{"id":22272,"date":"2026-09-12T10:03:20","date_gmt":"2026-09-12T08:03:20","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/wirtschaft\/kartenzahlung-wird-pflicht-was-sich-ab-2027-fuer-kunden-aendert-38237460-html-3\/"},"modified":"2026-09-12T10:03:20","modified_gmt":"2026-09-12T08:03:20","slug":"kartenzahlung-wird-pflicht-was-sich-ab-2027-fuer-kunden-aendert-38237460-html-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wirtschaft\/kartenzahlung-wird-pflicht-was-sich-ab-2027-fuer-kunden-aendert-38237460-html-3\/","title":{"rendered":"Finanzministerium: Schluss mit \u201eCash only\u201c \u2013 L\u00e4den sollen Kartenzahlung akzeptieren m\u00fcssen"},"content":{"rendered":"<div>\n<div>\n<div class=\"rtf-content-wrapper\">\n<p>Nur Bares ist Wahres? Damit soll ab 2027 Schluss sein. Gesch\u00e4fte, Restaurants und Dienstleister sollen ihren Kunden mindestens eine digitale Bezahlm\u00f6glichkeit anbieten m\u00fcssen<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"rtf-content-wrapper\">\n<p>Gesch\u00e4fte, Restaurants und Dienstleister sollen k\u00fcnftig neben Bargeld auch mindestens eine digitale Bezahlm\u00f6glichkeit anbieten m\u00fcssen. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat dazu Eckpunkte vorgelegt, die nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur derzeit mit den anderen Ministerien abgestimmt werden. Die neuen Regeln sollen 2027 umgesetzt werden.<\/p>\n<p>\u00abWir wollen, dass Unternehmen \u00fcberall dort, wo Waren und Dienstleistungen direkt vor Ort bezahlt werden, eine digitale Bezahlm\u00f6glichkeit anbieten\u00bb, hei\u00dft es in den Eckpunkten. Damit wird ein Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag von Union und SPD umgesetzt.<\/p>\n<p>Welches digitale Bezahlverfahren angeboten wird, sollen die Unternehmen grunds\u00e4tzlich selbst entscheiden k\u00f6nnen. Mindestens ein europ\u00e4isches Verfahren m\u00fcsse jedoch akzeptiert werden. Umsatzgrenzen oder zus\u00e4tzliche Geb\u00fchren f\u00fcr Kunden sind nicht vorgesehen.<\/p>\n<h2>Bargeld soll weiterhin akzeptiert werden<\/h2>\n<p>Bargeld soll zugleich weiterhin akzeptiert werden. Ziel sei Wahlfreiheit f\u00fcr die Kunden. Ausnahmen von der Pflicht sind f\u00fcr nichtkommerzielle Organisationen wie Amateursportvereine oder Wohlt\u00e4tigkeitsverb\u00e4nde vorgesehen. Zudem soll gepr\u00fcft werden, ob H\u00e4rtefallregelungen n\u00f6tig sind.<\/p>\n<\/p>\n<p>Das Finanzministerium will den Gesetzentwurf noch in diesem Jahr ins Kabinett bringen. Es begr\u00fcndet die Pl\u00e4ne auch mit dem Kampf gegen Steuerhinterziehung, Geldw\u00e4sche und andere Finanzkriminalit\u00e4t. Digitale Zahlungen w\u00fcrden dokumentiert und seien damit besser nachvollziehbar.<\/p>\n<p>Digitale Zahlungsm\u00f6glichkeiten seien l\u00e4ngst Standard, sagt Jana Schimke, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Deutschen Hotellerie- und Gastronomieverbands (Dehoga). \u201eKunden setzen sie voraus.\u201c Untersuchungen zufolge b\u00f6ten mehr als 90 Prozent der Betriebe bargeldloses Bezahlen an. Schimke warnt jedoch vor Kosten f\u00fcr die Betriebe. \u201eDerzeit bemessen sich Transaktionsgeb\u00fchren prozentual an der H\u00f6he des Zahlungsbetrags.\u201c Vor allem kleine und mittlere Betriebe ben\u00f6tigten ausreichende \u00dcbergangsregelungen f\u00fcr die Umstellung.\u00a0<\/p>\n<h2>Verband beklagt zus\u00e4tzliche B\u00fcrokratie und Kosten<\/h2>\n<p>Im Einzelhandel sto\u00dfen die Pl\u00e4ne auf Kritik. Gesetzliche Vorgaben seien v\u00f6llig unn\u00f6tig, sie schafften nur zus\u00e4tzliche B\u00fcrokratie und Unsicherheiten, sagte Ulrich Binneb\u00f6\u00dfel vom Handelsverband Deutschland (HDE). \u201eDenn eine einzelne Akzeptanz hei\u00dft immer, dass die ganze Bandbreite an Karten akzeptiert werden muss.\u00a0Ansonsten entstehen komplizierte Kundengespr\u00e4che, die \u00c4rger machen, sowie Zeit und Geld kosten.\u201c F\u00fcr H\u00e4ndler entst\u00fcnden zus\u00e4tzliche Kosten. Der Verband fordert deshalb eine M\u00f6glichkeit, Kartengeb\u00fchren an Kunden weitergeben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Im deutschen Einzelhandel ging der Trend zuletzt zum bargeldlosen Bezahlen. Nach Angaben des Handelsforschungsinstituts EHI entfielen im vergangenen Jahr 32,3 Prozent des Umsatzes noch auf Barzahlungen und 65,1 Prozent auf Kartenzahlungen. Der Rest entfiel unter anderem auf Rechnungszahlungen, \u00dcberweisungen, Ratenk\u00e4ufe und Gutscheine. Bei der Zahl der Transaktionen lag das Bargeld mit 50,5 Prozent noch knapp vor der Karte, die bei 48,1 Prozent der Eink\u00e4ufe genutzt wird. Der Abstand ist in den vergangenen Jahren immer kleiner geworden. Dazu tr\u00e4gt auch bei, dass Kunden h\u00e4ufiger mit Smartphone oder Smartwatch bezahlen.<\/p>\n<\/p>\n<h2>Experte: Wahlfreiheit macht Sinn<\/h2>\n<p>W\u00e4hrend der Pandemie habe sich ein Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung an die bargeldlose Bezahlung gew\u00f6hnt, sagt Kai Hudetz vom Handelsforschungsinstitut IFH K\u00f6ln. \u00abBargeldlose Bezahlm\u00f6glichkeiten sind im Handel l\u00e4ngst kein Zusatzangebot mehr, sondern werden von vielen Konsumentinnen und Konsumenten als Standard erwartet.\u00bb Dennoch sei Bargeld vor allem bei \u00e4lteren Menschen h\u00e4ufig weiterhin das bevorzugte Zahlungsmittel. \u201eInsofern macht die Wahlfreiheit absolut Sinn\u201c, so Hudetz.<\/p>\n<p>Der Verbraucherzentrale Bundesverband \u00e4u\u00dferte sich positiv zu den Pl\u00e4nen. \u201eVerbraucherinnen und Verbraucher wollen selbst bestimmen, ob sie mit Karte, Smartphone oder Bargeld bezahlen\u201c, sagte Vorst\u00e4ndin Ramona Pop. Akzeptanzpflichten f\u00fcr H\u00e4ndler und Gastronomie st\u00e4rkten die Wahlfreiheit.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div>Nur Bares ist Wahres? Damit soll ab 2027 Schluss sein. Gesch\u00e4fte, Restaurants und Dienstleister sollen ihren Kunden mindestens eine digitale Bezahlm\u00f6glichkeit anbieten m\u00fcssen  \u00a0<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":4846,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_gspb_post_css":"","_uag_custom_page_level_css":"","fifu_image_url":"","fifu_image_alt":"","footnotes":""},"categories":[15],"tags":[],"class_list":["post-22272","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-wirtschaft"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":8}},"uagb_featured_image_src":{"full":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/i2.wp.com\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/RSS-Hintergrund.jpg?w=1920&fit=1920,1080&ssl=1",1920,1080,true],"thumbnail":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/i2.wp.com\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/RSS-Hintergrund.jpg?w=150&resize=150,150&ssl=1",150,150,true],"medium":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/i2.wp.com\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/RSS-Hintergrund.jpg?w=300&fit=300,300&ssl=1",300,300,true],"medium_large":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/i2.wp.com\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/RSS-Hintergrund.jpg?w=768&resize=768,0&ssl=1",768,0,true],"large":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/i2.wp.com\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/RSS-Hintergrund.jpg?w=1024&fit=1024,1024&ssl=1",1024,1024,true],"1536x1536":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/i2.wp.com\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/RSS-Hintergrund.jpg?w=1536&fit=1536,1536&ssl=1",1536,1536,true],"2048x2048":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/i2.wp.com\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/RSS-Hintergrund.jpg?w=2048&fit=2048,2048&ssl=1",2048,2048,true],"trp-custom-language-flag":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/i2.wp.com\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/RSS-Hintergrund.jpg?w=18&fit=18,12&ssl=1",18,12,true]},"uagb_author_info":{"display_name":"admin","author_link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/author\/admin\/"},"uagb_comment_info":0,"uagb_excerpt":"Nur Bares ist Wahres? Damit soll ab 2027 Schluss sein. Gesch\u00e4fte, Restaurants und Dienstleister sollen ihren Kunden mindestens eine digitale Bezahlm\u00f6glichkeit anbieten m\u00fcssen \u00a0","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22272","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22272"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22272\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4846"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22272"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22272"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22272"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}