{"id":20347,"date":"2026-09-01T09:02:23","date_gmt":"2026-09-01T07:02:23","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/medienkritik\/von-der-city-of-london-zur-wall-street-und-zuruck-teil-1-von-wolfgang-effenberger\/"},"modified":"2026-09-01T09:02:23","modified_gmt":"2026-09-01T07:02:23","slug":"von-der-city-of-london-zur-wall-street-und-zuruck-teil-1-von-wolfgang-effenberger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/medienkritik\/von-der-city-of-london-zur-wall-street-und-zuruck-teil-1-von-wolfgang-effenberger\/","title":{"rendered":"Von der City of London zur Wall Street und zur\u00fcck (Teil 1) | Von Wolfgang Effenberger"},"content":{"rendered":"<div>\n<p><strong>Vom Fugger-Kapital zur Finanzwelt des Atlantiks<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die City of London: eine beeindruckende Erfolgsgeschichte<\/strong><\/p>\n<p>Die\u00a0City of London\u00a0 ist die kleine historische Kernstadt Londons, eine seit der R\u00f6merzeit bestehende Handelsstadt mit eigener kommunaler Verfassung; ihre Umwandlung zum f\u00fchrenden Finanzzentrum verdankt sie vor allem der Krise der oberdeutschen Handelsh\u00e4user Fugger und Welser im 16. und 17. Jahrhundert, der Verlagerung der europ\u00e4ischen Handels- und Machtachsen zum Atlantik und den Aufbau des englischen Fiskal- und Kriegsstaates, wobei der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg als Beschleuniger wirkte.<\/p>\n<p>Sie ist nicht gleichzusetzen mit \u201eLondon\u201c insgesamt. Aus der mittelalterlichen B\u00fcrgergemeinde ging die heutige City of London Corporation hervor. Schon im 12. und fr\u00fchen 13. Jahrhundert erhielten die B\u00fcrger Rechte auf Selbstverwaltung und B\u00fcrgermeisterwahl.\u00a0<\/p>\n<p>Vom 13. Jahrhundert an war Venedig eine f\u00fchrende Handelsmetropole des Mittelmeerraums. F\u00fcr die oberdeutschen Handelsh\u00e4user Fugger und Welser bildete die Stadt einen wesentlichen Zugang zu italienischen, levantinischen und weiteren mediterranen M\u00e4rkten. (1) Die Welser-Brun-Gesellschaft bestand wahrscheinlich bereits seit 1411; ihre zentrale Handelsachse f\u00fchrte von Venedig \u00fcber Augsburg nach Frankfurt, erg\u00e4nzt durch Verbindungen nach Ulm, N\u00fcrnberg und zu den N\u00f6rdlinger Messen.<\/p>\n<p>Fugger, Welser und Venedig arbeiteten nicht \u00fcber ein einzelnes Zentrum, sondern \u00fcber Netze aus Faktoreien, Messen, Hafenpl\u00e4tzen und Kreditbeziehungen. Augsburg war f\u00fcr Fugger und Welser die Verwaltungs- und Rechnungszentrale; Venedig war zugleich ein eigenes Handelszentrum, ein Mittelmeerhafen und ein Tor zu den M\u00e4rkten des \u00f6stlichen Mittelmeers. (2)<\/p>\n<p>Das Fugger-Netz verband zun\u00e4chst den oberdeutschen Raum mit Italien.\u00a0Augsburg\u00a0war der Sitz der Gesellschaft, Ort der zentralen Buchhaltung und Schaltstelle f\u00fcr Finanzierung, Metallhandel und politische Kreditgesch\u00e4fte. Venedig und N\u00fcrnberg besa\u00dfen bereits zwischen 1472 und 1486 Fugger-Faktoreien; zugleich entstanden erste Finanzverbindungen zur r\u00f6mischen Kurie und zu den Habsburgern. (3)<\/p>\n<p>Die Fugger bauten ihre venezianische Pr\u00e4senz ab den 1470er Jahren und besonders ab den 1490er Jahren aus. Venedig wurde f\u00fcr sie zu einem wichtigen Umschlag- und Absatzplatz ihres Kupfer- und Silberhandels. W\u00e4hrend Venedig selbst seit dem Hochmittelalter als Handelszentrum dominierte, lag die entscheidende Phase der venezianischen Aktivit\u00e4ten von Fuggern und Welsern vor allem im sp\u00e4ten 15. und im 16. Jahrhundert. (4) Die wichtigste fr\u00fche Achse verlief \u00fcber Augsburg \u2013 Tirol \u2013 Venedig \u2013 Rom.<\/p>\n<p><strong>Der Seeweg nach Indien l\u00e4sst Antwerpen zur Handelsmetropole aufsteigen<\/strong>\u00a0<\/p>\n<p>Bis zur portugiesischen Entdeckung des Seewegs nach Indien bezogen die Welser indischen Pfeffer noch wesentlich \u00fcber Venedig. Ab 1505 verlagerte sich das Gesch\u00e4ft abrupt auf die\u00a0Lissabon-Antwerpen-Achse. Antwerpens Lage an der Schelde bot Zugang zur Nordsee, w\u00e4hrend die Stadt zugleich \u00fcber Land- und Flussverbindungen nach England, Frankreich, ins Reich, nach Italien und an die Ostsee verf\u00fcgte. In Antwerpen verbanden die Fugger den mitteleurop\u00e4ischen Metallraum mit Lissabon und dem portugiesischen Indienhandel. Kupfer aus Tirol und Oberungarn wurde \u00fcber Antwerpen nach Lissabon weitergeleitet; portugiesische H\u00e4ndler nutzten es als Ware im Handel mit Afrika und Indien. R\u00fcckw\u00e4rts liefen Gew\u00fcrze und Kolonialwaren \u00fcber Antwerpen nach Augsburg, Frankfurt, Leipzig und N\u00fcrnberg. (5)<\/p>\n<p>Antwerpen wurde der Hauptverteilungsort f\u00fcr Gew\u00fcrze in Mitteleuropa; Frankfurt- und Leipziger Messen sowie der N\u00fcrnberger Markt verbanden ihn mit den Binnenm\u00e4rkten. Der fr\u00fchere venezianische Pfefferimport wurde demgegen\u00fcber wirtschaftlich nachrangig.<\/p>\n<p>Venedig blieb eine bedeutende Handels- und Finanzmetropole, verlor jedoch allm\u00e4hlich gegen\u00fcber den direkten portugiesischen Seeverbindungen nach Indien und gegen\u00fcber Antwerpen als europ\u00e4ischem Umschlagplatz an Bedeutung.\u00a0<\/p>\n<p>Die Landanbindung f\u00fchrte von Venedig \u00fcber die Etsch, den Brenner und Tirol nach Augsburg, N\u00fcrnberg sowie in die Rhein- und Donaur\u00e4ume. Diese Lage machte Venedig zum nat\u00fcrlichen s\u00fcdlichen Gegenpol der oberdeutschen Handelsgesellschaften. (6)<\/p>\n<p>F\u00fcr Fugger und Welser bedeutete das keine abrupte Abkehr von Venedig, sondern eine Diversifizierung ihrer Routen:<\/p>\n<p>Venedig blieb wichtig f\u00fcr italienische, levantinische und mediterrane Waren sowie als Zugang zur Kurie und zu italienischen Finanzm\u00e4rkten.<\/p>\n<p>Antwerpen wurde zum zentralen nordwesteurop\u00e4ischen Waren-, Kredit- und Informationsplatz.<\/p>\n<p>Lissabon und Sevilla verbanden die oberdeutschen Gesellschaften mit dem portugiesischen Indienhandel und dem spanischen Atlantikraum.<\/p>\n<p>Augsburg blieb die Verwaltungs-, Bilanz- und Kapitalzentrale, von der aus die Faktoreien gesteuert wurden.<\/p>\n<p>Antwerpen war im 16. Jahrhundert f\u00fcr einige Jahrzehnte eines der zentralen Handels- und Finanzzentren Europas. Seine besondere Funktion bestand darin, die neuen atlantischen und asiatischen Seewege mit den Produktions-, Bergbau- und Absatzr\u00e4umen Mitteleuropas zu verbinden \u2013 und diese Warenstr\u00f6me durch Kredit, Wechsel und Kapitalmarkt zu finanzieren. (7)<\/p>\n<p>Antwerpen war also vor allem ein Umschlag-, Verteilungs- und Informationsplatz, nicht blo\u00df ein Hafen. Es war ein Ort, an dem Waren nicht nur weiterverkauft, sondern neu geb\u00fcndelt, auf Kredit finanziert, versichert und \u00fcber Wechsel bezahlt wurden. (8)<\/p>\n<p>Die 1531 er\u00f6ffnete Antwerpener B\u00f6rse (Beurs) war die erste eigens errichtete Warenb\u00f6rse Europas. Sie schuf einen festen institutionellen Ort, an dem H\u00e4ndler \u201ealler Nationen und Sprachen\u201c Gesch\u00e4fte abschlie\u00dfen konnten; das Vorbild wirkte sp\u00e4ter auf vergleichbare Einrichtungen in London und Amsterdam.<\/p>\n<p>Ihre wirtschaftliche Funktion reichte \u00fcber den Warenhandel hinaus:<\/p>\n<ul>\n<li>Wechsel wurden gehandelt, pr\u00e4sentiert und bezahlt.<\/li>\n<li>Kaufleute erhielten Handels- und Lieferkredite.<\/li>\n<li>Versicherungen und Seefrachtfinanzierungen wurden vermittelt.<\/li>\n<li>\u00d6ffentliche Kredite und Staatspapiere fanden K\u00e4ufer.\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n<p>Preise, Nachrichten \u00fcber Ernten, Schiffsank\u00fcnfte, Kriege und Zahlungsausf\u00e4lle zirkulierten rasch. Damit wurde Antwerpen ein Kapitalmarkt. Kaiser Karl V. nahm dort, teils \u00fcber Bankiers wie die Fugger, hohe Kredite auf; die Stadt wurde in das Finanzsystem der Habsburgermonarchie eingebunden.<\/p>\n<p>F\u00fcr die oberdeutschen Gesellschaften war Antwerpen das nordwesteurop\u00e4ische Gegenst\u00fcck zu Venedig. Venedig verkn\u00fcpfte Augsburg mit dem Mittelmeer und der Levante; Antwerpen verband Augsburg mit dem Atlantik, England, Portugal und indirekt Asien sowie Amerika.<\/p>\n<p>Fugger und Welser unterhielten in Antwerpen Vertreter und Faktoreien. Sie verkauften unter anderem mitteleurop\u00e4isches Kupfer und bezogen portugiesische Gew\u00fcrze sowie andere Fernhandelswaren. Besonders Kupfer war strategisch: Portugal ben\u00f6tigte es im Handel an der westafrikanischen K\u00fcste und f\u00fcr die Ausr\u00fcstung des Indienhandels. Der Geld- und Warenkreislauf war daher nicht linear, sondern verkn\u00fcpfte Metalllieferungen, Gew\u00fcrzimporte, Kredit und Wechselgesch\u00e4fte in einem einzigen Netzwerk.<\/p>\n<p>Die Bl\u00fcte Antwerpens war kurz: ungef\u00e4hr von 1500 bis in die 1580er Jahre. Dann kamen religi\u00f6se Konflikte und der niederl\u00e4ndische Aufstand gegen die spanische Herrschaft.<\/p>\n<p>Am 17. August 1585 wurde Antwerpen nach einer etwa vierzehnmonatigen Belagerung durch Truppen Alexander Farneses f\u00fcr die spanische Krone zur\u00fcckerobert, w\u00e4hrend Holland und Zeeland im aufst\u00e4ndischen Norden blieben. (9)<\/p>\n<p>Nach der Einnahme standen Einwohner und Kaufleute vor der Wahl: Unterwerfung unter Philipp II. und die katholische Ordnung oder Abwanderung. Viele protestantische Kaufleute, Handwerker, Drucker, Unternehmer und Facharbeiter verlie\u00dfen Antwerpen; ein erheblicher Teil zog in St\u00e4dte der Republik, besonders nach Amsterdam.<\/p>\n<p>Der entscheidende \u00f6konomische Schlag war die\u00a0Sperrung der Scheldem\u00fcndung. Die n\u00f6rdlichen Provinzen kontrollierten den Zugang zur Nordsee und blockierten den Flussverkehr nach Antwerpen. Dadurch verlor der Hafen seinen unmittelbaren Seezugang; die Sperre bestand \u2013 mit Unterbrechungen und Ver\u00e4nderungen ihrer Wirkung \u2013 grunds\u00e4tzlich bis ins sp\u00e4te 18. Jahrhundert.<\/p>\n<p>Die Einnahme Antwerpens 1585 und die Schlie\u00dfung der Schelde f\u00fchrten also zur Abwanderung von Kaufleuten, Kapital und Know-how. Antwerpen verlor fast die H\u00e4lfte seiner Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>Amsterdam \u00fcbernahm nun die Funktionen des Warenumschlags, der B\u00f6rse, der Seeversicherung und internationalen Finanzierung auf neuer Grundlage. Antwerpen blieb ein bedeutender Hafen, erreichte aber die fr\u00fchneuzeitliche Vorrangstellung gegen\u00fcber Amsterdam und sp\u00e4ter London nicht wieder. (10)<\/p>\n<p>1609 stellten Zuwanderer aus den s\u00fcdlichen Niederlanden ungef\u00e4hr ein Drittel der Amsterdamer Kaufleute; viele waren j\u00fcngere M\u00e4nner mit begrenztem Anfangskapital. (11)<\/p>\n<p><strong>Amsterdam nutzt die \u00d6ffnung<\/strong><\/p>\n<p>Vor dem Aufstand war Amsterdam eher der n\u00f6rdliche Au\u00dfenhafen eines Handelsraums, dessen \u00fcbergeordnetes Zentrum Antwerpen war. Erst die Zerschneidung dieses gemeinsamen Wirtschaftsraums erzwang eine Neuordnung: Weil Antwerpen f\u00fcr die Republik nicht mehr nutzbar war, wurde Amsterdam Hauptplatz des holl\u00e4ndischen Schiffsverkehrs, Warenhandels und Informationsaustauschs. (12)\u00a0<\/p>\n<p>Die Bedeutung der Nord- und Ostseeverbindungen sollte nicht untersch\u00e4tzt werden: Amsterdam verf\u00fcgte \u00fcber eine maritime Basis, die es nach 1585 erlaubte, Antwerpens fr\u00fchere Vermittlungsfunktion mit eigener Schifffahrt und eigenen Handelsorganisationen zu verbinden.\u00a0<\/p>\n<p>Inzwischen hatte sich London zum zentralen englischen Hafen entwickelt und b\u00fcndelte Handel, Schifffahrt, Versicherung, Wechselgesch\u00e4ft und Informationen. Mit der 1565 gegr\u00fcndeten, 1571 k\u00f6niglich er\u00f6ffneten Royal Exchange entstand ein institutioneller Treffpunkt f\u00fcr Kaufleute, Makler und Kreditgeber. Wichtig: Das Vorbild kam nicht aus dem Nichts, sondern aus Antwerpen \u2013 Thomas Gresham kannte die dortige B\u00f6rse, die als Vorbild f\u00fcr die Royal Exchange diente. (13)\u00a0<\/p>\n<p><strong>Der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg als Beschleuniger<\/strong>\u00a0<\/p>\n<p>Der Krieg von 1618 bis 1648 war f\u00fcr London vor allem\u00a0indirekt\u00a0wichtig. Das Heilige R\u00f6mische Reich wurde verw\u00fcstet, politisch zersplittert und wirtschaftlich geschw\u00e4cht. Dies traf die R\u00e4ume, in denen oberdeutsche Handelsh\u00e4user und die Hanse ihre traditionellen Netze unterhalten hatten. Zugleich verschob sich das Schwergewicht Europas zugunsten der Seem\u00e4chte Niederlande und England.<\/p>\n<p>London blieb zwar nicht friedlich \u2013 England durchlief B\u00fcrgerkrieg, Republik und Restauration \u2013, doch die City war nicht den Zerst\u00f6rungen des Reichs ausgesetzt und blieb als Hafen-, Informations- und Kreditplatz funktionsf\u00e4hig. Im sp\u00e4ten 17. Jahrhundert entfielen etwa drei Viertel des Werts des englischen \u00dcberseehandels auf London.<\/p>\n<p>Der entscheidende Unterschied war politisch-finanziell: England lernte, Kriege nicht blo\u00df durch dynastische Privatkredite zu finanzieren, sondern durch parlamentarisch abgesicherte Steuern, handelbare Staatsschuld und einen liquidierenden Finanzmarkt. Das war belastbarer als die Abh\u00e4ngigkeit der Fugger und Welser von einzelnen, oftmals zahlungsunf\u00e4higen F\u00fcrstenh\u00e4usern.<\/p>\n<p><strong>Die \u201eFinancial Revolution\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Nach der Glorious Revolution von 1688 verband sich die City dauerhaft mit dem englischen Staat. Londoner Kaufleute unterst\u00fctzten den Machtwechsel und finanzierten die anschlie\u00dfenden Kriege; die City stellte zwischen 1689 und 1693 mehr als ein Viertel der auf parlamentarische Steuern gest\u00fctzten Kredite bereit. (14)<\/p>\n<p>Die Bausteine der neuen Ordnung waren:<\/p>\n<ul>\n<li>die 1694 gegr\u00fcndete Bank of England;<\/li>\n<li>eine dauerhaft organisierte und handelbare Staatsschuld;<\/li>\n<li>Aktiengesellschaften und Wertpapierhandel;<\/li>\n<li>Versicherungen, insbesondere maritime Risikoabsicherung;<\/li>\n<li>die Verbindung von Steuereinnahmen, Flotte, Handel, Kolonialexpansion und Kredit.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Bank of England war formal eine private Gesellschaft, erf\u00fcllte aber fr\u00fch eine \u00f6ffentliche Rolle: Sie finanzierte Staat und Wirtschaft und half beim Aufbau eines leistungsf\u00e4higen britischen \u201efiscal-naval state\u201c. Der Ansto\u00df f\u00fcr diese Finanzinnovation kam unmittelbar aus dem Bedarf, als Frankreich September 1688 ins Reich einmarschierte und in die Geschichte als den Neunj\u00e4hrigen Krieg <strong>(<\/strong>1688 bis 1697) einging<strong> \u2013 <\/strong>im deutschen Kontext meist Pf\u00e4lzischer Erbfolgekrieg bzw. <em>Krieg der Augsburger Liga<\/em> genannt. (15)<\/p>\n<p>Damit entstand der strukturelle Vorsprung Londons: Nicht ein einzelnes Familienhaus dominierte, sondern ein Markt aus Staat, Zentralbank, Kaufleuten, Versicherern, B\u00f6rse und globalem Handelsnetz. Im 19. Jahrhundert wurde diese Architektur zum finanziellen Nervensystem des britischen Empire.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Vom s\u00fcddeutschen zum atlantischen Kapitalismus<\/strong>\u00a0<\/p>\n<p>Fugger und Welser standen f\u00fcr ein \u00e4lteres, oberdeutsch-italienisch-habsburgisches Modell: Fernhandel, Montanwirtschaft, Wechselgesch\u00e4ft und die Kreditierung von Dynastien. Ihr Machtzentrum war Augsburg, ihre gro\u00dfen politischen Schuldner waren insbesondere Habsburg und die spanische Krone.<\/p>\n<p>Mitte des 16. Jahrhunderts waren die Welser unter anderem wegen problematischer Kredite \u2013 besonders an die franz\u00f6sische Krone \u2013 gegen\u00fcber der englischen und niederl\u00e4ndischen Konkurrenz unter Druck geraten und musste schon 4 Jahre vor dem Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg Konkurs anmelden. (16)<\/p>\n<p>Die Fugger betrieben noch lange Montan- und Finanzgesch\u00e4fte; zugleich banden hohe Au\u00dfenst\u00e4nde bei den Habsburgern, sinkende Margen und die soziale Umorientierung zur grundbesitzenden Aristokratie Kapital. Erst Mitte des 17. Jahrhunderts, nach dem Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg, stellten sie ihre Gesch\u00e4fte ein. (17)<\/p>\n<p>Die Hanse war bereits vor 1618 durch die Verlagerung des Welthandels, die Konkurrenz der Niederlande und Englands sowie Kriege im Ostsee- und Nordseeraum geschw\u00e4cht. Der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg traf die verbliebenen norddeutschen Handelsst\u00e4dte dann als zus\u00e4tzlicher, vielfach entscheidender Schlag; 1669 tagte der letzte Hansetag. (18)<\/p>\n<p>Die zentrale Bewegung lautet daher: Kapital und Handelsmacht wanderten nicht mechanisch von Augsburg oder L\u00fcbeck nach London. Zun\u00e4chst gewann Antwerpen, danach Amsterdam; erst die englisch-britische See-, Kolonial- und Staatsmacht machte London zum \u00fcberragenden Zentrum. (19)<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Das britische Freibeuterwesen als privatisierte Vorform maritimer Machtpolitik.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Francis Drake erhielt 1572 von Elisabeth I. einen Kaperauftrag gegen spanische Besitzungen und Schiffe; er stand damit in einer Grauzone zwischen offiziell legitimierter Kaperfahrt und einer Politik, die London gegen\u00fcber Madrid bewusst bestreitbar hielt. F\u00fcr John Hawkins sind seine fr\u00fchen, mit dem atlantischen Sklavenhandel verbundenen Fahrten der 1560er Jahre nicht einfach mit einem individuellen Kaperbrief gleichzusetzen. Dokumentiert ist jedoch, dass Hawkins 1585 gemeinsam mit anderen Plymouther Akteuren eine <em>letter of reprisal<\/em> f\u00fcr die <em>Elizabeth of Plymouth<\/em> erwirkte, die zur Aufbringung spanischer Schiffe und G\u00fcter erm\u00e4chtigte. (20)<\/p>\n<p>Das britische Freibeuterwesen war die privatisierte Vorform maritimer Machtpolitik. Die Krone erteilte den Kaperbrief und definierte den Feind; die City stellte Kapital, Kredit, Schiffe, Handelskontakte und zunehmend Instrumente der Risikoabsicherung bereit. Beute wurde nicht nur auf See gemacht, sondern in London finanziert, juristisch als Prise verwertet, versichert und in Handelsware verwandelt. So verbanden sich milit\u00e4rische Gewalt, Staatsauftrag und privates Gewinninteresse zu einer Struktur, aus der die kapitalstarken Handelskompanien des Empire hervorgingen. (21)<\/p>\n<p><strong>Von Neu-Amsterdam zu New York\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>1625 lie\u00df die Niederl\u00e4ndische Westindien-Kompanie am s\u00fcdlichen Ende Manhattans Fort Amsterdam anlegen; die dauerhafte Besiedlung und Konzentration der Kolonisten erfolgte vor allem unter Generaldirektor Peter Minuit 1626.<sup> <\/sup>(22)<\/p>\n<p>Nach der englischen Eroberung der Kolonie 1664 wurde die Siedlung in New York umbenannt. Entlang der 1653 errichteten Palisade am Nordrand des niederl\u00e4ndischen\u00a0Nieuw Amsterdam\u00a0auf Manhattan \u2013 die fr\u00fchere Grenz- und Befestigungslinie \u2013 entwickelte sich die \u201eWall Street\u201c. An der East River-Seite von Lower Manhattan konzentrierten sich dann Kaufleute, Reeder, Versicherer, Makler und Kreditgeber.<\/p>\n<p>Die Anf\u00e4nge der Wall Street lagen in der niederl\u00e4ndischen Handelskolonie Nieuw Amsterdam, doch ihre finanzielle Pr\u00e4gung erhielt sie im britisch-atlantischen Raum. Nach 1664 war New York in die Handels-, Kredit- und Versicherungsnetze der City of London eingebunden. Die City lieferte das Vorbild einer auf Staatskredit, Wechselhandel, Seeversicherung und Kaufmannsnetzwerken beruhenden Finanzordnung.<\/p>\n<p>Fort Amsterdam, nach 1664 unter britischer Herrschaft mehrfach umbenannt und zuletzt Fort George genannt, wurde nach der amerikanischen Unabh\u00e4ngigkeit 1790 geschleift. Sein Material diente teilweise zur Landgewinnung an der Battery; auf seinem Standort am Bowling Green steht heute das Alexander Hamilton U.S. Custom House (23).<\/p>\n<p>Den institutionellen Durchbruch brachte jedoch erst Alexander Hamilton: Die Konsolidierung der amerikanischen Staatsschulden und die Gr\u00fcndung der Bank of the United States schufen handelbare Wertpapiere. Das Buttonwood Agreement von 1792 gab diesem Markt an der Wall Street seine organisierte Form.<\/p>\n<p><strong>Die Rolle des atlantische Sklavenhandel<\/strong>\u00a0<\/p>\n<p>Der Sklavenhandel pr\u00e4gte den Londoner Finanzmarkt entscheidend \u2013 nicht als Randgesch\u00e4ft, sondern als ein Feld, an dem zentrale Finanztechniken und -netzwerke ausgebildet, kapitalisiert und politisch abgesichert wurden. Daneben sorgten Staatskredite, Seekriege, Empire, Handel mit Asien und Europa sowie sp\u00e4tere Industrialisierung f\u00fcr den Aufstieg der City.<\/p>\n<p>Neben dem Handel mit versklavten Menschen wurde vor allem auch mit der Plantagen\u00f6konomie und der Produktverarbeitung beziehungsweise dem Handel verdient \u2013 vor allem Zucker, Kaffee, Tabak und Baumwolle.<\/p>\n<p>Sklaventransporte brauchten Vorausfinanzierung f\u00fcr Schiffe, Besatzung, Waren zum Tausch an der westafrikanischen K\u00fcste und die \u00dcberfahrt.<\/p>\n<p>Plantagen brauchten laufend Kredit, etwa f\u00fcr Land, Maschinen, Transport, Versorgung und den Ankauf versklavter Menschen.<\/p>\n<p>Kolonialwaren wurden h\u00e4ufig Monate oder Jahre vor der endg\u00fcltigen Zahlung vorfinanziert und \u00fcber London verkauft, versichert und weiterverteilt.<\/p>\n<p>So entstand ein Kreditkreislauf: Londoner Kaufleute gew\u00e4hrten karibischen Plantagenbesitzern Vorsch\u00fcsse; Plantagen und versklavte Menschen dienten als Sicherheiten; die sp\u00e4teren Zucker- oder Kaffeeertr\u00e4ge sollten Zins und Schuld tilgen. Londoner \u201eWest India merchants\u201c wurden damit zugleich H\u00e4ndler, Kommission\u00e4re, Kreditgeber und teilweise sogar faktische Bankiers der Plantagenbesitzer. (24)<\/p>\n<p>Die City machte aus einem extrem gewalt\u00e4tigen und unsicheren Handel ein kalkulierbares Anlage- und Kreditgesch\u00e4ft: Risiken von Sturm, Kaperung, Krankheit, Aufstand und Tod wurden gegen Pr\u00e4mien auf Versicherer verteilt.<\/p>\n<p>Lloyd\u2019s of London entwickelte sich zum zentralen Markt dieser Versicherung. Es versicherte Schiffe, ihre Ladung und Fahrten im Sklavenhandel, aber auch die Schiffe des Westindienhandels, die mit von Versklavten erzeugten Produkten nach Gro\u00dfbritannien zur\u00fcckkehrten. Lloyd\u2019s r\u00e4umt heute ein, dass es vom Handel mit versklavten Menschen und den von ihnen produzierten Waren erheblich profitierte. (25)<\/p>\n<p>F\u00fcr die zweite H\u00e4lfte des 18. Jahrhunderts wird gesch\u00e4tzt, dass sklavenwirtschaftsbezogene Gesch\u00e4fte etwa ein Drittel bis 40 Prozent der Pr\u00e4mieneinnahmen im britischen Seeversicherungsgesch\u00e4ft ausmachten. Die unmittelbare Versicherung von Sklavenfahrten selbst lag bei gesch\u00e4tzten 5 bis 10 Prozent; finanziell noch gewichtiger war die Versicherung der breiteren Westindien- und Kolonialwarenlogistik. (26)<\/p>\n<p>Nicht allein der Menschenhandel, sondern die dauerhafte Warenkette aus Zwangsarbeit, Schifffahrt, Import und Weiterverkauf schuf eine breite, wiederkehrende Nachfrage nach Finanzdienstleistungen.<\/p>\n<p>Westindien-Kaufleute waren nicht blo\u00df Kunden der Bank of England, sondern sa\u00dfen auch in ihren F\u00fchrungsgremien. Ihr Anteil unter den Direktoren stieg nach einer aktuellen Untersuchung von 4 Prozent im Jahr 1760 auf 30 Prozent 1799. (27)<\/p>\n<p>Die Bank of England betont zu Recht eine wichtige Einschr\u00e4nkung: Als Institution war sie nicht selbst unmittelbar Betreiberin des Sklavenhandels. Wohl aber bestanden personelle und gesch\u00e4ftliche Verbindungen; einzelne Gouverneure und Direktoren waren Sklavenh\u00e4ndler, Plantagenbesitzer oder mit derartigen Gesch\u00e4ften verflochten.<\/p>\n<p>Das verweist auf einen zentralen Mechanismus: Die Sklaven\u00f6konomie stellte nicht einfach einen separaten \u201eKolonialsektor\u201c dar. Sie war in die Kreditw\u00fcrdigkeit, die sozialen Netzwerke und die politische Repr\u00e4sentation der Londoner Finanz- und Kaufmannselite eingewoben.<\/p>\n<p>Die Abschaffung der Sklaverei im britischen Empire 1833\/34 bedeutete keineswegs, dass der Staat die Versklavten entsch\u00e4digte. Er entsch\u00e4digte die Eigent\u00fcmer f\u00fcr den Verlust dessen, was das Recht damals als ihr Eigentum behandelte \u2013 insgesamt 20 Millionen Pfund. F\u00fcr die damalige staatliche Finanzordnung war dies eine enorme Summe.<\/p>\n<p>Die Bank of England administrierte die Auszahlung. In ihren Archiven wurden 13.500 einzelne Transaktionen zu 3,4 Millionen Pfund dokumentiert, die in Form staatlicher Wertpapiere ausgezahlt wurden. Damit wurden Forderungen abgel\u00f6st, Gelder transferiert, Anleihen gehandelt und privates Verm\u00f6gen neu angelegt \u2013 h\u00e4ufig \u00fcber Londoner Banken, Anw\u00e4lte, Kaufleute und Treuh\u00e4nder. (28)<\/p>\n<p>Die Sklavenhalter erhielten somit liquides oder handelbares Kapital, w\u00e4hrend die ehemals Versklavten weder Entsch\u00e4digung noch Land noch einen vergleichbaren wirtschaftlichen Start erhielten.<\/p>\n<p>Nach Berechnungen des Forschungsprojekts <em>Legacies of British Slave-ownership<\/em> am University College London (UCL) entsprachen die vom britischen Staat 1833\/34 an ehemalige Sklavenhalter ausgezahlten 20 Millionen Pfund ungef\u00e4hr 17 Milliarden Pfund heutiger Kaufkraft. Die Befreiten selbst erhielten keine Entsch\u00e4digung. (29)<\/p>\n<p>Der Sklavenhandel finanzierte nicht \u201edie City\u201c im Sinne einer einzigen Kapitalquelle. Aber die Plantagen- und Sklaven\u00f6konomie war ein kapital-, kredit- und versicherungsintensiver Bestandteil jener atlantischen Handelswelt, aus der die City ihre globale Rolle entwickelte.<\/p>\n<p>Ihr Beitrag bestand besonders in f\u00fcnf Dingen:<\/p>\n<ul>\n<li>Ausbau von Seeversicherung und Risikopooling.<\/li>\n<li>Entwicklung langfristiger Handels- und Plantagenkredite.<\/li>\n<li>Konzentration von Zahlungs-, Informations- und Warenhandelsnetzen in London.<\/li>\n<li>Verm\u00f6gensbildung und politischer Aufstieg einer westindischen Kaufmanns- und Gl\u00e4ubigerelite.<\/li>\n<li>\u00dcberf\u00fchrung von Sklavenhalterverm\u00f6gen in moderne, nach 1834 handelbare Finanz- und Anlageformen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die entscheidende moralische und \u00f6konomische Tatsache bleibt: Der Londoner Finanzmarkt half, Menschen in buchhalterisch bewertete Sicherheiten, versicherbare Risiken und k\u00fcnftige Zahlungsstr\u00f6me zu verwandeln. Gerade diese Umwandlung von Gewalt in Kredit, Vertrag und Pr\u00e4mie machte die Sklaven\u00f6konomie f\u00fcr weit entfernte Investoren und Institutionen skalierbar.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Von London zu Wall Street<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem Unabh\u00e4ngigkeitskrieg blieb die City of London zun\u00e4chst der ma\u00dfgebliche internationale Kapitalmarkt, w\u00e4hrend Wall Street zum Finanzplatz der expandierenden Union aufstieg. Hamiltons Schuldensystem machte amerikanische Staatsanleihen im atlantischen Raum handelbar; ab den 1820er und besonders den 1840er Jahren folgten Anleihen der Einzelstaaten und Eisenbahngesellschaften. Londoner Banken und Anleger lieferten Kredit, Emissionskraft und internationales Vertrauen. New York verband diese Kapitalstr\u00f6me mit Baumwollhandel, Bankwesen und dem wachsenden Wertpapiermarkt. Vor dem B\u00fcrgerkrieg war Wall Street daher nicht der Nachfolger der City, sondern ihr amerikanischer Partner, Empf\u00e4nger und zunehmend eigenst\u00e4ndiger Konkurrent. (30)\u00a0<\/p>\n<p><strong>Der US-B\u00fcrgerkrieg (1861-1865) war ein Konflikt zweier Kapitalformen<\/strong>\u00a0<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Union vergleichsweise schnell mobiles und liquides Kapital \u2013 Banken, Wertpapiere, Handels- und Industriekredite \u2013 \u00fcber Steuern, Staatsanleihen und R\u00fcstungsproduktion in milit\u00e4rische Macht \u00fcbersetzen, besa\u00dfen die Konf\u00f6deration zwar erhebliche Verm\u00f6gen, doch sie lagen \u00fcberwiegend gebunden in Boden, Plantagen und versklavten Menschen \u2013 also weitgehend immobil. Baumwolle war nur unter den Bedingungen offener Seewege und internationaler Kreditbeziehungen in Geld zu verwandeln. Mit der Blockade, dem Verlust territorialer Kontrolle und der Emanzipation zerfiel deshalb nicht nur die Arbeitsordnung des S\u00fcdens, sondern auch die Kapitalbasis seiner Kriegsf\u00fchrung. (31)<\/p>\n<p>Der Sieg des Nordens \u00fcber den S\u00fcden bedeutete nicht nur dessen milit\u00e4rische Niederlage. Die Blockade- und Zerm\u00fcrbungslogik des Anaconda-Plans (32), erg\u00e4nzt durch Shermans Krieg gegen Verkehrswege, Vorr\u00e4te und wirtschaftliche Ressourcen, hatte die Grundlage des Plantagen- und Sklavenkapitals bereits im Krieg zerschlagen. Nach 1865 folgte eine zeitweilige politische Entmachtung: Der Kongress verweigerte den ehemaligen Konf\u00f6derierten zun\u00e4chst die R\u00fcckkehr in die Bundesvertretung. Der\u00a0Civil Rights Act von 1866\u00a0schloss dabei nicht \u201edie S\u00fcdstaatler\u201c aus, sondern begr\u00fcndete vielmehr Staatsb\u00fcrgerschaft und gleiche zivilrechtliche Anspr\u00fcche unabh\u00e4ngig von Rasse oder fr\u00fcherem Status als Versklavte. Die formelle Beschr\u00e4nkung ehemaliger konf\u00f6derierter Amtstr\u00e4ger kam vor allem mit\u00a0Abschnitt 3 des Vierzehnten Zusatzartikels\u00a0von 1866, ratifiziert 1868: Wer zuvor einen Eid auf die Verfassung geleistet und dann an Aufstand oder Rebellion teilgenommen hatte, durfte grunds\u00e4tzlich kein Bundes- oder Staatsamt bekleiden.<sup> <\/sup>(33)<\/p>\n<p>Die Reconstruction Acts von 1867 stellten die meisten fr\u00fcheren Konf\u00f6deriertenstaaten \u2013 Tennessee ausgenommen \u2013 vor\u00fcbergehend unter Milit\u00e4raufsicht und machten neue Verfassungen, die Ratifizierung des 14. Zusatzartikels sowie das Wahlrecht schwarzer M\u00e4nner zur Voraussetzung ihrer Wiederaufnahme in die Union.<sup> <\/sup>(34)\u00a0<\/p>\n<p>Bis 1914 war London der weltweit gr\u00f6\u00dfte Geld-, Kapital- und Wertpapiermarkt mit einer einzigartigen internationaler Reichweite.<\/p>\n<p>Der Erste Weltkrieg, die Verschiebung industrieller Leistungsf\u00e4higkeit in die USA und besonders der Zweite Weltkrieg brachen diese Vorrangstellung: Nach 1945 hatte New York London als wichtigstes Finanzzentrum abgel\u00f6st. (35)<\/p>\n<p>Heute besteht daher kein simples Verh\u00e4ltnis von \u201eWall Street beherrscht die City\u201c oder umgekehrt, sondern eine arbeitsteilige Konkurrenz- und Symbiosebeziehung.\u00a0<\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<h3 id=\"anmerkungen-und-quellen\">Anmerkungen und Quellen<\/h3>\n<p>Wolfgang Effenberger, Jahrgang 1946, erhielt als Pionierhauptmann bei\u00a0der Bundeswehr tiefere Einblicke in das von den USA vorbereitete\u00a0&#8222;atomare Gefechtsfeld&#8220; in Europa. Nach zw\u00f6lfj\u00e4hriger Dienstzeit\u00a0studierte er in M\u00fcnchen Politikwissenschaft sowie H\u00f6heres Lehramt\u00a0(Bauwesen\/Mathematik) und unterrichtete bis 2000 an der Fachschule f\u00fcr\u00a0Bautechnik. Seitdem publiziert er zur j\u00fcngeren deutschen Geschichte und\u00a0zur US-Geopolitik. Zuletzt erschienen vom ihm: \u201eSchwarzbuch EU &amp; NATO\u201c\u00a0(2020), &#8222;Die untersch\u00e4tzte Macht&#8220; (2022), &#8222;Vom Krieg zur Weltordnung&#8220; (2026).<\/p>\n<p><strong>+++\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>1) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/rosa.uniroma1.it\/rosa02\/?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/rosa.uniroma1.it\/rosa02\/<\/u><\/a><\/p>\n<p>2) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/academic.oup.com\/reference\/62416\/reference-article-abstract\/555949583?redirectedFrom=fulltext&amp;ref=apolut.net\"><u>https:\/\/academic.oup.com\/reference\/62416\/reference-article-abstract\/555949583?redirectedFrom=fulltext<\/u><\/a><\/p>\n<p>3) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.fugger.de\/en\/history\/the-most-important-firm-of-its-time?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.fugger.de\/en\/history\/the-most-important-firm-of-its-time<\/u><\/a><\/p>\n<p>4) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/resources.warburg.sas.ac.uk\/pdf\/hnh375b2478888v2.pdf?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/resources.warburg.sas.ac.uk\/pdf\/hnh375b2478888v2.pdf<\/u><\/a><\/p>\n<p>5) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.historischekommission-muenchen.de\/fileadmin\/user_upload\/dateien\/jahresberichte\/JB_2013_Augsburger_Handelsgesellschaft.pdf?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.historischekommission-muenchen.de\/fileadmin\/user_upload\/dateien\/jahresberichte\/JB_2013_Augsburger_Handelsgesellschaft.pdf<\/u><\/a><\/p>\n<p>6) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.nber.org\/system\/files\/working_papers\/w18288\/w18288.pdf?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.nber.org\/system\/files\/working_papers\/w18288\/w18288.pdf<\/u><\/a><\/p>\n<p>7) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/books.openedition.org\/epure\/2774?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/books.openedition.org\/epure\/2774<\/u><\/a><\/p>\n<p>8) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/books.openedition.org\/epure\/2774?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/books.openedition.org\/epure\/2774<\/u><\/a><\/p>\n<p>9) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.britannica.com\/event\/Fall-of-Antwerp?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.britannica.com\/event\/Fall-of-Antwerp<\/u><\/a><\/p>\n<p>10) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/books.openedition.org\/epure\/2774?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/books.openedition.org\/epure\/2774<\/u><\/a><\/p>\n<p>11) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/brill.com\/view\/journals\/rdj\/1\/1\/article-p13_13.xml?language=en&amp;ref=apolut.net\"><u>https:\/\/brill.com\/view\/journals\/rdj\/1\/1\/article-p13_13.xml?language=en<\/u><\/a><\/p>\n<p>12) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.taylorfrancis.com\/books\/mono\/10.4324\/9781315237299\/rise-amsterdam-market-information-exchange-cl%C3%A9-lesger?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.taylorfrancis.com\/books\/mono\/10.4324\/9781315237299\/rise-amsterdam-market-information-exchange-cl%C3%A9-lesger<\/u><\/a><\/p>\n<p>13) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Royal_Exchange,_London?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Royal_Exchange,_London<\/u><\/a><\/p>\n<p>14) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/warwick.ac.uk\/fac\/arts\/ren\/researchcurrent\/archive\/newberry\/collaborativeprogramme\/ren-earlymod-communities\/britishandamericanhistories\/25march\/session3reading\/zahedieh.pdf?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/warwick.ac.uk\/fac\/arts\/ren\/researchcurrent\/archive\/newberry\/collaborativeprogramme\/ren-earlymod-communities\/britishandamericanhistories\/25march\/session3reading\/zahedieh.pdf<\/u><\/a><\/p>\n<p>15) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/onlinelibrary.wiley.com\/doi\/full\/10.1111\/ehr.13191?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/onlinelibrary.wiley.com\/doi\/full\/10.1111\/ehr.13191<\/u><\/a><\/p>\n<p>16) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.historisches-lexikon-bayerns.de\/Lexikon\/Welser,_Familie?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.historisches-lexikon-bayerns.de\/Lexikon\/Welser,_Familie<\/u><\/a><\/p>\n<p>17) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/academic.oup.com\/ahr\/article-abstract\/118\/2\/604\/45887?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/academic.oup.com\/ahr\/article-abstract\/118\/2\/604\/45887<\/u><\/a><\/p>\n<p>18) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/research.chalmers.se\/publication\/528778\/file\/528778_Fulltext.pdf?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/research.chalmers.se\/publication\/528778\/file\/528778_Fulltext.pdf<\/u><\/a><\/p>\n<p>19) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/radar.brookes.ac.uk\/radar\/file\/85d41167-9700-4f4d-ac89-d260537d59ca\/1\/1-s2.0-S2949694224000051-main.pdf?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/radar.brookes.ac.uk\/radar\/file\/85d41167-9700-4f4d-ac89-d260537d59ca\/1\/1-s2.0-S2949694224000051-main.pdf<\/u><\/a><\/p>\n<p>20) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.britannica.com\/biography\/Francis-Drake?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.britannica.com\/biography\/Francis-Drake<\/u><\/a><\/p>\n<p>21) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/academic.oup.com\/book\/41488\/chapter\/352894317?guestAccessKey&amp;ref=apolut.net\"><u>https:\/\/academic.oup.com\/book\/41488\/chapter\/352894317?guestAccessKey<\/u><\/a>=<\/p>\n<p>22) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.nyc.gov\/assets\/records\/pdf\/featured-collections\/new-amsterdam-records.pdf?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.nyc.gov\/assets\/records\/pdf\/featured-collections\/new-amsterdam-records.pdf<\/u><\/a><\/p>\n<p>23) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/museum.dmna.ny.gov\/forts\/amsterdam?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/museum.dmna.ny.gov\/forts\/amsterdam<\/u><\/a><\/p>\n<p>24) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/eprints.whiterose.ac.uk\/id\/eprint\/223156\/1\/the-compensation-agency-business-london-merchants-bankers-and-the-payment-of-slavery-compensation-1835-46.pdf?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/eprints.whiterose.ac.uk\/id\/eprint\/223156\/1\/the-compensation-agency-business-london-merchants-bankers-and-the-payment-of-slavery-compensation-1835-46.pdf<\/u><\/a><\/p>\n<p>25) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.lloyds.com\/about-lloyds\/history\/the-trans-atlantic-slave-trade?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.lloyds.com\/about-lloyds\/history\/the-trans-atlantic-slave-trade<\/u><\/a><\/p>\n<p>26) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.lloyds.com\/about-lloyds\/history\/the-trans-atlantic-slave-trade\/lloyds-marine-insurance-and-slavery?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.lloyds.com\/about-lloyds\/history\/the-trans-atlantic-slave-trade\/lloyds-marine-insurance-and-slavery<\/u><\/a><\/p>\n<p>27) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"http:\/\/eprints.lse.ac.uk\/126278\/1\/The_Economic_History_Review_-_2025_-_Sissoko_-_Preventing_financial_ruin_How_the_West_India_trade_fostered_creativity_in.pdf?ref=apolut.net\"><u>http:\/\/eprints.lse.ac.uk\/126278\/1\/The_Economic_History_Review_-_2025_-_Sissoko_-_Preventing_financial_ruin_How_the_West_India_trade_fostered_creativity_in.pdf<\/u><\/a><\/p>\n<p>28) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.bankofengland.co.uk\/working-paper\/2022\/the-collection-of-slavery-compensation-1835-43?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.bankofengland.co.uk\/working-paper\/2022\/the-collection-of-slavery-compensation-1835-43<\/u><\/a><\/p>\n<p>29) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.ucl.ac.uk\/made-at-ucl\/stories\/legacies-british-slavery?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.ucl.ac.uk\/made-at-ucl\/stories\/legacies-british-slavery<\/u><\/a><\/p>\n<p>30) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/academic.oup.com\/book\/5233\/chapter-abstract\/147915094?redirectedFrom=fulltext&amp;ref=apolut.net\"><u>https:\/\/academic.oup.com\/book\/5233\/chapter-abstract\/147915094?redirectedFrom=fulltext<\/u><\/a><\/p>\n<p>31) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.nps.gov\/articles\/industry-and-economy-during-the-civil-war.htm?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.nps.gov\/articles\/industry-and-economy-during-the-civil-war.htm<\/u><\/a><\/p>\n<p>32) bezeichnet urspr\u00fcnglich General Winfield Scotts Strategie der Seeblockade und der Kontrolle des Mississippi w\u00e4hrend des Krieges<\/p>\n<p>33) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.senate.gov\/about\/origins-foundations\/senate-and-constitution\/14th-amendment.htm?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.senate.gov\/about\/origins-foundations\/senate-and-constitution\/14th-amendment.htm<\/u><\/a><\/p>\n<p>34) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/history.house.gov\/Exhibitions-and-Publications\/BAIC\/Historical-Data\/Constitutional-Amendments-and-Legislation\/?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/history.house.gov\/Exhibitions-and-Publications\/BAIC\/Historical-Data\/Constitutional-Amendments-and-Legislation\/<\/u><\/a><\/p>\n<p>35) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/academic.oup.com\/book\/4072\/chapter\/145755410?rskey=ZL58NT&amp;result=4&amp;ref=apolut.net\"><u>https:\/\/academic.oup.com\/book\/4072\/chapter\/145755410?rskey=ZL58NT&amp;result=4<\/u><\/a><\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p>Wir danken dem Autor f\u00fcr das Recht zur Ver\u00f6ffentlichung dieses Beitrags.<\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p>Bild: Luftbild der City of London<br \/>Bildquelle: NorthSky Films \/ shutterstock<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div>\n<p><strong>Vom Fugger-Kapital zur Finanzwelt des Atlantiks<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die City of London: eine beeindruckende Erfolgsgeschichte<\/strong><\/p>\n<p>Die\u00a0City of London\u00a0 ist die kleine historische Kernstadt Londons, eine seit der R\u00f6merzeit bestehende Handelsstadt mit eigener kommunaler Verfassung; ihre Umwandlung zum f\u00fchrenden Finanzzentrum verdankt sie vor allem der<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":20348,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_gspb_post_css":"","_uag_custom_page_level_css":"","fifu_image_url":"","fifu_image_alt":"","footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"class_list":["post-20347","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-medienkritik"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":7}},"uagb_featured_image_src":{"full":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Artikel_20260901_London_apolut.jpg",1920,1080,false],"thumbnail":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:150\/h:150\/q:mauto\/rt:fill\/g:ce\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Artikel_20260901_London_apolut.jpg",150,150,true],"medium":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:300\/h:169\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Artikel_20260901_London_apolut.jpg",300,169,true],"medium_large":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:768\/h:432\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Artikel_20260901_London_apolut.jpg",768,432,true],"large":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:1024\/h:576\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Artikel_20260901_London_apolut.jpg",1024,576,true],"1536x1536":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:1536\/h:864\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Artikel_20260901_London_apolut.jpg",1536,864,true],"2048x2048":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Artikel_20260901_London_apolut.jpg",1920,1080,false],"trp-custom-language-flag":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:18\/h:10\/q:mauto\/f:best\/dpr:2\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Artikel_20260901_London_apolut.jpg",18,10,true]},"uagb_author_info":{"display_name":"admin","author_link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/author\/admin\/"},"uagb_comment_info":0,"uagb_excerpt":"Vom 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