{"id":17714,"date":"2026-08-13T18:03:15","date_gmt":"2026-08-13T16:03:15","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/es-reicht-putin-beauftragt-die-marine-die-europaeer-fuer-ihre-piraterie-zu-bestrafen\/"},"modified":"2026-08-13T18:03:15","modified_gmt":"2026-08-13T16:03:15","slug":"es-reicht-putin-beauftragt-die-marine-die-europaeer-fuer-ihre-piraterie-zu-bestrafen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/es-reicht-putin-beauftragt-die-marine-die-europaeer-fuer-ihre-piraterie-zu-bestrafen\/","title":{"rendered":"&#8222;Es reicht&#8220; \u2013 Putin beauftragt die Marine, die Europ\u00e4er f\u00fcr ihre Piraterie zu bestrafen"},"content":{"rendered":"<div>\n<p><em>Von Andrei Restschikow<\/em><\/p>\n<p>Am Mittwoch nahm Wladimir Putin an der Abschlussphase der Man\u00f6ver der russischen Pazifikflotte teil, die vom 4. bis zum 12.\u00a0August im Japanischen Meer, im Ochotskischen Meer sowie im nordwestlichen Teil des Pazifiks stattfanden. Daran beteiligt waren etwa 60 \u00dcberwasserschiffe, U-Boote und Versorgungsschiffe, rund 30 Flugger\u00e4te (Flugzeuge, Hubschrauber, Drohnen) sowie mehr als 13.000 Soldaten.<\/p>\n<p>Im Rahmen seiner Reise auf die Insel Sachalin ging der Staatschef auch an Bord des Garde-Raketenkreuzers Warjag. An Bord des Flaggschiffs tauschte der Pr\u00e4sident seinen zivilen Business-Anzug gegen eine Marineuniform und h\u00f6rte sich den Bericht des Kommandanten der Pazifikflotte, Admiral Wiktor Liina, an.<\/p>\n<p>Der russische Pr\u00e4sident erkl\u00e4rte, dass das Konfliktpotenzial im asiatisch-pazifischen Raum zunehme. Er betonte:<\/p>\n<p><em>&#8222;Wir sehen, dass hier leider das Konfliktpotenzial zunimmt, dass die NATO hier Fu\u00df fasst, dass neue milit\u00e4risch-politische Bl\u00f6cke entstehen und dass hier neue Waffensysteme stationiert werden beziehungsweise deren Stationierung geplant ist, die auch f\u00fcr unser Land eine Bedrohung darstellen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Insbesondere ging Putin auf die Haltung Japans ein, das &#8222;unter dem Vorwand der Ereignisse in der Ukraine und ohne auf die Ursachen dieses Konflikts einzugehen, Sanktionen gegen Russland verh\u00e4ngt hat, die von unserer Seite nicht provoziert wurden&#8220;. Der Staatschef betonte, dass Russland keine Bedrohung f\u00fcr Japan darstelle, und f\u00fcgte hinzu:<\/p>\n<p><em>&#8222;Wir haben absolut keine Anspr\u00fcche an Japan, im Gegenteil: Japan hat territoriale Anspr\u00fcche an unser Land, ich meine damit die Frage der Kurilen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Er hob au\u00dferdem die Unumst\u00f6\u00dflichkeit der Ergebnisse des Zweiten Weltkriegs hervor, die in internationalen Dokumenten festgeschrieben sind.<\/p>\n<p>Putin f\u00fcgte hinzu, dass die Spannungen auch in der Arktis im Zusammenhang mit der Nutzung der Nordostpassage zunehmen, &#8222;obwohl Russland stets\u00a0\u2013 und zwar wirklich stets\u00a0\u2013 seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit in der Arktis und zur Nutzung der Vorteile der Nordostpassage bekundet hat und dies auch jetzt bekr\u00e4ftigt&#8220;.<\/p>\n<p>Im Zusammenhang mit den j\u00fcngsten Beschl\u00fcssen der Europ\u00e4ischen Union kritisierte der Pr\u00e4sident die Pl\u00e4ne zur Kaperung russischer Schiffe. Putin sagte:<\/p>\n<p><em>&#8222;Wir sehen, dass die Beh\u00f6rden einiger L\u00e4nder unter Verletzung des internationalen Seerechts versuchen, den Schiffsverkehr unserer Wirtschaftsakteure auf friedlichem Wege einzuschr\u00e4nken, und k\u00fcrzlich sogar auf die Idee gekommen sind, unsere Schiffe zu kapern und das von uns geraubte Eigentum zu verkaufen. Das ist nat\u00fcrlich nichts anderes als Piraterie und Raub.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Seinen Worten zufolge wird Russland, sollte dies zur Praxis werden, &#8222;gezwungen sein, mit gleicher M\u00fcnze zur\u00fcckzuzahlen&#8220;. Der Staatschef betonte:<\/p>\n<p><em>&#8222;Und zwar nicht unbedingt in jenen Gew\u00e4ssern, in denen \u00dcberf\u00e4lle auf unsere Schiffe geplant sind, sondern dort, wo wir es selbst f\u00fcr notwendig und zweckm\u00e4\u00dfig erachten\u00a0\u2013 an jedem Ort, einschlie\u00dflich des Zust\u00e4ndigkeitsbereichs der Pazifikflotte.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Der Befehlshaber der Pazifikflotte Liina berichtete dem Pr\u00e4sidenten, dass die Flotte \u00fcber alle erforderlichen Kr\u00e4fte verf\u00fcge, um Handelsschiffe unfreundlicher Staaten in ihrem Zust\u00e4ndigkeitsbereich zu kontrollieren und festzuhalten. Er f\u00fcgte hinzu, dass die g\u00e4ngigen Routen im asiatisch-pazifischen Raum analysiert worden seien. Seinen Angaben zufolge passierten vom 24.\u00a0April bis zum 6.\u00a0August dieses Jahres 1.001 Schiffe die Inseln der S\u00fcdkurilen-Kette, davon 379 unter der Flagge unfreundlicher Staaten. Liina betonte:<\/p>\n<p><em>&#8222;Dabei setzen westliche Staaten f\u00fcr den G\u00fctertransport in ihrem eigenen Interesse aktiv Schiffe ein, die unter der Flagge von Drittstaaten fahren. Im Grunde handelt es sich dabei um ihre Schattenflotte. Wir verf\u00fcgen \u00fcber die Kr\u00e4fte zur Kontrolle und Festsetzung von Schiffen unfreundlicher Staaten und ihrer Schattenflotte, die beh\u00f6rden\u00fcbergreifende Zusammenarbeit ist organisiert, und wir sind bereit, diese Aufgaben in Angriff zu nehmen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><strong>Strategie zur Bek\u00e4mpfung der Piraterie<\/strong><\/p>\n<p>Wie der Milit\u00e4rkorrespondent der <em>Komsomolskaja Prawda<\/em>\u00a0Alexander Koz anmerkt, erfolgte die Erkl\u00e4rung des russischen Pr\u00e4sidenten zur Bek\u00e4mpfung der Piraterie auf Sachalin, &#8222;10.000\u00a0Kilometer vom \u00c4rmelkanal entfernt, wo die Briten unseren Tanker aufgehalten haben, und vom Mittelmeer, von wo aus die Franzosen die Deyna weggebracht haben&#8220;. Koz schreibt:<\/p>\n<p><em>&#8222;Das Recht, das Einsatzgebiet auszuw\u00e4hlen, hat sich Moskau vorbehalten\u00a0\u2013 und dies allein schon durch die Wahl des Rednerpults demonstriert.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Er hebt besonders hervor, dass der Flottenkommandant die Bereitschaft zu einer spiegelbildlichen Reaktion bekr\u00e4ftigt habe. Der Milit\u00e4rkorrespondent meint:<\/p>\n<p><em>&#8222;Das hei\u00dft, die Entscheidung wurde nicht heute und nicht unter dem Einfluss des Augenblicks getroffen. Der Befehl erging bereits im Juli, am Tag der Flotte, als Putin von den Kommandanten verlangte, die Handelsschifffahrt &#8217;sorgf\u00e4ltig, im Rahmen des internationalen Seerechts, aber entschlossen zu sch\u00fctzen\u00a0\u2013 so, wie man Piraterie und Piraten bek\u00e4mpfen muss&#8216;. Damals klang das wie eine Formel. Heute hat sich herausgestellt, dass hinter dieser Formel Vorbereitungen standen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Seiner Meinung nach &#8222;wurden hier (in Russland) bereits die Schiffe gez\u00e4hlt, die an den russischen K\u00fcsten vorbeifuhren, w\u00e4hrend in Br\u00fcssel noch am Mechanismus gefeilt wurde, der den Verkauf der von den festgehaltenen Schiffen beschlagnahmten G\u00fcter erlaubt&#8220;. Koz erkl\u00e4rt:<\/p>\n<p><em>&#8222;Das Wichtigste dabei ist die &#8218;beh\u00f6rden\u00fcbergreifende Zusammenarbeit&#8216;. Hinter dem b\u00fcrokratischen Papierkram steht ein gut abgestimmter Apparat: Flottenschiffe, Grenzschutz, Kontrollteams und die rechtliche Abwicklung der Festsetzung, die einer gerichtlichen \u00dcberpr\u00fcfung standh\u00e4lt.<\/em><\/p>\n<p><em>Solche Vorgehensweisen entstehen nicht \u00fcber Nacht, sie werden monatelang abgestimmt und bei Man\u00f6vern getestet\u00a0\u2013 genau jenen, die seit dem 4.\u00a0August im Japanischen Meer, im Ochotskischen Meer und im nordwestlichen Teil des Pazifischen Ozeans stattfinden.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Pawel Danilin, Politologe und Dozent an der Finanzuniversit\u00e4t bei der Regierung der Russischen F\u00f6deration, stimmt zu, dass die Situation rund um zivile Schiffe tats\u00e4chlich eine v\u00f6llig neue Dimension erreicht habe. Er meint:<\/p>\n<p><em>&#8222;W\u00e4hrend die Festhaltema\u00dfnahmen gegen unsere Handelsschiffe in europ\u00e4ischen H\u00e4fen fr\u00fcher, sagen wir mal, &#8218;technischer&#8216; Natur waren\u00a0\u2013 vor\u00fcbergehende Stillst\u00e4nde, finanzielle Kosten\u00a0\u2013, die Schiffe aber letztendlich freigegeben und die Ladungen nicht beschlagnahmt wurden, ist der Westen nun zu einer regelrechten Beschlagnahmung \u00fcbergegangen. Das ist nicht mehr nur Sanktionsdruck, sondern regelrechte Seer\u00e4uberei, die durch die innerstaatlichen Gesetze der EU legalisiert wurde.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Der Experte erinnert an den im Juni gefassten Beschluss der EU, der den Streitkr\u00e4ften der Mitgliedstaaten das Recht einr\u00e4umt, Schiffe zu entern, die im Verdacht stehen, russische Energietr\u00e4ger zu transportieren.<\/p>\n<p><em>&#8222;Das bedeutet, dass jeder unserer Tanker oder Massengutfrachter in internationalen Gew\u00e4ssern angehalten, durchsucht und mit Gewalt beschlagnahmt werden kann\u00a0\u2013 ohne jegliche Grundlage im internationalen Seerecht. Au\u00dferdem trat am 24.\u00a0Juli trat das 21. Sanktionspaket in Kraft, das bereits ausdr\u00fccklich die Rechtsgrundlage f\u00fcr die Beschlagnahmung von Ladungen festlegt. Nun k\u00f6nnen die EU-Beh\u00f6rden Schiffe nicht nur festhalten, sondern auch russische Rohstoffe beschlagnahmen, einlagern und verkaufen. Das nennt man in jeder Sprache der Welt &#8218;Piraterie&#8216;, und genau so stufen wir diese Handlungen ein\u00a0\u2013 Raub und Pl\u00fcnderung unter dem Deckmantel b\u00fcrokratischer Vorschriften.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Danilin weist auf die Situation mit der sogenannten Schattenflotte hin. Seinen Worten zufolge nutzen westliche L\u00e4nder selbst aktiv Schiffe unter der Flagge von Drittl\u00e4ndern, um Fracht in ihrem eigenen Interesse zu transportieren, versuchen nun aber, Russland dieses Etikett anzuh\u00e4ngen, indem sie dessen gew\u00f6hnliche Handelsschiffe als &#8222;Schattenflotte&#8220; bezeichnen. Der Experte erkl\u00e4rt:<\/p>\n<p><em>&#8222;Deshalb wird die vom Pr\u00e4sidenten angek\u00fcndigte Reaktion Russlands spiegelbildlich und m\u00f6glicherweise sogar asymmetrisch ausfallen.<\/em><\/p>\n<p><em>Was bedeutet das? Wir sind nicht verpflichtet, genau dort zu reagieren, wo die Beschlagnahmungen stattfinden. Wir werden dort handeln, wo wir es f\u00fcr notwendig und zweckm\u00e4\u00dfig halten\u00a0\u2013 in jedem Gew\u00e4sser der Weltmeere, einschlie\u00dflich des Zust\u00e4ndigkeitsbereichs der Pazifikflotte, in der Ostsee, wo auch immer. Wenn sie unsere Ladungen beschlagnahmen, werden wir dasselbe mit ihren Schiffen und ihrem Eigentum tun.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Dabei betont Danilin, dass das Ziel Russlands nicht eine Eskalation um der Eskalation willen sei, sondern den Westen zur Einhaltung des V\u00f6lkerrechts zu zwingen. Der Politologe sagt:<\/p>\n<p><em>&#8222;Wenn sie es f\u00fcr m\u00f6glich halten, Gewalt gegen friedliche Handelsschiffe anzuwenden, dann sollen sie sich darauf gefasst machen, dass wir dieselben Mittel einsetzen\u00a0\u2013 und das m\u00f6glicherweise sogar noch effektiver, denn wir verf\u00fcgen \u00fcber die Erfahrung und die Ressourcen f\u00fcr asymmetrische Reaktionen an jedem Ort der Welt. Ich rate dazu, die Entwicklung der Ereignisse aufmerksam zu verfolgen: Die Worte des Pr\u00e4sidenten sind ein Aktionsplan, dessen Umsetzung bereits begonnen hat.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><strong>Russlands Pazifikflotte ist gut ger\u00fcstet<\/strong><\/p>\n<p>Wie der Milit\u00e4rexperte Wassili Dandykin anmerkt, bleibt die Lage im asiatisch-pazifischen Raum dabei angespannt. Er ruft in Erinnerung:<\/p>\n<p><em>&#8222;Die USA festigen ihre Milit\u00e4rb\u00fcndnisse mit Japan und S\u00fcdkorea. Parallel dazu entwickelt sich AUKUS\u00a0\u2013 ein dreiseitiges B\u00fcndnis zwischen den USA, Australien und Gro\u00dfbritannien. Im Rahmen dieser Partnerschaft beabsichtigt Washington, Canberra Atom-U-Boote der Virginia-Klasse zu verkaufen. Die genannten L\u00e4nder f\u00fchren Man\u00f6ver durch und \u00fcben Aufgaben, die sich gegen Russland und China richten.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund l\u00e4sst sich die Rolle der Pazifikflotte laut dem Experten kaum \u00fcbersch\u00e4tzen. Dandykin f\u00fchrt aus:<\/p>\n<p><em>&#8222;Sie ist eine der beiden Atomflotten der Russischen F\u00f6deration. Die zweite ist die Nordflotte; beide bilden die maritime Komponente der nuklearen Triade des Landes. Zur Pazifikflotte geh\u00f6ren strategische Atom-U-Boote, darunter die modernsten von ihnen\u00a0\u2013 U-Boote der Projekte Borei und Borei-A\u00a0\u2013 sowie Mehrzweck-Atom-U-Boote.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Er weist darauf hin, dass die F\u00e4higkeiten der Flotte in den letzten Jahren erheblich gewachsen seien und der Prozess ihrer St\u00e4rkung weitergehe. Der Experte pr\u00e4zisiert:<\/p>\n<p><em>&#8222;Die Pazifikflotte hat einen Verband von dieselelektrischen U-Booten (DEPL) erhalten. Alte Schiffe, wie beispielsweise die Fregatte Marschall Schaposchnikow, werden modernisiert, neue werden gebaut, darunter auch kleine Raketenfregatten, die mit Lenkraketen vom Typ Kalibr ausger\u00fcstet sind. In naher Zukunft werden Fregatten der Ersten Klasse vom Typ 22350 in die Flotte aufgenommen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang verweist Dandykin auf die \u00c4u\u00dferungen Liinas, wonach die Flotte bereit sei, Ma\u00dfnahmen der EU mit gleicher M\u00fcnze zur\u00fcckzuzahlen und Schiffe aus L\u00e4ndern festzuhalten, die Russland feindlich gesinnt sind. Der Experte betont:<\/p>\n<p><em>&#8222;Wenn der Gegner es f\u00fcr m\u00f6glich h\u00e4lt, an Bord von Schiffen zu gehen, diese zu kapern und dar\u00fcber hinaus deren Ladung zu verkaufen, dann haben wir das Recht, ebenso zu handeln. Die technischen M\u00f6glichkeiten daf\u00fcr sind vorhanden: sowohl die Aufkl\u00e4rung als auch die Schiffe und die Landungsgruppen der Marineinfanterie. Dabei handelt es sich um Soldaten mit gro\u00dfer Kampferfahrung.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><strong>Die S\u00fcdkurilen sind russisches Territorium<\/strong><\/p>\n<p>Mit seinen Worten an Bord des Garde-Raketenkreuzers Warjag mache Putin deutlich, dass die Frage der Kurilen gekl\u00e4rt sei, so Andrei Kolesnik, Mitglied des Verteidigungsausschusses der Staatsduma. Er wertet die Erkl\u00e4rung des Pr\u00e4sidenten als Warnung von globaler Tragweite. Kolesnik meint:<\/p>\n<p><em>&#8222;Wer aggressive Handlungen plant, sollte seinen Selbsterhaltungstrieb aktivieren und nicht auf Straffreiheit hoffen. Unsere Antwort wird nicht nur eine spiegelgleiche Reaktion sein\u00a0\u2013 sie k\u00f6nnte f\u00fcr diejenigen, die es wagen, die Grenze zu \u00fcberschreiten, die letzte sein.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Im Zusammenhang mit dem wachsenden Konfliktpotenzial im asiatisch-pazifischen Raum weist der Abgeordnete auf die verst\u00e4rkte milit\u00e4rische Pr\u00e4senz der USA und ihrer Verb\u00fcndeten in der Region hin. Er merkt an:<\/p>\n<p><em>&#8222;Wir beobachten st\u00e4ndige Man\u00f6ver US-amerikanischer Schiffe vor den K\u00fcsten Chinas und Nordkoreas\u00a0\u2013 unseres Verb\u00fcndeten. Japan wiederum strebt eine Ausweitung seiner milit\u00e4rischen Kapazit\u00e4ten an.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Seinen Angaben zufolge hat das Interesse der Japaner an den Kurilen neben einer politischen auch eine milit\u00e4rische und wirtschaftliche Dimension. Kolesnik sagt:<\/p>\n<p><em>&#8222;Es handelt sich nicht nur um einen Streit um zwei Inseln. W\u00fcrden diese unter die Kontrolle Tokios fallen, w\u00e4re das Ochotskische Meer kein Binnenmeer Russlands mehr. Unsere U-Boote, die zu Kampfpatrouillen auslaufen, w\u00fcrden sofort von den NATO-Streitkr\u00e4ften entdeckt werden und damit ihren Geheimhaltungsfaktor verlieren\u00a0\u2013 und genau diese Boote sind unser Mittel zur Abschreckung. Zudem w\u00fcrde sich die ausschlie\u00dfliche Wirtschaftszone ver\u00e4ndern, es gingen enorme biologische Ressourcen verloren, und auf den Inseln w\u00fcrden unverz\u00fcglich Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte entstehen, die h\u00f6chstwahrscheinlich US-amerikanisch w\u00e4ren.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus ruft der Abgeordnete dazu auf, die sich zuspitzende Lage um Taiwan und die Versuche des Westens, die L\u00e4nder der Region gegeneinander auszuspielen, zu ber\u00fccksichtigen. Er betont:<\/p>\n<p><em>&#8222;Das Prinzip &#8218;Teile und herrsche&#8216; ist nach wie vor aktuell. Die Gegner versuchen, einen Feuerring um Russland und seine Verb\u00fcndeten zu bilden, wobei sie sowohl Japan als auch andere Staaten einbeziehen. Das ist ein sehr gef\u00e4hrlicher geopolitischer Cocktail. Genau deshalb widmet der Pr\u00e4sident als Oberbefehlshaber diesem Bereich so gro\u00dfe Aufmerksamkeit. Seine Worte sind eine Feststellung realer Bedrohungen. Russland wird darauf angemessen reagieren. Das Kommando der Pazifikflotte hat einen direkten Befehl erhalten.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><strong>Russland wird an jedem Punkt des Weltmeeres reagieren<\/strong><\/p>\n<p>Russland verf\u00fcge \u00fcber die M\u00f6glichkeiten, an jedem Punkt zu reagieren, an dem seine Interessen ber\u00fchrt werden, so Kolesnik. Er erkl\u00e4rt:<\/p>\n<p><em>&#8222;Das gesamte Gebiet der Weltmeere, insbesondere die Gebiete mit intensivem Schiffsverkehr, ist f\u00fcr alle Seiten verwundbar. Dort verlaufen die wichtigsten Handelsrouten, die Schiffe bewegen sich in festgelegten Korridoren, und jede Abweichung oder aggressive Handlung l\u00e4sst sich leicht nachverfolgen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Eine spiegelgleiche Reaktion, so der Abgeordnete weiter, k\u00f6nne bedeuten, &#8222;dass wir mit Schiffen unfreundlicher L\u00e4nder genauso verfahren werden\u00a0\u2013 sie aufhalten, kontrollieren und, falls n\u00f6tig, Ma\u00dfnahmen ergreifen, bis hin zum Einsatz von Gewalt, sollten sie versuchen, unsere Rechte zu verletzen&#8220;. Er betont:<\/p>\n<p><em>&#8222;Dabei geht es nicht nur um den Pazifik. Dies betrifft auch die Ostsee und generell jeden Ort, an dem unsere zivilen Schiffe\u00a0\u2013 Containerschiffe, Tanker, Massengutfrachter\u00a0\u2013 angegriffen werden.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Als Beispiel f\u00fcr m\u00f6gliche Folgen einer solchen Politik f\u00fchrt Kolesnikow die Situation rund um das Schwarze Meer an. Er fasst zusammen:<\/p>\n<p><em>&#8222;Die H\u00e4fen von Odessa und die gesamte Logistikkette am Schwarzen Meer haben faktisch ihren Betrieb eingestellt, nachdem bekannt geworden war, dass unter dem Deckmantel von Getreidegesch\u00e4ften Waffen f\u00fcr die ukrainischen Streitkr\u00e4fte in diese H\u00e4fen geliefert worden waren. Dies ist ein anschauliches Beispiel daf\u00fcr, wie wir auf Versuche, Seewege gegen uns einzusetzen, reagieren k\u00f6nnen. Deshalb w\u00fcrde ich Russland gegen\u00fcber unfreundlich gesinnten L\u00e4ndern raten, dar\u00fcber nachzudenken. Ein Mangel an Geh\u00f6r kann ihrer Gesundheit sehr ernsthaft schaden\u00a0\u2013 im \u00fcbertragenen und im w\u00f6rtlichen Sinne.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><em>\u00dcbersetzt aus dem <a href=\"https:\/\/vz.ru\/politics\/2026\/8\/12\/1442281.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Russischen<\/a>. Der Artikel ist am 12. August 2026 zuerst auf der Website der Zeitung Wsgljad erschienen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Andrei Restschikow<\/strong> ist Analyst bei der Zeitung Wsgljad.<\/em><\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong> \u2013\u00a0<a href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/kurzclips\/video\/283140-britische-marine-kapert-erstmals-aus\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Britische Marine kapert erstmals aus Russland kommenden \u00d6ltanker <\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v7bwg2y\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Andrei Restschikow Am Mittwoch nahm Wladimir Putin an der Abschlussphase der Man\u00f6ver der russischen Pazifikflotte teil, die vom 4. bis zum 12.\u00a0August im Japanischen Meer, im Ochotskischen Meer sowie im nordwestlichen Teil des Pazifiks stattfanden. 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