{"id":19396,"date":"2026-08-25T12:02:03","date_gmt":"2026-08-25T10:02:03","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/wirtschaft\/bildung-oetinger-chefin-warnt-vor-politischen-folgen-der-lesekrise-38131342-html\/"},"modified":"2026-08-25T12:02:03","modified_gmt":"2026-08-25T10:02:03","slug":"bildung-oetinger-chefin-warnt-vor-politischen-folgen-der-lesekrise-38131342-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wirtschaft\/bildung-oetinger-chefin-warnt-vor-politischen-folgen-der-lesekrise-38131342-html\/","title":{"rendered":"Oetinger-Chefin im Podcast: \u201eWer nicht lesen und komplex denken kann, wird einfache Antworten suchen\u201c"},"content":{"rendered":"<div>\n<div>\n<div class=\"rtf-content-wrapper\">\n<p>F\u00fchrt die Bildungs- und Lesekrise zu einem Erstarken der politischen R\u00e4nder? Die Verlegerin Julia Bielenberg warnt vor dramatischen Folgen und erz\u00e4hlt, wie Oetinger der Krise mit neuen Formaten begegnet<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"rtf-content-wrapper\">\n<p><em>Pippi Langstrumpf, die Kinder aus Bullerb\u00fc, das Sams: Ohne diese Figuren w\u00e4re die Geschichte des Oetinger Verlags undenkbar. F\u00fcnf deutsche Verlage hatten die Geschichte \u00fcber Pippi Langstrumpf abgelehnt, bevor Friedrich Oetinger Astrid Lindgren 1949 in Stockholm kennenlernte und das Buch noch im selben Jahr auf Deutsch herausbrachte. Heute f\u00fchrt seine Enkelin Julia Bielenberg das Hamburger Familienunternehmen.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Oetinger besch\u00e4ftigt mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und setzte 2025 rund 36 Mio. Euro um. Aus dem Verlag ist das Medienhaus Oetinger geworden, das nicht mehr nur gedruckte B\u00fccher verlegt, sondern auch H\u00f6rb\u00fccher und Apps und herausbringt und im Oktober in Hamburg eine Olchis-Erlebniswelt er\u00f6ffnet.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong>Frau Bielenberg, womit verdienen Sie als Medienhaus heutzutage Geld?<\/strong><br \/>JULIA BIELENBERG: Unser gro\u00dfes Gl\u00fcck ist, dass wir auf einem gro\u00dfen Schatz von Autoren sitzen, die nach wie vor super funktionieren. Das hat nicht jeder Verlag. Zugleich ist das Buchgesch\u00e4ft wahnsinnig kleinteilig und nicht sehr margenstark. Viele B\u00fccher rechnen sich nicht. Es ist also immer eine Mischkalkulation. Wir haben die Lizenzabteilung, mit der wir Rechte ins Ausland verkaufen, wir haben Merchandise und vor allen Dingen den sehr stark wachsenden Markt von Audio. Weniger Kinder greifen leider zum Buch, immer mehr wenden sich anderen M\u00f6glichkeiten zu.\u00a0<\/p>\n<\/p>\n<p><strong>Wie reagieren Sie als Verlag darauf?<\/strong><br \/>Eine Geschichte wird heute nicht mehr nur als Buch erz\u00e4hlt, sondern in vielen unterschiedlichen Formaten. Wir haben Apps, wir haben Spiele. Im Oktober er\u00f6ffnen wir in Hamburg eine immersive Erlebniswelt f\u00fcr die Olchis. Das ist eine ganz neue Facette des Geschichtenerz\u00e4hlens, eine Ausstellung, die auch haptisch ist und von den Kindern ver\u00e4ndert werden kann. Sie k\u00f6nnen die Geschichte mitgestalten und sie nicht nur passiv konsumieren wie am Handy.<\/p>\n<p><strong>Welche Rolle spielen Smartphones bei der Entwicklung, die Sie beschreiben, dass viele Kinder immer weniger zum Buch greifen?<\/strong><br \/>Lesen ist anstrengend, da muss man etwas leisten. Das Smartphone ist einfach da, man kann sich berieseln lassen. Das macht leider ganz viel mit den Gehirnen unserer Kinder. Die Synapsen verkn\u00fcpfen sich nicht mehr so. Cornelia Funke zum Beispiel schreibt sehr bildreich, ihre S\u00e4tze sind verschachtelt. Das wird heute von vielen Kindern gar nicht mehr verstanden.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Was bedeutet das f\u00fcr die B\u00fccher, die Sie verlegen?<\/strong><br \/>Wir machen inzwischen viele B\u00fccher, die bewusst aus einfachen S\u00e4tzen bestehen. In Berlin k\u00f6nnen knapp 50 Prozent der Kinder in den dritten Klassen nicht mehr lesen. Deutschlandweit kann jedes vierte Kind nach der vierten Klasse nicht mehr sinnentnehmend lesen. Selbst wenn sie die Buchstaben irgendwie zusammenbringen, verstehen Sie den Inhalt nicht. Das ist unglaublich erschreckend.<\/p>\n<p><strong>Welche Folgen hat das?<\/strong><br \/>Das hat riesige wirtschaftliche Auswirkungen, es ist auch ein erhebliches Problem f\u00fcr uns als Gesellschaft. In der Politik wird das viel zu wenig gesehen. Wer nicht lesen und nicht komplex denken kann, wird sich die einfachen Antworten suchen. Die sind im Zweifel am Rande unseres politischen Spektrums. Da k\u00f6nnen sie so viel \u00fcber die Brandmauer reden, wie sie wollen. Wenn die Kinder nicht mehr gebildet sind, wird diese Entwicklung drastisch zunehmen. Wir brauchen eine Bildungsreform, die sich gewaschen hat, und zwar sofort. Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren.<\/p>\n<p><strong>Wie m\u00fcsste diese Reform konkret aussehen?<\/strong><br \/>Erst einmal zu unserer Rolle: Seit 10 bis 15 Jahren sind wir sehr aktiv in der Lesef\u00f6rderung. Wir haben Aktionen, wo Kinder kostenlos an B\u00fccher herangef\u00fchrt werden. Aber sie basieren auf Ehrenamt oder auf dem Engagement der Verlage. Das kann nicht sein. Es ist eine gesellschaftliche Aufgabe, dieser Herausforderung zu begegnen. Die Bildungsinhalte in den Bundesl\u00e4ndern stimmen nach wie vor nicht \u00fcberein. Das ist ein riesiges Problem. Ich bin eine gro\u00dfe Verfechterin des F\u00f6deralismus, aber nicht auf Bildungsebene, weil er uns da wahnsinnig behindert. Wir haben kein Roh\u00f6l. Wir haben nur die Bildung unserer Kinder, das ist unser Kapital, und wir vernachl\u00e4ssigen es str\u00e4flichst. Wir brauchen eine St\u00e4rkung der Lehrer, damit sie nicht am System verzweifeln. Wir brauchen eine fr\u00fchkindliche Sprachf\u00f6rderung von zwei Jahren an, damit die Kinder mit einem Mindestma\u00df an Sprache in die Grundschulen kommen. Wir m\u00fcssen die Medienkompetenz ausbauen, sowohl bei den Lehrern als auch bei den Eltern.<\/p>\n<\/p>\n<p><strong>Wie sehen Sie die Rolle der Eltern?<\/strong><br \/>Man muss ganz stark auch bei den Eltern ansetzen. Die Kinder gucken sich vieles ab, auch beim Smartphonegebrauch. Wenn die Eltern von morgens bis abends am Smartphone h\u00e4ngen, ist das letztendlich ein Bild daf\u00fcr, was im Moment passiert. Es wird nicht mehr kommuniziert mit den Kindern, es wird nicht mehr hingeguckt. Vielleicht muss man einen Elternf\u00fchrerschein einf\u00fchren.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Wie gehen Sie im Verlag mit diesem Spannungsfeld um? Wenn Sie B\u00fccher mit komplexen Inhalten verlegen, werden diese vielleicht weniger gelesen. Aber wenn Sie bewusst einfachere Titel herausbringen, legen Sie die Latte noch tiefer.\u00a0<\/strong><br \/>Dar\u00fcber machen wir uns von morgens bis abends Gedanken. Letztendlich ist das die Aufgabe der Transformation. Wir sehen uns hier als Experten f\u00fcr das Geschichtenerz\u00e4hlen. Wir alle lieben B\u00fccher, aber wenn sie nicht mehr in dem Ma\u00dfe funktionieren, m\u00fcssen diese Geschichten die Kinder auf einem anderen Weg erreichen. Solche Erlebniswelten sind ein Paradebeispiel daf\u00fcr, wie wir uns ver\u00e4ndern von einem klassischen Verlag hin zu einem Medienhaus.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Gehen Sie davon aus, dass das gedruckte Buch in absehbarer Zeit keine relevante Rolle mehr spielen wird?<\/strong><br \/>Um Gottes willen, nein! Das Buch wird es immer geben. Aber es wird wahrscheinlich nicht mehr in der Vielfalt und in der Masse vorhanden sein wie bislang. Es wird eine Reduzierung an Titeln und Auflagen geben. Das merken wir jetzt schon. Schweden ist uns in der digitalen Entwicklung ungef\u00e4hr sieben Jahre voraus. Fr\u00fcher war dort das Verh\u00e4ltnis im Umsatz 60 zu 40 Prozent bei Buch und Audio. Jetzt ist es andersrum, Tendenz steigend. In Schweden haben sie alles auf dem iPad gemacht von der ersten Klasse an, das hat massiv zum Abbau von Lesef\u00e4higkeit gef\u00fchrt hat. Da hat man gegengesteuert und gesagt: Die Grundschulen sind gar nicht mehr digitalisiert. Die Kinder dort haben keine iPads mehr, sondern lernen wieder wie fr\u00fcher einfach mit einem Stift in der Hand. Das f\u00fchrt zu mehr Lesef\u00e4higkeit.<\/p>\n<p><strong>Sie selbst sind lange vor der Erfindung des Smartphones und ganz anders aufgewachsen: Auf einem Hof bei Hamburg, auf dem auch der Verlag seinen Sitz hatte. Bekannte Kinderbuchautoren wie Astrid Lindgren und James Kr\u00fcss gingen ein und aus. Wie erinnern Sie sich an Ihre Kindheit?\u00a0<\/strong><br \/>Es war ein bisschen wie Bullerb\u00fc. Der Verlag war in Duvenstedt, einem Vorort von Hamburg. Es war unglaublich gr\u00fcn und gab viele Apfelb\u00e4ume. Es war so eine verkl\u00e4rte Kindheit der 70er-Jahre. Im Nachhinein war das sehr frei und sehr sch\u00f6n.<\/p>\n<p><strong>Wie gut erinnern Sie sich an Astrid Lindgren?\u00a0<\/strong><br \/>Ich habe sie richtig gut kennengelernt. F\u00fcr mich war sie gar nicht die gro\u00dfe Autorin, sondern einfach die Freundin meiner Oma. Sie hat sich mit mir ganz ernsthaft unterhalten. Sie stellte nicht die typischen Fragen, wie es in der Schule war, sondern sie wollte immer genau wissen, wie es mir als Mensch geht, was ich empfinde. Das war damals gar nicht so \u00fcblich. Sie war eine der wenigen Personen, mit der man \u00fcber Gef\u00fchle sprechen konnte.<\/p>\n<\/p>\n<p><strong>Was hat diese Kindheit Ihnen mitgegeben?\u00a0<\/strong><br \/>Meine Eltern und meine Oma haben im Verlag gearbeitet. Mein Opa sowieso. Der Verlag war mein Spielplatz und gleichzeitig war er omnipr\u00e4sent und hat das ganze Leben bestimmt. Da wurde am Abendbrottisch dr\u00fcber geredet, beim Fr\u00fchst\u00fcck. Das war 24\/7. Das hatte auf der einen Seite etwas unglaublich Identit\u00e4tsbildendes und Spannendes, weil ich permanent die tollsten Autoren Deutschlands kennengelernt habe. Mit Rolf Rettig habe ich Ballett getanzt, den sterbenden Schwan auf seinem R\u00fccken, James Kr\u00fcss hat uns mit den sch\u00f6nsten selbstgestrickten Dingen ausgestattet. Das war sehr besonders.<\/p>\n<p><strong>Und die Schattenseiten?<\/strong><br \/>Auf der anderen Seite hatte das nat\u00fcrlich auch etwas Belastendes, weil ich alles mitbekommen habe. Auch wenn es im Verlag mal nicht so lief, wenn die Eltern gestresst waren. Ich habe ein Bewusstsein daf\u00fcr bekommen, wie Unternehmen funktionieren, dass es harte Arbeit ist, und zwar von morgens bis abends und jeden Tag.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Haben Sie Ihre eigene Zukunft im Verlag gesehen?<\/strong><br \/>Ich wollte als Kind \u00fcberhaupt nicht in den Verlag. Ich habe unglaublich gerne gelesen, aber wollte was anderes machen. Ich habe Kunstgeschichte studiert und mich in einem ganz anderen Bereich gehen.<\/p>\n<p><strong>Sie haben den Verlag dann doch \u00fcbernommen, im Alter von gerade einmal 26 Jahren.<\/strong><br \/>Da ist das Leben dazwischengekommen. Mein Vater ist sehr jung verstorben, mit 56. Da hatte ich gerade meinen Abschluss. Ich hatte ihm versprochen, bevor er operiert werden musste, dass ich mich k\u00fcmmere. Dieses Versprechen habe ich eingel\u00f6st. Zun\u00e4chst war das nat\u00fcrlich wahnsinnig viel Verantwortung, mit 26 Jahren in F\u00fchrungsverantwortung, frisch von der Uni. Ich hatte schlichtweg keine Ahnung, habe mir das aber nicht sehr stark anmerken lassen. Ich bin ins kalte Wasser gesprungen und habe schwimmen gelernt. Dann habe ich daran sehr viel Freude gehabt. Damals war ich erst mal verantwortlich f\u00fcr den Theaterverlag. Das Theater hat mich wahnsinnig fasziniert. Diese N\u00e4he zu Autoren und Kreativen fand ich toll. Von daher war das f\u00fcr mich ein Schritt, der nicht so gedacht war, sich dann aber zu meinem gr\u00f6\u00dften Gl\u00fcck entpuppt hat.<\/p>\n<p><strong>Bei Oetinger ist auch die Kinderbuch-Reihe \u201eJan und Julia\u201c erschienen. Das Vorbild f\u00fcr Julia waren Sie, allerdings haben Sie sich in der Figur nie so recht wiedergefunden. Was hat es damit auf sich?<\/strong><br \/>Als Kind war ich nat\u00fcrlich superstolz, dass B\u00fccher nach mir und meinem Bruder Jan benannt wurden. Sie waren von Margret und Rolf Rettich. Die beiden waren oft bei uns zu Hause. Deswegen hatte es viele Ankl\u00e4nge an unser Leben. Da war vieles echt. Aber dieser Charakter Julia entsprach mir nicht. Jan war immer der Tolle, der alles konnte. Julia war immer diejenige, der hilflos etwas passierte, die im Zweifel so ein bisschen die Dumme war. Wenn die Eltern in Urlaub gefahren sind mit dem Auto und dann musste sie mal, sah man den nackten Po von Julia hinter dem Busch. Das fand ich respektlos. Schon als Kind habe ich gedacht: Warum bin ich eigentlich immer die? Warum haben sie Jan nicht so gezeichnet, dass man den nackten Hintern sieht?\u00a0<\/p>\n<p><strong>Wie entstehen heute bei Ihnen B\u00fccher? Wonach w\u00e4hlen Sie Titel und Figuren aus?\u00a0<\/strong><br \/>Jeder, der hier im Haus arbeitet, bekommt von jedem und jeder ein Kinderbuch zugesteckt. Aber f\u00fcr Kinder zu schreiben ist sehr schwer. Wir lehnen \u00fcber 99\u00a0Prozent der B\u00fccher ab, die uns zugesteckt werden. Man muss einen bestimmten Ton treffen, die Kinder erreichen, eine Emotion hervorrufen. Wir pr\u00fcfen auch sehr genau: Ist dieses Buch etwas f\u00fcr den Markt? Fr\u00fcher haben wir ein Buch einfach gemacht, weil es uns gefallen hat. Heute haben wir eine Researchabteilung, die nach Trends und Themen guckt. Insofern haben wir zwei S\u00e4ulen, n\u00e4mlich die des klassischen Autoren-Verlags, wo uns Autoren ihre Texte anbieten, die von sich aus ein Gesp\u00fcr f\u00fcr die Zielgruppe haben und wunderbare Geschichten schreiben k\u00f6nnen. Auf der anderen Seite haben wir jetzt den Konzeptverlag, wo wir selbst Themen ausarbeiten und an Kreative geben.<\/p>\n<p><strong>Sehr erfolgreich ist der Bereich New Adult. Was steckt hinter dem Ph\u00e4nomen und wie wichtig ist es f\u00fcr Oetinger?\u00a0<\/strong><br \/>Die Titel spielen im Romance-Bereich und haben einen unheimlichen Sog auf junge M\u00e4dchen. Das ist unser gro\u00dfes Gl\u00fcck in der Buchbranche und wird durch Booktok verst\u00e4rkt. Es ist ein neues Genre geworden, f\u00fcr diese jungen M\u00e4dchen zu schreiben. Lesen ist f\u00fcr sie wirklich hip und cool. Problematisch ist aber, dass es dort auch um toxische Dinge gehen kann. Einige B\u00fccher sind krass pornographisch angelegt. Da h\u00e4tte ich Probleme, das einer 13-J\u00e4hrigen in die Hand zu dr\u00fccken. Wir machen diese toxischen B\u00fccher nicht, und es ist auch nur ein kleiner Teil. Ich f\u00e4nde es gut, wenn diese Titel von anderen Verlagen entsprechend gekennzeichnet w\u00fcrden.\u00a0<\/p>\n<\/p>\n<p><strong>Welche Rolle spielt bei Oetinger KI und wo liegen Grenzen?<\/strong><br \/>Wir machen vieles mit KI und sehen das auch als gro\u00dfe Chance, Zeit einzusparen, um mehr Raum f\u00fcr kreative Prozesse zu haben. Texte d\u00fcrfen bei uns aber nicht von einer KI generiert werden. Wir haben das vertraglich ausgeschlossen. Die Schwemme da drau\u00dfen ist gro\u00df, so viele B\u00fccher werden inzwischen mit KI generiert und \u00fcber Amazon vertrieben. Da ist viel Schrott auf dem Markt. Dagegen muss man sich absetzen. Das tun wir, indem wir keine generative KI einsetzen. Ich glaube, das ist ein gro\u00dfer Wert.<\/p>\n<p><strong>Was treibt Sie als Verlegerin an?<\/strong><br \/>Unser Kern ist das Geschichtenerz\u00e4hlen. Der Fernseher spielt heute bei der jungen Generation kaum noch eine Rolle. Die streamen das meiste. Fr\u00fcher haben wir noch DVDs gemacht, die gibt&#8217;s heute gar nicht mehr, CDs auch nicht. Formate kommen und gehen. Aber was bleibt, sind die Geschichten. Daf\u00fcr sind wir da.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div>F\u00fchrt die Bildungs- und Lesekrise zu einem Erstarken der politischen R\u00e4nder? 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