{"id":20334,"date":"2026-09-01T08:03:51","date_gmt":"2026-09-01T06:03:51","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/studie-gendersprache-teilt-deutschland\/"},"modified":"2026-09-01T08:03:51","modified_gmt":"2026-09-01T06:03:51","slug":"studie-gendersprache-teilt-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/studie-gendersprache-teilt-deutschland\/","title":{"rendered":"Studie: Gendersprache teilt Deutschland"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Gegenderte Sprache wird von zahlreichen Menschen als Zeichen der Bevormundung wahrgenommen, weil sie inzwischen haupts\u00e4chlich von Beh\u00f6rden und Gro\u00dfunternehmen ausgeht. Zu diesem Schluss kommt Matthias Heine, studierter Linguist und Redakteur der\u00a0<em>Welt.<\/em>\u00a0In einer am 31. August erschienenen Analyse stellte er fest:<\/p>\n<p><em>&#8222;Die Richtung, aus der das Gendern kommt, hat sich dabei ge\u00e4ndert. Es kommt von oben. Von der Obrigkeit, von Konzernen, vom Staat, von den Lehrern und Oberlehrern, von der B\u00fcrokratie, von den Chefs. Was als Jargon linksgr\u00fcner Graswurzelbewegungen begann, ist zur Sprache der Macht geworden.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Heine bezieht sich auf eine\u00a0<a href=\"https:\/\/listflix.de\/unternehmen\/statistiken\/gender-analyse\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Studie<\/a>\u00a0des Marktforschungsservice Listflix vom N\u00fcrnberger Softwareunternehmen Datamego. In deren Rahmen wurden 2.328.734 Webseiten von Unternehmen auf die Verwendung der &#8222;geschlechtergerechten&#8220; Sprache analysiert. Betrachtet wurden dabei allerdings nur solche Wortkonstruktionen, die durch kreative Auslegung der deutschen Rechtschreibung, etwa Verwendung von Doppelpunkten, Sternchen, Schr\u00e4g- oder Bindestrichen oder des gro\u00dfen Binnen-I hergestellt werden. Verwendungen von Partizipkonstruktionen wie &#8222;Studierende&#8220; oder Doppelformen wie &#8222;B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger&#8220; wurden nicht ber\u00fccksichtigt, womit die quantitative Verbreitung der Gendersprache noch gr\u00f6\u00dfer sein d\u00fcrfte, als die Datenanalyse anzeigt.<\/p>\n<p>Dennoch l\u00e4sst die Studie qualitative Trends bei der Verwendung der Gendersprache erkennen. Demnach gendern 20,7 Prozent der Gro\u00dfunternehmen, 15,8 Prozent der mittelst\u00e4ndischen Betriebe und nur 8,8 Prozent der Kleinstbetriebe. Besonders anschaulich sei das Gef\u00e4lle in der Medizin, wo 70,3 Prozent der inzwischen zu gro\u00dfen Konzernen geh\u00f6renden Krankenh\u00e4user, aber nur 15,6 Prozent der Arztpraxen gendern. Auch geografisch liegen die Schwerpunkte des Genderns tendenziell in Gro\u00dfst\u00e4dten, wobei im Westen und Norden im Allgemeinen mehr als im Osten und S\u00fcden gegendert werde. Dazu Heine:<\/p>\n<p><em>Unter den Bundesl\u00e4ndern haben die Stadtstaaten den h\u00f6chsten Anteil an Unternehmen mit Gendersprache. Berlin (13,5 Prozent), Bremen (13,3) und Hamburg (12,9) liegen weit vorn, gefolgt von Niedersachsen (10,0), Nordrhein-Westfalen (9,8) und Schleswig-Holstein (9,0). Die niedrigsten Genderquoten haben Sachsen (7,7), Th\u00fcringen (6,8) und Mecklenburg-Vorpommern (6,5).<\/em><\/p>\n<p>Spitzenreiter beim Gendern ist allerdings die Gr\u00fcnen-Hochburg Freiburg im Breisgau, wo 15,7 Prozent der Unternehmen gendern, w\u00e4hrend das th\u00fcringische Suhl mit 4,5 Prozent das Schlusslicht bildet.<\/p>\n<p>Die eingangs von Heine aufgestellte These, wonach &#8222;gendergerechte Sprache&#8220; nicht mit Gerechtigkeit, sondern mit Macht und Bevormundung assoziiert wird, wird somit durch statistische Angaben gest\u00fctzt. Der Linguist betont in diesem Zusammenhang:<\/p>\n<p><em>&#8222;Die sogenannte &#8218;geschlechtergerechte Sprache&#8216; ist der Herrschaftston, den die gro\u00dfen kapitalistischen Strukturen gegen\u00fcber dem renitenten Kundenvolk anschlagen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema <\/strong>\u2013 <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/meinung\/212149-selbstbestimmungsgesetz-welt-neuen-pronomen-ist\/\">Selbstbestimmungsgesetz: Die menschenfeindliche Welt der neuen Pronomen<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v70f10g\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gegenderte Sprache wird von zahlreichen Menschen als Zeichen der Bevormundung wahrgenommen, weil sie inzwischen haupts\u00e4chlich von Beh\u00f6rden und Gro\u00dfunternehmen ausgeht. 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