{"id":20902,"date":"2026-09-04T07:02:15","date_gmt":"2026-09-04T05:02:15","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/medienkritik\/die-drohne-war-nur-der-zuender-von-sabiene-jahn\/"},"modified":"2026-09-04T07:02:15","modified_gmt":"2026-09-04T05:02:15","slug":"die-drohne-war-nur-der-zuender-von-sabiene-jahn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/medienkritik\/die-drohne-war-nur-der-zuender-von-sabiene-jahn\/","title":{"rendered":"Die Drohne war nur der Z\u00fcnder | Von Sabiene Jahn"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Ein missgl\u00fcckter Anschlag erkl\u00e4rt nicht, warum Berlin Konsulate und Kulturkan\u00e4le kappt. Wer den Blick hebt, sieht eine Ukraine unter milit\u00e4rischem, personellem und finanziellem Druck, eine ver\u00e4nderte russische Kriegf\u00fchrung und ein Deutschland, das immer tiefer in die ukrainische R\u00fcstungs- und Nachschubstruktur hineinr\u00fcckt. Die Drohne zwischen Leipzig und Halle an der Saale detonierte nicht. Politisch war ihre Sprengkraft jedoch bemerkenswert.<\/p>\n<p><em>Ein Meinungsbeitrag von <strong>Sabiene Jahn.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Noch bevor der Flughafen Leipzig\/Halle zur gro\u00dfen deutschen \u201eRussland-Attribution\u201c wurde (1), hatte die Bundesregierung eine bemerkenswerte Verantwortungsformel entwickelt. Ende August fragte die AfD-Fraktion nach mehreren ukrainischen Angriffsdrohnen, die auf dem Weg zu Zielen in Russland in Finnland und den baltischen Staaten gelandet oder abgest\u00fcrzt waren. Die Frage war naheliegend. Wer tr\u00e4gt die Verantwortung, wenn die Ukraine eine Waffe startet und diese anschlie\u00dfend im Luftraum eines NATO-Staates auftaucht? Die Antwort der Bundesregierung ist lesenswert. (20)<\/p>\n<p>Russland trage f\u00fcr Luftraumverletzungen an der NATO-Ostflanke \u201edie volle Verantwortung\u201c. Ukrainische Flugk\u00f6rper seien dagegen \u201enachweislich\u201c keine vors\u00e4tzlichen Angriffe auf die betroffenen Staaten gewesen. Ihre technischen Fehlfunktionen seien \u201emutma\u00dflich auf bewusste russische St\u00f6rma\u00dfnahmen\u201c des GPS zur\u00fcckzuf\u00fchren. Am Ende folgt daraus ein erstaunlich eindeutiger Satz. Auch f\u00fcr Sch\u00e4den, die ukrainische Flugk\u00f6rper in Drittstaaten verursachen, trage Russland die politische Verantwortung, sofern russische elektronische Kriegf\u00fchrung urs\u00e4chlich sei. Man muss diese Logik einen Augenblick auf sich wirken lassen.(20)<\/p>\n<p>Die Ukraine schickt eine Angriffsdrohne nach Russland. Russland versucht, die angreifende Waffe elektronisch abzuwehren. Die Drohne verliert m\u00f6glicherweise ihre Navigation und fliegt in einen Nachbarstaat. Politisch verantwortlich ist nach Berliner Lesart wiederum Russland. Mit anderen Worten, funktioniert die russische Abwehr schlecht, ist Russland milit\u00e4risch verwundbar. Funktioniert sie gut und die ukrainische Waffe kommt vom Kurs ab, w\u00e4chst Russlands politische Verantwortung. Das ist eine bemerkenswert komfortable Konstruktion.<\/p>\n<p>Noch eigent\u00fcmlicher wird sie, wenn man liest, auf welcher eigenen Erkenntnisbasis Berlin diese Eindeutigkeit herstellt. Die Bundesregierung erkl\u00e4rt in derselben Drucksache, sie erhalte Informationen \u00fcber Vorf\u00e4lle bei Verb\u00fcndeten \u00fcber das NATO-Meldewesen. Ein Teil davon sei geheim. Zugleich sei es nicht Aufgabe der Bundesregierung, detaillierte nationale Ermittlungen der NATO- und EU-Staaten zu einzelnen F\u00e4llen einzuholen oder selbst zu bewerten. Man habe schlicht keinen Anlass, an den ver\u00f6ffentlichten Informationen der jeweiligen Beh\u00f6rden zu zweifeln. (20)<\/p>\n<p><strong>Berlin k\u00fcndigt Abkommen<\/strong><\/p>\n<p>Finnland kam bei praktisch derselben technischen Ausgangslage zu einer erheblich n\u00fcchterneren Schlussfolgerung. Helsinki bestreitet russisches GPS-Jamming \u00fcberhaupt nicht. Verteidigungsminister Antti H\u00e4kk\u00e4nen erkl\u00e4rte jedoch, die Ukraine m\u00fcsse ihre Angriffe so planen, dass bekannte russische St\u00f6rma\u00dfnahmen nicht dazu f\u00fchrten, dass ukrainische Waffen in finnischen Luftraum gerieten. Auch unbeabsichtigte Verletzungen seien nicht akzeptabel. Wer eine Waffe losschickt, muss also einkalkulieren, dass der Gegner versucht, sie abzuwehren. (21)<\/p>\n<p>Es zeigt zwei vollkommen unterschiedliche Arten, Verantwortung zu denken. Finnland fragt, wer hat die Waffe gestartet, und was musste der Betreiber bei der Einsatzplanung vorhersehen? Berlin fragt offenbar zuerst, welche russische Handlung l\u00e4sst sich noch in die Kausalkette einf\u00fcgen?<\/p>\n<p>Und dann liegt wenige Wochen sp\u00e4ter eine Sprengstoffdrohne auf dem Flughafen Leipzig\/Halle, in unmittelbarer N\u00e4he einer ukrainischen Antonow-Frachtmaschine. Am 1. September erkl\u00e4rt die Bundesregierung Russland zum Verantwortlichen. Es folgten Ma\u00dfnahmen, die weit \u00fcber die Sicherung eines Flughafens hinausreichen. Das letzte russische Generalkonsulat in Bonn soll schlie\u00dfen, neue Sanktionen werden vorbereitet, Einreiseregeln versch\u00e4rft, und Berlin k\u00fcndigt das Abkommen \u00fcber das Russische Haus. (2)<\/p>\n<p>Moskau weist die Anschuldigungen vehement zur\u00fcck. Inzwischen berichten deutsche Medien \u00fcber zwei identifizierte Tatverd\u00e4chtige mit \u201eRussland-Bez\u00fcgen\u201c. Schon dieser Begriff klingt pr\u00e4ziser, als er ist. Ein derartiger Bezug sagt zun\u00e4chst wenig \u00fcber Nationalit\u00e4t, Auftraggeber oder staatliche Steuerung aus. Hinzu kommen Berichte \u00fcber m\u00f6gliche nachrichtendienstliche Verbindungen. \u00d6ffentlich belegt wurde diese Verbindung bislang nicht. Was f\u00fcr die entscheidende Behauptung fehlt, ist das, worauf es politisch ankommt &#8211; die nachvollziehbare Br\u00fccke von Tatverd\u00e4chtigen, Bauteilen und Tatmustern zu einem Auftrag russischer staatlicher Stellen. (2)<\/p>\n<p>Besonders eigent\u00fcmlich ist, wie die Bundesregierung diese L\u00fccke kommuniziert. Noch am 31. August hatte Regierungssprecher Stefan Kornelius angek\u00fcndigt, eine Attribution werde erst vorgenommen, wenn sie \u201eumfassend schl\u00fcssig\u201c sei, \u201ein sich ruht und f\u00fcr sich spricht\u201c. Auf die naheliegende Nachfrage, ob das bedeute, dass die \u00d6ffentlichkeit anschlie\u00dfend auch Beweise zu sehen bekomme, antwortete er, \u201edas \u00fcberlasse ich nach der Attribuierung dann Ihrem Urteil.\u201c Auf die erneute Frage nach Beweisen verwies er darauf, dass staatsanwaltliche Ermittlungen schlie\u00dflich dazu dienten, Beweise \u201ezu sichern und zu sammeln\u201c. (18)<\/p>\n<p>Einen Tag sp\u00e4ter war die Attribution da. Die angek\u00fcndigte Schl\u00fcssigkeit wurde allerdings nicht konkreter. Der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer erkl\u00e4rte, es gebe \u201edrei Dimensionen\u201c, die eindeutig nach Russland wiesen. Erstens Tatmuster und verwendete Materialien \u2013 Drohne, Sprengstoff und Technik \u2013, zweitens polizeiliche Ermittlungen und drittens Erkenntnisse deutscher Nachrichtendienste und ihrer internationalen Partner. Das Beachtenswerte folgte danach. Jede dieser drei Dimensionen h\u00e4tte nach Angaben der Bundesregierung f\u00fcr sich allein bereits f\u00fcr eine \u201eklare Attribuierung in Richtung Russland\u201c ausgereicht. (22)<\/p>\n<p>Wer nun erwartete, dass drei voneinander unabh\u00e4ngige Beweisstr\u00e4nge auch drei besonders anschauliche Belege hervorbringen w\u00fcrden, wurde entt\u00e4uscht. Auf wiederholte Nachfrage nannte Meyer keine konkreten Details. Die polizeilichen Ermittlungen liefen noch, bei Nachrichtendiensterkenntnissen gelte Geheimschutz, und bei Tatmustern blieb es bei der Feststellung, dass sie zu bereits bekannten russischen Operationen passten. Das RND fasste die Lage beinahe unfreiwillig komisch zusammen &#8211; die Regierung sei sich \u201edreifach sicher\u201c \u2013 weitere konkrete Beweise nannte sie jedoch nicht. (22)<\/p>\n<p>Hier liegt das Problem. Zwischen dem Schutz solcher Informationen und der vollst\u00e4ndigen Unsichtbarkeit jener Verbindung, auf deren Grundlage ein anderer Staat \u00f6ffentlich zum Auftraggeber erkl\u00e4rt wird, liegt ein erheblicher Raum. Und trotzdem folgen daraus die Schlie\u00dfung eines Generalkonsulats, weitere Sanktionen, versch\u00e4rfte Einreisema\u00dfnahmen und die K\u00fcndigung einer kulturellen Vereinbarung, deren Folgen f\u00fcr das Goethe-Institut die Bundesregierung wenige Wochen zuvor selbst beschrieben hatte. (1) (2)<\/p>\n<p>Der Elefant steht l\u00e4ngst im Raum. Die Leipziger Drohne ist m\u00f6glicherweise nur das Ereignis, an dem pl\u00f6tzlich alle \u00fcber seinen Schatten sprechen.<\/p>\n<p>Der russische Milit\u00e4rexperte Rustem Klupow legt f\u00fcr Leipzig eine logische Gegenhypothese vor. Klupow ist Held der Russischen F\u00f6deration und Afghanistanveteran und erkl\u00e4rte gegen\u00fcber Pravda.ru, der Anschlagsversuch k\u00f6nne Kiew genutzt haben, um Deutschland st\u00e4rker in den Krieg hineinzuziehen und erneut Druck in der Taurus-Frage aufzubauen. Die technische Unzul\u00e4nglichkeit des Vorgangs mache ihn skeptisch. Ein russischer Dienst, der eine der wertvollen ukrainischen Antonow-Transportmaschinen tats\u00e4chlich vernichten wolle, h\u00e4tte aus seiner Sicht wirkungsvollere M\u00f6glichkeiten und wenig Interesse daran, mit einem dilettantisch wirkenden Anschlagsversuch auf deutschem Boden die deutsche \u00d6ffentlichkeit gegen Russland zu einen. Seine Kernfrage lautet daher, wem n\u00fctzte diese Form des Scheiterns? (3)<\/p>\n<p>Im Juni 2026 verweigerte die Bundesregierung im Bundestag weiterhin Angaben zu einer m\u00f6glichen Lieferung und begr\u00fcndete dies mit der notwendigen Vertraulichkeit \u00fcber ukrainische milit\u00e4rische F\u00e4higkeiten. Bereits im M\u00e4rz hatte Friedrich Merz erkl\u00e4rt, die Ukraine verf\u00fcge inzwischen \u00fcber eigene weitreichende Waffen, teilweise mit deutscher Hilfe. Zus\u00e4tzliche Taurus-Systeme seien deshalb nicht mehr das einzige Ma\u00df strategischer Reichweite. Parallel baut Deutschland seine eigene weitreichende Schlagf\u00e4higkeit aus. Im Juli k\u00fcndigte Merz den Kauf amerikanischer Tomahawk-Marschflugk\u00f6rper an. Anfang September wurde au\u00dferdem ein israelisches LORA-System mit rund 500 Kilometern Reichweite erfolgreich getestet. Taurus NEO soll folgen. Deutschland bewegt sich milit\u00e4risch also gerade selbst in eine neue Reichweitenklasse. (4) (5)<\/p>\n<p>Gleichzeitig steht ein umfassendes deutsch-ukrainisches Abkommen \u00fcber die gemeinsame Entwicklung von Drohnen, Raketen und Software kurz vor dem Abschluss. Deutschland finanziert bereits 50.000 ukrainische Shrike-Angriffsdrohnen und 15.000 Strila-Abfangdrohnen. Deutsche und ukrainische Unternehmen bauen gemeinsame Produktionsstrukturen auf. Damit ver\u00e4ndert sich die Rolle der Bundesrepublik. Deutschland liefert nicht mehr allein aus vorhandenen Depots. Es finanziert Produktion, entwickelt gemeinsam, baut industrielle Kapazit\u00e4ten auf und wird Bestandteil einer langfristigen ukrainischen R\u00fcstungsarchitektur. (6)<\/p>\n<p>Leipzig\/Halle ist in diesem Zusammenhang kein beliebiger deutscher Flughafen. Der Standort ist f\u00fcr ukrainische Schwertransporte und milit\u00e4rische Logistik relevant. Ein Anschlag dort trifft jene Grauzone, in der sich zivile Infrastruktur und milit\u00e4rischer Nachschub \u00fcberlagern. Und in dieser Grauzone ver\u00e4ndert Russland derzeit seine Kriegf\u00fchrung in der Ukraine &#8211; nicht in den St\u00e4dten der EU. Russland hat aber die Rechnung ver\u00e4ndert. (2)<\/p>\n<p><strong>Russland hat die Rechnung ver\u00e4ndert<\/strong><\/p>\n<p>Alexander Mercouris und Alex Christoforou haben in ihrer Sendung von \u201eThe Duran\u201c vom 1. September einen Vorgang beschrieben, der interessanterweise wenig vorkommt. Russland greift Kiew nicht mehr in gro\u00dfen Wellen mit langen Pausen dazwischen an. Mercouris spricht von Angriffen \u201eNacht f\u00fcr Nacht, Tag f\u00fcr Tag\u201c. Die Kontinuit\u00e4t sei das eigentlich Neue. Am n\u00e4chsten Tag war daraus bereits der siebte Angriffstag in Folge geworden. Russland setzte Raketen und eine wachsende Zahl strahlgetriebener Drohnen ein. In Odessa wurden Energieanlagen getroffen, rund 350.000 Haushalte verloren zeitweise die Stromversorgung. An der Donau wurden Hafen- und Grenzanlagen besch\u00e4digt. Die technische Entwicklung dahinter ist bemerkenswert. (7) (23)<\/p>\n<p>Der ukrainische Milit\u00e4rgeheimdienst HUR bezifferte die russische Produktionsplanung f\u00fcr August auf 11.000 Angriffsdrohnen verschiedener Typen. Die Produktion werde zunehmend auf die strahlgetriebenen Geran-4 und Geran-5 umgestellt. Bei einer j\u00fcngeren Angriffswelle habe deren Anteil bereits etwa 50 Prozent betragen. Die ukrainische Aufkl\u00e4rung erkl\u00e4rt selbst, dass daf\u00fcr schnellere Abfangdrohnen oder Flugabwehr kurzer Reichweite ben\u00f6tigt werden. (8)<\/p>\n<p>Mercouris beschreibt den praktischen Unterschied sehr anschaulich. Die \u00e4lteren Geran-Systeme flogen vergleichsweise langsam und niedrig. Die neuen Modelle besitzen D\u00fcsenantriebe, erreichen gr\u00f6\u00dfere H\u00f6hen und h\u00f6here Geschwindigkeiten und k\u00f6nnen nach seiner Darstellung steiler auf Ziele sto\u00dfen. Dadurch wird nicht nur das Abfangen schwieriger. Die Ukraine muss f\u00fcr relativ preiswerte Angriffsmittel zunehmend kostspieligere oder technisch anspruchsvollere Abwehr einsetzen. Das ist industrielle Mathematik. Und weitere Systeme kommen hinzu. (7)<\/p>\n<p>Die S 8000 Banderol verbindet Eigenschaften einer Drohne mit denen eines einfachen Marschflugk\u00f6rpers. Hinzu kommt Dan-T, ein neues russisches System mit ungef\u00e4hr 500 Kilometern Reichweite. Der Wissenschaftler Wladimir Brovkin widmet ihm in seinem j\u00fcngsten Podcast besondere Aufmerksamkeit. Der russische Name \u201e\u0414\u0430\u043d\u044c\u201c bedeutet etwa \u201eTribut\u201c oder \u201eAbgabe\u201c. Brovkin liest darin einen durchaus russischen Sarkasmus gegen\u00fcber europ\u00e4ischen Debatten \u00fcber sp\u00e4tere Reparationszahlungen. Falls Europa Tribut w\u00fcnsche, k\u00f6nne Moskau ihn offenbar auch in flugf\u00e4higer Form liefern. Hinter der Pointe steht ein ernster milit\u00e4rischer Gedanke. Ein weiteres relativ preiswertes aber hochwirksames System, das in gro\u00dfer Zahl produziert und gegen eine begrenzte ukrainische Luftverteidigung eingesetzt werden kann. (9) (25)<\/p>\n<p>Brovkin beschreibt diese Ver\u00e4nderung als Verbindung defensiver und offensiver Anpassung. Russland baut dichter gestaffelte Drohnenabwehr, experimentiert mit Maschinenwaffen, Abfangdrohnen, elektronischen Gegenma\u00dfnahmen und anderen Interzeptoren. Gleichzeitig steigt die Masse russischer Angriffssysteme. Der entscheidende Punkt ist dabei weniger der Name einer einzelnen neuen Rakete. Russland versucht offenbar, den ukrainischen Vorteil billiger Langstreckendrohnen auf zwei Wegen zu neutralisieren. Durch bessere Abwehr zu Hause und durch einen erheblich erh\u00f6hten Druck auf die Infrastruktur, aus der ukrainische Angriffe gespeist werden. (9)<\/p>\n<p>Das russische Verteidigungsministerium nennt dabei R\u00fcstungsbetriebe, Lager, Treibstoffdepots, Reparaturwerke, Eisenbahninfrastruktur und H\u00e4fen als Ziele. Mercouris beschreibt in seinen Sendungen denselben Zusammenhang. Firepoint-Produktionsst\u00e4tten in Kiew, Lokomotivwerke, Hafenstromversorgung in Odessa, Lager in Tschornomorsk, Bahnstrecken, F\u00e4hrverbindungen und \u00dcberg\u00e4nge Richtung Rum\u00e4nien. Das operative Muster l\u00e4sst sich aus unterschiedlichen ukrainischen Berichten erkennen. Am 1. September wurden Hafenanlagen und der Grenz\u00fcbergang Orliwka zu Rum\u00e4nien getroffen. Die Ukraine musste den \u00dcbergang zeitweilig schlie\u00dfen. (7) (10)<\/p>\n<p>Aus Odessa kommt noch ein weiterer Hinweis. Die \u201eKyiv Post\u201c berichtete Anfang September \u00fcber den mutma\u00dflich ersten Einsatz einer KAB-Gleitbombe gegen die Stadt selbst. Sollte sich der Einsatz best\u00e4tigen, w\u00fcrde Russland eine weitere schwere und vergleichsweise preisg\u00fcnstige Waffenklasse gegen den s\u00fcdlichen Logistikraum ausweiten. Und dort beginnt f\u00fcr Kiew ein Problem. (28)<\/p>\n<p>Kyrylo Budanow formulierte Ende August eine Zahl: \u201eWir k\u00f6nnen nicht weniger als 30.000 Menschen pro Monat mobilisieren.\u201c Dies sei das Minimum, erkl\u00e4rte der Leiter des ukrainischen Pr\u00e4sidialamtes, um \u201edas zu halten, was wir haben\u201c. Mercouris und Christoforou lesen sie als Hinweis auf die Gr\u00f6\u00dfenordnung der ukrainischen personellen Abnutzung. 30.000 neu Mobilisierte bedeuten nicht automatisch 30.000 Gefallene. Die Zahl umfasst Ersatz f\u00fcr Tote, Verwundete, Dienstunf\u00e4hige, Desertionen, Rotation und den Aufbau weiterer Einheiten. Die Gr\u00f6\u00dfenordnung ist enorm. Und dazu kommt das Geld. (7) (11)<\/p>\n<p>Der neue ukrainische Verteidigungsminister Jewhenij Chmara beziffert das Loch im Milit\u00e4rhaushalt auf 27 Milliarden Dollar. Kiew m\u00f6chte deshalb einen Teil der f\u00fcr 2027 vorgesehenen EU-Gelder fr\u00fcher erhalten. Die Europ\u00e4ische Union hat der Ukraine f\u00fcr 2026 und 2027 insgesamt 90 Milliarden Euro zugesagt. Die Ukraine braucht also gleichzeitig Menschen, Luftverteidigung, Geld und sichtbare milit\u00e4rische Wirkung. Dieser letzte Punkt ist politisch entscheidend. (12)<\/p>\n<p>Langstreckenangriffe auf russische Raffinerien, \u00d6llager, H\u00e4fen und Infrastruktur besitzen nicht nur milit\u00e4rischen Wert. Sie demonstrieren gegen\u00fcber europ\u00e4ischen Geldgebern, dass Kiew weiterhin in der Lage ist, Russland Kosten aufzuerlegen. Brovkin stellt diese Verbindung her, die ukrainische Drohnenstrategie m\u00fcsse auch als Demonstration gegen\u00fcber den westlichen Finanziers verstanden werden. (9)<br \/>Kiew ben\u00f6tigt zus\u00e4tzliche Mittel, um russische Abwehr zu \u00fcberwinden und tiefer in Russland zu wirken. Deutschland wiederum hat sich lange gegen die Lieferung eines eigenen weitreichenden Systems gestr\u00e4ubt. Klupows These, Leipzig k\u00f6nne als Hebel dienen, Berlin in dieser Frage weiterzuschieben, ist verst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p>Der Taurus-Leak von 2024 hatte erhebliche Wellen geschlagen. In dem abgeh\u00f6rten und anschlie\u00dfend ver\u00f6ffentlichten Gespr\u00e4ch diskutierten hochrangige Bundeswehroffiziere vergleichsweise offen, wie Ziel- und Missionsdaten f\u00fcr einen m\u00f6glichen ukrainischen Taurus-Einsatz erstellt und \u00fcbertragen werden k\u00f6nnten. Dabei wurde sogar erwogen, ein Datenfile nach Polen zu schicken und die \u00dcbergabe dort zu organisieren. Als m\u00f6gliches Ziel war auch die Krim-Br\u00fccke Gegenstand der Planung. Jetzt gewinnt diese damalige Reichweiten- und Beteiligungsdebatte erneut an Aktualit\u00e4t.(3) (4)<\/p>\n<p>Naheliegend ist die Feststellung, dass ein russischer Anschlag auf einen ukrainischen Milit\u00e4rtransport in Deutschland jene Argumentation st\u00e4rkt, die seit Jahren gr\u00f6\u00dfere deutsche Reichweite fordert, Russland habe den Konflikt l\u00e4ngst auf deutsches Territorium getragen, also m\u00fcsse Deutschland seine Zur\u00fcckhaltung aufgeben. Das ist der politische Nutzen eines solchen Vorgangs. Wer ihn verursacht hat, bleibt eine andere Frage. (3) (4)<\/p>\n<p><strong>Nicht jeder Kurzschluss f\u00fchrt nach Moskau<\/strong><\/p>\n<p>Noch aufschlussreicher wird die gegenw\u00e4rtige Nervosit\u00e4t bei zwei anderen Anschl\u00e4gen. Am 1. September versuchten Unbekannte bei Turnow-Preilack in Brandenburg, mit selbstgebauten, silvesterraketen\u00e4hnlichen Vorrichtungen leitf\u00e4higes Material in H\u00f6chstspannungsleitungen zu schie\u00dfen. Zwei Kurzschl\u00fcsse gelangen. Ein Block des Kraftwerks J\u00e4nschwalde fiel zeitweise aus. Wenige Stunden sp\u00e4ter geschah bei Bergheim in Nordrhein-Westfalen etwas sehr \u00c4hnliches. Dort gingen nach einem gezielt herbeigef\u00fchrten Kurzschluss mehrere Braunkohlebl\u00f6cke vom Netz. Wer in diesen Tagen nur einen Hammer besitzt, sieht \u00fcberall russische N\u00e4gel. (13)<\/p>\n<p>Die Ermittler tun das bisher ausdr\u00fccklich nicht. Brandenburgs Innenminister Jan Redmann verweist auf zwei naheliegende Richtungen. Fremdstaatlich gesteuerte Sabotage und das linksextreme Spektrum. Herbert Reul nennt f\u00fcr Nordrhein-Westfalen dieselben M\u00f6glichkeiten. Nichts davon sei bisher ausgeschlossen. Das ist interessant, weil die betroffenen Anlagen eine zweite, v\u00f6llig andere politische Geschichte besitzen. (13)<\/p>\n<p>J\u00e4nschwalde ist ein Braunkohlekraftwerk. Anschl\u00e4ge auf Stromnetze und Energieanlagen geh\u00f6ren seit Jahren zum Aktionsspektrum radikaler Klima- und linksextremer Gruppen. Im Januar 2026 legte ein Anschlag auf die Berliner Stromversorgung Teile des S\u00fcdwestens der Hauptstadt lahm. 45.000 Haushalte sowie mehr als 2.200 Unternehmen waren betroffen. Der Generalbundesanwalt f\u00fchrt ein Verfahren gegen Unbekannt. Nach seiner Antwort an den Bundestag besteht der Anfangsverdacht, Mitglieder einer \u201eVulkangruppe\u201c k\u00f6nnten verantwortlich sein. Bis heute ist dieser Fall \u00f6ffentlich nicht aufgekl\u00e4rt. (14)<\/p>\n<p>Die improvisierten Abschussvorrichtungen bei J\u00e4nschwalde und Bergheim m\u00fcssen deshalb keineswegs zum ukrainischen Krieg geh\u00f6ren. Vielleicht tun sie es. Vielleicht geh\u00f6ren sie zu einem bekannten inl\u00e4ndischen Sabotagemilieu. Vielleicht soll diese Unsicherheit erzeugt werden. Eine Erkenntnis ist wichtiger. Wenn innerhalb weniger Stunden ein russisches Narrativ \u00fcber Leipzig, ein Anschlag auf ein Kohlekraftwerk und ein weiterer Angriff auf ein Umspannwerk in denselben Nachrichtenstrom geraten, entsteht sehr schnell ein einziges Bedrohungsbild, obwohl die T\u00e4ter keineswegs dieselben sein m\u00fcssen. Hier m\u00fcsste Politik besonders pr\u00e4zise sein, anstattdessen wird der politische Raum gerade sehr eng.<\/p>\n<p><strong>Leipzig lieferte den Anlass<\/strong><\/p>\n<p>Die sch\u00e4rfste deutsche Reaktion auf Leipzig ist die kulturelle. \u201eDas Russische Haus\u201c ist Kino, Konzertsaal, Sprachschule, Bibliothek und Ausstellungsort. Vor allem ist seine rechtliche Stellung mit dem Goethe-Institut in Moskau verkn\u00fcpft. Das wusste die Bundesregierung ganz genau. (1)<\/p>\n<p>Bereits am 10. August, lange vor der offiziellen Zuweisung des Leipziger Anschlags, erkl\u00e4rte das Ausw\u00e4rtige Amt, man \u00fcberpr\u00fcfe \u201eumfassend und kontinuierlich\u201c die v\u00f6lkervertragliche Grundlage des Russischen Hauses. Zwei bilaterale Abkommen seien zu beachten. Russisches Haus und Goethe-Institut seien \u201eunmittelbar miteinander verbunden\u201c. Ein Vorgehen gegen das eine habe unmittelbare Folgen f\u00fcr das andere. Berlin musste die Idee einer Schlie\u00dfung nach Leipzig nicht erst entwickeln. Die Option wurde bereits gepr\u00fcft. Leipzig lieferte den Anlass. Damit wurde aus der Drohne tats\u00e4chlich ein Z\u00fcnder. (1)<\/p>\n<p>Am 3. September zog Moskau die erwartete Konsequenz. Aussenminister Sergej Lawrow k\u00fcndigte die Schlie\u00dfung der Goethe-Institute in Moskau, St. Petersburg und Jekaterinburg an. Seine Begr\u00fcndung war ebenso knapp wie unerfreulich. Berlin habe den Schritt bewusst getan und damit faktisch das Ende seiner eigenen kulturellen Pr\u00e4senz in Russland herbeigef\u00fchrt. (19)<\/p>\n<p>Pr\u00e4sident Wladimir Putin erhob seinerseits einen schweren Vorwurf bei einer Pressekonferenz in Bischkek zwei Tage zuvor. Auf die Frage des russischen Journalisten Alexander Junaschew, wie er die deutschen Vorw\u00fcrfe und Ma\u00dfnahmen bewerte, verwies Putin zun\u00e4chst auf die innenpolitische Lage Friedrich Merz\u2019. Dann fragte er selbst rhetorisch, \u201eUnd wo sind die Beweise? Nun, da hat man eben \u201eBeweise untergeschoben.\u201c Und f\u00fchrte weiter aus, \u201eDie Lage des Kanzlers ist innenpolitisch schwierig. Er genie\u00dft nicht das Vertrauen der B\u00fcrger \u2026 Unternehmen schlie\u00dfen, Menschen verlieren ihre Arbeitspl\u00e4tze, der Lebensstandard sinkt.\u201c Dann erkl\u00e4rte er sinngem\u00e4\u00df, dies lasse sich politisch durch die Notwendigkeit erkl\u00e4ren, eines \u201eaggressiven Russlands\u201c entgegenzutreten. (19)<\/p>\n<p>Die Entscheidung f\u00e4llt tats\u00e4chlich in eine mehrmonatige Phase au\u00dferordentlicher innenpolitischer Schw\u00e4che. Die Bundesregierung erreicht im ARD-DeutschlandTrend nur noch 13 Prozent positive Bewertungen. 85 Prozent \u00e4u\u00dfern sich kritisch. Friedrich Merz selbst kommt auf 14 Prozent Zustimmung. Reuters beschreibt gleichzeitig einen besonders starken ostdeutschen Gegensatz in der Russlandpolitik. Viele Menschen in den neuen L\u00e4ndern verbinden mit Russland eine andere biografische Erfahrung als gro\u00dfe Teile der westdeutschen Bev\u00f6lkerung. Das macht das Russische Haus politisch sensibel. (17) (24)<\/p>\n<p>Die Verbindung zwischen Deutschen und Russen wird damit nicht nur auf Regierungsebene reduziert. Sie wird in jene R\u00e4ume hinein gekappt, die f\u00fcr schlechte Zeiten eigentlich geschaffen wurden. F\u00fcr Sprache, Kultur, Bildung und pers\u00f6nliche Kontakte. Das Ausw\u00e4rtige Amt erkl\u00e4rte noch am 10. August \u00fcber das Goethe-Institut in Moskau, man m\u00fcsse versuchen, \u201edie wenigen Leute, die wir dort noch erreichen k\u00f6nnen\u201c, mit dem verbliebenen Angebot durch diese Zeit zu bringen \u2013 \u201ein der Hoffnung, dass irgendwann einmal eine andere Zeit kommt\u201c. Drei Wochen sp\u00e4ter nimmt Berlin in Kauf, diesen verbliebenen Kanal zus\u00e4tzlich zu gef\u00e4hrden. Das ist keine automatische Folge einer Drohne. Es ist eine verlogene Politik. (1)<\/p>\n<p>Und hier f\u00e4llt ein anderer Vorgang auf. CIA-Direktor John Ratcliffe reiste Ende August nach Moskau und traf Vertreter der russischen Nachrichtendienste. Noch deutlicher wurde das beim G20-Finanzministertreffen. Anton Siluanow sa\u00df erstmals seit 2022 wieder pers\u00f6nlich am Tisch. US-Finanzminister Scott Bessent f\u00fchrte ein bilaterales Gespr\u00e4ch mit ihm. Die Amerikaner machten zugleich deutlich, dass wirtschaftliche Normalisierung an Fortschritte im Ukrainekrieg gebunden sei. Reden und Druck schlie\u00dfen sich also offenbar nicht aus. Die Europ\u00e4er reagierten anders. (26) (27)<\/p>\n<p>Lars Klingbeil wollte nicht gemeinsam mit Siluanow f\u00fcr das traditionelle Gruppenfoto posieren. W\u00e4hrenddessen trifft Putin Narendra Modi, Xi Jinping, Recep Tayyip Erdo\u011fan und weitere Staatschefs. Modi fordert \u00f6ffentlich ein Ende des Krieges und h\u00e4lt gleichzeitig die Beziehungen zu Russland aufrecht. Russland ist wirtschaftlich und milit\u00e4risch keineswegs isoliert. Wenn Russland milit\u00e4risch st\u00e4rker agiert, die Ukraine mehr Geld und Personal ben\u00f6tigt und Washington zugleich wieder direkte Kan\u00e4le zu Moskau \u00f6ffnet, w\u00e4chst der Druck auf jene europ\u00e4ischen Regierungen, die ihren bisherigen Kurs fast vollst\u00e4ndig auf eine langfristige russische Schw\u00e4chung ausgerichtet haben. Wladimir Brovkin nennt diese Entwicklung, \u201eVon der Verdr\u00e4ngung zur Panik: Selenskyj und die EU\u201c. (27) (9)<\/p>\n<p><strong>Manchmal schreibt Symbolpolitik sich selbst<\/strong><\/p>\n<p>Und dann noch ein Detail, das mir auffiel. Im April 2026 unterzeichneten Deutschland und die Ukraine eine umfassende strategische Partnerschaft. Unter der unscheinbaren Rubrik \u201ezwischenmenschliche Kontakte\u201c findet sich darin die Einweihung eines ukrainischen Generalkonsulats in Dresden. Viele wissen, Wladimir Putin versah dort von 1985 bis 1990 seinen Dienst als KGB-Offizier. Niemand muss unterstellen, Kiew habe seinen neuen konsularischen Standort nach dieser Biografie ausgew\u00e4hlt. Die Geschichte an sich erledigt den schwarzen Humor auch ohne Regieanweisung. Manchmal schreibt Symbolpolitik sich selbst. (15) (16)<\/p>\n<p>Das ist der Elefant, der im Raum steht, weniger die eine einzelne Drohne. Die Bundesrepublik befindet sich in einem \u00dcbergang. Vom Waffenlieferanten zum industriellen und logistischen Bestandteil einer langfristigen ukrainischen Kriegsf\u00e4higkeit. Gleichzeitig wird die milit\u00e4rische Lage schwieriger, die Finanzierung teurer, der gesellschaftliche R\u00fcckhalt der Bundesregierung noch schw\u00e4cher. In einer solchen Lage besitzt ein Anschlag wie Leipzig au\u00dferordentlichen politischen Wert.<\/p>\n<p>Er kann Zur\u00fcckhaltung delegitimieren und neue Sanktionen rechtfertigen. Das ist der Grund, weshalb man weniger auf den Z\u00fcnder schauen sollte als auf das, was l\u00e4ngst darum herum aufgebaut wurde und nun zusehends verloren geht.<\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p>Bildquelle: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.shutterstock.com\/de\/g\/Nuttapon+Pundech?ref=apolut.net\">Nuttsue<\/a> \/ shutterstock<\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p><strong>Quellen und Anmerkungen: (abgerufen am 3. Sep 2026)<\/strong><\/p>\n<p>1.) Ausw\u00e4rtiges Amt, Regierungspressekonferenz vom 10. August 2026. Die Bundesregierung erkl\u00e4rte bereits vor der sp\u00e4teren Attribution von Leipzig, die v\u00f6lkervertragliche Grundlage werde \u201eumfassend und kontinuierlich\u201c \u00fcberpr\u00fcft. Russisches Haus und Goethe-Institut seien unmittelbar miteinander verbunden. <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/newsroom\/regierungspressekonferenz-2782764?ref=apolut.net\">https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/newsroom\/regierungspressekonferenz-2782764<\/a><\/p>\n<p>2.) Reuters, 2. September 2026. Aktueller Stand zu Leipzig, den deutschen Ma\u00dfnahmen und den identifizierten Tatverd\u00e4chtigen mit \u201eRussland-Bez\u00fcgen\u201c: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/eu-some-eu-states-summon-russian-embassy-officials-over-leipzig-drone-attack-2026-09-02\/?ref=apolut.net\">https:\/\/www.reuters.com\/world\/eu-some-eu-states-summon-russian-embassy-officials-over-leipzig-drone-attack-2026-09-02\/<\/a><\/p>\n<p>3.) Rustem Klupow\/ Pravda.ru, 31. August 2026. Klupows Gegenhypothese. Leipzig als m\u00f6glicher Hebel f\u00fcr zus\u00e4tzlichen Druck auf Berlin, insbesondere in der Taurus-Frage: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/military.pravda.ru\/news\/2398491-leipzig-airport-drone-provocation-analysis\/?ref=apolut.net\">https:\/\/military.pravda.ru\/news\/2398491-leipzig-airport-drone-provocation-analysis\/<\/a><\/p>\n<p>4.) Deutscher Bundestag, Juni 2026. Die Bundesregierung verweigerte Angaben zu einer m\u00f6glichen Taurus-Lieferung wegen der Vertraulichkeit ukrainischer milit\u00e4rischer F\u00e4higkeiten. Merz hatte zuvor erkl\u00e4rt, die Ukraine verf\u00fcge bereits \u00fcber selbst entwickelte weitreichende Waffen, teilweise mit deutscher Unterst\u00fctzung <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/21\/065\/2106571.pdf?ref=apolut.net\">https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/21\/065\/2106571.pdf<\/a>; <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=112023&amp;ref=apolut.net\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=112023<\/a><\/p>\n<p>5.) Reuters, Juli\/September 2026. Deutschland beschafft Tomahawk-Systeme, testet LORA und baut seine eigene F\u00e4higkeit zum weitreichenden Pr\u00e4zisionsschlag aus: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/merz-says-germany-agreed-acquire-us-tomahawk-missiles-2026-07-09\/?ref=apolut.net\">https:\/\/www.reuters.com\/world\/merz-says-germany-agreed-acquire-us-tomahawk-missiles-2026-07-09\/<\/a>; <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.reuters.com\/business\/aerospace-defense\/germany-successfully-tests-israeli-ballistic-missile-officials-say-2026-09-02\/?ref=apolut.net\">https:\/\/www.reuters.com\/business\/aerospace-defense\/germany-successfully-tests-israeli-ballistic-missile-officials-say-2026-09-02\/<\/a><\/p>\n<p>6.) Reuters, 2. September 2026. Deutsch-ukrainische Zusammenarbeit bei Drohnen, Raketen und Software; Finanzierung von Shrike- und Strila-Drohnen sowie gemeinsamer Produktionsstrukturen: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.reuters.com\/business\/aerospace-defense\/ukraine-is-finalising-drone-deal-with-germany-zelenskiy-says-2026-09-02\/?ref=apolut.net\">https:\/\/www.reuters.com\/business\/aerospace-defense\/ukraine-is-finalising-drone-deal-with-germany-zelenskiy-says-2026-09-02\/<\/a><\/p>\n<p>7.) The Duran, Alexander Mercouris und Alex Christoforou, 1. September 2026. Analyse der kontinuierlichen russischen Angriffe auf Kiew, neuer Geran-Systeme, der Luftverteidigung und der ukrainischen Mobilisierung: www.youtube.com\/watch?v=8YCKYUFc-Bw&amp;t=2s<\/p>\n<p>8.) Ukrainischer Milit\u00e4rgeheimdienst HUR\/ Ukrainska Pravda, 10. August 2026. Russische Produktionsplanung von 11.000 Angriffsdrohnen im August, zunehmende Umstellung auf strahlgetriebene Geran-4 und Geran-5: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.pravda.com.ua\/eng\/news\/2026\/08\/10\/8048080?ref=apolut.net\">https:\/\/www.pravda.com.ua\/eng\/news\/2026\/08\/10\/8048080<\/a>; <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.rbc.ua\/rus\/news\/rf-vikonue-plan-raketah-pauza-obstrilah-navryad-1786309469.html?ref=apolut.net\">https:\/\/www.rbc.ua\/rus\/news\/rf-vikonue-plan-raketah-pauza-obstrilah-navryad-1786309469.html<\/a><\/p>\n<p>9.) Wladimir Brovkin, \u201ePutins Plan f\u00fcr die Ukraine enth\u00fcllt\u201c. Beschreibung von Dan-T und der russischen technologischen Anpassung: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/playlist?list=PLYwxLRyAc_LWkpfiGgb6vt89dGQY85Rv_&amp;ref=apolut.net\">https:\/\/www.youtube.com\/playlist?list=PLYwxLRyAc_LWkpfiGgb6vt89dGQY85Rv_<\/a><\/p>\n<p>10.) Reuters\/Kyiv Post, 1.\u20132. September 2026. Russische Angriffe auf Odessa, Hafen- und Grenzinfrastruktur sowie m\u00f6gliche erstmalige KAB-Einsatz gegen die Stadt: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/russia-hits-port-export-facilities-ukraines-odesa-region-kyiv-says-2026-09-01?ref=apolut.net\">https:\/\/www.reuters.com\/world\/russia-hits-port-export-facilities-ukraines-odesa-region-kyiv-says-2026-09-01<\/a><\/p>\n<p>11.) Ukrainska Pravda, 28. August 2026. Budanows Aussage, die Ukraine m\u00fcsse mindestens 30.000 Menschen monatlich mobilisieren, um den vorhandenen Personalstand zu halten: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.pravda.com.ua\/eng\/news\/2026\/08\/28\/8050796\/?ref=apolut.net\">https:\/\/www.pravda.com.ua\/eng\/news\/2026\/08\/28\/8050796\/<\/a><\/p>\n<p>12.) Reuters, 30. August 2026. Finanzierungsl\u00fccke von rund 27 Milliarden Dollar im ukrainischen Milit\u00e4rhaushalt und Forderung nach vorgezogenen EU-Geldern: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/europe\/ukraine-defence-chief-pledges-clear-war-plan-win-early-loan-release-2026-08-30?ref=apolut.net\">https:\/\/www.reuters.com\/world\/europe\/ukraine-defence-chief-pledges-clear-war-plan-win-early-loan-release-2026-08-30<\/a><\/p>\n<p>13.) Tagesschau, 1.\u20132. September 2026. Sabotage an Stromnetzen in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen. Die Ermittler pr\u00fcfen ausdr\u00fccklich sowohl fremdstaatliche Sabotage als auch Linksextremismus: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/sabotage-umspannwerk-brandenburg-100.html?ref=apolut.net\">https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/sabotage-umspannwerk-brandenburg-100.html<\/a><\/p>\n<p>14.) Deutscher Bundestag, 3. M\u00e4rz 2026. Ermittlungsstand zum Berliner Stromanschlag vom Januar: Verfahren gegen Unbekannt, Anfangsverdacht gegen Mitglieder einer \u201eVulkangruppe\u201c: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/kurzmeldungen-1151310?ref=apolut.net\">https:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/kurzmeldungen-1151310<\/a><\/p>\n<p>15.) Bundesregierung, 14. April 2026. Deutsch-ukrainische strategische Partnerschaft einschlie\u00dflich der Einweihung des ukrainischen Generalkonsulats in Dresden, Seite 13: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/resource\/blob\/974430\/2420616\/2810b1a2113c7d4687e75b47251397bc\/2026-04-14-erklaerung-deutsch-ukranische-regierungskonsultationen-deutsch-data.pdf?download=1&amp;ref=apolut.net\">https:\/\/www.bundesregierung.de\/resource\/blob\/974430\/2420616\/2810b1a2113c7d4687e75b47251397bc\/2026-04-14-erklaerung-deutsch-ukranische-regierungskonsultationen-deutsch-data.pdf?download=1<\/a><\/p>\n<p>16.) Bundesarchiv. Dokumentiert Putins KGB-T\u00e4tigkeit in Dresden 1985 bis 1990 und seinen MfS-Hausausweis: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.bundesarchiv.de\/nachricht\/hausausweis-war-uebliche-praxis?ref=apolut.net\">https:\/\/www.bundesarchiv.de\/nachricht\/hausausweis-war-uebliche-praxis<\/a><\/p>\n<p>17.) Reuters, Ende August\/Anfang September 2026. Zur innenpolitischen Schw\u00e4che der Bundesregierung und zur unterschiedlichen Wahrnehmung Russlands in Ost- und Westdeutschland: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.reuters.com\/commentary\/breakingviews\/german-political-funk-threatens-timid-recovery-2026-08-28?ref=apolut.net\">https:\/\/www.reuters.com\/commentary\/breakingviews\/german-political-funk-threatens-timid-recovery-2026-08-28<\/a><\/p>\n<p>18.) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/aktuelles\/regierungspressekonferenz-vom-31-august-2026-2451006?ref=apolut.net\">https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/aktuelles\/regierungspressekonferenz-vom-31-august-2026-2451006<\/a>; www.youtube.com\/watch?v=b134arrXFOE<\/p>\n<p>19.) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/mxstat.me\/channel\/@kremlininfo?ref=apolut.net\">https:\/\/mxstat.me\/channel\/@kremlininfo<\/a>; <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.interfax.ru\/russia\/1112567?ref=apolut.net\">https:\/\/www.interfax.ru\/russia\/1112567<\/a>; <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"http:\/\/kremlin.ru\/events\/president\/news\/80665?ref=apolut.net\">http:\/\/kremlin.ru\/events\/president\/news\/80665<\/a>; <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/currently.att.yahoo.com\/att\/russia-close-goethe-institut-branches-021943045.html?ref=apolut.net\">https:\/\/currently.att.yahoo.com\/att\/russia-close-goethe-institut-branches-021943045.html<\/a><\/p>\n<p>20.) Deutscher Bundestag, Drucksache 21\/7725 vom 25. August 2026, Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage zu Luftraumverletzungen, ukrainischen Drohnen und russischer elektronischer Kampff\u00fchrung: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/21\/077\/2107725.pdf?ref=apolut.net\">https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/21\/077\/2107725.pdf<\/a><\/p>\n<p>21.) Yle, 5. Mai 2026. Verteidigungsminister Antti H\u00e4kk\u00e4nen zu ukrainischen Drohnen im finnischen Luftraum und zur Pflicht Kiews, russische St\u00f6rma\u00dfnahmen bei der Operationsplanung einzukalkulieren: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/yle.fi\/a\/74-20224248?ref=apolut.net\">https:\/\/yle.fi\/a\/74-20224248<\/a><\/p>\n<p>22.) RND, 2. September 2026. Zur Argumentation der Bundesregierung mit den \u201edrei Dimensionen\u201c und zur weiterhin nicht \u00f6ffentlichen konkreten Beweislage: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/nach-anschlag-in-leipzig-so-wollen-deutschland-und-die-eu-den-druck-auf-moskau-erhoehen-4RMORCLFCBCKTLLAWMXAENLO64.html?ref=apolut.net\">https:\/\/www.rnd.de\/politik\/nach-anschlag-in-leipzig-so-wollen-deutschland-und-die-eu-den-druck-auf-moskau-erhoehen-4RMORCLFCBCKTLLAWMXAENLO64.html<\/a><\/p>\n<p>23.) Reuters, 2. September 2026. Siebter Tag nahezu ununterbrochener Angriffe auf Kiew, Stromausfall f\u00fcr mehr als 350.000 Haushalte in der Region Odessa: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/europe\/russian-attacks-damage-infrastructure-ukraines-odesa-official-says-2026-09-02\/?ref=apolut.net\">https:\/\/www.reuters.com\/world\/europe\/russian-attacks-damage-infrastructure-ukraines-odesa-official-says-2026-09-02\/<\/a><\/p>\n<p>24.) Infratest dimap, ARD-DeutschlandTrend August 2026. 13 Prozent positive Regierungsbewertung, 85 Prozent Kritik und 14 Prozent Zustimmung f\u00fcr Friedrich Merz: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.infratest-dimap.de\/umfragen-analysen\/bundesweit\/ard-deutschlandtrend\/2026\/august\/?ref=apolut.net\">https:\/\/www.infratest-dimap.de\/umfragen-analysen\/bundesweit\/ard-deutschlandtrend\/2026\/august\/<\/a><\/p>\n<p>25.) Ukrainska Pravda, 17. August 2026. Technische Angaben zur S 8000 Banderol: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.pravda.com.ua\/eng\/articles\/2026\/08\/17\/8049064\/?ref=apolut.net\">https:\/\/www.pravda.com.ua\/eng\/articles\/2026\/08\/17\/8049064\/<\/a><\/p>\n<p>26.) Reuters, 27. August 2026. Best\u00e4tigung des Treffens von CIA-Direktor John Ratcliffe mit russischen Nachrichtendienstvertretern in Moskau: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/europe\/russias-foreign-spy-chief-confirms-he-held-talks-with-cia-director-moscow-2026-08-27\/?ref=apolut.net\">https:\/\/www.reuters.com\/world\/europe\/russias-foreign-spy-chief-confirms-he-held-talks-with-cia-director-moscow-2026-08-27\/<\/a><\/p>\n<p>27.) Reuters, 31. August 2026. G20-Finanzministertreffen in Asheville, Teilnahme Anton Siluanows, Gespr\u00e4ch mit Scott Bessent und europ\u00e4ische Reaktionen: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.reuters.com\/business\/finance\/europeans-bristle-russias-return-g20-2026-08-31\/?ref=apolut.net\">https:\/\/www.reuters.com\/business\/finance\/europeans-bristle-russias-return-g20-2026-08-31\/<\/a><\/p>\n<p>28.) Kyiv Post, 1. September 2026. Bericht \u00fcber den mutma\u00dflich erstmaligen KAB-Einsatz gegen Odessa selbst (noch nicht best\u00e4tigt): <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.kyivpost.com\/post\/83487?ref=apolut.net\">https:\/\/www.kyivpost.com\/post\/83487<\/a><\/p>\n<p>Erschienen auf Globalbridge am 3.9.2026,\u00a0<a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/die-drohne-war-nur-der-zuender\/?ref=apolut.net\">https:\/\/globalbridge.ch\/die-drohne-war-nur-der-zuender\/<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div>\n<p>Ein missgl\u00fcckter Anschlag erkl\u00e4rt nicht, warum Berlin Konsulate und Kulturkan\u00e4le kappt. 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