{"id":20091,"date":"2026-08-30T11:03:35","date_gmt":"2026-08-30T09:03:35","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/uncategorized\/schweiz-als-kriegspartei-statt-neutral-namhafte-redner-von-links-bis-rechts-auf-dem-bundesplatz-und-nato-medien-schweigen\/"},"modified":"2026-08-30T11:03:35","modified_gmt":"2026-08-30T09:03:35","slug":"schweiz-als-kriegspartei-statt-neutral-namhafte-redner-von-links-bis-rechts-auf-dem-bundesplatz-und-nato-medien-schweigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/uncategorized\/schweiz-als-kriegspartei-statt-neutral-namhafte-redner-von-links-bis-rechts-auf-dem-bundesplatz-und-nato-medien-schweigen\/","title":{"rendered":"Schweiz als Kriegspartei statt neutral? Namhafte Redner von links bis rechts auf dem Bundesplatz und NATO-Medien schweigen"},"content":{"rendered":"<div>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Nationale Kundgebung f\u00fcr Neutralit\u00e4t und Frieden auf dem Bundesplatz Bern: Stimmen gegen NATO-Anbindung, Sanktionen und \u00abflexible Neutralit\u00e4t\u00bb<\/strong><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 29. August 2026 versammelten sich auf dem Bundesplatz in Bern zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur nationalen Kundgebung f\u00fcr Neutralit\u00e4t und Frieden. Die Veranstaltung, abgesprochen mit der Polizei, fand im Vorfeld der Abstimmung \u00fcber die Neutralit\u00e4tsinitiative am 27. September statt. <\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Organisator er\u00f6ffnete mit dem Hinweis auf die besondere Lage in Europa, insbesondere im Zusammenhang mit der Ukraine, und zitierte den ehemaligen US-Oberst Lawrence Wilkerson. Dieser habe gestanden, die CIA habe gemeinsam mit MI6 und Mossad die politische Landschaft Europas nach Washingtons W\u00fcnschen geformt: Zeitungsredaktoren, Gewerkschaftsbosse und Abgeordnete seien gekauft worden, ebenso zwei NATO-Generalsekret\u00e4re \u2013 Jens Stoltenberg und Mark Rutte. Ab 2002 seien Milliarden Dollar nach Europa geflossen. Das Resultat: Europa bete gegen Russland, gegen Diplomatie und gegen die eigenen Interessen, weil es dazu bezahlt worden sei. Der Organisator fragte, warum selbst Linke und Gr\u00fcne den \u00abSchauspieler und seine Helfershelfer in Kiew\u00bb unterst\u00fctzten.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\">\n<div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe title=\"\ud83d\udfe5 NATIONALE KUNDGEBUNG f\u00fcr NEUTRALIT\u00c4T &amp; FRIEDEN | 29.08.2026 BUNDESPLATZ BERN\" width=\"800\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/t7LUc1qUNKg?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div>\n<\/figure>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Alfred de Zayas: UN-Charta, illegale Sanktionen und Verlust der Glaubw\u00fcrdigkeit<\/h3>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alfred de Zayas, V\u00f6lkerrechtsexperte, ehemaliger leitender Jurist im B\u00fcro des UN-Hochkommissars f\u00fcr Menschenrechte und Schweizer B\u00fcrger seit 2017, erkl\u00e4rte, er werde f\u00fcr die Neutralit\u00e4tsinitiative stimmen. Die Abstimmung betreffe die Identit\u00e4t der Schweiz als neutraler Staat, ihre Glaubw\u00fcrdigkeit als Vermittlerin und ihre Seele sowie Sicherheit. Die Schweiz m\u00fcsse sich in allen Gebieten neutral verhalten, alle Seiten respektieren und anh\u00f6ren \u2013 nach dem Prinzip \u00abaudiatur et altera pars\u00bb. Jede Ann\u00e4herung an Bl\u00f6cke mit konfrontativer Politik bedeute einen Verlust der Neutralit\u00e4t und des Images als vertrauensw\u00fcrdige Vermittlerin. Jede Ann\u00e4herung an EU und NATO sei kontr\u00e4r zu den Interessen der B\u00fcrger, die in Sicherheit und Frieden leben und nicht in Konfrontationen hineingezogen werden wollten.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die UN-Charta gelte als Weltverfassung. Artikel 2 Absatz 3 verpflichte zur friedlichen L\u00f6sung von Differenzen durch Diplomatie, nicht durch Drohungen oder wirtschaftliche Zwangsma\u00dfnahmen. Artikel 2 Absatz 4 verbiete Gewalt \u2013 nicht nur milit\u00e4rische Aggression, sondern auch andere Formen, darunter unilaterale Zwangsma\u00dfnahmen (Wirtschaftssanktionen). Diese seien illegal; einzig der UN-Sicherheitsrat d\u00fcrfe Sanktionen gem\u00e4\u00df Kapitel VII verh\u00e4ngen. EU-Wirtschaftssanktionen und Finanzblockaden seien Kriegswaffen und verstie\u00dfen gegen Geist und Buchstaben der UN-Charta. UN-Sonderberichterstatter dokumentierten humanit\u00e4re Katastrophen, Hunger, Elend, Tod und Migration. De Zayas kritisierte den Bundesrat scharf f\u00fcr dessen Empfehlung gegen die Initiative und dessen Ignorieren j\u00e4hrlicher UN-Resolutionen sowie Lancet-Analysen zu Hunderttausenden Opfern. Die Schweiz als UN-Mitglied m\u00fcsse sich an UN-Empfehlungen orientieren. Artikel 103 der Charta habe Vorrang vor anderen Vertr\u00e4gen, auch \u00fcber den Vertrag von Lissabon.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die schleichende Ann\u00e4herung an EU und NATO habe die Schweiz de facto in den westlichen Block gebracht, der seit dem Ende des Kalten Krieges eine aggressive Politik gegen\u00fcber Jugoslawien, Afghanistan, Irak, Iran, Russland und Belarus f\u00fchre. Diese N\u00e4he bedeute Komplizit\u00e4t bei V\u00f6lkerrechtsverletzungen und k\u00f6nne die Schweiz haftbar machen. Viele Schweizer Medien betrieben Desinformation, Kriegstreiberei, Russophobie und Xenophobie. Die Schweiz solle alle Konfliktparteien zur Diplomatie einladen. Der B\u00fcrgenstock 2024 habe der Reputation geschadet. Eine Ablehnung der Initiative w\u00fcrde zus\u00e4tzlichen Schaden anrichten. De Zayas bat, f\u00fcr die Initiative zu stimmen und die Friedensarbeit von Niklaus von Fl\u00fce und Henry Dunant fortzusetzen.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Pascal Lottaz: Linke Argumente, Sanktionen als Massenvernichtungswaffe und Freundschaft statt Abschreckung<\/h3>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pascal Lottaz, Professor (Kyoto\/Tokio), Leiter des Forschungsnetzwerks Neutrality Studies und SP-Mitglied, betonte, Neutralit\u00e4t sei keine Sache von links oder rechts, sondern der Schweizerinnen und Schweizer. Es sei ein Unding, das Thema auf Wladimir Putin zu reduzieren. Es gebe gute linke Argumente: Neutralit\u00e4t stehe dem kapitalistischen Expansionsgebaren entgegen und halte die Schweiz auf Kurs f\u00fcr eine humanistische Haltung, die sich f\u00fcr alle Kriegsopfer einsetze, nicht f\u00fcr Kriegsparteien.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unilaterale Zwangsma\u00dfnahmen seien V\u00f6lkerrechtsbruch. Eine Lancet-Studie (Dezember 2025) \u00fcber 50 Jahre zeige, dass US- und EU-Sanktionen j\u00e4hrlich eine halbe Million Menschen t\u00f6teten. Sie seien eine Massenvernichtungswaffe. Die Schweiz d\u00fcrfe sich nicht daran beteiligen. Neutralit\u00e4t bedeute, Freund aller zu bleiben \u2013 Amerikaner, Russen, Chinesen, Iraner, Nordkoreaner, Deutsche, Franzosen. Freundschaft sei die beste Verteidigungsstrategie, Abschreckung die Idee der Macht. Neutralit\u00e4t als Unterst\u00fctzung der NATO sei der Gang zum Untergang.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lottaz verwies auf Jacques Baud und Nathalie Yamb, beide Opfer unilateraler EU-Zwangsma\u00dfnahmen. Baud sitze in Br\u00fcssel fest, Yamb auf dem afrikanischen Kontinent. Der Bundesrat m\u00fcsse sich f\u00fcr sie und gegen solche Ma\u00dfnahmen einsetzen. Die Schweiz brauche integrale Neutralit\u00e4t \u2013 milit\u00e4risch, wirtschaftlich und im Denken: sich um alle k\u00fcmmern.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jacques Baud: Gefangener der EU, Glaubw\u00fcrdigkeit der Neutralit\u00e4t und NATO-Eskalation<\/h3>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jacques Baud, ehemaliges Mitglied des Schweizer Nachrichtendienstes und Oberst im Generalstab, sprach live aus Br\u00fcssel, wo er seit dem 14. Dezember 2025 wegen Meinungsfreiheit sanktioniert ist. Er darf Belgien nicht verlassen, hat keinen Zugriff auf Konten und \u00fcberlebt dank Freunden. Schweizer Versicherungen und Banken h\u00e4tten Vertr\u00e4ge gek\u00fcndigt, obwohl die Schweiz die EU-Sanktionen in seinem Fall nicht anwendet. Er sei nie vor Gericht gestellt worden. Es gebe keine Geheimdienstberichte \u00fcber Verbindungen zu Russland. Die Schweizer Regierung habe sich auf die Seite der EU gestellt; das EDA habe der Aufnahme in die Sanktionsliste offenbar zugestimmt.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neutralit\u00e4t gehe weit \u00fcber Russland-Sanktionen hinaus. Die Glaubw\u00fcrdigkeit der Schweiz beruhe auf ihrer Neutralit\u00e4t, nicht auf Schokolade oder Uhren. Die Wiener Erkl\u00e4rung von 1815 sehe Neutralit\u00e4t und Unverletzlichkeit der Schweiz im Interesse ganz Europas. Neutralit\u00e4t sei kein Mittel, sich Konflikten zu entziehen, sondern sie zu l\u00f6sen. Sie m\u00fcsse absolut und ohne Kompromisse sein. Heute polarisierten sich internationale Beziehungen; westliche Diplomatie sei durch Druckpolitik ersetzt. Europ\u00e4er h\u00e4tten keine Ausstiegsm\u00f6glichkeit aus dem Ukraine-Konflikt und seien zur Eskalation verurteilt. Die Schweiz h\u00e4tte eine T\u00fcr \u00f6ffnen k\u00f6nnen, sei aber nicht mehr glaubw\u00fcrdig. Ihr Beitrag m\u00fcsse Br\u00fccken bauen, nicht Gr\u00e4ben vertiefen.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wolf Linder: Sanktionen als Kriegsinstrument, nicht Friedensmittel<\/h3>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wolf Linder, Politologe und SP-Mitglied, erkl\u00e4rte, Neutralit\u00e4t sei kein Sympathieartikel und folge nicht Gef\u00fchlen, sondern frage nach den Folgen: kein Krieg, keine Beteiligung, friedliche Regelung. Solidarit\u00e4t gelte Kriegsopfern, nicht Regierungen. Sanktionen seien ungerecht, ein Kriegs- statt Friedensinstrument und ein weltweites willk\u00fcrliches Regime, diktiert von der Macht des St\u00e4rkeren \u2013 warum Russland, aber nicht Israel oder die USA nach dem Angriff auf Iran? Sie tr\u00e4fen nicht Regierungen, sondern V\u00f6lker: Verarmung, Mangel, 500.000 Tote j\u00e4hrlich, mehr als durch Kriege. Regimewechsel seien selten, Konflikte w\u00fcrden verl\u00e4ngert (Beispiel Kuba). Die Initiative beschr\u00e4nke Sanktionen sinnvoll auf UN-Sanktionen.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ralf Bossart: NATO-\u00dcbungen au\u00dferhalb des B\u00fcndnisgebiets, Korruption und Desinteresse am Frieden<\/h3>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ralf Bossart, Oberstleutnant a.D. im Generalstab, Historiker und Arch\u00e4ologe, sagte, der Umgang europ\u00e4ischer Regierungen und Medien mit der Schweizer Neutralit\u00e4t zeige Desinteresse an Frieden \u2013 weder in der Ukraine noch am Persischen Golf. Sie \u00fcberlie\u00dfen den Kampf anderen und sicherten sich mit dem Checkbuch; 5 Prozent der Schweizer Wirtschaftsleistung (40 Milliarden Franken j\u00e4hrlich) wollten sie f\u00fcr das \u00abwohl korrupteste Regime in Europa\u00bb und die eigene R\u00fcstungsindustrie. Neutralit\u00e4t sei eine Frage grundlegender Intelligenz. Wer den Rattenf\u00e4ngern aus Br\u00fcssel und Berlin hinterher tanze, werde als Putin-Versteher diffamiert.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Schweiz habe mit den Minsk-Abkommen und der OSZE-Beobachtermission (100 Millionen Euro j\u00e4hrlich) eine friedliche L\u00f6sung vermittelt \u2013 besser investiert als Milliarden f\u00fcr R\u00fcstung und Korruption. Die Machthaber in Kiew und Br\u00fcssel h\u00e4tten mit Krieg einen besseren Deal erhofft und z\u00f6gen nun die Schweiz in den Dreck. Die OSZE-Mission sei respektlos behandelt worden: Mitarbeiter beschimpft, bedroht, beschossen, zwei in die Luft gesprengt. Bossart habe an NATO-\u00dcbungen teilgenommen: Interventionen in Schweden auf dem Papier, Niederschlagung von Aufst\u00e4nden auf Madagaskar, Aufmarsch gegen Iran in Georgien. Das habe nichts mit Landesverteidigung zu tun. Die NATO interveniere st\u00e4ndig au\u00dferhalb des B\u00fcndnisgebiets. Das k\u00f6nne nicht Aufgabe der Schweizer Armee sein. Die Initiative sei ein Zeichen gegen Korruption und Krieg.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Philip Kruse: Aufgabe der Neutralit\u00e4t 2022, doppelte Standards und NATO-Eskalationsdoktrin<\/h3>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Philip Kruse, Jurist, warf dem Bundesrat vor, die Neutralit\u00e4t am 28. Februar 2022 de facto aufgegeben zu haben \u2013 vier Tage nach Kriegsbeginn durch \u00dcbernahme der EU-Sanktionen. Russland habe die Schweiz daraufhin auf die Liste unfreundlicher Staaten gesetzt. Selenskyj sei zweimal eingeladen worden, Putin nicht einmal zur B\u00fcrgenstock-Konferenz. Die Schweiz spreche nur mit einer Seite. Westliche Zivilisation beruhe auf Neugier und \u00abaudiatur et altera pars\u00bb. Diplomatie mit Russland m\u00fcsse wiederhergestellt werden.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Medien diffamierten Initianten als Putin-Versteher. Die NZZ nenne die Initiative ein Geschenk f\u00fcr Diktatoren. Das sei Kriegspropaganda. Russland sei keine Bedrohung f\u00fcr die Schweiz. Jahrzehntelange russische Angebote f\u00fcr eine europ\u00e4ische Friedensarchitektur (Gorbatschow 1989, Putin 2001 im Bundestag, Vorst\u00f6\u00dfe bis 2021) seien von NATO, EU und USA arrogant ausgeschlagen worden. Der Bundesrat blende in Strategiepapieren die Risiken enger Zusammenarbeit mit auf Eskalation setzenden Parteien wie der NATO aus. Eine Anbindung widerspreche Artikel 2 der Bundesverfassung (Unabh\u00e4ngigkeit und Sicherheit). Die Initiative sei die beste Investition in die Zukunft der Kinder.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jean-Daniel Ruch: Flexible Neutralit\u00e4t als Doppelstandards und schleichende NATO-Integration<\/h3>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jean-Daniel Ruch, ehemaliger Botschafter in Serbien\/Montenegro, Israel und der T\u00fcrkei, erinnerte an Neutralit\u00e4t als Soft Power. Carla Del Ponte stehe f\u00fcr internationales Recht ohne Kompromisse \u2013 gleiche Behandlung aller Kriegsverbrecher. \u00abFlexible Neutralit\u00e4t\u00bb bedeute Doppelstandards und Willk\u00fcr: Sanktionen, wenn einflussreiche L\u00e4nder es verlangen, keine, wenn nicht. Das schade der Glaubw\u00fcrdigkeit. Die Initiative gebe dem Bundesrat R\u00fcckgrat. Europa sei gef\u00e4hrlich; schleichende NATO-Integration durch Interoperabilit\u00e4t riskiere, dass die Schweiz nicht au\u00dferhalb eines europ\u00e4ischen Krieges bleibe. Kriege in Iran und Ukraine seien Machtk\u00e4mpfe der Gro\u00dfm\u00e4chte, nicht gut gegen b\u00f6se. Die V\u00e4ter der Schweiz h\u00e4tten gewarnt: \u00abNe vous m\u00ealez pas des jeux des puissances.\u00bb<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Michelle Geissen: Neutralit\u00e4t als Schutz f\u00fcr Kinder und Frauen<\/h3>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Michelle Geissen, Walliser Juristin, widmete ihre Rede ihrem Vater, der 1939 als 22-J\u00e4hriger 1200 Tage die Grenze bewacht habe. Neutralit\u00e4t sei kein Desinteresse oder Schw\u00e4che, sondern der Mut, zwischen den Feuern zu stehen und sp\u00e4ter beiden Seiten die Hand zu reichen. Frauen und M\u00fctter zahlten den Preis von Kriegen. Sie h\u00e4tten das Recht und die Pflicht, milit\u00e4rische Allianzen abzulehnen, die das Leben ihrer Kinder bedrohten.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Maria Pia Ambrosetti: NATO-Sirenengesang und Verfassung als Mast<\/h3>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Maria Pia Ambrosetti, Tessiner Parlamentarierin, verglich die Verfassung mit den Seilen, an die sich Odysseus binden lie\u00df, um den Sirenengesang zu h\u00f6ren, ohne gegen die Klippen zu fahren. Der Bundesrat h\u00f6re den Gesang der NATO: Sicherheit, Interoperabilit\u00e4t, Zusammenarbeit \u2013 nur kleine Schritte. Flexible Neutralit\u00e4t k\u00f6nne ins Gegenteil verkehrt werden. Bewaffnete Neutralit\u00e4t verpflichte zur Verteidigung des eigenen Territoriums, nicht zur Vorbereitung fremder Kriege. Junge M\u00e4nner sollten Ja stimmen, um nicht an der Seite der NATO f\u00fcr fremde Interessen zu k\u00e4mpfen. Dasselbe gelte f\u00fcr die WHO: Zusammenarbeit setze die M\u00f6glichkeit voraus, Nein zu sagen.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Massimiliano: Kommunistische Perspektive \u2013 NATO als imperialistisch, Sanktionen als Krieg<\/h3>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Massimiliano von der Kommunistischen Partei Tessin erkl\u00e4rte, ohne Neutralit\u00e4t liefen junge Menschen Gefahr, unter NATO-Kommando im Ausland zu dienen. Im Bundeshaus werde bereits \u00fcber Entsendung von Soldaten in imperialistische Kriege der NATO und EU diskutiert. Der ehemalige Armeechef habe den Einsatz in der Ukraine vorgeschlagen \u2013 eine sch\u00e4ndliche Provokation. Atlantistische Sozialdemokraten, die einst die Armee abschaffen wollten, wollten nun Waffen an ein Putsch-Regime mit Asow-Bataillon liefern. Neutralit\u00e4t sei Voraussetzung f\u00fcr Souver\u00e4nit\u00e4t, direkte Demokratie und soziale Reformen. Die Initiative verbiete NATO-Beitritt, Teilnahme an fremden Kriegen und erkenne unilaterale Sanktionen als Kriegsform an. Die Schweiz m\u00fcsse Br\u00fccke zwischen Niedergang des Westens und aufstrebendem Osten sein. \u00abWeg mit den Atlantisten und Zionisten aus dem Bundeshaus.\u00bb<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Christoph Fluger: Hybridkrieg, Angstgesch\u00e4ft und Kontrolle<\/h3>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Christoph Fluger vom Neutralit\u00e4tsrat sagte, die Schweiz stehe bereits in einem hybriden Krieg. Das NATO-Kriegsziel gegen\u00fcber Russland sei Schw\u00e4chung; der Nachrichtendienst-Bericht wolle Russlands M\u00f6glichkeiten minimieren. Das NATO-Netzwerk in der Schweiz funktioniere. Aufr\u00fcstung sei ein Bombengesch\u00e4ft f\u00fcr Superreiche und Banken (Rheinmetall-Kurs +226 Prozent). Angst diene der Kontrolle unpopul\u00e4rer Regierungen \u2013 digital, finanziell, politisch, milit\u00e4risch. NATO-\u00dcbungen dienten der Aufstandsbek\u00e4mpfung. Die Hoffnung liege in einer neutralen, friedlichen Schweiz.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kundgebung endete mit einer Resolution f\u00fcr die sofortige Aufhebung der Sanktionen gegen Jacques Baud, Unterschriftensammlungen und einem Aufruf zur Ja-Stimme am 27. September: Neutralit\u00e4t bedeute nicht Wegschauen, sondern Partei f\u00fcr den Frieden ergreifen \u2013 glaubw\u00fcrdig nur als Land, das von keiner Kriegspartei als Gegner wahrgenommen wird. Keine Beteiligung an Kriegen Dritter, keine milit\u00e4rischen B\u00fcndnisverpflichtungen, starke Landesverteidigung.<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nationale Kundgebung f\u00fcr Neutralit\u00e4t und Frieden auf dem Bundesplatz Bern: Stimmen gegen NATO-Anbindung, Sanktionen und \u00abflexible Neutralit\u00e4t\u00bb Am 29. August 2026 versammelten sich auf dem Bundesplatz in Bern zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur nationalen Kundgebung f\u00fcr Neutralit\u00e4t und Frieden. 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