{"id":22400,"date":"2026-09-13T17:04:09","date_gmt":"2026-09-13T15:04:09","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/trump-irritiert-bei-irland-besuch-mit-wiedervereinigungswuenschen\/"},"modified":"2026-09-13T17:04:09","modified_gmt":"2026-09-13T15:04:09","slug":"trump-irritiert-bei-irland-besuch-mit-wiedervereinigungswuenschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/trump-irritiert-bei-irland-besuch-mit-wiedervereinigungswuenschen\/","title":{"rendered":"Trump irritiert bei Irland-Besuch mit Wiedervereinigungsw\u00fcnschen"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Die \u00c4u\u00dferungen von US-Pr\u00e4sident Trump bez\u00fcglich der M\u00f6glichkeit einer bald bevorstehenden Wiedervereinigung Irlands haben nicht nur bei seinen irischen Gastgebern f\u00fcr Aufruhr gesorgt. Die Atlantik-Insel im Nordwesten Europas ist bekanntlich seit den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts zwischen dem Vereinigten K\u00f6nigreich und der Republik Irland geteilt.<\/p>\n<p>Bis ins 21. Jahrhundert hinein zogen sich die gewaltt\u00e4tigen Auseinandersetzungen im britischen Nordosten hin, bis die IRA im Jahr 2005 den bewaffneten Kampf f\u00fcr beendet erkl\u00e4rte. Doch noch immer ist eine m\u00f6gliche Wiedervereinigung der beiden Inselh\u00e4lften ein heikles Thema. Dies sollte auch Donald Trump zu sp\u00fcren bekommen.<\/p>\n<p>Einer Meldung der <em>Deutschen Presse-Agentur<\/em> zufolge hatte Trump am Samstag anl\u00e4sslich eines Treffens mit dem irischen Regierungschef Miche\u00e1l Martin in Dublin bez\u00fcglich Irland erkl\u00e4rt: &#8222;Ich w\u00fcrde es sehr gern vereint sehen.&#8220; Da es ohnehin irgendwann dazu kommen werde, k\u00f6nne es genauso gut jetzt passieren, meinte der US-Pr\u00e4sident.\u00a0Er habe Freunde auf beiden Seiten, die gro\u00dfartige Menschen seien: &#8222;Es sind Iren, wie k\u00f6nnte das etwas Schlechtes sein?&#8220;<\/p>\n<p>Premierminister Miche\u00e1l Martin sei genau der richtige Mann f\u00fcr die Verwirklichung dieser Pl\u00e4ne, bei denen allerdings auch das Vereinigte K\u00f6nigreich etwas mitzureden habe. Sp\u00e4ter legte Trump noch nach und bekr\u00e4ftigte seine Haltung mit den Worten, eine Wiedervereinigung der Insel w\u00e4re eine &#8222;ziemlich coole Sache&#8220;.<\/p>\n<p>Die Einmischung Trumps stie\u00df auf ein gemischtes Echo. Mary Lou McDonald, Vorsitzende von Sinn F\u00e9in, einer Partei, die sich sowohl in Irland als auch in Nordirland f\u00fcr die Wiedervereinigung der Insel engagiert, <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/x.com\/MaryLouMcDonald\/status\/2098755187271741556\">nannte<\/a> Trumps Vorsto\u00df &#8222;an der Zeit&#8220;.<\/p>\n<p>Bei den Unionisten in Nordirland, die f\u00fcr einen Verbleib des Inselteils beim Vereinigten K\u00f6nigreich pl\u00e4dieren, erhob sich dagegen Widerspruch. Gavin Robinson, der Vorsitzende der pro-britischen Democratic Unionist Party (DUP),\u00a0<a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/x.com\/GRobinsonDUP\/status\/2098724853075292361\">betonte<\/a>, dass \u00fcber die Zukunft Nordirlands dessen Bev\u00f6lkerung entscheiden werde, nicht Kommentare in London, Dublin oder Washington. Man habe kein Interesse &#8222;an der Zerst\u00f6rung unseres Landes durch einen Anschluss an die Republik Irland&#8220;.<\/p>\n<p>Auch London reagierte reserviert auf Trumps \u00c4u\u00dferungen. Der Nachrichtenagentur <em>Reuters<\/em> zufolge lie\u00df ein Sprecher des britischen Premierministers am Samstag verlautbaren, die Haltung des Premiers bleibe unver\u00e4ndert und die Abspaltung Nordirlands vom Vereinigten K\u00f6nigreich stehe nicht zur Debatte.<\/p>\n<p>Die britische Wohnungsbauministern Angela Rayner betonte am Sonntagmorgen gegen\u00fcber dem britischen Sender <em>Sky News<\/em>, ihre Regierung nehme die G\u00fcltigkeit des Karfreitagsabkommens sehr ernst. Und auch Nordirlandminister Chris Bryant nahm auf der Plattform <em>X <\/em><a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/x.com\/RhonddaBryant\/status\/2098793037119844353\">Bezug<\/a> auf diese im Jahr 1998 geschlossene Vereinbarung.<\/p>\n<p>Dazu schrieb Bryant: &#8222;Falls jemand einen schnellen Auffrischungskurs zu Verfassungsfragen in Nordirland ben\u00f6tigt, h\u00e4nge ich die wichtigsten Teile des Belfast-Abkommens vom Karfreitag an. Ich hoffe, das ist hilfreich.&#8220;<\/p>\n<p>Dabei hob er die Vereinbarungen bez\u00fcglich eines Referendums in Nordirland besonders hervor. Dem Karfreitagsabkommen zufolge darf der jeweilige britische Nordirlandminister nur dann ein Referendum ansetzen, wenn absehbar ist, dass eine Mehrheit der W\u00e4hler f\u00fcr eine Vereinigung mit der Republik Irland stimmen w\u00fcrde. Die nordirische Bev\u00f6lkerung ist in dieser Frage weiterhin tief gespalten.<\/p>\n<p>Nach all der Aufregung war der Sonntag nun dem eigentlichen Zweck von Trumps Irland-Besuch gewidmet, dem Golf-Wettbewerb Irish Open in Doonbeg im County Clare. Der dortige Golfplatz geh\u00f6rt Donald Trump seit dem Jahr 2014.<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong>\u00a0<strong>\u2013<\/strong>\u00a0<a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/de-rt.com\/kurzclips\/video\/167497-marsch-gegen-britische-besatzer-solange\/\">Marsch gegen &#8222;britische Besatzer&#8220;: &#8222;Solange ihr uns unterdr\u00fcckt, werdet ihr die Konsequenzen sp\u00fcren&#8220;<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v7664sk\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die \u00c4u\u00dferungen von US-Pr\u00e4sident Trump bez\u00fcglich der M\u00f6glichkeit einer bald bevorstehenden Wiedervereinigung Irlands haben nicht nur bei seinen irischen Gastgebern f\u00fcr Aufruhr gesorgt. 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