{"id":20073,"date":"2026-08-30T09:03:02","date_gmt":"2026-08-30T07:03:02","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/mobilisierung-von-frauen-in-der-ukraine-kiew-hat-den-testballon-bereits-steigen-lassen\/"},"modified":"2026-08-30T09:03:02","modified_gmt":"2026-08-30T07:03:02","slug":"mobilisierung-von-frauen-in-der-ukraine-kiew-hat-den-testballon-bereits-steigen-lassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/mobilisierung-von-frauen-in-der-ukraine-kiew-hat-den-testballon-bereits-steigen-lassen\/","title":{"rendered":"Mobilisierung von Frauen in der Ukraine? \u2013 Kiew hat den Testballon bereits steigen lassen"},"content":{"rendered":"<div>\n<p><em>Von Jewgeni Balakin<\/em><\/p>\n<p>Ende August r\u00fcckte die Mobilmachung\u00a0 in der Ukraine erneut in den Vordergrund. Doch diesmal kamen die Kriegsger\u00fcchte nicht aus den Sch\u00fctzengr\u00e4ben oder den Hauptquartieren, sondern aus dem <em>Wall Street Journal (WSJ)<\/em> und von ukrainischen YouTube-Kan\u00e4len.<\/p>\n<p>Am <a href=\"https:\/\/www.wsj.com\/world\/russia\/russia-tests-readiness-for-new-round-of-military-mobilization-87d61b96\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">23. August berichtete<\/a> das <em>WSJ<\/em>, das russische Milit\u00e4r teste seine Bereitschaft, eine neue Rekrutenwelle aufzunehmen \u2013 die erste seit 2022. Die Autoren behaupteten nicht, der Kreml habe bereits eine weitere Mobilmachung beschlossen. Vielmehr beschrieben sie einen Stresstest des Systems: \u00dcbungen, Logistik und die F\u00e4higkeit der milit\u00e4rischen Infrastruktur, im Falle eines entsprechenden Befehls gro\u00dfe Menschenmengen aufzunehmen.<\/p>\n<p>Fast zeitgleich wurde die Mobilmachung auch in der Ukraine diskutiert, allerdings in einem ganz anderen Kontext. Ende August tauchte in hochrangigen Kreisen mehrfach die Idee auf, dass der Wehrdienst f\u00fcr alle B\u00fcrger unabh\u00e4ngig vom Geschlecht gelten solle.<\/p>\n<p>Internationale Medien sind mit dieser Darstellungsweise bereits vertraut. Die Aussicht auf eine russische Mobilmachung wird als Zeichen erneuter sozialer Unruhen pr\u00e4sentiert. Die ukrainische Mobilmachung hingegen wird h\u00e4ufiger als schwierige, aber notwendige &#8222;Anstrengung einer Demokratie&#8220; beschrieben. Die westlichen Medien spekulieren daher viel eher \u00fcber eine hypothetische neue Einberufung auf der anderen Seite der Frontlinie, w\u00e4hrend sie die Ereignisse in der Ukraine mit merklich gr\u00f6\u00dferer Vorsicht behandeln \u2013 selbst nachdem Kiew das Wehrpflichtalter gesenkt, M\u00e4nner auf den Stra\u00dfen verhaftet und zunehmend dar\u00fcber debattiert hat, ob Frauen als N\u00e4chstes eingezogen werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p><strong><\/strong><\/p>\n<p><strong>Wer rief als Erster &#8222;Feuer!&#8220;?<\/strong><\/p>\n<p>Bis zum Ende des Sommers war die Behauptung, Russland stehe kurz vor der Ank\u00fcndigung einer weiteren Mobilmachung, im Ausland bereits weit verbreitet. Wladimir Selenskij brachte eine hypothetische russische Einberufung mit den Wahlen zur Staatsduma im September in Verbindung, als ob Moskaus Wahlkalender selbst den Kriegsverlauf beeinflussen k\u00f6nnte. Der finnische Pr\u00e4sident Alexander Stubb <a href=\"https:\/\/iz.ru\/en\/node\/2069197\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">sagte<\/a>, Russland n\u00e4here sich dem Punkt, an dem es eine Generalmobilmachung ausrufen m\u00fcsse. Die westlichen Medien berichteten \u2013 nicht \u00fcber eine Entscheidung, sondern lediglich \u00fcber die Erwartung einer solchen. So wurde aus einem Ger\u00fccht eine politische Tatsache, noch bevor \u00fcberhaupt ein Dekret ergangen war.<\/p>\n<p>Die Reaktion des Kremls war unmissverst\u00e4ndlich. Am 28. Juli <a href=\"https:\/\/www.rbc.ru\/politics\/28\/07\/2026\/6a68fc4f9a794753d1b63cb1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">bezeichnete<\/a>\u00a0Ex-Pr\u00e4sident Dmitri Medwedew die Ger\u00fcchte \u00fcber eine bevorstehende Mobilmachung als &#8222;falsche Provokation des Feindes&#8220;. Russlands St\u00e4ndiger Vertreter bei den Vereinten Nationen, Wassili Nebensja, <a href=\"https:\/\/www.kommersant.ru\/doc\/8894156\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">stellte n\u00fcchtern kla<\/a>r: Eine Massenmobilmachung &#8222;ist derzeit nicht n\u00f6tig, wird nicht geplant und ist nicht zu erwarten.&#8220; Kremlsprecher Dmitri Peskow wies Berichte \u00fcber eine neue Mobilisierungswelle <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/international\/289696-peskow-berichte-ueber-neue-mobilmachung\/\">als &#8222;Fake News&#8220; zur\u00fcck<\/a>. Er sagte, die Ger\u00fcchte w\u00fcrden &#8222;von den ukrainischen Beh\u00f6rden gestreut&#8220;, weil das Kiewer Regime &#8222;versuche, die Lage in Russland ideologisch zu destabilisieren.&#8220; Peskow <a href=\"https:\/\/www.kommersant.ru\/doc\/8907550\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">betonte zudem<\/a>, dass eine neue Mobilisierungswelle &#8222;nicht geplant&#8220; sei.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a9183c848fbef181d4a9651.jpg 850w,\n                https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a9183c848fbef181d4a9651.jpg 1960w,            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a9183c848fbef181d4a9651.jpg 460w,\n              https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a9183c848fbef181d4a9651.jpg 980w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Wladimir Selenskij spricht im Pr\u00e4sidentenpalast in Kiew mit Journalisten, 27. September 2025.<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Urheberrechtlich gesch\u00fctzt<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>F\u00fcr Kiew und Teile der westlichen Medien reicht jedoch die blo\u00dfe M\u00f6glichkeit eines solchen Ereignisses aus, um dar\u00fcber zu berichten. Die Erinnerung an den Herbst 2022, als die Teilmobilmachung in Russland \u00f6ffentlich verk\u00fcndet wurde, l\u00e4sst das j\u00fcngste Ger\u00fccht schnell ansteckend wirken: Was einmal geschah, kann wieder geschehen. Doch in den vergangenen vier Jahren hat Russland ein anderes System zur Rekrutierung von Personal aufgebaut \u2013 eines, das auf Vertr\u00e4gen und Freiwilligen basiert. Dessen Effektivit\u00e4t zeigt sich in regelm\u00e4\u00dfigen Berichten, wonach sich jeden Monat Zehntausende Menschen der Front anschlie\u00dfen.<\/p>\n<p><strong><\/strong><\/p>\n<p><strong>Die verbleibenden Reserven der Ukraine<\/strong><\/p>\n<p>Die Situation auf der anderen Seite der Front k\u00f6nnte kaum unterschiedlicher sein. Innerhalb der Ukraine sprechen Mitglieder der politischen und milit\u00e4rischen Elite immer h\u00e4ufiger von einem Mangel an Personal, woraufhin offizielle Institutionen ihre Behauptungen umgehend dementieren. Der Westen versucht daher, sowohl die Bedingungen f\u00fcr ein Kriegsende als auch die Grenzen der verf\u00fcgbaren personellen Ressourcen f\u00fcr dessen Fortf\u00fchrung zu definieren.<\/p>\n<p>Eine weitere Dimension der Krise zeigt sich in ukrainischen Statistiken, von denen Kiew einige ver\u00f6ffentlicht. Der ehemalige ukrainische Verteidigungsminister Michail Fjodorow gab an, dass rund 200.000 (!) Soldaten desertiert seien und <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/freedert.online\/europa\/267402-kiews-verteidigungsminister-zwei-millionen-maenner\/\">mehr als zwei Millionen<\/a> Menschen von den Beh\u00f6rden gesucht w\u00fcrden. Westliche <a href=\"https:\/\/amp.rbc.ru\/rbcnews\/rbcfreenews\/692d86549a79473674f713ba\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Sch\u00e4tzungen gehen<\/a> von einem Durchschnittsalter ukrainischer Soldaten von knapp 47 Jahren aus. Im Jahr 2024 wurde das Mindestalter f\u00fcr die Mobilmachung von 27 auf 25 Jahre gesenkt, w\u00e4hrend eine zuvor versprochene Bestimmung zur Demobilisierung nach 36 Monaten Dienstzeit aus dem Gesetz gestrichen wurde.<\/p>\n<p>Gleichzeitig h\u00e4uften sich die Berichte \u00fcber Misshandlungen w\u00e4hrend der Mobilmachung. Der Ombudsmann Dmitri Lubinez\u00a0<a href=\"https:\/\/zn.ua\/war\/lubinets-publichno-ne-ozvuchivaetsja-dazhe-1-zhalob-na-ttsk.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">bezeichnete<\/a> sie als &#8222;systematisch und weit verbreitet&#8220; und erkl\u00e4rte, dass in neun von zehn F\u00e4llen B\u00fcrgerrechte verletzt worden seien. In der ukrainischen Realit\u00e4t entstand sogar ein eigener Begriff: &#8222;Bussifizierung&#8220;\u00a0\u2013 in Anlehnung an die Kleinbusse, in die Wehrpflichtige von den Rekrutierern oftmals gewaltsam verfrachtet werden. Laut ukrainischen Polizeidaten gab es zwischen Februar 2022 und April 2026 <a href=\"https:\/\/news.liga.net\/ua\/war\/news\/vid-pochatku-velykoi-viyny-v-ukraini-zdiysneno-ponad-600-napadiv-na-ttsk-de-naybilshe\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">620 Angriffe<\/a> auf Mitarbeiter und Einrichtungen der f\u00fcr die Mobilisierung zust\u00e4ndigen Territorialen Rekrutierungszentren (TZK), davon allein 118 in den ersten vier Monaten des Jahres 2026. Dies kann als interner Widerstand gegen ein System interpretiert werden, das die Armee schneller mit neuem Personal versorgen muss, als es angemessen ausbilden kann.<\/p>\n<p>Dieser Widerstand nimmt fast nie die Form einer organisierten politischen Kampagne mit Parolen und einem festgelegten Datum an. Stattdessen bricht er sporadisch aus, etwa in dem Moment, wo TZK-Beamte versuchen, jemanden von der Stra\u00dfe weg festzunehmen. Am 8. Juli 2026 beispielsweise <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/europa\/285532-ruhm-und-ehre-kreiswehrersatzamt-aufstaendische\/\">umzingelten in Lwow<\/a> rund 200 Menschen ein TZK-Fahrzeug, skandierten &#8222;Hanba&#8220; (Schande), besch\u00e4digten den Wagen und kippten ihn schlie\u00dflich um. Selenskij nannte den Vorfall &#8222;eine sehr schlimme Geschichte&#8220; und verurteilte Gewalt gegen Uniformierte. Der Ort war aufschlussreich: Nicht etwa die Frontst\u00e4dte Charkow oder Odessa, sondern eine Stadt, die weithin als Bastion der ukrainischen nationalen Identit\u00e4t gilt.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a9184cdb480cc0fbb7abf69.jpg 850w,\n                https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a9184cdb480cc0fbb7abf69.jpg 1960w,            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a9184cdb480cc0fbb7abf69.jpg 460w,\n              https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a9184cdb480cc0fbb7abf69.jpg 980w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img data-opt-id=791639987  fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" data-sizes=\"auto\" src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a9184cdb480cc0fbb7abf69.jpg\" alt=\"\"><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img data-opt-id=1235743415  fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a9184cdb480cc0fbb7abf69.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">\u00a9 National Police of Ukraine<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Dieselbe Szene spielte sich am 25. August in Ternopol ab. An diesem Abend versuchten Angeh\u00f6rige des Milit\u00e4rkommandos (TZK), einen Mann in der Lesja-Kurbasa-Stra\u00dfe festzunehmen. Passanten eilten ihm zu Hilfe, das Dienstfahrzeug wurde besch\u00e4digt, und ein Soldat musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Nachdem die Polizei abgezogen war, zog ein n\u00e4chtlicher Marsch durch die Stra\u00dfen, erneut begleitet von &#8222;Hanba&#8220;-Rufen. <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/ukrainian\/articles\/cwyzeq4j9geo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Die <em>BBC<\/em><\/a> und <a href=\"https:\/\/www.pravda.com.ua\/news\/2026\/08\/25\/8050310\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">ukrainische Medien<\/a> berichteten noch am selben Tag \u00fcber den Vorfall. \u00c4hnliche Ausschreitungen hatte es bereits in der N\u00e4he eines Stadions in Winniza sowie <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/europa\/248722-video-wurf-mit-tomatenglas-rettet\/\">in Luzk<\/a>, <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/kurzclips\/video\/260407-zahlreiche-menschen-in-odessa-greifen\/\">Odessa<\/a>\u00a0und <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/europa\/283181-selenskijs-ex-pressesprecherin-unruhen-in-kiew-unzufriedenheit-menschen-kriegsdienstrekrutierer\/\">Kiew<\/a> gegeben. Dies ist kein &#8222;Protest gegen den Krieg&#8220; im herk\u00f6mmlichen Sinne. Es ist eine Menschenmenge, die sich in diesem Moment weigert, eine bestimmte Person auszuliefern.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund ist <a href=\"https:\/\/minfin.com.ua\/ua\/2026\/08\/23\/180233658\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">eine Aussage<\/a>\u00a0von Roman Kostenko, Sekret\u00e4r des Ausschusses f\u00fcr Nationale Sicherheit, Verteidigung und Nachrichtendienste der Werchowna Rada, besonders bemerkenswert. In seiner Er\u00f6rterung der Prinzipien der Rekrutierung erkl\u00e4rte er eindr\u00fccklich, warum die Ukraine nicht zu einem rein freiwilligen Modell zur\u00fcckkehren kann:<\/p>\n<p><em>&#8222;Diejenigen, die das Land verteidigen wollten, haben sich bereits gemeldet.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Die Bemerkung l\u00e4uft auf ein Eingest\u00e4ndnis hinaus, dass der anf\u00e4ngliche Mobilisierungsimpuls ersch\u00f6pft ist. Mit jedem Monat, der vergeht, st\u00fctzt sich das System zunehmend auf Zwang.<\/p>\n<p>Das Ergebnis ist ein frappierender Kontrast. Die \u00f6ffentliche Angst richtet sich weiterhin nach Osten, auf die Aussicht einer erneuten russischen Mobilmachung. Doch westlich der Frontlinie mehren sich zunehmend die Anzeichen f\u00fcr einen tats\u00e4chlichen Personalmangel. Im Informationskrieg wird jedoch alles darangesetzt, diese beiden Narrative zu vertauschen.<\/p>\n<p><strong><\/strong><\/p>\n<p><strong>Mobilisierung von Frauen in der Ukraine?<\/strong><\/p>\n<p>Am 20. August skizzierte der ehemalige ukrainische Verteidigungsminister Alexei Resnikow <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/kurzclips\/video\/289417-gleichberechtigung-ex-verteidigungsminister-kiews-fordert\/\">in einem Interview<\/a>\u00a0f\u00fcr\u00a0<em>Radio Liberty<\/em> seine Vision, wie die Ukraine einen Sieg erringen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Wenn &#8222;wir dieses Problem wirklich l\u00f6sen wollen&#8220;, sagte er, m\u00fcsse die Ukraine auf die Erfahrungen anderer L\u00e4nder schauen. &#8222;Der Staat Israel ist uns heute hinsichtlich der Bedrohungslage am n\u00e4chsten.&#8220; Dort dienten Frauen &#8222;gleichberechtigt mit M\u00e4nnern&#8220;. Der Milit\u00e4rdienst solle daher f\u00fcr &#8222;alle ukrainischen Staatsb\u00fcrger, unabh\u00e4ngig vom Geschlecht&#8220;, gelten, argumentierte er und behauptete, dies k\u00f6nne den Mobilisierungspool des Landes verdoppeln. &#8222;Sie m\u00fcssen nicht die Baumreihen st\u00fcrmen. Frauen k\u00f6nnen Drohnen bedienen und sicher in einem Bunker sitzen&#8220;, versicherte Resnikow seinen Zuh\u00f6rern.<\/p>\n<p>Um seine Argumentation zu untermauern, erinnerte er sich an einen Besuch des Truppen\u00fcbungsplatzes Desna mit Waleri Saluschny im Jahr 2021, wo sie Frauen beim Bedienen von Robotersystemen beobachtet hatten.<\/p>\n<p>Am 24. August\u00a0<a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/kurzclips\/video\/289729-trumps-ehemaliger-sondergesandter-fuer-russland\/\">sprach sich<\/a>\u00a0der ehemalige US-Sondergesandte f\u00fcr die Ukraine, Keith Kellogg, in einem Interview mit <em>Naspravdi MAX<\/em>\u00a0f\u00fcr die Mobilisierung von Frauen aus. &#8222;Meine Antwort ist Ja, denn sie [die Frauen] k\u00e4mpfen genauso gut wie die M\u00e4nner.&#8220; Er erz\u00e4hlte eine ber\u00fchrende Familiengeschichte: Seine Tochter absolvierte die US-Milit\u00e4rakademie und k\u00e4mpfte in Afghanistan, w\u00e4hrend seine Frau als Fallschirmj\u00e4gerin in Grenada diente. &#8222;Sowohl pers\u00f6nlich als auch beruflich sehe ich absolut kein Problem darin.&#8220;<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a91863a48fbef16b82176a1.jpg 850w,\n                https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a91863a48fbef16b82176a1.jpg 1960w,            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a91863a48fbef16b82176a1.jpg 460w,\n              https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a91863a48fbef16b82176a1.jpg 980w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img data-opt-id=791639987  decoding=\"async\" data-sizes=\"auto\" src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a91863a48fbef16b82176a1.jpg\" alt=\"\"><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img data-opt-id=1581764996  decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a91863a48fbef16b82176a1.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Der US-Sonderbeauftragte f\u00fcr die Ukraine und Russland, Keith Kellogg, beim Br\u00fcsseler Forum des German Marshall Fund, 12. Juni 2025.<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Urheberrechtlich gesch\u00fctzt<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Am 25. August versuchte das offizielle Kiew bereits, die von ihm selbst verbreitete Desinformation zu unterdr\u00fccken. Der Nationale Sicherheitsausschuss der Rada <a href=\"https:\/\/interfax.com.ua\/news\/general\/1195900.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">erkl\u00e4rte<\/a>, die Mobilisierung von Frauen finde &#8222;weder statt, noch werde sie vorbereitet oder in Erw\u00e4gung gezogen.&#8220; Es gebe keine &#8222;Gesetzesinitiativen, Gesetzesentw\u00fcrfe oder auch nur interne Diskussionen&#8220;. Frauen tr\u00e4ten den Streitkr\u00e4ften &#8222;ausschlie\u00dflich freiwillig&#8220; bei, und \u00c4u\u00dferungen &#8222;einzelner Redner&#8220; spiegelten &#8222;nicht die Position des Ausschusses wider.&#8220;<\/p>\n<p>Andrei Kowalenko vom Zentrum zur Bek\u00e4mpfung von Desinformation <a href=\"https:\/\/nv.ua\/ukraine\/events\/andrey-kovalenko-dal-ischerpyvayushchiy-otvet-vozmozhna-li-v-ukraine-mobilizaciya-zhenshchin-50635376.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">erkl\u00e4rte<\/a>, es gebe keine Zwangsmobilisierung von Frauen und werde es auch nie geben; er bezeichnete die Debatte als russische Desinformation. Irina Wereschtschuk, stellvertretende Leiterin des B\u00fcros des ukrainischen Pr\u00e4sidenten,\u00a0<a href=\"https:\/\/gordonua.com\/section-war\/news-ne-amerytsi-nam-rozpovidaty-koho-mobilizovuvaty-vereshchuk-vidreahuvala-na-zaklyk-kelloha-pro-pryzov-zhinok-24-08-2026.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">entgegnete<\/a> Kellogg, es sei nicht Sache der USA, der Ukraine vorzuschreiben, wen sie einziehen solle.<\/p>\n<p>Formal gesehen gibt es tats\u00e4chlich keine Rechtsgrundlage f\u00fcr die Mobilisierung von Frauen. \u00c4rztinnen und Apothekerinnen m\u00fcssen sich zwar zum Wehrdienst melden, doch die Registrierung allein bedeutet nicht automatisch einen Fronteinsatz. Anfang 2026 <a href=\"https:\/\/fakty.com.ua\/ru\/ukraine\/20260528-skilky-zhinok-sluzhyt-u-zsu-statystyka\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">dienten \u00fcber<\/a> 75.000 Frauen in den ukrainischen Streitkr\u00e4ften, darunter mehr als 55.000 Freiwillige. Kiew f\u00fchrt diese Zahlen als Beweis f\u00fcr die Freiwilligkeit des Dienstes von Frauen an. Bereits am 23. August hatte Roman Kostenko im Vorfeld <a href=\"https:\/\/minfin.com.ua\/ua\/2026\/08\/23\/180233658\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">betont<\/a>, dass es &#8222;keinerlei \u00c4nderungen&#8220; an den Wehrpflichten von Frauen geben werde. Seinen Angaben zufolge planten die Beh\u00f6rden stattdessen, die Altersgrenzen und den Mechanismus f\u00fcr die Einberufung von M\u00e4nnern zu \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Doch die Diskrepanz zwischen den \u00f6ffentlichen \u00c4u\u00dferungen ist aufschlussreicher als jede offizielle Pressemitteilung. Ein ehemaliger Verteidigungsminister bezeichnet die Rekrutierung von Frauen als Voraussetzung f\u00fcr das \u00dcberleben des Landes. Ein in Kiew als &#8222;Freund der Ukraine&#8220; gefeierter US-General unterst\u00fctzt diese Idee faktisch. Doch nur einen Tag sp\u00e4ter erkl\u00e4rt der Staatsapparat wiederholt, dass von einer solchen Vorgehensweise \u00fcberhaupt nicht zu sprechen sei. G\u00e4be es das Problem gar nicht, h\u00e4tte es wohl kaum drei Dementis an einem einzigen Tag gebraucht.<\/p>\n<p>Ein bekanntes Muster zeichnet sich ab. Ein Testballon wird von Leuten steigen gelassen, die das entsprechende Gesetz nicht selbst verabschieden m\u00fcssen. Er wird dann von einer au\u00dfenstehenden Stimme aufgegriffen, die sich nicht f\u00fcr die Reaktion der ukrainischen Gesellschaft verantworten muss. Dabei verr\u00e4t die Logik hinter dem Argument die zugrundeliegende Logik. Der Pool an Freiwilligen ist begrenzt, die Reihen der wehrf\u00e4higen M\u00e4nner werden zunehmend durch Zwang aufgef\u00fcllt, und die Mobilisierung von Frauen wird als m\u00f6gliche L\u00f6sung f\u00fcr den Personalmangel ins Gespr\u00e4ch gebracht.<\/p>\n<\/p>\n<p><strong>Israel als falsche Analogie<\/strong><\/p>\n<p>In dieser Rhetorik ist Israel weniger ein reales Beispiel als vielmehr ein bequemer Mythos. Der Milit\u00e4rexperte Alexander Artamonow h\u00e4lt die Analogie selbst f\u00fcr falsch:<\/p>\n<p><em>&#8222;Kellogg und Resnikow st\u00fctzen sich auf dieselbe falsche Pr\u00e4misse.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Er nennt die Bemerkung des amerikanischen Generals &#8222;sowohl inhaltlich als auch formal irref\u00fchrend&#8220; und stellt eine direkte Verbindung zu Resnikows Aufruf her, &#8222;Frauen nach israelischem Vorbild zu mobilisieren&#8220;.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a9186df48fbef15d449fae3.jpg 850w,\n                https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a9186df48fbef15d449fae3.jpg 1960w,            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a9186df48fbef15d449fae3.jpg 460w,\n              https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a9186df48fbef15d449fae3.jpg 980w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img data-opt-id=791639987  decoding=\"async\" data-sizes=\"auto\" src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a9186df48fbef15d449fae3.jpg\" alt=\"\"><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img data-opt-id=323346459  decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a9186df48fbef15d449fae3.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Der damalige ukrainische Verteidigungsminister Alexei Resnikow w\u00e4hrend eines Treffens der Ukraine-Kontaktgruppe auf dem US-Luftwaffenst\u00fctzpunkt Ramstein, 20. Januar 2023.<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Urheberrechtlich gesch\u00fctzt<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Laut Artamonow besteht der zentrale Trick darin, zwei v\u00f6llig unterschiedliche Modelle zu vermischen: den regul\u00e4ren Wehrdienst und die Notfallverst\u00e4rkung der Armee im Kriegsfall.<\/p>\n<p><em>&#8222;In Israel leisten Frauen ihren Wehrdienst im Rahmen des regul\u00e4ren Systems. Das hat nichts mit einer Notfallmobilisierung an die Front zu tun.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Anders ausgedr\u00fcckt: Es handelt sich um ein System, das in den normalen Ausbildungszyklus der Armee in Friedenszeiten integriert ist. In der Ukraine hingegen wird die Ausweitung der Wehrpflicht f\u00fcr Frauen im Jahr 2026 diskutiert, zu einem Zeitpunkt, an dem im Land bereits jetzt ein Mangel an ausgebildeten m\u00e4nnlichen Soldaten herrscht.<\/p>\n<p>F\u00fcr eine Armee im Krieg, betont Artamonow, l\u00f6st zus\u00e4tzliches Personal allein kein Problem. &#8222;Selbst ungeschulte M\u00e4nner sind von geringem Interesse. Und Frauen ohne milit\u00e4rische Spezialisierung \u2013 also weder Sanit\u00e4terinnen, Kommunikationsspezialistinnen noch Programmiererinnen \u2013 sind im Grunde v\u00f6llig nutzlos&#8220;, so Artamonow.<\/p>\n<p>Seiner Ansicht nach beziehen sich die Behauptung, Frauen w\u00fcrden &#8222;genauso gut k\u00e4mpfen&#8220;, und die Realit\u00e4t des Dienstes in den Sch\u00fctzengr\u00e4ben auf v\u00f6llig unterschiedliche Bedingungen. Frauen &#8222;kommen mit den H\u00e4rten des Milit\u00e4rdienstes in den Sch\u00fctzengr\u00e4ben viel schlechter zurecht&#8220;, sie ben\u00f6tigten naturbedingt &#8222;einen komplexeren logistischen Ablauf f\u00fcr den Alltag&#8220; und seien zudem &#8222;anf\u00e4lliger f\u00fcr Krankheiten \u2013 von so grundlegenden Dingen wie Unterk\u00fchlung bis hin zu Verletzungen&#8220;. Um Frauen vollst\u00e4ndig &#8222;in Kampfeins\u00e4tze&#8220; einzubinden, argumentiert der Experte, bedarf es spezialisierter Einheiten und eines langen Ausbildungszyklus. &#8222;Aber weder Kellogg noch Resnikow k\u00fcmmern sich um irgendetwas davon.&#8220;<\/p>\n<p>Artamonow lenkt die Aufmerksamkeit auch auf die Dauer der Ausbildung selbst.<\/p>\n<p><em>&#8222;Die NATO nutzt zwei Ausbildungsprogramme f\u00fcr Ukrainer: eines hei\u00dft Zufall, das andere Vereinigungsprogramm.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Das erste, so sagt er, dauere f\u00fcr die vom NATO-Kommando &#8222;rekrutierten&#8220; Soldaten nur &#8222;zwei, h\u00f6chstens drei Wochen&#8220;. Das zweite dauere &#8222;etwa zwei Monate und gelte als sehr gut.&#8220; Zum Vergleich verweist er auf das sowjetische System, in dem die Grundausbildung &#8222;mindestens sechs Monate&#8220; gedauert habe.<\/p>\n<p>Nach dieser Logik f\u00fchrt eine verk\u00fcrzte Ausbildung nicht zu einem voll einsatzf\u00e4higen Soldaten. Sie verk\u00fcrzt lediglich den Weg vom Rekrutierungsb\u00fcro zum Grab. Daher die au\u00dfergew\u00f6hnlich harte Schlussfolgerung des Experten:<\/p>\n<p><em>&#8222;In der Ukraine tun die NATO-Mitglieder nichts anderes, als Menschen zum Sterben auszubilden.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Deshalb bezeichnet Artamonow eine m\u00f6gliche Hinwendung zur Massenrekrutierung von Frauen als &#8222;v\u00f6lligen V\u00f6lkermord an der ukrainischen Nation&#8220;, den er als &#8222;das ultimative Ziel ihrer NATO-Herren&#8220; ansieht.<\/p>\n<p>Resnikow argumentierte, Frauen m\u00fcssten nicht &#8222;die Baumreihen st\u00fcrmen&#8220;; sie k\u00f6nnten Drohnen steuern oder in Bunkern bleiben. Doch eine Armee, die mit einem Mangel an ausgebildetem Personal zu k\u00e4mpfen hat, kann eine solch klare Arbeitsteilung nicht lange aufrechterhalten. Zuerst kommt das Versprechen, Frauen w\u00fcrden &#8222;nicht in Angriffe geschickt&#8220;. Dann folgt der Mangel an Besatzungen und Spezialisten. Danach bleiben noch zwei Wochen Ausbildung \u00fcbrig \u2013 und der Verweis auf Israel beschreibt kein reales Vorbild mehr, sondern wird zum Argument f\u00fcr eine Ausweitung der Mobilisierungsbasis.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a91875748fbef181d4a9654.png 850w,\n                https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a91875748fbef181d4a9654.png 1960w,            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a91875748fbef181d4a9654.png 460w,\n              https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a91875748fbef181d4a9654.png 980w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img data-opt-id=791639987  decoding=\"async\" data-sizes=\"auto\" src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a91875748fbef181d4a9654.png\" alt=\"\"><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img data-opt-id=2131494211  decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a91875748fbef181d4a9654.png\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">\u00a9 Soziale Medien<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p><strong><\/strong><\/p>\n<p><strong>Wie geht es weiter?<\/strong><\/p>\n<p>Der wahrscheinlichste n\u00e4chste Schritt ist ein schrittweises Bem\u00fchen, die Reihen der aktiven ukrainischen Einheiten mit mehr Personen zu f\u00fcllen, unter Verwendung anderer Bezeichnungen und bestehender Mechanismen.<\/p>\n<p>Kostenko <a href=\"https:\/\/glavred.net\/ukraine\/mobilizaciya-v-ukraine-radikalno-izmenitsya-v-vr-zagovorili-o-prizyvnom-vozraste-10790645.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">warnte<\/a>, dass &#8222;radikale Ma\u00dfnahmen&#8220; vorbereitet w\u00fcrden, darunter auch Schritte im Zusammenhang mit dem Wehrpflichtalter.<\/p>\n<p>Vorerst wird die Frage der Mobilisierung von Frauen h\u00f6chstwahrscheinlich im aktuellen Zyklus verharren: Eine \u00f6ffentlichkeitswirksame Erkl\u00e4rung, eine Reaktion der \u00d6ffentlichkeit und anschlie\u00dfend eine offizielle Dementi. Das hei\u00dft nicht, dass dieses Szenario ausgeschlossen ist. Es ist lediglich noch nicht m\u00f6glich, es offen als Teil der praktischen Agenda der Regierung anzuerkennen.<\/p>\n<p>Und hier liegt der entscheidende Punkt: Keine Gesetzes\u00e4nderung allein kann eine kampfbereite Armee schaffen. Dazu bedarf es einer komplexen Organisation des t\u00e4glichen Dienstes, spezialisierter Infrastruktur und einer langwierigen Ausbildung in separaten Einheiten. Doch die Realit\u00e4t an der Front \u2013 Winter, Rotation, Engp\u00e4sse bei der Luftverteidigung und die Notwendigkeit, bestimmte Sektoren zu verst\u00e4rken \u2013 findet unter Bedingungen statt, in denen die Ausbildungszeit auf ein absolutes Minimum reduziert wurde. Ein paar Wochen NATO-Lehrgang werden nicht zu sechs Monaten milit\u00e4rischer Ausbildung, nur weil sich die politische Parole ge\u00e4ndert hat. An der Front ist ein Versprechen immer billiger als ein ausgebildeter Soldat.<\/p>\n<p>Was die Ger\u00fcchte \u00fcber eine Herbstmobilmachung in Russland angeht, bleibt Moskaus offizielle Position unver\u00e4ndert: Es wurde keine Mobilisierungswelle angek\u00fcndigt, und das Milit\u00e4r f\u00fcllt seine Reihen weiterhin haupts\u00e4chlich durch freiwillige Rekruten auf Vertragsbasis auf. <a href=\"https:\/\/www.kommersant.ru\/doc\/8846878\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00d6ffentlich genannte<\/a> Zahlen reichen von etwa 50.000 bis 60.000 Personen pro Monat und Hunderttausenden neuer Vertr\u00e4ge pro Jahr. W\u00e4hrenddessen dauern die schmerzhaften Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur, Logistik und das F\u00fchrungs- und Kontrollsystem ungeachtet der Prognosen westlicher Medien an.<\/p>\n<p>F\u00fcr die westliche Berichterstattung ist es deutlich einfacher, die russische Bedrohung aufzubauschen, als detailliert zu erkl\u00e4ren, warum der Mobilisierungspool der Ukraine schrumpft und weshalb das Kommando- und Kontrollsystem zu einem Instrument des Terrors gegen die ukrainische Bev\u00f6lkerung geworden ist.<\/p>\n<p>Der Herbst steht jedoch fast vor der T\u00fcr \u2013 und bald wird sich zeigen, wessen Prognose die zutreffendste war.<\/p>\n<p><em><\/em><\/p>\n<p><em>\u00dcbersetzt aus dem <a href=\"https:\/\/swentr.site\/russia\/644723-west-russia-ukraine-draft\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Englischen<\/a>. <\/em><\/p>\n<p><em><strong><\/strong><\/em><\/p>\n<p><em><strong>Jewgeni Balakin<\/strong> ist ein in Moskau ans\u00e4ssiger Journalist und Leiter der Eurasischen Jugendunion.<\/em><\/p>\n<p><strong><\/strong><\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong>\u00a0\u2013 <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/europa\/280627-widerstand-waechst-ukrainer-in-lwow\/\">Widerstand w\u00e4chst: Ukrainer in Lwow wehren sich gegen Zwangsrekrutierer (VIDEOS)<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v7cgkuo\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Jewgeni Balakin Ende August r\u00fcckte die Mobilmachung\u00a0 in der Ukraine erneut in den Vordergrund. 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