{"id":21535,"date":"2026-09-08T12:04:17","date_gmt":"2026-09-08T10:04:17","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/ukraine-krieg-der-westen-eskaliert-von-tilo-graeser\/"},"modified":"2026-09-08T12:04:17","modified_gmt":"2026-09-08T10:04:17","slug":"ukraine-krieg-der-westen-eskaliert-von-tilo-graeser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/ukraine-krieg-der-westen-eskaliert-von-tilo-graeser\/","title":{"rendered":"Ukraine-Krieg: Der Westen eskaliert | Von Tilo Gr\u00e4ser"},"content":{"rendered":"<div><!--kg-card-begin: html--><br \/>\n<iframe title=\"Ukraine-Krieg: Der Westen eskaliert | Von Tilo Gr\u00e4ser\" width=\"560\" height=\"418\" src=\"https:\/\/tube4.apolut.net\/videos\/embed\/wehkcwzYuRVQNJ2JH19GsX\" allow=\"fullscreen\" sandbox=\"allow-same-origin allow-scripts allow-popups allow-forms\" style=\"border-radius: 8px\"><\/iframe><br \/>\n<!--kg-card-end: html--><\/p>\n<div class=\"kg-card kg-audio-card\"><audio src=\"https:\/\/apolut.net\/content\/media\/2026\/09\/tagesdosis-20260908-apolut.mp3\" preload=\"metadata\" controls><\/audio><\/div>\n<p><strong>Zugespitzte Kriegstreiberei und erneute Friedenssuche<\/strong><\/p>\n<p><strong>Russische Vertreter kritisieren deutlich die westliche Eskalation. Unterdessen besuchten die US-Unterh\u00e4ndler Witkoff und Kushner erneut Moskau und zum ersten Mal Kiew.<\/strong><\/p>\n<p><em>Ein Kommentar von\u00a0<strong>Tilo Gr\u00e4ser<\/strong>.<\/em><\/p>\n<p><em>\u201eSie wollen wieder Krieg.\u201c<\/em> <\/p>\n<p>So kommentierte Russlands Au\u00dfenminister Sergej Lawrow am Sonntag die neuen Anschuldigungen aus Berlin und Br\u00fcssel sowie deren Ma\u00dfnahmen gegen Moskau. Im Zusammenhang mit dem Drohnenvorfall von Leipzig Anfang August hatte die deutsche Bundesregierung den deutsch russischen Vertrag f\u00fcr das \u201eRussische Haus\u201c in Berlin gek\u00fcndigt. Au\u00dferdem soll das letzte russische Generalkonsulat in Bonn geschlossen werden. Zudem sollen neue Sanktionen beschlossen und russische \u201eSchattentanker\u201c aufgebracht werden \u2013 neben weiteren Milliarden und Waffen an Kiew. Inzwischen hat Moskau reagiert und angek\u00fcndigt, dass die deutschen Goethe-Institute in Russland geschlossen werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Ich hatte vor einer Woche in meinem <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/apolut.net\/bundesregierung-eskaliert-unerklarten-krieg-gegen-russland-von-tilo-graser\/\">Beitrag<\/a> zum Thema geschrieben, die Bundesregierung eskaliere den unerkl\u00e4rten Krieg gegen Russland. Einige Leser fanden das zu heftig. Doch der russische Au\u00dfenminister sieht das \u00e4hnlich:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDas ist im Grunde genommen der Beginn eines echten Krieges.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Das sagte Lawrow am Sonntag in einem <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.vesti.ru\/ns\/lavrov-schel-nachalom-nastoyashchej-vojny-obvineniya-v-adres-rf-iz-za-bpla-v-lejpcige?ref=apolut.net\">Interview<\/a> mit der russischen Nachrichtenagentur Vesti. Die Behauptungen, die Drohne auf dem Flughafen Leipzig sei russischer Herkunft, sei nicht richtig untersucht worden, kritisierte er. Die Schlie\u00dfung des Generalkonsulats in Bonn und des \u201eRussischen Hauses\u201c in Berlin kommentierte er deutlich:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eIch erinnere mich, dass vor Beginn des Zweiten Weltkriegs, des Gro\u00dfen Vaterl\u00e4ndischen Krieges, die Deutschen ebenfalls ihre diplomatischen Vertretungen geschlossen haben.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Zu den Motiven der deutschen und EU-Politiker, den antirussischen Kurs zu versch\u00e4rfen, sagte er:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eIch denke, das muss man gar nicht lange erkl\u00e4ren. Sie wollen wieder Krieg.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Zuvor hatte Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin die deutschen Ma\u00dfnahmen als \u201e<em>weiteren Fehler, der den Interessen des deutschen Volkes zuwiderl\u00e4uft\u201c<\/em>, bezeichnet. Am 1. September erkl\u00e4rte er auf einer <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"http:\/\/en.kremlin.ru\/events\/president\/news\/80665?ref=apolut.net\">Pressekonferenz<\/a> im kirgisischen Bischkek, die am selben Tag verk\u00fcndeten Berliner Entscheidungen h\u00e4tten vor allem mit der innenpolitischen Lage in Deutschland zu tun. Die politische Lage des Bundeskanzlers Friedrich Merz sei kompliziert: <\/p>\n<blockquote><p>\u201eSeine B\u00fcrger vertrauen ihm nicht, und es ist klar, warum \u2013 weil er nationale Interessen nicht verteidigt, sondern verr\u00e4t, und wegen offensichtlicher wirtschaftlicher Fehltritte: Unternehmen werden geschlossen, Menschen verlieren ihre Arbeitspl\u00e4tze, und der Lebensstandard sinkt rapide.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Klare Antwort<\/strong><\/p>\n<p>Die angeblichen Beweise f\u00fcr die russische Herkunft h\u00e4tten die deutschen Beh\u00f6rden <em>\u201eselbst platziert\u201c,<\/em> so Putin. Er erinnerte daran, dass die deutschen Beh\u00f6rden Russland beschuldigten, die Nord-Stream-Pipeline gesprengt zu haben. <em>\u201eIch war wirklich \u00fcberrascht, dass sie auf eine so seltsame Idee gekommen sind\u201c,<\/em> f\u00fcgte er hinzu. Russland sei daran interessiert, Gas nach Europa zu verkaufen. Dazu sei es immer noch bereit: <em>\u201eSie m\u00fcssen nur den Knopf dr\u00fccken, die Entscheidung dazu treffen. Aber sie haben den Mut dazu nicht, wegen der US-Sanktionen und all dem.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Bundesau\u00dfenminister Johann Wadephul (CDU) hatte ausgerechnet am 1. September, dem Weltfriedens- bzw. Antikriegstag <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/eilmeldung\/bundesregierung-drohne-flughafen-leipzig-halle-russland-100.html?ref=apolut.net\">erkl\u00e4rt<\/a>, Deutschland befinde sich nicht im Krieg mit Russland, sei aber <em>\u201eKriegsziel\u201c<\/em>. Wahrheitswidrig <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/newsroom\/2800598-2800598?ref=apolut.net\">behauptete<\/a> er in der gemeinsamen Pressekonferenz mit Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) ebenso, Russlands F\u00fchrung trete <\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eunserem Land mit offener Feindseligkeit entgegen\u201c<\/em>. <\/p><\/blockquote>\n<p>Und erg\u00e4nzte: <em>\u201eDieser Zustand unserer Beziehungen liegt nicht im Interesse der Bundesregierung.\u201c <\/em>Um nicht minder wahrheitswidrig zu behaupten, Ziel der Bundesregierung sei es von Anfang an <em>\u201ezu einem Ende des Krieges, zu einer Wiederherstellung der Friedensordnung in Europa und zu einer R\u00fcckkehr zu einem konstruktiven Verh\u00e4ltnis zu gelangen\u201c. <\/em><\/p>\n<p>Nur Russland wolle das nicht, so Wadephul.<\/p>\n<p>Eine deutliche <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Tlj7LbR_c6g&amp;ref=apolut.net\">Antwort<\/a> darauf hat der Botschafter Russlands in Deutschland, Sergej Netschajew, in dem Podcast Ungeskriptet by Ben gegeben. Der Diplomat erkl\u00e4rte dabei:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eWir wollen keinen Krieg mit der NATO. Wir wollen keinen Krieg mit Deutschland.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Zugleich machte der deutlich, dass die Geduld der russischen F\u00fchrung aber<em> \u201enicht grenzenlos\u201c <\/em>sei. Er sagte das mit Hinweis auf die <em>\u201em\u00e4chtigsten Waffen\u201c<\/em> Russland entsprechend der Nukleardoktrin, die es aber noch nicht einsetzen wolle. Der Drohnenvorfall von Leipzig sei eine <em>\u201egezielte Provokation\u201c<\/em> gegen Russland, die nicht ohne Reaktion bleibe. Ein tats\u00e4chlicher russischer Angriff sehe ganz anders aus, betonte Netschajew.<\/p>\n<p>Die Vorw\u00fcrfe seien <em>\u201eabsolut beweislos\u201c <\/em>und zugleich gebe es keinerlei Argumente f\u00fcr die eingeleiteten Ma\u00dfnahmen gegen Russland. Deren <em>\u201edrastisches und enorm strenges\u201c <\/em>Ausma\u00df sei bisher unbekannt gewesen. <em>\u201eDas haben wir seit dem 2. Weltkrieg noch nie in unserem bilateralen Verh\u00e4ltnis gehabt\u201c, <\/em>stellte der Botschafter fest. So sei die Schlie\u00dfung des russischen Generalkonsulats in Bonn in der k\u00fcrzesten Frist von zwei Wochen angeordnet worden.<\/p>\n<p><strong>Hoffnung auf Vernunft<\/strong><\/p>\n<p>In dem Podcast ging Netschajew nicht nur auf das deutsch-russische Verh\u00e4ltnis ein, das lange Zeit sehr gut gewesen sei. Er beantwortete ebenso Fragen zum Krieg in der Ukraine und verwies auf dessen Vorgeschichte. Zu den Ursachen geh\u00f6re die NATO-Osterweiterung trotz gegenteiliger Zusicherungen gegen\u00fcber der Sowjetunion 1990, als es um die deutsche Einheit ging.<\/p>\n<p><em>\u201eWir k\u00e4mpfen gegen die NATO in der heutigen Situation\u201c,<\/em> stellte der Botschafter fest, als Berndt ihn nach dem westlichen Stellvertreterkrieg in der Ukraine gegen Russland fragte. Waffen. Berater, Ausbildung, gemeinsame R\u00fcstungsproduktionen, Satellitendaten und Milliardenhilfe des Westens f\u00fcr die Kiewer Truppen w\u00fcrden den Aussagen aus Berlin und anderen westlichen Hauptst\u00e4dten widersprechen, sie seien <em>\u201ekeine Konfliktpartei\u201c.<\/em> Das \u00fcberzeuge in Russland niemanden.<\/p>\n<p>Er hoffe, dass es nicht zu russischen Gegenschl\u00e4gen gegen westliche Ziele komme. Und er hoffe, dass bei den westlichen Politikern wieder die Vernunft die Oberhand gewinnt, so Netschajew. Leider kritisiere niemand im Westen Kiew f\u00fcr die terroristischen Angriffe auf Zivilisten in Russland. <em>\u201eGegen zivile Ziele k\u00e4mpfen wir nicht\u201c,<\/em> sei dagegen das Prinzip der russischen Streitkr\u00e4fte.<\/p>\n<p>Russland sei bereit f\u00fcr eine Friedensl\u00f6sung bei gutem Willen der ukrainischen F\u00fchrung dazu. Dazu seien ebenso vern\u00fcnftige Positionen der europ\u00e4ischen Staaten statt der bisherigen Ultimaten an Moskau notwendig. Dagegen sei die US-Administration unter Donald Trump <em>\u201eehrlich interessiert\u201c<\/em>, den Konflikt zu l\u00f6sen, sagte der Diplomat. Doch die Europ\u00e4er h\u00e4tten Widerstand gegen m\u00f6gliche Kompromisse geleistet, die sich beim US-amerikanischen-russischen Gipfel im August 2025 abgezeichnet h\u00e4tten.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eAlle Voraussetzungen f\u00fcr einen richtigen Frieden sind unseren Kollegen in der Ukraine und im Westen bekannt: Eine provisorische Waffenruhe gibt es nicht. Dauerhafter gesicherter Frieden, mit Sicherheitsgarantien f\u00fcr alle Seiten, wie Pr\u00e4sident Putin und unser Au\u00dfenminister sie schon mehrmals benannt haben. Alle wissen, was wir meinen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Signale aus Washington<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich die deutsche Regierung und ihre Vertreter und Partner in der EU und NATO weiter in der Eskalationsdynamik \u00fcben, kommen erneut aus Washington andere Signale. So gab es am vergangenen Wochenende anscheinend einen neuen Anlauf f\u00fcr ein Verhandlungsende des Krieges in der Ukraine. US-Pr\u00e4sident Donald Trump hatte seine beiden Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner nach Moskau und Kiew geschickt. Die Gespr\u00e4che mit russischen Vertretern wie Kyrill Dmitrijew und Pr\u00e4sident Putin seien kurzfristig anberaumt worden, hie\u00df es in den Berichten. Allerdings waren sie bereits eine geraume Zeit f\u00fcr m\u00f6glich gehalten und von Putin in Bischkek angek\u00fcndigt worden.<\/p>\n<p>Trump hatte <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/ukraine-russland-witkoff-kushner-100.html?ref=apolut.net\">erkl\u00e4rt<\/a>, dass Witkoff und Kushner einen Vorschlag mitbringen w\u00fcrden, um den Krieg zu beenden. Details nannte er allerdings nicht und sagte den Berichten nach: <em>\u201eWir haben sie dorthin geschickt, um zu pr\u00fcfen, ob wir etwas erreichen k\u00f6nnen.\u201c <\/em>Die beiden US-Unterh\u00e4ndler trafen sich im Kreml zu einem dreist\u00fcndigen Gespr\u00e4ch mit Pr\u00e4sident Putin. F\u00fcr Aufmerksamkeit bei Beobachtern sorgte, dass sie von Vertretern des US-amerikanischen Nationalen Sicherheitsrats, des US-Au\u00dfenministeriums und des US-Finanzministeriums nach Moskau begleitet wurden. Auch der US-Sanktionsbeauftrage Gene Lang war darunter, wie es <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.axios.com\/2026\/09\/05\/putin-witkoff-kushner-trump-ukraine-war?ref=apolut.net\">hie\u00df<\/a>. Demnach deutet das daraufhin, dass Washington bereit ist, mit Moskau \u00fcber verbesserte Beziehungen zu sprechen.<\/p>\n<p>Putin-Berater Juri Uschakow <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"http:\/\/en.kremlin.ru\/events\/president\/news\/80700?ref=apolut.net\">erkl\u00e4rte<\/a> am Samstag nach dem achten Besuch der beiden US-Unterh\u00e4ndler in Moskau, es sei darum gegangen. <em>\u201eden Dialog zur L\u00f6sung der Krise in der Ukraine fortzusetzen und andere dringende Fragen zu er\u00f6rtern\u201c.<\/em> Putin habe diesen Vermittlungskanal und die Rolle der amerikanischen Unterh\u00e4ndler gelobt. Das dreist\u00fcndige Gespr\u00e4ch im Kreml sei <em>\u201einhaltlich fundiert, konstruktiv, au\u00dferordentlich offen\u201c <\/em>gewesen, <em>\u201ein einer Atmosph\u00e4re des Vertrauens\u201c<\/em>, so Uschakow.<\/p>\n<p>Zu den Inhalten erkl\u00e4rte er nur, die russische Seite habe <em>\u201eklare und umfassende Einsch\u00e4tzungen\u201c <\/em>zur Lage in der Ukraine gegeben. Ebenso sei die Zuversicht Moskaus deutlich gemacht worden, <em>\u201edass die gesteckten Ziele erreicht werden\u201c.<\/em> Zugleich habe Putin die<em> \u201eNotwendigkeit, alle Ursachen des Konflikts anzugehen\u201c<\/em>, betont. Russland sei bereit, gemeinsam mit den USA politische und diplomatische L\u00f6sungen zu finden.<\/p>\n<p><strong>Keine Entscheidungen<\/strong><\/p>\n<p>Witkoff und Kushner h\u00e4tten sich bereit erkl\u00e4rt, die russischen Sichten bei ihrem ersten <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Witkoff-und-Kushner-treffen-zu-erstem-Besuch-in-Kiew-ein-id31274641.html?ref=apolut.net\">Besuch<\/a> in Kiew am Sonntag zu \u00fcbermitteln. Sie h\u00e4tten neue US-Vorschl\u00e4ge f\u00fcr ein Kriegsende mitgebracht. Es seien au\u00dferdem wirtschaftliche Fragen er\u00f6rtert worden, <em>\u201edarunter die Aussichten f\u00fcr gro\u00dfe russisch-amerikanische Projekte, die f\u00fcr beide Seiten von gegenseitigem Nutzen sein k\u00f6nnten\u201c.<\/em> Die Gespr\u00e4che h\u00e4tten <em>\u201ezum richtigen Zeitpunkt\u201c <\/em>stattgefunden und seien <em>\u201ef\u00fcr beide Seiten \u00e4u\u00dferst gewinnbringend\u201c<\/em>, so der Putin-Berater. \u00a0<\/p>\n<p>Russland und die Ukraine hatten f\u00fcr die Zeit des Besuches der US-Delegation den gegenseitigen Beschuss von Zielen im Umfeld der Hauptst\u00e4dte f\u00fcr 72 Stunden unterbrochen. Nach den Gespr\u00e4chen in Kiew unter anderem mit Machthaber Wolodymyr Selenskyj erkl\u00e4rte Witkoff, es habe <em>\u201eermutigende Diskussionen\u201c <\/em>gegeben. Konkrete Ergebnisse brachte aber auch dieser Aufenthalt nicht, wie unter anderem die Zeitung Handelsblatt am Sonntag online <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/ukraine-krieg-kein-fortschritt-bei-kiew-besuch-von-kushner-und-witkoff\/100252364.html?ref=apolut.net\">berichtete<\/a>. Demnach waren auch die nationalen Sicherheitsberater Deutschlands, Frankreichs und Gro\u00dfbritanniens in Kiew und wurden im Anschluss unterrichtet.<\/p>\n<p>Die Art und Weise, wie Witkoff in Moskau mit Putin sprach, sei in Kiew nicht gut aufgenommen worden, so ein <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Der-Besuch-von-Witkoff-und-Kushner-brachte-wenigstens-einen-konkreten-Erfolg-id31275933.html?ref=apolut.net\">Bericht<\/a> des Senders N-TV.\u00a0Laut diesem hie\u00df es im ukrainischen Telegram-Kanal Ukraine Context, nach dem Besuch der US-Unterh\u00e4ndler seien <em>\u201ekeine schnellen Entscheidungen\u201c <\/em>zu erwarten. Der Kanal werde dem Team um dem ukrainischen Pr\u00e4sidialamtsleiter und ehemaligen milit\u00e4rischen Geheimdienstchef Kyrylo Budanow, einem der wichtigsten Unterh\u00e4ndler Kiews, zugeordnet. <\/p>\n<blockquote><p>\u201eDer Krieg wird h\u00f6chstwahrscheinlich mindestens bis Mitte 2027 dauern\u201c, <\/p><\/blockquote>\n<p>sei dort geschrieben worden.<\/p>\n<p>Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Selenskyj <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.zdfheute.de\/politik\/ausland\/us-vermittler-putin-moskau-kiew-ukraine-krieg-russland-100.html?ref=apolut.net\">erkl\u00e4rte<\/a> den Berichten zufolge Witkoff: <em>\u201eBeide Parteien m\u00fcssen Kompromisse eingehen und die Meinungsverschiedenheiten abbauen.\u201c <\/em>Das k\u00f6nne zu <em>\u201ezu einer erfolgreichen, friedlichen, diplomatischen L\u00f6sung f\u00fchren\u201c<\/em>. Trotz einer \u201epositiven\u201c Bewertung der Gespr\u00e4che mit den USA geht Selenskyj laut den Medienberichten <em>\u201ezum jetzigen Zeitpunkt\u201c <\/em>davon aus, dass der Krieg auch noch im kommenden Winter andauert. Er setze dabei weiter auf die <em>\u201eUnterst\u00fctzung unserer europ\u00e4ischen Partner\u201c,<\/em> wurde er zitiert.<\/p>\n<p><strong>Chancenloser \u201eDeal\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Der renommierte russische Politologe Fjodor Lukjanow begr\u00fc\u00dfte in einem <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/globalaffairs.ru\/articles\/duet-lukyanov\/?ref=apolut.net\">Beitrag<\/a> die Beharrlichkeit der Trump-Administration, eine friedliche L\u00f6sung des Konfliktes zu finden. Die russische Seite gebe die Annahme nicht auf, dass Washington in der Lage ist, eine n\u00fctzliche Rolle bei der Beilegung des Ukraine-Konflikts zu spielen. <em>\u201eDoch zun\u00e4chst muss das Wei\u00dfe Haus wieder zu der \u201aAuffassung\u2018 zur\u00fcckkehren, dass ein milit\u00e4rischer Sieg der Gegner Russlands unm\u00f6glich ist\u201c,<\/em> stellte Lukjanow klar.<\/p>\n<p>Das Wei\u00dfe Haus untersch\u00e4tze, <\/p>\n<blockquote><p>\u201einwieweit der Ausgang der milit\u00e4rischen Ereignisse f\u00fcr alle Beteiligten von Bedeutung ist \u2013 sowohl f\u00fcr diejenigen, die auf dem Schlachtfeld stehen, als auch f\u00fcr diejenigen, die direkte Unterst\u00fctzung leisten, wie beispielsweise Europa\u201c. <\/p><\/blockquote>\n<p>Sowohl f\u00fcr Russland als auch f\u00fcr die Ukraine h\u00e4nge zu viel vom Ausgang der Auseinandersetzung ab, als dass eine L\u00f6sung durch einen von Trump so geliebten \u201eDeal\u201c zustande kommen k\u00f6nne. Und jeder neue \u201eAnsatz\u201c des Maklerduos Witkoff\/Kushner <em>\u201eendet nach dem gleichen Schema, das einer Sackgasse nahekommt\u201c<\/em>.<\/p>\n<p>Zugleich gebe es den <em>\u201eWiderspruch zwischen dem Beitrag, den Washington in der Praxis zur Fortsetzung des Konflikts geleistet hat (und teilweise weiterhin leistet), und der Rolle, die es spielen m\u00f6chte\u201c<\/em>. Ein ultimatives Mittel, den Krieg zu beenden, w\u00e4re die Einstellung jeglicher milit\u00e4rischer Unterst\u00fctzung \u2013 <em>\u201eaber das wird Trump niemals tun, selbst wenn er es wollte\u201c<\/em>, f\u00fcgte Lukjanow hinzu. Es geh\u00f6re nicht zu den Pl\u00e4nen des US-Pr\u00e4sidenten, <em>\u201eden Erfolg Russlands in irgendeiner Weise zu f\u00f6rdern (obwohl es ihm bis zu einem gewissen Grad egal ist, wie die bewaffnete Konfrontation endet, solange es nur nicht zu einer vollst\u00e4ndigen Niederlage der Ukraine kommt)\u201c<\/em>. Das w\u00fcrde auch <em>\u201ein praktisch keinem Teil des amerikanischen politischen Spektrums auf Verst\u00e4ndnis sto\u00dfen\u201c.<\/em><\/p>\n<p>Die Gespr\u00e4chsbesuche von Witkoff und Kushner k\u00f6nnen aus Lukjanows Sicht <\/p>\n<blockquote><p>\u201eals Katalysator f\u00fcr grundlegende Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts dienen. Doch f\u00fchren werden diese Verhandlungen und den Krieg beenden werden Personen und Strukturen, die \u00fcber staatliche Legitimit\u00e4t und alle erforderlichen Befugnisse verf\u00fcgen.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Hintertreiben Briten Friedensversuche?<\/strong><\/p>\n<p>Der russische Politikwissenschaftler Marat Baschirow <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.mk.ru\/politics\/2026\/09\/06\/budut-zhech-zelenskogo-do-konca-politolog-rasskazal-chto-zhdat-ot-vizitov-specposlannikov-trampa-v-moskvu-i-kiev.html?ref=apolut.net\">erkl\u00e4rte<\/a> der russischen Onlinezeitung MKRU: <em>\u201eDer Besuch von Witkoff und Kushner in Moskau ist ein gutes Signal.\u201c <\/em>Es gebe <em>\u201ezwei Hauptverhandlungsstr\u00e4nge: Russland und die USA sowie die USA und China\u201c.<\/em> Er verwies darauf, dass die beiden US-Unterh\u00e4ndler und zuvor auch CIA-Direktor John Ratcliffe \u2013 vor dem Staatsbesuch des chinesischen Staatspr\u00e4sidenten Xi Jinping in den USA am 23. September nach Moskau geflogen sind.<\/p>\n<p><em>\u201eDiese beiden Verhandlungsstr\u00e4nge lassen sich nicht voneinander trennen\u201c<\/em>, betonte Baschirow und f\u00fcgte hinzu: <\/p>\n<blockquote><p>\u201eEs geht nicht nur um den Ukraine-Konflikt, er ist bereits Teil eines komplexeren Geflechts internationaler Konflikte geworden.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p> Zu Witkoff und Kushner erkl\u00e4rte er:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eAuch wenn sie eine gemeinsame Aufgabe erf\u00fcllen, die Trump ihnen gestellt hat, vertreten sie doch unterschiedliche Gruppen, die sich meiner Meinung nach gegenseitig misstrauen. Es gibt da einen gewissen internen Konflikt. Hinter Kushner steht die israelische Gesch\u00e4ftswelt in den USA, die Interesse am ukrainischen Markt zeigt. Witkoff hat seine Sporen in harten Verhandlungen im hart umk\u00e4mpften New Yorker Immobilienmarkt verdient. Kushner hingegen kann man im Gegensatz zu Whitcoff nicht als einen in Verhandlungen versierten Menschen bezeichnen. Die israelische Lobby hat ihn ausgew\u00e4hlt, weil er Trumps Schwiegersohn ist und jederzeit bei ihm vorbeischauen oder anrufen kann, um zu sagen: \u201aPapa, ich habe da ein paar \u00dcberlegungen \u2026\u2018.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Witkoff verf\u00fcge <em>\u201e\u00fcber Intelligenz, Kushner \u00fcber Thinktanks, sehr viel Geld und sehr gro\u00dfe Interessen\u201c<\/em>. Baschirows Prognose ist, <\/p>\n<blockquote><p><em>\u201edass die Briten, die hinter Selenskyj stehen, unseren Bedingungen nicht zustimmen werden\u201c.<\/em> <\/p><\/blockquote>\n<p>Sie w\u00fcrden Selenskyj keine Zugest\u00e4ndnisse erlauben, sondern ihn bis zum Schluss <em>\u201eunter Druck setzen\u201c<\/em>. Echte Fortschritte bei der Beilegung der Lage in der Ukraine seien nur als Ergebnis bilateraler Treffen in Moskau und Kiew zu erwarten. <em>\u201eUnd dies k\u00f6nnte im Sp\u00e4twinter oder im Fr\u00fchjahr geschehen\u201c,<\/em> so der Politologe.<\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p>Dank an den Autor f\u00fcr das Recht zur Ver\u00f6ffentlichung dieses Beitrags.<\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p>Bild: Stuhl mit einer Taube des Friedens mit den Fahnen der Ukraine und Russland. Konzepte f\u00fcr friedliche Verhandlungen zwischen den beiden L\u00e4ndern und Beendigung der K\u00e4mpfe<br \/>Bildquelle: <u>Kirill Aleksandrovich<\/u> \/ shutterstock\u00a0<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zugespitzte Kriegstreiberei und erneute Friedenssuche Russische Vertreter kritisieren deutlich die westliche Eskalation. Unterdessen besuchten die US-Unterh\u00e4ndler Witkoff und Kushner erneut Moskau und zum ersten Mal Kiew. Ein Kommentar von\u00a0Tilo Gr\u00e4ser. \u201eSie wollen wieder Krieg.\u201c So kommentierte Russlands Au\u00dfenminister Sergej Lawrow am Sonntag die neuen Anschuldigungen aus Berlin und Br\u00fcssel sowie deren Ma\u00dfnahmen gegen Moskau. Im [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":21536,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_gspb_post_css":"","_uag_custom_page_level_css":"","fifu_image_url":"","fifu_image_alt":"","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-21535","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-politik"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":8}},"uagb_featured_image_src":{"full":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/GHOST_TD-4-1.jpg",1920,1080,false],"thumbnail":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:150\/h:150\/q:mauto\/rt:fill\/g:ce\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/GHOST_TD-4-1.jpg",150,150,true],"medium":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:300\/h:169\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/GHOST_TD-4-1.jpg",300,169,true],"medium_large":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:768\/h:432\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/GHOST_TD-4-1.jpg",768,432,true],"large":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:1024\/h:576\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/GHOST_TD-4-1.jpg",1024,576,true],"1536x1536":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:1536\/h:864\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/GHOST_TD-4-1.jpg",1536,864,true],"2048x2048":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/GHOST_TD-4-1.jpg",1920,1080,false],"trp-custom-language-flag":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:18\/h:10\/q:mauto\/f:best\/dpr:2\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/GHOST_TD-4-1.jpg",18,10,true]},"uagb_author_info":{"display_name":"admin","author_link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/author\/admin\/"},"uagb_comment_info":0,"uagb_excerpt":"Zugespitzte Kriegstreiberei und erneute Friedenssuche Russische Vertreter kritisieren deutlich die westliche Eskalation. Unterdessen besuchten die US-Unterh\u00e4ndler Witkoff und Kushner erneut Moskau und zum ersten Mal Kiew. Ein Kommentar von\u00a0Tilo Gr\u00e4ser. \u201eSie wollen wieder Krieg.\u201c So kommentierte Russlands Au\u00dfenminister Sergej Lawrow am Sonntag die neuen Anschuldigungen aus Berlin und Br\u00fcssel sowie deren Ma\u00dfnahmen gegen Moskau. Im&hellip;","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21535","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21535"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21535\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/21536"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21535"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21535"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21535"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}