{"id":18257,"date":"2026-08-17T19:07:53","date_gmt":"2026-08-17T17:07:53","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/naher-osten-die-geliehene-legitimitaet-von-dirk-ellerbrock\/"},"modified":"2026-08-17T19:07:53","modified_gmt":"2026-08-17T17:07:53","slug":"naher-osten-die-geliehene-legitimitaet-von-dirk-ellerbrock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/naher-osten-die-geliehene-legitimitaet-von-dirk-ellerbrock\/","title":{"rendered":"Naher Osten: Die geliehene Legitimit\u00e4t | Von Dirk Ellerbrock"},"content":{"rendered":"<div>\n<p><strong>Wie die Abraham- und Isaac-Abkommen die territoriale Expansionspolitik der Netanjahu-Koalition diplomatisch absichern<\/strong><\/p>\n<p><em>Ein Meinungsbeitrag von <strong>Dirk Ellerbrock.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Am 7. August 2026 unterzeichnen Saudi-Arabien, Pakistan und die T\u00fcrkei in Mekka ein gemeinsames Verteidigungsabkommen. Offiziell richtet es sich gegen niemanden \u2013 weder gegen Iran noch, wie mehrfach betont wird, gegen Israel. Und doch lohnt die Frage, warum ausgerechnet jetzt drei langj\u00e4hrige Verb\u00fcndete der Vereinigten Staaten beginnen, sich regional neu zu sortieren, w\u00e4hrend Israel zeitgleich sein eigenes B\u00fcndnisnetz auf der anderen Seite der Welt \u2013 in Lateinamerika \u2013 immer dichter kn\u00fcpft. Beide Bewegungen laufen parallel, aber in entgegengesetzte Richtungen: W\u00e4hrend sich Israels traditionelle Nachbarschaft neu ordnet, ohne auf Israel R\u00fccksicht zu nehmen, baut Tel Aviv seit Jahren gezielt dort Allianzen auf, wo ideologische N\u00e4he z\u00e4hlt, nicht geografische. Genau hier setzt dieser Text an: Wie funktioniert diese Diplomatie, und wem dient sie konkret?<\/p>\n<p><strong>Die Blaupause<\/strong><\/p>\n<p>Die Blaupause daf\u00fcr sind die Abraham-Abkommen von 2020. Vermittelt von Jared Kushner, brachten sie die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Marokko und den Sudan in eine formelle Anerkennung Israels \u2013 ohne dass sich am Kern des Konflikts, der Lage der Pal\u00e4stinenser, irgendetwas ge\u00e4ndert h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Das ist der Punkt, der oft \u00fcbersehen wird: Diese Normalisierung war kein Ergebnis gel\u00f6ster Konflikte, sondern ein politisches Instrument gegen wachsende internationale Isolation. Sie kaufte Anerkennung ein, wo Anerkennung aus substanziellen Gr\u00fcnden eigentlich h\u00e4tte verweigert werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>Der Bruch: explizit religi\u00f6s codiert<\/strong><\/p>\n<p>Was sich mit den Isaac-Abkommen \u00e4ndert, ist nicht die Funktion, sondern die Offenheit, mit der sie benannt wird. Die Idee stammt vom argentinischen Pr\u00e4sidenten Javier Milei, erstmals \u00f6ffentlich formuliert bei der Verleihung des Genesis Prize im August 2025. Formell unterzeichnet wurde das Abkommen am 19. und 20. April 2026 in Jerusalem, gemeinsam mit Benjamin Netanjahu. Die offizielle Erkl\u00e4rung des israelischen Au\u00dfenministeriums beschreibt den Zweck der Abkommen w\u00f6rtlich als St\u00e4rkung der Zusammenarbeit zwischen Argentinien, Israel und gleichgesinnten Partnern in der westlichen Hemisph\u00e4re \u2013 &#8222;the descendants of Isaac and nations of the Judeo-Christian tradition&#8220;. Das ist bemerkenswert: Eine sicherheits- und wirtschaftspolitische Partnerschaft wird hier nicht \u00fcber gemeinsame Interessen definiert, wie es diplomatische Sprache sonst tut, sondern \u00fcber eine biblisch-genealogische, zivilisatorische Zugeh\u00f6rigkeit.<\/p>\n<p>Es folgte eine Kettenreaktion \u2013 Botschaftsverlegungen nach Jerusalem, die Einstufung von Hamas, Hisbollah und der IRGC als Terrororganisationen durch Ecuador, Costa Rica und Paraguay, die \u00dcbernahme der IHRA-Antisemitismusdefinition durch Costa Rica. Auff\u00e4llig ist dabei die Tr\u00e4gerschicht: Es sind fast durchweg rechte bis rechtsextreme Regierungen, die sich dieser Architektur anschlie\u00dfen \u2013 keine breite, ideologisch neutrale Anerkennung, sondern eine gezielte B\u00fcndnisbildung entlang politischer Kompatibilit\u00e4t.<\/p>\n<p><strong>Die territoriale Programmatik, die diese Diplomatie flankiert<\/strong><\/p>\n<p>Diese B\u00fcndnisdiplomatie entsteht nicht im luftleeren Raum. Sie f\u00e4llt zeitlich zusammen mit einer Phase, in der die territorial-maximalistische Fraktion innerhalb der Netanjahu-Koalition ihre Programmatik ungew\u00f6hnlich offen in Regierungshandeln \u00fcbersetzt. Bezalel Smotrich, Vorsitzender der Partei &#8222;Religi\u00f6ser Zionismus&#8220; und Finanzminister, verfolgt seit 2017 seinen sogenannten &#8222;Entscheidungsplan&#8220;: die vollst\u00e4ndige Anwendung israelischer Souver\u00e4nit\u00e4t auf Jud\u00e4a und Samaria, verbunden mit der Aufl\u00f6sung der Pal\u00e4stinensischen Autonomiebeh\u00f6rde und, in Smotrichs eigenen Worten, der Wahl f\u00fcr die dortige arabische Bev\u00f6lkerung zwischen einem Leben ohne politische Rechte oder der Auswanderung. Im September 2025 konkretisierte er diesen Plan auf einer Pressekonferenz in Ost-Jerusalem: Israelische Souver\u00e4nit\u00e4t solle auf 82 Prozent des Westjordanlands ausgeweitet werden, nach dem Prinzip &#8222;maximales Land, minimale arabische Bev\u00f6lkerung&#8220;. Eine Zweistaatenl\u00f6sung werde es &#8222;nie&#8220; geben. Itamar Ben-Gvir wiederum, heute Vorsitzender der Partei Otzma Jehudit, war in seiner Jugend Anf\u00fchrer der Jugendorganisation der 1988 wegen Rassismus verbotenen Kach-Partei des Rabbiners Meir Kahane \u2013 eine politische Herkunft, die in der internationalen Berichterstattung regelm\u00e4\u00dfig als zentrales biografisches Element benannt wird.<\/p>\n<p>Was auf dem Papier Parteiprogrammatik ist, zeigt sich praktisch in mehreren Bewegungen zugleich: in der Ausweitung israelischer Milit\u00e4rpr\u00e4senz \u00fcber die Waffenstillstandslinie von 1974 hinaus in die syrische Pufferzone nach dem Sturz Assads im Dezember 2024, begleitet von der offiziellen Ank\u00fcndigung Netanjahus, das Abkommen von 1974 sei hinf\u00e4llig; in dokumentierten H\u00f6chstst\u00e4nden bei Baugenehmigungen f\u00fcr Siedlungen und der Legalisierung wilder Au\u00dfenposten im Westjordanland 2023\u20132025 (Peace Now, B&#8217;Tselem); und in der B\u00fcndelung ziviler Verwaltungszust\u00e4ndigkeiten f\u00fcr das Westjordanland in Smotrichs eigenem Finanzministerium \u2013 einer De-facto-Verwaltungsannexion unterhalb der offiziellen Souver\u00e4nit\u00e4tserkl\u00e4rung.<\/p>\n<p>Dass diese Praxis diplomatisch honoriert statt sanktioniert wird, zeigt sich exemplarisch an einem Fall, der zeitlich in dieselbe Woche f\u00e4llt wie der Mekka-Pakt: Am 10. August 2026 erkannte Kolumbien unter seinem neuen Pr\u00e4sidenten Abelardo de la Espriella offiziell die israelische Souver\u00e4nit\u00e4t \u00fcber die Golanh\u00f6hen an \u2013 als zweites UN-Mitglied nach den USA (2019) \u2013 und vollzog gleichzeitig die vollst\u00e4ndige Wiederherstellung diplomatischer Beziehungen, die Verlegung seiner Botschaft nach Jerusalem sowie den R\u00fcckzug aus dem S\u00fcdafrika-Verfahren vor dem IGH. Das ist zwar formal kein Teil der Isaac-Abkommen, sondern eine separate bilaterale Initiative im Rahmen von Au\u00dfenminister Sa&#8217;ars &#8222;Jahr Lateinamerikas&#8220; \u2013 aber sie folgt exakt demselben Muster: ideologisch kompatible neue Regierungen honorieren israelische Gebietsanspr\u00fcche im Austausch f\u00fcr diplomatische und wirtschaftliche N\u00e4he, unmittelbar nachdem der Amtswechsel dies erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p><strong>Isolation kompensieren, nicht Konflikte l\u00f6sen<\/strong><\/p>\n<p>Daraus ergibt sich die Kernthese dieses Textes, und sie sollte bewusst eng formuliert werden: Die Abraham- und Isaac-Diplomatie dient faktisch dazu, den diplomatischen Preis territorialer Expansion zu senken. Nicht, weil sie zu diesem Zweck geschaffen worden w\u00e4re \u2013 die einzelnen Kooperationsfelder, KI-Zusammenarbeit, Anti-Terror-Abkommen, Luftfahrtprotokolle, sind f\u00fcr sich genommen politisch neutral. Sondern weil sie in ihrer Summe ein Netz loyaler Partner erzeugen, die im entscheidenden Moment \u2013 bei UN-Abstimmungen, bei der Frage v\u00f6lkerrechtlicher Anerkennung strittiger Gebietsanspr\u00fcche \u2013 nicht mit der eigentlich zu erwartenden internationalen Kritik reagieren, sondern mit R\u00fcckendeckung. Der Unterschied zwischen Funktion und Absicht ist hier keine rhetorische Feinheit, sondern der Punkt, der die These vor \u00dcberdehnung sch\u00fctzt.<\/p>\n<p>Der Mekka-Pakt als Symptom des Scheiterns dieser Strategie<br \/>Und damit schlie\u00dft sich der Kreis zum Ausgangspunkt. Trotz jahrelanger, sorgf\u00e4ltig aufgebauter Allianzpolitik in Lateinamerika und Afrika bleibt Israel in seiner eigenen Nachbarschaft zunehmend isoliert. Selbst traditionell amerikanisch orientierte Staaten wie Saudi-Arabien und die T\u00fcrkei bauen jetzt ein Sicherheitsb\u00fcndnis auf, das explizit ohne R\u00fccksicht auf Israel funktioniert \u2013 weder als Bedrohung formuliert noch als B\u00fcndnispartner mitgedacht. Die Pointe: Ferne ideologische Allianzen k\u00f6nnen eine Isolation in der eigenen Region nicht kompensieren. Sie verschieben lediglich, wo der Druck entsteht, ohne ihn aufzul\u00f6sen. Dass Kolumbien in derselben Woche seine Golan-Anerkennung verk\u00fcndete, in der der Mekka-Pakt unterzeichnet wurde, zeigt die beiden Ebenen, auf denen sich Israels Au\u00dfenpolitik gerade gleichzeitig bewegt: erfolgreich in der Ferne, isoliert in der N\u00e4he.<\/p>\n<p><strong>Was die Gegenseite einwenden w\u00fcrde<\/strong><\/p>\n<p>Verteidiger dieser Diplomatie w\u00fcrden argumentieren, dass Normalisierungspolitik legitime Au\u00dfenpolitik sei, dass wirtschaftliche und sicherheitspolitische Kooperation f\u00fcr sich genommen neutral seien und dass jeder Staat seine Partner nach Werten\u00e4he w\u00e4hle \u2013 das mache die Beziehungen nicht automatisch zum Instrument einer Expansionsideologie. Dieser Einwand trifft im Kern zu. Er verfehlt aber den entscheidenden Unterschied: Es geht nicht um den Inhalt der einzelnen Kooperationen, sondern um die explizit religi\u00f6s-zivilisatorische Rahmung, die sich das Abkommen selbst gibt, und um die zeitliche wie politische Konvergenz mit der territorial-maximalistischen Regierungspraxis, die diese Diplomatie begleitet.<\/p>\n<p><strong>Schluss<\/strong><\/p>\n<p>Die belastbare These lautet daher enger, als es die \u00dcberschrift zun\u00e4chst vermuten l\u00e4sst: Die Abraham- und Isaac-Abkommen sind kein Beleg f\u00fcr gel\u00f6ste Konflikte, sondern ein Instrument zur Kompensation der Isolation einer Regierung, deren Koalition offen territoriale Maximalforderungen vertritt. Und ihre Wirksamkeit st\u00f6\u00dft gerade jetzt, mit dem Mekka-Pakt, an ihre geografischen Grenzen \u2013 dort, wo es eigentlich am meisten z\u00e4hlen w\u00fcrde.<\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p>Bildquelle: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.shutterstock.com\/de\/g\/photocosmos1?ref=apolut.net\">photocosmos1<\/a> \/ shutterstock<\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p><strong>Quellen<\/strong><\/p>\n<p>Mekka-Pakt<\/p>\n<ul>\n<li>Al Jazeera (07.08.2026): &#8222;Turkiye, Saudi Arabia, Pakistan sign joint defence agreement: What&#8217;s in it?&#8220; \u2013 offizieller Name laut Vertragstext: &#8222;Mecca Joint Defence Agreement&#8220; bzw. teils &#8222;Mecca Joint Deterrence Agreement&#8220;; unterzeichnet von Erdo\u011fan, Kronprinz Mohammed bin Salman, Ministerpr\u00e4sident Shehbaz Sharif<\/li>\n<li>Atlantic Council (07.08.2026): &#8222;Why Saudi Arabia, Pakistan, and Turkey just signed a defense pact&#8220;<\/li>\n<li>PBS News (08.08.2026): Einordnung als &#8222;purely defensive&#8220;, explizit nicht gegen Iran gerichtet laut pakistanischer Seite<\/li>\n<li>Al Jazeera (11.08.2026): &#8222;What are Saudi Arabia, Turkiye and Pakistan&#8217;s joint military capabilities?&#8220; \u2013 Verweis auf &#8222;concerns over Israel&#8217;s expanding military reach&#8220; als einen der Kontextfaktoren<\/li>\n<li>Wikipedia: &#8222;Mecca Joint Defence Agreement&#8220; \u2013 Vorgeschichte \u00fcber die bilaterale Strategic Mutual Defence Agreement (SMDA) vom 17.09.2025 zwischen Saudi-Arabien und Pakistan<\/li>\n<\/ul>\n<p>Abraham-Abkommen (2020)<\/p>\n<ul>\n<li>Allgemein bekannt. Prim\u00e4rquellen: U.S. Department of State, Archiv &#8222;The Abraham Accords&#8220; (state.gov, Bureau of Near Eastern Affairs); israelisches Au\u00dfenministerium, &#8222;The Abraham Accords&#8220; (gov.il\/en\/departments\/general\/the-abraham-accords) \u2013 Unterzeichnung am 15.09.2020 in Washington, D.C., mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain; Marokko und Sudan folgten in gesonderten Erkl\u00e4rungen im Dezember 2020<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Isaac-Abkommen<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Israelisches Au\u00dfenministerium, Pressemitteilung vom 20.04.2026: &#8222;Israel and Argentina announce the launching of the Isaac Accords&#8220; \u2013 Quelle des Zitats &#8222;the descendants of Isaac and nations of the Judeo-Christian tradition&#8220;<\/li>\n<li>Genesis Prize Foundation (20.04.2026): &#8222;Netanyahu and Milei Sign Historic Isaac Accords&#8220; \u2013 Details zu Ursprung bei der Genesis-Prize-Verleihung 2025, El-Al-Direktfl\u00fcgen, Ecuador\/Costa-Rica\/Paraguay-Terrorlisten, IHRA-Definition<\/li>\n<li>DLA Piper, Client Alert (23.04.2026): &#8222;The Isaac Accords: Argentina&#8217;s new strategic framework with Israel&#8220;<\/li>\n<li>AJC (01.05.2026): &#8222;What To Know About the Isaac Accords&#8220;<\/li>\n<li>Jerusalem Post (06.03.2026 bzw. 01.07.2026): zu den 12 lateinamerikanischen Staaten, die die Initiative unterst\u00fctzten, sowie zum Nachfolgetreffen<\/li>\n<li>JNS (09.07.2026): zum Vernetzungstreffen in Buenos Aires<\/li>\n<li>Wikipedia: &#8222;Isaac Accords&#8220; \u2013 chronologische \u00dcbersicht mit Verweisen auf JPost, Al Jazeera, AP, JTA<\/li>\n<\/ul>\n<p>Territoriale Programmatik<\/p>\n<ul>\n<li>Smotrichs &#8222;Entscheidungsplan&#8220; (2017): Palquest, &#8222;Bezalel Smotrich: Israel&#8217;s Decisive Plan&#8220; (Volltext-Dokumentation); Al-Zaytouna Centre, akademische Analyse; Assafir al-Arabi (10.02.2025), &#8222;Decision Time in the West Bank: Bracing for Smotrich&#8217;s Plan&#8220;<\/li>\n<li>82-Prozent-Annexionsank\u00fcndigung: Press TV \/ globalsecurity.org (03.09.2025), Pressekonferenz-Zitate im Original<\/li>\n<li>Ben-Gvir\/Kahanismus: durchg\u00e4ngig in etablierter Berichterstattung dokumentiert (Times of Israel, Haaretz, The Guardian \u2013 regelm\u00e4\u00dfige biografische Einordnung, keine strittige Zuschreibung)<\/li>\n<li>Syrien\/Golan-Ausweitung nach Assads Sturz (Dezember 2024): allgemein dokumentiert, u. a. \u00fcber Reuters\/AP-Berichterstattung zur israelischen Vorr\u00fcckung \u00fcber die Waffenstillstandslinie von 1974<\/li>\n<li>Siedlungsausbau\/Au\u00dfenposten-Legalisierung 2023\u20132025: Peace Now, B&#8217;Tselem (NGO-Monitoring)<\/li>\n<li>Kolumbien-Anerkennung Golanh\u00f6hen (10.08.2026): israelisches Au\u00dfenministerium (globalsecurity.org-Spiegelung der offiziellen Erkl\u00e4rung), Times of Israel, Jerusalem Post, i24NEWS, ColombiaOne, JNS \u2013 durchgehend \u00fcbereinstimmend dokumentiert, inklusive Zitat Au\u00dfenminister Sa&#8217;ars: er wolle weitere Staaten zur Anerkennung bewegen, &#8222;under President de la Espriella&#8220; nach dem Vorbild der USA.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p>Dirk Ellerbrock ist Dipl.-Sozialwissenschaftler und politischer Kommentator. Weitere Texte von ihm erscheinen auf seinem Substack: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/substack.com\/@dirkellerbrock?ref=apolut.net\">https:\/\/substack.com\/@dirkellerbrock<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie die Abraham- und Isaac-Abkommen die territoriale Expansionspolitik der Netanjahu-Koalition diplomatisch absichern Ein Meinungsbeitrag von Dirk Ellerbrock. Am 7. August 2026 unterzeichnen Saudi-Arabien, Pakistan und die T\u00fcrkei in Mekka ein gemeinsames Verteidigungsabkommen. Offiziell richtet es sich gegen niemanden \u2013 weder gegen Iran noch, wie mehrfach betont wird, gegen Israel. 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