{"id":20070,"date":"2026-08-30T08:03:42","date_gmt":"2026-08-30T06:03:42","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/uncategorized\/iran-plant-attentat-auf-netanyahu-professor-seyed-mohammad-marandi-ueber-wirtschaftskrieg-iranische-resilienz-und-eine-moegliche-neue-militaerische-phase\/"},"modified":"2026-08-30T08:03:42","modified_gmt":"2026-08-30T06:03:42","slug":"iran-plant-attentat-auf-netanyahu-professor-seyed-mohammad-marandi-ueber-wirtschaftskrieg-iranische-resilienz-und-eine-moegliche-neue-militaerische-phase","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/uncategorized\/iran-plant-attentat-auf-netanyahu-professor-seyed-mohammad-marandi-ueber-wirtschaftskrieg-iranische-resilienz-und-eine-moegliche-neue-militaerische-phase\/","title":{"rendered":"Iran plant Attentat auf Netanyahu? Professor Seyed Mohammad Marandi \u00fcber Wirtschaftskrieg, iranische Resilienz und eine m\u00f6gliche neue milit\u00e4rische Phase"},"content":{"rendered":"<div>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu Beginn des Gespr\u00e4chs begr\u00fc\u00dfte der Moderator den Teheraner Professor Seyed Mohammad Marandi freundlich und fragte nach seinem Befinden, bevor er direkt zur amerikanischen Strategie des Wirtschaftskriegs \u00fcberleitete. Die zentrale Frage lautete, wie es um die iranische Wirtschaft wirklich stehe \u2013 zwischen den Extremen einer angeblich unmittelbar bevorstehenden Implosion mit Aufstand und der Behauptung, die Wirtschaft sei st\u00e4rker als vor dem Krieg. Marandi sollte die Lage in der Mitte einordnen, besonders vor dem Hintergrund dessen, was US-Finanzminister Scott Bessent als wirtschaftliches \u201eD-Day\u201c bezeichnet.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Interview mit dem Professor f\u00fcr englische Literatur und Orientalistik an der Universit\u00e4t Teheran, der regelm\u00e4\u00dfig als politischer Analyst auftritt, fand am 29. August 2026 statt. Es behandelt den aktuellen Konflikt zwischen Iran, den Vereinigten Staaten und Israel in einer Phase, die Marandi als Wirtschaftskrieg mit der M\u00f6glichkeit einer erneuten milit\u00e4rischen Eskalation beschreibt. Die Aussagen sind die des Professors und spiegeln eine iranische Perspektive wider.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\">\n<div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe title=\"BREAKING: IRAN PLANNING TO ASSASSINATE NETANYAHU  \u2013 w\/ Prof. Seyed Mohammad Marandi\" width=\"800\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/CHCQwG9oMjQ?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div>\n<\/figure>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wirtschaftliche Lage: Weder Kollaps noch St\u00e4rke wie zuvor<\/h3>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Marandi widersprach beiden Extrempositionen klar. Die iranische Wirtschaft werde nicht zusammenbrechen, sei aber auch nicht besser als vor dem Krieg. Das Leben in Iran sei heute schwieriger als im Vorjahr. Krieg, Belagerung, maximale Sanktionen und Luftschl\u00e4ge zusammen machten das Alltagsleben h\u00e4rter. Die Resilienz der iranischen Bev\u00f6lkerung sei jedoch au\u00dfergew\u00f6hnlich.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Westliche Diplomaten und Beobachter missinterpretieren seiner Ansicht nach das typische iranische Meckern. Iraner beschwerten sich immer \u2013 \u00fcber Misswirtschaft, die Lage oder die Regierung. Das bedeute nicht, dass das Land auseinanderfalle. Als Beleg nannte er die enormen Menschenmengen bei der Trauerfeier in Teheran (rund 16 Millionen) und in Maschhad. Dieselben Menschen, die auf der Stra\u00dfe protestierten oder klagten, w\u00fcrden im Gespr\u00e4ch oft sagen, es sei schrecklich. Das unterscheide Iran von vielen US-nahen Staaten in der Region, in denen solche offene Kritik riskanter sei.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein kleiner Teil der Gesellschaft stehe auf der anderen Seite, auch w\u00e4hrend der Luftschl\u00e4ge. Die Regierung stelle auf Kriegswirtschaft um, was darauf hindeute, dass man in Teheran mit einer l\u00e4ngeren Auseinandersetzung rechne. Beide Seiten \u00fcbten Druck aus, ohne den Gegner schnell ausschalten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotz Blockaden flie\u00dfe weiter \u00d6l \u2013 Marandi nannte grob sechs Millionen Barrel t\u00e4glich, ein erheblicher Teil davon iranisches \u00d6l mit iranischer Zustimmung. Es gebe komplizierte Gesch\u00e4ftsmodelle, etwa kleine Schiffe, die entlang der omanischen K\u00fcste \u00d6l aus dem Persischen Golf zu Supertankern bringen. Selbst Gegner wie die VAE, die die USA im Krieg gegen Iran unterst\u00fctzten, unterhielten Gesch\u00e4fte mit Teheran. Iran lasse irakisches \u00d6l durch und schlie\u00dfe den Handel durch die Stra\u00dfe von Hormuz nicht vollst\u00e4ndig, um befreundete Staaten nicht unn\u00f6tig zu belasten. Chinesische Schiffe und die kleinen Boote k\u00e4men durch. Der Handel mit China und Russland lasse sich nicht einfach abschneiden.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Munitionsmangel im Westen und die Ukraine-Verbindung<\/h3>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Moderator verkn\u00fcpfte Berichte des Wall Street Journal und der Associated Press \u00fcber knappe Patriot-Abfangraketen, taktische ballistische Raketen, THAAD-Systeme und Counter-UAV-Kapazit\u00e4ten. EUCOM habe Munition an CENTCOM f\u00fcr den Iran-Konflikt abgegeben. Europa k\u00f6nne einem anhaltenden russischen Raketenangriff kaum standhalten und h\u00e4tte selbst bei einzelnen Raketen Schwierigkeiten. Solche Warnungen seien vor dem Iran-Krieg ignoriert worden.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Marandi sah darin die Folgen von vier Jahren Ukraine-Politik plus dem direkten Krieg gegen Iran. Beides habe die USA katastrophal geschw\u00e4cht. Er erw\u00e4hnte Informationen, wonach der CIA-Direktor nach Moskau gereist sei, um eine L\u00f6sung zu suchen, weil die Lage in der Ukraine schlecht stehe. Ein amerikanischer R\u00fcckschlag in Europa w\u00fcrde sich positiv auf Westasien und Iran auswirken. Die Munitionsknappheit sei nicht allein durch Iran entstanden.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die USA seien zwar m\u00e4chtig, verf\u00fcgten aber nicht \u00fcber unbegrenzte Abfangkapazit\u00e4ten. Marandi schloss nicht aus, dass die milit\u00e4rische Phase wieder aufgenommen werde \u2013 nicht unbedingt durch die USA. Iran k\u00f6nne den Konflikt neu beginnen. Die iranische Politik sei kalkuliert, die westliche oft emotional.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jahrzehntelange Vorbereitung und wachsende milit\u00e4rische St\u00e4rke<\/h3>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Iran plane diesen Krieg seit den 1980er- und 1990er-Jahren, besonders nach 9\/11 und der amerikanischen Pr\u00e4senz in Afghanistan und Irak. Die Stra\u00dfe von Hormuz sei zentral gewesen. Unterirdische Anlagen, Drohnen- und Raketentechnologie seien \u00fcber Jahrzehnte entwickelt worden. K\u00fcrzlich habe Iran erstmals eine unterirdische Raketenfabrik gezeigt. Behauptungen, Israel habe die Produktionskapazit\u00e4ten zerst\u00f6rt, wies Marandi zur\u00fcck: Man habe sie nicht einmal ber\u00fchrt.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Iran produziere schnell neue, pr\u00e4zisere und man\u00f6vrierf\u00e4higere Raketen und Drohnen. Mit der Zeit wachse der Vorteil gegen\u00fcber den USA, die Probleme mit Seltenen Erden, Produktionsmechanismen und einem korrupten System h\u00e4tten. In Iran entscheide der Staat \u00fcber die Verteidigungsindustrie.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die iranischen Streitkr\u00e4fte seien heute st\u00e4rker als je zuvor. Die Regierung stelle erhebliche Mittel bereit. Neue unterirdische Basen und Kommandozentren entst\u00fcnden.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Aussage zu Netanyahu: Interpretation als langfristige Absicht<\/h3>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein zentraler Punkt war die Aussage des neuen Vorsitzenden des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, General Mohsen Rezaei, der in einem Interview mit dem libanesischen Sender Al-Manar erkl\u00e4rt hatte, man werde Netanyahu fr\u00fcher oder sp\u00e4ter \u201ein die H\u00f6lle schicken\u201c. Marandi interpretierte das eindeutig als Androhung von Gewalt, nicht als blo\u00dfe Rhetorik oder Symbolik. Es bedeute, dass Iran plane, Netanyahu irgendwann \u2013 ob jetzt, in zehn oder zwanzig Jahren \u2013 zu t\u00f6ten.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Marandi betonte, das sei keine oberste Priorit\u00e4t, sondern eine Form der Bestrafung. Netanyahu habe Tausende Unschuldige get\u00f6tet, Krankenh\u00e4user und Wohnbl\u00f6cke bombardiert. Als Beispiel nannte er ein Wohnhaus mit Bank im Erdgeschoss in Teheran, das getroffen worden sei. Westliche Medien spr\u00e4chen dann von Pr\u00e4zisionsschl\u00e4gen. \u00c4hnliche Muster s\u00e4he man in Gaza und Beirut.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Moderator stellte klar, er sei gegen die Ermordung jedes Staatschefs, auch Netanyahus, und wies darauf hin, dass Israel und die USA \u00e4hnliche Drohungen gegen iranische F\u00fchrer ausgesprochen h\u00e4tten. Marandi antwortete, die Priorit\u00e4t Irans liege darin, dass Israel den Libanon verlasse und der V\u00f6lkermord in Gaza ende. Rezaei habe beides im selben Interview erw\u00e4hnt. Iran werde das sicherstellen, unabh\u00e4ngig von westlicher Unterst\u00fctzung f\u00fcr Israel.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine m\u00f6gliche Umsetzung w\u00e4re spekulativ und an den Aufbau ausreichender Abschreckung gebunden, um keinen neuen gro\u00dfen Krieg auszul\u00f6sen. Marandi nannte verschiedene Szenarien m\u00f6glich, ohne Details.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wirtschaftlicher Druck als Hebel und m\u00f6gliche Eskalation<\/h3>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Iran baue den Druck auf Trump schrittweise auf. Die wirtschaftlichen Ma\u00dfnahmen w\u00fcrden intensiver. Teheran verlange die Umsetzung des Memorandums of Understanding (MoU): Ende des V\u00f6lkermords, R\u00fcckgabe gestohlener iranischer Verm\u00f6genswerte, Ende der Besatzung im Libanon. Bisherige Verhandlungen seien aus iranischer Sicht vorget\u00e4uscht gewesen \u2013 vor dem 12-Tage-Krieg, w\u00e4hrenddessen und danach. Die USA h\u00e4tten das MoU untergraben, Sanktionen versch\u00e4rft, Verm\u00f6genswerte nicht zur\u00fcckgegeben und einen eigenen Korridor er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Iran habe Hebel: Bond-M\u00e4rkte, Yen, Engp\u00e4sse bei Helium, Schwefel, Diesel. Derzeit lasse man m\u00f6glicherweise rund zehn Millionen Barrel \u00d6l von der Arabischen Halbinsel durch. Das k\u00f6nne rasch oder schrittweise auf null sinken. Andere G\u00fcter seien schwerer umzuschlagen als \u00d6l, daher w\u00fcchsen deren Engp\u00e4sse schneller.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Golfstaaten investierten massiv in US-Anleihen, Aktien und die KI-Branche. Da sie selbst viel konsumierten und das Ende der Krise nicht absehbar sei, m\u00fcssten sie Verm\u00f6genswerte verkaufen. Das erh\u00f6he den Druck auf die US-Wirtschaft. Die USA h\u00e4tten den Emiraten bereits Swap-Linien angeboten.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gebe keinen Waffenstillstand. Golfstaaten beherbergten US-Basen, Tankflugzeuge, Soldaten und Ausr\u00fcstung. Bei ernsthafter Sch\u00e4digung der iranischen Wirtschaft, etwa durch Angriffe auf den Bankensektor, k\u00f6nne Iran US-Banken oder KI-Infrastruktur in Dubai (ein Milliarden-Investment) treffen. Rezaei sei eingesetzt worden, um eine durchsetzungsf\u00e4higere Linie zu vertreten.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sanktionen und die Frage des Erstschlags<\/h3>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Moderator argumentierte, Sanktionen scheiterten in jedem Fall: Wirken sie nicht, warte Iran die wirtschaftlichen Schmerzen der Welt ab. Wirken sie und verursachten Unruhe, k\u00f6nne Iran den Konflikt kinetisch wiederer\u00f6ffnen und die USA in einen Krieg ziehen, in dem Teheran wegen der Munitionsknappheit Vorteile habe. Marandi hielt das f\u00fcr eine vern\u00fcnftige Einsch\u00e4tzung.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ob \u201eOperation D-Day\u201c symbolisch sei, sei schwer zu sagen. Die US-Regierung verhalte sich nicht wie fr\u00fchere Administrations. Harte Ank\u00fcndigungen ohne Umsetzung untergr\u00fcben die Glaubw\u00fcrdigkeit. Wenn Bessent ernst meine, dass das Regime gest\u00fcrzt werde, stehe Konflikt im Raum.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Marandi wies au\u00dferdem auf die westliche F\u00f6rderung extremistischer Ideologien hin \u2013 von Afghanistan \u00fcber Syrien, Irak, Libyen bis nach Afrika und in den Westen. Das habe mit gew\u00f6hnlichem sunnitischem Islam oder Judentum nichts zu tun. Die erste takfiristische Schulb\u00fccher seien in den USA gedruckt worden.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Ende empfahl er B\u00fccher wie das von Alastair Crooke und andere Analysen au\u00dferhalb westlicher Mainstream-Medien und Thinktanks, um Iran zu verstehen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Interview zeichnet das Bild eines langwierigen Konflikts, in dem wirtschaftliche, milit\u00e4rische und politische Hebel ineinandergreifen. Marandi sieht Iran milit\u00e4risch im Aufwind und bereit, den Druck zu erh\u00f6hen, sollte Washington das MoU nicht umsetzen. Die Interpretation der Netanyahu-Aussage als konkrete langfristige Absicht bleibt eine Einsch\u00e4tzung des Professors auf Basis der Worte des Sicherheitsratschefs. Die Lage bleibt volatil, mit Risiken einer erneuten milit\u00e4rischen Phase auf beiden Seiten.<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu Beginn des Gespr\u00e4chs begr\u00fc\u00dfte der Moderator den Teheraner Professor Seyed Mohammad Marandi freundlich und fragte nach seinem Befinden, bevor er direkt zur amerikanischen Strategie des Wirtschaftskriegs \u00fcberleitete. 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