{"id":21995,"date":"2026-09-10T18:04:47","date_gmt":"2026-09-10T16:04:47","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/uncategorized\/escobar-aus-seoul-nordkorea-liefert-iran-getarnte-unterwasser-drohnen-gegen-flugzeugtraeger-existenzialkrieg-fuer-teheran-amerikanische-reaktion-koennte-vulkanisch\/"},"modified":"2026-09-10T18:04:47","modified_gmt":"2026-09-10T16:04:47","slug":"escobar-aus-seoul-nordkorea-liefert-iran-getarnte-unterwasser-drohnen-gegen-flugzeugtraeger-existenzialkrieg-fuer-teheran-amerikanische-reaktion-koennte-vulkanisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/uncategorized\/escobar-aus-seoul-nordkorea-liefert-iran-getarnte-unterwasser-drohnen-gegen-flugzeugtraeger-existenzialkrieg-fuer-teheran-amerikanische-reaktion-koennte-vulkanisch\/","title":{"rendered":"Escobar aus Seoul: Nordkorea liefert Iran getarnte Unterwasser-Drohnen gegen Flugzeugtr\u00e4ger \u2013 Existenzialkrieg f\u00fcr Teheran \u2013 amerikanische Reaktion k\u00f6nnte \u201evulkanisch\u201c werden"},"content":{"rendered":"<div>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Aus Seoul berichtet Pepe Escobar von einer neuen Eskalationsstufe: Nordkorea soll Iran getarnte Unterwasser-Drohnen geliefert haben, die als Tr\u00e4ger-Killer gelten.<\/strong> Gleichzeitig beschreibt er den Zusammenbruch diplomatischer Auswege, eine iranische Wende von der Defensive zur Offensive und die Gefahr, dass der Konflikt um die Seeblockade im Indischen Ozean und die Stra\u00dfe von Hormus in unkontrollierbare Bahnen ger\u00e4t.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\">\n<div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe title=\"PEPE ESCOBAR: Nordkorea liefert Iran gerade Tr\u00e4gerkiller-Drohnen\" width=\"800\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/esQWHCIaspY?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div>\n<\/figure>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pepe Escobar sprach in der Nacht aus Seoul, unmittelbar nach einer Debatte beim World Knowledge Forum. Hinter ihm lag Mitternacht, vor ihm ein Tag mit harten geopolitischen Diskussionen. Der brasilianische Journalist, Mitbegr\u00fcnder des unabh\u00e4ngigen Kanals Transition Protocol, hatte dort als Stimme des Globalen S\u00fcdens einem pro-trumpistischen Amerikaner und einem franz\u00f6sischen Establishment-Vertreter gegen\u00fcbergestanden. Das s\u00fcdkoreanische Publikum habe gebannt zugeh\u00f6rt \u2013 internationale Debatten dieser Art seien in Seoul selten, obwohl das Land eine wirtschaftliche und technologische Mittelmacht ersten Ranges sei.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Ende seiner Intervention versuchte Escobar einen hoffnungsvollen Ton. Der Moderator habe nach etwas \u201eAuspicious\u201c gefragt, etwas, das \u00fcber die Schrecken hinausgehe. Escobar griff zu Martin Luther Kings \u201eI have a dream\u201c und stellte die Frage: Warum nicht \u201eein Land, zwei Systeme\u201c f\u00fcr die koreanische Halbinsel? Eine chinesisch inspirierte Formel zwischen Seoul und Pj\u00f6ngjang. Sp\u00e4ter h\u00e4tten ihm Teilnehmer gesagt, solche Dinge w\u00fcrden hier so nicht diskutiert. Escobar blieb dabei: Er habe als Gast das zentrale geopolitische Problem beider Koreas angesprochen \u2013 die Frage einer m\u00f6glichen Wiedervereinigung. Selbst inmitten von Kriegen d\u00fcrfe man diplomatische L\u00f6sungen tr\u00e4umen. Nur wenige Kilometer von Wladiwostok entfernt, wo k\u00fcrzlich ein Gipfel stattfand, sei eine direkte Stra\u00dfenverbindung von Nordkorea nach S\u00fcdsibirien er\u00f6ffnet worden. Vor Jahren sei sogar eine Bahnverbindung S\u00fcdkorea\u2013Nordkorea\u2013Russland\u2013Transsibirische Eisenbahn diskutiert worden, die beiden Koreas den Landweg nach Eurasien er\u00f6ffnen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Kontrast zu Westasien k\u00f6nnte kaum gr\u00f6\u00dfer sein. Escobar beschreibt die Lage als \u201eextrem deprimierend\u201c. Alle diplomatischen Auswege, die pakistanische Vermittler \u2013 einschlie\u00dflich Feldmarschall Asim Munir \u2013 zusammen mit Katar, Oman und anderen Akteuren angeboten h\u00e4tten, seien gescheitert. Die Trump-Administration habe die Off-Ramps zerst\u00f6rt, die der US-Pr\u00e4sident selbst in wiederholten Anrufen bei Munir erbeten habe. Selbst nach einer Reise nach Teheran und einem letzten Angebot der iranischen F\u00fchrung sei nichts \u00fcbrig geblieben. Man sei zur\u00fcck auf der Eskalationsleiter.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Blockade, so Escobar, werde nicht in der Stra\u00dfe von Hormus oder im Persischen Golf durchgesetzt, sondern rund 800 Kilometer von der iranischen K\u00fcste entfernt, tief im Indischen Ozean nahe dem Arabischen Meer. Der Schiffsverkehr durch Hormus sei auf ein Rinnsal zusammengeschrumpft \u2013 nach Angaben seines Gespr\u00e4chspartners Zulfiqar Ali (\u201eMr. Z\u201c) derzeit etwa vier Schiffe pro Tag. Parallel eskaliere im Roten Meer und am Bab al-Mandab der Konflikt zwischen saudischen Proxys und den Ansarallah (Houthis) in Jemen und den s\u00fcdlichen saudischen Provinzen. Die Saudis weigerten sich, Ansarallah und die jemenitischen Streitkr\u00e4fte als reale Macht anzuerkennen und diplomatisch zu behandeln. Stattdessen setzten sie auf S\u00f6ldner und Subversion. Escobar sieht die Gefahr einer Arbeitsteilung: Iran k\u00f6nnte Energieanlagen im Nordosten Saudi-Arabiens angreifen, Jemen den Westen inklusive der K\u00fcste am Roten Meer, Yanbu, Raffinerien und Dschisan, das bereits fast t\u00e4glich getroffen werde. Saudi-Arabien sei im Roten Meer blockiert und m\u00fcsse den teuren Umweg um Afrika nehmen \u2013 oder \u00fcber Hormus.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese doppelte Eskalation \u2013 Indischer Ozean\/Persischer Golf und Rotes Meer \u2013 werde durch Gipfeldiplomatie kaum aufgehalten. Weder die Gespr\u00e4che in Bischkek (Shanghaier Organisation f\u00fcr Zusammenarbeit) noch die anstehenden bilateralen Treffen beim BRICS-Gipfel in Neu-Delhi zwischen Iran und Russland sowie Iran und China k\u00f6nnten den Krieg stoppen. Escobar erwartet allerdings, dass BRICS \u00e4hnlich wie die SOZ in ihrer Bischkek-Erkl\u00e4rung den amerikanischen Krieg gegen ein Vollmitglied verurteilt. Das w\u00e4re ein diplomatischer Erfolg des Globalen S\u00fcdens \u2013 auch wenn die Trump-Administration Diplomatie ignoriert.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Zentrum der Sendung stand dann die von Zulfiqar Ali als privilegiert und von h\u00f6chsten iranischen Stellen freigegebene Information: Iran habe vor etwa zwei Tagen eine Ladung t\u00f6dlicher Waffen aus Nordkorea erhalten. Darunter speziell Drohnen, die unter Wasser gleiten, unentdeckt bleiben und gegen Marineschiffe \u2013 einschlie\u00dflich Flugzeugtr\u00e4ger \u2013 verheerende Wirkung entfalten k\u00f6nnten. Die Systeme w\u00fcrden bereits getestet. Der Lieferweg f\u00fchre \u00fcber China und Pakistan. Pakistan r\u00fccke zunehmend an Irans Seite; Teheran nutze den Hafen Gwadar, Landrouten und sechs aktive Korridore. Die Trump-Administration sei dar\u00fcber unzufrieden, Islamabad k\u00fcmmere das derzeit wenig.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Escobar best\u00e4tigt die etablierte Kette Nordkorea\u2013China\u2013Pakistan\u2013Iran. Er selbst werde in den kommenden Tagen nach Russland reisen und in Moskau versuchen, den Umfang direkter russischer milit\u00e4rischer Hilfe f\u00fcr Iran zu kl\u00e4ren \u2013 soweit das Verteidigungsministerium etwas preisgibt. Bereits jetzt gebe es diplomatische, logistische, \u00dcberwachungs- und Geheimdienstunterst\u00fctzung durch Russland und China.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die iranische F\u00fchrung habe die Haltung von der Defensive zur Offensive umgestellt. Mohsen Rezaei, Sekret\u00e4r des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, und General Ahmad Vahidi seien \u00fcberzeugt, dass Iran den Moment abwarte, um die neue Strategie durchzusetzen. Die wirtschaftliche Krise und der Druck der Blockade seien real, doch die Bev\u00f6lkerung \u2013 90 Millionen Menschen \u2013 stehe hinter der Forderung nach Vergeltung, besonders nach der Ermordung eines f\u00fchrenden Repr\u00e4sentanten. Bei den Trauerfeierlichkeiten habe die Losung \u201eRache\u201c geherrscht. Die F\u00fchrung reite auf einer Welle popul\u00e4ren Zorns, m\u00fcsse ihn aber kanalisieren \u2013 eine persische Meisterschaft im Balancieren von Souver\u00e4nit\u00e4t, dezentraler Verteidigung und Offensive.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zulfiqar Ali betont, die Entscheidung zur Offensive sei mit dem obersten F\u00fchrer, Pr\u00e4sident Masud Peseschkian, Parlamentspr\u00e4sident Mohammad Bagher Ghalibaf und Au\u00dfenminister Abbas Araghtschi abgestimmt. Iran werde die Blockade und die Sanktionen nicht l\u00e4nger hinnehmen. Das Land sei entschlossen, aus den Zw\u00e4ngen der letzten 45 Jahre auszubrechen und als dominante Regionalmacht in Allianz mit Pakistan hervorzugehen \u2013 die Beziehungen zu Islamabad seien so gut wie seit einem halben Jahrhundert nicht.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Escobar warnt vor den kurzfristigen Folgen. Die amerikanische Reaktion auf eine iranische Offensive, besonders bei einer Dem\u00fctigung auf See, k\u00f6nne \u201eau\u00dfer Kontrolle\u201c und \u201evulkanisch\u201c ausfallen. Selbst dann \u00e4ndere sich nichts an den Fakten vor Ort: Iran widerstehe, Hormus habe einen neuen Status, Russland und China st\u00fcnden dahinter. Die Folgen f\u00fcr die Zivilbev\u00f6lkerung in Iran k\u00f6nnten jedoch furchtbar sein.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beide Gespr\u00e4chspartner sehen den Krieg als existenziell f\u00fcr Iran. Ein Verlust k\u00f6nne den modernen iranischen Staat zerbrechen, fragmentieren und zu Vasallen- oder Kolonialgebieten machen \u2013 analog zu britischen Praktiken der Vergangenheit, nun unter amerikanischer \u00c4gide. F\u00fcr das Empire w\u00e4re eine gleichzeitige strategische Niederlage in Westasien und in der Ukraine das Ende der unilateralen Hegemonie. Escobar zieht den Vergleich zu Russland in der Ukraine: Auch Moskau habe lange \u201esamtene Handschuhe\u201c getragen, bis es erkannt habe, dass nur die totale Dem\u00fctigung der NATO eine L\u00f6sung bringe. Die iranische F\u00fchrung komme zu einem \u00e4hnlichen Schluss \u2013 mit begrenzteren Mitteln, aber gleicher Entschlossenheit.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zulfiqar Ali f\u00fcgt hinzu, dass die schiitische Bev\u00f6lkerung das Martyrium im Geiste Imam Husseins kenne und bereit sei, f\u00fcr die Sache zu sterben \u2013 etwas, das die Trump-Administration nicht begreife. Iran verf\u00fcge \u00fcber hypersonische F\u00e4higkeiten aus Russland und \u00fcber die neuen Unterwasser-Drohnen, gegen die es derzeit keine amerikanische Verteidigung gebe. Rezaei sei nicht vage, sondern h\u00f6chst zuversichtlich. Selbst auf einen m\u00f6glichen Nuklearschlag sei man vorbereitet; die Antwort k\u00e4me an Stellen, an denen das Empire es am wenigsten erwarte. Konventionelle Vergeltung k\u00f6nne ebenso verheerend wirken. Escobar h\u00e4lt sich bei Spekulationen \u00fcber eine m\u00f6gliche nukleare Schwelle zur\u00fcck und verweist auf Experten wie Ted Postol vom MIT, ohne Details zu vertiefen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die diplomatischen Kan\u00e4le existierten noch, w\u00fcrden von amerikanischer Seite aber nicht genutzt. Trump denke vor allem an sein Ego und eine Ausfahrt, die ihn nicht dem\u00fctige \u2013 eine solche gebe es nicht. Die einzige L\u00f6sung des von den USA begonnenen Krieges bestehe darin, das zu akzeptieren, was in einem Memorandum of Understanding festgehalten sei, das Trump selbst als wertloses Papier bezeichnet habe.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Escobar schlie\u00dft mit einem n\u00fcchternen Blick: Es gebe keine zivilisierte L\u00f6sung von einem unzivilisierten Empire. Der aktuelle Moment sei erschreckend ernst. Gleichzeitig erinnert er an die zivilisatorische Widerstandskraft Irans, die \u00fcber Jahrhunderte Trag\u00f6dien \u00fcberstanden habe. Aus Seoul sendet er Gr\u00fc\u00dfe von der geteilten koreanischen Halbinsel und h\u00e4lt an seinem Wunsch fest: Beide Koreas sollten sich an einen Tisch setzen. Der Buddha w\u00fcrde das vermutlich guthei\u00dfen.<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus Seoul berichtet Pepe Escobar von einer neuen Eskalationsstufe: Nordkorea soll Iran getarnte Unterwasser-Drohnen geliefert haben, die als Tr\u00e4ger-Killer gelten. 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