201eUnion und SPD brechen damit das Erbe ihrer Finanzminister Sch\u00e4uble und Scholz\u201c, sagte Verbandschef Reiner Holznagel der \u201eBild\u201c-Zeitung. Laut Steuerzahlerbund haben die Bundesregierungen seit 2016 rund 170 Milliarden Euro dieser Mehreinnahmen an Arbeitnehmer zur\u00fcckgegeben.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Nicht mal drei Milliarden Entlastung!<\/strong><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch die von Schwarz-Rot geplante \u201eEinkommensteuerreform\u201c bleibt zu halbherzig, um die \u201eKalte Progression\u201c voll auszugleichen. Das best\u00e4tigen Berechnungen des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Bei einem vollst\u00e4ndigen Ausgleich der kalten Progression h\u00e4tte zum Beispiel ein Single mit 50.000 Euro Bruttojahreseinkommen 2028 eigentlich 114 Euro mehr netto im Jahr als nach den Pl\u00e4nen der Bundesregierung haben m\u00fcssen, wie das Portal \u201eApollo News\u201c berichtete.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr das kommende Jahr sieht die Regierung Entlastungen lediglich in einer H\u00f6he von 2,9 Milliarden Euro vor; notwendig w\u00e4ren aber 8,8 Milliarden Euro. 2028 soll es dann eine Entlastung von 6,9 Milliarden Euro geben \u2013 statt zehn Milliarden Euro.<\/p>\n<p><strong>Beitrag:<\/strong> <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/deutschlandkurier.de\/2026\/08\/neuer-wortbruch-von-merz-klingbeil-regierung-bereichert-sich-an-kalter-progression\/\">Neuer Wortbruch von Merz &amp; Klingbeil: Regierung bereichert sich an \u201eKalter Progression\u201c!<\/a> <br><strong>Quelle:<\/strong> Deutschland-Kurier.<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div>\n<p>L\u00fcgenkanzler Friedrich Merz (CDU) und H\u00fctchenspieler-Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) planen den n\u00e4chsten dreisten Coup: Durch den Inflationsausgleich steigen L\u00f6hne und Steuereinnahmen. 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