{"id":21715,"date":"2026-09-09T08:04:22","date_gmt":"2026-09-09T06:04:22","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/uncategorized\/europas-von-der-leyen-will-private-bankeinlagen-unter-staatliche-lenkung-stellen\/"},"modified":"2026-09-09T08:04:22","modified_gmt":"2026-09-09T06:04:22","slug":"europas-von-der-leyen-will-private-bankeinlagen-unter-staatliche-lenkung-stellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/uncategorized\/europas-von-der-leyen-will-private-bankeinlagen-unter-staatliche-lenkung-stellen\/","title":{"rendered":"Europas von der Leyen will private Bankeinlagen unter staatliche Lenkung stellen"},"content":{"rendered":"<div>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Thomas Kolbe<\/em><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie werden wir in Europa k\u00fcnftig mit Privateigentum umgehen?<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus dieser Frage ergibt sich eine hochkomplexe Debatte, die EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen am Freitag auf ihre ganz eigene Weise interpretierte. In einer Rede vor franz\u00f6sischen Wirtschaftsvertretern bei der La Rencontre des Entrepreneurs de France des MEDEF in Paris sprach die ehemalige Verteidigungsministerin dar\u00fcber, <strong>die Bankeinlagen der EU-B\u00fcrger zu nutzen, um die angeschlagene Eurozone, die europ\u00e4ische Wirtschaft, wieder auf die Beine zu bringen.<\/strong><\/p>\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\">\n<div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe title=\"FR - Ursula von der Leyen Says Europe Must Become an Industrial Power Again!\" width=\"800\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/xWAOJY7yTZ4?start=4&amp;feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div>\n<\/figure>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine unmissverst\u00e4ndliche Botschaft: Nach Ansicht der obersten Eurokratin der EU hat <strong>das Privateigentum als Schutzwall, der die B\u00fcrger vor einem \u00fcbergriffigen Staat sch\u00fctzt, als S\u00e4ule der Zivilisation ausgedient.<\/strong><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zentralplanung, Subventionswahnsinn \u2013 das ist Br\u00fcssel unter dem Vergr\u00f6\u00dferungsglas.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gewiss: Angesichts gewaltiger Staatsschulden und der Kapitalflucht vom alten Kontinent, in deren Sog Tausende Patente und Zehntausende hochqualifizierte Fachkr\u00e4fte mitgerissen werden, d\u00fcrfte das Verm\u00f6gen der B\u00fcrger politische Begehrlichkeiten wecken. Eine r\u00fccksichtslose Enteignung oder die verordnete Umlenkung von Bargeld, wie es im feinsten b\u00fcrokratischen Deutsch hei\u00dft, soll die Probleme l\u00f6sen, die Br\u00fcssel durch seine starrsinnige Klimapolitik, seine \u00dcberregulierung und seinen anhaltenden Interventionswahnsinn selbst verursacht hat.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von der Leyen wurde vor den Wirtschaftsvertretern deutlich: Europa verf\u00fcge \u00fcber Ersparnisse, sagte sie, doch leider l\u00e4gen diese Ersparnisse ungenutzt am Spielfeldrand. <strong>Zehn Billionen Euro l\u00e4gen als Barersparnisse privater Haushalte auf Bankkonten, doziert von der Leyen in der Manier einer klassischen Zentralplanerin, die ihre Augen nicht mehr vom Verm\u00f6gen der B\u00fcrger lassen kann.<\/strong> Die europ\u00e4ische Wirtschaft m\u00fcsse dieses Kapital nun f\u00fcr ihre Unternehmen nutzbar machen, verf\u00fcgte die oberste B\u00fcrokratin.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">All das klingt nicht nur nach Erich Honecker. <strong>Von der Leyen entwickelt sich zunehmend zu einer sozialistischen Schwester im Geiste dieses verh\u00e4ngnisvollen Regimes.<\/strong><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von der Leyen folgt dem Weg des deutschen Bundeskanzlers. Auch Friedrich Merz entdeckte vor mehr als einem Jahr die Bargeldbest\u00e4nde der Deutschen als politisches Kapital f\u00fcr sich \u2013 <strong>durch und durch sozialistisch, ja beinahe diktatorisch, verwies auch der Kanzler auf die M\u00f6glichkeiten, die sich durch eine von ihm so bezeichnete Aktivierung dieses Geldes er\u00f6ffneten.<\/strong><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ursula von der Leyen und Friedrich Merz offenbaren nicht nur einen ethischen und ideologischen Abgrund; <strong>sie denken \u00fcber eine diktatorische Kontrolle des Privatverm\u00f6gens von B\u00fcrgern nach, die noch immer souver\u00e4n sind.<\/strong><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fast tragikomisch ist die wirtschaftliche Unwissenheit dieser beiden politischen Protagonisten einer EU, die sich inzwischen offen einer illiberalen Ideologie zuwendet.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Bankeinlagen sind keineswegs nutzloses Bargeld.<\/strong> Aus Sicht des Bankensektors sind Kundeneinlagen eine zentrale Quelle der Refinanzierung und Liquidit\u00e4t, eingebettet in den Geld- und Kreditkreislauf und erm\u00f6glichen die Vergabe von Krediten. Bankkredite entstehen im modernen Geldsystem nicht einfach dadurch, dass bestehende Einlagen weitergereicht werden. <strong>Gesch\u00e4ftsbanken schaffen durch Kreditvergabe neues Buchgeld, wobei dieser Prozess nicht einfach als mechanische \u201eHebelung\u201c bestehender Einlagen verstanden werden kann.<\/strong> Kundeneinlagen erf\u00fcllen somit zahlreiche Funktionen, von der privaten Liquidit\u00e4tsplanung und Bargeldhaltung bis hin zur Finanzierung und Steuerung bankwirtschaftlicher Prozesse.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein derart massiver Eingriff in die hochkomplexe und fragile Liquidit\u00e4ts- und Kreditstruktur des Bankensektors w\u00e4re nicht nur ein barbarischer Akt des Sozialismus \u2013 <strong>er w\u00e4re ein Frontalangriff auf die Funktionsf\u00e4higkeit des Bankensystems als solches.<\/strong><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dennoch wird die EU zu massiven Eingriffen greifen \u2013 finanziell ist sie schlie\u00dflich gegen die Wand gefahren.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ab 2028 wird die R\u00fcckzahlung der 800 Milliarden Euro schweren Eurobond-Anleihe \u201eNextGenerationEU\u201c f\u00e4llig. Von der Leyens Rede vor den Wirtschaftsvertretern richtete sich vordergr\u00fcndig an den privaten Sektor, in Wirklichkeit ging es jedoch um die Finanzierung des europ\u00e4ischen Schuldenclubs, der nun dazu \u00fcbergeht, jede Finanzierungsquelle anzuzapfen, die dazu beitragen kann, das Ponzi-System des europ\u00e4ischen Kredits am Leben zu erhalten \u2013 die Aktivierung von Bargeld scheint eine dieser Quellen zu sein.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Frankreich steckt in einer Schuldenspirale<\/strong>, mit einer Neuverschuldung von 5,7 % des BIP in diesem Jahr und einer parlamentarischen Blockade, die jede Form fiskalischer Konsolidierung ausschlie\u00dft.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch Deutschland wird im kommenden Jahr eine Neuverschuldung von mehr als 5 Prozent verzeichnen, wenn das kommunale Defizit, die Sonderverm\u00f6gen und die Sozialversicherungen einbezogen werden \u2013 wodurch eine gemeinsame Finanzierung \u00fcber Eurobonds, die Konsolidierung des Schuldenbergs unter dem Dach der Europ\u00e4ischen Kommission und unter aktiver Liquidit\u00e4tshilfe der EZB immer wahrscheinlicher werden.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und hier schlie\u00dft sich der Kreis.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend das Kapital den alten Kontinent durch jeden verbliebenen, jeden noch offenen Kanal verl\u00e4sst, wachsen die Finanzierungsbed\u00fcrfnisse des ideologischen Gro\u00dfexperiments der EU und ihrer Nationalstaaten ins Unermessliche.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allein die gr\u00fcne Subventionsmaschine vernichtet Jahr f\u00fcr Jahr Milliarden. Der letzte Sto\u00df \u00fcber die wirtschaftliche Klippe wird jedoch von Europas wiederentdeckter Lust am Militarismus kommen. Milit\u00e4rischer Keynesianismus ist allerdings keine wirtschaftliche Alternative zum freien Markt. Er ist lediglich ein weiteres fiskalisches Grab, das die politische F\u00fchrung in ihrer Panik in diesen Monaten aushebt.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das folgende Schlusskapitel ist im Wesentlichen bekannt: <strong>Br\u00fcssel wird sich f\u00fcr massive Kapitalverkehrskontrollen entscheiden.<\/strong><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Rahmen daf\u00fcr nimmt bereits Gestalt an: In zwei Jahren soll der digitale Euro eingef\u00fchrt werden, zun\u00e4chst als Pilotphase und sp\u00e4ter, mit ziemlicher Sicherheit, als W\u00e4hrungsstandard, der es Br\u00fcssel erm\u00f6glichen wird, die vollst\u00e4ndige Kontrolle \u00fcber \u00dcberweisungen ins Ausland auszu\u00fcben.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch ein Verbot ausl\u00e4ndischer Bankkonten f\u00fcr EU-B\u00fcrger steht auf dem Tisch und wird Schritt f\u00fcr Schritt eingef\u00fchrt, ebenso wie die digitale ID und die strenge Regulierung des Kryptosektors. Langsam, aber stetig schlie\u00dfen sich die Tore.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Grunde funktioniert es im Sozialismus immer so: <strong>Eines Tages geht den Zentralplanern das Geld anderer Leute aus. Erst dann beginnt die zerm\u00fcrbende Maschinerie der Repression durch die m\u00e4chtige Zentralgewalt.<\/strong><\/p>\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u00dcber den Autor: Thomas Kolbe, ein deutscher Diplom-\u00d6konom, arbeitet seit \u00fcber 25 Jahren als Journalist und Medienproduzent f\u00fcr Auftraggeber aus verschiedenen Branchen und Wirtschaftsverb\u00e4nden. Als Publizist konzentriert er sich auf wirtschaftliche Prozesse und beobachtet geopolitische Ereignisse aus der Perspektive der Kapitalm\u00e4rkte. Seine Ver\u00f6ffentlichungen folgen einer Philosophie, die den Einzelnen und sein Recht auf Selbstbestimmung in den Mittelpunkt stellt.<\/em><\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Thomas Kolbe Wie werden wir in Europa k\u00fcnftig mit Privateigentum umgehen? Aus dieser Frage ergibt sich eine hochkomplexe Debatte, die EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen am Freitag auf ihre ganz eigene Weise interpretierte. 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