{"id":19401,"date":"2026-08-25T12:03:08","date_gmt":"2026-08-25T10:03:08","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/auch-zero-getraenke-klingbeils-zuckersteuer-liste-umfangreicher-als-bekannt\/"},"modified":"2026-08-25T12:03:08","modified_gmt":"2026-08-25T10:03:08","slug":"auch-zero-getraenke-klingbeils-zuckersteuer-liste-umfangreicher-als-bekannt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/auch-zero-getraenke-klingbeils-zuckersteuer-liste-umfangreicher-als-bekannt\/","title":{"rendered":"Auch &#8222;Zero-Getr\u00e4nke&#8220; \u2013 Klingbeils Zuckersteuer-Liste umfangreicher als bekannt"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Laut Pl\u00e4nen der Koalition und dem verantwortlichen Finanzministerium von SPD-Minister Lars Klingbeil sollen durstige B\u00fcrger bereits ab dem kommenden Jahr\u00a0f\u00fcr zahlreiche Getr\u00e4nke mehr bezahlen. Der Grund findet sich in der sogenannten &#8222;Zuckersteuer&#8220;, die laut einem der\u00a0<em>Bild<\/em>-Redaktion vorliegenden Arbeitspapier jedoch mehr Produkte umfassen soll als zuvor angek\u00fcndigt. Im Logikverst\u00e4ndnis der Politik sollen demnach nun auch &#8222;Zero-Getr\u00e4nke&#8220; ohne Zuckergehalt, S\u00e4fte, Haferdrinks und Fertigkaffees zu Lasten der B\u00fcrger steuerlich belastet werden.<\/p>\n<p>Die Bundesregierung beschloss und verk\u00fcndete Ende April dieses Jahres die anvisierten Einnahmequellen f\u00fcr den Bundeshaushalt 2027. Laut Pl\u00e4nen der Gro\u00dfen Koalition wird dabei ausdr\u00fccklich die Einf\u00fchrung einer Zuckerabgabe vorgesehen.\u00a0<\/p>\n<p>Dazu informierte der verantwortliche Minister Klingbeil, unter der \u00dcberschrift: &#8222;<a href=\"https:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Content\/DE\/Pressemitteilungen\/Finanzpolitik\/2026\/04\/2026-04-29-eckwerte-bundeshaushalt-2027.html?utm_source\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Unsere Meilensteine<\/a>&#8222;, dass die Steuerzahler im Rahmen eines &#8222;Ma\u00dfnahmenpakets zur Haushaltskonsolidierung&#8220; sich auf &#8222;eine Plastik- und eine Zuckerabgabe&#8220; einstellen m\u00fcssten.\u00a0Die damit von der Bundesregierung geplante &#8222;Zuckersteuer&#8220; soll jedoch\u00a0nach Informationen der <em>Bild<\/em>-Zeitung (Bezahlschranke)\u00a0\u00a0auf deutlich mehr Getr\u00e4nke erhoben werden als bislang medial bekannt wurde.<\/p>\n<p>So sollen neben zuckerhaltigen Limonadengetr\u00e4nken nach Vorstellungen des Vize-Kanzlers zuk\u00fcnftig &#8222;auch S\u00e4fte, Milchgetr\u00e4nke, Eistees, Biermischgetr\u00e4nke und Fertigkaffees&#8220; in die Liste der geplanten Steuervorgabe beigef\u00fcgt werden. Zudem laut dem vorliegenden Beschluss auch auf &#8222;Zero-Getr\u00e4nke, die nur S\u00fc\u00dfstoffe und keinen Zucker enthalten&#8220;, so der Artikel die politische Willk\u00fcr aus dem Regierungsviertel darlegend.<\/p>\n<p>In einer <a href=\"https:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Content\/DE\/Standardartikel\/Video-Textfassungen\/2026\/textfassung-2026-07-06-bundeshaushalt-2027.html?utm_source\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Pressekonferenz<\/a> am 6. Juli erkl\u00e4rte Klingbeil zum Thema erzwungener Steuerbelastungen f\u00fcr die B\u00fcrger:<\/p>\n<p><em>&#8222;Und um die gewaltige Konsolidierungsaufgabe zu bew\u00e4ltigen, erweitern wir auch die Einnahmebasis des Staates unter anderem dadurch, (&#8230;), indem wir die Steuern auf Spirituosen und Alkopops, also nicht auf Bier und Wein, erh\u00f6hen, indem wir die Tabaksteuer erh\u00f6hen und eine Zuckersteuer einf\u00fchren. Alles das dient auch dem Gesundheitsschutz. Was krank macht, wird also teurer.&#8220;\u00a0<\/em><\/p>\n<p>In Zusammenarbeit mit dem BMG w\u00fcrde der Start der Zuckersteuer bereits f\u00fcr das kommenden Jahr anvisiert. Zu erneuten Ma\u00dfnahmen aus der politischen Trickkiste des Kanzleramts erkl\u00e4rt der <em>Bild<\/em>-Artikel:<\/p>\n<p><em>&#8222;Zun\u00e4chst war es auch als Steuerabgabe vorgesehen. Hei\u00dft: Die zus\u00e4tzlichen Einnahmen sollten zweckgebunden eingesetzt werden, um das Gesundheitssystem zu stabilisieren. Nun soll es eine allgemeine Steuer werden, das Geld kann Klingbeil also f\u00fcr ganz andere Sachen nutzen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Die Steuer soll demnach zuk\u00fcnftig &#8222;in vier verschiedenen Stufen&#8220; erhoben werden. So laute die geplante Richtlinie, je h\u00f6her der Zuckergehalt, desto h\u00f6her auch die Steuer. F\u00fcr Getr\u00e4nke, die zwischen 4,5 und sieben Gramm Zucker pro 100 Milliliter enthalten, sollen demnach 26 Cent pro Liter an den Staat gehen. Darunter fallen unter anderem viele Radler, Haferdrinks oder Eistees. Die Unterscheidungen lauten:<\/p>\n<ul>\n<li>4,5 bis 7 g \/ 100 ml &#8211;\u00a00,26 \u20ac\/Liter:\u00a0viele Radler, Haferdrinks, Eistees<\/li>\n<li>7 bis 10 g \/ 100 ml &#8211;\u00a00,32 \u20ac\/Liter:\u00a0Fanta, Sprite, Fruchtnektare<\/li>\n<li>10 g \/ 100 ml &#8211;\u00a00,38 \u20ac\/Liter:\u00a0Coca-Cola, Fertigkaffees, Energydrinks<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zudem auch Getr\u00e4nke mit 0 g Zucker, jedoch daf\u00fcr mit S\u00fc\u00dfstoffen hergestellt. Hierbei sollen\u00a00,26 \u20ac\/Liter gelten, so bei g\u00e4ngigen Markenprodukten, wie Coca-Cola Zero, Sprite Zero, oder Fanta Orange Zero.<\/p>\n<p>Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) erhoffe sich mit der Steuerma\u00dfnahme f\u00fcr das kommende Jahr &#8222;Einnahmen von 650 Millionen Euro&#8220;, danach dann j\u00e4hrlich mit 450 Millionen Euro.\u00a0<\/p>\n<p>F\u00fcr die Endverbraucher bedeutet die Ank\u00fcndigung schlicht die &#8222;deutliche Preissteigerung&#8220;, so die <em>Bild<\/em>-Redaktion berechnend. Ein Zwei-Liter-Eistee, der bislang 2,10 Euro kostet, w\u00fcrde auf rund 2,72 Euro steigen. Eine Ein-Liter-Flasche Coca-Cola k\u00f6nnte sich demnach von 1,23 auf 1,68 Euro verteuern.<\/p>\n<p>In wieweit und unter welchen Rahmenkosten f\u00fcr die B\u00fcrger die Ma\u00dfnahme am Ende greift, ist dabei jedoch noch nicht\u00a0in einem finalen Gesetzentwurf festgeschrieben. Der offizielle Ministeriumsplan best\u00e4tigt zwar die geplante Zuckergetr\u00e4nkesteuer, nennt aber bis dato keine konkreten Steuers\u00e4tze.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema <\/strong>\u2013\u00a0<a href=\"https:\/\/freedert.online\/gesellschaft\/238834-studie-mehrheit-erwachsenen-2050-uebergewichtig\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Studie: Im Jahr 2050 Mehrheit der Erwachsenen \u00fcbergewichtig <\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v7a7bj2\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Laut Pl\u00e4nen der Koalition und dem verantwortlichen Finanzministerium von SPD-Minister Lars Klingbeil sollen durstige B\u00fcrger bereits ab dem kommenden Jahr\u00a0f\u00fcr zahlreiche Getr\u00e4nke mehr bezahlen. 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