{"id":18446,"date":"2026-08-18T20:06:57","date_gmt":"2026-08-18T18:06:57","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/zum-ausgleich-der-verluste-slowakischer-gasnetzbetreiber-erhoeht-die-gastarife\/"},"modified":"2026-08-18T20:06:57","modified_gmt":"2026-08-18T18:06:57","slug":"zum-ausgleich-der-verluste-slowakischer-gasnetzbetreiber-erhoeht-die-gastarife","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/zum-ausgleich-der-verluste-slowakischer-gasnetzbetreiber-erhoeht-die-gastarife\/","title":{"rendered":"Zum Ausgleich der Verluste: Slowakischer Gasnetzbetreiber erh\u00f6ht die Gastarife"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Wie das Fachportal f\u00fcr \u00d6l und Gas<em> Oil Capital<\/em> unter Berufung auf die slowakische Zeitung <em>Pravda<\/em> berichtet, beabsichtigt der slowakische Gasnetzbetreiber Eustream, die Einnahmeausf\u00e4lle nach der Einstellung des Transports von russischem Gas durch die Ukraine auszugleichen, indem er die Tarife f\u00fcr die verbleibenden Netznutzer erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Gerade Eustream hat am st\u00e4rksten darunter gelitten, dass Kiew sich geweigert hat, den Vertrag \u00fcber den Gastransit von Russland in die EU zu verl\u00e4ngern. Bis zum Jahr 2025 machte das Gastransportunternehmen sein Geld haupts\u00e4chlich mit dem Transport von russischem Gas durch das Gebiet der Slowakei in die Tschechische Republik, nach \u00d6sterreich und in andere westeurop\u00e4ische Staaten. Das Unternehmen galt auch als eines der umsatzst\u00e4rksten des Landes, doch nach dem Ende des Transits brach sein Gesch\u00e4ftsmodell praktisch zusammen. Trotz des Einbruchs der Einnahmen ist Eustream verpflichtet, erhebliche Summen f\u00fcr die Instandhaltung und die Gew\u00e4hrleistung der Zuverl\u00e4ssigkeit der Gasleitungen aufzuwenden. <em>Oil Capital<\/em> schreibt:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8222;Im Zusammenhang damit hat der Versorger eine Erh\u00f6hung der Tarife f\u00fcr die Gasversorgung der Verbraucher eingeleitet. Nach Angaben der Zeitung Pravda sind die Preise seit Mai dieses Jahres um 10 Prozent gestiegen, und das Unternehmen dr\u00e4ngt auf eine weitere erhebliche Erh\u00f6hung. Diese Politik f\u00fchrt bereits zu steigenden Kosten f\u00fcr die lokale Industrie. So sch\u00e4tzt das Chemieunternehmen Duslo, der gr\u00f6\u00dfte Gasverbraucher des Landes, seine j\u00e4hrlichen Mehrkosten aufgrund der Tariferh\u00f6hung auf 1 Million Euro.&#8220;\u00a0<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Wie das Portal <em>Oil Capital\u00a0<\/em>in Erinnerung ruft, hatte der ukrainische Konzern &#8222;Naftogaz&#8220; ab Januar 2025 den Vertrag mit dem russischen Konzern &#8222;Gazprom&#8220; \u00fcber den Gastransit in europ\u00e4ische L\u00e4nder auf Anweisung der Kiewer Beh\u00f6rden nicht verl\u00e4ngert. Bereits damals bezifferte die Slowakei laut Premierminister Robert Fico die direkten Verluste durch den Ausfall der Gaslieferungen aus Russland auf 1 Milliarde Euro und die Verluste an Transitgeb\u00fchren auf weitere 500 Millionen Euro. Die Wiederaufnahme der Lieferungen aus Russland gelang dann schlie\u00dflich \u00fcber die TurkStream-Pipeline und deren Verl\u00e4ngerung, die BalkanStream, doch die sogenannten &#8222;Transitgelder&#8220; gingen Bratislava verloren.<\/p>\n<p>Das slowakische Gasleitungsnetz ist f\u00fcr den Transport von j\u00e4hrlich etwa 90 Milliarden Kubikmetern Gas ausgelegt. Im vergangenen Jahr flossen jedoch nach der Einstellung der Importe \u00fcber die Ukraine nur 5,4 Milliarden Kubikmeter Gas durch das Netz, das auf alternativen Wegen in die Slowakei gelangte. Bis zum 30. September des Jahres 2027 sollen die Lieferungen von russischem Gas \u00fcber Pipelines im Rahmen langfristiger Vertr\u00e4ge vollst\u00e4ndig eingestellt werden \u2013 so sieht es der EU-Plan &#8222;RePowerEU&#8220; zur Abkehr von russischen Energietr\u00e4gern vor. Ungarn und die Slowakei sind mit dem Plan nicht einverstanden; nachdem er im Januar des Jahres 2026 mit einer Mehrheit verabschiedet worden war, reichten beide L\u00e4nder Klage vor Gericht ein.<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema <\/strong>\u2013\u00a0<a href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/europa\/284196-gas-atombomben-und-historische-feindseligkeiten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gas, Atombomben und historische Feindseligkeiten: Kann sich Osteuropa wieder aufraffen?<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-all\">\n<div class=\"AllEmbed\">\n                                                <iframe title=\"Wohin f\u00fchrt die Energie-Erpressung der Ukraine?\" height=\"150\" width=\"100%\" style=\"border: none;\" scrolling=\"no\" data-name=\"pb-iframe-player\" src=\"https:\/\/www.podbean.com\/player-v2\/?i=25sqa-1a4e1ec-pb&amp;from=pb6admin&amp;share=1&amp;download=1&amp;rtl=0&amp;fonts=Arial&amp;skin=f6f6f6&amp;font-color=&amp;logo_link=episode_page&amp;btn-skin=7\" allowfullscreen=\"\"><\/iframe>\n                    <\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie das Fachportal f\u00fcr \u00d6l und Gas Oil Capital unter Berufung auf die slowakische Zeitung Pravda berichtet, beabsichtigt der slowakische Gasnetzbetreiber Eustream, die Einnahmeausf\u00e4lle nach der Einstellung des Transports von russischem Gas durch die Ukraine auszugleichen, indem er die Tarife f\u00fcr die verbleibenden Netznutzer erh\u00f6ht. 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