{"id":19715,"date":"2026-08-27T12:03:22","date_gmt":"2026-08-27T10:03:22","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/kanzler-der-gebrochenen-schwuere-von-janine-beicht\/"},"modified":"2026-08-27T12:03:22","modified_gmt":"2026-08-27T10:03:22","slug":"kanzler-der-gebrochenen-schwuere-von-janine-beicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/kanzler-der-gebrochenen-schwuere-von-janine-beicht\/","title":{"rendered":"Kanzler der gebrochenen Schw\u00fcre | Von Janine Beicht"},"content":{"rendered":"<div><!--kg-card-begin: html--><br \/>\n<iframe title=\"Kanzler der gebrochenen Schw\u00fcre | Von Janine Beicht\" width=\"560\" height=\"418\" src=\"https:\/\/tube4.apolut.net\/videos\/embed\/aTmtGyzHbQcgMi1dAoSbLJ\" allow=\"fullscreen\" sandbox=\"allow-same-origin allow-scripts allow-popups allow-forms\" style=\"border-radius: 8px\"><\/iframe><br \/>\n<!--kg-card-end: html--><\/p>\n<div class=\"kg-card kg-audio-card\"><audio src=\"https:\/\/apolut.net\/content\/media\/2026\/08\/tagesdosis-20260827-apolut.mp3\" preload=\"metadata\" controls><\/audio><\/div>\n<p><strong>Das Kabinettsstatement beweist das Machtopfer an Deutschland<\/strong><\/p>\n<p><strong>Selbstbewusste Worte k\u00f6nnen nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass der politische Kurs unver\u00e4ndert bleibt. W\u00e4hrend Wirtschaft, Mittelstand und B\u00fcrger mit steigenden Belastungen k\u00e4mpfen, setzt die Regierung auf bekannte Rezepte und verkauft Stillstand als entschlossenen Aufbruch.<\/strong><\/p>\n<p><em>Ein Kommentar von\u00a0<strong>Janine Beicht<\/strong>.<\/em><\/p>\n<p>Wer geglaubt hatte, dass mit der Amts\u00fcbernahme von Bundeskanzler Friedrich Merz der politische Niedergang Deutschlands gestoppt, die schleichende Deindustrialisierung beendet und der linken Gr\u00fcnen-Agenda der Stecker gezogen w\u00fcrde, ist sp\u00e4testens am gestrigen Sommertag im brandenburgischen Schloss Neuhardenberg auf dem Boden der brutalen Realit\u00e4t aufgeschlagen.<\/p>\n<p>Die Auftaktrede von Merz vor der Kabinettsklausur (1) ist kein Dokument der St\u00e4rke, sie ist eine chronologische Kapitulationsurkunde. Der Mann, der als b\u00fcrgerlich-konservativer Hoffnungstr\u00e4ger angetreten war, hat in wenigen Minuten das Bild eines Politikers gezeichnet, dem eigene Partikular- und Machterhaltungsinteressen heiliger sind als der Wohlstand und die Sicherheit der eigenen Bev\u00f6lkerung. Die sezierende Demontage einer Rede, die als Mahnmal f\u00fcr gebrochene Wahlversprechen in die Geschichte eingehen wird.<\/p>\n<p><strong>Die Heuchelei der Er\u00f6ffnung<\/strong><\/p>\n<p>Schon beim Verlesen der ersten Zeilen entlarvt sich das Kanzleramt als Ort einer inszenierten Fassade. Statt den B\u00fcrgern reinen Wein \u00fcber die wirtschaftliche Agonie des Landes einzuschenken, fl\u00fcchtet sich der Kanzler in psychologische Beruhigungspillen. W\u00e4hrend im Volk angesichts schwindender Kaufkraft und steigender Unsicherheit die Angst regiert, heuchelt Merz ohne Schamgef\u00fchl Entschlossenheit und erkl\u00e4rt vollmundig (1):<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eDie Ereignisse der letzten Wochen haben in unserer Bev\u00f6lkerung einige zus\u00e4tzliche Bef\u00fcrchtungen und Sorgen ausgel\u00f6st. Trotzdem oder gerade deshalb starten wir mit Zuversicht und Tatkraft in die n\u00e4chsten Monate.\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Welch ein Hohn f\u00fcr jeden B\u00fcrger, der unter der Last der Inflation und den Tr\u00fcmmern des Wirtschaftsstandorts leidet! Merz baut hier den ersten rhetorischen Nebelkerzen-Schild auf. Anstatt die eigene Verantwortung f\u00fcr den Zustand des Landes zu benennen, wischt er reale N\u00f6te mit einer antrainierten Zuversicht weg. Er schl\u00fcpft nahtlos in die Rolle des Moderators einer Kanzlerschaft, die sich nicht etwa durch eigene H\u00e4rte auszeichnet, sondern durch das stumme Mitgehen auf dem zerst\u00f6rerischen Pfad der Vorg\u00e4ngerregierung. Die Er\u00f6ffnung zeigt: Hier spricht kein reformatorischer Staatsmann, sondern ein Akteur, der St\u00e4rke im Kabinett vorspielt, um in Wahrheit die Fortsetzung des gr\u00fcnen Narrativs zu verschleiern.<\/p>\n<p><strong>Der Verrat<\/strong><\/p>\n<p>Es ist noch gar nicht so lange her, da t\u00f6nte Friedrich Merz vollmundig durch alle Mikrofone des Landes und inszenierte sich im Wahlkampf als der harte, unbeugsame Befreier von rot-gr\u00fcner G\u00e4ngelung. Vor Millionen W\u00e4hlern gab er das zentrale Versprechen ab (2):<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eLinks ist vorbei! Es gibt keine linke Mehrheit und keine linke Politik mehr! Es ist vorbei, es geht nicht mehr! Und jetzt werden wir, liebe Freundinnen und Freunde, wieder Politik f\u00fcr die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung machen, f\u00fcr die Mehrheit der Menschen in diesem Lande, f\u00fcr die Mehrheit, die gerade denken und die auch noch alle Tassen im Schrank haben!\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Die Entlastung der B\u00fcrger, die radikale Beschneidung des aufgebl\u00e4hten Sozialstaats, die St\u00e4rkung des Mittelstands, die R\u00fcckkehr zu knallharter Marktlogik und ein kompromissloses Ende des verordneten Wohlstandsabbaus wurden dem Wahlvolk als sakrosankte Garantie verkauft. Es war das Fundament, auf dem er sein Mandat errichtete. Doch kaum auf dem Kanzlersessel Platz genommen, entpuppt sich dieses Wahlkampfversprechen als die allererste, fundamentale Kanzlerl\u00fcge des Friedrich Merz. Es war der K\u00f6der f\u00fcr das b\u00fcrgerlich-konservative Lager, eine T\u00e4uschung von historischem Ausma\u00df, um an die Fleischt\u00f6pfe der Macht zu gelangen.\u00a0<\/p>\n<p>Was bleibt von diesen donnernden Sonntagsreden \u00fcbrig, wenn man sein Kabinetts-Auftaktstatement chronologisch durchleuchtet? Merz versucht sich vor den Medien in einer wundersamen, von der Realit\u00e4t v\u00f6llig entkoppelten Eigenlob-Kaskade, als er dreist verk\u00fcndet (1):<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eWir haben im ersten Jahr der Regierung aber nicht nur die Probleme unseres Landes richtig beschrieben, wir haben auch eine neue Politik zum Wohle unseres Landes eingeleitet. Wir haben bei den Themen Rente, Gesundheit, Steuern, wir haben bei der inneren und \u00e4u\u00dferen Sicherheit wichtige und richtige Weichen gestellt.\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Hier schl\u00e4gt die Heuchelei vollends dem Fass den Boden aus. Welche Weichen wurden denn bittesch\u00f6n gestellt? Wer genauer hinschaut, sieht den totalen Wortbruch und die Demontage der eigenen Glaubw\u00fcrdigkeit: den schleichenden Ausbau der Sicherheitsbeh\u00f6rden mit nahezu unbegrenzten Befugnissen. Er errichtet quasi eine Stasi 2.0. (3) Zudem h\u00f6here Abgaben (4), weiter ausufernde B\u00fcrokratie (5), rekordverd\u00e4chtige Abgabenlasten und das sture Konservieren exakt jener rot-gr\u00fcnen Vorhaben, die er einzustampfen schwor. Wer geglaubt hatte, Merz f\u00fchre das Land zur\u00fcck zu konservativ-liberalen Tugenden, wird sp\u00f6ttisch eines Besseren belehrt, sobald der Kanzler das n\u00e4chste Dogma formuliert (1):<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eJetzt geht es um die Frage, wie wir unser Wirtschaftsmodell in die neue Zeit f\u00fchren. Wir wollen raus aus der Wachstumsschw\u00e4che unserer Wirtschaft.\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Die sogenannte \u201eneue Zeit\u201c, das ist nichts anderes als das Weichsp\u00fcler-Codewort f\u00fcr die von den linken Kr\u00e4ften konzipierte Planwirtschaft, die den Mittelstand erstickt, Investoren vertreibt (6) und den Wirtschaftsstandort Deutschland schleichend hinrichtet, wie das Beispiel Volkswagen eindringlich verdeutlicht (7). Merz hat den Menschen eine radikale Kehrtwende versprochen und liefert stattdessen die nahtlose, unterw\u00fcrfige Verwaltung des Niedergangs. Es ist das Lehrst\u00fcck eines Mannes, der seine Prinzipien am Tag der Wahlentscheidung verschleudert hat.<\/p>\n<p><strong>Pl\u00f6tzlich unter gr\u00fcnem Banner<\/strong><\/p>\n<p>Die sprichw\u00f6rtliche Wandlung des Friedrich Merz vom angeblichen Verfechter der Sozialen Marktwirtschaft zum Erf\u00fcllungsgehilfen der gr\u00fcnen Transformations-Agenda manifestiert sich in der Mitte seiner Ansprache mit voller Wucht. Es ist erschreckend zu beobachten, wie m\u00fchelos der Kanzler die gr\u00fcne Begrifflichkeit und Ideologie \u00fcbernommen hat. Nach seinem PR-Besuch im Waldbrandgebiet zeigt er sich vollst\u00e4ndig auf Linie der Klimaideologen (8)<strong>. <\/strong>Ohne jede Spur von Kritik an den ruin\u00f6sen Folgen der bisherigen Energiepolitik betet Merz das gr\u00fcne Glaubensbekenntnis nach, indem er ungeniert behauptet (1)\u00a0<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eDenn Trockenheit, Hitze, Waldbr\u00e4nde und Ernteausf\u00e4lle f\u00fchren uns vor Augen, dass konkreter Handlungsbedarf besteht. Gesundheit, Krankenh\u00e4user, Altenheime, die Landwirtschaft. Es gibt kaum einen Lebensbereich, der nicht betroffen ist. F\u00fcr die Bundesregierung ist deshalb klar, wir m\u00fcssen den Klimawandel weiter eind\u00e4mmen und zugleich unser Land besser an die Folgen des Klimawandels anpassen.\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Was der Kanzler hier mit geschmeidigen Worten als alternativlose Notwendigkeit verkauft, ist in Wahrheit der Todessto\u00df f\u00fcr das R\u00fcckgrat der deutschen Volkswirtschaft. Indem Merz diese Agenda uneingeschr\u00e4nkt zur Richtschnur seines Regierens macht, nimmt er die schleichende Deindustrialisierung des Landes nicht nur billigend in Kauf, er beschleunigt sie aktiv. Die ruin\u00f6sen Konsequenzen dieser Transformationswut treffen die Gesamtwirtschaft mit voller H\u00e4rte:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Explodierende Energiekosten <\/strong>(9): Statt den Wirtschaftsstandort durch verl\u00e4ssliche und bezahlbare Energie zu sichern, treibt die gr\u00fcne Doktrin die Strom- und Produktionspreise in schwindelerregende H\u00f6hen.<\/li>\n<li><strong>Flucht von Industrie und Kapital <\/strong>(10): Schl\u00fcsselsektoren wie die Chemie-, Automobil- und Stahlindustrie ziehen die Notbremse. Investitionen flie\u00dfen nicht mehr nach Deutschland, sondern wandern ins Ausland ab, wo \u00f6konomische Vernunft statt ideologischer Verkl\u00e4rung herrscht.<\/li>\n<li><strong>Erdr\u00fcckende B\u00fcrokratie und Arbeitsplatzverlust <\/strong>(11): Unter dem Deckmantel von Transformation und \u201eAnpassung\u201c wird dem Mittelstand ein Korsett aus Auflagen, Berichtspflichten und Quoten auferlegt. Das vernichtet nicht nur die preisliche Wettbewerbsf\u00e4higkeit, sondern gef\u00e4hrdet Hunderttausende gut bezahlte Arbeitspl\u00e4tze im ganzen Land.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wo fr\u00fcher \u00f6konomische Vernunft, Technologieoffenheit und Wettbewerbsf\u00e4higkeit gefordert wurden, bedient Merz heute das Angst-Narrativ der extremen Linken, um weitere Regulierungswellen und staatliche Eingriffe zu rechtfertigen. Er l\u00e4sst sich nun anscheinend auch von den Gr\u00fcnen am Nasenring durch die Arena ziehen und opfert das Wohlstandsfundament einer ganzen Nation auf dem Altar einer gescheiterten Klimapolitik. Dass er diesen volkswirtschaftlichen Ausverkauf auf der Kabinettsklausur gleich zur Chefsache erkl\u00e4rt, besiegelt den endg\u00fcltigen Verrat an seinen einstigen Grunds\u00e4tzen.<\/p>\n<p><strong>Politik gegen das eigene Land<\/strong><\/p>\n<p>Ein Kanzler, der den Eid geschworen hat, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden, m\u00fcsste in Zeiten drohender Rezession alle Hebel in Bewegung setzen, um die B\u00fcrger zu entlasten. Doch die Rede von Neuhardenberg verdeutlicht, wie sehr Merz die realen Bed\u00fcrfnisse der Bev\u00f6lkerung aus den Augen verloren hat. Seine Priorit\u00e4ten dienen prim\u00e4r dem eigenen Machterhalt, der Absicherung der Koalitionsr\u00e4son und dem Gehorsam gegen\u00fcber den Interessen anderer L\u00e4nder. Um von der eigenen wirtschaftspolitischen Bankrotterkl\u00e4rung abzulenken, instrumentalisiert der Kanzler \u00e4u\u00dfere Bedrohungen und baut Drohszenarien auf. Mit Blick auf die Drohnenvorf\u00e4lle (12) in Leipzig klopft sich der Kanzler schw\u00fclstig auf die Schulter, w\u00e4hrend er t\u00f6nt (1):\u00a0<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eErstens, Deutschland bleibt ein sicheres Land. Die Bundesregierung st\u00e4rkt deshalb den Schutz, zuletzt durch die Einrichtung des Drohnenzentrums in Magdeburg-Kochstedt. Zweitens, Deutschland schreckt ab. Die Bundesregierung legt Urhebern hybrider Angriffe einen Preis auf. Sie werden daf\u00fcr bezahlen. Das ist ein wichtiges Ziel des Gesetzpaketes zu den Nachrichtendiensten, das wir im August im Kabinett bereits beschlossen haben. Drittens, wir halten Kurs. Die Bundesregierung setzt die Unterst\u00fctzung der Ukraine mit langem Atem fort.\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Doch hinter diesem S\u00e4belrasseln verbirgt sich die bitterste Pille dieser Kanzlerschaft: Merz unterwirft die deutsche Staatsr\u00e4son nahtlos den Geopolitik-Vorgaben ausl\u00e4ndischer M\u00e4chte (13) und internationaler B\u00fcndnispartner. W\u00e4hrend der deutsche Steuerzahler Milliardenbetr\u00e4ge f\u00fcr globale Hilfspakete, ausl\u00e4ndische Aufr\u00fcstungsstrategien und fremde Konflikte berappen muss, bleibt f\u00fcr die eigene, br\u00f6ckelnde Infrastruktur, die kollabierenden Sozialsysteme und den gebeutelten Mittelstand nur noch das sprichw\u00f6rtliche Wechselgeld \u00fcbrig. Die Interessen des eigenen Landes werden geopolitischen Gef\u00e4lligkeiten geopfert.\u00a0<\/p>\n<p>Und w\u00e4hrend der Kanzler nach au\u00dfen immer noch den starken Mann mimt, l\u00e4sst er im Inneren die arbeitende Bev\u00f6lkerung gnadenlos im Regen stehen. Der B\u00fcrger zahlt zudem die Zeche f\u00fcr eine verfehlte Energiepolitik, f\u00fcr ausufernde Abgabenlasten und f\u00fcr eine wahnhafte Priorit\u00e4tensetzung, die das Wohl fremder Menschen, deren Existenzsicherung er \u00fcber die des eigenen Volkes stellt. Merz verheddert sich in Floskeln und tarnt politische Leere mit Geschwurbel (1):<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eDeutschland kann im globalen Wettbewerb bestehen und wir k\u00f6nnen sogar ein Vorbild sein. Daf\u00fcr muss aber der Staat die notwendigen und richtigen Voraussetzungen schaffen.\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Doch der Staat unter Merz schafft keine Voraussetzungen f\u00fcr das eigene Volk, er schafft Belastungen zuhause, um im Ausland Schulterklopfen zu kassieren. Es ist eine Politik, die eigene Machtinteressen und fremde Agenden \u00fcber das Wohl der eigenen Nation stellt.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Die Entlarvung der rhetorischen Nebelkerzen<\/strong><\/p>\n<p>Je weiter die Rede voranschreitet, desto deutlicher wird das argumentative Kartenhaus, das der Kanzler aufzubauen versucht. Merz bem\u00fcht eine Schachtelsatz-Rhetorik voller Phrasen, um von der Tatsache abzulenken, dass seine Regierung inhaltlich blank ist. Er beschw\u00f6rt Potenziale, um das Fehlen konkreter Reformen zu kaschieren. Mit bemerkenswerter Wortklauberei rechtfertigt er den Stillstand und versucht, politische Handlungsunf\u00e4higkeit hinter gro\u00dfen Worten zu verbergen. (1):<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eIn Deutschland gibt es nach wie vor eine hervorragende industrielle Basis. In Deutschland gibt es nach wie vor einen starken Mittelstand und ein weltweit angesehenes Handwerk. In Deutschland gibt es nach wie vor Weltklasseforschung und genau darauf bauen wir auf. Diese St\u00e4rken wollen wir nutzen, um das Wachstum und die Besch\u00e4ftigung von morgen zu erm\u00f6glichen.\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Das st\u00e4ndige Wiederholen des W\u00f6rtchens \u201enoch\u201c ist die unbewusste Eingestehung des Verfalls. Merz verwaltet den Substanzverlust, statt ihn zu stoppen. Er vertr\u00f6stet auf ein nebul\u00f6ses \u201eMorgen\u201c, w\u00e4hrend \u201eHeute\u201c die Betriebe entmutigt werden und die Deindustrialisierung voranschreitet. Die Ank\u00fcndigung, man wolle parlamentarisch <em>\u201ediskutieren, debattieren, wo notwendig streiten, aber am Ende des Tages Entscheidungen treffen\u201c<\/em>, offenbart die ganze Handlungsunf\u00e4higkeit dieses B\u00fcndnisses. Es sind Nebelkerzen, die F\u00fchrungsst\u00e4rke vort\u00e4uschen sollen, wo nur Koalitionskompromiss und Verzagtheit herrschen.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Das finale Dokument der Kapitulation<\/strong><\/p>\n<p>Am Ende seiner Rede bricht sich die Schamlosigkeit vollends Bahn. Nachdem Merz die Weichen f\u00fcr die Fortf\u00fchrung gr\u00fcner Regulierungspolitik gestellt und die Hoffnungen seiner W\u00e4hler zertreten hat, gie\u00dft er zum Abschied noch zynischen Spott \u00fcber das Publikum aus. Anstatt Demut vor den immensen Aufgaben zu zeigen, verabschiedet sich der Kanzler mit einer Floskel, die an Perfidie kaum zu \u00fcbertreffen ist, wenn er s\u00e4uselt (1):<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eIn diesem Sinne noch einmal herzlich willkommen und nehmen Sie das gute Wetter und die angenehmen Temperaturen auch als Beleg daf\u00fcr, dass wir uns an einer guten Atmosph\u00e4re hier in Neuardenberg im Kabinett treffen und dass die Bundesregierung insgesamt fest entschlossen ist, die Probleme anzupacken&#8230;\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Hier verheddert sich der Kanzler endg\u00fcltig im eigenen rhetorischen L\u00fcgennetz und liefert eine Realsatire der Sonderklasse ab: Dieselbe Sonne, die er nur wenige Minuten zuvor noch dramatisch als existenzbedrohende <em>\u201eHitze und D\u00fcrre\u201c <\/em>beschworen hatte, um dem Volk neue gr\u00fcne Auflagen und Klima-Dogmen aufzuzwingen, mutiert in seinen Schlussworten pl\u00f6tzlich zum herrlich <em>\u201eguten Wetter\u201c<\/em> und zum Beleg f\u00fcr die wunderbare Stimmung in seiner Regierung.<\/p>\n<p>Gutes Wetter als Beleg f\u00fcr eine gute Regierungsarbeit, tiefgr\u00fcndiger kann man politisch nicht fallen. Dieser haneb\u00fcchene Widerspruch entlarvt seine gesamte Argumentation als reines Zwecknarrativ. Die angeblich bedrohliche Klimakatastrophe dient ihm als Vorwand f\u00fcr staatliche Bevormundung, w\u00e4hrend derselbe Sommerhimmel f\u00fcr das Kanzler-Ego als Wohlf\u00fchl-Kulisse herhalten muss.<\/p>\n<p>Diese Schlussworte werden zum finalen Dokument einer politischen Bankrotterkl\u00e4rung, an deren Ende ein Kanzler steht, der in der W\u00e4hlergunst inzwischen das Schlusslicht bildet (14) und der seine einstigen Prinzipien an der Garderobe der Macht abgegeben hat. Friedrich Merz ist angetreten, um Deutschland zu f\u00fchren, und geendet als Verwalter des links-gr\u00fcnen Status quo. Er hat die W\u00e4hler get\u00e4uscht, die Erwartungen entt\u00e4uscht und das Land den Partikularinteressen seiner roten Partner ausgeliefert. Dieser Kanzler war schon fertig, noch bevor seine Amtszeit richtig begonnen hatte.<\/p>\n<h3 id=\"quellen-und-anmerkungen\">Quellen und Anmerkungen<\/h3>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>(1) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=KWwsfcbBkas&amp;ref=apolut.net\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=KWwsfcbBkas<\/a><\/p>\n<p>(2) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/shorts\/b-lEoihyj1Y?ref=apolut.net\">https:\/\/www.youtube.com\/shorts\/b-lEoihyj1Y<\/a>\u00a0<\/p>\n<p>(3) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/apolut.net\/jeder-burger-im-visier-von-tilo-graser\/\">https:\/\/apolut.net\/jeder-burger-im-visier-von-tilo-graser\/<\/a><\/p>\n<p>(4) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/apolut.net\/das-grosse-ausplundern-der-beitragszahler-von-janine-beicht\/\">https:\/\/apolut.net\/das-grosse-ausplundern-der-beitragszahler-von-janine-beicht\/<\/a><\/p>\n<p>(5) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/apolut.net\/das-marchen-vom-burokratieabbau-viel-show-und-wenig-entlastung-von-janine-beicht\/\">https:\/\/apolut.net\/das-marchen-vom-burokratieabbau-viel-show-und-wenig-entlastung-von-janine-beicht\/<\/a><\/p>\n<p>(6) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.iwkoeln.de\/presse\/in-den-medien\/michael-huether-wer-investoren-vertreibt-verliert-die-technik-von-morgen.html?ref=apolut.net\">https:\/\/www.iwkoeln.de\/presse\/in-den-medien\/michael-huether-wer-investoren-vertreibt-verliert-die-technik-von-morgen.html<\/a><\/p>\n<p>(7) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/unternehmen\/vw-krise-106.html?ref=apolut.net\">https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/unternehmen\/vw-krise-106.html<\/a><\/p>\n<p>(8) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.zdfheute.de\/video\/phoenix-der-tag\/phoenix-kabinettssitzung-bekaempfung-des-klimawandels-ist-bundessache-100.html?ref=apolut.net\">https:\/\/www.zdfheute.de\/video\/phoenix-der-tag\/phoenix-kabinettssitzung-bekaempfung-des-klimawandels-ist-bundessache-100.html<\/a><\/p>\n<p>(9) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/exxpress.at\/economy\/europas-gas-alarm-droht-im-winter-die-naechste-preisexplosion\/?ref=apolut.net\">https:\/\/exxpress.at\/economy\/europas-gas-alarm-droht-im-winter-die-naechste-preisexplosion\/<\/a><\/p>\n<p>(10) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/vw-bosch-basf-bauen-ab-wird-aus-made-in-germany-bald-made-with-germany-10174860?ref=apolut.net\">https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/vw-bosch-basf-bauen-ab-wird-aus-made-in-germany-bald-made-with-germany-10174860<\/a><\/p>\n<p>(11) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/article\/HR-wird-zum-Buerokratie-Spitzenreiter-in-Unternehmen-11423747.html?ref=apolut.net\">https:\/\/www.telepolis.de\/article\/HR-wird-zum-Buerokratie-Spitzenreiter-in-Unternehmen-11423747.html<\/a><\/p>\n<p>(12) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/drohnen-leipziger-flughafen-sprengstoff-ukraine-russland\/a-78492391?ref=apolut.net\">https:\/\/www.dw.com\/de\/drohnen-leipziger-flughafen-sprengstoff-ukraine-russland\/a-78492391<\/a><\/p>\n<p>(13) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/x.com\/bundeskanzler\/status\/2091785127734948012?s=20&amp;ref=apolut.net\">https:\/\/x.com\/bundeskanzler\/status\/2091785127734948012?s=20<\/a><\/p>\n<p>(14) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article6a8d33fcc3692834ff6dbc77\/umfrage-merz-im-politiker-ranking-mit-grossem-rueckstand-auf-letztem-platz-afd-baut-vorsprung-vor-union-aus.html?ref=apolut.net\">https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article6a8d33fcc3692834ff6dbc77\/umfrage-merz-im-politiker-ranking-mit-grossem-rueckstand-auf-letztem-platz-afd-baut-vorsprung-vor-union-aus.html<\/a><\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p>Dank an die Autorin f\u00fcr das Recht zur Ver\u00f6ffentlichung dieses Beitrags.<\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p>Bild: Frankfurt am Main, Deutschland 21. M\u00e4rz 2025. Friedrich Merz, Vorsitzender der CDU, spricht auf dem F.A.Z.-Kongress.<br \/>Bildquelle: <u>Mahmoud Mahdi Photo<\/u> \/ shutterstock<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Kabinettsstatement beweist das Machtopfer an Deutschland Selbstbewusste Worte k\u00f6nnen nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass der politische Kurs unver\u00e4ndert bleibt. W\u00e4hrend Wirtschaft, Mittelstand und B\u00fcrger mit steigenden Belastungen k\u00e4mpfen, setzt die Regierung auf bekannte Rezepte und verkauft Stillstand als entschlossenen Aufbruch. Ein Kommentar von\u00a0Janine Beicht. 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