{"id":21461,"date":"2026-09-08T01:04:08","date_gmt":"2026-09-07T23:04:08","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/wirtschaft\/25-000-euro-anlegen-fuer-die-rente-so-geht-es-mit-50-jahren-36200680-html-3\/"},"modified":"2026-09-08T01:04:08","modified_gmt":"2026-09-07T23:04:08","slug":"25-000-euro-anlegen-fuer-die-rente-so-geht-es-mit-50-jahren-36200680-html-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wirtschaft\/25-000-euro-anlegen-fuer-die-rente-so-geht-es-mit-50-jahren-36200680-html-3\/","title":{"rendered":"Altersvorsorge: Wie man 25.000 Euro auch mit 50 noch klug f\u00fcr die Rente anlegt"},"content":{"rendered":"<div>\n<div>\n<div class=\"rtf-content-wrapper\">\n<p><span>Die einen haben finanziell schon ausgesorgt, die anderen m\u00fcssen noch dringend was f\u00fcr die Rente anlegen. So investiert man 25.000 Euro, wenn man den 50. Geburtstag schon gefeiert hat<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"rtf-content-wrapper\">\n<p>Mit Anfang bis Mitte 50 haben einige finanziell schon viel erreicht, andere arbeiten noch hart und sorgen sich um die Rente. Doch auch die \u201eFinanzk\u00e4mpfer\u201c haben meist ein paar Euro zur Seite gelegt und k\u00f6nnen mitunter auf ein kleines oder gr\u00f6\u00dferes Erbe hoffen. Was also tun, wenn man in diesem Alter auf einen Schlag 25.000 Euro zur Verf\u00fcgung hat?\u00a0<\/p>\n<p>So vielf\u00e4ltig wie die finanzielle Lebenssituation ist in dieser Altersklasse der Anlagebedarf. Schlie\u00dflich sind die Lebensoptionen andere als mit 30 Jahren. Wer jetzt noch keine Karriere gemacht hat, wird sich im Schnitt seltener den super bezahlten Job angeln. Im Gegenteil, die Angst vor der n\u00e4chsten Restrukturierungswelle im Unternehmen macht \u00c4lteren Angst. Dazu kommt: Wer bereits in seinen 50ern ist, kann nicht mehr jahrzehntelang \u00fcber ETF-Sparpl\u00e4ne ein kleines Verm\u00f6gen aufbauen und dabei R\u00fcckschl\u00e4ge an der B\u00f6rse aussitzen.<\/p>\n<p>N\u00f6tig ist in dieser Altersgruppe also zielgerichtetes Handeln bei der Anlage eines Geldbetrages von 25.000 Euro. Wobei Gleiches nat\u00fcrlich auch f\u00fcr etwas mehr oder weniger Geld gilt. Fest steht jedoch: Die Summe von 25.000 Euro soll nicht mehr einfach zinsfrei auf dem Girokonto oder zu minimalen Zinsen auf dem Tagesgeldkonto liegen. Zwar gilt als Faustregel, gut drei Netto-Monatsgeh\u00e4lter liquide auf der Bank zu halten, aber dar\u00fcber hinaus ist das nicht sinnvoll, mahnt\u00a0Michael Mayer, Leiter der Kapitalmarktanalyse bei Metzler Private Banking: \u201eSparanlagen sind nicht attraktiv, es droht ein schleichender Wertverlust.\u201c Liegt die Inflationsrate, wie von der Europ\u00e4ischen Zentralbank angestrebt, bei zwei Prozent, dann muss eine Geldanlage mindestens diesen Wert abwerfen, damit ein Verm\u00f6gen seine Kaufkraft beh\u00e4lt. Hier kommt eine Anlage am Kapitalmarkt ins Spiel.<\/p>\n<p>Bevor es aber an den Kapitalmarkt geht, sind zwei Fragen zu kl\u00e4ren, n\u00e4mlich zu Schulden und Konsumw\u00fcnschen.<\/p>\n<h2>Wichtige Schritte, bevor man Geld f\u00fcr die Rente anlegt<\/h2>\n<p>Es ist immer sinnvoll, zuerst Schulden abzubezahlen, bevor Geld am Kapitalmarkt angelegt wird. Bei einem Kredit mit einem Zins von drei Prozent bedeutet eine Sondertilgung von 25.000 Euro eine j\u00e4hrliche Zinsersparnis von 750 Euro, bei f\u00fcnf Prozent sind es sogar 1250 Euro. Eine h\u00f6here Rendite \u2013 und zwar ganz ohne Kursrisiko \u2013 l\u00e4sst sich am Kapitalmarkt kaum oder nur mit Risiken erzielen. Wer die 750 Euro mit der Restlaufzeit seiner Hypothek multipliziert und den Zinseszinseffekt mit einrechnet, sieht seine Restschuld durch die Einmalzahlung Monat f\u00fcr Monat noch schneller schrumpfen.\u00a0<\/p>\n<p>\u00c4hnliches gilt f\u00fcr Verbraucherkredite. Sie bieten zwar in der Regel keine M\u00f6glichkeit zur Sondertilgung. Wer aber in drei Jahren einen Autokredit tilgen oder ein Leasingfahrzeug erwerben m\u00f6chte, sollte den entsprechenden Betrag in Festgeld mit entsprechender Laufzeit parken \u2013 und zwar bei einer in Deutschland beheimateten Bank oder Sparkasse wegen der Einlagensicherung. Diese sichert bis zu 100.000 Euro in Deutschland pro Kunde und Bank ab.<\/p>\n<\/p>\n<p>Zweitens steht vor der Geldanlage die Frage nach notwendigen Anschaffungen oder Konsumw\u00fcnschen. Neue K\u00fcche, E-Bikes f\u00fcr die ganze Familie oder eine Kreuzfahrt? Wenn pl\u00f6tzlich 25.000 Euro auf dem Konto sind, k\u00f6nnte der richtige Moment gekommen sein, sich diese W\u00fcnsche zu erf\u00fcllen.\u00a0<\/p>\n<h2>Geldr\u00fccklage haben, Festgeld anlegen<\/h2>\n<p>F\u00fcr Geplantes wie Unvorhergesehenes sollte immer eine gr\u00f6\u00dfere Summe auf der hohen Kante liegen. Unter Umst\u00e4nden sollten das in diesem Alter auch mehr als die drei empfohlenen Netto-Monatsgeh\u00e4lter sein. Wenn Waschmaschine und Auto gleichzeitig kaputt gehen, dann f\u00e4llt bei einer kleineren R\u00fccklage schnell der Sommerurlaub aus. Also lieber mehr \u201eCash\u201c halten, immerhin gibt es auf der Bank wieder Zinsen. Tagesgeld bietet t\u00e4gliche Liquidit\u00e4t, aber das hat seinen Preis: relativ niedrige Zinsen. Wer sich f\u00fcr zwei oder drei Jahre festlegt, kann mit Termingeld h\u00f6here Zinsen einstreichen.<\/p>\n<h2>Erste Schritte bei der Geldanlage: Depot w\u00e4hlen<\/h2>\n<p>Bevor es an die Zusammenstellung des Portfolios geht, muss ein Depot er\u00f6ffnet werden. Das kann bei der Hausbank, einer Direktbank oder bei Neo-Brokern geschehen. Wichtig sind die Kosten \u2013 und zwar f\u00fcr das Depot selbst wie auch f\u00fcr Handelsgeb\u00fchren. Online-Banken bieten meist g\u00fcnstigere Depots als Hausbanken, daf\u00fcr gibt es aber keine Beratung. Herausgefordert werden die Online-Banken von Neobrokern, die meist nur eine Smartphone-App anbieten. Sie sind sehr g\u00fcnstig, lassen meist aber keine Wahl zwischen Handelspl\u00e4tzen und bieten daher eher schlechte Kurse. Denn sie verdienen an den Spreads, also der Differenz zwischen An- und Verkaufskurs.\u00a0<\/p>\n<p>Ein <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.capital.de\/tools-rechner\/depotbank-vergleich?utm_medium=standard&amp;utm_source=rss\" title=\"Vergleich: Depot er\u00f6ffnen: Diese Banken bieten die besten Konditionen\">Depot-Vergleich<\/a> lohnt sich. Wer nur einmal Geld anlegen will, sollte st\u00e4rker auf die Depotgeb\u00fchr achten, wer gerne ein aktiver Trader werden m\u00f6chte, mehr auf die Handelskosten. Apropos Trading: Den Markt perfekt zu treffen gelingt auch Profis nicht. Allerdings lohnt es sich eher, nach ein paar schwachen als nach ein paar starken Tagen im Dax in Aktien zu investieren.<\/p>\n<h2>Anlagedauer kl\u00e4ren<\/h2>\n<p>Das Depot ist eingerichtet, das Trading kann beginnen. Bleibt noch die Frage: F\u00fcr welchen Zeitraum soll das Geld eigentlich angelegt werden? F\u00fcnf Jahre oder zehn Jahre? Die Antwort ist entscheidend, denn je k\u00fcrzer der Zeitraum ist, desto defensiver sollte das Depot aufgebaut werden. Defensiv bedeutet, dass das Risiko von Kursschwankungen (Volatilit\u00e4t) erfahrungsgem\u00e4\u00df geringer ist, daf\u00fcr aber auch die Rendite.\u00a0Gerade f\u00fcr Menschen in den 50ern ist die Frage: Soll das Geld eine zus\u00e4tzliche Rente aussch\u00fctten, in zehn bis 15 Jahren zur Verf\u00fcgung stehen oder langfristig erhalten werden? Aus der Antwort folgt die Zusammenstellung des Depots.<\/p>\n<\/p>\n<h2>Anlageklassen w\u00e4hlen: Aktien<\/h2>\n<p>Anlegen am Kapitalmarkt bedeutet immer, in produktive Wertsch\u00f6pfung von Unternehmen zu investieren, die aus ihrer T\u00e4tigkeit Cashflows erzeugen und daraus Zinsen oder Dividenden zahlen k\u00f6nnen. Das unterscheidet sie von Sammlerobjekten, die Moden unterworfen sind und deren Preis allein von Angebot und Nachfrage abh\u00e4ngt \u2013 und eben anders als bei Aktien und Anleihen nicht von den k\u00fcnftigen Gewinnen. Die gro\u00dfe Zahl nahezu wertloser Briefmarkensammlungen auf deutschen Dachb\u00f6den mahnt also zur Vorsicht bei vielen sogenannten Sachanlagen.\u00a0<\/p>\n<p>Wer Aktien kauft, wird dar\u00fcber Miteigent\u00fcmer eines Unternehmens. Mit dem Kauf von Anleihen leiht man einem Unternehmen oder dem Staat Geld. Der Staat kann \u00fcbrigens auch immer Cashflows erzeugen, weil er Steuern erheben oder einfach Geld drucken kann. Als Miteigent\u00fcmer eines Unternehmens tragen Aktion\u00e4re einen Teil des unternehmerischen Risikos, wof\u00fcr sie mit h\u00f6heren Renditen \u2013 genannt Risikopr\u00e4mie \u2013 entsch\u00e4digt werden. Anleihen werden in Krisenf\u00e4llen zuerst bedient, gelten daher in der Summe als sicherer und sind in der Regel stabiler im Kurs als Aktien. Daf\u00fcr werfen sie langfristig auch nicht so viel Rendite ab.\u00a0<\/p>\n<p>In der Anlage geht es nun darum, die beiden Anlageklassen geschickt miteinander zu kombinieren. Die Grundregel f\u00fcr langfristig erfolgreiches Investieren ist hierbei, breit zu streuen \u00fcber Regionen und Branchen hinweg. Mal l\u00e4uft die eine Branche, mal eine Region gut, manchmal nicht. Niemand wei\u00df im Vorhinein, was gut laufen wird, deshalb lohnt das breite Streuen. So ger\u00e4t zwar immer mal wieder eine \u201eGurke\u201c ins Depot, man nimmt auf lange Sicht aber eben auch alle Chancen mit.<\/p>\n<p>Realistisch ist es, mit einem breit aufgestellten und zusammengemischten Depot \u00fcber l\u00e4ngere Sicht sechs bis acht Prozent Rendite (vor Inflation und Steuern) pro Jahr zu erzielen. Durchschnittlich hei\u00dft nicht j\u00e4hrlich, es kann auch Jahre mit Wertverlusten und Jahre mit deutlich zweistelligen Renditen geben. Wer mehr als acht Prozent auf Dauer verspricht, ist unseri\u00f6s und f\u00e4hrt bestenfalls extrem hohe Risiken. Dazu noch ein Tipp: Es gibt immer wieder einzelne Aktien oder Themen, die \u00fcber ein bis drei Jahre extrem hohe Kursgewinne oder Renditen erzielen. Langfristig halten sie das aber in aller Regel nicht durch.\u00a0<\/p>\n<h2>Fonds nutzen<\/h2>\n<p>Grunds\u00e4tzlich sollte ein Wertpapier-Depot immer aus Aktien und Anleihen aufgebaut sein. Es geht vor allem um die Gewichtung und die konkrete Auswahl der Aktien- und Anleiheprodukte. F\u00fcr das breite Streuen empfiehlt es sich immer in Fonds anzulegen.\u00a0<\/p>\n<\/p>\n<p>ETFs sind \u00fcbrigens keine eigene Anlageklasse, wie mancher glauben mag, der \u201ein den ETF\u201c investiert. ETFs sind ebenfalls Fonds, die st\u00e4ndig an der B\u00f6rse gehandelt werden und hohe Transparenzanforderungen erf\u00fcllen m\u00fcssen. Klassischerweise bilden ETFs einen Index wie bei Aktien den Dax oder den Industriel\u00e4nder-Index MSCI World ab, bei Anleihen die verschiedenen Aggregate-Indizes.\u00a0<\/p>\n<h2>ETFs sind g\u00fcnstiger<\/h2>\n<p>Passive ETFs verzichten auf Unternehmensanalyse und -auswahl, deshalb sind sie billiger sind als klassische aktive Fonds \u2013 auch weil der Vertrieb weniger stark zulangt als bei klassischen Fonds. Passive ETFs sind also nie schlechter als ein Vergleichsindex, aber eben auch nie besser. Zum Trost: Viele aktive Fonds sind auf Dauer auch nicht besser als ihre Vergleichsindizes, nur sehr viel teuer. Dies gilt es im Kopf zu behalten, denn zunehmend werden aktive ETFs beworben, die keinem Index folgen und teurer als passive Produkte sind. Ob sich die Aktivit\u00e4t langfristig auszahlen wird, ist noch offen.<\/p>\n<p>Im Folgenden werden zwei Depot-Zusammensetzungen beschrieben, und zwar eine defensivere f\u00fcr die eher mittelfristige Anlage f\u00fcr einen Zeitraum von etwa f\u00fcnf Jahren. Sie bietet sich f\u00fcr diejenigen an, die sich in einigen Jahren W\u00fcnsche erf\u00fcllen wollen, sei es eine Kreuzfahrt oder einen fr\u00fchen Rentenbeginn. Die offensivere Variante ist f\u00fcr eine langfristige Anlage von zehn Jahren und mehr gedacht und dient f\u00fcr den Verm\u00f6genserhalt oder auch eine zus\u00e4tzliche Rente.\u00a0Wer regelm\u00e4\u00dfig Geld bekommen m\u00f6chte, w\u00e4hlt die aussch\u00fcttenden Varianten. Wichtig: Auf die Aussch\u00fcttungen fallen Kapitalertragsteuern an.\u00a0<\/p>\n<h2>Beispiel-Depot: Anlage f\u00fcnf bis sieben Jahre<\/h2>\n<p>F\u00fcr den k\u00fcrzeren Zeitraum von f\u00fcnf bis sieben Jahren empfiehlt sich eine Anlage mit \u00dcbergewicht in Anleihen, die weniger Kursrisiko als Aktien haben. Das l\u00e4sst sich noch senken mit kurzlaufenden Papieren, die weniger stark als Langl\u00e4ufer auf Zins\u00e4nderungen reagieren, aber auch weniger Rendite zahlen.\u00a0<\/p>\n<\/p>\n<p>In diesem kurzlaufenden Portfolio sollten Anleihen einen Anteil von 50 bis 70 Prozent ausmachen. Die beiden Hauptbausteine sollten Euro-Staatsanleihen und Euro-Unternehmensanleihen bilden. Beide Kategorien schlie\u00dfen f\u00fcr deutsche Anlegerinnen und Anleger das W\u00e4hrungsrisiko aus (allerdings auch die Chance auf W\u00e4hrungsgewinne). Alle hier genannten ETFs sind Beispiele, je nach Angebot und Kosten beim jeweiligen Broker k\u00f6nnen Produkte anderer Anbieter genutzt werden.\u00a0<\/p>\n<h2>Staatsanleihen und Unternehmensanleihen als ETFs<\/h2>\n<p>F\u00fcr die Staatsanleihen empfiehlt sich beispielsweise der iShares Core Euro Government Bond ETF (ISIN thesaurierend: IE0008U15456 \/ aussch\u00fcttend: IE00B4WXJJ64). Wer lieber in weniger zinssensitive kurze Laufzeiten investieren m\u00f6chte, kann den iShares Euro Government Bonds 1-3 ETF w\u00e4hlen (ISIN thesaurierend: \u202fIE00B3VTMJ91 \/ aussch\u00fcttend: \u202fIE00B14X4Q57).\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Als zweiter Anleihebaustein empfehlen sich Euro-Unternehmensanleihen wie etwa der BNP Paribas Easy EUR Corporate Bond SRI 3-5Y ETF (ISIN: thesaurierend LU2446383338 \/ aussch\u00fcttend: LU2008761053) oder der Pimco Euro Low Duration Corporate Bond ETF (ISIN aussch\u00fcttend: IE00BP9F2J32). Eine Anlage in kurzlaufende Euro-Unternehmensanleihen guter Bonit\u00e4t bietet der aussch\u00fcttende Deka Euro Corporates 0-3 Liquid ETF (ISIN: DE000ETFL532).\u00a0\u00a0<\/p>\n<h2>High Yield Bonds und Laufzeiten-ETFs<\/h2>\n<p>Wer etwas mehr Renditechancen m\u00f6chte, kann einen Teil des Geldes statt in Unternehmensanleihen (Corporate Bonds) in risikoreichere Hochzinsanleihen (High Yield Bonds) stecken. Weil in diesem Segment viele Risiken schlummern, empfiehlt sich ein aktiv gemanagter Fonds wie etwa der Lazard Euro Corp. High Yield (FR0010597138) oder der Candriam Bonds Euro High Yield (LU0012119607).<\/p>\n<p>F\u00fcr ein konkretes zeitliches Zahlungsziel bieten sich Laufzeiten-ETFs an, die ein fixes Ablaufdatum und planbare Dividenden haben. Sie sind eine alternative zu Festgeld und investieren in der Regel in Unternehmensanleihen. Hier gilt es nach jeweiliger zeitlicher Pr\u00e4ferenz auszuw\u00e4hlen. Popul\u00e4r hat das Produkt der Anbieter iShares unter dem Namen iBonds gemacht, andere Anbieter sind Invesco oder Xtrackers (DWS).<\/p>\n<\/p>\n<p>Auf der Aktienseite sollte bei k\u00fcrzerem Anlagehorizont auf eine eher defensive Ausrichtung geachtet werden. Die Basisanlage schlechthin f\u00fcr globale Aktien ist der MSCI World, der rund 1600 Aktien aus 23 entwickelten Volkswirtschaften enth\u00e4lt. Kosteng\u00fcnstig gibt es hierzu eine Reihe von ETFs wie den Xtrackers MSCI World ETF (IE00BJ0KDQ92) und in einer Variante unter Ber\u00fccksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten als Amundi Index MSCI World SRI ETF (LU1861134382). Weniger Schwankungen versprechen zudem ETFs mit weniger volatilen Aktien wie der iShares Edge MSCI World Minimum Volatility ETF EUR Hedged (IE00BYXPXL17).<\/p>\n<h2>Das Kurzfrist-Depot auf einen Blick:<\/h2>\n<p>Wer 25.000 Euro f\u00fcr rund f\u00fcnf bis zehn Jahre anlegen m\u00f6chte und sich f\u00fcr 70 Prozent Anleihen und 30 Prozent Aktien entscheidet, der kommt auf folgende Portfolio-Zusammensetzung:\u00a0<\/p>\n<ul class=\"rte--list\">\n<li>Euro-Staatsanleihen: 40 Prozent<\/li>\n<li>Euro-Unternehmensanleihen: 30 Prozent (oder 20 Prozent bei zehn Prozent Hochzinsanleihen)<\/li>\n<li>Aktien global: 20 Prozent<\/li>\n<li>Aktien Minimum Volatility: zehn Prozent\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wer sich f\u00fcr den bequemen Weg entscheidet, kann seine 25.000 Euro einfach in einen Mischfonds (auch Multi Asset-Fonds genannt) stecken. Die Bequemlichkeit hat allerdings einen Preis: Weil hier keine g\u00fcnstigen ETFs zum Einsatz kommen, sind in der Regel Ausgabeaufschl\u00e4ge und hohe laufende Kosten zu zahlen.\u00a0<\/p>\n<p>Defensive, global anlegende Mischfonds (auch konservative Mischfonds genannt) sind etwa Assenagon Multi Asset Conservative (LU1297482736), Oddo BHF Polaris Moderate (DE000A0D95Q0) und Allianz Dynamic MultiAsset (LU1548496022)<strong>.<\/strong><\/p>\n<\/p>\n<h2>Beispiel-Depot: Geldanlage f\u00fcr mindestens zehn Jahre<\/h2>\n<p>F\u00fcr die langfristige Anlage von zehn oder mehr Jahren ergibt sich ein ganz anderes Bild. Weil auf lange Sicht zwischenzeitliche Kursr\u00fcckschl\u00e4ge in der Regel wieder ausgeglichen werden, k\u00f6nnen die 25.000 Euro nun mit mehr Risiko investiert werden. Der Aktienanteil darf 70 bis 80 Prozent betragen, Anleihen dienen hier eher der langfristigen Stabilisierung.\u00a0<\/p>\n<p>Kerninvestment sollten wiederum globale Aktien sein. Der MSCI World (oder seine ESG-Variante) bietet hier wieder die Basis. Alternativ kann das Geld langfristig in einen aktiven Fonds angelegt werden, der erg\u00e4nzend auch in Unternehmen aus Schwellenl\u00e4ndern und deren Wachstum investiert. Das erm\u00f6glichen beispielweise die drei folgenden Produkte:\u00a0<\/p>\n<ul class=\"rte--list\">\n<li>Capital Group New Perspektive Fund (LU1295551144)<\/li>\n<li>Schroder ISF Global Equity Alpha (LU0248168428)<\/li>\n<li>T. Rowe Price Funds &#8211; Global Focused Growth (LU1438969351)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Weil insbesondere ETFs auf den MSCI World ein sehr hohes Gewicht von US-Aktien haben, lohnt sich zur Diversifikation eine Anlage in Aktien aus Europa und\/oder der Region Asien\/Pazifik \u2013 beispielsweise mit dem Amundi Stoxx Europe 600 ETF (LU0908500753) oder dem iShares MSCI AC Far East ex-Japan ETF (IE00B0M63730). Wer auf China verzichten m\u00f6chte, kann auch in den Franklin FTSE Asia ex China ex Japan ETF anlegen (IE00BFWXDV39). Japan ist \u00fcbrigens durch den MSCI World gut abgedeckt.<\/p>\n<h2>Mehr Risiko bei Anleihen eingehen<\/h2>\n<p>Bei der langfristigen Anlage von 25.000 Euro kann der Anleiheanteil ebenfalls etwas risikofreudiger gestaltet sein. Das bedeutet Anleihen mit l\u00e4ngerer Laufzeit, die h\u00f6here Zinskupons zahlen, sowie globaler Ausrichtung einschlie\u00dflich W\u00e4hrungsrisiken. Grunds\u00e4tzlich sollte es bei einer Mischung von Staats- und Unternehmensanleihen bleiben, die Hochzinsanleihen geh\u00f6ren hier fest dazu.<\/p>\n<p>F\u00fcr die langfristige Anlage in Anleihen bieten sich ETFs auf den Bloomberg Global Aggregate an, der Anleihen aus aller Welt enth\u00e4lt. Eine auf Euro abgesicherte Version bietet beispielsweise iShares an (IE00BDBRDM35). W\u00e4hrungssicherung kostet Rendite, vermindert aber das Risiko einer starken Schwankung des Euro-Au\u00dfenwertes.\u00a0<\/p>\n<p>In weltweite Unternehmensanleihen bietet der Vanguard USD Corporate Bond ETF \u202f(IE00BGYWFK87) Zugang. W\u00e4hrend dieser ETF auf Dollar lautet, ist der Robecco QI Dynamik High Yield-Fonds (LU1152268865) in Euro gesichert.\u00a0<\/p>\n<\/p>\n<h2>Das Langfrist-Depot auf einen Blick:<\/h2>\n<p>Wer 25.000 Euro f\u00fcr zehn Jahre und l\u00e4nger anlegen m\u00f6chte und sich f\u00fcr 70 Prozent Aktien und 30 Prozent Anleihen entscheidet, der kommt auf folgende Portfolio-Zusammensetzung:\u00a0<\/p>\n<ul class=\"rte--list\">\n<li>Aktien global: 50 Prozent<\/li>\n<li>Aktien Europa: zehn Prozent<\/li>\n<li>Aktien Asien\/Pazifik: zehn Prozent<\/li>\n<li>BBG Global Aggregate: 15 Prozent<\/li>\n<li>Unternehmensanleihen (global oder in Euro): zehn Prozent<\/li>\n<li>Globale Hochzinsanleihen: f\u00fcnf Prozent\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00c4hnlich wie beim k\u00fcrzeren Anlagehorizont k\u00f6nnen zwei oder drei Mischfonds hier ebenfalls ganze Arbeit leisten. Auch das kostet Geld, aber daf\u00fcr keine gro\u00dfen M\u00fchen. F\u00fcr Anlagen \u00fcber zehn Jahre hinaus bietet sich die Anlage in flexiblen globalen Mischfonds an wie Amundi Ethik Fonds Evolution (AT0000774484), RW Portfolio Strategie UI V (DE000A0M7WP7) oder DJE \u2013 Multi Asset &amp; Trends (LU0159549145). Weil die Fonds im Detail eigene Strategien verfolgen, l\u00e4sst sich durch einen Kauf von zwei oder drei von ihnen das Depot besser diversifizieren. Am einfachsten ist es also, die Summe in gleichen Teilen zu verteilen.\u00a0<\/p>\n<h2>Sollte man Geld in Gold anlegen?<\/h2>\n<p>Gold wird vielfach als Wunderwaffe f\u00fcrs Depot verkauft, das gegen Inflation und Krisen aller Art helfen soll. Das ist \u00fcbertrieben, gerade als Inflationsschutz wirkt Gold nicht besonders gut. Dieser Mythos stammt aus den 1970er Jahren, als in einer Phase hoher Inflationsraten die USA den Goldpreis freigaben. Richtig ist aber: Gold ist der absolute Sicherheitsanker, der hoffentlich niemals ben\u00f6tigt wird. Um ein wenig gef\u00fchlte Sicherheit ins Depot zu bringen, kann also ein bisschen des Edelmetalls nicht schaden.<\/p>\n<p>F\u00fcnf Prozent der 25.000 Euro, also rund 1250 Euro, k\u00f6nnen in Gold gepackt werden. Daf\u00fcr kann man die oben genannten Portfolio-Bestandteile um jeweils ein bis zwei Prozentpunkte k\u00fcrzen und Gold kaufen. Allerdings sollte dies nicht unbedingt in M\u00fcnzen oder Barren flie\u00dfen. Bewahrt man sie zu Hause auf, bleibt die Gefahr eines Diebstahls gro\u00df. Eigens ein Schlie\u00dffach im Banktresor zu mieten, ist aber zu teuer f\u00fcr so eine kleine Menge. Au\u00dferdem ist die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskursen bei physischem Gold sehr hoch, sodass Verluste vorhersehbar sind.\u00a0<\/p>\n<p>Eine Alternative zu M\u00fcnzen und Barren sind mit Gold besicherte Inhaberschuldverschreibungen wie Xetra Gold der Deutschen B\u00f6rse (DE000A0S9GB0) oder Euwax Gold der B\u00f6rse Stuttgart (DE000EWG2LD7). Diese sogenannten ETCs sind geb\u00fchrenfrei und t\u00e4glich handelbar. Au\u00dferdem sind m\u00f6gliche Gewinne wie immer bei Gold in Deutschland steuerfrei.<\/p>\n<p><em>Transparenzhinweis: Dieser Text stammt aus dem Archiv und erschien erstmals im November 2025. Er wurde erneut gepr\u00fcft und ver\u00f6ffentlicht.\u00a0<\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div>Die einen haben finanziell schon ausgesorgt, die anderen m\u00fcssen noch dringend was f\u00fcr die Rente anlegen. So investiert man 25.000 Euro, wenn man den 50. 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