{"id":20587,"date":"2026-09-02T14:02:06","date_gmt":"2026-09-02T12:02:06","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/wirtschaft\/reiche-ministerium-wettert-gegen-steuerplaene-von-lars-klingbeil-38190292-html-3\/"},"modified":"2026-09-02T14:02:06","modified_gmt":"2026-09-02T12:02:06","slug":"reiche-ministerium-wettert-gegen-steuerplaene-von-lars-klingbeil-38190292-html-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wirtschaft\/reiche-ministerium-wettert-gegen-steuerplaene-von-lars-klingbeil-38190292-html-3\/","title":{"rendered":"Einkommenssteuer: Reiche-Ministerium wettert gegen Steuerpl\u00e4ne von Klingbeil"},"content":{"rendered":"<div>\n<div>\n<div class=\"rtf-content-wrapper\">\n<p>Kurz vor dem Kabinettsbeschluss herrscht schon wieder Streit \u00fcber die Einkommensteuerreform. Das Ministerium von Katherina Reiche stellt sich gegen Teile der Pl\u00e4ne von Finanzminister Lars Klingbeil \u2013 diese seien \u201eabzulehnen\u201c<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"rtf-content-wrapper\">\n<p>Das CDU-gef\u00fchrte Bundeswirtschaftsministerium wettert gegen die Einkommensteuerreform von Finanzminister und SPD-Chef Lars Klingbeil. In einem Reuters am Dienstag vorliegenden Schreiben an das Finanzministerium hei\u00dft es, zus\u00e4tzliche Belastungen seien abzulehnen. Dies gelte auch, weil die Steuerbelastung bei hohen Einkommen bereits hoch sei.\u00a0<\/p>\n<p>Das von Katherina Reiche geleitete Wirtschaftsministerium forderte in dem zweiseitigen Schreiben ihres Staatssekret\u00e4rs einen vollst\u00e4ndigen Ausgleich der Kalten Progression. Sollte dies nicht geschehen, w\u00e4re dies das erste Mal seit 2015, dass eine Bundesregierung hier nicht aktiv wird. Die Kalte Progression entsteht, wenn inflationsbedingt ein h\u00f6heres Einkommen anf\u00e4llt und man dadurch in eine h\u00f6here Steuerstufe rutscht. Dadurch bleibt am Ende immer wieder weniger Kaufkraft \u00fcbrig.<\/p>\n<p>Das Wirtschaftsministerium kritisierte zudem, dass die Steuerbelastung zwischen Personen- und Kapitalgesellschaften zunehme. Es m\u00fcsse eine gr\u00f6\u00dfere Steuerreform gepr\u00fcft werden \u2013 mit einer deutlichen Anpassung des Werts, ab dem der Spitzensteuersatz greife. Auch die Abschaffung des Solidarit\u00e4tszuschlages f\u00fcr alle m\u00fcsse erwogen werden. Diesen zahlen nur noch die oberen Einkommensschichten.<\/p>\n<h2>Einkommenssteuer: Klingbeil will vor allem mittlere Einkommen entlasten<\/h2>\n<p>Das Kabinett soll am Mittwoch gr\u00fcnes Licht f\u00fcr die Einkommensteuerreform geben. Klingbeil hat die Presse bereits zu einem Statement nach dem Beschluss eingeladen. Die Spitzen der schwarz-roten Koalition hatten sich Anfang Juli auf die Grundz\u00fcge der Reform geeinigt, die in zwei Stufen 2027 und 2028 in Kraft treten soll. Das Finanzministerium beziffert die Entlastung im Jahr 2028 verglichen mit 2026 auf zehn Milliarden Euro. Klammert man aber Ma\u00dfnahmen zur Gegenfinanzierung aus, sind es gut f\u00fcnfeinhalb Milliarden. Klingbeil zielt vor allem auf Haushalte mit wenig oder mittleren Einkommen. Eine Mittelschicht-Familie mit zwei Kindern und einem Jahreseinkommen von insgesamt 60.000 Euro soll steuerlich um mehr als 600 Euro entlastet werden.<\/p>\n<\/p>\n<p>Teil der Gegenfinanzierung sind h\u00f6here Steuern f\u00fcr Spitzenverdiener. So ist ein neuer Reichensteuersatz von 47 Prozent f\u00fcr Einkommen ab 280.000 Euro vorgesehen. Der bestehende Satz von 45 Prozent soll bereits ab 250.000 Euro greifen. Zudem soll die steuerliche Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen sinken. Das Kindergeld wird im Rahmen der Reform von 259 Euro auf 267 Euro im Jahr 2027 und auf 272 Euro im Jahr 2028 angehoben. Der steuerliche Grundfreibetrag soll bis 2028 auf 12.900 Euro steigen, w\u00e4hrend der Arbeitnehmer-Pauschbetrag bereits 2027 von 1230 auf 1430 Euro erh\u00f6ht wird. Der Spitzensteuersatz von 42 Prozent soll ab 2027 erst bei einem zu versteuernden Einkommen ab 70.601 Euro greifen, etwas mehr als bisher.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div>Kurz vor dem Kabinettsbeschluss herrscht schon wieder Streit \u00fcber die Einkommensteuerreform. 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