{"id":22419,"date":"2026-09-13T21:04:15","date_gmt":"2026-09-13T19:04:15","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/die-schweiz-um-x-milliarden-falsch-beraten-dafuer-traegt-amherd-den-orden-aus-kiew\/"},"modified":"2026-09-13T21:04:15","modified_gmt":"2026-09-13T19:04:15","slug":"die-schweiz-um-x-milliarden-falsch-beraten-dafuer-traegt-amherd-den-orden-aus-kiew","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/die-schweiz-um-x-milliarden-falsch-beraten-dafuer-traegt-amherd-den-orden-aus-kiew\/","title":{"rendered":"Die Schweiz um X Milliarden &#8222;falsch beraten&#8220; \u2013 daf\u00fcr tr\u00e4gt Amherd den Orden aus Kiew"},"content":{"rendered":"<div>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6aa6cdc948fbef4ad7109cf8.png 850w,\n                https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/cb:ZPmU.dc6\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6aa6cdc948fbef4ad7109cf8.png 1960w,            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6aa6cdc948fbef4ad7109cf8.png 460w,\n              https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/cb:ZPmU.dc6\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6aa6cdc948fbef4ad7109cf8.png 980w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><\/noscript><\/div>\n<\/figure>\n<p>Viola Amherd hinterl\u00e4sst der Schweiz ein schweres F-35-Erbe. 36 amerikanische Kampfjets sollten f\u00fcr rund sechs Milliarden Franken beschafft werden. Gegen\u00fcber Parlament und Bev\u00f6lkerung wurde der Eindruck erweckt, die Schweiz habe sich einen Fixpreis und damit eine verbindliche finanzielle Obergrenze gesichert. Im Vertrag findet sich eine solche pauschale Preisgarantie jedoch nicht. Die Gesch\u00e4ftspr\u00fcfungskommission des Nationalrats r\u00fcgt deshalb die Kommunikation des VBS. Der Begriff &#8222;Fixpreis&#8220; sei gegen\u00fcber Parlament und \u00d6ffentlichkeit zu absolut verwendet worden.<\/p>\n<p>Das Problem ist nicht, dass sich ein R\u00fcstungsgesch\u00e4ft im Nachhinein verteuert. Solche Projekte sind komplex und k\u00f6nnen Risiken enthalten. Das Problem liegt tiefer. Die politische F\u00fchrung vermittelte Sicherheit, obwohl der Vertrag diese Sicherheit nicht hergab. Amherd war damals nicht irgendeine Beobachterin. Sie stand an der Spitze des VBS und trug damit die politische Verantwortung f\u00fcr die Beschaffung. Trotzdem hatte sie den Vertrag nicht vollst\u00e4ndig gelesen. Gleichzeitig wurde der Fixpreis gegen\u00fcber Parlament und \u00d6ffentlichkeit mit gro\u00dfer Sicherheit vertreten.<\/p>\n<p>Noch schwerer wiegt der zeitliche Ablauf. Bereits 2024 gab es innerhalb des VBS Hinweise auf Mehrkosten. Amherd war dar\u00fcber informiert. Der Gesamtbundesrat wurde jedoch erst sp\u00e4ter umfassend \u00fcber die finanziellen Risiken informiert. Inzwischen kann die Rechnung f\u00fcr die Schweiz deutlich h\u00f6her ausfallen als urspr\u00fcnglich vermittelt. Aus dem vermeintlich abgesicherten Milliardenkauf ist ein politisches und finanzielles Problem geworden, f\u00fcr das heute andere die Erkl\u00e4rungen liefern m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Amherd war dabei nicht allein. Auch der damalige Armeechef Thomas S\u00fcssli verbreitete \u00f6ffentlich die Fixpreis-Darstellung und erkl\u00e4rte 2025 im Radio, f\u00fcr die Schweiz sei klar, dass es sich um einen Fixpreis-Vertrag handle. Auch diese Aussage l\u00e4sst sich mit dem tats\u00e4chlichen Vertragsinhalt nicht vereinbaren. Damit wurde die Botschaft vom Fixpreis nicht nur aus dem VBS verbreitet, sondern auch vom h\u00f6chsten milit\u00e4rischen Verantwortlichen des Landes gest\u00fctzt.<\/p>\n<p>Als einer der zentralen Schweizer Verantwortlichen f\u00fcr die F-35-Vertr\u00e4ge steht Darko Savic im Zentrum der Aff\u00e4re. Ein junger Mann mit einem Namen, der auf eine Herkunft vom Balkan hindeuten mag, soll f\u00fcr die Schweizer Armee die komplexen Vertr\u00e4ge mit den Amerikanern gepr\u00fcft haben. Bei einem Gesch\u00e4ft von rund sechs Milliarden Franken muss auch die Frage erlaubt sein, wie tiefgreifend die Vertragspr\u00fcfung tats\u00e4chlich war und wie sicher die Verantwortlichen das juristische und technische Fachenglisch der amerikanischen Vertr\u00e4ge beherrschten.<\/p>\n<p>Darko Savic geh\u00f6rte zu denjenigen, die den F-35-Vertrag auf Schweizer Seite besonders genau kannten. Gerade deshalb ist seine weitere Karriere politisch bemerkenswert. Nach seinem Abgang aus dem VBS wechselte Savic zu Pilatus und \u00fcbernahm dort einen Direktorenposten. W\u00e4hrend die Schweiz \u00fcber Mehrkosten in Milliardenh\u00f6he diskutiert, ging seine berufliche Karriere damit ungebremst weiter. Ob Savic pers\u00f6nlich f\u00fcr die heutige Situation verantwortlich ist, muss eine Untersuchung kl\u00e4ren. Der politische Kontrast ist trotzdem kaum zu \u00fcbersehen. Die Schweiz tr\u00e4gt das Risiko, w\u00e4hrend Beteiligte ihre n\u00e4chsten Karriereschritte machen.<\/p>\n<p>Damit steht auch Amherds pers\u00f6nliches politisches Erbe im Zentrum. Es geht nicht darum, ihr vorschnell eine bewusste T\u00e4uschung zu unterstellen. Daf\u00fcr m\u00fcsste nachgewiesen werden, dass sie den tats\u00e4chlichen Vertragsinhalt kannte und die Bev\u00f6lkerung trotzdem absichtlich falsch informierte. Das ist etwas anderes als ein gravierender politischer Fehler. Aber gerade deshalb muss Amherd erkl\u00e4ren, weshalb sie einen Fixpreis vertreten konnte, obwohl dieser vertraglich nicht so abgesichert war, wie es gegen\u00fcber der \u00d6ffentlichkeit dargestellt wurde.<\/p>\n<p>Zu diesem Erbe geh\u00f6rt auch ihre Ukraine-Politik. Amherd positionierte die Schweiz w\u00e4hrend ihrer Amtszeit sicherheitspolitisch deutlich n\u00e4her an Kiew und setzte sich stark f\u00fcr die Zusammenarbeit mit der Ukraine ein. Nach ihrem R\u00fccktritt wurde sie von ukrainischer Seite sogar <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/meinung\/291213-amherd-ex-verteidigungsministerin-schweiz-angelogen\/\">mit einem hohen Verdienstorden ausgezeichnet<\/a>. Der Orden beweist selbstverst\u00e4ndlich nichts \u00fcber den F-35-Deal. Er zeigt aber, wie eng Amherds Name inzwischen mit ihrer sicherheitspolitischen Ausrichtung verbunden ist.<\/p>\n<p>So bleiben am Ende zwei Bilder ihrer Amtszeit. Auf der einen Seite die Verteidigungsministerin, die f\u00fcr eine st\u00e4rkere sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit der Ukraine stand und daf\u00fcr aus Kiew ausgezeichnet wurde. Auf der anderen Seite der F-35-Deal, bei dem der versprochene Fixpreis keiner war, die verantwortliche Bundesr\u00e4tin den Vertrag nicht vollst\u00e4ndig gelesen hatte und die Schweiz heute vor erheblichen finanziellen Risiken steht.<\/p>\n<p>Amherd ist zur\u00fcckgetreten. Damit endet ihre politische Verantwortung nicht automatisch. Die offenen Fragen bleiben bestehen. Es geht darum, wer wann von den Risiken wusste, weshalb der Fixpreis gegen\u00fcber Parlament und \u00d6ffentlichkeit derart absolut dargestellt wurde, weshalb der Bundesrat erst sp\u00e4t informiert wurde und weshalb zentrale Beteiligte ihre politischen und beruflichen Karrieren fortsetzen k\u00f6nnen, w\u00e4hrend am Ende der Steuerzahler f\u00fcr die Folgen geradestehen muss.<\/p>\n<p>Eine bewusste L\u00fcge ist damit nicht bewiesen. Aber ein erheblicher Glaubw\u00fcrdigkeitsverlust ist kaum wegzudiskutieren. Und genau deshalb muss sich Viola Amherd heute mehr gefallen lassen als den Hinweis, sie habe es damals einfach nicht besser gewusst.<\/p>\n<p>Die Rechnung f\u00fcr den F-35 schreibt die Schweiz.\u00a0Den Orden tr\u00e4gt Amherd.<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong>\u00a0\u2013\u00a0<a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/schweiz\/289137-schweizer-lehnen-neutralitaetsinitiative-ab-rt\/\">Schweizer lehnen Neutralit\u00e4tsinitiative in Umfragen ab \u2013 RT DE gewinnt an Aufmerksamkeit<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v7cgwis\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viola Amherd hinterl\u00e4sst der Schweiz ein schweres F-35-Erbe. 36 amerikanische Kampfjets sollten f\u00fcr rund sechs Milliarden Franken beschafft werden. 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