{"id":18011,"date":"2026-08-15T22:03:09","date_gmt":"2026-08-15T20:03:09","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/insa-rueckstand-auf-afd-auf-acht-punkte-angewachsen-union-sinkt-auf-20-prozent\/"},"modified":"2026-08-15T22:03:09","modified_gmt":"2026-08-15T20:03:09","slug":"insa-rueckstand-auf-afd-auf-acht-punkte-angewachsen-union-sinkt-auf-20-prozent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/insa-rueckstand-auf-afd-auf-acht-punkte-angewachsen-union-sinkt-auf-20-prozent\/","title":{"rendered":"INSA: R\u00fcckstand auf AfD auf acht Punkte angewachsen \u2013 Union sinkt auf 20 Prozent"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Die aktuellen Daten einer vom Springerblatt <em>Bild <\/em>in Auftrag gegebenen INSA-Umfrage lassen Bundeskanzler Friedrich Merz&#8216; politische Zukunft d\u00fcster aussehen. Die Unzufriedenheit der B\u00fcrger mit der Regierungskoalition und dem Kanzler selbst wird immer gr\u00f6\u00dfer. Und es wird immer unwahrscheinlicher, dass bald ein Umkehrtrend kommt.<\/p>\n<p>Den INSA-Ergebnissen zufolge bleibt der Koalitionspartner SPD auf niedrigem Niveau bei zw\u00f6lf Prozent. Damit ist die Linkspartei, die ein Prozent mehr erreicht, gleichauf mit den Sozialdemokraten in der W\u00e4hlergunst.<\/p>\n<p>Dagegen geht es f\u00fcr die Schwesterparteien CDU und CSU noch weiter bergab. Sie verlieren einen weiteren Prozentpunkt und stehen jetzt bei 20\u00a0Prozent. Das ist der schlechteste Wert f\u00fcr die Union seit Oktober\u00a02021 und 8,5\u00a0Prozent weniger als bei den Bundestagswahlen 2025. Die AfD ist mit 28\u00a0Prozent unver\u00e4ndert die st\u00e4rkste Partei; ihr F\u00fchrungsabstand zur Union betr\u00e4gt jetzt\u00a0acht\u00a0Prozent. Die Gr\u00fcnen erhalten in der Umfrage weiterhin 13\u00a0Prozent.<\/p>\n<p>Damit w\u00fcrde im Falle von Neuwahlen (die allerdings vorerst nicht in Sicht sind) eine Regierungskoalition immer schwieriger\u00a0\u2013 zumindest, solange die Brandmauer steht. Die jetzige Koalition, also CDU, CSU und SPD zusammen, h\u00e4tte nur noch 32\u00a0Prozent, das ist weit von einer Regierungsmehrheit entfernt.<\/p>\n<p>Und selbst zusammen mit den Gr\u00fcnen w\u00fcrde es nicht reichen. Es br\u00e4uchte noch eine f\u00fcnfte Partei f\u00fcr eine Mehrheit im Bundestag. Daf\u00fcr k\u00e4me im Augenblick wohl nur die Linkspartei mit Sicherheit in Frage. Denn die Liberaldemokraten liegen mit f\u00fcnf Prozent nur knapp \u00fcber der F\u00fcnfprozenth\u00fcrde, das BSW w\u00fcrde sie mit drei Prozent deutlich verfehlen.<\/p>\n<p>Geradezu katastrophal sind die Zufriedenheitswerte der 1.003 Umfrageteilnehmer mit Kanzler und Regierung. Nur noch 15\u00a0Prozent der am 13. und 14.\u00a0August Befragten sind zufrieden mit der Bundesregierung, 79\u00a0Prozent dagegen unzufrieden.<\/p>\n<p>Dazu parallel laufen Merz&#8216; pers\u00f6nliche Werte. Nur 16\u00a0Prozent sind mit seinem Agieren als Kanzler zufrieden, 78\u00a0Prozent der befragten B\u00fcrger sprechen ihre Unzufriedenheit aus. Und die Werte weisen nach unten. Die Zufriedenen nahmen seit der letzten Umfrage um zwei Prozent ab, die Zahl der Unzufriedenen wuchs um drei Prozent.<\/p>\n<p>Sorgen machen muss Merz vor allem, dass auch eine Mehrheit von 54\u00a0Prozent der Unionsw\u00e4hler mit ihm unzufrieden ist, nur eine Minderheit von 37\u00a0Prozent ist mit seiner Politik einverstanden. Sollten sich die CDU-Granden zum Kanzlersturz bereitfinden, k\u00f6nnte Merz sich also nicht auf die Loyalit\u00e4t der Basis verlassen.<\/p>\n<p>Angesichts dieser Rekordtiefst\u00e4nde zieht INSA-Chef Hermann Binkert das Fazit: &#8222;Nur noch jeder Sechste ist mit der Arbeit des Bundeskanzlers und der Bundesregierung zufrieden. So gering war die Unterst\u00fctzung und so hoch war die Ablehnung noch nie. Dieser Trend l\u00e4sst sich wahrscheinlich nicht mehr drehen, weil selbst die verbliebenen W\u00e4hler der Regierungsparteien mehrheitlich nicht mehr hinter der Bundesregierung stehen.&#8220;<\/p>\n<p>Wie verheerend Merz&#8216; Werte sind, zeigt ein Vergleich mit den <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/1295763\/umfrage\/bewertung-der-arbeit-von-olaf-scholz-als-bundeskanzler\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Umfrageergebnissen<\/a> seines Amtsvorg\u00e4ngers Olaf Scholz, der sich ebenfalls nicht gerade in der W\u00e4hlergunst sonnen konnte. Im Gegensatz zu den desastr\u00f6sen 78\u00a0Prozent an Unzufriedenen f\u00fcr Merz betrug der H\u00f6chststand derjenigen, die Scholz&#8216; Arbeit als &#8222;schlecht&#8220; bewerteten, 68\u00a0Prozent. Und es waren mit einem tempor\u00e4ren Tiefststand von 28\u00a0Prozent im Juni\u00a02024 auch damals immerhin mehr W\u00e4hler, die die Politik des Sozialdemokraten Scholz gut fanden, als jetzt die mageren 16\u00a0Prozent bei Merz.<\/p>\n<p>Bleibt die Frage, wie lange sich das Merz noch antun will. Wird er stoisch im Amt verharren oder schlie\u00dflich doch frustriert das Handtuch werfen? Oder werden ihn die eigenen Parteigr\u00f6\u00dfen nach den zu erwartenden miserablen Ergebnissen bei den Landtagswahlen im Herbst durch einen neuen Hoffnungstr\u00e4ger ersetzen? Das politische Berlin h\u00e4lt den Atem an und wartet auf den 21.\u00a0September, den Tag danach.<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong>\u00a0\u2013 <a href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/asien\/288336-japan-regierung-takaichi-im-umfragetief\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Japan: Regierung Takaichi nach Erdbeben im Umfragetief<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v7bysbg\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die aktuellen Daten einer vom Springerblatt Bild in Auftrag gegebenen INSA-Umfrage lassen Bundeskanzler Friedrich Merz&#8216; politische Zukunft d\u00fcster aussehen. Die Unzufriedenheit der B\u00fcrger mit der Regierungskoalition und dem Kanzler selbst wird immer gr\u00f6\u00dfer. 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