{"id":19726,"date":"2026-08-27T13:02:41","date_gmt":"2026-08-27T11:02:41","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/medienkritik\/wie-kapitalfraktionen-ihre-charaktermasken-selektieren-von-dirk-ellerbrock\/"},"modified":"2026-08-27T13:02:41","modified_gmt":"2026-08-27T11:02:41","slug":"wie-kapitalfraktionen-ihre-charaktermasken-selektieren-von-dirk-ellerbrock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/medienkritik\/wie-kapitalfraktionen-ihre-charaktermasken-selektieren-von-dirk-ellerbrock\/","title":{"rendered":"Wie Kapitalfraktionen ihre Charaktermasken selektieren | Von Dirk Ellerbrock"},"content":{"rendered":"<div>\n<p><em>Ein Meinungsbeitrag von <strong>Dirk Ellerbrock<\/strong>.<\/em><\/p>\n<p>Seit einigen Jahren boomt ein bestimmtes Genre der Politikanalyse: das psychologische Portrait des Staatschefs. Ist der jeweilige Amtstr\u00e4ger ein maligner Narzisst, ein Trickster-Archetyp, Ausdruck eines kollektiven Traumas? Psychiatrische Fachzeitschriften, Jung-Institute und Interviewreihen widmen sich mit wachsendem Eifer der Frage, was f\u00fcr ein Mensch da eigentlich an der Spitze steht \u2013 als lie\u00dfe sich aus der Pers\u00f6nlichkeitsstruktur des Tr\u00e4gers ableiten, warum die Politik so aussieht, wie sie aussieht. Z\u00f6llner, Deregulierer, Kriegstreiber: Am Ende, so die stillschweigende Logik dieses Genres, erkl\u00e4rt sich alles aus einem besch\u00e4digten Ich.<\/p>\n<p>Diese Debatte ist, bei aller Detailversessenheit, an eine Pr\u00e4misse gebunden, die selten gepr\u00fcft wird: dass am Anfang der Charakter steht, der sich dann Macht verschafft \u2013 und nicht die Macht, die sich den passenden Charakter sucht. Es lohnt sich, genau diese Reihenfolge umzudrehen. Denn vermutlich verl\u00e4uft die Kausalit\u00e4t andersherum: Am Anfang steht eine Akkumulationslogik, die ein bestimmtes Verhalten belohnt und jedes andere aussortiert \u2013 und wer dieses Verhalten liefert, egal welcher Herkunft, welcher Biografie, welcher Psyche, besetzt am Ende die Position. Marx nannte das die Charaktermaske: Der Tr\u00e4ger einer gesellschaftlichen Funktion ist austauschbar, die Funktion selbst nicht. Was in dieser Formel bislang fehlt, ist der zweite Schritt \u2013 zu zeigen, dass die Maske nicht einfach aufgesetzt wird, sondern durch konkrete, nachweisbare Verfahren ausgew\u00e4hlt wird. Nicht der Mensch wird diagnostiziert. Der Auswahlmechanismus wird kartiert.<\/p>\n<p>Diesen Weg hat die kritische Theorie mehrfach versucht und ist jedes Mal an derselben Stelle gescheitert. Erich Fromm wollte seinen Begriff des &#8222;Marketing-Charakters&#8220; aus den Anforderungen des Marktes ableiten, landete aber am Ende bei einer Typologie menschlicher Charaktere, die sich liest wie ein psychologisches Portrait. Wilhelm Reich wollte mit seinem Begriff des Charakterpanzers \u00d6konomie und Triebstruktur miteinander verschr\u00e4nken, endete jedoch bei einer Theorie unterdr\u00fcckter Triebe, die wieder beim einzelnen Menschen ansetzt statt bei der Struktur. Theodor W. Adorno und Max Horkheimer hatten mit ihrer Studie zum autorit\u00e4ren Charakter die klarste strukturelle Absicht \u2013 und produzierten trotzdem einen Pers\u00f6nlichkeitstest, mit dem sich einzelne Menschen auf ihre Neigung zu autorit\u00e4rem Denken hin vermessen lie\u00dfen. Das war exakt das Genre, das eigentlich \u00fcberwunden werden sollte, nur diesmal mit kritischer statt zustimmender Absicht. Der Fehler war in allen drei F\u00e4llen derselbe: Man fragte, was f\u00fcr ein Typ Mensch am Ende dabei herauskommt, statt zu fragen, welches Verhalten belohnt und welches aussortiert wird. Diese Unterscheidung tr\u00e4gt den ganzen folgenden Text.<\/p>\n<p>Am besten dokumentiert ist der Mechanismus in der R\u00fcstungsindustrie. Eine Untersuchung der US-Senatorin Elizabeth Warren z\u00e4hlte fast siebenhundert F\u00e4lle, in denen ehemalige hochrangige Beamte des US-Verteidigungsministeriums heute bei den zwanzig gr\u00f6\u00dften R\u00fcstungskonzernen des Landes arbeiten. Die eigens daf\u00fcr angelegte Datenbank des Project On Government Oversight, einer unabh\u00e4ngigen US-amerikanischen Aufsichtsorganisation, erfasst 380 hochrangige Beamte des Verteidigungsministeriums, die zwischen 2008 und 2018 zu privaten R\u00fcstungsfirmen wechselten, wobei fast neunzig Prozent von ihnen anschlie\u00dfend als Lobbyisten registriert wurden, und allein die f\u00fcnf gr\u00f6\u00dften Konzerne stellten ein Viertel aller so gewechselten Personen ein. Noch deutlicher wird der Mechanismus auf der milit\u00e4rischen Seite selbst: rund achtzig Prozent der Vier-Sterne-Gener\u00e4le und Admirale der USA wechseln nach ihrer aktiven Dienstzeit zu R\u00fcstungskonzernen. Was hier ausgew\u00e4hlt wird, ist nicht Tapferkeit und nicht strategisches Talent, sondern die F\u00e4higkeit, w\u00e4hrend der Amtszeit gekn\u00fcpfte Beziehungen nach dem Ausscheiden in neue Vertr\u00e4ge zu \u00fcbersetzen. Der entscheidende Punkt: Der Filter ist nicht die Pers\u00f6nlichkeit des Generals, sondern die Einstellungspraxis der Firma, die ihn danach besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>Bei der Abschiebeindustrie l\u00e4uft ein strukturell sehr \u00e4hnlicher Mechanismus \u00fcber eine andere Beh\u00f6rde. Mehrere US-Senatorinnen und Abgeordnete dokumentierten F\u00e4lle, in denen hochrangige Beamte der Einwanderungs- und Zollbeh\u00f6rde ICE sowie der Bundesgef\u00e4ngnisverwaltung direkt zu den privaten Unternehmen wechselten, die sie zuvor beaufsichtigt hatten. Ein Beispiel: Der f\u00fcr Vertragsvergabe zust\u00e4ndige ICE-Beamte trat sp\u00e4ter als bezahlter Zeuge f\u00fcr den privaten Haftanstaltsbetreiber GEO Group in einem Prozess wegen Misshandlungsvorw\u00fcrfen auf; der amtierende ICE-Chef wurde anschlie\u00dfend Vizepr\u00e4sident f\u00fcr Vertragskonformit\u00e4t bei genau diesem Unternehmen. Der \u00f6konomische Hintergrund macht sichtbar, warum sich ein solcher Wechsel lohnt: Die beiden Unternehmen GEO Group und CoreCivic kontrollieren zusammen mehr als die H\u00e4lfte aller privaten Abschiebehaftpl\u00e4tze in den USA, und 2023 machten Vertr\u00e4ge mit der ICE allein 43 Prozent des Gesamtumsatzes von GEO Group aus. Belohnt wird hier nicht Grausamkeit als Charaktereigenschaft, sondern die F\u00e4higkeit, Entmenschlichung als reibungslose Verwaltungsroutine auszuf\u00fchren und beh\u00f6rdlichen Zugang in Vertragsverl\u00e4ngerungen umzum\u00fcnzen. Der Filter sitzt in der Ausschreibung, nicht in der Seele des Beamten.<\/p>\n<p>Beim finanzialisierten Kapital l\u00e4sst sich der Mechanismus am direktesten in Zahlen fassen, weil er unmittelbar in Bonusvertr\u00e4gen kodiert ist. Eine Untersuchung von Unternehmen aus dem US-Aktienindex S&amp;P 500 fand: Der Einsatz des Gewinns je Aktie als Bemessungsgrundlage f\u00fcr Bonuszahlungen sowie der Einsatz von Aktienoptionen als Verg\u00fctung war mit einer erh\u00f6hten Zahl von Aktienr\u00fcckk\u00e4ufen verbunden, in einem Umfeld, in dem solche R\u00fcckk\u00e4ufe sch\u00e4tzungsweise die Marke von einer Billion Dollar erreichten. Der Gewinn je Aktie ist eine Kennzahl, die angibt, wie viel Unternehmensgewinn rechnerisch auf eine einzelne Aktie entf\u00e4llt. Ein Aktienr\u00fcckkauf bedeutet: Das Unternehmen kauft eigene Aktien vom Markt zur\u00fcck, wodurch der Kurs kurzfristig steigt \u2013 Kapital, das damit nicht in neue Fabriken, Forschung oder L\u00f6hne flie\u00dft. Hier gibt es nicht einmal den Umweg \u00fcber eine Person, die sich bewusst &#8222;entscheidet&#8220;: Die Bonusformel selbst ist der Auswahlmechanismus. Wer nach dem viertelj\u00e4hrlichen Gewinn je Aktie bezahlt wird, wird f\u00fcr kurzfristige Kapitalr\u00fcckf\u00fchrung an die Aktion\u00e4re belohnt \u2013 unabh\u00e4ngig davon, ob der einzelne Manager langfristig denken k\u00f6nnte oder wollte. Der Charakter ist hier vollkommen irrelevant, das Verhalten steht bereits im Vertrag, bevor die Person \u00fcberhaupt antritt.<\/p>\n<p>Beim protektionistischen Industriekapital schlie\u00dflich zeigt sich der Filter weniger als Wechsel von einer Beh\u00f6rde in ein Unternehmen, mehr als koordinierte Sprachrohr-Funktion. Sobald in den USA neue Z\u00f6lle auf Stahl- und Aluminiumimporte verh\u00e4ngt werden \u2013 gest\u00fctzt auf Paragraf 232 eines Handelsgesetzes von 1962, der dem Pr\u00e4sidenten erlaubt, Einfuhren aus Gr\u00fcnden der nationalen Sicherheit zu beschr\u00e4nken \u2013, treten stets dieselben Verbandsstimmen auf: die Stahlherstellervereinigung, die Stahlarbeitergewerkschaft, das Eisen- und Stahlinstitut. Alle rahmen die Ma\u00dfnahme mit demselben Vokabular \u2013 nationale Sicherheit, faire Wettbewerbsbedingungen, Schutz vor unlauterem Preisdumping aus dem Ausland. Der Congressional Steel Caucus, ein informeller, industrienaher Zusammenschluss von mehr als hundert US-Abgeordneten, liefert dazu die politische Flankierung im Kongress. Belohnt wird hier die F\u00e4higkeit zur Legitimationsproduktion nach au\u00dfen bei gleichzeitiger Verbandsdisziplin nach innen. Der Filter l\u00e4uft \u00fcber den Verbandsvorsitz und die Mitgliedschaft im Caucus \u2013 nicht \u00fcber die pers\u00f6nliche \u00dcberzeugung des einzelnen Abgeordneten.<\/p>\n<p>Vier Fraktionen, vier vollkommen unterschiedliche Selektionsverfahren \u2013 und doch dieselbe Struktur an jeder einzelnen Stelle: Nirgends wird ein Mensch klassifiziert. Nirgends wird behauptet, welcher Menschentyp f\u00fcr eine Position geeignet &#8222;ist&#8220;. Jede Fraktion weist stattdessen einen konkreten Ort nach, an dem die Auswahl tats\u00e4chlich stattfindet \u2013 eine Datenbank, eine Bonusformel, eine Ausschreibung, eine Verbandsstruktur. Genau darin liegt der Unterschied zur psychologischen Ferndiagnose: Sie blickt zur\u00fcck und fragt nach dem Individuum, warum dieser eine Mensch so geworden ist, wie er ist. Das Anforderungsprofil blickt voraus und fragt nach dem Mechanismus, was mit jedem geschieht, der durch diesen Filter l\u00e4uft, unabh\u00e4ngig davon, wer er ist. Das ist kein blo\u00df sprachlicher Unterschied. Es ist der Unterschied zwischen einer Couch und einem Organigramm.<\/p>\n<p>Die praktische Konsequenz daraus ist unbequem, aber unausweichlich: Wenn diese These stimmt, dann ist jede Hoffnung auf bessere Menschen an der Spitze strukturell naiv. Der n\u00e4chste General wird durch dieselbe Dreht\u00fcr treten, der n\u00e4chste ICE-Direktor denselben Wechsel vollziehen, der n\u00e4chste Fondsmanager auf dieselbe Bonusformel reagieren, der n\u00e4chste Abgeordnete denselben Verbandssatz zitieren \u2013 nicht weil die Auswahl schlecht getroffen wurde, sondern weil sie genau so funktioniert, wie sie angelegt ist. Ansetzen m\u00fcsste man deshalb nicht bei der Charakterbildung der einzelnen Kandidaten, sondern bei den Filtern selbst: bei der Regulierung von Dreht\u00fcr-Wechseln, bei Vergabeverfahren, bei Bonusarchitekturen, bei der Offenlegung von Verbandsfinanzierung. Das ist keine Frage der Seele. Es war nie eine Frage der Seele. Es ist eine Frage der Kontoausz\u00fcge \u2013 nur diesmal nicht der des Diagnostizierten, sondern der Institution, die ihn eingestellt hat.<\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<h3 id=\"anmerkungen-und-quellen\">Anmerkungen und Quellen<\/h3>\n<p>Warren, Elizabeth (2023): &#8222;Pentagon Alchemy: How Defense Officials Pass Through the Revolving Door and Peddle Brass for Gold&#8220;, U.S. Senate Armed Services Subcommittee on Personnel. <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.warren.senate.gov\/wp-content\/uploads\/media\/doc\/DoD%20Revolving%20Door%20Report.pdf?ref=apolut.net\">https:\/\/www.warren.senate.gov\/wp-content\/uploads\/media\/doc\/DoD%20Revolving%20Door%20Report.pdf<\/a><\/p>\n<p>Project On Government Oversight (2018): &#8222;Brass Parachutes: Defense Contractors&#8216; Capture of Pentagon Officials Through the Revolving Door&#8220;. <\/p>\n<p>Undue Influence (2024): &#8222;Mapping the revolving door between government and the weapons industry&#8220;, Substack.<\/p>\n<p>Jayapal, Pramila \/ Warren, Elizabeth \/ Pressley, Ayanna \/ Harris, Kamala (2020): Letter to ICE and Federal Bureau of Prisons re: Revolving Door Investigation.<\/p>\n<p>FreeCap Financial (2025): &#8222;How Private Prisons and Defense Contractors Turn Deportation into Big Business&#8220;.<\/p>\n<p>Transform The HX (2025): &#8222;The Profits of Detention \u2013 Part 3: Follow the Money&#8220;. <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/transformthehx.substack.com\/p\/thx-episode-149-part-3-follow-the?ref=apolut.net\">https:\/\/transformthehx.substack.com\/p\/thx-episode-149-part-3-follow-the<\/a><\/p>\n<p>Kay, Ira \/ Martin, Blaine (2019): &#8222;Are Share Buybacks a Symptom of Managerial Short-Termism?&#8220;, Harvard Law School Forum on Corporate Governance.<\/p>\n<p>Congressional Steel Caucus \/ The White House (2025): Statements on Section 232 Steel and Aluminum Tariffs.<\/p>\n<p>Harvard Law School Forum on Corporate Governance (2016) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/corpgov.law.harvard.edu\/2016\/01\/26\/executive-pay-share-buybacks-and-managerial-short-termism\/?ref=apolut.net\">https:\/\/corpgov.law.harvard.edu\/2016\/01\/26\/executive-pay-share-buybacks-and-managerial-short-termism\/<\/a><\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p>Dirk Ellerbrock, Jahrgang 1946, ist Diplom-Sozialwissenschaftler. Nach Studien der Wirtschafts-, Politikwissenschaften und Sozialpsychologie arbeitete er viele Jahre in der Finanzwirtschaft, Unternehmensberatung und als Management-Coach.<\/p>\n<p>Mitte der 1990er wandte er sich mystischen Traditionen zu \u2013 Advaita-Vedanta, Zen-Buddhismus, Taoismus, Tantra und christliche Mystik \u2013, vertieft durch Stephen Wolinskys \u201eQuantenpsychologie&#8220; und die Unterweisungen Ramesh Balsekars in Bombay. Er leitete Meditationsgruppen und ver\u00f6ffentlichte 2010 unter dem Pseudonym Manaschu sein erstes Buch, \u201eDas Geheimnis ewigen Gl\u00fccks \u2013 Texte zur Menschwerdung&#8220;. 2026 entstand sein noch unver\u00f6ffentlichtes zweites Buch, \u201eDie Schlange der Moral \u2013 Gift und Gegengift&#8220;, das moralisches Urteilen als strukturelle Gewaltform durchleuchtet.<\/p>\n<p>Heute schreibt er regelm\u00e4\u00dfig politische und gesellschaftliche Kommentare, u. a. f\u00fcr apolut und auf seinem Substack: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/substack.com\/@dirkellerbrock?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/substack.com\/@dirkellerbrock<\/u><\/a><\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p>Wir danken dem Autor f\u00fcr das Recht zur Ver\u00f6ffentlichung dieses Beitrags.<\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p>Bild: Dreht\u00fcr in modernem Geb\u00e4ude<br \/>Bildquelle: Vytautas Kielaitis \/ shutterstock<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div>\n<p><em>Ein Meinungsbeitrag von <strong>Dirk Ellerbrock<\/strong>.<\/em><\/p>\n<p>Seit einigen Jahren boomt ein bestimmtes Genre der Politikanalyse: das psychologische Portrait des Staatschefs. 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