{"id":22050,"date":"2026-09-11T07:04:12","date_gmt":"2026-09-11T05:04:12","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/suedafrika-bereitet-abschiebung-von-mehr-als-86-000-auslaendern-vor\/"},"modified":"2026-09-11T07:04:12","modified_gmt":"2026-09-11T05:04:12","slug":"suedafrika-bereitet-abschiebung-von-mehr-als-86-000-auslaendern-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/suedafrika-bereitet-abschiebung-von-mehr-als-86-000-auslaendern-vor\/","title":{"rendered":"S\u00fcdafrika bereitet Abschiebung von mehr als 86.000 Ausl\u00e4ndern vor"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>S\u00fcdafrika hat innerhalb von etwas mehr als zwei Monaten die Abschiebung oder R\u00fcckf\u00fchrung von 86.596 ausl\u00e4ndischen Staatsangeh\u00f6rigen bearbeitet. Dies gab die Regierung vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen wegen irregul\u00e4rer Migration bekannt.<\/p>\n<p>Justizministerin Mmamoloko Kubayi, die den interministeriellen Ausschuss f\u00fcr Migration leitet, erkl\u00e4rte, die F\u00e4lle seien zwischen dem 14. Juni und dem 20. August im Rahmen koordinierter Eins\u00e4tze der Strafverfolgungsbeh\u00f6rden bearbeitet worden.<\/p>\n<p>Kubayi erkl\u00e4rte am Dienstag gegen\u00fcber Journalisten, dass Staatsangeh\u00f6rige Malawis die gr\u00f6\u00dfte Gruppe der in diesem Zeitraum erfassten Personen bildeten, gefolgt von Simbabwern und Mosambikanern. Regierungsangaben zufolge waren 90 Prozent der zur\u00fcckgef\u00fchrten Personen illegal nach S\u00fcdafrika eingereist. 95 Prozent von ihnen hatten die Grenze demnach au\u00dferhalb offizieller Grenz\u00fcberg\u00e4nge \u00fcberquert.<\/p>\n<p>Die Ministerin machte die sich verschlechternde Infrastruktur entlang der 4.471 Kilometer langen Landgrenze S\u00fcdafrikas f\u00fcr Schwachstellen verantwortlich, die &#8222;f\u00fcr illegale Grenz\u00fcbertritte, Schmuggel und grenz\u00fcberschreitende Kriminalit\u00e4t ausgenutzt&#8220; w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Die massenhaften R\u00fcckf\u00fchrungen folgen auf Proteste und Angriffe gegen Einwanderer, die im M\u00e4rz begannen und sich im Vorfeld einer Frist am 30. Juni versch\u00e4rften, bis zu der Migranten ohne g\u00fcltige Aufenthaltspapiere das Land verlassen sollten. In diesem Zusammenhang wurde S\u00fcdafrika Fremdenfeindlichkeit vorgeworfen.<\/p>\n<p>Mosambik hatte zun\u00e4chst mitgeteilt, dass infolge der Unruhen sieben seiner Staatsangeh\u00f6rigen ums Leben gekommen seien. F\u00fcnf von ihnen seien bei mutma\u00dflich fremdenfeindlichen Angriffen get\u00f6tet worden, zwei weitere bei einem Verkehrsunfall auf der Flucht vor der mutma\u00dflichen Gewalt. Die s\u00fcdafrikanischen Beh\u00f6rden widersprachen dieser Darstellung und brachten lediglich zwei Todesf\u00e4lle mit den Unruhen in Verbindung.<\/p>\n<p>Mehrere afrikanische Regierungen, darunter Ghana, Nigeria, Malawi, Mosambik und Simbabwe, haben seitdem Staatsangeh\u00f6rige evakuiert, die vor der Gewalt flohen.<\/p>\n<p>Als Reaktion auf die zunehmenden Spannungen stellte Pr\u00e4sident Cyril Ramaphosa im Juni einen F\u00fcnf-Punkte-Plan vor, der die Abschiebung von Migranten ohne g\u00fcltige Aufenthaltspapiere, eine Versch\u00e4rfung der Grenzkontrollen, eine Reform der Einwanderungsgesetze und eine Ausweitung der Zusammenarbeit mit anderen afrikanischen Staaten vorsieht.<\/p>\n<p>Ramaphosa warnte vor Selbstjustiz und betonte, dass die Durchsetzung des Einwanderungsrechts ausschlie\u00dflich Aufgabe der zust\u00e4ndigen staatlichen Beh\u00f6rden sei. &#8222;Fremdenfeindlichkeit, Afrophobie oder jede andere Form der Intoleranz&#8220; h\u00e4tten in S\u00fcdafrika &#8222;keinen Platz&#8220;, erkl\u00e4rte er.<\/p>\n<p>Pretoria wies den Vorwurf zur\u00fcck, wahllos gegen Ausl\u00e4nder vorzugehen, und k\u00fcndigte an, die Verantwortlichen f\u00fcr Gewalttaten strafrechtlich zu verfolgen. Zudem richtete die Regierung in Musina nahe der Grenze zu Simbabwe vor\u00fcbergehend ein Zentrum ein, um die stark gestiegene Zahl der R\u00fcckkehrer abzufertigen. Justizministerin Kubayi zufolge wurden dort am arbeitsreichsten Tag im Juli mehr als 4.000 Menschen erfasst. Im August waren es dagegen nur noch 58, woraufhin das Zentrum geschlossen wurde.<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema <\/strong>\u2013\u00a0<a href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/afrika\/287568-afrikanische-union-will-sich-mit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Afrikanische Union will sich mit kontinentweiter Migration befassen<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v7cpmpc\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>S\u00fcdafrika hat innerhalb von etwas mehr als zwei Monaten die Abschiebung oder R\u00fcckf\u00fchrung von 86.596 ausl\u00e4ndischen Staatsangeh\u00f6rigen bearbeitet. Dies gab die Regierung vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen wegen irregul\u00e4rer Migration bekannt. 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