{"id":21846,"date":"2026-09-09T18:04:57","date_gmt":"2026-09-09T16:04:57","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/uncategorized\/finanzexperte-martin-armstrong-die-eu-wird-das-nicht-ueberstehen\/"},"modified":"2026-09-09T18:04:57","modified_gmt":"2026-09-09T16:04:57","slug":"finanzexperte-martin-armstrong-die-eu-wird-das-nicht-ueberstehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/uncategorized\/finanzexperte-martin-armstrong-die-eu-wird-das-nicht-ueberstehen\/","title":{"rendered":"Finanzexperte Martin Armstrong: \u201eDie EU wird das nicht \u00fcberstehen\u201c"},"content":{"rendered":"<div>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der amerikanische Historiker und Finanzexperte Martin Armstrong zeichnet ein d\u00fcsteres Bild von der Zukunft Europas. In einem ausf\u00fchrlichen Interview mit dem Journalisten Rico Brouwer von der unabh\u00e4ngigen niederl\u00e4ndischen Plattform <em>Potkaars<\/em> spricht Armstrong \u00fcber einen m\u00f6glichen Zerfall der Europ\u00e4ischen Union, den digitalen Euro, die zunehmende Nutzung des Dollars als politische Waffe, eine drohende Staatsschuldenkrise sowie die Kriege in der Ukraine und im Iran.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seine zentrale Prognose ist unmissverst\u00e4ndlich: <strong>\u201eDie EU wird das nicht \u00fcberstehen.\u201c<\/strong><\/p>\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\">\n<div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe title=\"The EU is not going to survive - Martin Armstrong\" width=\"800\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/tC4StuIUC4U?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div>\n<\/figure>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Armstrong, bekannt durch sein Computersystem \u201eSocrates\u201c und den Dokumentarfilm <em>The Forecaster<\/em>, sieht die gegenw\u00e4rtigen Entwicklungen nicht als voneinander getrennte Krisen. F\u00fcr ihn sind sie Ausdruck eines gr\u00f6\u00dferen politischen und wirtschaftlichen Zyklus, der das bestehende westliche System zunehmend unter Druck setzt.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u201eSocrates\u201c prognostiziert das Ende der EU noch vor 2032<\/h2>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Armstrongs Computersystem \u201eSocrates\u201c deutet nach seinen Angaben auf einen Zerfall der Europ\u00e4ischen Union sp\u00e4testens im Jahr 2032 hin \u2013 m\u00f6glicherweise bereits 2029.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einen solchen Zusammenbruch erwartet Armstrong nicht als langsamen und geordneten Prozess. Politische Systeme w\u00fcrden historisch betrachtet selten eine sanfte Landung erleben. Vielmehr gleiche ihre Entwicklung einem Wasserfall: \u00dcber l\u00e4ngere Zeit baue sich der Druck scheinbar langsam auf, bis der Zusammenbruch pl\u00f6tzlich erfolge.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein wesentliches Problem sieht Armstrong in der politischen Konstruktion der EU selbst. Sie habe seiner Ansicht nach nie eine wirkliche demokratische Legitimit\u00e4t besessen und sei strukturell so aufgebaut worden, dass sie Widerstand einzelner Staaten oder Bev\u00f6lkerungen m\u00f6glichst \u00fcberwinden k\u00f6nne.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Beispiel verweist Armstrong auf Ursula von der Leyen und den Umgang mit dem ungarischen Ministerpr\u00e4sidenten Viktor Orb\u00e1n. Nachdem dessen Widerstand neutralisiert worden sei, habe von der Leyen sinngem\u00e4\u00df deutlich gemacht, dass k\u00fcnftig kein einzelnes Land die EU mehr aufhalten d\u00fcrfe. F\u00fcr Armstrong ist dies kein Zeichen demokratischer St\u00e4rke, sondern einer zunehmenden <strong>Konzentration politischer Macht in Br\u00fcssel<\/strong>.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der digitale Euro als Instrument der Kontrolle<\/h2>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders kritisch beurteilt Armstrong die Einf\u00fchrung eines digitalen Euro. Hinter dem Projekt stehe seiner Auffassung nach weder in erster Linie technologischer Fortschritt noch finanzielle Inklusion. Er sieht darin vielmehr die technische Grundlage f\u00fcr umfassendere <strong>Kapitalkontrollen<\/strong>.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Armstrong behauptet, Br\u00fcssel habe inzwischen Regelungen geschaffen, die den finanziellen Handlungsspielraum europ\u00e4ischer B\u00fcrger au\u00dferhalb der EU massiv einschr\u00e4nken beziehungsweise k\u00fcnftig einschr\u00e4nken k\u00f6nnten. Er zieht dabei eine drastische historische Parallele zum Deutschland der 1930er-Jahre.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Armstrongs Darstellung versch\u00e4rfte Adolf Hitler 1933 die deutschen Devisenkontrollen und ging gegen Deutsche vor, die Verm\u00f6gen beziehungsweise Bankkonten in der Schweiz unterhielten. In diesem Zusammenhang verweist Armstrong auch auf die Entstehung und Bedeutung Schweizer Nummernkonten, die Verm\u00f6gen vor staatlichem Zugriff sch\u00fctzen sollten.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Armstrong sieht heute eine \u00e4hnliche Grunddynamik entstehen \u2013 wenn auch, wie er ausdr\u00fccklich anmerkt, ohne die damaligen extremen Strafen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der digitale Euro k\u00f6nnte seiner Einsch\u00e4tzung nach letztlich dazu benutzt werden, Geldstr\u00f6me gezielt zu kontrollieren oder zu blockieren. Damit k\u00f6nnten B\u00fcrger bei der Verf\u00fcgung \u00fcber ihr eigenes Geld zunehmend von Regeln und Genehmigungen staatlicher beziehungsweise supranationaler Institutionen abh\u00e4ngig werden.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bessent und der Dollar als Finanzwaffe<\/h2>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die amerikanische Finanzpolitik h\u00e4lt Armstrong f\u00fcr gef\u00e4hrlich. US-Finanzminister Scott Bessent spiele mit der internationalen Stellung des Dollars ein riskantes Spiel.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Washington setze seine Finanzmacht zunehmend als geopolitisches Druckmittel ein \u2013 \u00fcber Sanktionen, Ausschl\u00fcsse aus dem SWIFT-System und Drohungen gegen\u00fcber Staaten und Unternehmen, die weiterhin Gesch\u00e4fte mit L\u00e4ndern wie dem Iran betreiben.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch genau diese Strategie k\u00f6nnte nach Armstrongs Einsch\u00e4tzung das Gegenteil dessen erreichen, was Washington beabsichtigt.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Je mehr Staaten mit dem Ausschluss aus dem westlichen Finanzsystem bedroht w\u00fcrden, desto gr\u00f6\u00dfer werde f\u00fcr sie der Anreiz, alternative Strukturen aufzubauen oder sich bestehenden Alternativen anzuschlie\u00dfen. Armstrong verweist dabei insbesondere auf das chinesische Zahlungssystem CIPS.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Russlands Ausschluss beziehungsweise weitgehende Abkopplung vom westlichen Finanzsystem habe China sehr genau beobachtet. Peking habe daraus Konsequenzen gezogen und seine eigene Finanzinfrastruktur weiterentwickelt.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Armstrong bringt das Problem auf eine einfache Formel: <strong>Je mehr L\u00e4nder Washington bedroht, desto mehr L\u00e4nder haben einen Grund, sich einem alternativen System anzuschlie\u00dfen.<\/strong><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Ende k\u00f6nnte sich damit ausgerechnet Amerika selbst isolieren.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders kritisch merkt Armstrong an, dass Bessent seine Karriere unter anderem beim Fonds von George Soros begann und deshalb die Funktionsweise internationaler Kapitalstr\u00f6me eigentlich genau verstehen m\u00fcsse.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Japan k\u00f6nnte zum Ausl\u00f6ser einer globalen Staatsschuldenkrise werden<\/h2>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine weitere gro\u00dfe Gefahr sieht Armstrong auf den internationalen Anleihem\u00e4rkten.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Japan geh\u00f6rt gemessen an seiner Wirtschaftsleistung zu den am h\u00f6chsten verschuldeten Staaten der Welt. Sollte Tokio ernsthafte Schwierigkeiten bei der Bedienung seiner Staatsanleihen bekommen, k\u00f6nnten die Folgen weit \u00fcber Japan hinausreichen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Armstrong erwartet einen klassischen Ansteckungseffekt: Sobald ein bedeutender Staat Probleme bekommt, beginnen Investoren sofort zu fragen, welches Land als N\u00e4chstes betroffen sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er erinnert in diesem Zusammenhang an die europ\u00e4ische Staatsschuldenkrise nach Griechenland sowie an Herbert Hoovers Erinnerungen an die europ\u00e4ischen Staatsbankrotte von 1931. Damals bewegte sich Kapital laut Armstrong wie eine au\u00dfer Kontrolle geratene Kanone durch die internationalen Finanzm\u00e4rkte \u2013 schneller, als Regierungen und politische Aussch\u00fcsse reagieren konnten.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine \u00e4hnliche Situation k\u00f6nnte sich seiner Ansicht nach erneut entwickeln.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig verweist Armstrong darauf, dass das amerikanische Finanzministerium am Markt eigene Staatsanleihen zur\u00fcckkauft. F\u00fcr ihn erinnert diese Politik an die Zeit des Zweiten Weltkriegs, als die amerikanische Notenbank unter erheblichem politischen Druck die Finanzierungskosten Washingtons niedrig hielt.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Armstrong sieht darin keine nachhaltige Geldpolitik, sondern lediglich einen <strong>Aufschub des Unvermeidlichen<\/strong>.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u201eDer Iran spielt Schach, der Westen spielt Dame\u201c<\/h2>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bemerkenswert deutlich \u00e4u\u00dfert sich Armstrong auch \u00fcber den Iran. Er bescheinigt Teheran eine strategische Weitsicht, die seiner Ansicht nach im Westen erheblich untersch\u00e4tzt werde.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Armstrong erinnert daran, dass Benjamin Netanjahu seit Jahrzehnten davor warne, der Iran stehe kurz vor dem Besitz einer Atombombe. Diese Warnungen h\u00e4tten sich in der angek\u00fcndigten Form bislang nicht bewahrheitet.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig habe Teheran seine staatlichen und administrativen Strukturen nach Armstrongs Darstellung bewusst auf mehrere Ebenen verteilt. Dadurch k\u00f6nne das System selbst dann weiterarbeiten, wenn f\u00fchrende Pers\u00f6nlichkeiten gezielt ausgeschaltet w\u00fcrden.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der entscheidende strategische Vorteil des Iran bestehe darin, dass Teheran keinen klassischen milit\u00e4rischen Sieg ben\u00f6tige.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>F\u00fcr den Iran k\u00f6nne bereits das eigene \u00dcberleben einen Sieg darstellen.<\/strong><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besondere Bedeutung misst Armstrong dabei der Stra\u00dfe von Hormus bei. Eine Behinderung des \u00d6lverkehrs treffe seiner Analyse zufolge nicht in erster Linie die Vereinigten Staaten, sondern insbesondere die Golfstaaten.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele dieser Staaten h\u00e4tten nach der Corona-Zeit erhebliche Schulden aufgebaut und seien auf kontinuierliche Einnahmen aus dem Energieexport angewiesen. Fallen die \u00d6lexporte aus, fehlen Einnahmen. Fehlen die Einnahmen, werde die Bedienung der Schulden schwieriger. Daraus k\u00f6nne wiederum eine Banken- und Finanzkrise entstehen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Armstrong formuliert seine Einsch\u00e4tzung drastisch:<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eSie sind uns drei Schritte voraus.\u201c<\/strong><\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Selenskyj, Neokonservative und pers\u00f6nliche Fehden<\/h2>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch beim Ukrainekrieg sieht Armstrong Ursachen, die weit \u00fcber die \u00f6ffentlich pr\u00e4sentierten geopolitischen Erkl\u00e4rungen hinausgehen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach seiner Darstellung verfasste er im Auftrag beziehungsweise auf Anfrage amerikanischer Stellen einen Friedensplan f\u00fcr die Ukraine. \u00dcber seine Kontakte sei dieser schlie\u00dflich bis auf den Schreibtisch des russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin gelangt. Kurz darauf habe Armstrong einen Dankesbrief von Donald Trump erhalten.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotzdem gehe der Krieg weiter.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Armstrong f\u00fchrt dies teilweise auf den Einfluss amerikanischer und europ\u00e4ischer Politiker zur\u00fcck, deren pers\u00f6nliche oder famili\u00e4re Geschichte eng mit Russland beziehungsweise der Sowjetunion verbunden sei. Er nennt dabei unter anderem Antony Blinken, Victoria Nuland, Merrick Garland, Madeleine Albright und Kaja Kallas.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seiner Ansicht nach besteht die Gefahr, dass pers\u00f6nliche und famili\u00e4re Traumata politische Entscheidungen beeinflussen und damit an die Stelle n\u00fcchterner staatlicher Interessen treten.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders schwer wiegen Armstrongs Vorw\u00fcrfe gegen\u00fcber dem ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj. Armstrong interpretiert dessen Vorgehen als Versuch, durch gezielte Provokationen auch die politische Entwicklung innerhalb Russlands zu beeinflussen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seiner These zufolge k\u00f6nnte eine weitere Eskalation nationalistische und milit\u00e4rische Hardliner in Russland st\u00e4rken. Sollten diese Kr\u00e4fte bei Wahlen beziehungsweise innerhalb der Duma erheblich an Einfluss gewinnen, k\u00f6nnte sich die Konfrontation mit dem Westen weiter versch\u00e4rfen \u2013 bis hin zu einer direkten Auseinandersetzung zwischen Russland und der NATO.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Armstrong w\u00e4re eine solche Strategie keine Verteidigungspolitik mehr, sondern eine unmittelbare <strong>Gefahr f\u00fcr den Weltfrieden<\/strong>.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Armstrong: Der Zyklus l\u00e4sst sich kaum noch stoppen<\/h2>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die entscheidende Frage lautet deshalb: Kann diese Entwicklung \u00fcberhaupt noch aufgehalten werden?<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Armstrong ist pessimistisch.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er glaubt nicht, dass der gegenw\u00e4rtige politische und wirtschaftliche Zyklus grunds\u00e4tzlich noch gestoppt werden kann. Allerdings k\u00f6nne das Ausma\u00df der kommenden Verwerfungen m\u00f6glicherweise reduziert werden, wenn gen\u00fcgend Menschen verst\u00fcnden, welche Prozesse sich gegenw\u00e4rtig abspielen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seine politische Grundthese ist dabei vergleichsweise einfach: <strong>Freier Handel schafft gegenseitige Abh\u00e4ngigkeit und damit Frieden \u2013 Sanktionen zerst\u00f6ren diese Verbindungen und erh\u00f6hen die Wahrscheinlichkeit von Konflikten.<\/strong><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch institutionell sieht Armstrong grundlegende Probleme. Direkte Demokratie biete seiner Auffassung nach einen besseren Schutz vor Machtkonzentration als repr\u00e4sentative Systeme, in denen Politiker einem immer st\u00e4rkeren Einfluss von Lobbyisten und finanzstarken Interessengruppen ausgesetzt seien.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seine Prognose vom m\u00f6glichen Zerfall der Europ\u00e4ischen Union versteht Armstrong deshalb nicht lediglich als politische Meinung. Er beruft sich auf sein Computersystem \u201eSocrates\u201c, das historische Kapitalstr\u00f6me, wirtschaftliche Entwicklungen und politische Zyklen analysiert.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ob diese Prognose tats\u00e4chlich eintritt, wird sich erst zeigen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Armstrong selbst l\u00e4sst jedoch keinen Zweifel daran, wohin die Entwicklung nach seinen Modellen f\u00fchrt: <strong>Die EU k\u00f6nnte sp\u00e4testens Anfang der 2030er-Jahre vor einer existenziellen Krise stehen \u2013 und m\u00f6glicherweise bereits 2029 auseinanderbrechen.<\/strong><\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der amerikanische Historiker und Finanzexperte Martin Armstrong zeichnet ein d\u00fcsteres Bild von der Zukunft Europas. 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