{"id":19208,"date":"2026-08-24T11:02:31","date_gmt":"2026-08-24T09:02:31","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/wirtschaft\/commerzbank-weidmann-fordert-ueberpruefung-des-uebernahmerechts-38149718-html\/"},"modified":"2026-08-24T11:02:31","modified_gmt":"2026-08-24T09:02:31","slug":"commerzbank-weidmann-fordert-ueberpruefung-des-uebernahmerechts-38149718-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wirtschaft\/commerzbank-weidmann-fordert-ueberpruefung-des-uebernahmerechts-38149718-html\/","title":{"rendered":"Unicredit: Commerzbank-Chefaufseher Weidmann: Bund soll vorerst Aktion\u00e4r bleiben"},"content":{"rendered":"<div>\n<div>\n<div class=\"rtf-content-wrapper\">\n<p>Noch h\u00e4lt der Bund 12 Prozent an der Commerzbank. Geht es nach Aufsichtsratschef Jens Weidmann bleibt das auch vorerst so. Er will den Staat als aktiven Aktion\u00e4r in der \u00dcbernahmephase<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"rtf-content-wrapper\">\n<p>Aus Sicht von Commerzbank-Aufsichtsratschef Jens Weidmann sollte der Bund vorerst Aktion\u00e4r bei der Commerzbank bleiben. \u201eDie Beteiligung war Teil einer Rettungsma\u00dfnahme, deshalb sollte sich der Bund perspektivisch zur\u00fcckziehen\u201c, sagte Weidmann der \u201eS\u00fcddeutschen Zeitung\u201c. \u201eIn der aktuellen Phase macht es aber Sinn, dass der Bund weiter Aktion\u00e4r bleibt, um die Interessen des Standorts Deutschland aktiv zu vertreten\u201c, so Weidmann mit Blick auf das \u00dcbernahmeringen mit der italienischen Unicredit. Auch Unicredit-Chef Andrea Orcel hatte k\u00fcrzlich erkl\u00e4rt, es k\u00f6nne hilfreich sein, wenn der Bund vorerst an Bord bleibe.<\/p>\n<p>Der Bund ist seit der Finanzkrise an der Commerzbank beteiligt. Als er vor zwei Jahren einen Teil verkaufte, nutzte Unicredit dies zum Einstieg. Derzeit h\u00e4lt der Bund noch rund 12 Prozent an der Commerzbank und ist damit zweitgr\u00f6\u00dfter Aktion\u00e4r nach der italienischen Gro\u00dfbank. Die Unicredit, die im Mai ein Angebot f\u00fcr die Commerzbank vorgelegt hatte, hat sich den Zugriff auf fast 50 Prozent der Anteile gesichert. Der Bund hat bisher einen Verkauf seiner Anteile abgelehnt. Zuletzt gab es aber Spekulationen, wonach die Bundesregierung offen f\u00fcr einen Ausstieg sein k\u00f6nnte, sofern sich beide Banken im \u00dcbernahmeringen auf eine gemeinsame Strategie verst\u00e4ndigen sollten.<\/p>\n<h2>\u201eUnicredit-Einstieg wirft Fragen auf\u201c<\/h2>\n<p>Zugleich forderte Weidmann eine \u00dcberpr\u00fcfung des deutschen \u00dcbernahmerechts. Der Einstieg der Unicredit bei der Commerzbank werfe Fragen auf. Von den rund 73 Prozent der Commerzbank-Aktien, die der Unicredit h\u00e4tten angedient werden k\u00f6nnen, seien nur knapp 18 Prozent angedient worden. Gro\u00df- und Privatanleger h\u00e4tten sich daran mit weniger als drei Prozent beteiligt, der Rest entfalle auf mit Unicredit verbundene Banken, sagte Weidmann. \u201eSo konnte Unicredit mit einem finanziell unattraktiven Angebot eine Mehrheit erreichen, ohne eine angemessene Kontrollpr\u00e4mie zu bezahlen. Das wirft Fragen zum \u00dcbernahmerecht in Deutschland auf, das sich der Gesetzgeber vielleicht anschauen sollte.\u201c\u00a0<\/p>\n<\/p>\n<p>Zugleich warnte der fr\u00fchere Bundesbank-Pr\u00e4sident vor massiven Einschnitten bei der Commerzbank im Inland. Um nach den Pl\u00e4nen von Unicredit binnen zw\u00f6lf Monaten 1,3 Mrd. Euro einzusparen, m\u00fcsse auch in Deutschland stark gek\u00fcrzt werden. Dennoch bot er Unicredit-Chef Orcel strategische Gespr\u00e4che an. Nach der langen \u00dcbernahmeschlacht m\u00fcsse zun\u00e4chst wieder Vertrauen entstehen, so Weidmann. Zuletzt hatte es zwischen Orcel und Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp lediglich einen Austausch auf technischer Ebene gegeben.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div>Noch h\u00e4lt der Bund 12 Prozent an der Commerzbank. Geht es nach Aufsichtsratschef Jens Weidmann bleibt das auch vorerst so. 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