{"id":18544,"date":"2026-08-19T13:02:29","date_gmt":"2026-08-19T11:02:29","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/medienkritik\/kriegsvorbereitung-mit-drohnen-von-tilo-graser\/"},"modified":"2026-08-19T13:02:29","modified_gmt":"2026-08-19T11:02:29","slug":"kriegsvorbereitung-mit-drohnen-von-tilo-graser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/medienkritik\/kriegsvorbereitung-mit-drohnen-von-tilo-graser\/","title":{"rendered":"Kriegsvorbereitung mit Drohnen | Von Tilo Gr\u00e4ser"},"content":{"rendered":"<div><!--kg-card-begin: html--><br \/>\n<iframe title=\"Kriegsvorbereitung mit Drohnen | Von Tilo Gr\u00e4ser\" width=\"560\" height=\"418\" src=\"https:\/\/tube4.apolut.net\/videos\/embed\/2Ay7GHybpLwTvLvtoH1G3v\" allow=\"fullscreen\" sandbox=\"allow-same-origin allow-scripts allow-popups allow-forms\" style=\"border-radius: 8px;\"><\/iframe><br \/>\n<!--kg-card-end: html--><\/p>\n<div class=\"kg-card kg-audio-card\">. Dabei soll er ahnungslos Gl\u00fcck gehabt haben. Denn an dem unbemannten Flugobjekt (UFO) hing wohl Sprengstoff, wie es hei\u00dft. Aber der Z\u00fcnder sei abgerissen, wurde gemeldet. Und alles direkt neben einem wohl mit Munition beladenen ukrainischen Antonow-Frachtflugzeug. Sehr viel Gl\u00fcck auf einmal.<\/p>\n<p>Was an der Geschichte von der Drohne von Leipzig wahr und was Dichtung ist, ist f\u00fcr uns als Leser, H\u00f6rer und Zuschauer leider nicht nachvollziehbar. Das ist bei vielen Heldengeschichten so. Es wird eine Mischung sein, vor allem, was regierende Politik und die mit ihr verbundenen Medien daraus machen. \u201eDer Russe war\u2019s\u201c, sind sich die meisten von ihnen sicher. \u201eFremde M\u00e4chte\u201c, <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article6a72cd894c6ac382a90aa476\/leipzig-dobrindt-hybrides-anschlagsszenario-und-moegliche-beteiligung-fremder-maechte.html?ref=apolut.net\"><u>raunte<\/u><\/a> etwas vorsichtiger der Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). Aber er meinte wahrscheinlich ebenfalls Moskau.<\/p>\n<p>Beweise bleiben Fehlanzeige bis heute. Die k\u00f6nnen der besorgten \u00d6ffentlichkeit ja nicht vorgelegt werden \u2013 aus Gr\u00fcnden der nationalen Sicherheit. Vertrauen in das, was die Regierung verk\u00fcndet, ist wieder einmal angesagt. Die anscheinend pl\u00f6tzlich am deutschen Himmel auftauchenden Drohnen k\u00f6nnen ja nur aus Russland kommen. Das <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.anderweltonline.com\/klartext\/klartext-20252\/drohnen-merz-und-das-gesicherte-nichtwissen\/?ref=apolut.net\"><u>wusste<\/u><\/a> Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) schon im Herbst 2025. Er sagte damals in einer TV-Sendung, Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin wolle \u201euns testen\u201c.<\/p>\n<p>Wie gut, dass f\u00fcr diesen Test jetzt eine ganze neue Beh\u00f6rde beziehungsweise Institution pr\u00e4sentiert werden kann: Das Technologiezentrum Drohnensicherheit in Magdeburg-Cochstedt in Sachsen-Anhalt. Schon knapp zwei Wochen nach der Drohne bei Gleiwitz, Entschuldigung bei Leipzig, konnte Dobrindt die Einrichtung er\u00f6ffnen. Der Ort hat nichts mit der Wahl in dem Bundesland am 6. September zu tun. Die dortige AfD, die Regierungspartei zu werden droht, wird anders ins Visier der \u201eDienste\u201c genommen.<\/p>\n<p><strong>Die Gefahr aus der Luft<\/strong><\/p>\n<p>Seit Jahren arbeitet das Deutsche Zentrum f\u00fcr Luft- und Raumfahrt (DLR) in Cochstedt an Drohnen. Das geschieht im <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.dlr.de\/de\/ux?ref=apolut.net\"><u>Nationalen Erprobungszentrum f\u00fcr Unbemannte Luftfahrtsysteme<\/u><\/a>. Passenderweise auf einem ehemaligen Flugplatz der sowjetischen Luftstreitkr\u00e4fte in der einstigen DDR. Dort will nun die Bundesregierung der wachsenden Gefahr durch Drohnen \u201eetwas entgegensetzen\u201c, verk\u00fcndete Dobrindt am Dienstag. Denn: Diese manchmal sehr kleinen Flugger\u00e4te sind nicht nur n\u00fctzlich. Sie k\u00f6nnen eine Gefahr f\u00fcr den herk\u00f6mmlichen Luftverkehr und Waffen im Krieg sein. Aber sie sind auch \u201eErosionstreiber des Staatsvertrauens\u201c, <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/gesellschaft\/drohnen-forschungszentrum-100.html?ref=apolut.net\"><u>erkl\u00e4rte<\/u><\/a> der Minister. Denn sie seien eine \u201ehybride Bedrohung\u201c.<\/p>\n<p>Gegen diese und alle anderen Bedrohungen des Staates will der Minister noch mehr: die Nachrichten- und Geheimdienste mit erweiterten Befugnissen ausstatten. Bundesnachrichtendienst (BND), Milit\u00e4rischer Abschirmdienst (MAD) und der Verfassungsschutz sollten bisher angeblich nur Nachrichten sammeln. Nun sollen sie jetzt auch wie ein \u201erichtiger\u201c Geheimdienst verdeckte Operationen ausf\u00fchren k\u00f6nnen \u2013 also die allgemeine Unsicherheit erh\u00f6hen. Das will die Bundesregierung, die dazu am 12. August einen <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/aktuelles\/bundeskabinett-beschliesst-reform-des-rechts-der-nachrichtendienste-2449432?ref=apolut.net\"><u>Gesetzentwurf<\/u><\/a> vorlegte. Das braucht das Land, behauptete die neue Kanzleramtsministerin und Nachrichtendienstbeauftrage Nina Warken (CDU).<\/p>\n<p>Zuvor hat sie als \u201eGesundheitsministerin\u201c und Pharma-Beauftragte die Gesundheit der B\u00fcrger gef\u00e4hrdet. Nun gef\u00e4hrdet sie deren allgemeine Sicherheit und die des Landes. Aber das machen ja immer nur die anderen, wie dieser Putin im fernen Moskauer Kreml. Und so erkl\u00e4rte sie:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDeutschland ist st\u00e4ndiges Ziel von hybriden Angriffen auf unsere freie Gesellschaft, unser Werteverst\u00e4ndnis und unsere Sicherheit. Um dem Schutzauftrag des Staates gegen\u00fcber seinen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern gerecht werden zu k\u00f6nnen, brauchen unsere Nachrichtendienste mehr Befugnisse und zus\u00e4tzliche operative F\u00e4higkeiten. In Zukunft sollen unsere Dienste auf H\u00f6he der Zeit und auf Augenh\u00f6he mit unseren Partnern agieren k\u00f6nnen.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Das ist der Traum von der bundesdeutschen CIA. Der britische MI6 ist ebenfalls so ein Vorbild. \u201eBND und Verfassungsschutz d\u00fcrfen jetzt zur\u00fcckschlagen\u201c, <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.wlz-online.de\/wirtschaft\/geheimdienstreform-bnd-und-verfassungsschutz-duerfen-jetzt-zurueckschlagen-zr-94448876.html?ref=apolut.net\"><u>titelte<\/u><\/a> am Dienstag passend eine Regionalzeitung. Die Original-CIA rief einst den BND und dessen Vorl\u00e4uferorganisation unter dem Faschisten und Kriegsverbrecher Reinhard Gehlen ins Leben. Und hat ihrer langen Verbrechensstatistik die <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/jagd-auf-terroristen-uno-experte-kritisiert-drohnen-krieg-der-cia-a-697449.html?ref=apolut.net\"><u>Morde<\/u><\/a> beziehungsweise illegalen Hinrichtungen mit Hilfe von Drohnen hinzugef\u00fcgt. Das sollen nun auch die deutschen Geheimdienste tun d\u00fcrfen. Und sie k\u00f6nnen dann auch aus der Luft \u00fcberwachen und kontrollieren.<\/p>\n<p><strong>Die n\u00fctzliche Angst<\/strong><\/p>\n<p>Darum d\u00fcrfte es auch in Magdeburg-Cochstedt gehen, was aber nur vermutet werden kann. Offiziell sollen dort \u201eTechnologien zur sicheren Nutzung sowie zur Erkennung und Abwehr von Drohnen entwickelt und erprobt werden\u201c, wie die <em>ARD-Tagesschau<\/em> <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/gesellschaft\/drohnen-forschungszentrum-100.html?ref=apolut.net\"><u>meldete<\/u><\/a>. Es soll ja nur weiter geforscht werden, wie bisher an zivilen Drohnenanwendungen beispielsweise f\u00fcr die Landwirtschaft oder zur Brandbek\u00e4mpfung. Das wird demnach neben Cochstedt auch in Braunschweig geschehen. Dass es auch um milit\u00e4rische Anwendungen gehen d\u00fcrfte, hat Dobrindt angedeutet. Er verwies auf den \u201eSchattenkrieg des 21. Jahrhunderts\u201c, der mit Drohnen gef\u00fchrt werde. Und: \u201eWer auf Deutschland zielt, trifft ganz Europa.\u201c<\/p>\n<p>Da muss nat\u00fcrlich was getan werden. Manchmal sehen die B\u00fcrger nicht ganz ein, warum zum Beispiel zehn Millionen Euro f\u00fcr das Drohnenzentrum ausgegeben werden sollen. Da gibt es passend solche Vorf\u00e4lle wie den auf dem Flughafen Halle\/Leipzig.\u00a0Oder Anschl\u00e4ge, samt merkw\u00fcrdiger Vers\u00e4umnisse der \u201eSicherheitsorgane\u201c. Wie soll denn den B\u00fcrgern die Notwendigkeit von \u201eAbwehrma\u00dfnahmen\u201c verkauft werden, wenn sie keine Angst haben? Wozu gibt es denn Viren, Terroristen und Russen, um nur drei Kandidaten aus der langen Liste m\u00f6glicher Angstmacher zu nennen? Der B\u00fcrger ohne Angst widerspricht auch schneller, wird aufm\u00fcpfig, w\u00e4hlt gar falsch. Das muss verhindert werden, mit allen Mitteln, notfalls auch mit Drohnen.<\/p>\n<p>Die sogenannten Sicherheitsorgane wie Polizei, Geheimdienste und Milit\u00e4r brauchen Gefahren, vor denen sie die B\u00fcrger sch\u00fctzen k\u00f6nnen. Gibt es sie nicht, werden notfalls welche geschaffen. Das ist keine \u201eVerschw\u00f6rungstheorie\u201c, sondern Realit\u00e4t. Daf\u00fcr gibt es in der bundesdeutschen Geschichte Beispiele wie das \u201eCeller Loch\u201c. Nicht \u201eTerroristen\u201c sprengten 1987 ein Loch in die Gef\u00e4ngnismauer in Celle. Das waren die staatseigene Polizeitruppe GSG 9 und der nieders\u00e4chsische \u201eVerfassungsschutz\u201c, wie sich herausstellte. Damals sprach selbst noch die <em>ARD<\/em> von <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/video\/panorama\/staatsterrorismus-celler-loch\/das-erste\/Y3JpZDovL25kci5kZS85ZTk5MzkwMy0wZjU0LTQyODktYTE3Mi0wMTllZTQ3YWU0MGM?ref=apolut.net\"><u>\u201eStaatsterrorismus\u201c<\/u><\/a> \u2013 was aber ohne entscheidende Folgen blieb.<\/p>\n<p>Das alles ist eng miteinander verkn\u00fcpft, bis heute. Das Bundesinnenministerium arbeitet mit dem der Justiz und dem f\u00fcr \u201eVerteidigung\u201c zusammen, auch bei der \u201eNachrichtendienstreform\u201c. Die Tageszeitung <em>junge Welt<\/em> <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/527836.erm%C3%A4chtigung-der-geheimdienste-waffen-f%C3%BCr-den-schattenkrieg.html?ref=apolut.net\"><u>berichtete<\/u><\/a> am 13. August dazu:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDer f\u00fcr das Bundesamt f\u00fcr Verfassungsschutz (BfV) zust\u00e4ndige Innenminister dankte Justizministerin Stefanie Hubig und Verteidigungsminister Boris Pistorius (beide SPD) daf\u00fcr, \u201ain enger Abstimmung\u2018 in den vergangenen Monaten \u201ager\u00e4uschlos\u2018 das Geheimdienstgesetz \u201akomplett neu\u2018 geschrieben zu haben. Die Bundesregierung \u201arevolutioniere\u2018 damit die \u201aSicherheitsarchitektur in Deutschland\u2018.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Vorbereitung auf den Krieg<\/strong><\/p>\n<p>Das d\u00fcrfte ebenso im Fall der Drohnen-Abwehr gelten. Wobei\u00a0das Wort \u201eAbwehr\u201c wie das von der \u201eVerteidigung\u201c immer auch eine Tarnung ist: Es geht um Angriff \u2013 gegen Terroristen und auch gegen Russland. Dabei spielen zunehmend die Drohnen eine Rolle. \u201eDie Nato bereitet sich immer pr\u00e4ziser auf einen m\u00f6glichen Angriff Russlands vor\u201c, <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/ausland-und-internationales\/nato-drei-strategien-gegen-putins-angriff-im-baltikum-6a7dc5d00773f8de24672c4f?ref=apolut.net\"><u>meldete<\/u><\/a> die <em>Bild<\/em>-Zeitung am Montag. Demnach verrieten NATO-Vertreter dem Blatt, wie der Fall vorbereitet wird, \u201ewenn Putin angreift\u201c. Das \u201eNato Land Warfighting Concept\u201c beschreibe drei Strategien, mit denen der Westen \u201ezur\u00fcckschlagen\u201c wolle.<\/p>\n<p>Das geht von einem russischen Angriff mit Raketen und Drohnen auf das Baltikum aus. Der soll dann mit Kampfjets, Raketen und Drohnen gestoppt und die russischen Raketensysteme ausgeschaltet werden. Dabei werde vor allem die Region Kaliningrad ins Visier genommen. An den Grenzen zu Russland und Belarus solle eine Drohnen-Zone eingerichtet werden. Das erinnert an den Ukraine-Krieg, aus dem die NATO lernt. Dort gibt es entlang der Frontlinie eine 50 Kilometer tiefe Todeszone. In der verfolgen und vernichten Drohen jedes sich bewegende Objekt oder Soldaten, auch Zivilisten.<\/p>\n<p>Als n\u00e4chstes will dann die NATO Russland angreifen. Das Blatt beschreibt das so:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDazu sollen Spezialkr\u00e4fte in Putins Reich wichtige Milit\u00e4r- und Versorgungsst\u00fctzpunkte zerst\u00f6ren. Dazu z\u00e4hlen z. B. Flugpl\u00e4tze, R\u00fcstungsfabriken, Br\u00fccken und Eisenbahnen, \u00fcber die Russland Truppen und Material an die Front bringt. Die Nato will dabei auch auf Russen setzen, die gegen Putin sind.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Damit solle Russland geschw\u00e4cht und kriegsunt\u00fcchtig gemacht werden. Mit einer \u201eLuftbr\u00fccke\u201c sollen dann Drohnen und Roboter nach Russland geflogen werden. Damit w\u00fcrden unter anderem Flugpl\u00e4tze und Milit\u00e4rbasen zerst\u00f6rt. Die NATO wolle Russland nicht erobern, hei\u00dft es. Die russischen Angriffstruppen sollen bis zur Landesgrenze zur\u00fcckgedr\u00e4ngt werden. Das Blatt stellt fest:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDas Bemerkenswerte: Die Nato-Milit\u00e4rs wollen nicht, dass ihre Pl\u00e4ne geheim bleiben. Im Gegenteil. Aus ihrer Sicht funktioniert Abschreckung nur, wenn der Gegner \u2013 also Putin und seine Truppen \u2013 wei\u00df, was sie bei einem Angriff auf ein Nato-Land konkret erwartet.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Die Verteidigungsl\u00fcge<\/strong><\/p>\n<p>Und wieder wird behauptet, es gehe nur um Abwehr und Verteidigung. Die NATO-Pl\u00e4ne k\u00f6nnen etwas erkl\u00e4ren, was bisher r\u00e4tselhaft erschien: Die Zeitung <em>Die Welt<\/em> berichtete am 26. September 2021 in ihrer gedruckten und Tage sp\u00e4ter in der <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus234119738\/Bundeswehr-bestellt-hochaufloesende-Russlandkarten.html?ref=apolut.net\"><u>Online-Ausgabe<\/u><\/a> \u00fcber neue Karten f\u00fcr die Bundeswehr. Diese habe einen Auftrag zum Druck hochgenauer Wanderkarten im Milit\u00e4rma\u00dfstab von Russland vergeben. \u201eAuf den Karten sollen sich mehr als nur Stra\u00dfen, Wege und H\u00e4user erkennen lassen\u201c, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Laut der Zeitung gibt es ein \u201eGeodaten-Kooperationsnetzwerk\u201c (MGCP) der NATO. Bei dem w\u00fcrden sich 32 L\u00e4nder inner- und au\u00dferhalb der NATO wechselseitig mit Fotos und Karten versorgen. Dabei betrage die Detailsch\u00e4rfe unter 50 Zentimeter bis maximal ein Meter pro Bildpunkt. \u201eDarauf l\u00e4sst sich also mindestens jeder etwas gr\u00f6\u00dfere Baum und jedes Fahrzeug erkennen\u201c, so die Zeitung. Die Frage, wozu die Bundeswehr nun konkret solche Karten braucht, blieb unbeantwortet.<\/p>\n<p>Sie belegen auf jeden Fall ein weiteres Mal, dass Russland schon lange im Visier der NATO-Milit\u00e4rs, auch der bundesdeutschen, ist. Und sie d\u00fcrften eine Grundlage f\u00fcr die nun bekanntgemachten NATO-\u201eVerteidigungspl\u00e4ne\u201c sein. F\u00fcr die Zieleingaben von Drohnen und Marschflugk\u00f6rpern werden solche hochaufl\u00f6senden Karten gebraucht. Marschflugk\u00f6rper sind Erstschlagswaffen. An den Pl\u00e4nen, \u00fcber die die <em>Bild<\/em>-Zeitung berichtete, d\u00fcrfte nicht erst seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 gearbeitet worden sein.<\/p>\n<p>Die russische Nachrichtenagentur <em>TASS<\/em> <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/tass.com\/world\/2174185?ref=apolut.net\"><u>griff<\/u><\/a> die Meldung des Blattes am Montag auf. Moskau habe die Unterstellungen des Westens \u00fcber eine angebliche russische Gefahr wiederholt zur\u00fcckgewiesen. Die Angstmache damit werde \u201eausschlie\u00dflich zur Militarisierung Europas mit dem Ziel genutzt, Krieg gegen Russland zu f\u00fchren\u201c.<\/p>\n<p><strong>Ex-NATO-Offizier fordert Nachdenken<\/strong><\/p>\n<p>Eine interessante <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/video6a82fc819fcb5798aae395d4\/eu-sanktionen-gegen-russland-dies-bedeutet-natuerlich-auch-dass-die-ukraine-nicht-alles-haben-kann-was-sie-will.html?ref=apolut.net\"><u>Einsch\u00e4tzung<\/u><\/a> der NATO-Pl\u00e4ne gab der ehemalige NATO-Stabsoffizier und Oberst der Bundeswehr\u00a0Ralph Thiele am Montag gegen\u00fcber dem Sender <em>Welt TV<\/em>: Das sei f\u00fcr ihn \u201eein bisschen halbseiden\u201c und \u201egesinnungsethisch\u201c. \u201eDas l\u00e4sst sich da oben nicht verteidigen\u201c, erkl\u00e4rte er aus eigener Anschauung und Erfahrung als Offizier bei der NATO in den 1990er Jahren. Er begr\u00fcndete das mit der Lage der Region. Russland habe als angrenzendes Land alle notwendigen Kr\u00e4fte vor Ort. Die NATO m\u00fcsse diese im Kriegsfall erst von weither heranbringen.<\/p>\n<p>Thiele erkl\u00e4rte der offensichtlich ungl\u00e4ubigen Moderatorin, die \u201eLitauen-Brigade\u201c der Bundeswehr sei nur ein Symbol der \u201eSolidarit\u00e4t\u201c. Im Ernstfall k\u00f6nne sie und die anderen NATO-Kr\u00e4fte vor Ort \u201enicht wirklich Widerstand\u201c leisten. Er w\u00fcnsche sich \u201eeinfach mehr Kompetenz, auch mehr Verantwortungsgef\u00fchl, mit Blick auf was daraus kommt, aus dem, was man macht\u201c. Die NATO sei vor 30 Jahren \u201erelativ und absolut viel st\u00e4rker als heute\u201c gewesen. Deshalb gelte die Einsch\u00e4tzung von damals, dass das Baltikum nicht zu verteidigen sei, heute umso mehr.<\/p>\n<p>\u201eDie Geostrategie \u00e4ndert sich nicht&#8220;, betonte der Ex-Offizier: Er ist heute als Strategie- und Sicherheitsberater t\u00e4tig. \u201eDas sind alles Dinge, die sind ganz offensichtlich und die w\u00e4ren vor 200 Jahren auch schon g\u00fcltig gewesen\u201c, stellte er klar und f\u00fcgte hinzu: \u201eAlso nochmal da bitte mehr Nachdenken, mehr Nachhaltigkeit.\u201c Warum dennoch eine solche Aufr\u00fcstung betrieben und solche Kriegspl\u00e4ne verfasst und ver\u00f6ffentlicht werden, beantwortete er nicht.<\/p>\n<p><strong>Einziger Ausweg: Diplomatie<\/strong><\/p>\n<p>Zuvor hatte er in dem Gespr\u00e4ch dazu aufgefordert, mit Russland Verhandlungen aufzunehmen, um den Krieg in der Ukraine zu beenden. Die Kriegsursachen m\u00fcssten differenziert betrachtet werden. Emotionalisierte Dauervorw\u00fcrfe gegen Russland w\u00fcrden nur das Fenster f\u00fcr diplomatische Gespr\u00e4che reduzieren. F\u00fcr Gespr\u00e4che m\u00fcsse auch klargestellt werden, \u201edass die Ukraine nicht alles haben kann\u201c.<\/p>\n<p>Der Aufruf des ehemaligen Bundeswehr-Oberst zu mehr Nachdenken ist mehr als berechtigt und notwendig. Auch seine Warnung, \u201ewenn hinter dieser Eskalationsspirale dann keine Verhandlungsidee steht, dann kann das alles auch schiefgehen\u201c. Doch das scheint die Regierenden in Berlin und anderen westlichen Hauptst\u00e4dten nicht zu k\u00fcmmern. Davon k\u00fcndet auch die bundesdeutsche Drohnen-Hysterie.<\/p>\n<p>Der ehemalige Lufthansa-Pilot Peter Haisenko hat sich in einem aktuellen <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.anderweltonline.com\/klartext\/klartext-20262\/der-sieger-im-grossen-drohnenkrieg-steht-schon-fest\/?ref=apolut.net\"><u>Beitrag<\/u><\/a> mit der Rolle der Drohnen im modernen Krieg besch\u00e4ftigt. Er macht auch deutlich, dass alles von China abh\u00e4ngt, das inzwischen f\u00fchrend in dieser Technologie ist. Sein Fazit:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDer Stand der Technik l\u00e4sst f\u00fcr jeden denkenden Menschen nur noch die Diplomatie \u00fcbrig. Oder besser, man l\u00e4sst andere L\u00e4nder einfach in Ruhe. Was hier im Namen der Demokratie veranstaltet wird, ist nur mit den mittelalterlichen Kreuzz\u00fcgen zu vergleichen und die sind letztlich auch gescheitert. So sehe ich f\u00fcr die Zukunft des Westens nur eine L\u00f6sung. Identifiziert die Psychopathen, die das gro\u00dfe Wort und die Propaganda f\u00fchren, stellt sie vor Gericht und sperrt sei ein, f\u00fcr immer. Die bringen uns in Gefahr und kosten uns unseren Wohlstand.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p>Dank an den Autor f\u00fcr das Recht zur Ver\u00f6ffentlichung dieses Beitrags.<\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p>Bild: von re. nach li.: Bundesinnenminister Alexander Dobrindt vor Bundeskanzler Friedrich Merz und Finanzminister Lars Klingbeil<\/p>\n<p>Bildquelle: EUS-Nachrichten \/ shutterstock<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div>Die \u201erussische Gefahr\u201c lauert \u00fcberall, behauptet die Regierung. 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