{"id":18628,"date":"2026-08-19T20:02:17","date_gmt":"2026-08-19T18:02:17","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/medienkritik\/der-mekka-pakt-in-washingtons-globaler-lastenteilung-von-wolfgang-effenberger\/"},"modified":"2026-08-19T20:02:17","modified_gmt":"2026-08-19T18:02:17","slug":"der-mekka-pakt-in-washingtons-globaler-lastenteilung-von-wolfgang-effenberger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/medienkritik\/der-mekka-pakt-in-washingtons-globaler-lastenteilung-von-wolfgang-effenberger\/","title":{"rendered":"Der Mekka-Pakt in Washingtons globaler Lastenteilung | Von Wolfgang Effenberger"},"content":{"rendered":"<div>\n<p><strong>Europa gegen Russland \u2013 Westasien gegen Iran<\/strong><\/p>\n<p><em>Ein Meinungsbeitrag von <strong>Wolfgang Effenberger<\/strong>.<\/em><\/p>\n<p>Am 7. August 2026 schlossen die T\u00fcrkei, Saudi-Arabien und Pakistan in Mekka einen gemeinsamen Verteidigungspakt. Gegen wen? Da springt doch nur der Iran ins Auge, ein Land, dass im US-Dokument 525-3-1 vom September 2014 unter 2.4 \u201ek\u00fcnftige Konflikte\u201c in einer Reihe mit Russland, China und Nordkorea genannt wird. Die von diesen 4 L\u00e4ndern ausgehende Bedrohung sollen die US-Streitkr\u00e4fte in den beiden Dekaden abbauen. Nach au\u00dfen wirkt der Pakt mit seiner weitreichenden Beistandsformel (Ein bewaffneter Angriff auf einen der drei Partner soll als Angriff auf alle gelten) zun\u00e4chst defensiv. In Bezug auf integriertes Oberkommando, feststehende Einsatzkr\u00e4fte und automatisch ausgel\u00f6ste milit\u00e4rische Hilfe bleibt die \u00f6ffentliche Vertragsarchitektur bewusst offen. Bei einer \u00e4hnlichen Lastenteilung wie in Europa w\u00e4ren diese Punkte auch von untergeordneter Bedeutung.<\/p>\n<p>Noch ist der Pakt weniger als geschlossenes Gegenb\u00fcndnis zu China, Russland und Iran zu erkennen \u2013 noch kooperieren T\u00fcrkei, Saudi-Arabien und Pakistan selbst in unterschiedlicher Intensit\u00e4t mit den BRICS-M\u00e4chten: Pakistan bleibt eng mit China verbunden; Saudi-Arabien unterh\u00e4lt wesentliche Energie- und Wirtschaftsbeziehungen zu Peking und Moskau; die T\u00fcrkei verbindet ihre NATO-Mitgliedschaft mit einer eigenst\u00e4ndigen Politik gegen\u00fcber Russland, China und Iran. Das B\u00fcndnis soll also gerade nicht schlicht als antiiranische Front gelesen werden. Vor wem will sich der Dreierpakt dann sch\u00fctzen?\u00a0<\/p>\n<p>Die USA k\u00f6nnen ihre milit\u00e4rischen, industriellen und politischen Ressourcen nicht in jedem Raum zugleich in gleicher St\u00e4rke einsetzen. Wenn die Priorit\u00e4t im langfristigen Systemkonflikt mit China liegt, muss Washington andere Konfliktr\u00e4ume durch regionale Partner absichern lassen. Europa \u00fcbernimmt dabei, gest\u00fctzt auf die USA, zunehmend mehr Verantwortung f\u00fcr die konventionelle Abschreckung Russlands. In Westasien entsteht parallel ein regionaler Verbund, der Risiken am Golf, im Roten Meer und am Arabischen Meer selbst auffangen kann \u2013 darunter auch Risiken, die von Iran ausgehen.<\/p>\n<p>Muss der Mekka-Pakt als von den USA mitinitiiert oder als antiiranisches Angriffsb\u00fcndnis verstanden werden?\u00a0<\/p>\n<p><strong>Senatsanh\u00f6rung von General Keith Kellogg am 28. Februar 2023<\/strong><\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang muss an die Senatsanh\u00f6rung vom ehemaligen Drei-Sterne-General Keith Kellogg vom 28. Februar 2023 zum Ukrainekrieg erinnert werden.<\/p>\n<p>Der ehemaliger Sondergesandter des Pr\u00e4sidenten Trump f\u00fcr die Ukraine arbeitet heute \u00f6ffentlich als sicherheitspolitischer Kommentator sowie als Co-Vorsitzender f\u00fcr \u201eAmerican Security\u201c beim trumpnahen &#8222;America First Policy Institute&#8220; (AFPI).<\/p>\n<p>Senator Rick Scott fragte Keith Kellogg:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eAber warum hat Deutschland nicht seinen Teil zur t\u00f6dlichen Hilfe beigetragen?\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Antwort des Generals: \u201eIch glaube, Deutschland spielt in Europa im Moment keine Rolle mehr\u201c. Anschlie\u00dfend schw\u00e4rmte der General dem Senator vor:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eWenn man <strong>einen strategischen Gegner<\/strong> besiegen kann und dabei keine US-Truppen einsetzt, ist man auf dem Gipfel der Professionalit\u00e4t, denn wenn man die Ukrainer siegen l\u00e4sst, ist ein strategischer Gegner vom Tisch, und wir k\u00f6nnen uns auf das konzentrieren, was wir gegen unseren Hauptgegner tun sollten, und das ist im Moment China&#8230; wenn wir dabei scheitern, \u2026 m\u00fcssen wir vielleicht einen weiteren europ\u00e4ischen Krieg f\u00fchren, das w\u00e4re dann <strong>das dritte Mal<\/strong>.\u201c <\/p><\/blockquote>\n<p>Nun, die USA scheitern gerade in der Ukraine und sehen auch bei ihrem Angriff auf den Iran nicht erfolgreich aus.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Einfluss der der US-Strategiepapiere von 2014 auf die heutige Situation<\/strong>\u00a0<\/p>\n<p>Obwohl die USA mit ihrem Strategiepapier TRADOC 525-3-1 \u201eWin in a Complex World 2020-2040\u201c vom September 2014 und der Repr\u00e4sentantenhausresolution H.Res. 758 vom Dezember 2014 die von Russland, China, Nordkorea und Iran ausgehende Bedrohung selbst und gleichzeitig abbauen wollten, mussten die US-Strategen ab 2024 erkennen, dass die Umsetzung nur \u00fcber eine Sequenzierung erfolgen kann: Durch eine zunehmende Europ\u00e4isierung der Ukraine-Kriegf\u00fchrung. Der f\u00fcr die USA so desolate Krieg gegen den Iran macht nun die Regionalisierung von Sicherheit im Nahen Osten erforderlich und folgt derselben strategischen \u00d6konomie: Die USA halten ihre globale F\u00fchrungs- und Eingriffsf\u00e4higkeit aufrecht, verlagern aber konventionelle und finanzielle Lasten auf Partner. Dadurch k\u00f6nnen sie eigene Kr\u00e4fte f\u00fcr die priorit\u00e4re Gro\u00dfmachtrivalit\u00e4t, besonders mit China, konzentrieren.<\/p>\n<p>Das ist keine blo\u00dfe Unterstellung, sondern entspricht dem offen artikulierten US-Ziel, dass Europa die prim\u00e4re Verantwortung f\u00fcr seine konventionelle Verteidigung \u00fcbernehmen soll, sowie der erkl\u00e4rten Ausrichtung auf st\u00e4rkere regionale Lastenteilung im Nahen Osten. (1)<\/p>\n<p>Die sp\u00e4tere Fassung von TRADOC 525-3-1 \u2013\u00a0&#8222;The U.S. Army in Multi-Domain Operations 2028&#8220;\u00a0von 2018 \u2013 versch\u00e4rfte die Orientierung auf Russland und China. Sie ordnet der Army ausdr\u00fccklich Aufgaben zur Abschreckung und gegebenenfalls zum Sieg \u00fcber chinesische und russische Aggression zu; Nordkorea, Iran und gewaltorientierte nichtstaatliche Akteure werden immer noch als weitere m\u00f6gliche Gegner gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>H.Res. 758 vom Dezember 2014 lieferte die politische Grundlage f\u00fcr eine langfristigen Konfrontations- und Unterst\u00fctzungslogik gegen Russland. Nach 2022 wurde daraus faktisch ein Krieg, dessen materielle Last zunehmend europ\u00e4isch organisiert wird: Die USA reduzieren ihre direkte Finanzierung, w\u00e4hrend europ\u00e4ische NATO-Staaten Waffen aus US-Produktion kaufen und an die Ukraine weitergeben bzw. deren Ersatz beschaffen. (2)<\/p>\n<p>Aktuell gibt Washington zudem die F\u00fchrung der in Wiesbaden angesiedelten\u00a0Security Assistance Group\u2013Ukraine\u00a0an einen NATO-Partner ab. Das Pentagon begr\u00fcndet dies ausdr\u00fccklich mit einer Verlagerung von Verantwortung innerhalb des B\u00fcndnisses und einer Ausrichtung amerikanischer Ressourcen an der National Defense Strategy; das US European Command beh\u00e4lt aber einen stellvertretenden Posten. (3)<\/p>\n<p>Europa tr\u00e4gt damit mehr Verantwortung f\u00fcr Geld, Material, Ausbildung und politische Folgerisiken sowie \u2013 falls es weiter eskaliert \u2013 potentiell auch die unmittelbare milit\u00e4rische Hauptlast. Zugleich bleibt es bei US-Waffensystemen, Ersatzteilen, Software, Aufkl\u00e4rung, Satelliten-, Ziel- und Logistikleistungen substantiell abh\u00e4ngig. Im ersten Halbjahr 2026 beschafften europ\u00e4ische Staaten mindestens 3 Milliarden Euro Milit\u00e4rhilfe bei US-R\u00fcstungsunternehmen; rund 30 Prozent der \u00fcber industrielle Beschaffung bereitgestellten europ\u00e4ischen Milit\u00e4rhilfe entfiel damit auf US-Produktion. (4)<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund muss der Mekka-Pakt gesehen werden: Man darf US-Politik nicht so behandeln, als best\u00e4nde sie nur aus einzelnen tagespolitischen Erkl\u00e4rungen oder einem etwaigen aktuellen Pr\u00e4sidentenwillen. Milit\u00e4rdoktrin, Streitkr\u00e4fteplanung, B\u00fcndnisarchitektur, R\u00fcstungs- und Stationierungspolitik bilden eine langfristige strategische Infrastruktur. (5)<\/p>\n<p>In diesem Sinn kann eine regionale Sicherheitsarchitektur im Nahen Osten f\u00fcr Washington n\u00fctzlich sein, weil sie:<\/p>\n<ul>\n<li>regionales\u00a0Burden Sharing\u00a0erm\u00f6glicht,<\/li>\n<li>US-Kr\u00e4fte und Aufmerksamkeit f\u00fcr den Indopazifik freisetzen k\u00f6nnte,<\/li>\n<li>eine iranische Eskalation eind\u00e4mmen oder jedenfalls regional verwaltbarer machen soll,<\/li>\n<li>Partner bef\u00e4higt, Aufgaben bei Luftverteidigung, Seeraumsicherung, Infrastruktur- und Raketenabwehr st\u00e4rker selbst zu tragen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das passt grunds\u00e4tzlich zu einer US-Strategie, die milit\u00e4rische Schwerpunktbildung gegen\u00fcber China und Russland anstrebt.\u00a0<\/p>\n<p>Der Mekka-Pakt k\u00f6nnte dieselbe\u00a0Lastenteilungsarchitektur\u00a0initieren:<\/p>\n<figure class=\"kg-card kg-image-card\"><img data-opt-id=481922164  fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Bildschirmfoto_20260819_190459.png\" class=\"kg-image\" alt=\"Der Mekka-Pakt in Washingtons globaler Lastenteilung | Von Wolfgang Effenberger\" loading=\"lazy\" width=\"815\" height=\"318\" srcset=\"https:\/\/apolut.net\/content\/images\/size\/w600\/2026\/08\/Bildschirmfoto_20260819_190459.png 600w, https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Bildschirmfoto_20260819_190459.png 815w\" sizes=\"auto, (min-width: 720px) 720px\"><\/figure>\n<p>Die Parallele lautet also:\u00a0Regionalisierung der Kriegslast bei Fortbestand amerikanischer Schl\u00fcsselkontrolle.\u00a0Washington muss nicht jede Region selbst sichern, wenn Partner die konventionellen, finanziellen und politischen Belastungen \u00fcbernehmen, aber auf amerikanische Systeme angewiesen bleiben.<\/p>\n<p>Die strategische Wirkung des Mekka-Pakts reduziert im Idealfall den Bedarf an unmittelbar verf\u00fcgbaren US-Kr\u00e4ften f\u00fcr Luft- und Raketenabwehr, Schutz von Energieinfrastruktur und Seewegen, Drohnenabwehr, Logistik, Aufkl\u00e4rung und regionale Krisenreaktion. Dadurch wird amerikanische Handlungsfreiheit erh\u00f6ht, um Kr\u00e4fte, Aufmerksamkeit und R\u00fcstungsressourcen auf den Indo-Pazifik und die Konkurrenz mit China zu konzentrieren.<\/p>\n<p>Die Lastenteilung erfolgt somit nicht \u00fcber einen einheitlichen Block, sondern \u00fcber eine <strong>gestaffelte Sicherheitsarchitektur<\/strong>. Europa bildet den Schwerpunkt der konventionellen Abschreckung gegen Russland; der t\u00fcrkisch-saudisch-pakistanische Verbund kann eine regionale Stabilisierungs- und Abschreckungsfunktion in Westasien erf\u00fcllen; die Vereinigten Staaten behalten Schl\u00fcsselkapazit\u00e4ten \u2013 strategische Aufkl\u00e4rung, globale Verlegung, Weltraum- und Cyberf\u00e4higkeiten, maritime Hochwertf\u00e4higkeiten sowie gegebenenfalls nukleare R\u00fcckversicherung \u2013 und die Hauptanstrengung auf China konzentrieren.<\/p>\n<p>Die praktische Bedeutung des Abkommens liegt zun\u00e4chst im Aufbau materieller Handlungsf\u00e4higkeit: politische und milit\u00e4rische Konsultationen, gemeinsame \u00dcbungen zu Land, zur See und in der Luft, Kooperation bei Luft- und Raketenabwehr, Drohnen, elektronischer Kampff\u00fchrung und KI sowie der Ausbau gemeinsamer R\u00fcstungs-, Wartungs- und Logistikstrukturen. Erst gemeinsame Lagebilder, interoperable F\u00fchrung, verf\u00fcgbare Flugpl\u00e4tze und H\u00e4fen, Ersatzteil- und Munitionsketten sowie gemeinsame Produktionskapazit\u00e4ten machen aus einer politischen Erkl\u00e4rung einen belastbaren Sicherheitsraum. (6)<\/p>\n<p>Die Ressourcen der drei Staaten erg\u00e4nzen sich: Die T\u00fcrkei verf\u00fcgt \u00fcber milit\u00e4risch-industrielle Kompetenz und NATO-Interoperabilit\u00e4t; Saudi-Arabien \u00fcber Kapital, Energieinfrastruktur und strategische Standorte am Golf und am Roten Meer; Pakistan \u00fcber gro\u00dfe Streitkr\u00e4fte, Zugang zum Arabischen Meer und eine nukleare Abschreckungsdimension. Der Mekka-Pakt kann deshalb als regionaler Baustein einer umfassenderen, durch Ressourcenknappheit erzwungenen Neuverteilung von Sicherheitslasten gelesen werden \u2013 ohne dass daraus ein direkter US-Auftrag, eine formale Unterordnung unter Washington oder ein geschlossenes Gegenb\u00fcndnis gegen China, Russland und Iran folgt<\/p>\n<figure class=\"kg-card kg-image-card\"><img data-opt-id=1687639169  fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Bildschirmfoto_20260819_190630_Nr2.png\" class=\"kg-image\" alt=\"Der Mekka-Pakt in Washingtons globaler Lastenteilung | Von Wolfgang Effenberger\" loading=\"lazy\" width=\"755\" height=\"232\" srcset=\"https:\/\/apolut.net\/content\/images\/size\/w600\/2026\/08\/Bildschirmfoto_20260819_190630_Nr.2.png 600w, https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Bildschirmfoto_20260819_190630_Nr2.png 755w\" sizes=\"auto, (min-width: 720px) 720px\"><\/figure>\n<p>Pakistan bringt damit einen Faktor ein, den T\u00fcrkei und Saudi-Arabien nicht besitzen: eine eigene nukleare Abschreckung. Politisch liegt darin ein wesentlicher Teil der Signalwirkung gegen\u00fcber regionalen Gegnern.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Im Fokus des Mekka-Pakts: Der Iran<\/strong>\u00a0<\/p>\n<p>Der zentrale geopolitische Widerspruch verl\u00e4uft zum\u00a0Iran, der seit 2024 BRICS-Mitglied ist und mit China sowie Russland engere strategische Beziehungen ausgebaut hat.<\/p>\n<p>Der Mekka-Pakt benennt keinen Gegner. Seine Entstehung f\u00e4llt jedoch in eine Phase wachsender regionaler Eskalation und iranischer Raketen- und Drohnenbedrohung f\u00fcr die Golfmonarchien. Beobachter sehen deshalb den Iran und die mit ihm verbundenen regionalen Akteure als einen wesentlichen sicherheitspolitischen Hintergrund des Paktes. (7)<\/p>\n<p>Dabei sind die Konfliktlinien je nach Partner verschieden:<\/p>\n<p><strong>Saudi-Arabien\u2013Iran<\/strong><\/p>\n<p>Konkurrenz um die Sicherheitsordnung am Golf, Einfluss im Irak, Libanon, Jemen und in der islamischen Welt. Die chinesisch vermittelte Wiederann\u00e4herung von 2023 hat die Rivalit\u00e4t ged\u00e4mpft, aber nicht strategisch aufgehoben.<\/p>\n<p><strong>T\u00fcrkei\u2013Iran<\/strong><\/p>\n<p>Kooperation und Konkurrenz zugleich. Beide wollen westliche Dominanz begrenzen; zugleich stehen sie sich im Irak, in Syrien, im Kaukasus und im Ringen um regionalen Einfluss gegen\u00fcber.<\/p>\n<p><strong>Pakistan\u2013Iran<\/strong><\/p>\n<p>Grenz- und Sicherheitsprobleme in Belutschistan, konfessionelle Spannungen sowie die pakistanisch-saudische Sonderbeziehung. Gleichzeitig kann Islamabad wegen seiner engen Bindung an China kein Interesse an einer offenen Frontstellung gegen Teheran haben.<\/p>\n<p>Die n\u00fcchterne Formel lautet daher:\u00a0China\u2013Russland\u2013Iran bilden keine formelle Milit\u00e4rallianz; T\u00fcrkei\u2013Saudi-Arabien\u2013Pakistan ebenfalls nicht im NATO-Sinn.\u00a0Aber beide Dreiecke verdichten sich zu zwei \u00fcberlappenden Sicherheitsr\u00e4umen mit dem Iran als Hauptkonfliktachse.<\/p>\n<p><strong>Der Mekka-Pakt kein \u201eAnti-BRICS\u201c-Projekt oder regionale Erg\u00e4nzung zur globalen Multipolarit\u00e4t?<\/strong>\u00a0<\/p>\n<p>Der Mekka-Pakt kann zwar als Versuch einer begrenzten Eigenabsicherung gelesen werden; \u201enicht von Washington, Peking oder Moskau abh\u00e4ngig\u201c zu sein, ist jedoch weder f\u00fcr Saudi-Arabien, noch f\u00fcr die T\u00fcrkei oder Pakistan gegenw\u00e4rtig eine realistische Option.<\/p>\n<p>Die drei Staaten wollen ihre Verhandlungsposition gegen\u00fcber externen M\u00e4chten verbessern. Der Pakt verbindet eine Beistandsklausel mit angek\u00fcndigter Zusammenarbeit bei R\u00fcstung, Geheimdiensten, \u00dcbungen und Luftverteidigung. Das kann Abh\u00e4ngigkeiten punktuell reduzieren, etwa durch t\u00fcrkisch-saudische R\u00fcstungskooperation oder durch engere politische Abstimmung. (8)<\/p>\n<p>Vor allem Saudi-Arabien reagiert damit offenbar auf Zweifel an der praktischen Verl\u00e4sslichkeit des US-Sicherheitsschirms angesichts der j\u00fcngsten regionalen Eskalation, insbesondere Raketen- und Drohnenbedrohungen gegen Golfstaaten.<\/p>\n<p>Ein Pakt ist noch keine autonome Machtbasis. Daf\u00fcr fehlen ihm bislang zentrale Voraussetzungen:<\/p>\n<p>Keine erkennbare integrierte milit\u00e4rische Kommandostruktur, gemeinsame Streitkr\u00e4fteplanung oder verbindliche Einsatzplanung.<\/p>\n<p>Keine ver\u00f6ffentlichte Klarheit \u00fcber Schwellenf\u00e4lle: Wer definiert den \u201ebewaffneten Angriff\u201c? Welche milit\u00e4rischen Mittel werden wann gestellt? Gilt dies etwa bei einem Konflikt der T\u00fcrkei mit Russland oder bei einer Indien-Pakistan-Krise?<\/p>\n<p>Gro\u00dfe Asymmetrien und divergierende Priorit\u00e4ten: F\u00fcr Saudi-Arabien prim\u00e4r Golf-, Iran- und Energiesicherheit; f\u00fcr die T\u00fcrkei zugleich Syrien, \u00f6stliches Mittelmeer, Kaukasus und NATO. Pakistan ist vor allem durch Indien, Afghanistan, seine Wirtschaftsprobleme und die Bindung an China gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Die geographische Entfernung zwischen den Partnern erschwert glaubw\u00fcrdige, schnelle milit\u00e4rische Hilfe erheblich.<\/p>\n<p>Die \u00f6ffentliche Formel \u201eAngriff auf einen = Angriff auf alle\u201c ist daher zun\u00e4chst eine Abschreckungs- und Symbolklausel, nicht der Beleg f\u00fcr eine NATO-\u00e4hnliche operative Allianz. Selbst Beobachter, die den Pakt strategisch bedeutsam nennen, betonen, dass seine Wirkung von der sp\u00e4teren Umsetzung abh\u00e4ngt. (9)<\/p>\n<p>Gerade Pakistan widerlegt die Behauptung am deutlichsten: Seine strategische R\u00fcckversicherung gegen\u00fcber Indien beruht in erheblichem Ma\u00df auf China. Saudi-Arabien wiederum kann seine hochkomplexen westlichen Waffensysteme nicht durch einen Vertragstext von heute auf morgen autonom betreiben.<\/p>\n<p><strong>Versuch einer Einordnung des Mekka-Pakts\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Der Mekka-Pakt ist kein geschlossenes Anti-BRICS-Projekt, aber auch kein autonomer multipolarer Gegenpol. Er kann durchaus als eine regionale Risikoversicherung in der Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik geschlossen worden sein. Zweifelsfrei wollen Saudi-Arabien, T\u00fcrkei und Pakistan auch ihre Abschreckung erh\u00f6hen, ihre R\u00fcstungs- und Geheimdienstkooperation ausbauen und gegen\u00fcber Washington, Peking und Moskau zus\u00e4tzliche Verhandlungsspielr\u00e4ume gewinnen. Ihre jeweiligen externen Abh\u00e4ngigkeiten bleiben jedoch bestehen.<\/p>\n<p>So ist der Pakt unter anderem vorerst auch eine Botschaft: Washingtons regionale Partner organisieren Alternativen; Teheran soll eine sunnitische Koordinierung wahrnehmen; und Peking sowie Moskau sollen sehen, dass die drei nicht einfach in ihre jeweilige Ordnung einzuordnen sind. (10)\u00a0<\/p>\n<p><strong>USA: Zustimmung zur Eigenverantwortung<\/strong>\u00a0<\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Donald Trump begr\u00fc\u00dfte den Pakt am 16.\/17. August ausdr\u00fccklich. Er bezeichnete ihn als \u201ebig, bold and important first step\u201c und erkl\u00e4rte, er sei erfreut, dass Saudi-Arabien, die T\u00fcrkei und Pakistan ihre Verteidigung \u201ein a meaningful way\u201c selbst organisieren wollten. (11)<\/p>\n<p>Die strategische Logik Washingtons ist dabei:<\/p>\n<p>Entlastung amerikanischer Ressourcen: Regionalm\u00e4chte sollen einen gr\u00f6\u00dferen Teil der konventionellen Abschreckung, Luftverteidigung, maritimen Sicherung und Krisenreaktion selbst tragen.<\/p>\n<p>Keine formale Abkehr der Partner:\u00a0Saudi-Arabien und die T\u00fcrkei bleiben f\u00fcr Washington wichtige Partner; Ankara bleibt NATO-Mitglied. Der Vertrag stellt nach t\u00fcrkischer Darstellung bestehende Abkommen nicht infrage und ist offiziell defensiv ausgerichtet. (12)<\/p>\n<p>Eind\u00e4mmung regionaler Eskalation: \u00a0Ein st\u00e4rkerer saudisch-t\u00fcrkisch-pakistanischer Sicherheitsrahmen kann aus US-Sicht den Iran abschrecken, ohne dass die USA selbst unmittelbar mit gr\u00f6\u00dferen Verb\u00e4nden eingreifen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Risiko der Verselbst\u00e4ndigung:\u00a0Das B\u00fcndnis k\u00f6nnte jedoch eigene politische Ziele verfolgen \u2013 etwa t\u00fcrkische regionale F\u00fchrungsanspr\u00fcche oder pakistanische R\u00fcckendeckung gegen\u00fcber Indien \u2013 die nicht mit US-Interessen deckungsgleich sind.<\/p>\n<p>Die Zustimmung Trumps ist deshalb keine \u00dcbertragung amerikanischer Sicherheitsgarantien auf den Pakt. Sie signalisiert politische Billigung eines regionalen Sicherheitsarrangements, nicht die Bereitschaft, dessen Beistandsklausel mit US-Streitkr\u00e4ften zu garantieren.<\/p>\n<p>Der Mekka-Pakt ist kein nachweisbares Produkt von\u00a0Win in a Complex World. Er passt aber in ein seit Jahren entwickeltes US-amerikanisches Operationsverst\u00e4ndnis, wonach regionale Partner milit\u00e4risch interoperabel werden, Operationsr\u00e4ume vorbereiten und einen gr\u00f6\u00dferen Anteil an regionaler Sicherheitslast tragen sollen.<\/p>\n<p>Paradoxerweise kann derselbe Prozess Washington zugleich\u00a0entlasten und relativ schw\u00e4chen. Er entlastet die USA, sofern Partner tats\u00e4chlich selbst abschrecken und Infrastruktur sichern. Er schw\u00e4cht ihre exklusive Rolle, wenn diese Partner eigene R\u00fcstungsnetzwerke, autonome Lagebilder, eigene politische Priorit\u00e4ten und flexible Beziehungen zu China, Russland oder anderen Akteuren entwickeln.<\/p>\n<p>Der entscheidende Pr\u00fcfstein liegt daher nicht im Vertragstext oder in politischen Erkl\u00e4rungen, sondern in den Folgeindikatoren: gemeinsame Planungsst\u00e4be, abgestimmte Luftverteidigung, dauerhafte Zugangs- und Stationierungsrechte, Daten- und Lagebildintegration, Vorpositionierung von Material, Standardisierung von Munition und Kommunikationssystemen sowie langfristige gemeinsame R\u00fcstungsprogramme. Erst wenn solche Elemente dauerhaft entstehen, wandelt sich der Pakt von einem politischen Signal zu einem realen regionalen Operationssystem.<\/p>\n<p>Der Mekka-Pakt k\u00f6nnte f\u00fcr die USA in West- und S\u00fcdasien eine \u00e4hnliche Funktion der regionalen Lastenverlagerung \u00fcbernehmen, wie sie Washington in Europa zunehmend von europ\u00e4ischen NATO-Staaten verlangt. Er w\u00e4re dann kein US-gesteuertes Instrument, sondern ein regionaler Sicherheitsrahmen, dessen F\u00e4higkeiten amerikanische Pr\u00e4senz teilweise erg\u00e4nzen oder ersetzen k\u00f6nnten.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Die Parallele zu Europa<\/strong><\/p>\n<p>Die US-Verteidigungsstrategie von 2026 priorisiert die Abschreckung Chinas im Indo-Pazifik und verlangt zugleich mehr Lastenteilung durch Verb\u00fcndete. Russland wird darin zwar weiter als erhebliche, aber vor allem f\u00fcr Europas \u00f6stliche NATO-Mitglieder relevante Bedrohung beschrieben; Europas Verb\u00fcndete sollen die prim\u00e4re Verantwortung f\u00fcr konventionelle Abschreckung und Verteidigung \u00fcbernehmen, w\u00e4hrend die USA nur noch kritische, aber begrenztere Unterst\u00fctzung geben. (13)<\/p>\n<p>Deutschland, Frankreich und Gro\u00dfbritannien bauen daher \u2013 im Verbund mit weiteren europ\u00e4ischen NATO-Staaten \u2013 F\u00e4higkeiten aus f\u00fcr:<\/p>\n<ul>\n<li>konventionelle Abschreckung und Verteidigung gegen Russland;<\/li>\n<li>Luft- und Raketenabwehr, weitreichende Pr\u00e4zisionswirkung und Drohnen;<\/li>\n<li>R\u00fcstungsproduktion, Nachschub und milit\u00e4rische Mobilit\u00e4t;<\/li>\n<li>Unterst\u00fctzung der Ukraine sowie Resilienz kritischer Infrastruktur.\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die E5-Staaten \u2013 Deutschland, Frankreich, Gro\u00dfbritannien, Italien und Polen \u2013 haben sich im Juni 2026 ausdr\u00fccklich auf eine st\u00e4rkere europ\u00e4ische Rolle in der NATO, zus\u00e4tzliche Beitr\u00e4ge zur Abschreckung Russlands sowie Kooperation bei Luftverteidigung, unbemannten Systemen, KI und weitreichender Wirkung verst\u00e4ndigt.\u00a0<\/p>\n<p>Der Mekka-Pakt erscheint also nicht als Aufbruch in eine eigenst\u00e4ndige multipolare Sicherheitsordnung, sondern als Teil einer globalen Lastenteilung: Europa soll Russland binden, Westasien Iran eind\u00e4mmen \u2013 w\u00e4hrend Washington seine Machtmittel f\u00fcr die entscheidende Konfrontation des 21. Jahrhunderts freisetzt.<\/p>\n<p>Der Zeitpunkt der Gr\u00fcndung l\u00e4sst auf jeden Fall einen Zusammenhang mit dem gescheiterten US-Iran-Waffenstillstandsverhandlungen vermuten.<\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<h3 id=\"anmerkungen-und-quellen\">Anmerkungen und Quellen<\/h3>\n<p>Wolfgang Effenberger, Jahrgang 1946, erhielt als Pionierhauptmann bei\u00a0der Bundeswehr tiefere Einblicke in das von den USA vorbereitete\u00a0&#8222;atomare Gefechtsfeld&#8220; in Europa. Nach zw\u00f6lfj\u00e4hriger Dienstzeit\u00a0studierte er in M\u00fcnchen Politikwissenschaft sowie H\u00f6heres Lehramt\u00a0(Bauwesen\/Mathematik) und unterrichtete bis 2000 an der Fachschule f\u00fcr\u00a0Bautechnik. Seitdem publiziert er zur j\u00fcngeren deutschen Geschichte und\u00a0zur US-Geopolitik. Zuletzt erschienen vom ihm: \u201eSchwarzbuch EU &amp; NATO\u201c\u00a0(2020), &#8222;Die untersch\u00e4tzte Macht&#8220; (2022), &#8222;Vom Krieg zur Weltordnung&#8220; (2026).<\/p>\n<p><strong>+++<\/strong>\u00a0<\/p>\n<p>1) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.tribuneindia.com\/news\/usa-news\/us-launches-europe-posture-review-to-shift-conventional-defence-burden-to-nato-allies\/?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.tribuneindia.com\/news\/usa-news\/us-launches-europe-posture-review-to-shift-conventional-defence-burden-to-nato-allies\/<\/u><\/a><\/p>\n<p>2) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.govinfo.gov\/content\/pkg\/BILLS-113hres758eh\/pdf\/BILLS-113hres758eh.pdf?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.govinfo.gov\/content\/pkg\/BILLS-113hres758eh\/pdf\/BILLS-113hres758eh.pdf<\/u><\/a><\/p>\n<p>3) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.politico.com\/news\/2026\/07\/31\/pentagon-ukraine-nato-withdrawal-01020966?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.politico.com\/news\/2026\/07\/31\/pentagon-ukraine-nato-withdrawal-01020966<\/u><\/a><\/p>\n<p>4) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.kielinstitut.de\/publications\/news\/ukraine-support-tracker-europe-leads-on-aid-us-weapons-remain-key\/?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.kielinstitut.de\/publications\/news\/ukraine-support-tracker-europe-leads-on-aid-us-weapons-remain-key\/<\/u><\/a><\/p>\n<p>5) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/api.army.mil\/e2\/c\/downloads\/367967.pdf?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/api.army.mil\/e2\/c\/downloads\/367967.pdf<\/u><\/a><\/p>\n<p>6) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/asia-pacific\/turkey-pakistan-saudi-arabia-will-form-political-military-mechanisms-coordinate-2026-08-13\/?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.reuters.com\/world\/asia-pacific\/turkey-pakistan-saudi-arabia-will-form-political-military-mechanisms-coordinate-2026-08-13\/<\/u><\/a><\/p>\n<p>7) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/asia-pacific\/saudi-arabia-turkey-pakistan-sign-joint-defence-deal-amid-regional-turmoil-2026-08-07\/?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.reuters.com\/world\/asia-pacific\/saudi-arabia-turkey-pakistan-sign-joint-defence-deal-amid-regional-turmoil-2026-08-07\/<\/u><\/a><\/p>\n<p>8) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/militaerpakt-tuerkei-saudi-arabien-pakistan-100.html?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/militaerpakt-tuerkei-saudi-arabien-pakistan-100.html<\/u><\/a><\/p>\n<p>9) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.jpost.com\/middle-east\/article-905171?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.jpost.com\/middle-east\/article-905171<\/u><\/a><\/p>\n<p>10) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.chathamhouse.org\/2026\/08\/should-egypt-join-mecca-pact?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.chathamhouse.org\/2026\/08\/should-egypt-join-mecca-pact<\/u><\/a><\/p>\n<p>11) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.aljazeera.com\/news\/2026\/8\/17\/trump-hails-mecca-pact-can-it-replace-the-regions-us-security-umbrella?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.aljazeera.com\/news\/2026\/8\/17\/trump-hails-mecca-pact-can-it-replace-the-regions-us-security-umbrella<\/u><\/a><\/p>\n<p>12) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/asia-pacific\/saudi-arabia-turkey-pakistan-sign-joint-defence-deal-amid-regional-turmoil-2026-08-07\/?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.reuters.com\/world\/asia-pacific\/saudi-arabia-turkey-pakistan-sign-joint-defence-deal-amid-regional-turmoil-2026-08-07\/<\/u><\/a><\/p>\n<p>13) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.europarl.europa.eu\/thinktank\/en\/document\/EPRS_BRI(2026)785720?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.europarl.europa.eu\/thinktank\/en\/document\/EPRS_BRI(2026)785720<\/u><\/a><\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p>Wir danken dem Autor f\u00fcr das Recht zur Ver\u00f6ffentlichung dieses Beitrags.<\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p>Bild: Nationalflaggen von Pakistan, Saudi-Arabien und der T\u00fcrkei<br \/>Bildquelle: Farhan Sayeed \/ shutterstock<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div>\n<p><strong>Europa gegen Russland \u2013 Westasien gegen Iran<\/strong><\/p>\n<p><em>Ein Meinungsbeitrag von <strong>Wolfgang Effenberger<\/strong>.<\/em><\/p>\n<p>Am 7. August 2026 schlossen die T\u00fcrkei, Saudi-Arabien und Pakistan in Mekka einen gemeinsamen Verteidigungspakt. Gegen wen? Da springt doch nur der Iran ins Auge, ein Land, dass im US-Dokument 525-3-1 vom<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":4846,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_gspb_post_css":"","_uag_custom_page_level_css":"","fifu_image_url":"","fifu_image_alt":"","footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"class_list":["post-18628","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-medienkritik"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":7}},"uagb_featured_image_src":{"full":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/i2.wp.com\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/RSS-Hintergrund.jpg?w=1920&fit=1920,1080&ssl=1",1920,1080,true],"thumbnail":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/i2.wp.com\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/RSS-Hintergrund.jpg?w=150&resize=150,150&ssl=1",150,150,true],"medium":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/i2.wp.com\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/RSS-Hintergrund.jpg?w=300&fit=300,300&ssl=1",300,300,true],"medium_large":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/i2.wp.com\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/RSS-Hintergrund.jpg?w=768&resize=768,0&ssl=1",768,0,true],"large":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/i2.wp.com\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/RSS-Hintergrund.jpg?w=1024&fit=1024,1024&ssl=1",1024,1024,true],"1536x1536":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/i2.wp.com\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/RSS-Hintergrund.jpg?w=1536&fit=1536,1536&ssl=1",1536,1536,true],"2048x2048":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/i2.wp.com\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/RSS-Hintergrund.jpg?w=2048&fit=2048,2048&ssl=1",2048,2048,true],"trp-custom-language-flag":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/i2.wp.com\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/RSS-Hintergrund.jpg?w=18&fit=18,12&ssl=1",18,12,true]},"uagb_author_info":{"display_name":"admin","author_link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/author\/admin\/"},"uagb_comment_info":0,"uagb_excerpt":"Europa gegen Russland \u2013 Westasien gegen IranEin Meinungsbeitrag von Wolfgang Effenberger.Am 7. 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