{"id":18272,"date":"2026-08-17T21:02:26","date_gmt":"2026-08-17T19:02:26","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/medienkritik\/klimaluge-und-klimadiktatur-teil-5-co2-vom-lebenselixier-zum-klimakiller-von-uwe-froschauer\/"},"modified":"2026-08-17T21:02:26","modified_gmt":"2026-08-17T19:02:26","slug":"klimaluge-und-klimadiktatur-teil-5-co2-vom-lebenselixier-zum-klimakiller-von-uwe-froschauer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/medienkritik\/klimaluge-und-klimadiktatur-teil-5-co2-vom-lebenselixier-zum-klimakiller-von-uwe-froschauer\/","title":{"rendered":"Klimal\u00fcge und Klimadiktatur (Teil 5): CO2 \u2013 vom Lebenselixier zum Klimakiller? | Von Uwe Froschauer"},"content":{"rendered":"<div>\n<p><em>Ein Meinungsbeitrag von <strong>Uwe Froschauer<\/strong>.<\/em><\/p>\n<p>Kaum ein Stoff steht heute derart im Zentrum der Klimadebatte wie Kohlendioxid. CO\u2082 soll reduziert, besteuert, gespeichert und m\u00f6glichst vermieden werden. Ganze Wirtschaftsbereiche werden umgebaut, politische Programme darauf ausgerichtet und uns wird vorgerechnet, welchen \u201eCO\u2082-Fu\u00dfabdruck\u201c unser Leben hinterl\u00e4sst. Doch bevor ein nat\u00fcrlicher Bestandteil unserer Atmosph\u00e4re zum politischen Ma\u00dfstab f\u00fcr nahezu alles wird, sollte man sich mit der Frage befassen, was CO\u2082 eigentlich ist \u2013 und welche Rolle es f\u00fcr das Leben auf der Erde spielt.<\/p>\n<p><strong>1. Was ist CO\u2082<\/strong><\/p>\n<p>Kohlendioxid ist eine chemische Verbindung aus einem Kohlenstoffatom und zwei Sauerstoffatomen \u2013 daher die Formel CO\u2082. Es ist farb- und geruchlos und ein nat\u00fcrlicher Bestandteil der Erdatmosph\u00e4re. Es entsteht bei zahlreichen nat\u00fcrlichen Prozessen, etwa bei der Atmung von Lebewesen, bei der Zersetzung organischen Materials, bei Vulkanausbr\u00fcchen und beim Austausch zwischen Ozeanen und Atmosph\u00e4re. Gleichzeitig wird CO\u2082 von Pflanzen, zahlreichen Algen und anderen photosynthetisch aktiven Organismen \u2013 beispielsweise Cyanobakterien \u2013 aufgenommen und zum Aufbau organischer Substanz genutzt.<\/p>\n<p>Damit befindet sich CO\u2082 seit Jahrmillionen in einem gewaltigen nat\u00fcrlichen Kreislauf zwischen Atmosph\u00e4re, Ozeanen, B\u00f6den, Gesteinen und Lebewesen. Der Mensch hat diesen Kreislauf nicht geschaffen. Er war lange vor uns da.<\/p>\n<p>Kohlendioxid ist f\u00fcr das Leben auf der Erde unverzichtbar. Pflanzen ben\u00f6tigen es f\u00fcr die Photosynthese. Ohne CO\u2082 g\u00e4be es keine Pflanzenwelt, wie wir sie kennen, und damit auch nicht die Nahrungsketten, von denen Tiere und Menschen abh\u00e4ngen.<\/p>\n<p>CO\u2082 ist deshalb zun\u00e4chst einmal kein \u201eKlimakiller\u201c. Es ist ein nat\u00fcrlicher und lebensnotwendiger Bestandteil unserer Atmosph\u00e4re. Das bedeutet selbstverst\u00e4ndlich nicht, dass seine m\u00f6gliche Wirkung auf das Klima damit vom Tisch w\u00e4re. Kohlendioxid besitzt nachweisbare strahlungsphysikalische Eigenschaften: CO\u2082-Molek\u00fcle k\u00f6nnen Infrarotstrahlung in bestimmten Wellenl\u00e4ngenbereichen aufnehmen und wieder abgeben. Gemeint ist damit die f\u00fcr unsere Augen unsichtbare W\u00e4rmestrahlung, die von der erw\u00e4rmten Erdoberfl\u00e4che abgegeben wird. CO\u2082 reagiert dabei nicht auf jede Wellenl\u00e4nge gleicherma\u00dfen, sondern nur auf bestimmte Bereiche dieser Strahlung.<strong> <\/strong>Was daraus f\u00fcr die Temperatur der bodennahen Atmosph\u00e4re und der Erdoberfl\u00e4che folgt, ist allerdings eine wesentlich tiefergehende Frage.<\/p>\n<p>Der Weltklimarat der Vereinten Nationen, der IPCC (<em>Intergovernmental Panel on Climate Change<\/em>), schreibt dem zus\u00e4tzlichen CO\u2082 eine bedeutende Erw\u00e4rmungswirkung zu. Seine Berechnungen ber\u00fccksichtigen dabei sowohl die unmittelbare Strahlungswirkung des Kohlendioxids, aber auch R\u00fcckkopplungen mit Wasserdampf, Wolken, Eis und anderen Bestandteilen des Klimasystems.<\/p>\n<p>An diesem Punkt beginnt jedoch eine wissenschaftliche Kontroverse, die in der \u00f6ffentlichen Diskussion meines Erachtens viel zu selten sichtbar wird. Kritiker der vorherrschenden Interpretation \u2013 deren Argumente in meinen Augen meist wesentlich schl\u00fcssiger sind \u2013 stellen nicht unbedingt infrage, dass ein CO\u2082-Molek\u00fcl Infrarotstrahlung absorbieren kann. Sie bestreiten vielmehr, dass daraus die dem CO\u2082 zugeschriebene starke Temperaturwirkung im realen Klimasystem abgeleitet werden kann. Zu diesen Kritikern geh\u00f6rt beispielsweise der Ingenieur Michael Limburg, Mitgr\u00fcnder des Europ\u00e4ischen Instituts f\u00fcr Klima und Energie (EIKE), der sich seit Jahren gegen die g\u00e4ngige Interpretation des Treibhauseffekts wendet.<\/p>\n<p>Wer hier recht hat, m\u00f6chte ich an dieser Stelle nicht bewerten. Entscheidend ist die Physik. Deshalb werde ich im n\u00e4chsten Teil genauer untersuchen, was CO\u2082 mit W\u00e4rmestrahlung tats\u00e4chlich macht, welche Rolle der in der Atmosph\u00e4re wesentlich h\u00e4ufiger vorkommende Wasserdampf spielt und wie aus diesen physikalischen Vorg\u00e4ngen schlie\u00dflich eine bestimmte Temperaturwirkung berechnet wird.<\/p>\n<p>Im vorliegenden Teil geht es zun\u00e4chst um etwas anderes: Was ist CO\u2082? Welche Bedeutung besitzt es f\u00fcr das Leben? Wie stark hat seine Konzentration im Laufe der Erdgeschichte geschwankt? Und wie bewegt sich Kohlenstoff zwischen Atmosph\u00e4re, Pflanzen, B\u00f6den und Ozeanen?<\/p>\n<p><strong>2. CO\u2082-Konzentration in der Atmosph\u00e4re<\/strong><\/p>\n<p>Hier m\u00f6chte ich zun\u00e4chst einen Blick auf Gr\u00f6\u00dfenordnungen in der Atmosph\u00e4re werfen.<\/p>\n<p>Vor Beginn der Industrialisierung lag die atmosph\u00e4rische CO\u2082-Konzentration bei ungef\u00e4hr 280 ppm. \u201eppm\u201c bedeutet <em>parts per million<\/em>, also Teile pro Million. Vereinfacht ausgedr\u00fcckt: Auf eine Million Molek\u00fcle trockener Luft \u2013 also der Luftbestandteile ohne den stark schwankenden Wasserdampf \u2013 kamen ungef\u00e4hr 280 CO\u2082-Molek\u00fcle. Heute liegt die Konzentration bei etwas mehr als 420 ppm. Das entspricht etwas mehr als 0,04 Prozent der Atmosph\u00e4re. Nochmals zur Veranschaulichung: Von 10.000 Molek\u00fclen in der Atmosph\u00e4re sind etwas mehr als 4 Molek\u00fcle Kohlendioxid.<\/p>\n<p>Die Konzentration ist also mengenm\u00e4\u00dfig ausgesprochen klein, zugleich aber seit vorindustrieller Zeit um ungef\u00e4hr die H\u00e4lfte gestiegen. Beides sind Fakten. Wer lediglich darauf verweist, dass CO\u2082 nur gut 0,04 Prozent der Atmosph\u00e4re ausmacht, hat damit noch nicht bewiesen, dass es klimatisch bedeutungslos w\u00e4re. Umgekehrt folgt aus der gestiegenen CO\u2082-Konzentration aber auch nicht, dass sich jede beobachtete Klimaver\u00e4nderung monokausal auf CO\u2082 zur\u00fcckf\u00fchren lie\u00dfe.<\/p>\n<p>Der IPCC geht davon aus, dass der Mensch einen sehr gro\u00dfen Einfluss auf die gegenw\u00e4rtige Klimaentwicklung hat. Nach seinem sechsten Sachstandsbericht ist die seit dem sp\u00e4ten 19. Jahrhundert beobachtete globale Erw\u00e4rmung im Wesentlichen auf menschliche Einfl\u00fcsse zur\u00fcckzuf\u00fchren \u2013 vor allem auf den Aussto\u00df von Treibhausgasen. F\u00fcr den Zeitraum 2010 bis 2019 sch\u00e4tzt er die vom Menschen verursachte Erw\u00e4rmung gegen\u00fcber 1850 bis 1900 auf rund 1,07 Grad Celsius. Nat\u00fcrlichen Faktoren wie Ver\u00e4nderungen der Sonnenaktivit\u00e4t oder Vulkanausbr\u00fcche schreibt er f\u00fcr diese langfristige Erw\u00e4rmung dagegen nur einen vergleichsweise kleinen Beitrag zu.<\/p>\n<p>Eine interessante Rolle spielt in diesem Zusammenhang der Wasserdampf. Obwohl er selbst ein bedeutendes Treibhausgas ist, wird er vom IPCC \u2013 entsprechend der etablierten Klimaphysik \u2013 anders eingeordnet als CO\u2082: \u00fcberwiegend als R\u00fcckkopplung und nicht als eigenst\u00e4ndiger langfristiger Antrieb. Was mit einer solchen R\u00fcckkopplung gemeint ist, l\u00e4sst sich an einem einfachen Beispiel zeigen: Steigt die Temperatur zun\u00e4chst aus einem anderen Grund \u2013 etwa weil Ver\u00e4nderungen der Erdbahn \u00fcber lange Zeitr\u00e4ume die Verteilung der Sonneneinstrahlung ver\u00e4ndern \u2013, kann dadurch mehr Wasser verdunsten und der Wasserdampfgehalt der Atmosph\u00e4re zunehmen. Dieser zus\u00e4tzliche Wasserdampf kann wiederum die bereits begonnene Erw\u00e4rmung verst\u00e4rken. In der etablierten Klimaphysik gilt Wasserdampf deshalb \u00fcberwiegend als Verst\u00e4rker einer bereits angesto\u00dfenen Temperatur\u00e4nderung und weniger als deren urspr\u00fcnglicher langfristiger Ausl\u00f6ser.<\/p>\n<p>Ob diese Einordnung der tats\u00e4chlichen Rolle des Wasserdampfs im Klimasystem vollst\u00e4ndig gerecht wird, ist allerdings eine Frage, auf die ich im n\u00e4chsten Teil noch zur\u00fcckkommen werde.<\/p>\n<p>Ich habe erhebliche Zweifel an der vorherrschenden Auffassung, Kohlendioxid sei der entscheidende Treiber der gegenw\u00e4rtigen Erw\u00e4rmung. Die Erde kam Mitte des 19. Jahrhunderts aus der Kleinen Eiszeit, einer mehrere Jahrhunderte dauernden k\u00fchleren Klimaphase. Dass sich das Klima danach erw\u00e4rmte, ist zun\u00e4chst eine historische Beobachtung. Daraus allein l\u00e4sst sich allerdings noch nicht ableiten, wodurch diese Erw\u00e4rmung verursacht wurde. Nach meinem Daf\u00fcrhalten ist doch die Frage, wie zuverl\u00e4ssig sich der menschliche Anteil von nat\u00fcrlichen Schwankungen und anderen Einflussfaktoren trennen l\u00e4sst. Werden nat\u00fcrliche Prozesse dabei untersch\u00e4tzt, kann entsprechend auch die Zuschreibung des menschlichen Anteils zu hoch ausfallen. Ob und in welchem Umfang das der Fall ist, wird im n\u00e4chsten Teil unter die Lupe genommen.<\/p>\n<p>Dabei w\u00e4re es allerdings zu einfach, die Einsch\u00e4tzung des IPCC kurzerhand beiseitezuschieben. Sie beruht nicht lediglich darauf, CO\u2082- und Temperaturkurven nebeneinanderzulegen. In seine Bewertung flie\u00dfen Messdaten und physikalische Grundlagen ebenso ein wie Klimamodelle, Rekonstruktionen fr\u00fcherer Klimaperioden und sogenannte Attributionsstudien. Mit deren Hilfe versuchen Wissenschaftler abzusch\u00e4tzen, welchen Anteil unterschiedliche nat\u00fcrliche und menschliche Einflussfaktoren an beobachteten Klimaver\u00e4nderungen haben.<\/p>\n<p>Das bedeutet allerdings nicht, dass die Arbeit des IPCC selbst keiner kritischen Betrachtung bedarf. Auch hier stellen sich f\u00fcr mich Fragen nach institutionellen Interessen, politischen Rahmenbedingungen und danach, wer Forschung finanziert und welche Fragestellungen dadurch m\u00f6glicherweise bevorzugt werden \u2013 nach dem Grundsatz <em>cui bono?<\/em> \u2013 wem n\u00fctzt es?<\/p>\n<p>Diese institutionelle Ebene m\u00f6chte ich an dieser Stelle jedoch zun\u00e4chst beiseitelassen und zur wissenschaftlichen Argumentation zur\u00fcckkehren. Denn auch dort liegt eine entscheidende Schwierigkeit: Solche Zuordnungen beruhen nicht ausschlie\u00dflich auf unmittelbar messbaren Gr\u00f6\u00dfen, sondern auch auf Modellen, Annahmen und statistischen Verfahren und sind deshalb mit Unsicherheiten behaftet. Die entscheidende Frage lautet f\u00fcr mich daher nicht, ob der Mensch das Klima beeinflusst. Das tut er. Entscheidend ist vielmehr, wie gro\u00df dieser Einfluss im Verh\u00e4ltnis zu den nat\u00fcrlichen Faktoren tats\u00e4chlich ist, mit welcher Sicherheit sich die verschiedenen Einfl\u00fcsse voneinander trennen und quantifizieren lassen \u2013 und wie viel Gewissheit sich daraus f\u00fcr Entwicklungen in mehreren Jahrzehnten ableiten l\u00e4sst. Diese Frage m\u00f6chte ich an dieser Stelle bewusst offenlassen. Sie geh\u00f6rt in den n\u00e4chsten Teil, in dem es um CO\u2082, Treibhauseffekt und Klimasensitivit\u00e4t gehen wird.<\/p>\n<p><strong>3. CO\u2082 \u2013 Rohstoff des Lebens<\/strong><\/p>\n<p>Hinzu kommt eine weitere Ebene, die in der politischen Diskussion leicht untergeht: CO\u2082 ist eben nicht nur Treibhausgas. Es ist gleichzeitig Rohstoff des Lebens. Der Pflanze ist es gleichg\u00fcltig, ob der Mensch CO\u2082 politisch zum Problem erkl\u00e4rt. Sie nimmt Kohlendioxid aus der Atmosph\u00e4re auf und baut daraus mithilfe von Licht und Wasser organische Substanz auf. Aus einem Gas, das politisch fast ausschlie\u00dflich als Problem behandelt wird, entstehen Bl\u00e4tter, Holz, Fr\u00fcchte und letztlich Nahrung.<\/p>\n<p>Das ist keine Meinung eines \u201eKlimaleugners\u201c. Das ist Biologie.<\/p>\n<p>Deshalb halte ich die verbreitete sprachliche Reduzierung von Kohlendioxid auf einen \u201eKlimakiller\u201c f\u00fcr problematisch. Ein lebensnotwendiger Naturstoff besitzt verschiedene Wirkungen gleichzeitig. Seine strahlungsphysikalischen Eigenschaften k\u00f6nnen untersucht und kritisch bewertet werden, ohne seine biologische Bedeutung kleinzureden \u2013 und seine biologische Bedeutung widerlegt umgekehrt nicht die Tatsache, dass CO\u2082 Infrarotstrahlung in bestimmten Wellenl\u00e4ngenbereichen absorbiert und emittiert. Welche Temperaturwirkung daraus im realen Klimasystem entsteht, ist eine weitergehende Frage.<\/p>\n<p>Deshalb lohnt es sich, jene Seite des Kohlendioxids genauer zu betrachten, die in der \u00f6ffentlichen Klimadebatte weniger Beachtung findet: seine Bedeutung f\u00fcr das Pflanzenleben. Was geschieht, wenn Pflanzen mehr CO\u2082 zur Verf\u00fcgung steht? Warum wird in Gew\u00e4chsh\u00e4usern teilweise ganz bewusst zus\u00e4tzliches Kohlendioxid eingesetzt? Und tr\u00e4gt der steigende CO\u2082-Gehalt tats\u00e4chlich dazu bei, dass gro\u00dfe Teile der Erde gr\u00fcner geworden sind?<\/p>\n<p>Damit komme ich zu einer grundlegenden Tatsache, ohne die jede Diskussion \u00fcber Kohlendioxid unvollst\u00e4ndig bleibt:<\/p>\n<p><strong>Ohne CO\u2082 kein Pflanzenleben<\/strong><\/p>\n<p>Was bei Kohlendioxid in der politischen Debatte h\u00e4ufig untergeht, ist biologisches Grundwissen: Pflanzen brauchen CO\u2082. Nicht irgendwann, nicht unter besonderen Umst\u00e4nden, sondern jeden Tag f\u00fcr ihr Wachstum.<\/p>\n<p>Bei der Photosynthese nehmen Pflanzen Kohlendioxid aus der Luft auf. Mithilfe der Energie des Sonnenlichts und unter Verwendung von Wasser stellen sie daraus energiereiche organische Stoffe her, insbesondere Zucker. Dabei wird Sauerstoff freigesetzt. Aus diesen Grundstoffen baut die Pflanze schlie\u00dflich Bl\u00e4tter, St\u00e4ngel, Wurzeln, Holz, Bl\u00fcten und Fr\u00fcchte auf.<\/p>\n<p>Der Kohlenstoff in einem Baumstamm kommt also nicht haupts\u00e4chlich aus dem Boden. Ein erheblicher Teil der trockenen Pflanzenmasse entsteht letztlich aus Kohlenstoff, den die Pflanze zuvor als CO\u2082 aus der Atmosph\u00e4re aufgenommen hat. Ein unsichtbares Gas aus der Luft wird zu Holz, Getreide, Obst und Gem\u00fcse. Und damit letztlich auch zu unserer Nahrung. Fantastisch, oder?<\/p>\n<p><strong>CO\u2082 als D\u00fcnger<\/strong><\/p>\n<p>Dass mehr CO\u2082 unter geeigneten Bedingungen das Pflanzenwachstum f\u00f6rdert, ist keine Au\u00dfenseiterthese und schon gar keine Erfindung sogenannter \u201eKlimaleugner\u201c. Der Effekt ist seit Langem bekannt und wird als CO\u2082-D\u00fcngungseffekt bezeichnet.<\/p>\n<p>G\u00e4rtner und professionelle Gew\u00e4chshausbetriebe machen sich diesen Zusammenhang praktisch zunutze. In geschlossenen Gew\u00e4chsh\u00e4usern kann die CO\u2082-Konzentration gezielt erh\u00f6ht werden, um Photosynthese und Pflanzenwachstum zu f\u00f6rdern. Das US-Landwirtschaftsministerium fasst die Wirkung sehr n\u00fcchtern zusammen: Eine erh\u00f6hte CO\u2082-Konzentration kann die Photosyntheserate und damit Wachstum und Ertrag steigern.<\/p>\n<p>Au\u00dferhalb des Gew\u00e4chshauses behandeln wir Kohlendioxid fast ausschlie\u00dflich als Problem. Innerhalb des Gew\u00e4chshauses wird derselbe Stoff gezielt eingesetzt, weil Pflanzen ihn zum Wachstum ben\u00f6tigen. Das ist kein Widerspruch der Natur \u2013 die Natur kennt keine Widerspr\u00fcche. Es ist ein Widerspruch in der Art, wie wir \u00fcber CO\u2082 sprechen.<\/p>\n<p>Allerdings w\u00e4re es ebenso falsch, daraus die Gleichung \u201emehr CO\u2082 = immer mehr Pflanzenwachstum\u201c zu entwickeln. Eine Pflanze lebt schlie\u00dflich nicht von CO\u2082 allein. Sie ben\u00f6tigt Licht, Wasser, geeignete Temperaturen und N\u00e4hrstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium. Fehlt einer dieser Faktoren, kann zus\u00e4tzliches CO\u2082 seine wachstumsf\u00f6rdernde Wirkung nur eingeschr\u00e4nkt entfalten.<\/p>\n<p>Verschiedene Pflanzenarten reagieren unterschiedlich auf CO\u2082. Besonders deutlich zeigt sich das bei den beiden gro\u00dfen Gruppen der sogenannten C3- und C4-Pflanzen. Zu den C3-Pflanzen geh\u00f6ren beispielsweise Weizen, Reis und Sojabohnen. Sie reagieren im Allgemeinen st\u00e4rker auf zus\u00e4tzliches CO\u2082. Mais und Zuckerrohr geh\u00f6ren dagegen zu den C4-Pflanzen und reagieren unter normalen Bedingungen deutlich schw\u00e4cher darauf. Freilandversuche best\u00e4tigen diese Unterschiede.<\/p>\n<p>Man muss daraus keine neue Heilslehre machen. Aufgrund des CO\u2082-D\u00fcngungseffekts sollte man nicht den Fehler machen CO\u2082 zum Wundermittel zu erkl\u00e4ren. Pflanzen leben nicht von Kohlendioxid allein. Seine wachstumsf\u00f6rdernde Wirkung h\u00e4ngt von zahlreichen weiteren Bedingungen ab. Aber ebenso wenig sollte man seine nachgewiesene Funktion f\u00fcr Pflanzen ausblenden, nur weil sie nicht zum verbreiteten Bild des fast ausschlie\u00dflich sch\u00e4dlichen Kohlendioxids passt.<\/p>\n<p><strong>Die Erde ist gr\u00fcner geworden<\/strong><\/p>\n<p>Besonders interessant wird es, wenn man das Gew\u00e4chshaus verl\u00e4sst und den gesamten Planeten betrachtet. Satelliten beobachten seit Jahrzehnten die Vegetation der Erde. Eine 2016 ver\u00f6ffentlichte internationale Untersuchung mit 32 Wissenschaftlern aus acht L\u00e4ndern kam zu dem Ergebnis, dass zwischen einem Viertel und der H\u00e4lfte der bewachsenen Landfl\u00e4chen der Erde innerhalb von rund 35 Jahren eine deutliche Zunahme der Blattfl\u00e4che zeigte. Vereinfacht gesagt: Gro\u00dfe Teile der Erde sind gr\u00fcner geworden.<\/p>\n<p>Die Wissenschaftler untersuchten verschiedene m\u00f6gliche Ursachen dieser Begr\u00fcnung \u2013 darunter steigende CO\u2082-Konzentrationen, Stickstoffeintr\u00e4ge, Landnutzungs\u00e4nderungen sowie Ver\u00e4nderungen von Temperatur, Niederschlag und Sonneneinstrahlung. Ihre Modellrechnungen f\u00fchrten zu dem Ergebnis, dass der CO\u2082-D\u00fcngungseffekt rund 70 Prozent der beobachteten Begr\u00fcnung erkl\u00e4ren k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Hier ist allerdings eine Unterscheidung wichtig: Die Begr\u00fcnung selbst wurde mithilfe von Satellitendaten beobachtet. Die Zuordnung, welcher Faktor welchen Anteil daran verursacht hat, beruht dagegen auf Modellrechnungen. Die 70 Prozent sind deshalb keine unmittelbar vom Satelliten \u201egemessene\u201c CO\u2082-Wirkung.<\/p>\n<p>Diese Unterscheidung sollte man bei Klimafragen immer wieder im Hinterkopf behalten: Was wurde tats\u00e4chlich gemessen \u2013 und was wurde anschlie\u00dfend mithilfe eines Modells daraus abgeleitet?<\/p>\n<p>Trotz dieser Einschr\u00e4nkung ist der grunds\u00e4tzliche CO\u2082-D\u00fcngungseffekt experimentell gut belegt. Jahrzehntelange sogenannte FACE-Freilandversuche, bei denen Pflanzen unter freiem Himmel erh\u00f6hten CO\u2082-Konzentrationen ausgesetzt werden, zeigen bei vielen Pflanzen eine erh\u00f6hte Photosynthese und Biomasseproduktion. Sie zeigen allerdings ebenso deutlich die Grenzen: N\u00e4hrstoffmangel kann den Effekt abschw\u00e4chen, C4-Pflanzen reagieren weniger stark, und bei manchen Nutzpflanzen kann eine h\u00f6here CO\u2082-Konzentration die Konzentration bestimmter Mineralstoffe in den Samen reduzieren.<\/p>\n<p>Diese unterschiedlichen Wirkungen zeigen, wie wenig die Einteilung von CO\u2082 in \u201egut\u201c oder \u201eschlecht\u201c der Wirklichkeit gerecht wird. CO\u2082 ist weder ausschlie\u00dflich unter dem Blickwinkel seiner Treibhauswirkung zu betrachten noch l\u00e4sst es sich zum problemlosen Wundermittel erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Damit stellt sich die n\u00e4chste Frage: Wie hoch ist die heutige CO\u2082-Konzentration im Vergleich zu fr\u00fcheren Erdzeitaltern?<\/p>\n<p><strong>4. CO\u2082 war nie konstant<\/strong><\/p>\n<p>Wie ordnet sich die heutige CO\u2082-Konzentration in die Klimageschichte der Erde ein?<\/p>\n<p>Vor Beginn der Industrialisierung lag sie bei ungef\u00e4hr 280 ppm, heute bei mehr als 420 ppm. Der Anstieg ist erheblich und unstrittig. Wer daraus allerdings den Eindruck gewinnt, 280 ppm seien so etwas wie der nat\u00fcrliche Normalzustand der Erde, irrt. Einen \u00fcber Millionen Jahre konstanten CO\u2082-Gehalt hat es nicht gegeben.<\/p>\n<p>Besonders aufschlussreich sind Eisbohrkerne aus der Antarktis und aus Gr\u00f6nland. In dem \u00fcber Jahrtausende entstandenen Eis befinden sich winzige eingeschlossene Luftbl\u00e4schen \u2013 gewisserma\u00dfen Proben der damaligen Atmosph\u00e4re. Dadurch l\u00e4sst sich die Entwicklung des atmosph\u00e4rischen CO\u2082 \u00fcber Hunderttausende Jahre vergleichsweise zuverl\u00e4ssig rekonstruieren.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Eiszeitzyklen der vergangenen rund 800.000 Jahre schwankte die CO\u2082-Konzentration grob zwischen etwa 180 ppm in ausgepr\u00e4gten Kaltzeiten und 280 bis 300 ppm in Warmzeiten. Der heutige Wert von mehr als 420 ppm liegt damit deutlich \u00fcber dieser j\u00fcngeren nat\u00fcrlichen Schwankungsbreite. Das sollte man als sogenannter Klimaleugner auch nicht verschweigen. Interessant wird es allerdings bei der Frage nach Ursache und Wirkung.<\/p>\n<p>Bei vergangenen \u00dcberg\u00e4ngen von Kalt- zu Warmzeiten wurde die Erw\u00e4rmung nicht einfach dadurch ausgel\u00f6st, dass zun\u00e4chst das CO\u2082 anstieg. Ver\u00e4nderungen der Erdbahn \u2013 die bereits beschriebenen Milankovi\u0107-Zyklen \u2013 ver\u00e4nderten die Verteilung der Sonneneinstrahlung und setzten weitere Prozesse in Gang. Eine viel zitierte Untersuchung von Nicolas Caillon und Kollegen fand beispielsweise f\u00fcr einen Eiszeit\u00fcbergang vor etwa 240.000 Jahren, dass die antarktische Erw\u00e4rmung dem CO\u2082-Anstieg um durchschnittlich etwa 800!!! \u00b1 200 Jahre vorausging.<\/p>\n<p>Das ist ein wichtiger Befund. Er bedeutet allerdings nicht, dass damit eine Klimawirkung von CO\u2082 widerlegt w\u00e4re. Die etablierte Erkl\u00e4rung lautet vielmehr, dass die anf\u00e4ngliche Erw\u00e4rmung weitere R\u00fcckkopplungen in Gang setzte. Ver\u00e4nderungen der Ozeane \u2013 unter anderem ihrer Temperatur, Zirkulation und Chemie \u2013 beeinflussten die Freisetzung und Aufnahme von CO\u2082. Das zus\u00e4tzlich in die Atmosph\u00e4re gelangende Kohlendioxid konnte nach dieser Erkl\u00e4rung die bereits begonnene Erw\u00e4rmung wiederum verst\u00e4rken.<\/p>\n<p>CO\u2082 war bei solchen nat\u00fcrlichen Klimawechseln damit nicht einfach nur Ursache oder nur Folge, sondern Teil eines komplexen R\u00fcckkopplungsprozesses. Neuere Untersuchungen zeigen zudem, dass die zeitliche Beziehung zwischen Temperatur und CO\u2082 nicht bei allen Eiszeit\u00fcberg\u00e4ngen identisch ist. Die \u201e800 Jahre\u201c sollte man deshalb nicht als allgemeing\u00fcltige Naturkonstante missverstehen.<\/p>\n<p>Man sollte generell vorsichtig sein, aus dem parallelen Verlauf zweier Kurven bereits eine eindeutige Kausalit\u00e4t abzuleiten. Entscheidend ist, welcher Prozess eine Ver\u00e4nderung zun\u00e4chst anst\u00f6\u00dft (sogenannter Antrieb) und welche weiteren Prozesse anschlie\u00dfend verst\u00e4rkend (Verst\u00e4rker) oder abschw\u00e4chend hinzukommen.<\/p>\n<p>Je weiter man in der Erdgeschichte zur\u00fcckgeht, desto schwieriger wird die Rekonstruktion. F\u00fcr Zeitr\u00e4ume von Millionen oder gar Hunderten Millionen Jahren gibt es keine Luftbl\u00e4schen im Eis mehr. Wissenschaftler greifen deshalb auf sogenannte Proxydaten zur\u00fcck \u2013 beispielsweise fossile Bl\u00e4tter, Meeresablagerungen oder geochemische Spuren in Gesteinen.<\/p>\n<p>Das sind wissenschaftlich wertvolle Verfahren. Aber eine Rekonstruktion ist keine direkte Messung. Auch der IPCC weist bei bestimmten terrestrischen CO\u2082-Proxys auf geringe Datendichte sowie vergleichsweise gro\u00dfe Unsicherheiten bei CO\u2082-Werten und Altersbestimmungen hin.<\/p>\n<p>Trotz dieser Unsicherheiten ist eines ziemlich klar: In fr\u00fcheren Erdzeitaltern lagen die CO\u2082-Konzentrationen zeitweise erheblich h\u00f6her als heute. F\u00fcr das fr\u00fche Eoz\u00e4n vor rund 50 Millionen Jahren nennt der IPCC etwa 1.150 bis 2.500 ppm. F\u00fcr Teile der Trias, eines Erdzeitalters vor rund 250 bis 200 Millionen Jahren, in dem auch die ersten Dinosaurier auftraten<strong>,<\/strong> werden sogar Gr\u00f6\u00dfenordnungen von 2.000 bis 5.000 ppm rekonstruiert.<\/p>\n<p>Das bedeutet nicht, dass solche Werte f\u00fcr unsere heutige Welt automatisch harmlos w\u00e4ren. Kontinente und Ozeane waren anders angeordnet, \u00d6kosysteme unterschieden sich, und auch andere Einflussfaktoren waren nicht identisch.<\/p>\n<p>Es bedeutet aber sehr wohl: Die heutigen gut 420 ppm sind erdgeschichtlich keineswegs einmalig. Im Ma\u00dfstab der vergangenen 800.000 Jahre sind sie au\u00dfergew\u00f6hnlich hoch \u2013 \u00fcber Hunderte Millionen Jahre betrachtet dagegen nicht.<\/p>\n<p>Wie gewaltig die Ver\u00e4nderungen des Erdklimas waren, zeigt auch eine 2024 in <em>Science<\/em> ver\u00f6ffentlichte Rekonstruktion der vergangenen 485 Millionen Jahre. Die Forscher errechneten globale Durchschnittstemperaturen zwischen ungef\u00e4hr 11 und 36 Grad Celsius. Zum Vergleich: Heute haben wir eine globale Durchschnittstemperatur von circa 15 Grad Celsius. \u00dcber einen gro\u00dfen Teil dieses Zeitraums befand sich die Erde demnach in w\u00e4rmeren Klimazust\u00e4nden als heute.<\/p>\n<p>Auch hier ist allerdings Genauigkeit angebracht: Niemand hat vor 400 Millionen Jahren ein Thermometer abgelesen. Die Forscher kombinierten geologische Proxydaten mit Klimamodellen und statistischen Verfahren. Es handelt sich um eine wissenschaftliche Rekonstruktion, nicht um eine direkte Temperaturmessung. Die Studie ist keineswegs ein hundertprozentiger Beleg daf\u00fcr, CO\u2082 f\u00fcr klimatisch bedeutungslos zu erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich folgt daraus vor allem eines: Die Erdgeschichte l\u00e4sst sich weder mit dem Satz \u201eCO\u2082 macht das Klima\u201c noch mit \u201eCO\u2082 spielt keine Rolle\u201c angemessen beschreiben. Temperatur und CO\u2082 haben sich \u00fcber Millionen Jahre erheblich ver\u00e4ndert \u2013 eingebettet in ein Klimasystem, in dem gleichzeitig Sonne, Ozeane, Eis, Vegetation, Kontinentalverschiebungen und zahlreiche R\u00fcckkopplungen wirken.<\/p>\n<p>Das Klima war nie statisch. Der CO\u2082-Gehalt war es ebenso wenig.<\/p>\n<p>Damit stellt sich zwangsl\u00e4ufig die n\u00e4chste Frage: Woher kommt das Kohlendioxid, wohin verschwindet es wieder \u2013 und welche Rolle spielen dabei Ozeane, Pflanzen, B\u00f6den und der Mensch?<\/p>\n<p><strong>5. Der gro\u00dfe Kreislauf des Kohlenstoffs<\/strong><\/p>\n<p>Kohlendioxid bleibt nicht einfach in der Atmosph\u00e4re. Der darin enthaltene Kohlenstoff ist st\u00e4ndig unterwegs. Er wandert zwischen Atmosph\u00e4re, Pflanzen, B\u00f6den, Ozeanen, Lebewesen und Gesteinen hin und her. Manche dieser Wege dauern nur Tage oder Jahre, andere Jahrtausende oder sogar Millionen Jahre.<\/p>\n<p>Man kann sich diesen Kohlenstoffkreislauf wie ein gewaltiges System miteinander verbundener Speicher vorstellen. Die Atmosph\u00e4re ist einer davon \u2013 aber keineswegs der gr\u00f6\u00dfte. Kohlenstoff befindet sich in W\u00e4ldern und B\u00f6den, in den Ozeanen, in Lebewesen und in gewaltigen Mengen auch in Gesteinen und Sedimenten.<\/p>\n<p>Pflanzen entziehen der Atmosph\u00e4re CO\u2082 und bauen den darin enthaltenen Kohlenstoff durch Photosynthese in ihre Biomasse ein. Ein Baum beispielsweise macht aus Kohlendioxid, Wasser und Sonnenenergie \u00fcber Jahre hinweg Bl\u00e4tter, \u00c4ste, Wurzeln und Holz. Stirbt die Pflanze ab, beginnt der n\u00e4chste Teil des Kreislaufs: Mikroorganismen zersetzen das organische Material, wobei ein Teil des Kohlenstoffs wieder als CO\u2082 freigesetzt wird. Ein anderer Teil verbleibt im Boden oder wird \u00fcber l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume gespeichert.<\/p>\n<p>Auch Tiere und Menschen sind Bestandteil dieses Kreislaufs. Wir nehmen Kohlenstoff \u00fcber unsere Nahrung auf und geben einen Teil davon durch die Atmung wieder als Kohlendioxid an die Atmosph\u00e4re zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Eine besonders gro\u00dfe Rolle spielen die Weltmeere. Sie enthalten um ein Vielfaches mehr Kohlenstoff als die Atmosph\u00e4re und tauschen st\u00e4ndig CO\u2082 mit ihr aus. An der Meeresoberfl\u00e4che geschieht beides gleichzeitig: Kohlendioxid gelangt aus der Atmosph\u00e4re ins Wasser \u2013 und aus dem Wasser wieder zur\u00fcck in die Atmosph\u00e4re. Entscheidend ist, in welche Richtung unter den jeweiligen Bedingungen netto mehr transportiert wird.<\/p>\n<p>Dabei spielt die Temperatur eine wichtige Rolle. Kaltes Wasser kann grunds\u00e4tzlich mehr CO\u2082 aufnehmen und gel\u00f6st halten als warmes Wasser. Man kennt das Prinzip vereinfacht von einer Flasche mit kohlens\u00e4urehaltigem Mineralwasser: Wird sie warm und ge\u00f6ffnet, entweicht das darin gel\u00f6ste Kohlendioxid leichter. Die Vorg\u00e4nge im Ozean sind nat\u00fcrlich wesentlich komplizierter, aber das Grundprinzip der temperaturabh\u00e4ngigen L\u00f6slichkeit ist dasselbe.<\/p>\n<p>Deshalb kann eine Erw\u00e4rmung von Meerwasser grunds\u00e4tzlich die Abgabe von CO\u2082 beg\u00fcnstigen. Umgekehrt k\u00f6nnen kalte Meeresregionen besonders viel CO\u2082 aufnehmen. Hinzu kommen allerdings Meeresstr\u00f6mungen, biologische Prozesse und die Chemie des Meerwassers. Plankton nimmt beispielsweise Kohlenstoff auf, abgestorbenes organisches Material kann in tiefere Wasserschichten absinken und Kohlenstoff damit teilweise f\u00fcr lange Zeit dem unmittelbaren Austausch mit der Atmosph\u00e4re entziehen.<\/p>\n<p>Die Ozeane sind deshalb weder einfach nur CO\u2082-Speicher noch einfach nur CO\u2082-Quellen. Sie sind beides \u2013 und stehen in einem permanenten Austausch mit der Atmosph\u00e4re.<\/p>\n<p><strong>Quellen und Senken \u2013 entscheidend ist, was unter dem Strich bleibt<\/strong><\/p>\n<p>Damit kommen zwei Begriffe ins Spiel, die in der Klimadebatte st\u00e4ndig auftauchen: CO\u2082-Quellen und CO\u2082-Senken. Eine Quelle gibt netto Kohlendioxid ab, eine Senke nimmt netto Kohlendioxid auf. Das klingt zun\u00e4chst einfach. In der Natur kann jedoch ein und dasselbe System gleichzeitig aufnehmen und abgeben. Nehmen wir einen Wald. Seine B\u00e4ume entziehen der Atmosph\u00e4re durch Photosynthese CO\u2082 und speichern Kohlenstoff in Holz, Wurzeln und B\u00f6den. Gleichzeitig setzen Pflanzen durch ihre Zellatmung sowie Bodenorganismen CO\u2082 frei, abgestorbenes organisches Material wird zersetzt, und bei Waldbr\u00e4nden kann gespeicherter Kohlenstoff innerhalb kurzer Zeit wieder freigesetzt werden.<\/p>\n<p>Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: Gibt ein Wald CO\u2082 ab? Nat\u00fcrlich tut er das. Entscheidend ist: Nimmt er \u00fcber einen bestimmten Zeitraum mehr Kohlenstoff auf, als er wieder abgibt? Ist das der Fall, wirkt er unter dem Strich als Kohlenstoffsenke.<\/p>\n<p>Dasselbe Prinzip gilt im Gro\u00dfen f\u00fcr den gesamten Planeten. Zwischen Atmosph\u00e4re, Land und Ozeanen werden jedes Jahr gewaltige Mengen Kohlenstoff ausgetauscht. Diese nat\u00fcrlichen Bruttostr\u00f6me sind erheblich gr\u00f6\u00dfer als die zus\u00e4tzlichen menschlichen Emissionen. Ein gro\u00dfer Teil der nat\u00fcrlichen Aufnahme und Abgabe gleicht sich jedoch gegenseitig aus. Deshalb entscheidet nicht allein die Gr\u00f6\u00dfe eines einzelnen CO\u2082-Stroms, sondern seine Bilanz.<\/p>\n<p>An dieser Stelle wird auch verst\u00e4ndlich, was mit Begriffen wie \u201eCO\u2082-neutral\u201c oder \u201eNetto-Null\u201c grunds\u00e4tzlich gemeint ist. Entscheidend ist nicht, dass \u00fcberhaupt kein CO\u2082 mehr freigesetzt wird. Ausschlaggebend ist, dass unter dem Strich nicht mehr zus\u00e4tzlich in der Atmosph\u00e4re verbleibt, als an anderer Stelle wieder dauerhaft entzogen wird. \u201eKlimaneutral\u201c ist allerdings der weitergehende Begriff, weil neben CO\u2082 auch andere Einfl\u00fcsse auf das Klima ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Der Mensch ist keineswegs der gr\u00f6\u00dfte CO\u2082-Emittent innerhalb des gesamten Kohlenstoffkreislaufs. Nach den vom IPCC verwendeten Zahlen stehen anthropogenen Emissionen von rund 10,9 Milliarden Tonnen Kohlenstoff (GtC) pro Jahr \u2013 nicht zu verwechseln mit der Masse des gesamten Kohlendioxids: 10,9 Milliarden Tonnen Kohlenstoff entsprechen rund 40 Milliarden Tonnen CO\u2082 \u2013 nat\u00fcrliche Brutto-Austauschstr\u00f6me gegen\u00fcber, die sich auf Hunderte Milliarden Tonnen Kohlenstoff j\u00e4hrlich summieren. Je nachdem, welche dieser Str\u00f6me einbezogen werden, machen die menschlichen Emissionen damit nur wenige Prozent der j\u00e4hrlich bewegten Kohlenstoffmengen aus.<\/p>\n<p>Entscheidend ist allerdings die Bilanz: Ozeane und Land\u00f6kosysteme setzen gro\u00dfe Mengen CO\u2082 frei, nehmen gleichzeitig aber auch gro\u00dfe Mengen wieder auf, sodass sich ein erheblicher Teil dieses nat\u00fcrlichen Austauschs gegenseitig ausgleicht. Der Mensch f\u00fcgt dem Kreislauf vor allem durch die Verbrennung von Kohle, Erd\u00f6l und Erdgas zus\u00e4tzlichen Kohlenstoff hinzu, der zuvor \u00fcber sehr lange geologische Zeitr\u00e4ume gebunden war; hinzu kommen Zementproduktion und Ver\u00e4nderungen der Landnutzung. Gemessen an den gewaltigen nat\u00fcrlichen Bruttostr\u00f6men erscheint der menschliche Anteil damit zun\u00e4chst marginal \u2013 f\u00fcr die Ver\u00e4nderung der Bilanz ist jedoch entscheidend, was von diesem zus\u00e4tzlich freigesetzten Kohlenstoff dauerhaft in der Atmosph\u00e4re verbleibt.<\/p>\n<p>Von diesem zus\u00e4tzlich vom Menschen freigesetzten CO\u2082 verbleibt nicht alles in der Atmosph\u00e4re. Nach den Berechnungen des IPCC nahmen Land\u00f6kosysteme und Ozeane im Jahrzehnt 2010 bis 2019 zusammen etwas mehr als die H\u00e4lfte der menschlichen CO\u2082-Emissionen wieder auf: rund 31 Prozent an Land und 23 Prozent in den Ozeanen; etwa 46 Prozent verblieben in der Atmosph\u00e4re.<\/p>\n<p>Auch diese Bilanzierung ist nicht v\u00f6llig unumstritten. Wissenschaftler wie Hermann Harde und Murry Salby haben Modelle vorgelegt, nach denen der menschliche Anteil am beobachteten Anstieg des atmosph\u00e4rischen CO\u2082 wesentlich geringer ausf\u00e4llt als in der etablierten Kohlenstoffbilanz angenommen. Diese Auffassung wird von der Mehrheitsforschung allerdings deutlich zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n<p>Die Natur ist nicht blo\u00df CO\u2082-Quelle, sondern zugleich ein gewaltiger Puffer. Ohne die Aufnahme durch Vegetation, B\u00f6den und Ozeane w\u00e4re die atmosph\u00e4rische CO\u2082-Konzentration wesentlich schneller gestiegen.<\/p>\n<p><strong>Das unfreiwillige Gro\u00dfexperiment von 2020<\/strong><\/p>\n<p>Wie komplex dieses Zusammenspiel ist, zeigte das Jahr 2020. W\u00e4hrend der idiotischen Corona-Lockdowns wurde die wirtschaftliche Aktivit\u00e4t weltweit zeitweise drastisch heruntergefahren. Stra\u00dfen waren leer, Flugzeuge blieben am Boden, Fabriken reduzierten ihre Produktion. Auf dem H\u00f6hepunkt der Einschr\u00e4nkungen lagen die t\u00e4glichen weltweiten fossilen CO\u2082-Emissionen zeitweise sch\u00e4tzungsweise rund 17 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres; \u00fcber das gesamte Jahr betrachtet betrug der R\u00fcckgang ungef\u00e4hr 6 bis 7 Prozent.<\/p>\n<p>Man h\u00e4tte deshalb vielleicht erwartet, diese au\u00dfergew\u00f6hnliche Entwicklung m\u00fcsse sich deutlich in der atmosph\u00e4rischen CO\u2082-Kurve bemerkbar machen. Doch die CO\u2082-Konzentration stieg erstaunlicherweise weiter an. Das macht nachdenklich, auch wenn es nicht zwangsl\u00e4ufig beweist, dass der Anstieg des atmosph\u00e4rischen CO\u2082 nichts mit menschlichen Emissionen zu tun hat.<\/p>\n<p>Dieses Beispiel macht einen h\u00e4ufig \u00fcbersehenen Unterschied anschaulich: Emissionen und CO\u2082-Konzentration sind nicht dasselbe. Emissionen beschreiben, wie viel CO\u2082 innerhalb eines bestimmten Zeitraums zus\u00e4tzlich freigesetzt wird. Die atmosph\u00e4rische Konzentration beschreibt dagegen, wie viel CO\u2082 sich zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Atmosph\u00e4re befindet. Dazwischen arbeitet ununterbrochen der gewaltige Kohlenstoffkreislauf mit seinen Quellen und Senken.<\/p>\n<p>Damit zeigt sich, weshalb beim Kohlenstoffkreislauf nicht einzelne Zahlen, sondern die gesamte Bilanz betrachtet werden muss: Wie viel CO\u2082 wird auf nat\u00fcrlichem Wege freigesetzt und wieder aufgenommen? Wie gro\u00df ist der zus\u00e4tzliche menschliche Beitrag? Wie viel davon nehmen Ozeane und Land\u00f6kosysteme auf \u2013 und wie viel verbleibt schlie\u00dflich in der Atmosph\u00e4re?<\/p>\n<p>In diesem Kapitel haben wir zun\u00e4chst gekl\u00e4rt, was Kohlendioxid \u00fcberhaupt ist, warum es f\u00fcr das Pflanzenleben unverzichtbar ist, wie stark seine Konzentration im Laufe der Erdgeschichte schwankte und wie es sich im gewaltigen Kohlenstoffkreislauf zwischen Atmosph\u00e4re, Ozeanen, Pflanzen und B\u00f6den bewegt.<\/p>\n<p>Doch damit beginnt erst der eigentlich umstrittene Teil der CO\u2082-Debatte. Denn selbst wenn feststeht, dass die CO\u2082-Konzentration seit Beginn der Industrialisierung deutlich gestiegen ist und der Mensch zus\u00e4tzliches Kohlendioxid freisetzt, ist damit noch nicht beantwortet, welche Temperaturwirkung daraus tats\u00e4chlich folgt. Wie stark kann ein Gas, das heute etwas mehr als 0,04 Prozent der Atmosph\u00e4re ausmacht, die Energiebilanz und damit die Temperatur unseres Planeten beeinflussen? Welche Rolle spielt dabei der Wasserdampf, der in wesentlich gr\u00f6\u00dferen und stark schwankenden Mengen in der Atmosph\u00e4re vorkommt? Was genau bedeutet \u201eTreibhauseffekt\u201c physikalisch? Und wie sicher l\u00e4sst sich aus diesen Vorg\u00e4ngen eine Erw\u00e4rmung um eine bestimmte Zahl von Grad ableiten?<\/p>\n<p>Um diese Themenkreise wird es im n\u00e4chsten Teil gehen: um CO\u2082 und den Treibhauseffekt \u2013 um Absorption und Abstrahlung, um Wasserdampf und R\u00fcckkopplungen und schlie\u00dflich um die entscheidende Frage: Wie stark ist die Wirkung des Kohlendioxids auf das Klima tats\u00e4chlich?<\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<h3 id=\"anmerkungen-und-quellen\">Anmerkungen und Quellen<\/h3>\n<p>Mein Buch \u201e<a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/B0H761YF9H\/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=&amp;ref=apolut.net\"><u>Eine Reise zum Selbst<\/u><\/a>\u201c wurde am 2. Juli 2026 ver\u00f6ffentlicht. Die Texte dieses Buches laden dazu ein, gewohnte Denk- und Handlungsmuster zu hinterfragen, ohne neue Dogmen zu schaffen. Sie verbinden Erkenntnisse aus Philosophie, Spiritualit\u00e4t, Psychologie und Lebenserfahrung zu einer verst\u00e4ndlichen und lebensnahen Reflexion \u00fcber das Menschsein. Themen wie Selbstreflexion, die Kraft des gegenw\u00e4rtigen Augenblicks, Geben und Empfangen, Dankbarkeit, Liebe, Toleranz, pers\u00f6nliches Wachstum und der Umgang mit den Herausforderungen des Lebens bilden die Wegmarken dieser Reise.<\/p>\n<p>Ende M\u00e4rz und Anfang April 2025 wurden meine beiden B\u00fccher<br \/>\u201e<a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Die-Friedensunt%C3%BCchtigen-Kriegstreiber-Deutschland-Europa\/dp\/B0F3XG6Q8Z\/ref=sr_1_1?__mk_de_&amp;ref=apolut.net\"><u>Die Friedensunt\u00fcchtigen<\/u><\/a>\u201c und \u201e<a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Taumel-Niedergangs-Demokratischer-wirtschaftlicher-Deutschlands\/dp\/B0F32JS87R\/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=3JJ04002EWR69&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.Oj5YLI-ra13Jo1-hO3-QxpjVbqW4Zp-PgBoc_HkFZ0vRUAWpRhr9t_FAukNDd-Kjcz24yajuJ0MGZH2qtGzmxpn7IHu4XH4zz7p1a1MmegCroLWfM0lg0S7-NKT7bzhndp4CWW4gSeOmVn4mEJkRb4EDuTDPcwlTL9C2uagF3SY.y1TkrGl-reGDcZECS28yDUvz5-L9ZR9OorjTu71NTfk&amp;dib_tag=se&amp;keywords=Im+Taumel+des+Niedergangs&amp;qid=1744634000&amp;s=books&amp;sprefix=im+taumel+des+niedergangs,stripbooks,110&amp;sr=1-1&amp;ref=apolut.net\"><u>Im Taumel des Niedergangs<\/u><\/a>\u201c ver\u00f6ffentlicht. Ende September 2024 erschien das Buch \u201e<a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Gef%C3%A4hrliche-Nullen-Kriegstreiber-Elitenvertreter-Deutschlands\/dp\/B0DJ374G6K\/ref=sr_1_2?__mk_de_&amp;ref=apolut.net\"><u>Gef\u00e4hrliche Nullen \u2013 Kriegstreiber und Elitenvertreter<\/u><\/a>\u201c.<\/p>\n<p><strong>+++\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Dank an den Autor f\u00fcr das Recht zur Ver\u00f6ffentlichung dieses Beitrags.<\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p>Bild: Wolken \u00fcberm Wald mit &#8222;CO2&#8220;-Schriftzug darin<br \/>Bildquelle: Naiyana Somchitkaeo \/ shutterstock<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div>\n<p><em>Ein Meinungsbeitrag von <strong>Uwe Froschauer<\/strong>.<\/em><\/p>\n<p>Kaum ein Stoff steht heute derart im Zentrum der Klimadebatte wie Kohlendioxid. CO\u2082 soll reduziert, besteuert, gespeichert und m\u00f6glichst vermieden werden. Ganze Wirtschaftsbereiche werden umgebaut, politische Programme darauf ausgerichtet und uns wird vorgerechnet, welchen \u201eCO\u2082-Fu\u00dfabdruck\u201c unser<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":4846,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_gspb_post_css":"","_uag_custom_page_level_css":"","fifu_image_url":"","fifu_image_alt":"","footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"class_list":["post-18272","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-medienkritik"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":7}},"uagb_featured_image_src":{"full":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/i2.wp.com\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/RSS-Hintergrund.jpg?w=1920&fit=1920,1080&ssl=1",1920,1080,true],"thumbnail":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/i2.wp.com\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/RSS-Hintergrund.jpg?w=150&resize=150,150&ssl=1",150,150,true],"medium":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/i2.wp.com\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/RSS-Hintergrund.jpg?w=300&fit=300,300&ssl=1",300,300,true],"medium_large":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/i2.wp.com\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/RSS-Hintergrund.jpg?w=768&resize=768,0&ssl=1",768,0,true],"large":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/i2.wp.com\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/RSS-Hintergrund.jpg?w=1024&fit=1024,1024&ssl=1",1024,1024,true],"1536x1536":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/i2.wp.com\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/RSS-Hintergrund.jpg?w=1536&fit=1536,1536&ssl=1",1536,1536,true],"2048x2048":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/i2.wp.com\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/RSS-Hintergrund.jpg?w=2048&fit=2048,2048&ssl=1",2048,2048,true],"trp-custom-language-flag":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/i2.wp.com\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/RSS-Hintergrund.jpg?w=18&fit=18,12&ssl=1",18,12,true]},"uagb_author_info":{"display_name":"admin","author_link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/author\/admin\/"},"uagb_comment_info":0,"uagb_excerpt":"Ein Meinungsbeitrag von Uwe Froschauer.Kaum ein Stoff steht heute derart im Zentrum der Klimadebatte wie Kohlendioxid. CO\u2082 soll reduziert, besteuert, gespeichert und m\u00f6glichst vermieden werden. Ganze Wirtschaftsbereiche werden umgebaut, politische Programme darauf ausgerichtet und uns wird vorgerechnet, welchen \u201eCO\u2082-Fu\u00dfabdruck\u201c unser","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18272","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18272"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18272\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4846"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18272"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18272"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18272"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}