{"id":20816,"date":"2026-09-03T16:03:27","date_gmt":"2026-09-03T14:03:27","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/medien-bnd-und-kanzleramt-planen-unterstuetzung-kiews-mit-targeting-daten\/"},"modified":"2026-09-03T16:03:27","modified_gmt":"2026-09-03T14:03:27","slug":"medien-bnd-und-kanzleramt-planen-unterstuetzung-kiews-mit-targeting-daten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/medien-bnd-und-kanzleramt-planen-unterstuetzung-kiews-mit-targeting-daten\/","title":{"rendered":"Medien: BND und Kanzleramt planen Unterst\u00fctzung Kiews mit &#8222;Targeting-Daten&#8220;"},"content":{"rendered":"<div>\n<p><em>Von Bernhard Loyen<\/em><\/p>\n<p>&#8222;Deutschland wagt sich raus aus der Deckung&#8220;, so die Wahrnehmung der\u00a0<em>Spiegel-Redaktion<\/em>\u00a0(Bezahlschranke) im Rahmen eines Artikels von elf Redakteuren zum Titelthema &#8222;Russlands Angriffe und Deutschlands Antwort\u00a0\u2013 das Ende der Zur\u00fcckhaltung&#8220;, ver\u00f6ffentlicht kurz nach Mitternacht. Am fr\u00fchen Donnerstagmorgen verweisen dann diverse Mainstreammedien auf den\u00a0<em>Spiegel<\/em>-Artikel, um den jeweiligen Lesern\u00a0<a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Bericht-BND-koennte-Kiew-bald-Zieldaten-fuer-Angriffe-gegen-Russland-liefern-id31263979.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">zu berichten<\/a>, dass der Bundesnachrichtendienst (BND) &#8222;Kiew bald Zieldaten f\u00fcr Angriffe gegen Russland liefern k\u00f6nnte&#8220;, so\u00a0<em>n-tv<\/em>. Das\u00a0<strong><\/strong>Kanzleramt erw\u00e4ge laut dem\u00a0<em>Tagesspiegel\u00a0<\/em>die politische Absegnung, dass der\u00a0BND der Ukraine &#8222;<a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/reaktion-auf-drohnenanschlag-ukraine-konnte-mehr-deutsche-zieldaten-fur-angriffe-erhalten-16011957.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Targeting-Daten<\/a>\u00a0f\u00fcr Angriffe gegen Russland&#8220; offerieren darf.<\/p>\n<p>Die koordinierte medienpolitische Konfrontationsstrategie in Deutschland hat in dieser Woche eine beeindruckende, je nach Blickwinkel auch mehr als bedenkliche Dynamik erfahren.<\/p>\n<p>Mit der gemeinsamen Pressekonferenz von Bundesau\u00dfenminister Johann Wadephul (CDU) und Bundesinnenminister und BND-Chef Alexander Dobrindt (CSU) \u00fcberschlagen sich die regierungszuarbeitenden Medien in irritierender Begeisterung f\u00fcr die unmissverst\u00e4ndlichen Verbalattacken aus Berlin, basierend weiterhin auf reinen Unterstellungen und Mutma\u00dfungen, in Richtung Moskau.<\/p>\n<p>Das\u00a0<em>Spiegel<\/em>-Mitarbeiterteam garniert die routinem\u00e4\u00dfig zugesagten, sicheren Spezialinformationen aus dem Regierungsviertel mit gewohnt boulevardesker Nebennote, um einleitend w\u00f6rtlich &#8222;investigativ&#8220; zu den j\u00fcngsten Ereignissen im Berliner Umland zu berichten.<\/p>\n<p><em>&#8222;Im Schatten einer fast 30 Meter hohen Platane stecken vier M\u00e4nner die K\u00f6pfe zusammen. Kanzler Friedrich Merz, Innenminister Alexander Dobrindt, Au\u00dfenminister Johann Wadephul und Merz\u2019 sicherheitspolitischer Berater G\u00fcnter Sautter haben einiges zu bereden, es ist ihr erstes Wiedersehen nach der Sommerpause.&#8220;\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Die &#8222;vier M\u00e4nner&#8220; trafen sich dabei\u00a0\u00f6stlich des Berliner Stadtzentrums auf Schloss Hardenberg zur sogenannten &#8222;Kabinettsklausur&#8220;. Eines der Ergebnisse dieser Konsultationsrunde wurde dann wiederum in der Hauptstadt verk\u00fcndet. Das Thema lautet, die Behauptung eines russischen &#8222;Anschlagsversuch mit einer Sprengstoffdrohne, der sich drei Wochen zuvor auf dem Flughafen in Leipzig ereignet hatte&#8220;.<\/p>\n<p>Die zur\u00fcckliegenden Erkl\u00e4rungen, samt gewagter Mutma\u00dfungen, seitens Kanzler Merz &#8222;sollten den Menschen im Land Sicherheit vermitteln&#8220;, so die\u00a0<em>Spiegel<\/em>-Redaktion. Die manipulativen, wertenden Aussagen waren demnach &#8222;zugleich eine Botschaft an die T\u00e4ter: Wir haben euch im Blick. Und sie sollten den eigenen Leuten Beine machen&#8220;.<\/p>\n<p>Ein Ergebnis dieser Aufforderung an die eigenen Leute pr\u00e4sentieren heute die Agenturmeldungen, die wohlwollend von diversen Medien anstandslos \u00fcbernommen wurden. So lautet die \u00dcberschrift<em>\u00a0<\/em>beim M\u00fcnchener\u00a0<em><a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/politik\/nach-drohnenanschlag-in-leipzig-bnd-soll-ukraine-zieldaten-liefern-zr-94472750.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Merkur<\/a><\/em>:\u00a0&#8222;Eskalation mit Russland: BND soll Ukraine wohl bald heikle Ziel-Daten liefern&#8220;, um \u00fcber die angek\u00fcndigten &#8222;Strafma\u00dfnahmen&#8220; Berlins zu berichten.<\/p>\n<p>Auch dieser\u00a0<a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/politik\/nach-drohnenanschlag-in-leipzig-bnd-soll-ukraine-zieldaten-liefern-zr-94472750.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Artikel\u00a0<\/a>beruft sich auf den Bericht des\u00a0<em>Spiegels<\/em>, laut dem die Bundesregierung erw\u00e4gt, den Bundesnachrichtendienst (BND) &#8222;k\u00fcnftig mit der Lieferung von sogenannten Targeting-Daten an die Ukraine zu beauftragen&#8220;. Die erweiterte Darlegung der Bedeutung lautet:<\/p>\n<p><em>&#8222;Das beinhaltet exakte Zielkoordinaten, die f\u00fcr sp\u00e4tere Raketen- oder Drohnenangriffe gegen Russland genutzt werden k\u00f6nnten. Bisher flie\u00dfen solche Informationen nur mit Verz\u00f6gerung an die ukrainischen Partner.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Das\u00a0<em>Spiegel<\/em>-Team berichtet dabei zu seinen Informationen vom M\u00e4nnertreffen:<\/p>\n<p><em>&#8222;Doch zwei aus der Runde unter der Platane bremsen, bitten um etwas mehr Zeit. Innenminister Dobrindt gibt zu bedenken, dass die Ermittlungen gef\u00e4hrdet werden k\u00f6nnten, wenn die Regierung Russland \u00f6ffentlich des Angriffs bezichtigt. Au\u00dfenminister Wadephul weist darauf hin, dass sein Haus Vorbereitungen treffen m\u00fcsse f\u00fcr den Fall, dass Moskau deutsche Sanktionen mit Gegenma\u00dfnahmen beantworten w\u00fcrde.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Am Abend, des 25. auf den 26. August, &#8222;nach dem offiziellen Programm&#8220;, rief demnach der Kanzler &#8222;die Runde erneut zusammen. Die Minister sollen die erbetene Zeit erhalten&#8220;, bis zum Dienstag dieser Woche, als Wadephul und Dobrindt final vor die Hauptstadtpresse treten mussten, wobei der\u00a0<em>Spiegel<\/em>\u00a0in einem anderen Artikel w\u00f6rtlich erkl\u00e4rte, dass die beiden Minister &#8222;sich\u00a0dabei nicht so richtig wohl f\u00fchl[t]en.&#8220; Der Artikeltitel lautete anmahnend: &#8222;Berlin schl\u00e4gt zur\u00fcck \u2013\u00a0<a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/russland-wie-deutschland-auf-hybride-angriffe-reagieren-will-a-8aec4401-5c2b-4627-ac12-5fe44201afa8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">aber hart genug?<\/a>&#8222;.<\/p>\n<p>Das 11wer-<em>Spiegel<\/em>-Team erkl\u00e4rt den Lesern aktuell weiter, dass\u00a0Moskau &#8222;\u00fcber einen prall gef\u00fcllten Instrumentenkasten verf\u00fcgt, um Deutschland zu destabilisieren und die Bev\u00f6lkerung zu verunsichern&#8220;.\u00a0Die Bundesregierung h\u00e4tte, so die Kritik, &#8222;lange z\u00f6gerlich auf prorussische Angriffe und Nadelstiche reagiert&#8220;.<\/p>\n<p>Der vermeintliche &#8222;Drohnenanschlag in Leipzig&#8220; scheint nun laut Wahrnehmung in Berlin &#8222;die eine Provokation zu viel gewesen zu sein&#8220;. Moskau habe &#8222;damit eine rote Linie \u00fcbertreten&#8220;. Die Triumphmeldung lautet daher nun im Artikel:<\/p>\n<p><em>&#8222;Deutschland wagt sich raus aus der Deckung. Bei keinem anderen Angriff nannte die Bundesregierung Russland so schnell und so klar beim Namen. Nie zuvor k\u00fcndigte sie so rasch Konsequenzen an.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Bereits &#8222;fest stehe&#8220; demnach nach den Dynamiken in dieser Woche: &#8222;Merz geht ins Risiko. Der Kreml d\u00fcrfte auf Vergeltung aus sein\u00a0\u2013 Wladimir Putin sprach bereits von einem &#8217;schweren Fehler'&#8220;, so die manipulative Sorgenberichterstattung orakelnd.<\/p>\n<p>Die beiden Minister Dobrindt und Wadephul h\u00e4tten am Dienstag bei ihrer Erkl\u00e4rung es demnach &#8222;bewusst vermieden, die Tat von Leipzig einem konkreten russischen Geheimdienst zuzuordnen&#8220;. Der Grund laute:<\/p>\n<p><em>&#8222;Auf dem Gebiet der Sabotage im Ausland tummeln sich mehrere Gruppierungen. Nach Spiegel-Informationen liegen mehreren europ\u00e4ischen Nachrichtendiensten Erkenntnisse \u00fcber mindestens vier aus Russland gesteuerte, in der EU aktive Sabotagenetzwerke vor. Sie unterst\u00fctzen einander nicht, sondern stehen offenbar im Wettbewerb zueinander.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>In den Wochen &#8222;nach dem Vorfall&#8220; in Leipzig\u00a0h\u00e4tte\u00a0Merz\u2019 Sicherheitsberater Sautter &#8222;fast t\u00e4glich die Experten der Nachrichtendienste und der Ministerien um sich versammelt&#8220;, so die\u00a0<em>Spiegel<\/em>-Sonderinfo aus dem Kanzleramt. Die Informationen w\u00e4ren jedoch &#8222;so geheim, dass man sich nicht auf elektronische Konferenzsysteme verlassen will&#8220;, aber anscheinend auf die\u00a0<em>Spiegel<\/em>-Redaktion, die dann ihren Lesern mitteilen darf:<\/p>\n<p><em>&#8222;Noch in der ersten Augusth\u00e4lfte meldet sich ein ausl\u00e4ndischer Nachrichtendienst mit einem brisanten Hinweis in Berlin. Demnach lie\u00dfen sich mehrere an dem Anschlag beteiligte Personen russischen Geheimdiensten zuordnen. Die Information aus dem Ausland, so erz\u00e4hlen es Eingeweihte, sei der &#8218;Gamechanger&#8216; gewesen. Merz und Dobrindt schlossen daraus, dass sie schon bald Moskau die Schuld zuweisen k\u00f6nnten.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Die Ukraine sei zuletzt insbesondere wegen der deutschen Hilfe milit\u00e4risch erfolgreich gewesen, &#8222;hei\u00dft es in Regierungskreisen&#8220; und beim\u00a0<em>Spiegel<\/em>-Magazin. Putin habe zur Sorge, also Freude Berlins &#8222;darauf keine Antwort, er setze auf Eskalation&#8220;:<\/p>\n<p><em>&#8222;Mit massiven Angriffen auf die Zivilbev\u00f6lkerung in der Ukraine, aber auch mit mehr hybriden Attacken gegen die Unterst\u00fctzer der Ukraine&#8220;.<\/em><\/p>\n<p>Also Deutschland? Nun sollen, vielleicht, nach Ende der Erw\u00e4gungen im Kanzleramt, Mitarbeiter der\u00a0Zentrale des Bundesnachrichtendienstes (BND) in Berlin-Mitte in der Chausseestra\u00dfe zeitnah &#8222;sensible Daten&#8220; an Kiew \u00fcbermitteln d\u00fcrfen, damit sie sich potenziell als Ukraine-Kollaborateur an vorderster Front an m\u00f6glichen Angriffen gegen Russland schuldig machen. Ein Wort f\u00fcr diese Pl\u00e4ne: Irrsinn!<\/p>\n<p>Den Irrsinn toppen kann aktuell nur die deutsche Journaille. So jubiliert der Handelsblatt-Kommentator Markus Fasse mit der Inbrunst eines Kriegstreibers:<\/p>\n<p><em>&#8222;<a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/kommentare\/kommentar-endlich-hat-deutschland-eine-wirksame-antwort-auf-putins-raketen-01\/100251422.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Endlich<\/a>\u00a0hat Deutschland eine wirksame Antwort auf Putins Raketen. Mit dem Test einer ballistischen Rakete des israelischen Herstellers IAI Industries setzt die Bundesregierung ein wichtiges Signal: Das Land ist bereit, sich entschlossen zu verteidigen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Die\u00a0<em>Welt<\/em>-Redaktion aus dem Hause Springer\u00a0<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article6a9767f8518a586e185601bd\/deutsche-marine-testet-superrakete-in-geheimer-aktion.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">titelt<\/a>\u00a0dazu mit \u00e4hnlich wirrer Kriegsbegeisterung:<\/p>\n<p><em>&#8222;&#8218;Long Range Attack&#8216;\u00a0\u2013 &#8218;Marinegeschichte geschrieben&#8216; \u2013 Deutsche Marine testet &#8218;Superrakete&#8216; in geheimer Aktion&#8220;<\/em><\/p>\n<p>An manchen Tagen \u00fcberwiegt bei &#8222;Kriegsschwurblern&#8220;, also \u00fcberzeugten Pazifisten, aktuell nur noch das schlichte Gef\u00fchl der Fassungslosigkeit.<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema &#8211;<\/strong>\u00a0<a href=\"https:\/\/freedert.online\/meinung\/290276-krieg-als-zukunft-deutschen-bekommen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Krieg als Zukunft: Die Deutschen bekommen Wahlen ohne Wahl <\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v7cszwy\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Bernhard Loyen &#8222;Deutschland wagt sich raus aus der Deckung&#8220;, so die Wahrnehmung der\u00a0Spiegel-Redaktion\u00a0(Bezahlschranke) im Rahmen eines Artikels von elf Redakteuren zum Titelthema &#8222;Russlands Angriffe und Deutschlands Antwort\u00a0\u2013 das Ende der Zur\u00fcckhaltung&#8220;, ver\u00f6ffentlicht kurz nach Mitternacht. 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