{"id":21131,"date":"2026-09-05T12:03:12","date_gmt":"2026-09-05T10:03:12","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/die-ukraine-wollte-russlands-taktik-auf-dem-schlachtfeld-kopieren-und-tappte-in-eine-falle\/"},"modified":"2026-09-05T12:03:12","modified_gmt":"2026-09-05T10:03:12","slug":"die-ukraine-wollte-russlands-taktik-auf-dem-schlachtfeld-kopieren-und-tappte-in-eine-falle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/die-ukraine-wollte-russlands-taktik-auf-dem-schlachtfeld-kopieren-und-tappte-in-eine-falle\/","title":{"rendered":"Die Ukraine wollte Russlands Taktik auf dem Schlachtfeld kopieren \u2013 und tappte in eine Falle"},"content":{"rendered":"<div>\n<p><em>Von Sergei Poletajew<\/em><\/p>\n<p>Letzte Woche besuchte der ukrainische Pr\u00e4sident Wladimir Selenskij gemeinsam mit dem neuen Oberbefehlshaber der Streitkr\u00e4fte der Ukraine Michail Drapaty einen Frontabschnitt in der Region Dnjepropetrowsk. Selenskij erkl\u00e4rte, die ukrainischen Streitkr\u00e4fte h\u00e4tten in diesem Jahr die Kontrolle \u00fcber die Region Dnjepropetrowsk fast vollst\u00e4ndig zur\u00fcckgewonnen; lediglich ein Gebiet von etwa zehn Quadratkilometern verbleibe unter russischer Kontrolle.<\/p>\n<p>Welche Logik steckt hinter dieser PR-Kampagne? Hat die ukrainische Armee in dieser Hinsicht tats\u00e4chlich Fortschritte erzielt? Was waren die eigentlichen Ziele der ukrainischen Operation, und inwieweit wurden sie erreicht? Diesen Fragen gehen wir im Folgenden nach.<\/p>\n<p><strong>Strategischer Knotenpunkt<\/strong><\/p>\n<p>Der S\u00fcdabschnitt ist der strategisch wichtigste Teil der 1.500\u00a0Kilometer langen Front. An einem Ende grenzt er an den Fluss Dnjepr, w\u00e4hrend sich das andere Ende nach Nordosten bis nach Pokrowsk erstreckt \u2013 dort, wo nach allgemeiner Auffassung der zentrale Frontabschnitt beginnt.<\/p>\n<p>Im Jahr 2023 hatte in diesem Gebiet die einzige strategische Offensive der Ukraine stattgefunden. Ziel der ukrainischen Streitkr\u00e4fte war es\u00a0gewesen, das Meer zu erreichen und die Landverbindung zur Krim durch zwei entscheidende Schl\u00e4ge zu unterbrechen. Im Erfolgsfall h\u00e4tte diese Operation die Lage der russischen Armee drastisch verschlechtert und\u00a0\u2013 den Pl\u00e4nen Kiews zufolge\u00a0\u2013 den Verlauf des Konflikts ver\u00e4ndert. Auch wenn die Offensive von 2023 gescheitert\u00a0war, hat dieser Frontabschnitt f\u00fcr die ukrainischen Streitkr\u00e4fte nicht an Bedeutung verloren. Im Fr\u00fchjahr 2026 startete sie eine Kampagne mit Angriffen mittlerer Reichweite, um die Nachschubwege zur Krim zu kappen; dabei galt das Hauptaugenmerk der Fernstra\u00dfe, die 50 bis 70\u00a0Kilometer hinter der Frontlinie verl\u00e4uft. Diese Versuche waren bislang erfolglos.<\/p>\n<p>F\u00fcr Russland ist der s\u00fcdliche Frontabschnitt aus drei Gr\u00fcnden von entscheidender Bedeutung. Erstens verringert sich die Wirksamkeit ukrainischer Angriffe mittlerer Reichweite, je weiter die Front nach Norden verschoben wird. Zweitens w\u00fcrde die Einnahme der Stadt Orechow den Weg f\u00fcr einen Vorsto\u00df auf Saporoschje ebnen\u00a0\u2013 ein regionales Zentrum, das vor dem Krieg mehr als 700.000\u00a0Einwohner z\u00e4hlte und zu den gr\u00f6\u00dften Industriest\u00e4dten geh\u00f6rt, die weiterhin unter der Kontrolle Kiews stehen.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6a99ac0c48fbef394d37841d.jpg 850w,\n                https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6a99ac0c48fbef394d37841d.jpg 1960w,            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6a99ac0c48fbef394d37841d.jpg 460w,\n              https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6a99ac0c48fbef394d37841d.jpg 980w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Ukrainische Soldaten der 65. Selbstst\u00e4ndigen Mechanisierten Brigade fahren in einem Evakuierungs-Buggy am durch russischen Beschuss besch\u00e4digten Ortsschild von Orechow vorbei.<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Urheberrechtlich gesch\u00fctzt<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Drittens \u2013 und das ist der wichtigste Punkt \u2013 w\u00fcrde es ein Vorsto\u00df von Saporoschje aus nach Norden der russischen Armee erm\u00f6glichen, sich dem zentralen Frontabschnitt von der R\u00fcckseite her zu n\u00e4hern, diesen einzukesseln oder zumindest dessen Nachschublinien erheblich zu st\u00f6ren.<\/p>\n<p>Das vergangene Jahr brachte f\u00fcr die ukrainischen Streitkr\u00e4fte am s\u00fcdlichen Frontabschnitt beunruhigende Nachrichten, als die Verteidigung nahe der Stadt Guljajpole zusammenbrach. Damals wurden s\u00e4mtliche Kr\u00e4fte zur Verteidigung von Pokrowsk und Mirnograd abgezogen, w\u00e4hrend mehrere Gebiete im S\u00fcden schutzlos zur\u00fcckblieben. Infolge der erfolgreichen Operation der Gruppe Ost der russischen Armee bei der Aufkl\u00e4rung und Ausschaltung von Drohnenbesatzungen sahen sich die ukrainischen Streitkr\u00e4fte gezwungen, ein etwa 300\u00a0Quadratkilometer gro\u00dfes Gebiet zwischen den Fl\u00fcssen Jantschur und Gaitschur kampflos aufzugeben. Um die Front zu stabilisieren, sah sich der damalige Oberbefehlshaber Alexander Syrski gezwungen, die Gegenoffensive bei Pokrowsk einzustellen und die im benachbarten Mirnograd eingeschlossene Garnison faktisch aufzugeben.<\/p>\n<p><strong>Syrskis letztes Aufb\u00e4umen<\/strong><\/p>\n<p>Diese Lage bestimmte die Priorit\u00e4ten der ukrainischen Streitkr\u00e4fte f\u00fcr die Fr\u00fchjahrs- und Sommerkampagne 2026: Ziel war es, die S\u00fcdfront um jeden Preis wiederherzustellen, die Bedrohung f\u00fcr Saporoschje zu beseitigen und die russischen Streitkr\u00e4fte so weit wie m\u00f6glich nach Osten und S\u00fcden zur\u00fcckzudr\u00e4ngen, um den strategischen Druck auf den mittleren Frontabschnitt zu verringern.<\/p>\n<p>Da uns keine Informationen des ukrainischen Generalstabs vorliegen, k\u00f6nnen wir die Ziele der Operation nur anhand indirekter Hinweise beurteilen. Offenbar planten die ukrainischen Streitkr\u00e4fte zwei Nebenangriffe im Raum Stepnogorsk und Uspenowka, um die Zangenbewegung der russischen Armee zu unterbinden, die sich um Orechow zu schlie\u00dfen drohte. Der Hauptangriff sollte jedoch gegen Welikaja Nowoselka gerichtet sein. W\u00e4re dieser erfolgreich gewesen, w\u00e4re das gesamte Verteidigungssystem der russischen Gruppe Ost\u00a0\u2013 von Guljajpole bis zum Anschluss an die Gruppe Zentrum bei Pokrowsk \u2013 zusammengebrochen, und die russische Armee w\u00e4re um 30 bis 40\u00a0Kilometer zur\u00fcckgedr\u00e4ngt worden.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6a99b111b480cc62bb1ed48a.jpg 850w,\n                https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6a99b111b480cc62bb1ed48a.jpg 1960w,            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6a99b111b480cc62bb1ed48a.jpg 460w,\n              https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6a99b111b480cc62bb1ed48a.jpg 980w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img data-opt-id=791639987  fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" data-sizes=\"auto\" src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6a99b111b480cc62bb1ed48a.jpg\" alt=\"\"><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img data-opt-id=534702256  fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6a99b111b480cc62bb1ed48a.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Der Plan der Streitkr\u00e4fte der Ukraine f\u00fcr die Kampagne im Fr\u00fchjahr und Sommer 2026 im S\u00fcdabschnitt, bekannt als &#8222;Sirskis Gegenoffensive&#8220;<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Sergei Poletajew auf der Grundlage von Daten von Lostarmor.Ru<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Angriffe der ukrainischen Streitkr\u00e4fte begannen im Fr\u00fchjahr und wurden von einer beispiellosen Medienkampagne begleitet. Die Operation wurde als zweite Gegenoffensive bezeichnet; ukrainische Beh\u00f6rden meldeten Dutzende &#8222;befreiter&#8220; Ortschaften und Hunderte Quadratkilometer zur\u00fcckeroberten Gebiets, w\u00e4hrend einst angesehene westliche Publikationen Artikel \u00fcber eine Wende an der Front, eine heldenhafte ukrainische Offensive, die den Kriegsverlauf ver\u00e4ndern w\u00fcrde, und \u00e4hnlichen Unsinn produzierten.<\/p>\n<p>Doch ab Mitte des Sommers wurden Meldungen \u00fcber Erfolge der\u00a0ukrainischen Streitkr\u00e4fte an der S\u00fcdfront seltener und verschwanden nach der Abl\u00f6sung Syrskis g\u00e4nzlich. Stattdessen tauchten Berichte \u00fcber die Notlage ukrainischer Sturmtruppen auf, die beim Vorsto\u00df durch die &#8222;Grauzone&#8220; dort \u00fcber Wochen und sogar Monate hinweg festsa\u00dfen. Es wurde berichtet, dass die Soldaten sich aufgrund unterbrochener Nachschublieferungen aus der Luft in Verstecken aufhielten, unter Nahrungsmangel litten und gezwungen waren, ihren eigenen Urin zu trinken.<\/p>\n<p>Am 12.\u00a0August zog Selenskij offiziell Bilanz der Operation. Seinen Angaben zufolge wurden 745\u00a0Quadratkilometer Territorium befreit, und die Ukraine erlangte die Kontrolle \u00fcber 26 Ortschaften in den Gebieten Dnjepropetrowsk, Donezk und Saporoschje zur\u00fcck.<\/p>\n<p><strong>Virtueller Sieg \u00fcber die Russen<\/strong><\/p>\n<p>Diese Angaben wurden umgehend widerlegt\u00a0\u2013 sowohl von ukrainischen Quellen (etwa Juri Butussow, Konstantin Maschowez und einem ukrainischen Soldaten mit dem Funkrufnamen Mutschnoi) als auch von westlichen Medien (zum Beispiel dem bekannten proukrainischen deutschen Journalisten Julian R\u00f6pcke). Vor allem aber gab es f\u00fcr die \u00fcberwiegende Mehrheit dieser Ortschaften aktuelle Foto- und Videobelege f\u00fcr die Pr\u00e4senz russischer Sturmtruppen. Einige lagen sogar im Hinterland der russischen Armee und weit jenseits der anerkannten Grauzone.<\/p>\n<p>Bemerkenswert ist die Diskrepanz bei den kartografischen Daten, die von ukrainischer und russischer Seite vorgelegt werden. Die russische Frontlinie wird vorwiegend auf der Basis einer sehr konservativen Methodik markiert: anhand von Foto- und Videobelegen. Bestimmten Daten zufolge weicht die Lage vor Ort sogar noch deutlicher zugunsten der russischen Streitkr\u00e4fte ab.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6a99b3f648fbef3fcb7cc909.jpg 850w,\n                https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6a99b3f648fbef3fcb7cc909.jpg 1960w,            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6a99b3f648fbef3fcb7cc909.jpg 460w,\n              https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6a99b3f648fbef3fcb7cc909.jpg 980w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img data-opt-id=791639987  decoding=\"async\" data-sizes=\"auto\" src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6a99b3f648fbef3fcb7cc909.jpg\" alt=\"\"><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img data-opt-id=71055630  decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6a99b3f648fbef3fcb7cc909.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Ein Vergleich der Frontlinie auf der Grundlage russischer (rot) und ukrainischer (blau) Quellen<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Sergei Poletajew auf der Grundlage von Daten von Lostarmor.Ru<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Was ist also tats\u00e4chlich geschehen? Der damalige Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkr\u00e4fte, General Syrski, und der ukrainische Generalstab versuchten, die hochentwickelten Angriffstaktiken der russischen Armee zu \u00fcbernehmen\u00a0\u2013 konkret die Infiltration durch kleine Infanteriegruppen. Da Drohnen das Schlachtfeld rund um die Uhr beherrschen, dringen solche Angriffstrupps unbemerkt in die Grauzone ein und versuchen, feindliche St\u00fctzpunkte zu erreichen.<\/p>\n<p>Gleichzeitig werden diese St\u00fctzpunkte durch Luftaufkl\u00e4rung lokalisiert und durch Luft- und Artillerieschl\u00e4ge zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>Auf der Karte gleicht dies Tentakeln, die tief in die feindlichen Verteidigungslinien eindringen; sie schaffen schrittweise eine zahlenm\u00e4\u00dfige \u00dcberlegenheit in bestimmten Bereichen und zwingen den Gegner dazu, die Startpositionen f\u00fcr FPV-Drohnen weiter nach hinten zu verlagern. Infolge dieser m\u00fchsamen Arbeit f\u00e4rbt sich die Grauzone allm\u00e4hlich rot \u2013 sie ger\u00e4t also unter die Kontrolle der russischen Armee.<\/p>\n<p>Angesichts der \u00dcberlegenheit der russischen Armee bei Luftwaffe und Artillerie\u00a0\u2013 und insbesondere, weil die Initiative bei der angreifenden Seite liegt\u00a0\u2013 ist die Lage f\u00fcr die ukrainischen Streitkr\u00e4fte \u00e4u\u00dferst ung\u00fcnstig. H\u00e4ufig kommt es vor, dass an bestimmten Frontabschnitten weder Infanterie noch Drohnen verblieben sind.<\/p>\n<p>Infolge dieser Taktik der Teilumfassung, die in unterschiedlichem Ausma\u00df entlang der gesamten Front angewandt wird, ist es russischen Sturmgruppen gelungen, die ukrainischen Verteidigungslinien zu durchbrechen und eine Art Schlinge um die St\u00fctzpunkte des Gegners zu legen.<\/p>\n<p><strong>Die Sturm-Duos der ukrainischen Streitkr\u00e4fte\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die ukrainischen Streitkr\u00e4fte versuchten, die russische Strategie zu \u00fcbernehmen. Es wurden Sturmregimenter aufgestellt, die direkt dem Oberbefehlshaber unterstanden und zur wichtigsten Angriffskraft der ukrainischen Armee werden sollten. Doch wie wir wissen, verlief die Entwicklung nicht wie geplant.<\/p>\n<p>Die oben beschriebenen Taktiken f\u00fchren nicht zu sofortigen Ergebnissen. Die Zerm\u00fcrbung der gegnerischen Verteidigung und die Bildung von Teilumfassungen nehmen Wochen, bisweilen Monate in Anspruch; erst in der Endphase schl\u00e4gt Quantit\u00e4t in Qualit\u00e4t um: Die geschw\u00e4chte Verteidigung beginnt zusammenzubrechen, und der Gegner sieht sich gezwungen, Reserven aus anderen Frontabschnitten heranzuf\u00fchren, was wiederum eine Krise ausl\u00f6st.<\/p>\n<p>Die Fr\u00fchjahrs- und Sommeroffensive des Jahres 2026 hat gezeigt, dass die ukrainischen Streitkr\u00e4fte nicht in der Lage sind, an einem beliebigen Frontabschnitt l\u00e4nger als einige wenige Wochen vorzur\u00fccken. Die auf der ersten Karte eingezeichneten Angriffsrichtungen h\u00e4tten Realit\u00e4t werden k\u00f6nnen, wenn die ukrainische Offensive a) gleichzeitig, b) kontinuierlich und c) durch \u00fcberlegene Streitkr\u00e4fte und Ressourcen unterst\u00fctzt erfolgt w\u00e4re. Nur unter diesen Voraussetzungen h\u00e4tten die Sturm-Duos als Vorhut\u00a0\u2013 gewisserma\u00dfen als Landungstruppe\u00a0\u2013 agieren k\u00f6nnen, gefolgt von den nachr\u00fcckenden Hauptkr\u00e4ften. Erst unter solchen Bedingungen h\u00e4tte die Erreichung des taktischen Ziels (d.\u00a0h. die Einnahme einer bestimmten Verteidigungslinie) zum strategischen Ziel beigetragen\u00a0\u2013 n\u00e4mlich der pr\u00e4ventiven Zerm\u00fcrbung des Gegners entlang der gesamten Front oder eines langen Frontabschnitts.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6a99b68db480cc5e6a77ea48.jpg 850w,\n                https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6a99b68db480cc5e6a77ea48.jpg 1960w,            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6a99b68db480cc5e6a77ea48.jpg 460w,\n              https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6a99b68db480cc5e6a77ea48.jpg 980w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img data-opt-id=791639987  decoding=\"async\" data-sizes=\"auto\" src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6a99b68db480cc5e6a77ea48.jpg\" alt=\"\"><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img data-opt-id=2143372454  decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6a99b68db480cc5e6a77ea48.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Russische Soldaten einer Einheit zur Drohnenabwehr der Spezialeinheiten Achmat  halten an einer Stellung im Abschnitt Sumy Wache (20. August 2026).<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Sputnik\/Sergei Bobylew<\/span><span class=\"RTImage-captionItem\"> \/ Sputnik<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Da die ukrainischen Streitkr\u00e4fte \u00fcber keine dieser F\u00e4higkeiten verf\u00fcgten, fanden sich die Sturmtruppen isoliert und schlie\u00dflich ihrem Schicksal in der Grauzone \u00fcberlassen wieder. Anstatt die Vorhut der Offensive zu bilden, wurden sie zu deren einzigem Bestandteil und waren somit dem Untergang geweiht.<\/p>\n<p>Was waren die tats\u00e4chlichen Ergebnisse der Operation? Schlie\u00dflich bestand ihr Ziel\u00a0\u2013 wie wir gesehen haben\u00a0\u2013 nicht darin, eine bestimmte Anzahl von D\u00f6rfern oder Quadratkilometern zu befreien. Das Ziel war es, die strategische Lage an einem entscheidenden Frontabschnitt zugunsten der ukrainischen Streitkr\u00e4fte zu ver\u00e4ndern sowie Saporoschje und das eigene Hinterland zu sichern.<\/p>\n<p>Nichts davon wurde erreicht. Syrski gelang jedoch eines: Er verlangsamte den Vormarsch der russischen Armee in diesem Sektor und verz\u00f6gerte offenbar die entscheidenden Ereignisse im Raum Saporoschje.<\/p>\n<p><strong>Wie geht es weiter?<\/strong><\/p>\n<p>Der neue Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkr\u00e4fte Drapaty hat den Auftrag erhalten, den Ballungsraum Slawjansk-Kramatorsk\u00a0\u2013 die letzte Hochburg der ukrainischen Streitkr\u00e4fte im Donbass\u00a0\u2013 um jeden Preis zu halten. Zu diesem Zweck werden zwei neue Armeegruppen aufgestellt, und die Sturmeinheiten der ukrainischen Armee werden (erneut) in der &#8222;Reserve des Oberbefehlshabers&#8220; zusammengefasst.<\/p>\n<p>Doch das Umstellen der Liegest\u00fchle auf der Titanic wird die Hauptprobleme der ukrainischen Streitkr\u00e4fte nicht l\u00f6sen: Personalmangel sowie das weitgehende Fehlen von Luftstreitkr\u00e4ften und Artillerie. Eine Verlagerung der Schwerpunkte in den Donbass k\u00f6nnte zum Zusammenbruch der S\u00fcdfront der ukrainischen Streitkr\u00e4fte f\u00fchren \u2013 so wie es bereits im vergangenen Jahr geschah.<\/p>\n<p>Die Front ist ohnehin instabil. Stand Ende August r\u00fccken die russischen Heeresgruppen Dnjepr und Ost in sieben Sektoren vor\u00a0\u2013 etwas, wovon Syrskis Sturmtruppen nur tr\u00e4umen konnten. In Orechow, dem wichtigsten Verteidigungsknotenpunkt der ukrainischen Streitkr\u00e4fte im S\u00fcden, dauern die Stra\u00dfenk\u00e4mpfe an.<\/p>\n<p>In den vorangegangenen Jahren erzielte die russische Armee ihre gr\u00f6\u00dften Erfolge in den Monaten Oktober bis Dezember, da sich die Quantit\u00e4t der Angriffsoperationen gegen Jahresende schlie\u00dflich in Qualit\u00e4t verwandelte.<\/p>\n<p>Man wird sehen, was diesmal geschieht.<\/p>\n<p><em>\u00dcbersetzt aus dem <a href=\"https:\/\/swentr.site\/russia\/644905-battle-ukraine-russia-front\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Englischen<\/a><\/em><em>.<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Sergei Poletajew<\/em><\/strong><em>\u00a0ist Informationsanalyst und Publizist sowie Mitbegr\u00fcnder und Herausgeber des\u00a0<\/em><em><a href=\"https:\/\/t.me\/vatfor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Vatfor-Projekts<\/a><\/em><em>.<\/em><\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong>\u00a0\u2013 <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/international\/289421-russlands-armee-kommt-zusammenbruch-der-ukrainischen-saporoschje-front-naeher\/\">Russlands Armee kommt Zusammenbruch der ukrainischen Saporoschje-Front n\u00e4her<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v7cgs9o\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Sergei Poletajew Letzte Woche besuchte der ukrainische Pr\u00e4sident Wladimir Selenskij gemeinsam mit dem neuen Oberbefehlshaber der Streitkr\u00e4fte der Ukraine Michail Drapaty einen Frontabschnitt in der Region Dnjepropetrowsk. Selenskij erkl\u00e4rte, die ukrainischen Streitkr\u00e4fte h\u00e4tten in diesem Jahr die Kontrolle \u00fcber die Region Dnjepropetrowsk fast vollst\u00e4ndig zur\u00fcckgewonnen; lediglich ein Gebiet von etwa zehn Quadratkilometern verbleibe unter [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":21132,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_gspb_post_css":"","_uag_custom_page_level_css":"","fifu_image_url":"","fifu_image_alt":"","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-21131","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-politik"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":8}},"uagb_featured_image_src":{"full":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6a99ac0c48fbef394d37841d.jpg",1240,827,false],"thumbnail":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:150\/h:150\/q:mauto\/rt:fill\/g:ce\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6a99ac0c48fbef394d37841d.jpg",150,150,true],"medium":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:300\/h:200\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6a99ac0c48fbef394d37841d.jpg",300,200,true],"medium_large":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:768\/h:512\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6a99ac0c48fbef394d37841d.jpg",768,512,true],"large":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:1024\/h:683\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6a99ac0c48fbef394d37841d.jpg",1024,683,true],"1536x1536":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6a99ac0c48fbef394d37841d.jpg",1240,827,false],"2048x2048":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6a99ac0c48fbef394d37841d.jpg",1240,827,false],"trp-custom-language-flag":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:18\/h:12\/q:mauto\/f:best\/dpr:2\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6a99ac0c48fbef394d37841d.jpg",18,12,true]},"uagb_author_info":{"display_name":"admin","author_link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/author\/admin\/"},"uagb_comment_info":0,"uagb_excerpt":"Von Sergei Poletajew Letzte Woche besuchte der ukrainische Pr\u00e4sident Wladimir Selenskij gemeinsam mit dem neuen Oberbefehlshaber der Streitkr\u00e4fte der Ukraine Michail Drapaty einen Frontabschnitt in der Region Dnjepropetrowsk. 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