{"id":22069,"date":"2026-09-11T09:03:38","date_gmt":"2026-09-11T07:03:38","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/medienkritik\/das-zweite-betriebssystem-der-macht-teil-2-von-michael-hollister\/"},"modified":"2026-09-11T09:03:38","modified_gmt":"2026-09-11T07:03:38","slug":"das-zweite-betriebssystem-der-macht-teil-2-von-michael-hollister","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/medienkritik\/das-zweite-betriebssystem-der-macht-teil-2-von-michael-hollister\/","title":{"rendered":"Das zweite Betriebssystem der Macht (Teil 2) | Von Michael Hollister"},"content":{"rendered":"<div>\n<p><strong>Wer das Betriebssystem besitzt<\/strong><\/p>\n<p><strong>Der Staat, der digitale Souver\u00e4nit\u00e4t zum Leitbegriff erhoben hat, ist zugleich der verl\u00e4sslichste Geldgeber des Konzerns, dessen Software diese Souver\u00e4nit\u00e4t infrage stellt. Der zweite Teil folgt dem Geld: dem Gesch\u00e4ftsmodell hinter den eingebetteten Ingenieuren, dem operativen Lock-in, aus dem kein Vertrag mehr herausf\u00fchrt, und der Parallele zu BlackRocks Aladdin. Er zeigt, wie parlamentarische Kontrolle genau dort leerl\u00e4uft, wo die Antworten z\u00e4hlen \u2013 und warum der gefeierte europ\u00e4ische Weg \u00fcber ChapsVision und rola das Grundproblem nicht l\u00f6st, sondern unter neuer Flagge wiederholt.<\/strong><\/p>\n<p><em>Ein Meinungsbeitrag von <strong>Michael Hollister<\/strong>.<\/em><\/p>\n<p><strong>Das Gesch\u00e4ft, der Lock-in und die Frage, wer den Schalter f\u00fchrt<\/strong><\/p>\n<p>Ausgerechnet der Staat ist der verl\u00e4sslichste Geldgeber jenes Konzerns, dessen Software die vielbeschworene digitale Souver\u00e4nit\u00e4t infrage stellt. Allein im zweiten Quartal 2026 \u00fcberwiesen Regierungsstellen der Vereinigten Staaten 809 Millionen Dollar an Palantir \u2013 in drei Monaten, und um 90 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Gesamtumsatz stieg im selben Quartal um 93 Prozent auf 1,935 Milliarden Dollar, der Nettogewinn kletterte von 327 Millionen auf 1,06 Milliarden Dollar, und der Konzern hob seine Jahresprognose auf mehr als acht Milliarden Dollar an. Das Regierungsgesch\u00e4ft ist der \u00e4lteste Teil dieses Unternehmens, der Anker, um den herum alles andere gewachsen ist. Es ist auch der Teil, der eine einfache Wahrheit sichtbar macht: Wer ein Betriebssystem f\u00fcr seine sensibelsten Aufgaben bezieht, zahlt nicht einmal, sondern dauerhaft.<\/p>\n<p>Der Markt hat aus dieser Dauerhaftigkeit eine Wette gemacht, deren Einsatz schwindelt. Anfang September 2026 notierte die Aktie bei rund 183 Dollar, die Marktkapitalisierung lag zwischen 430 und 440 Milliarden Dollar \u2013 ungef\u00e4hr das Vierundf\u00fcnfzigfache des f\u00fcr das laufende Jahr erwarteten Umsatzes und ein Kurs-Gewinn-Verh\u00e4ltnis jenseits von 140. Getragen wird diese Bewertung von rund 4.400 Mitarbeitern. Der Investor Michael Burry, durch seine Wette gegen den US-Hypothekenmarkt von 2008 bekannt geworden, hat seine Leerverkaufsposition gegen Palantir Anfang September erneuert und spricht von einer Blase; wenige Tage sp\u00e4ter trieb umgekehrt eine erweiterte Allianz mit dem Beratungskonzern PwC den Kurs um sieben Prozent nach oben. Ob die Bewertung \u00fcberzogen oder gerechtfertigt ist, entscheidet dieser Text nicht. Er stellt eine andere Frage.<\/p>\n<p>Denn hinter der Zahl steht eine Struktur. Der erste Teil dieser Analyse hat kartiert, was Palantirs Software in Deutschland tut, wer sie einsetzt und wer sie aus grunds\u00e4tzlichen Erw\u00e4gungen verweigert \u2013 und mit dem amerikanischen CLOUD Act eine Frage ge\u00f6ffnet, die dieser zweite Teil beantwortet. Sie lautet: Wer verdient an diesem Betriebssystem, wem geh\u00f6rt es, und was bedeutet es, wenn ein Staat die Kontrolle \u00fcber einen Teil seiner Dateninfrastruktur an ein b\u00f6rsennotiertes Unternehmen delegiert, dessen Wert gerade davon abh\u00e4ngt, dass niemand mehr davon loskommt? Die Antwort f\u00fchrt \u00fcber das Gesch\u00e4ftsmodell, \u00fcber eine auff\u00e4llige Parallele auf den Finanzm\u00e4rkten, \u00fcber die Grenzen parlamentarischer Kontrolle und schlie\u00dflich zu der Frage, wer vom sogenannten europ\u00e4ischen Weg tats\u00e4chlich profitiert.<\/p>\n<p><strong>Investieren, dann ernten \u2013 wie aus Betreuung Abh\u00e4ngigkeit wird<\/strong><\/p>\n<p>Palantir wurde nach den Anschl\u00e4gen des 11. September 2001 gegr\u00fcndet, aus der Diagnose heraus, dass das Versagen der Nachrichtendienste weniger an fehlenden Daten lag als an der Unf\u00e4higkeit, Informationen \u00fcber zersplitterte Systeme hinweg zusammenzuf\u00fchren. Genau diese Zusammenf\u00fchrung ist bis heute das Produkt \u2013 und sie l\u00e4sst sich nicht von der Stange verkaufen. Palantir liefert seine Software nicht als fertiges Standardprodukt, das eine Beh\u00f6rde installiert und danach allein bedient. Der Konzern schickt Ingenieure in die Institution, die die Plattform an die dortigen Strukturen anpassen, die Daten aus den Quellsystemen importieren und die Umgebung am Laufen halten. In der Branche hei\u00dft dieses Personal \u201eForward Deployed Engineers&#8220;, ein Begriff, den Palantir aus der milit\u00e4rischen Sprache der vorgeschobenen Kr\u00e4fte entlehnt hat. Der erste Teil dieser Serie hat gezeigt, dass genau dieses Betreibermodell f\u00fcr Bundeswehr und Verfassungsschutz zum Ausschlussgrund wurde: Wer das Betriebssystem wartet, hat potenziell Einblick in das, was darauf l\u00e4uft. Betriebswirtschaftlich ist dasselbe Modell der Kern des Gesch\u00e4fts.<\/p>\n<p>Die \u00d6konomie dahinter folgt einem Muster, das Analysten als Investitions- und Erntephase beschreiben. Zu Beginn einer Kundenbeziehung setzt Palantir Ingenieure nahezu zum Selbstkostenpreis ein; die Marge ist gering, der Aufwand hoch. Ist die Plattform aber einmal auf die Arbeitsabl\u00e4ufe der Beh\u00f6rde zugeschnitten, sinkt der Betreuungsbedarf, und aus dem Projektgesch\u00e4ft wird ein hochmargiges Lizenzgesch\u00e4ft. Was in aggregierten Bilanzen zun\u00e4chst nach teurem Sonderweg aussieht, ist in Wahrheit der Aufbau einer Bindung, die sich sp\u00e4ter auszahlt. Die Bindungsrate der Bestandskunden ist entsprechend hoch; im zweiten Quartal 2026 wuchsen die Ausgaben bestehender Kunden gemessen am Vorjahr um 57 Prozent, und der Konzern schloss allein in diesem Quartal 220 Vertr\u00e4ge \u00fcber mindestens eine Million Dollar ab, darunter 73 \u00fcber mehr als zehn Millionen. Was als teures Betreuungsverh\u00e4ltnis beginnt, endet als Strom wiederkehrender Lizenzeinnahmen.<\/p>\n<p>Der entscheidende Punkt ist, worin der Lock-in besteht. Er entsteht nicht in erster Linie durch Vertragsklauseln, sondern durch operative Abh\u00e4ngigkeit. Die Plattform w\u00e4chst in das Betriebsgef\u00fcge der Institution ein. Sie bindet geschulte Mitarbeiter, die in ihren Abl\u00e4ufen ausgebildet sind. Sie erzeugt Datenhistorien und Schnittstellen zu den vorhandenen Quellsystemen, die auf ihre Formate kalibriert sind. Sie pr\u00e4gt die t\u00e4glichen Prozesse von der Auswertung bis zum Bericht. Wo viele Kunden dieselbe Verbesserung brauchen, wandert sie in die gemeinsame Plattform \u2013 aus dem geschotterten Feldweg der Einzell\u00f6sung wird eine asphaltierte Stra\u00dfe, die jedes weitere Projekt schneller macht. Genau diese asphaltierte Stra\u00dfe ist die Ontologie, das digitale Modell aus Personen, Orten und Ereignissen, das der erste Teil beschrieben hat. Je tiefer eine Beh\u00f6rde ihre Arbeit darauf aufbaut, desto teurer und riskanter wird der Abschied.<\/p>\n<p>Bei staatlichen Kunden verst\u00e4rken sich diese Wechselkosten noch. Zu den technischen Barrieren treten Sicherheitsfreigaben, Klassifizierungsstufen und das politische Kapital jener Programmverantwortlichen, die den Einsatz einst durchgesetzt haben. Der f\u00fcnfj\u00e4hrige Vertrag Baden-W\u00fcrttembergs \u00fcber rund 25 Millionen Euro, den der erste Teil dokumentiert hat, enth\u00e4lt keine Ausstiegsklausel \u2013 und das Land zahlte bereits an den Anbieter, w\u00e4hrend die Software noch gar nicht im Einsatz war. Eine Datenmigration weg von der Plattform ist m\u00f6glich, aber sie ist ein Gro\u00dfprojekt: Sie erfordert, ein System zu ersetzen, das inzwischen bestimmt, wie die Beh\u00f6rde arbeitet.<\/p>\n<p>Es geh\u00f6rt zur Redlichkeit, die Gegenstimmen zu diesem Modell zu benennen, denn sie kommen aus der Branche selbst. Charlie Gottdiener, Vorstandschef des Softwareanbieters Anaplan, h\u00e4lt das Modell der eingebetteten Ingenieure f\u00fcr ein wirksames Verkaufsinstrument mit schnellen Erfolgen, aber f\u00fcr eine schlechte Langfriststrategie, die zu Kundenbindung und begrenzter Funktionalit\u00e4t f\u00fchre; er erwartet seinen Niedergang. Andere Beobachter verteidigen den Ansatz: Die hohen Wechselkosten seien kein bewusster Fallenbau, sondern die nat\u00fcrliche Folge davon, dass Software tief in reale Prozesse eingreife, und ein sauber aufgesetzter Vertrag k\u00f6nne sie begrenzen \u2013 wenn die Beh\u00f6rde den Code, die Pr\u00fcfdatens\u00e4tze und die Betriebshandb\u00fccher selbst besitzt und offene Standards nutzt. Bemerkenswert ist zudem, dass das Modell inzwischen kopiert wird: Der Cloud-Konzern Amazon steckte 2026 eine Milliarde Dollar in eingebettete Ingenieurteams, und auch andere Anbieter k\u00fcnstlicher Intelligenz \u00fcbernehmen es. Der Lock-in ist damit keine Besonderheit Palantirs, sondern die Logik einer ganzen Klasse von Infrastrukturanbietern \u2013 was ihn nicht kleiner macht, sondern gr\u00f6\u00dfer.<\/p>\n<p><strong>Zwei Betriebssysteme, ein Muster<\/strong><\/p>\n<p>Diese Logik ist nicht neu. Eine fr\u00fchere Analyse dieser Reihe hat sie an einem anderen Ort seziert: bei Aladdin, der Technologieplattform des Verm\u00f6gensverwalters BlackRock, die zum Betriebssystem der Finanzm\u00e4rkte geworden ist. BlackRock verwaltet rund 14 Billionen Dollar an Verm\u00f6genswerten, mehr als jedes andere Unternehmen der Welt; die Technologiesparte, zu der Aladdin geh\u00f6rt, setzte 2025 etwa zwei Milliarden Dollar um, ein Viertel mehr als im Vorjahr. Doch die eigentliche Reichweite liegt au\u00dferhalb des Konzerns: \u00dcber tausend Organisationen weltweit \u2013 Pensionsfonds, Versicherer, Zentralbanken, konkurrierende Verm\u00f6gensverwalter \u2013 betreiben ihre Investmentprozesse auf derselben Plattform, mit einer Bindungsrate von 98 Prozent \u00fcber drei Jahre. Palantir ist das zweite dieser privaten Betriebssysteme der Macht, und der Vergleich sch\u00e4rft den Blick f\u00fcr beide \u2013 gerade weil ihre Unterschiede so gro\u00df sind wie ihre Gemeinsamkeiten.<\/p>\n<p>Die Gemeinsamkeiten liegen in der Architektur. Beide Systeme f\u00fchren zusammen, was zuvor getrennt lag: Palantir verkn\u00fcpft polizeiliche Vorgangs-, Kommunikations- und Registerdaten, Aladdin verkn\u00fcpft Portfolios, Verbindlichkeiten und Derivate. Beide legen \u00fcber die Rohdaten ein Modell der Wirklichkeit \u2013 bei Palantir die Ontologie aus Personen, Orten und Ereignissen, bei Aladdin die Risikoarchitektur, die BlackRock als \u201eWhole Portfolio&#8220;-System vermarktet. Beide erzeugen einen Lock-in, der nicht vertraglich, sondern operativ ist: Eine Aladdin-Einf\u00fchrung dauert Jahre, bindet geschulte Mitarbeiter und erzeugt Datenhistorien, die sich nicht ohne Weiteres migrieren lassen. Als die Schweizer Gro\u00dfbank UBS im Juli 2025 einen von der \u00fcbernommenen Credit Suisse geerbten Aladdin-Vertrag k\u00fcndigte, musste sie Hunderte Fonds auf hauseigene Systeme migrieren \u2013 der seltene Beweis, dass ein Ausstieg m\u00f6glich, aber schwer ist. Und beide sind Blackboxen: Weder Palantirs Algorithmen noch Aladdins Risikomodelle liegen f\u00fcr die Nutzer offen.<\/p>\n<p>Am auff\u00e4lligsten ist, dass alle drei sich in verwandten Begriffen beschreiben. Das Bundesverfassungsgericht bezeichnete Palantirs Gotham in seiner englischen Urteilsfassung als \u201eoperating system&#8220;. BlackRock nennt Aladdin die \u201ezentrale Sprache des gesamten Portfolios&#8220;. Und die europ\u00e4ische Alternative, auf die dieser Text noch zu sprechen kommt, vermarktet sich selbst als \u201eheterogeneous data operating system&#8220;. Drei private Betriebssysteme, ein Begriff \u2013 und in jedem Fall die Beschreibung einer Schicht, die nicht die Inhalte verwaltet, sondern die Umgebung, in der Inhalte \u00fcberhaupt erst nutzbar werden.<\/p>\n<p>Die Unterschiede sind ebenso wichtig und d\u00fcrfen nicht verwischt werden. Aladdin sitzt in den Finanzm\u00e4rkten; Palantir sitzt im Zwangsapparat des Staates, bei Polizei, Milit\u00e4r und Nachrichtendiensten. Das eine System verarbeitet Geld, das andere verarbeitet Verdacht. Entsprechend unterschiedlich ist die Gefahr, die Kritiker jeweils benennen. Bei Aladdin ist sie systemisch-finanziell: Wenn Hunderte Institutionen ihre Risiken \u00fcber dieselbe Plattform berechnen, k\u00f6nnten sie zu \u00e4hnlichen Schl\u00fcssen gelangen, dieselben blinden Flecken teilen und in der Krise gleichzeitig dieselben Positionen absto\u00dfen. Die britische Finanzaufsicht warnte, der Ausfall eines solchen Systems k\u00f6nne die Marktintegrit\u00e4t besch\u00e4digen; ein kalifornischer Pensionsfonds lehnte Aladdins Risikofunktionen mit Verweis auf die Gefahr von Gruppendenken ab; und Klaus Holse, Vorstandschef des Wettbewerbers SimCorp, berichtete, einige Kunden mieden Aladdin, weil sie nicht in das systemische Risiko eintreten wollten, bei einem einzigen Anbieter zu sein. Bei Palantir dagegen ist die Gefahr grundrechtlich: die Verkn\u00fcpfung von Millionen Datens\u00e4tzen, in die auch Zeugen, Gesch\u00e4digte und Unbeteiligte geraten, wie der erste Teil gezeigt hat. Das eine Risiko trifft Portfolios, das andere trifft Personen.<\/p>\n<p>Beide Konzerne unterliegen US-Recht, doch f\u00fcr Palantir wiegt das schwerer, weil es um die sensibelsten Daten des Staates geht und nicht um Wertpapierbest\u00e4nde. Und die beiden Unternehmen entfalten ihre strukturelle Macht auf verschiedenen Wegen. BlackRock ber\u00e4t seine eigenen Regulierer: 2008 verwaltete es im Auftrag der US-Notenbank rund 130 Milliarden Dollar an toxischen Wertpapieren von Bear Stearns und AIG, 2020 kaufte es f\u00fcr die Fed im Rahmen eines Programms von bis zu 750 Milliarden Dollar Unternehmensanleihen. Palantir entfaltet seine Macht dadurch, dass seine Software quer durch die amerikanische Regierung ausgerollt wird, bis hin zur Zusammenf\u00fchrung staatlicher Datenbest\u00e4nde, die im US-Kongress als Beispiel f\u00fcr die Verschmelzung von B\u00fcrgerprofilen aus getrennten Quellen angef\u00fchrt wurde. Zwei Wege zur selben Stellung: ein privates Unternehmen, an dem der Staat nicht mehr vorbeikommt.<\/p>\n<p><strong>Die Kontrolle, die im Parlament leerl\u00e4uft<\/strong><\/p>\n<p>Wo ein privates Betriebssystem so tief in den Staat einw\u00e4chst, m\u00fcsste das Parlament kontrollieren, was dort geschieht. Drei Kleine Anfragen aus dem Jahr 2026 zeigen, wie diese Kontrolle an ihre Grenzen st\u00f6\u00dft \u2013 und die Grenzen liegen nicht am Rand, sondern genau dort, wo die Antworten z\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Die erste Anfrage, gestellt von der Fraktion der AfD und am 23. M\u00e4rz 2026 beantwortet, betraf den m\u00f6glichen Einsatz von Palantir bei Bundespolizei und Bundeskriminalamt. Die Bundesregierung wies zun\u00e4chst die Pr\u00e4misse zur\u00fcck: Eine Entscheidung f\u00fcr eine bestimmte Software sei nicht getroffen. Zu Einzelheiten laufender fachlicher Pr\u00fcfungen und Marktsondierungen \u00e4u\u00dfere sie sich grunds\u00e4tzlich nicht und berief sich dabei auf einen \u201eKernbereich exekutiver Eigenverantwortung&#8220;, der parlamentarisch nicht ausforschbar sei. Die Fragesteller wollten zudem wissen, ob eine solche Software Zugriff auf Gesundheitsdaten aus der elektronischen Patientenakte, auf Melderegister und Verkehrsdaten, auf Reisedaten, Finanztransaktionen und Kommunikation erhalten w\u00fcrde und auf welcher gesetzlichen Grundlage. Die Regierung verwies pauschal auf die geltenden Befugnisse und die noch im Verfahren befindlichen Gesetzentw\u00fcrfe. Aufschlussreich ist eine weitere Nebenantwort: Auf die Frage nach dem quantifizierbaren Nutzen der Software erkl\u00e4rte die Regierung, unabh\u00e4ngige Studien im Sinne der Fragestellung l\u00e4gen ihr nicht vor. Die Exekutive verweigert damit zugleich die Auskunft \u00fcber den Vorgang und r\u00e4umt ein, keinen unabh\u00e4ngigen Beleg f\u00fcr den Nutzen zu besitzen.<\/p>\n<p>Die zweite Anfrage, ebenfalls von der AfD-Fraktion und am 23. April 2026 beantwortet, richtete sich auf den Einsatz von Palantirs Gotham durch deutsche Nachrichtendienste. Sie fragte, ob dabei Daten \u00fcber politisch aktive Personen, \u00fcber deren Familien, \u00fcber Abgeordnete, Journalisten oder Rechtsanw\u00e4lte verarbeitet w\u00fcrden. Die Kernfragen beantwortete die Regierung nicht \u2013 nicht offen und, wie sie ausdr\u00fccklich festhielt, auch nicht in eingestufter Form f\u00fcr die Geheimschutzstelle des Bundestages. Selbst ein geringf\u00fcgiges Risiko des Bekanntwerdens k\u00f6nne nicht hingenommen werden. Bemerkenswert ist der Satz, mit dem sie diese Verweigerung einrahmte: Der Umstand, dass die Antwort verweigert werde, sei \u201eweder als Best\u00e4tigung noch als Verneinung&#8220; des angefragten Sachverhalts zu werten. Immerhin eine Auskunft gab es: In den gemeinsamen Zentren von Polizei und Verfassungsschutz, GETZ und GTAZ, spiele Palantir-Software keine Rolle. Zu verfassungsrechtlichen Bewertungen des Einsatzes durch die Nachrichtendienste erkl\u00e4rte die Regierung, es l\u00e4gen ihr keine vor.<\/p>\n<p>Die dritte Anfrage, gestellt von der Fraktion Die Linke und am 08. Juli 2026 beantwortet, betraf den Kauf der Analysesoftware ArgonOS des franz\u00f6sischen Unternehmens ChapsVision durch das Bundesamt f\u00fcr Verfassungsschutz. Einundzwanzig Unterfragen zielten auf genau die Punkte, die \u00fcber Grundrechte und Kontrolle entscheiden: welche Daten das System verarbeitet, ob der Weg zu seinen Ergebnissen nachvollziehbar und reproduzierbar ist, auf welche Quellen es zugreift, in welcher Umgebung es l\u00e4uft, wo die Daten gespeichert werden, wer die Software wartet, ob an der Testphase auch Personen mitwirkten, die nicht zum Amt geh\u00f6ren, ob der Vertrag direkt mit ChapsVision oder mit dessen deutschem Partner rola zustande kam, ob es ein Ausschreibungsverfahren gab und was der Kauf kostete. Die Antwort war dieselbe wie zuvor: Staatswohl, keine Beantwortung, auch nicht in eingestufter Form f\u00fcr die Geheimschutzstelle. Eine Bekanntgabe w\u00fcrde, so die Begr\u00fcndung, R\u00fcckschl\u00fcsse auf die technischen F\u00e4higkeiten und das Aufkl\u00e4rungspotenzial des Amtes erlauben. Auf die Frage, ob Mitglieder der Bundesregierung Palantir-Aktien hielten, verwies die Regierung darauf, dass Ministerinnen und Minister Verm\u00f6genswerte nicht anzeigen m\u00fcssten und ihr daher keine zentralen Erhebungen vorl\u00e4gen. Und grunds\u00e4tzlich hielt sie fest, sie spreche sich nicht f\u00fcr oder gegen eine bestimmte Software aus, sondern entscheide im Einzelfall; digitale Souver\u00e4nit\u00e4t sei durch Datenhoheit und Transparenz bei jeder L\u00f6sung sicherzustellen.<\/p>\n<p>Drei Anfragen, drei Verweigerungsmechanismen: der Kernbereich exekutiver Eigenverantwortung f\u00fcr laufende Vorg\u00e4nge, das Staatswohl bis hinauf zur Verweigerung selbst gegen\u00fcber der Geheimschutzstelle, und die erkl\u00e4rte Software-Neutralit\u00e4t, die keine Festlegung erkennen l\u00e4sst. Zusammen schlie\u00dfen sie genau die Fragen ab, die \u00fcber die Kontrolle des Betriebssystems entscheiden: welche Daten, wer betreibt, zu welchen Kosten, unter welcher Aufsicht. Das ist kein Skandal mit klarem T\u00e4ter \u2013 die Geheimhaltung nachrichtendienstlicher F\u00e4higkeiten hat gute Gr\u00fcnde. Es ist eine Struktur: Auf der sensibelsten Ebene erf\u00e4hrt das Parlament am wenigsten.<\/p>\n<p><strong>Der europ\u00e4ische Weg und eine Frage, die offenbleibt<\/strong><\/p>\n<p>Die Entscheidung des Verfassungsschutzes f\u00fcr ArgonOS statt Palantir gilt als der europ\u00e4ische Weg \u2013 als R\u00fcckgewinnung von Souver\u00e4nit\u00e4t durch die Wahl eines Anbieters, der nicht dem amerikanischen Recht unterliegt. Wer aber ist das Unternehmen, das diesen Weg verk\u00f6rpert?<\/p>\n<p>ChapsVision wurde Mitte 2019 von Olivier Dellenbach gegr\u00fcndet, einem franz\u00f6sischen Software-Unternehmer. Der Konzern besch\u00e4ftigt nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Mitarbeiter, z\u00e4hlt \u00fcber 2.000 Gro\u00dfkunden, setzte 2024 rund 200 Millionen Euro um und w\u00e4chst wie Palantir durch eine gezielte Folge internationaler Zuk\u00e4ufe. 2021 schuf Dellenbach eine Sparte namens CyberGov, die das System ArgonOS mit k\u00fcnstlicher Intelligenz f\u00fcr die Felder Cybersicherheit, innere Sicherheit, Verteidigung und Nachrichtenwesen b\u00fcndelt. Im Juni 2026 w\u00e4hlte auch der franz\u00f6sische Staat ArgonOS als souver\u00e4ne Datenplattform. Das System selbst tritt an, komplexe, fragmentierte Daten in verwertbare Erkenntnisse zu verwandeln \u2013 dieselbe Aufgabe, die Palantirs Gotham erf\u00fcllt, und, wie erw\u00e4hnt, unter demselben Begriff des Betriebssystems. Der Verfassungsschutz entschied sich f\u00fcr ArgonOS statt Palantir aus einem Motiv, das der erste Teil dokumentiert hat: die Hoheit \u00fcber sensible Datenbest\u00e4nde solle im europ\u00e4ischen Raum verbleiben, die Abh\u00e4ngigkeit von US-Dienstleistern sinken. ChapsVision bewirbt sein System entsprechend als leistungsf\u00e4hige Alternative zu au\u00dfereurop\u00e4ischen Anbietern, die die Kontrolle \u00fcber sensible Daten in Europa halte \u2013 dieselbe Souver\u00e4nit\u00e4tssprache, die auch die deutsche Debatte pr\u00e4gt.<\/p>\n<p>An dieser Stelle liegt ein Mosaikstein, der sorgf\u00e4ltige Behandlung verlangt, weil er leicht zu mehr aufgeladen w\u00fcrde, als dokumentiert ist. Bevor Dellenbach ChapsVision gr\u00fcndete, hatte er 1999 das Unternehmen eFront aufgebaut, einen Spezialisten f\u00fcr die Verwaltung von Private-Equity- und Wagniskapital-Portfolios. In zwanzig Jahren wurde eFront zum globalen Marktf\u00fchrer seines Segments, mit mehr als 850 Mitarbeitern, Kunden in \u00fcber drei\u00dfig L\u00e4ndern und einem Umsatz von \u00fcber 130 Millionen Euro. Im April 2019 verkaufte Dellenbach das Unternehmen &#8211; nach der Angabe der anfragenden Fraktion f\u00fcr 1,3 Milliarden Dollar, nach ChapsVisions eigener Darstellung f\u00fcr \u00fcber 1,5 Milliarden. K\u00e4ufer war BlackRock, das eFront in seine Aladdin-Plattform integrierte und damit den Sprung in die Welt der alternativen Anlagen vollzog, wie die fr\u00fchere Analyse dieser Reihe dokumentiert hat. In genau jenem Jahr 2019 war Friedrich Merz Aufsichtsratsvorsitzender der BlackRock Asset Management Deutschland AG, ein Mandat, das er von 2016 bis M\u00e4rz 2020 innehatte.<\/p>\n<p>Auf diese Konstellation zielte die sechste Frage der Linksfraktion. Sie fragte, ob Merz in seiner damaligen BlackRock-Funktion im Zuge der eFront-\u00dcbernahme Kontakt zu Olivier Dellenbach gehabt habe \u2013 zu dem Mann, der heute ChapsVision f\u00fchrt, dessen System der Verfassungsschutz statt Palantir w\u00e4hlte. Die Bundesregierung enthielt sich einer Stellungnahme mit der Begr\u00fcndung, die Frage betreffe eine fr\u00fchere Funktion des heutigen Bundeskanzlers und unterliege nicht der parlamentarischen Kontrolle.<\/p>\n<p>Was hier dokumentiert ist, ist pr\u00e4zise zu benennen: ein Verkauf, die beteiligten Personen, eine parlamentarische Frage und eine Nicht-Antwort. Was nicht dokumentiert ist, ist ein Kontakt, ein Zusammenhang oder irgendein Einfluss auf die Entscheidung des Verfassungsschutzes, die aus den im ersten Teil beschriebenen Souver\u00e4nit\u00e4tsgr\u00fcnden fiel. Zwischen dem Verkauf von eFront an BlackRock und der Wahl von ArgonOS durch den Verfassungsschutz liegen sieben Jahre und zwei voneinander unabh\u00e4ngige Vorg\u00e4nge; sie \u00fcber eine Person zu verkn\u00fcpfen, \u00fcberschritte die Belegkette.<\/p>\n<p>Der Wert des Mosaiksteins liegt anderswo. Er besteht darin, dass eine gew\u00e4hlte Fraktion eine konkrete Frage gestellt hat und die Regierung sie mit dem Hinweis auf eine \u201efr\u00fchere Funktion&#8220; des Kanzlers unbeantwortet lie\u00df \u2013 womit die Frage nicht ausger\u00e4umt, sondern lediglich stehen gelassen wurde. Der Stein wird neben die anderen gelegt, nicht \u00fcber sie gestellt. F\u00e4higkeit und Struktur sind ein Befund; die Absicht bleibt eine offene Frage, die dieser Text nicht beantwortet und nicht beantworten will.<\/p>\n<p><strong>Souver\u00e4nit\u00e4t als Gesch\u00e4ftsmodell<\/strong><\/p>\n<p>Der europ\u00e4ische Weg ist auch deshalb kein reiner Ausweg aus dem Grundproblem, weil er es strukturell wiederholt. ChapsVision liefert seine Plattform in Deutschland nicht allein. Am 15. Oktober 2025 schloss der Konzern eine strategische Partnerschaft mit der rola Security Solutions GmbH aus Oberhausen, dem deutschen Marktf\u00fchrer f\u00fcr Sicherheits-IT, sowie mit dem IT-Dienstleister SVA. Die Arbeitsteilung ist klar definiert: ChapsVision stellt die technologische Basis und entwickelt die Plattform weiter, rola \u00fcbernimmt die Integration und das Customizing f\u00fcr deutsche Beh\u00f6rden \u2013 zugeschnittene Auswerte-Blueprints, Datenadapter, Schulungen. Das ist, Wort f\u00fcr Wort, dasselbe Betreibermodell, das bei Palantir zum Streitpunkt wurde: ein privater Anbieter, ein eingebetteter Integrationspartner, ein Lock-in \u00fcber das Customizing.<\/p>\n<p>Auch rola tr\u00e4gt eine Geschichte mit sich, die den Souver\u00e4nit\u00e4tsbegriff in ein eigenes Licht r\u00fcckt. Das 1983 in Oberhausen gegr\u00fcndete Unternehmen hat sich auf Informationsmanagement, vernetzte Fallbearbeitung und Datenauswertung f\u00fcr Sicherheitsbeh\u00f6rden spezialisiert; seine Systeme sind bei Polizei, Nachrichtendiensten und Milit\u00e4r im Einsatz. Seit 2014 ist rola eine hundertprozentige Tochter der T-Systems International, die zur teilstaatlichen Deutschen Telekom geh\u00f6rt. T-Systems \u00fcbernahm rola damals ausdr\u00fccklich, um einen Verkauf ins Ausland und den Abfluss von Wissen zu verhindern und, so die damalige Begr\u00fcndung, die \u201etechnologische Souver\u00e4nit\u00e4t&#8220; zu wahren \u2013 im Kontext des polizeilichen Informations- und Analyseverbunds PIAV, f\u00fcr dessen Zentralsystem rola der Wunschkandidat des Bundes war. Das Fachportal Police-IT nennt rola deshalb einen \u201estaatlich geschaffenen Monopolisten&#8220;, eine Zuschreibung, die man kennzeichnen, aber nicht \u00fcbernehmen muss; die n\u00fcchternen Fakten sind, dass rola Marktf\u00fchrer und Telekom-Tochter ist und die Fallbearbeitungssysteme von Bundeskriminalamt und Bundespolizei liefert.<\/p>\n<p>Der Reim ist un\u00fcberh\u00f6rbar. Das Souver\u00e4nit\u00e4tsargument, das 2025 die Wahl von ArgonOS begr\u00fcndet, ist dasselbe, das 2014 den Aufbau eines heimischen Monopols begr\u00fcndet hat. Souver\u00e4nit\u00e4t funktioniert hier auch als Industrie- und Standortpolitik: Sie verschiebt, wer verdient, nicht ob ein privates Betriebssystem verdient. Der amerikanische Anbieter wird durch einen franz\u00f6sischen ersetzt, der von einem deutschen Telekom-Ableger integriert wird &#8211; ein anderes Geflecht von Interessen, aber dieselbe Grundstruktur.<\/p>\n<p>Bleibt die Frage, ob es einen Weg aus dieser Logik \u00fcberhaupt gibt. Er h\u00e4tte einen Namen: P20, das Programm Polizei 20\/20. Es geht zur\u00fcck auf die Saarbr\u00fccker Agenda der Innenministerkonferenz und ist das gemeinsame Vorhaben von Bund und L\u00e4ndern, die zersplitterte polizeiliche IT auf eine einheitliche Informationsarchitektur zu stellen, mit einem gemeinsamen Datenhaus als Herzst\u00fcck, an dem alle zwanzig deutschen Polizeien und rund 320.000 Besch\u00e4ftigte h\u00e4ngen; die wesentlichen Schritte sollen bis 2030 stehen. Erste unter dem Dach von P20 entwickelte Anwendungen sind bereits im Einsatz, von der digitalen Tatort-Dokumentation bis zur Onlinewache \u2013 ein Beleg, dass der Staat eigene Software bauen kann. Die Konferenz der unabh\u00e4ngigen Datenschutzaufsichtsbeh\u00f6rden sieht in P20 die Chance f\u00fcr eine quelloffene, kontrollierbare Alternative zum privaten Betriebssystem; ihr Vorsitzender, der baden-w\u00fcrttembergische Datenschutzbeauftragte Tobias Keber, erkl\u00e4rte, bei richtiger Umsetzung k\u00f6nne das Projekt die Grundrechte wahren und die digitale Souver\u00e4nit\u00e4t st\u00e4rken. Am 29. Januar 2026 forderte die Konferenz einstimmig eine gesetzliche Grundlage f\u00fcr den Betrieb des Datenhauses, dessen Verantwortlichkeiten bislang ungekl\u00e4rt seien. Das Bundeskriminalamt beginnt ab Ende 2026, seine Daten dorthin zu migrieren, und die Regierung betont, P20 setze stark auf Open Source und europ\u00e4ische L\u00f6sungen.<\/p>\n<p>Doch dieselbe Regierung hat in ihren Antworten auf die parlamentarischen Anfragen festgelegt, dass die Analyseschicht \u00fcber dem Datenhaus einem \u201emodularen und hybriden Ansatz&#8220; folgt, der neben Eigenentwicklungen ausdr\u00fccklich auch marktverf\u00fcgbare Kaufprodukte umfassen kann. Damit ist offen, was P20 am Ende wird: die Grundlage einer souver\u00e4nen, quelloffenen L\u00f6sung \u2013 oder eine staatliche H\u00fclle, in die weiterhin ein privates Betriebssystem eingesetzt wird, sei es das amerikanische, sei es das europ\u00e4ische. Diese Frage entscheidet kein Bekenntnis, sondern ein Vergabeverfahren.<\/p>\n<p><strong>Drei Wege, ein offener Ausgang<\/strong><\/p>\n<p>Aus der heutigen Lage lassen sich drei Wege denken. Der erste ist der amerikanische Lock-in: Palantir bleibt \u00fcber den bayerischen Rahmenvertrag der Quasi-Standard, an den weitere L\u00e4nder ohne eigenes Verfahren andocken k\u00f6nnen, und die produkt- und technologieoffene Infrastruktur des Bundes, die der erste Teil beschrieben hat, bleibt trotz aller Vorbehalte Palantir-f\u00e4hig. Der zweite ist die europ\u00e4ische Fragmentierung: ChapsVision und rola sowie nationale Champions in Frankreich und Deutschland teilen den Markt unter dem Banner der Souver\u00e4nit\u00e4t, die Rechtsordnung wechselt von Washington nach Paris und Berlin &#8211; doch das Modell bleibt dasselbe, ein privates Betriebssystem, ein eingebetteter Integrationspartner, eine Bindung \u00fcber Jahre. Der dritte ist die Emanzipation: Das P20-Datenhaus wird zur staatlich kontrollierten, quelloffenen Grundlage, auf der Analysedienste aufsetzen, die keiner fremden Rechtsordnung und keinem b\u00f6rsennotierten Eigent\u00fcmer unterliegen. Welcher Weg sich durchsetzt, ist unentschieden. Die bisherigen Fakten \u2013 der Rahmenvertrag als T\u00fcr\u00f6ffner, die Vertr\u00e4ge ohne Ausstiegsklausel, der ausdr\u00fccklich hybride Zuschnitt von P20 \u2013 neigen den ersten beiden zu.<\/p>\n<p>Der Befund dieses zweiten Teils f\u00e4llt damit n\u00fcchtern aus. Die F\u00e4higkeit ist dokumentiert: die Vernetzung von Millionen Datens\u00e4tzen, die Geschwindigkeit im Ernstfall, die Reichweite eines Konzerns, dessen Regierungsgesch\u00e4ft in einem einzigen Quartal um 90 Prozent w\u00e4chst und dessen B\u00f6rsenwert die Wette verk\u00f6rpert, dass diese Bindung von Dauer ist. Die Absicht dahinter bleibt eine offene Frage. Bemerkenswert ist nicht, dass private Unternehmen ihre Software verkaufen; das ist ihr Gesch\u00e4ft. Bemerkenswert ist, dass ein Staat, der die digitale Souver\u00e4nit\u00e4t zum Leitbegriff erhoben hat, die Kontrolle \u00fcber seine sensibelste Dateninfrastruktur an b\u00f6rsennotierte Unternehmen delegiert, deren Wert davon abh\u00e4ngt, dass niemand mehr von ihrer Plattform loskommt. Ob dieses Betriebssystem amerikanisch ist oder europ\u00e4isch, ver\u00e4ndert die Rechtsordnung, unter der es steht, und die Namen derer, die daran verdienen \u2013 nicht aber die Struktur. Wer das Betriebssystem besitzt, besitzt einen Schalter im Staat.<\/p>\n<p>Und unter beiden Betriebssystemen \u2013 dem f\u00fcr die Finanzm\u00e4rkte wie dem f\u00fcr den Sicherheitsstaat &#8211; liegt eine dritte Schicht, die in den Debatten selten vorkommt: die Cloud-Infrastruktur, auf der sie laufen. Aladdin wandert auf die Rechenzentren von Microsoft und Amazon, Palantirs Plattform verwaltet ihre eigene Auslieferung \u00fcber eine Kontrollschicht, die jede Umgebung erreicht. Wer die Rechenleistung stellt, auf der die Betriebssysteme der Macht laufen, ist die Frage, der der n\u00e4chste Teil dieser Reihe nachgeht.<\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<h3 id=\"anmerkungen-und-quellen\">Anmerkungen und Quellen<\/h3>\n<p><strong>Michael Hollister <\/strong>war sechs Jahre Bundeswehrsoldat (SFOR, KFOR) und blickt hinter die Kulissen milit\u00e4rischer Strategien. Nach 14 Jahren im IT-Security-Bereich analysiert er prim\u00e4rquellenbasiert europ\u00e4ische Militarisierung, westliche Interventionspolitik und geopolitische Machtverschiebungen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf dem asiatischen Raum, insbesondere S\u00fcdostasien, wo er strategische Abh\u00e4ngigkeiten, Einflusszonen und Sicherheitsarchitekturen untersucht. Hollister verbindet operative Innensicht mit kompromissloser Systemkritik \u2013 jenseits des Meinungsjournalismus. Seine Arbeiten erscheinen zweisprachig auf <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"http:\/\/www.michael-hollister.com\/?ref=apolut.net\"><u>www.michael-hollister.com<\/u><\/a> sowie in kritischen Medien im deutsch- und englischsprachigen Raum.<\/p>\n<p><strong>Gerichts-, Gesetzes- und Parlamentsdokumente<\/strong><\/p>\n<p>Deutscher Bundestag, Drucksache 21\/7079 &#8211; Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (Drucksache 21\/6752), Softwareankauf durch das Bundesamt f\u00fcr Verfassungsschutz, 08. Juli 2026: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/21\/070\/2107079.pdf?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/21\/070\/2107079.pdf<\/u><\/a><\/p>\n<p>Deutscher Bundestag, Drucksache 21\/4923 &#8211; Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der AfD (Drucksache 21\/4599), Zum m\u00f6glichen Einsatz der Software der Firma Palantir bei der Bundespolizei und beim Bundeskriminalamt, 23. M\u00e4rz 2026: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/21\/049\/2104923.pdf?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/21\/049\/2104923.pdf<\/u><\/a><\/p>\n<p>Deutscher Bundestag, Drucksache 21\/5625 &#8211; Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der AfD (Drucksache 21\/5119), M\u00f6glicher Einsatz der Datenanalyse-Software Palantir \u201eGotham&#8220; durch deutsche Nachrichtendienste, 23. April 2026: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/21\/056\/2105625.pdf?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/21\/056\/2105625.pdf<\/u><\/a><\/p>\n<p>Bundesverfassungsgericht, Urteil des Ersten Senats vom 16. Februar 2023, 1 BvR 1547\/19 und 1 BvR 2634\/20, englische Fassung (Verwendung des Begriffs operating system): <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.bundesverfassungsgericht.de\/SharedDocs\/Entscheidungen\/EN\/2023\/02\/rs20230216_1bvr154719en.html?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.bundesverfassungsgericht.de\/SharedDocs\/Entscheidungen\/EN\/2023\/02\/rs20230216_1bvr154719en.html<\/u><\/a><\/p>\n<p><strong>Unternehmens- und Finanzdaten<\/strong><\/p>\n<p>Palantir Technologies, Ergebnisbericht zum zweiten Quartal 2026 (Form 8-K, Exhibit 99.1, U.S. Securities and Exchange Commission): <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.sec.gov\/Archives\/edgar\/data\/1321655\/000132165526000039\/a2026q2ex991pressrelease.htm?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.sec.gov\/Archives\/edgar\/data\/1321655\/000132165526000039\/a2026q2ex991pressrelease.htm<\/u><\/a><\/p>\n<p>Palantir Technologies, Investor Relations: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/investors.palantir.com\/?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/investors.palantir.com<\/u><\/a><\/p>\n<p>Macrotrends, Palantir Technologies &#8211; Market Capitalization (Stand September 2026): <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.macrotrends.net\/stocks\/charts\/PLTR\/palantir-technologies\/market-cap?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.macrotrends.net\/stocks\/charts\/PLTR\/palantir-technologies\/market-cap<\/u><\/a><\/p>\n<p>TechTimes, Palantir Q2 2026 Earnings and the Valuation Debate (Bewertung, Kurs-Umsatz-Verh\u00e4ltnis, Short-Position): <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.techtimes.com\/articles\/323175\/20260805\/palantir-q2-2026-earnings-prove-premise-ai-thesis-3b-short-squeeze.htm?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.techtimes.com\/articles\/323175\/20260805\/palantir-q2-2026-earnings-prove-premise-ai-thesis-3b-short-squeeze.htm<\/u><\/a><\/p>\n<p>Michael Burry, erneuerte Short-Position gegen Palantir, September 2026; institutionelle Referenz: tipranks.com, Suchbegriff: Michael Burry Palantir AI FOMO bubble September 2026.<\/p>\n<p><strong>Gesch\u00e4ftsmodell und Lock-in (Forward Deployed Engineers)<\/strong><\/p>\n<p>PitchGrade Research, Palantir&#8217;s Business Model: Government Anchor, Commercial Optionality, and the AI Pivot (Investitions- und Erntephase, Sicherheitsfreigaben als Wechselbarriere): <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/pitchgrade.com\/research\/palantir-business-model?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/pitchgrade.com\/research\/palantir-business-model<\/u><\/a><\/p>\n<p>Progressive Robot, Forward-Deployed Engineering: How Enterprise AI Learns (operative Abh\u00e4ngigkeit, vertragliche Gegenmittel, Amazon-Milliarde), 02. September 2026: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.progressiverobot.com\/2026\/09\/02\/forward-deployed-engineering-how-enterprise-ai-learns\/?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.progressiverobot.com\/2026\/09\/02\/forward-deployed-engineering-how-enterprise-ai-learns\/<\/u><\/a><\/p>\n<p>Forbes (Steve Banker), Palantir And Forward Deployed Engineering: What Should We Believe? (Gegenstimme Charlie Gottdiener, Anaplan), 10. Juli 2026: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.forbes.com\/sites\/stevebanker\/2026\/07\/10\/palantir-and-forward-deployed-engineering-what-should-we-believe\/?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.forbes.com\/sites\/stevebanker\/2026\/07\/10\/palantir-and-forward-deployed-engineering-what-should-we-believe\/<\/u><\/a><\/p>\n<p><strong>ChapsVision, eFront und rola Security Solutions<\/strong><\/p>\n<p>ChapsVision, About Us (Olivier Dellenbach, eFront-Verkauf 2019, CyberGov-Sparte, ArgonOS als heterogeneous data operating system): <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.chapsvision.com\/en-us\/about-us\/?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.chapsvision.com\/en-us\/about-us\/<\/u><\/a><\/p>\n<p>ChapsVision, Pressemitteilung: ChapsVision and rola Security Solutions enter into partnership, 15. Oktober 2025: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.chapsvision.com\/press-release\/chapsvision-and-rola-security-solutions-enter-into-partnership\/?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.chapsvision.com\/press-release\/chapsvision-and-rola-security-solutions-enter-into-partnership\/<\/u><\/a><\/p>\n<p>rola Security Solutions, Pressemitteilung zur strategischen Partnerschaft mit ChapsVision (Arbeitsteilung, Matthias Vianden): <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.rola.com\/de\/insights\/rola-und-chapsvision-schliessen-strategische-partnerschaft-fuer-europaeische-big-data-analyseplattform?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.rola.com\/de\/insights\/rola-und-chapsvision-schliessen-strategische-partnerschaft-fuer-europaeische-big-data-analyseplattform<\/u><\/a><\/p>\n<p>rola Security Solutions, Unternehmensseite (100-Prozent-Tochter der T-Systems International seit 2014): <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.rola.com\/de\/unternehmen?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.rola.com\/de\/unternehmen<\/u><\/a><\/p>\n<p>SVA System Vertrieb Alexander, Pressemitteilung: SVA, rola und ChapsVision starten strategische Partnerschaft f\u00fcr Sicherheitsbeh\u00f6rden in Deutschland: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.sva.de\/de\/news\/sva-rola-und-chapsvision-starten-strategische-partnerschaft-fuer-sicherheitsbehoerden?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.sva.de\/de\/news\/sva-rola-und-chapsvision-starten-strategische-partnerschaft-fuer-sicherheitsbehoerden<\/u><\/a><\/p>\n<p>Police-IT, T-Systems \u00fcbernimmt PIAV-Wunschkandidaten Rola Security Solutions (\u00dcbernahme 2014, technologische Souver\u00e4nit\u00e4t): <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/police-it.net\/piav-rola_security_solutions-uebernahme?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/police-it.net\/piav-rola_security_solutions-uebernahme<\/u><\/a><\/p>\n<p>Police-IT, Rola Security Solutions: Staatlich geschaffener Monopolist: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/police-it.net\/piav-rola-security-solutions-monopol?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/police-it.net\/piav-rola-security-solutions-monopol<\/u><\/a><\/p>\n<p>Intelligent Gov.tech, ChapsVision selected by French State to deploy sovereign Argonos data platform, 19. Juni 2026: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.intelligentgov.tech\/2026\/06\/19\/chapsvision-selected-by-french-state-to-deploy-sovereign-argonos-data-platform\/?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.intelligentgov.tech\/2026\/06\/19\/chapsvision-selected-by-french-state-to-deploy-sovereign-argonos-data-platform\/<\/u><\/a><\/p>\n<p><strong>Programm P20 und Datenschutzaufsicht<\/strong><\/p>\n<p>Bundesministerium des Innern, Programm P20 (Polizei 20\/20): <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.bmi.bund.de\/DE\/themen\/sicherheit\/programm-p20\/programm-p20-node.html?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.bmi.bund.de\/DE\/themen\/sicherheit\/programm-p20\/programm-p20-node.html<\/u><\/a><\/p>\n<p>Bundeskriminalamt, Das Programm Polizei 20\/20: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.bka.de\/DE\/UnsereAufgaben\/Ermittlungsunterstuetzung\/ElektronischeFahndungsInformationssysteme\/Polizei2020\/Polizei2020_node.html?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.bka.de\/DE\/UnsereAufgaben\/Ermittlungsunterstuetzung\/ElektronischeFahndungsInformationssysteme\/Polizei2020\/Polizei2020_node.html<\/u><\/a><\/p>\n<p>Landesbeauftragte f\u00fcr Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen, Datenschutzkonferenz zum Polizeiprojekt P20-Datenhaus (Entschlie\u00dfung vom 29. Januar 2026): <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.ldi.nrw.de\/Polizeiprojekt_P20?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.ldi.nrw.de\/Polizeiprojekt_P20<\/u><\/a><\/p>\n<p>Datenschutzkonferenz, Klare gesetzliche Regelung f\u00fcr das Polizeiprojekt P20-Datenhaus (Tobias Keber, einstimmige Entschlie\u00dfung): <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.datenschutz.de\/datenschutzkonferenz-fordert-klare-gesetzliche-regelung-fuer-das-polizeiprojekt-p20-datenhaus\/?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.datenschutz.de\/datenschutzkonferenz-fordert-klare-gesetzliche-regelung-fuer-das-polizeiprojekt-p20-datenhaus\/<\/u><\/a><\/p>\n<p>ChannelPartner, Polizei setzt k\u00fcnftig auf europ\u00e4ische IT (P20, Open Source, Datenmigration des BKA ab Ende 2026): <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.channelpartner.de\/article\/4172770\/polizei-setzt-kunftig-auf-europaische-it.html?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.channelpartner.de\/article\/4172770\/polizei-setzt-kunftig-auf-europaische-it.html<\/u><\/a><\/p>\n<p><strong>Eigene fr\u00fchere Analysen dieser Reihe<\/strong><\/p>\n<p>Michael Hollister, Das zweite Betriebssystem der Macht &#8211; Wie Palantir Deutschlands Sicherheitsbeh\u00f6rden verbindet und spaltet (Die privaten Betriebssysteme der Macht, Teil 1)<\/p>\n<p>Michael Hollister, Das Betriebssystem der globalen Finanzm\u00e4rkte &#8211; <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.michael-hollister.com\/de\/2026\/07\/31\/das-betriebssystem-der-globalen-finanzmaerkte-wie-blackrocks-aladdin-zur-privaten-infrastruktur-wurde\/?ref=apolut.net\"><u>Wie BlackRocks Aladdin zur privaten Infrastruktur wurde<\/u><\/a> (BlackRock\/Aladdin, Teil 1)<\/p>\n<p>Michael Hollister, <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.michael-hollister.com\/de\/2026\/08\/02\/was-blackrock-an-der-politik-des-kanzlers-verdient\/?ref=apolut.net\"><u>Was BlackRock an der Politik des Kanzlers verdient<\/u><\/a> (BlackRock\/Aladdin, Teil 2)<\/p>\n<p><strong>Michael Hollister <\/strong>\u2013<strong> <\/strong>Alle Rechte vorbehalten. Die Weitergabe, Ver\u00f6ffentlichung oder Nutzung dieses Textes bedarf der ausdr\u00fccklichen schriftlichen Genehmigung des Autors. Bei Interesse an einer Weiterverwendung kontaktieren Sie bitte den Autor \u00fcber <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"http:\/\/www.michael-hollister.com\/?ref=apolut.net\"><u>www.michael-hollister.com<\/u><\/a>.<\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p>Wir danken dem Autor f\u00fcr das Recht zur Ver\u00f6ffentlichung dieses Beitrags.<\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p>Bild: Palantir-Logo auf Stockdiagramm-Hintergrund<br \/>Bildquelle: Below the Sky \/ shutterstock<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div>\n<p><strong>Wer das Betriebssystem besitzt<\/strong><\/p>\n<p><strong>Der Staat, der digitale Souver\u00e4nit\u00e4t zum Leitbegriff erhoben hat, ist zugleich der verl\u00e4sslichste Geldgeber des Konzerns, dessen Software diese Souver\u00e4nit\u00e4t infrage stellt. 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