{"id":4562,"date":"2026-05-23T11:12:22","date_gmt":"2026-05-23T09:12:22","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/poli\/eu-kommissar-dombrovskis-keine-rueckkehr-zu-russischem-gas-und-oel\/"},"modified":"2026-05-23T11:12:22","modified_gmt":"2026-05-23T09:12:22","slug":"eu-kommissar-dombrovskis-keine-rueckkehr-zu-russischem-gas-und-oel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/poli\/eu-kommissar-dombrovskis-keine-rueckkehr-zu-russischem-gas-und-oel\/","title":{"rendered":"EU-Kommissar Dombrovskis: Keine R\u00fcckkehr zu russischem Gas und \u00d6l"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Trotz anhaltender Energiekrise, steigender Preise und einer fortschreitenden Deindustrialisierung in Teilen Europas h\u00e4lt die EU an ihrer harten Linie gegen\u00fcber Russland fest. Der f\u00fcr Wirtschaft zust\u00e4ndige EU-Kommissar Valdis Dombrovskis bekr\u00e4ftigte am Freitag, dass die Europ\u00e4ische Union nicht zu russischem Gas oder \u00d6l zur\u00fcckkehren werde. Die Sanktionen sollen weiterhin strikt durchgesetzt werden, einschlie\u00dflich des G7-Preisdeckels f\u00fcr russisches \u00d6l. Der Preisdeckel f\u00fcr \u00d6l aus Russland liegt derzeit bei 44,10 Dollar pro Barrel. Tats\u00e4chlich gehandelt wird russisches \u00d6l allerdings weit jenseits dieser Grenze. Mit dem Beginn des Angriffskriegs der USA und Israels gegen Iran und der damit verbundenen Blockade der Stra\u00dfe von Hormus stieg der Preis f\u00fcr die russische Sorte Urals deutlich an. Der Preis oszilliert um die 100-Dollar-Marke und liegt zeitweise deutlich dar\u00fcber.\u00a0<\/p>\n<p><strong><\/strong>Die Konsequenzen f\u00fcr die B\u00fcrger der EU sind deutlich sp\u00fcrbar und zeigen sich unter anderem in teilweise dramatisch hohen Energiepreisen: Die Haushalte zahlen weiterhin wesentlich mehr f\u00fcr Heizung, Strom und Kraftstoff als vor 2022. In vielen L\u00e4ndern f\u00fchrt dies zu einer Belastung der privaten Budgets, insbesondere f\u00fcr einkommensschwache Familien. Die Kaufkraft sinkt.\u00a0<\/p>\n<p>Energieintensive Branchen wie Chemie, Stahl oder Glas- und Keramik verlagern ihre Produktion ins Ausland oder schr\u00e4nken sie stark ein. Tausende Arbeitspl\u00e4tze gingen bereits verloren, ganze Regionen (z. B. in Deutschland, Italien und Osteuropa) leiden unter Werksschlie\u00dfungen. Die Deindustrialisierung nimmt Fahrt auf.<\/p>\n<p>Die hohen Energiekosten treiben die Gesamtinflation an, schm\u00e4lern die Kaufkraft und belasten vor allem den Mittelstand. Viele B\u00fcrger berichten von Einschr\u00e4nkungen im Alltag, von teureren Lebensmitteln bis hin zu reduziertem Heizen im Winter aufgrund der hohen Kosten.<\/p>\n<p>Das Wachstum in der EU stagniert, w\u00e4hrend L\u00e4nder mit g\u00fcnstigerer Energieversorgung wettbewerbsf\u00e4higer bleiben. Damit zeichnet sich auch ab, dass die EU hinsichtlich der Entwicklungen im Bereich k\u00fcnstlicher Intelligenz abgeh\u00e4ngt wird. Die dazu notwendigen Rechenzentren ben\u00f6tigen gro\u00dfe Mengen Energie, die man sich in der EU nicht leisten kann.\u00a0<\/p>\n<p>Warum h\u00e4lt die EU trotz dieser negativen Folgen an den Sanktionen fest? Offiziell nennt Dombrovskis strategische Gr\u00fcnde: Man wolle Russland nicht durch Energieeinnahmen in die Lage versetzen, seinen Krieg gegen die Ukraine zu finanzieren. Eine Lockerung der Sanktionen w\u00e4re aus Sicht der Kommission &#8222;selbstzerst\u00f6rerisch&#8220;, da sie Russland st\u00e4rken und die Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine untergraben w\u00fcrde. Die Beantwortung der Frage, welche Auswirkungen die Sanktionen auf die russische F\u00e4higkeit zur Kriegsf\u00fchrung haben, f\u00e4llt dabei unter den Tisch, denn sie lautet: keine.\u00a0<\/p>\n<p>Kritiker vermuten, dass der suizidale Kurs der EU vor allem durch ideologische Faktoren erkl\u00e4rt werden kann. Die EU scheint bereit, erhebliche eigene wirtschaftliche Sch\u00e4den in Kauf zu nehmen, um ihre sogenannte &#8222;wertebasierte Au\u00dfenpolitik&#8220; durchzusetzen und transatlantische Einheit zu demonstrieren \u2013 auch wenn die USA nicht erst seit Trump andere Wege gehen.<\/p>\n<p>Manche Beobachter sprechen von einer Art &#8222;strategischer Abh\u00e4ngigkeit&#8220; von gr\u00fcnen Ideologien: Der erzwungene Ausstieg aus russischen fossilen\u00a0Energien\u00a0soll den \u00dcbergang zu erneuerbaren beschleunigen, unabh\u00e4ngig von den realen Kosten und der Verf\u00fcgbarkeit von Alternativen sowie unter Leugnung der h\u00f6heren Umweltbelastung, der durch den Bezug von Fracking-Gas auf dem Seeweg entsteht.<\/p>\n<p>Zudem k\u00f6nnte b\u00fcrokratisches Beharren und politischer Gesichtsverlust eine Rolle spielen: Ein Eingest\u00e4ndnis, dass die Sanktionen Europa mehr schaden als Russland, w\u00fcrde die gesamte bisherige Russland-Politik infrage stellen. Stattdessen setzt man auf &#8222;maximalen Druck&#8220; \u2013 mit der Hoffnung, dass langfristig Russland nachgibt, auch wenn die kurz- und mittelfristigen Opfer vor allem von europ\u00e4ischen B\u00fcrgern und Unternehmen getragen werden. Dass diese Strategie aufgeht, ist zu bezweifeln. Auch die EU kann die gesetzm\u00e4\u00dfigen \u00f6konomischen Zusammenh\u00e4nge nicht au\u00dfer Kraft setzen. F\u00fcr viele B\u00fcrger stellt sich die Frage: Wie viel ist der\u00a0EU das Wohl der eigenen B\u00fcrger eigentlich wert? Was ist\u00a0aus dem von der EU gegebenen Versprechen von wachsendem Wohlstand f\u00fcr alle B\u00fcrger der EU geworden?\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema\u00a0\u2013<\/strong>\u00a0<a href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/inland\/280840-eu-kommission-halbiert-wachstumsprognose-fuer\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">EU-Kommission halbiert Wachstumsprognose f\u00fcr Deutschland \u2013 Deindustrialisierung ist real<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v780hag\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trotz anhaltender Energiekrise, steigender Preise und einer fortschreitenden Deindustrialisierung in Teilen Europas h\u00e4lt die EU an ihrer harten Linie gegen\u00fcber Russland fest. 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