{"id":18992,"date":"2026-08-22T07:03:21","date_gmt":"2026-08-22T05:03:21","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/der-andere-krieg-hier-laesst-die-ukraine-russland-weit-hinter-sich\/"},"modified":"2026-08-22T07:03:21","modified_gmt":"2026-08-22T05:03:21","slug":"der-andere-krieg-hier-laesst-die-ukraine-russland-weit-hinter-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/der-andere-krieg-hier-laesst-die-ukraine-russland-weit-hinter-sich\/","title":{"rendered":"Der andere Krieg: Hier l\u00e4sst die Ukraine Russland weit hinter sich"},"content":{"rendered":"<div>\n<p><em>Von Kirill Strelnikow<\/em><\/p>\n<p>Dem Direktor des Kiewer Perinatalzentrums, Dmitri Gowsejew, zufolge ist es m\u00f6glich, die Bev\u00f6lkerungszahl der Ukraine wieder auf das Niveau von 2022 zu bringen: Jede Ukrainerin m\u00fcsse daf\u00fcr lediglich acht Kinder zur Welt bringen.<\/p>\n<p>Bekanntlich haben alle naturwissenschaftlichen Disziplinen ihren Ursprung in Moskau, doch in diesem Fall ist geradezu ein intellektueller Durchbruch gelungen, wobei trotz mehr oder weniger korrekter mathematischer Berechnungen die Physik und die Biologie v\u00f6llig au\u00dfer Acht gelassen wurden.<\/p>\n<p>Herr Gowsejew spricht dieses Thema nicht ohne Grund an: Auf diese Weise beklagt er sich im Grunde dar\u00fcber, dass er bald seinen Arbeitsplatz verlieren k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Nach Angaben des ukrainischen Justizministeriums wurde in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 ein negativer Rekord erreicht: Auf eine Geburt kommen inzwischen vier Todesf\u00e4lle. Dabei lag dieses Verh\u00e4ltnis noch vor einem Jahr bei eins zu drei. Die Ukraine scheint also entschlossen, neue Rekorde aufzustellen, und hat dabei sowohl das alternde Europa als auch Russland, das selbst mit gewissen Problemen zu k\u00e4mpfen hat, gleich um zehn Runden hinter sich gelassen.<\/p>\n<p>Dabei ist selbst dieser Rekord l\u00e4ngst gebrochen.<\/p>\n<p>Im Jahr 2017 (als noch keine milit\u00e4rische Sonderoperation in Sicht war) ver\u00f6ffentlichte die Bev\u00f6lkerungsabteilung des UN-Departments f\u00fcr wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten eine Prognose zur weltweiten Bev\u00f6lkerungsentwicklung. Auf Grundlage der damaligen Trends wurde darin unter anderem vorausgesagt, dass die Ukraine 2050 noch 36,4 Millionen und 2100 nur noch 28,18 Millionen Einwohner haben werde.<\/p>\n<p>Auch die ukrainische Regierung verabschiedete 2024 eine Strategie zur demografischen Entwicklung. In deren Begr\u00fcndung hie\u00df es, dass bei einer Fortsetzung des bisherigen Kurses bereits 2051 nur noch 25 Millionen Menschen im Land leben w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Nun darf man der Ukraine gratulieren: Sie hat selbst die pessimistischsten Prognosen und s\u00e4mtliche daf\u00fcr genannten Fristen \u00fcbertroffen. Nach Angaben des ukrainischen Sozialministers Uljutin leben im Land inzwischen nur noch rund 22 bis 25 Millionen Menschen \u2013 was von vielen bereits als Punkt ohne Wiederkehr angesehen wird.<\/p>\n<p>Experten weisen darauf hin, dass die akute demografische Krise in der Ukraine mehrere Dimensionen und Wirkungsebenen hat. Inzwischen herrscht weitgehend Einigkeit \u00fcber den gravierenden Mangel an Kampfkraft an der Front. Doch Kriege gehen fr\u00fcher oder sp\u00e4ter zu Ende, w\u00e4hrend die Ukraine als Nation und Staat mit hoher Wahrscheinlichkeit selbst nach dem Ende der Kampfhandlungen verschwinden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Anfang August ver\u00f6ffentlichte das Internationale Institut f\u00fcr Nahost- und Balkanstudien (IFIMES) in Ljubljana eine Analyse des Professors Masahiro Matsumura von der Universit\u00e4t Osaka mit dem Titel &#8222;Das sich abzeichnende Ende des russisch-ukrainischen Krieges&#8220;.<\/p>\n<p>Der Autor behauptet, dass &#8222;die taktischen Neuerungen der Ukraine, vor allem der Einsatz von Langstrecken-Drohnen, der russischen Infrastruktur zwar operative Schwierigkeiten bereiten, jedoch eher als Verzweiflungsma\u00dfnahmen zu betrachten sind&#8220;, und kommt zu dem Schluss, dass der Konflikt nun in seine Endphase \u00fcbergehe. Einer der Hauptgr\u00fcnde daf\u00fcr sei der &#8222;demografische Kollaps als strategische Beschr\u00e4nkung&#8220;: Das Land sei nicht in der Lage, eine Armee aufzustellen oder aufrechtzuerhalten, wenn der\u00a0wehrf\u00e4hige Teil seiner Bev\u00f6lkerung stark und unumkehrbar schrumpfe. Mit anderen Worten: &#8222;Die Ukraine steht vor einem un\u00fcberwindbaren (!) strukturellen Ungleichgewicht bei den personellen Ressourcen.&#8220;<\/p>\n<p>Das haben auch die europ\u00e4ischen &#8222;Geier&#8220; l\u00e4ngst erkannt, die offenbar nur darauf warten, weitere Zehntausende\u00a0oder gar Hunderttausende Ukrainer, die sich in der EU aufhalten, in den Tod schicken zu k\u00f6nnen. Nach den j\u00fcngsten Angaben von Eurostat leben in Europa rund 4,5 Millionen Ukrainer unter &#8222;vor\u00fcbergehendem Schutz&#8220;. Dass die Europ\u00e4er gerne die Kosten f\u00fcr ihren Unterhalt sparen und Putin zugleich zus\u00e4tzliche Probleme bereiten w\u00fcrden, liegt auf der Hand. Entsprechend wird derzeit intensiv dar\u00fcber diskutiert, wie man ukrainische M\u00e4nner im wehrpflichtigen Alter am besten zur\u00fcckschicken k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Nur wird das dieses Problem nicht l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Die Statistik zeigt, dass den Kern des &#8222;ukrainischen Exodus&#8220; nach Europa Kinder und junge Menschen bilden, die man nicht an die Front schicken kann, sowie Frauen im geb\u00e4rf\u00e4higen Alter, von denen mindestens 70 Prozent \u00fcber eine Hochschulbildung verf\u00fcgen. Gerade diese Gruppen finden sich im Ausland am leichtesten zurecht und integrieren sich am schnellsten in die dortige Gesellschaft. Zugleich sind sie am wenigsten geneigt, in die Ukraine zur\u00fcckzukehren, und auch die Wahrscheinlichkeit ihrer R\u00fcckkehr ist am geringsten.<\/p>\n<p>Diese Menschen sind f\u00fcr die Ukraine f\u00fcr immer verloren.<\/p>\n<p>Selbst <em>CNN<\/em>, das sich bei allen Themen rund um die Ukraine professionell bem\u00fcht, nur Positives zu vermitteln, behauptet, dass sich das Land unaufhaltsam in ein &#8222;Land der Witwen und Waisen&#8220; verwandelt und auf eine &#8222;demografische Katastrophe&#8220; zusteuert.<\/p>\n<p>Ende Juli griff die Carnegie-Stiftung (die Organisation ist als ausl\u00e4ndischer Agent eingestuft und in Russland als unerw\u00fcnscht anerkannt) erneut die Frage auf, wie die Ukraine ihre Bev\u00f6lkerung mithilfe von Migranten aus Afrika, Asien oder Lateinamerika erhalten \u2013 genauer gesagt ersetzen \u2013 k\u00f6nnte. Die Direktorin des ukrainischen Instituts f\u00fcr Demografie und Sozialforschung, Ella Libanowa, hatte seinerzeit offen erkl\u00e4rt, &#8222;um die Bev\u00f6lkerungszahl bei 30 Millionen zu halten, m\u00fcssten j\u00e4hrlich rund 300.000 Migranten ins Land geholt werden&#8220;. Auch der ehemalige ukrainische Verteidigungsminister Fjodorow schloss sich den Bef\u00fcrwortern einer solchen Zuwanderung an und sprach allen Ernstes von Pl\u00e4nen, die H\u00e4lfte der Sto\u00dftrupps durch Ausl\u00e4nder zu ersetzen.<\/p>\n<p>Dabei ist es bemerkenswert, dass gerade der Beitritt zur EU der Demografie der Ukraine den endg\u00fcltigen Todessto\u00df versetzen w\u00fcrde. Experten sagen das Eintreten genau jenes Szenarios voraus, das in einer Folge der Filmserie &#8222;Diener des Volkes&#8220; gezeigt wurde: Der Pr\u00e4sident verk\u00fcndet, die Europ\u00e4ische Union habe die Visumfreiheit f\u00fcr ukrainische Staatsb\u00fcrger genehmigt, und stellt am n\u00e4chsten Tag fest, dass er in der Ukraine v\u00f6llig allein geblieben ist \u2013 seine Landsleute sind bis auf den Letzten ausgereist.<\/p>\n<p>Doch in einem Punkt herrscht Einigkeit: Unabh\u00e4ngig davon, welchen Weg die Ukraine einschl\u00e4gt, ist ihr Schicksal h\u00f6chstwahrscheinlich bereits besiegelt und alles andere als beneidenswert. Doch alles h\u00e4tte ganz anders kommen k\u00f6nnen, und wir haben mehrfach darauf hingewiesen.<\/p>\n<p>Statt Frieden, Freundschaft, guter Nachbarschaft und Respekt gegen\u00fcber Minderheiten entschied sich die Ukraine f\u00fcr Wahnsinn, Krieg und Hass. Nun erntet sie, was sie selbst ges\u00e4t hat \u2013 und kann daf\u00fcr niemand anderem mehr die Schuld geben.<\/p>\n<p><em>\u00dcbersetzt aus dem <a href=\"https:\/\/ria.ru\/20260817\/ukraina-2111256651.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Russischen<\/a>. Der Artikel ist am 17. August 2026 zuerst bei RIA Nowosti erschienen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema\u00a0\u2012<\/strong>\u00a0<a href=\"https:\/\/freedert.online\/meinung\/288600-kiews-moeglichkeiten-schaden-in-russland\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kiews F\u00e4higkeit, Russland zu schaden, wird der Ukraine keinen Frieden bringen<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v7c4cyy\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Kirill Strelnikow Dem Direktor des Kiewer Perinatalzentrums, Dmitri Gowsejew, zufolge ist es m\u00f6glich, die Bev\u00f6lkerungszahl der Ukraine wieder auf das Niveau von 2022 zu bringen: Jede Ukrainerin m\u00fcsse daf\u00fcr lediglich acht Kinder zur Welt bringen. 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