{"id":5183,"date":"2026-05-25T18:17:27","date_gmt":"2026-05-25T16:17:27","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/medienkritik\/die-grossen-lugen-teil-17-corona-xvi-aufarbeitung-ohne-biss-von-uwe-froschauer\/"},"modified":"2026-05-25T18:17:27","modified_gmt":"2026-05-25T16:17:27","slug":"die-grossen-lugen-teil-17-corona-xvi-aufarbeitung-ohne-biss-von-uwe-froschauer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/medienkritik\/die-grossen-lugen-teil-17-corona-xvi-aufarbeitung-ohne-biss-von-uwe-froschauer\/","title":{"rendered":"Die gro\u00dfen L\u00fcgen (Teil 17) \u2013 Corona XVI: Aufarbeitung ohne Biss | Von Uwe Froschauer"},"content":{"rendered":"<div>\n<p><em>Ein Meinungsbeitrag von <strong>Uwe Froschauer<\/strong>.<\/em><\/p>\n<p>Zwischen dem politischen Versprechen der Aufarbeitung und der tats\u00e4chlichen Praxis klafft eine enorme L\u00fccke. W\u00e4hrend Gremien tagen, Protokolle geschrieben und Experten angeh\u00f6rt werden, stellt sich die zentrale Frage: Geht es wirklich um Aufkl\u00e4rung \u2013 oder wieder einmal nur um die Verwaltung der Vergangenheit? Es mangelt den Inszenierenden \u2013 die zu einem Teil auch die Entscheider in der Corona-Zeit waren \u2013 nicht an Themen, sondern an der Bereitschaft, die unbequemen Konsequenzen daraus zu ziehen.<\/p>\n<p><strong>Vermeintlich gro\u00dfer Anspruch \u2013 mangelnde Umsetzung<\/strong><\/p>\n<p>Sechs Jahre nach Beginn der Corona-Plandemie ist die Aufarbeitung scheinbar politisch angekommen. Bundestag, Landtage, Expertenrunden, Anh\u00f6rungen: \u00dcberall wird gesprochen, bilanziert, eingeordnet. Es ist die Zeit der Enquete-Kommissionen.<\/p>\n<p>Auf den ersten Blick wirkt das wie ein Fortschritt, auf den zweiten wie ein vertrautes Muster. Parlamente, die seinerzeit die Coronama\u00dfnahmen initiierten, beauftragen sich selbst mit der Aufarbeitung, damalige Entscheider treten heute als Sachverst\u00e4ndige auf, und zentrale Beh\u00f6rden sagen Termine ab oder nehmen nur selektiv teil. Die Frage, die man in Politikerkreisen offenbar vermeiden m\u00f6chte, lautet: Wird hier wirklich aufgearbeitet \u2013 oder wird hier die Vergangenheit lediglich verwaltet? Bis jetzt: Letzteres.<\/p>\n<p>Die bisherigen Entwicklungen lassen einen klaren Befund zu: Die gegenw\u00e4rtige Form der Aufarbeitung wird nicht an mangelndem Wissen scheitern, sondern an mangelndem Willen zur Konsequenz. Eine Scharade, ein T\u00e4uschungsman\u00f6ver! Manche fordern ein 2.0 der N\u00fcrnberger Prozesse, von dem dieser Beweihr\u00e4ucherungsakt \u201eEnquete-Kommission\u201c meilenweit entfernt ist.<\/p>\n<p><strong>Enquete-Kommissionen: Analyse ohne Risiko<\/strong><\/p>\n<p>Die Enquete-Kommissionen in Bund und L\u00e4ndern haben einen klar definierten Auftrag: Sie sollen die Pandemie analysieren, Lehren ziehen und Empfehlungen f\u00fcr die Zukunft formulieren.<\/p>\n<p>Das klingt erst einmal vern\u00fcnftig. Man sollte sich aber dar\u00fcber im Klaren sein, was diese Gremien im Vergleich zu Untersuchungsaussch\u00fcssen nicht leisten k\u00f6nnen:<\/p>\n<ul>\n<li>Sie f\u00fchren keine Ermittlungen im strafrechtlichen Sinne (Untersuchungsaussch\u00fcsse k\u00f6nnen zumindest zu solchen f\u00fchren)<\/li>\n<li>Sie erzwingen keine vollst\u00e4ndige Aktenoffenlegung<\/li>\n<li>Sie kl\u00e4ren keine individuellen Verantwortlichkeiten<\/li>\n<li>Sie haben keine unmittelbaren Konsequenzen f\u00fcr politisches Fehlverhalten<\/li>\n<\/ul>\n<p>Eine Enquete-Kommission ist ein Instrument der folgelosen Reflexion \u2013 nicht der Rechenschaft.<\/p>\n<p>Darin liegt das Problem. Die Corona-Politik war nicht die Reaktion auf eine Naturkatastrophe, auf ein Virus, das drauf und dran ist, die Weltbev\u00f6lkerung zu vernichten, sondern das Ergebnis konkreter, willentlicher und wissentlicher eliteinstruierter Entscheidungen, die nichts mit der Gesundheit der Bev\u00f6lkerung zu tun hatten, sondern \u2013 ganz im Gegenteil \u2013 den Menschen massiven Schaden zuf\u00fcgten in Form von Schulschlie\u00dfungen, Lockdowns, Impfkampagnen \u2013 auch \u201egegen\u201c Kinder, Zugangsbeschr\u00e4nkungen, Beschr\u00e4nkung der Versammlungsfreiheit, Beschr\u00e4nkung der Bewegungsfreiheit, wirtschaftspolitische Eingriffe und dergleichen. Diese Entscheidungen w\u00e4hrend der Coronadiktatur hatten reale Folgen: gesundheitlich, sozial, wirtschaftlich, psychologisch.<\/p>\n<p>Trotz der menschensch\u00e4digenden \u2013 in meinen Augen \u2013 kriminellen Ma\u00dfnahmen wird ihre Bewertung heute in ein Format \u00fcberf\u00fchrt, das darauf ausgelegt ist, zu relativieren und nicht aufzukl\u00e4ren. Friede, Freude, Eierkuchen!<\/p>\n<p>Wenn ich mir so \u00fcberlege, dass beispielsweise in Sachsen von ruchlosen Entscheidern Vorbereitungen f\u00fcr Internierungen getroffen wurden, also Menschen weggesperrt werden sollten, und die s\u00e4chsische Regierung Quarant\u00e4neverweigerer angeblich in psychiatrische Einrichtungen stecken wollte, wird mir regelrecht \u00fcbel. Hatten wir das nicht schon einmal vor gut 80 Jahren? Mehr hierzu unter <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=2Ltcpw5iIkY&amp;ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=2Ltcpw5iIkY<\/u><\/a>.<\/p>\n<p>Nachfolgend eine diesbez\u00fcgliche Verfahrensanweisung f\u00fcr ein s\u00e4chsisches Krankenhaus, die die Schwere der antidemokratischen und b\u00fcrgerverachtenden Linie der Coronadiktatur beleuchtet:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eVerfahrensanweisung nicht medizinischer Quarant\u00e4ne-Verweigerer Corona positiv oder dringender Verdacht auf Infektion<\/p>\n<p>Mit Erlass vom 08.04.2020 nachmittags beauftragte uns das SMS, 6 Pl\u00e4tze f\u00fcr nicht-medizinische Quarant\u00e4ne-Verweigerer einzurichten und ab dem 09.04.2020 vorzuhalten. Die Unterbringung erfolgt auf der Station A 6\/3 in Einzelzimmern. Die Bewachung erfolgt durch die S\u00e4chsische Polizei, ebenso die \u00dcberstellung. Der Pflegedienst \u00fcbernimmt Aufgaben des Gesundheitsamtes. Der \u00c4rztliche Dienst nimmt die Personen in Empfang und visitiert t\u00e4glich (Details siehe unten)\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Reicht bei einer Best\u00e4tigung solcher Vorf\u00e4lle die Lachnummer \u201eEnquete-Kommission\u201c aus?<\/p>\n<p><strong>Aufarbeitung in Brandenburg, Bund, Sachsen, Th\u00fcringen<\/strong><\/p>\n<p>Ein Blick in die Bundesl\u00e4nder legt die Defizite der aktuellen Aufarbeitung schonungslos offen: fehlende Konsequenz, begrenzte Befugnisse und eine auff\u00e4llige Zur\u00fcckhaltung bei der Frage nach politischer Verantwortung \u2013 die will keiner der Delinquenten dieser Zeit \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p><strong>Brandenburg<\/strong><\/p>\n<p>Die Enquete-Kommission arbeitet auf breiter Basis: soziale und wirtschaftliche Folgen, Auswirkungen auf Bildung und Gesundheitssystem werden behandelt. Kritische Stimmen werden geh\u00f6rt, etwa Datenanalysten wie Marcel Barz. Die Struktur der Enquete-Kommission \u2013 nicht nur in Brandenburg \u2013 verhindert jedoch eine echte Konfrontation. Die Vielfalt der Themen und Stimmen ersetzt nicht die Tiefe der Aufkl\u00e4rung. Was als Offenheit der Mitwirkenden dargestellt wird, ist lediglich ein Nebeneinander von Ansichten \u2013 es war okay, es war nicht okay \u2013 ohne zwingende Konsequenz f\u00fcr die Entscheidungstr\u00e4ger in der Corona-Zeit. Kritische Perspektiven werden zugelassen \u2013 aber sie stehen gleichberechtigt neben Positionen, die das damalige Regierungshandeln rechtfertigen. Eine Kl\u00e4rung findet so nicht statt, sondern ein gleichberechtigtes Nebeneinander. Das Prozedere ist in meinen Augen vergleichbar mit einem Mordprozess, in dem der M\u00f6rder die Richtigkeit seiner Beweggr\u00fcnde vorbringt, und der Richter ihm mitteilt, dass das Gesetz das aber anders sieht, und es letztendlich zu keinem Urteil kommt, Hauptsache man hat einmal dar\u00fcber geredet. Und beide gehen nach diesem Schauprozess wieder ihrer Wege. Vielleicht mordet der M\u00f6rder auch erneut, und tauscht sich dann in einem netten Plausch wieder mit einem Richter aus. Passieren kann ihm ja nichts!<\/p>\n<p>Wenn zentrale Institutionen wie das Robert Koch-Institut sich aus Terminen zur\u00fcckziehen oder ihre Beteiligung begrenzen, verst\u00e4rkt sich diese Schieflage zus\u00e4tzlich: Diejenigen, deren Rolle kritisch beleuchtet werden m\u00fcsste, bestimmen mit, wie intensiv diese Beleuchtung ausf\u00e4llt.<\/p>\n<p>Ein weiterer Punkt: Was n\u00fctzt die M\u00f6glichkeit zur Aufkl\u00e4rung, wenn das Material, auf dem diese Aufkl\u00e4rung basiert, l\u00fcckenhaft oder methodisch fragw\u00fcrdig ist? An diesem Punkt wird deutlich, warum Beitr\u00e4ge von echten Experten wie zum Beispiel Marcel Barz eine zentrale Rolle spielen. Seine Kritik zielt nicht nur auf einzelne politische Entscheidungen, sondern auf das Fundament, auf dem diese Entscheidungen getroffen wurden \u2013 und auf dem sie heute bewertet werden sollen. Selbst dort, wo Untersuchungsaussch\u00fcsse \u2013 wie in Sachsen und Th\u00fcringen \u2013 existieren, sto\u00dfen sie an eine strukturelle Grenze. Sie k\u00f6nnen nur das pr\u00fcfen, was ihnen an Daten zur Verf\u00fcgung steht. Ein Untersuchungsausschuss ist nur so stark wie die Datenbasis, auf der er arbeitet.<\/p>\n<p>So wurde der Wirtschaftsinformatiker Marcel Barz zur 10. Sitzung der Enquete-Kommission am 27. M\u00e4rz 2026 eingeladen, in der es um die Bewertung von Zutrittsbeschr\u00e4nkungen sowie Gesch\u00e4fts- und Gastronomieschlie\u00dfungen ging. Dort brachte er \u2013 neben anderen Sachverst\u00e4ndigen \u2013 eine Perspektive ein, die \u00fcber reine Beschreibung hinausgeht: die Forderung nach einer methodisch sauberen, datenbasierten Aufarbeitung \u201enach Goldstandard\u201c, also nach klaren Kriterien, nachvollziehbaren Datens\u00e4tzen und \u00fcberpr\u00fcfbaren Schlussfolgerungen. Nachfolgend eine Zusammenfassung seiner schriftlichen Stellungnahme, die auch f\u00fcr alle anderen Kommissionen und Aussch\u00fcsse exemplarisch gelten sollte:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eKontakt- und Zutrittsbeschr\u00e4nkungen, Gesch\u00e4fts- und Gastronomieschlie\u00dfungen sowie Ausgangsbeschr\u00e4nkungen \u2013 Effektivit\u00e4t und Folgen\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Enquete-Kommission 8\/1 des Landes Brandenburg<br \/>Sachverst\u00e4ndigenanh\u00f6rung am 27. M\u00e4rz 2026<br \/>Marcel Barz, Wirtschaftsinformatiker<\/p>\n<p>Zusammenfassung<strong> <\/strong>der relativ langen Stellungnahme:<\/p>\n<p>Das Dokument beschreibt methodische Prinzipien und Empfehlungen f\u00fcr eine wissenschaftlich fundierte, quellenbasierte Aufarbeitung der Corona-Ma\u00dfnahmen in Brandenburg, insbesondere im Hinblick auf Kontakt- und Zutrittsbeschr\u00e4nkungen sowie Gesch\u00e4fts- und Gastronomieschlie\u00dfungen, mit Fokus auf Transparenz, Datenhierarchie und Kontrollmechanismen.<\/p>\n<p><strong>Grundprinzipien der Aufarbeitung nach Goldstandard<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Die Corona-Aufarbeitung steht vor einem methodischen Problem: Es gibt widerspr\u00fcchliche Deutungen, obwohl beide Seiten auf \u00e4hnliche Quellen und Studien verweisen. Das Kernproblem ist das Fehlen eines gemeinsamen methodischen Ma\u00dfstabs, um Material objektiv zu ordnen, gewichten und \u00fcberpr\u00fcfbar zu machen. \u200b<\/li>\n<li>Prim\u00e4rquellen wie Protokolle, Lageberichte, interne Dokumente und belastbare Daten sind unverzichtbar, um die tats\u00e4chlichen Entscheidungsgrundlagen nachzuvollziehen. Sekund\u00e4rquellen wie Medienberichte oder Bewertungen d\u00fcrfen diese nicht ersetzen.<\/li>\n<li>Es ist wichtig, zwischen \u201eGummizahlen\u201c (variabel interpretierbare Kennzahlen) und \u201eBetonzahlen\u201c (verl\u00e4ssliche, belastbare Daten wie Krankenhaus- und Sterbedaten) zu unterscheiden. \u200bF\u00fcr tiefgreifende Eingriffe sind Betonzahlen notwendig, da sie die tats\u00e4chliche Belastung des Systems widerspiegeln.<\/li>\n<li>Die zentrale Frage bei der Aufarbeitung lautet: Was war intern bekannt, und wie gro\u00df war die tats\u00e4chliche Krankheitslast? \u200bDabei sind w\u00f6chentliche Sterbedaten besonders relevant, um belastbare Einsch\u00e4tzungen zu treffen. \u200b<\/li>\n<li>Aussagen m\u00fcssen an den urspr\u00fcnglichen Quellen und belastbaren Daten gepr\u00fcft werden. Digitale Methoden und KI erleichtern die Quellenpr\u00fcfung, um Widerspr\u00fcche schnell sichtbar zu machen. \u200b<\/li>\n<li>Der methodische Grundsatz lautet: Erst Aktenarbeit, dann Bewertung; erst Betonzahlen, dann Narrative. \u200bNur so kann eine nachvollziehbare, belastbare Aufarbeitung erfolgen. \u200b<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Prozess- und Entscheidungsrekonstruktion<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>F\u00fcr Brandenburg bedeutet das, den gesamten Entscheidungsweg im M\u00e4rz 2020 l\u00fcckenlos zu rekonstruieren, inklusive Lageeinsch\u00e4tzungen, Krisenstabsprozesse, MPK-Beschl\u00fcsse (MPK = Ministerpr\u00e4sidenten-Konferenzen) und interne Abstimmungsverfahren.<\/li>\n<li>Die Verordnungen vom 17. und 22. M\u00e4rz 2020 sind Endprodukte, aber die eigentliche Analyse muss die vorherigen Dokumente wie Entw\u00fcrfe, E-Mails, Lageberichte und Protokolle umfassen, um die Entscheidungswege nachvollziehen zu k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Die Prim\u00e4rquellenkette reicht bis zu internationalen \u00dcbungen (z.B. Dark Winter, Event 201) und globalen Netzwerken, um die Wissensgrundlage der Entscheidungen zu verstehen.<\/li>\n<li>Besonders wichtig sind die Protokolle der entscheidenden MPK-Sitzungen und der Brandenburger Krisenst\u00e4be, die bisher unvollst\u00e4ndig oder schwer zug\u00e4nglich sind. Die Modellierung des RKI vom 20. M\u00e4rz 2020 ist eine zentrale Quelle, ebenso historische Studien und fr\u00fchere Lagebilder. \u200b<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Kontroll- und Risikoanalyse<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Weitreichende Ma\u00dfnahmen d\u00fcrfen nicht nur auf Prognosen oder Szenarien basieren, sondern m\u00fcssen durch belastbare Outcome-Daten \u00fcberpr\u00fcft werden. \u200bPrognosen sind nur dann legitim, wenn sie laufend mit der Realit\u00e4t abgeglichen werden. \u200b<\/li>\n<li>Die Kontrolle umfasst die Offenlegung der Annahmen, die Analyse der Urheber und Interessen sowie die Bewertung der Folgen der Ma\u00dfnahmen, inklusive gesundheitlicher Sch\u00e4den durch die Ma\u00dfnahmen selbst.<\/li>\n<li>Die Rekonstruktion der Entscheidungswege ist essenziell, um die Rechtfertigung und Tragf\u00e4higkeit der Ma\u00dfnahmen zu bewerten. Dabei sind alle relevanten Dokumente, Entw\u00fcrfe, Abstimmungsvermerke, Lageberichte und Studien zu ber\u00fccksichtigen.<\/li>\n<li>Die Modellrechnung des RKI und historische Studien sind Beispiele f\u00fcr belastbare Quellen, die die tats\u00e4chliche Lage und die Entscheidungsgrundlagen untermauern.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Archivierung und Beweissicherung<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Wo Aufarbeitung heute noch unvollst\u00e4ndig ist, muss systematisch archiviert und gesichert werden, um den Zugriff auf Quellen zu gew\u00e4hrleisten. Insbesondere interne Hinweise und Protokolle, wie das der MPK vom 12. M\u00e4rz 2020, sind kritisch, da sie den entscheidenden Wendepunkt markieren.<\/li>\n<li>B\u00fcrger, Journalisten und Initiativen haben bereits viel Material gesammelt, etwa auf coronaprotokolle.net. Interne Hinweisgeber (Whistleblower) sind essenziell, um Transparenz und vollst\u00e4ndige Dokumentation sicherzustellen. \u200b<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Professionelle Aufarbeitung und Selbstpr\u00fcfung<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Fachleute in der Aufarbeitung m\u00fcssen sich selbstkritisch pr\u00fcfen, ob sie die Quellen und Daten ausreichend kennen und verstehen. Ein Beispiel ist die Arbeit an den RKI-Protokollen, die zeigt, wie politische und wissenschaftliche Einsch\u00e4tzungen auseinanderliefen. \u200b<\/li>\n<li>Gute Vorarbeiten, wie Stellungnahmen von Experten und methodische Orientierungshilfen, erleichtern eine qualifizierte Analyse. Die Arbeit an Prim\u00e4rquellen sollte offen f\u00fcr externe, qualit\u00e4tsvolle Beitr\u00e4ge sein, unabh\u00e4ngig von politischer Zugeh\u00f6rigkeit.<\/li>\n<li>F\u00fcr eine umfassende Aufarbeitung ist eine bundesweite Untersuchung notwendig, um Verantwortlichkeiten und Entscheidungswege vollst\u00e4ndig zu rekonstruieren.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Die Aufarbeitung nach Goldstandard erfordert eine quellenbasierte, widerspruchsoffene, transparente und methodisch strenge Herangehensweise. \u200bNur so kann eine ehrliche, belastbare R\u00fcckschau entstehen, die das Vertrauen der B\u00fcrger in die politische Verantwortlichkeit st\u00e4rkt. \u200b<\/p>\n<p>Dito, Herr Barz, und Hut ab vor Ihrem wahrheitsorientierten Engagement!<\/p>\n<p>Eben diese \u201ebelastbare R\u00fcckschau\u201c, die das Vertrauen der B\u00fcrger in die politische Verantwortlichkeit st\u00e4rkt und Konsequenzen f\u00fcr die Entscheidungstr\u00e4ger hat, ist durch eine selbstbeweihr\u00e4uchernde Enquete-Kommission nicht gegeben. Somit steht zu bef\u00fcrchten, dass in einer \u00e4hnlichen zuk\u00fcnftigen Situation wieder massives Fehlverhalten der Fall sein wird, da es keine sp\u00fcrbaren Konsequenzen nach sich zieht. Der zahnlose Tiger Enquete-Kommission muss f\u00fcr das notwendige kollektive Ged\u00e4chtnis der B\u00fcrger auf Bundes- und L\u00e4nderebene durch eine Untersuchungskommission ersetzt werden.<\/p>\n<p>Deutschland hatte und hat erhebliche Defizite in der Datengrundlage. Die Schwachstellen ergeben sich unter anderem aus einer absolut unzureichenden Vernetzung von Gesundheitsdaten, einer unvollst\u00e4ndigen Erfassung von Nebenwirkungen und einer methodischen Unsicherheit bei zentralen Kennzahlen wie Intensivbetten-Auslastung, Hospitalisierungsrate, Reproduktionszahl oder 7-Tage-Inzidenz. Entschuldigen Sie, wenn ich das so sage, aber: Wir wurden mit diesen zusammengebastelten, nicht den wahren Gegebenheiten entsprechenden, von angeblichen Experten kommunizierten Kennzahlen in der Corona-Zeit regelrecht verarscht!<\/p>\n<p>Diese Defizite in der Datengrundlage haben zwei Konsequenzen: Viele Entscheidungen wurden unter angeblicher Unsicherheit getroffen, und diese Unsicherheit wird heute genutzt, um Verantwortung zu relativieren, obwohl sie in der Corona-Zeit den B\u00fcrgern als Sicherheit verkauft wurde. Wer heute sagt: \u201eWir wussten es damals nicht besser\u201c \u2013 was gr\u00f6\u00dftenteils nachweislich nicht stimmt \u2013 entzieht sich den Fragen: Warum wussten wir es nicht besser? und: Warum wurden kritische Daten oder alternative Analysen nicht systematisch einbezogen? sowie: Warum wurden Meinungen Andersdenkender wie beispielsweise die von Sucharit Bhakdi oder Wolfgang Wodarg nicht einbezogen, sondern diffamiert und diskreditiert?<\/p>\n<p><strong>Enquete-Kommission auf Bundesebene<\/strong><\/p>\n<p>Sie zeigt besonders deutlich die Grenzen dieses Formats, dieses Blendwerks. In den Anh\u00f6rungen stehen sich gegens\u00e4tzliche Positionen gegen\u00fcber:<\/p>\n<ul>\n<li>Regierungsnahe Einsch\u00e4tzungen, die den damaligen Kurs als im Wesentlichen richtig darstellen<\/li>\n<li>Kritische Stimmen, die gravierende Fehlentscheidungen und strukturelle Vers\u00e4umnisse benennen<\/li>\n<\/ul>\n<p>In dieser Gegen\u00fcberstellung wird ein Muster sichtbar, das mit einer notwendigen, aufkl\u00e4renden Debatte nichts zu tun hat. Viele der damaligen Entscheidungstr\u00e4ger argumentieren heute entlang einer Linie, die weniger auf Aufkl\u00e4rung als auf nachtr\u00e4gliche Rechtfertigung hinausl\u00e4uft. Typische Formulierungen lauten:<\/p>\n<ul>\n<li>Man habe \u201enach bestem Wissen und Gewissen\u201c gehandelt<\/li>\n<li>Entscheidungen seien \u201eauf Basis der damals verf\u00fcgbaren Daten\u201c getroffen worden<\/li>\n<li>im internationalen Vergleich sei Deutschland \u201egut durch die Pandemie gekommen\u201c<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Behauptungen entsprechen definitiv nicht der Wahrheit. Die nur durch enormen \u00f6ffentlichen Druck erfolgte Offenlegung der RKI-Protokolle zeigt eindeutig, dass die Entscheidungstr\u00e4ger trotz der bekannten Unwirksamkeit und Sch\u00e4dlichkeit diverser Ma\u00dfnahmen, diese dennoch wissentlich und willentlich gegen das Wohl der B\u00fcrger umgesetzt haben. Die eliteinstruierten Entscheidungstr\u00e4ger folgten einer politischen Agenda und nicht ihrem Auftrag, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden.<\/p>\n<p>Die Behauptung damaliger Entscheidungstr\u00e4ger, Deutschland w\u00e4re \u201egut durch die Pandemie gekommen\u201c ist eine Farce. Diese Aussage ist nicht neutral, sie ist eine Rahmung. Wer mit dieser Pr\u00e4misse arbeitet, stellt nicht mehr die Frage: Was ist schiefgelaufen? sondern: Was lief gut \u2013 und wie k\u00f6nnen wir es beim n\u00e4chsten Mal noch besser machen? Das vermittelt der Bev\u00f6lkerung einen v\u00f6llig falschen Eindruck! Es ging \u00fcberhaupt nicht darum, etwas gut oder weniger gut, richtig oder weniger richtig zu machen, sondern darum, eine Agenda durchzusetzen, koste es was es wolle. Einige haben diese Verfehlungen der Politik mit ihrer nicht mehr intakten Gesundheit oder auch mit ihrem Tod bezahlt. <\/p>\n<p>Eine echte Aufarbeitung m\u00fcsste mit einer offenen Frage beginnen. Die aktuelle Aufarbeitung beginnt jedoch mit der stillen Antwort: Wir sind gut durch die Pandemie gekommen. Das erz\u00e4hlen sie mal den zahlreichen Opfern bewusster \u201eFehlentscheidungen\u201c in der Coronazeit! Und heute lassen genau diese Delinquenten die Opfer im Regen stehen. Einfach widerlich!<\/p>\n<p>Im internationalen Vergleich ist beispielsweise Schweden, das im Gegensatz zu Deutschland keine diktatorischen und unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig freiheitsberaubenden Ma\u00dfnahmen ergriff und eher auf Empfehlungsbasis agierte, wesentlich besser durch die \u201ePandemie\u201c gekommen. Das schwedische Modell wurde seinerzeit von eben diesen Politikern diffamiert und angegriffen, die jetzt feige ihren Kopf aus der Schlinge ziehen wollen.<\/p>\n<p>Zudem ist die \u00dcbersterblichkeit in L\u00e4ndern mit niedriger Impfquote niedriger als in L\u00e4ndern mit hoher Impfquote, was in meinen Augen zweifellos auf die sch\u00e4dliche Wirkung der Impfung hinweist, und damit auf das Fehlverhalten der Entscheidungstr\u00e4ger bez\u00fcglich der verfassungswidrigen einrichtungsbezogenen Impfpflicht und der lange Zeit forcierten allgemeinen Impfpflicht.<\/p>\n<p>Karl Lauterbach erkl\u00e4rte wiederholt, die Impfkampagne sei \u201esehr erfolgreich gewesen\u201c und habe \u201eviele Leben gerettet\u201c. Es darf gelacht werden. Die Zahlen zeigen ohne jeden Zweifel das Gegenteil!<\/p>\n<p>\u00c4hnlich \u00e4u\u00dferte sich Lothar Wieler, der betonte, Entscheidungen seien unter enormem Zeitdruck und mit begrenzten Daten getroffen worden. Diese Darstellung greift jedoch zu kurz. Denn die offengelegten internen Protokolle des Robert Koch-Instituts zeigen, dass zentrale Fragen bereits w\u00e4hrend der Pandemie deutlich differenzierter diskutiert wurden. In den Protokollen wird mehrfach festgehalten, dass die Wirkung einzelner Ma\u00dfnahmen (z. B. Lockdowns, Schulschlie\u00dfungen) nicht eindeutig quantifizierbar war und es keine klare Evidenzbasis f\u00fcr bestimmte Eingriffe gab. <\/p>\n<p>Unsicherheiten \u00fcber die Wirksamkeit einzelner Ma\u00dfnahmen, Diskussionen \u00fcber m\u00f6gliche Kollateralsch\u00e4den und methodische Probleme bei der Datengrundlage waren also bereits w\u00e4hrend der Pandemie bekannt. Die internen Einsch\u00e4tzungen waren dabei meist vorsichtiger und abw\u00e4gender als die \u00f6ffentliche Kommunikation verantwortungsloser Politiker, die vielfach den Eindruck klarer Notwendigkeiten und fehlender Alternativen vermittelte. Es ging nicht nur darum, dass Wissen fehlte. Es ging auch darum, wie mit vorhandenem \u2013 aber unsicherem oder widerspr\u00fcchlichem Wissen umgegangen wurde. Das hei\u00dft, die Unsicherheit war bekannt \u2013 wurde aber politisch meist als Sicherheit kommuniziert.<\/p>\n<p>Angela Merkel hatte bereits w\u00e4hrend der Pandemie den Grundton gesetzt, der heute in der Aufarbeitung fortwirkt: Man habe es mit einer \u201eau\u00dfergew\u00f6hnlichen Notlage\u201c zu tun gehabt, in der schnelles Handeln erforderlich gewesen sei. Humbug, von einer Notlage keine Spur! Es lag bez\u00fcglich der Gef\u00e4hrlichkeit des Virus eine Situation wie die einer \u201enormalen\u201c Grippe vor! Man ist einer politischen Agenda gefolgt, zu dessen Untermauerung menschensch\u00e4digende Entscheidungen getroffen wurden. Die Globalisten und ihre politischen, medialen und wirtschaftlichen Handlanger haben diese Chance erkannt, diese zur Pandemie aufgebauschte Situation f\u00fcr den gro\u00dfen Umbruch, den \u201eGreat Reset\u201c zu nutzen. So sieht es aus, Frau Merkel! Und das wissen Sie!<\/p>\n<p>Diese Argumentationsmuster damaliger Entscheidungstr\u00e4ger entsprechen allesamt nicht der Wahrheit, denn sie verschieben den Fokus, weg von der Frage, ob Entscheidungen richtig oder falsch waren, hin zu der Frage, ob sie unter den damaligen Umst\u00e4nden nachvollziehbar waren. Und diese Entscheidungen sind heute \u2013 nach damaliger bekannter Faktenlage \u2013 weder nachvollziehbar, noch waren sie richtig, was das Wohl der B\u00fcrger angeht! Diese Fehlentscheidungen wurden meines Erachtens \u00fcberwiegend wissentlich und willentlich getroffen.<\/p>\n<p>Wer sich auf den Standpunkt zur\u00fcckzieht, man habe \u201enicht anders handeln k\u00f6nnen\u201c, entzieht sich der weitergehenden Pr\u00fcfung mit Fragen wie:<\/p>\n<ul>\n<li>Welche Alternativen wurden diskutiert \u2013 und warum verworfen?<\/li>\n<li>Welche Daten wurden ignoriert oder zu sp\u00e4t ber\u00fccksichtigt?<\/li>\n<li>Welche Risiken wurden bewusst in Kauf genommen?<\/li>\n<li>Wo wurden Grundrechte unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig eingeschr\u00e4nkt?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Gerade in den Anh\u00f6rungen zeigt sich deshalb ein strukturelles Problem: Diejenigen, die damals entschieden haben, treten heute als Erkl\u00e4rende auf \u2013 nicht als Verantwortliche. Ihre Aussagen sind nachtr\u00e4gliche Plausibilisierungen des damals bereits feststehenden Narrativs, dass die Ma\u00dfnahmen notwendig gewesen seien, dass Fehler, wenn \u00fcberhaupt, unvermeidbar waren, und dass im Gro\u00dfen und Ganzen richtig gehandelt wurde. L\u00e4cherlich!<\/p>\n<p>Die Farce \u201eEnquete-Kommission\u201c dient der rechtfertigenden Darstellung \u2013 nicht der Kl\u00e4rung. Sie wird zu einem Ort, an dem sich politische Verantwortung in Erkl\u00e4rungen aufl\u00f6st, und damit letztlich auch zu einem Ort, an dem die damaligen Entscheidungstr\u00e4ger die M\u00f6glichkeit erhalten, ihre Rolle selbst zu deuten \u2013 ohne dass daraus zwingend Konsequenzen entstehen. Was f\u00fcr ein Sch\u2026!<\/p>\n<p><strong>Sachsen und Th\u00fcringen \u2013 Aufkl\u00e4rung mit begrenzter Reichweite<\/strong><\/p>\n<p>Hier zeigt sich ein wichtiger Unterschied zur Aufarbeitung in Brandenburg. Neben Enquete-Kommissionen existieren Untersuchungsaussch\u00fcsse, das eigentlich relevante Instrument f\u00fcr das kollektive Ged\u00e4chtnis der Gesellschaft in Deutschland.<\/p>\n<p>Denn anders als Enquete-Kommissionen sind Untersuchungsaussch\u00fcsse keine zahnlosen \u201eDiskussionsforen\u201c, auf denen nett miteinander geplaudert wird, sondern Instrumente parlamentarischer Aufkl\u00e4rung mit echter Eingriffstiefe:<\/p>\n<ul>\n<li>Sie untersuchen konkrete Handlungen und Unterlassungen<\/li>\n<li>Sie pr\u00fcfen Rechtsgrundlagen und Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit<\/li>\n<li>Sie k\u00f6nnen Akten anfordern und Zeugen unter Wahrheitspflicht befragen<\/li>\n<li>Sie legen Widerspr\u00fcche offen \u2013 auch gegen politischen Widerstand<\/li>\n<\/ul>\n<p>Damit entsteht \u00fcberhaupt erst der Rahmen, in dem politische Entscheidungen nachtr\u00e4glich \u00fcberpr\u00fcfbar werden. Doch selbst diese sch\u00e4rfere Form der Aufarbeitung hat eine klare Grenze:<\/p>\n<p>Untersuchungsaussch\u00fcsse k\u00f6nnen aufdecken \u2013 aber sie urteilen nicht selbst. Sie sprechen keine Schuldspr\u00fcche und verh\u00e4ngen keine Strafen. Doch sie schaffen die Grundlage daf\u00fcr, dass juristische Konsequenzen \u00fcberhaupt m\u00f6glich werden. Wo Widerspr\u00fcche offengelegt, Vers\u00e4umnisse dokumentiert oder problematische Entscheidungen sichtbar gemacht werden, k\u00f6nnen daraus Ermittlungen entstehen. Anders formuliert: Untersuchungsaussch\u00fcsse ersetzen kein Gericht \u2013 aber sie liefern die Fakten, die ein Gericht \u00fcberhaupt erst besch\u00e4ftigen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Darin liegt seine Bedeutung \u2013 aber auch seine Grenze, weil ein Untersuchungsausschuss nicht unmittelbar zu einer \u2013 in diesem Fall notwendigen \u2013 juristischen Verfolgung f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Aufkl\u00e4rung ohne anschlie\u00dfende Konsequenz bleibt politisch folgenlos \u2013 und ist gesellschaftlich alles andere als befriedigend.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Die aktuelle Entwicklung zeigt eine klare Tendenz: Die Corona-Aufarbeitung bewegt sich in Richtung Dokumentation, nicht in Richtung Konsequenz. Das ist politisch bequem, aber demokratisch unzureichend.<\/p>\n<p>Das eigentliche Problem der aktuellen Aufarbeitung l\u00e4sst sich mit einer doppelten Schieflage erkl\u00e4ren:<\/p>\n<ul>\n<li>In Bundesl\u00e4ndern wie Brandenburg fehlt bereits das Instrument der scharfen parlamentarischen Kontrolle in Form eines Untersuchungsausschusses<\/li>\n<li>In Sachsen und Th\u00fcringen existiert es zwar \u2013 doch es bleibt in seiner Wirkung begrenzt<\/li>\n<\/ul>\n<p>Selbst wenn Widerspr\u00fcche offengelegt, Vers\u00e4umnisse benannt und Fehlentscheidungen sichtbar gemacht werden: Es folgt daraus nicht automatisch eine juristische oder politische Konsequenz. Das ist jedoch entscheidend f\u00fcr das historische Bewusstsein einer Gesellschaft.<\/p>\n<p>Auf der Seite <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/sie_verhoehnen_die_opfer?ref=apolut.net\"><u>Achgut<\/u><\/a> wird aufgezeigt, wie teilweise mit Betroffenen und Kritikern der Coronapolitik umgegangen wird. Hier eine Zusammenfassung:<\/p>\n<p>Der Mediziner Dr. Gunter Frank wirft Teilen des Heidelberger Gemeinderats vor, Kritiker der Corona-Politik gezielt l\u00e4cherlich zu machen. Vertreter vor allem aus Gr\u00fcnen, SPD und Linken w\u00fcrden sich laut Frank einer ernsthaften Aufarbeitung verweigern und stattdessen Andersdenkende verspotten.<\/p>\n<p>In obigem Beitrag auf Achgut.tv spricht Frank von einem unw\u00fcrdigen Umgang mit B\u00fcrgern und Betroffenen. Er erkl\u00e4rt, Kritiker der Corona-Ma\u00dfnahmen w\u00fcrden im Rat regelm\u00e4\u00dfig angep\u00f6belt, ausgelacht und ausgegrenzt, obwohl sie lediglich eine sachliche Aufarbeitung forderten.<\/p>\n<p>Der Vorstand der Initiative f\u00fcr Demokratie und Aufkl\u00e4rung (IDA), Dr. Kay Klapproth, berichtet von \u00e4hnlichen Vorf\u00e4llen. B\u00fcrger seien wiederholt beschimpft worden, wenn sie auf Sch\u00e4den der Corona-Politik oder der Impfkampagne aufmerksam gemacht h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Frank sieht darin ein bewusstes Blockieren der Debatte trotz bekannter interner Probleme. Die inzwischen ver\u00f6ffentlichten Krisenstabprotokolle zeigten seiner Darstellung nach, dass den Verantwortlichen viele Nebenfolgen der Ma\u00dfnahmen fr\u00fch bekannt gewesen seien.<\/p>\n<p>Diese Ausf\u00fchrungen zeigen, dass die Verantwortlichen der Corona-Zeit nicht nur ihren Kopf aus der Schlinge ziehen wollen, sondern sich in ihrer Hybris auch noch lustig \u00fcber Gesch\u00e4digte und Kritiker machen. Miese Charaktere! Sodom und Gomorra!<\/p>\n<p>Durch eine Enquete-Kommission entsteht eine Pseudo-Aufarbeitung, die formal umfassend wirkt \u2013 aber weder institutionell noch inhaltlich die Kraft entfaltet, die notwendig w\u00e4re, um Vertrauen in die Politik und die Entscheidungen ihrer Tr\u00e4ger wiederherzustellen.<\/p>\n<p>Auch viele Mainstreammedien wie ARD und ZDF sollten zur Rechenschaft gezogen werden. Anstatt die verwerflichen politischen Entscheidungen zu kritisieren und eine objektive Meinungsbildung zu unterst\u00fctzen, haben sie einseitig staatliche Ma\u00dfnahmen unterst\u00fctzt, abweichende Meinungen delegitimiert, die einseitige Corona-Debatte moralisch aufgeladen, und manipulativ mitgeholfen, die Spaltung der Gesellschaft zum Beispiel in Kategorien wie Coronama\u00dfnahmen-Bef\u00fcrworter \u2013 selbstverst\u00e4ndlich die \u201eGuten\u201c \u2013 und Coronaleugner \u2013 nat\u00fcrlich die B\u00f6sen \u2013, oder Geimpfte und Ungeimpfte voranzutreiben.<\/p>\n<p>Kritische Perspektiven \u2013 etwa zu Nebenwirkungen, Datengrundlagen oder Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit \u2013 wurden in der Corona-Zeit gar nicht erst aufgegriffen. Mitarbeiter der Medien, die anderer Meinungen waren, wurden mundtot gemacht oder gefeuert. Eine dunkle Epoche der Mediengeschichte! Sch\u00e4mt euch, ihr Redakteure, Journalisten und sonstigen Medienmitarbeiter, die ihr mitgeholfen habt, die Coronadiktatur, diese gesellschaftliche Z\u00e4sur aufrechtzuerhalten.<\/p>\n<p>Aufarbeitung ist nicht nur eine organisatorische oder juristische Frage. Sie ist eine Frage der politischen Kultur. Eine Gesellschaft, die ihre Fehler nicht klar benennt, riskiert, sie zu wiederholen. Eine Politik, die Verantwortung nicht kl\u00e4rt, verliert Vertrauen. Und eine Aufarbeitung, die ohne Konsequenzen bleibt, wird zur Symbolhandlung, und f\u00fchrt zu Ungerechtigkeit.<\/p>\n<p>Die Enquete-Kommission schlie\u00dft ein Kapitel, das nicht wirklich gelesen wurde.<\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<h3 id=\"anmerkungen-und-quellen\">Anmerkungen und Quellen<\/h3>\n<p>Zwei B\u00fccher \u201eDie gro\u00dfen L\u00fcgen\u201c (Themen: Corona, Ukraine, Klima, Sicherheit; Genre politisches Sachbuch) und \u201eReise zum h\u00f6heren Selbst\u201c (Genre Ratgeber) nehme ich gerade in Angriff und sollen demn\u00e4chst ver\u00f6ffentlicht werden. Als Basis f\u00fcr diese B\u00fccher werden bestehende, diesbez\u00fcgliche Artikel von mir herangezogen. Wenn Sie in einem dem Genre entsprechenden Verlag arbeiten \u2013 oder eine entsprechende Person in einem infrage kommenden Verlag kennen, der eines meiner beiden B\u00fccher ver\u00f6ffentlichen k\u00f6nnte, w\u00e4re ich Ihnen f\u00fcr Ihre Hilfe sehr dankbar.<\/p>\n<p>Ende M\u00e4rz und Anfang April 2025 wurden meine beiden B\u00fccher<br \/>\u201e<a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Die-Friedensunt%C3%BCchtigen-Kriegstreiber-Deutschland-Europa\/dp\/B0F3XG6Q8Z\/ref=sr_1_1?__mk_de_&amp;ref=apolut.net\"><u>Die Friedensunt\u00fcchtigen<\/u><\/a>\u201c und \u201e<a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Taumel-Niedergangs-Demokratischer-wirtschaftlicher-Deutschlands\/dp\/B0F32JS87R\/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=3JJ04002EWR69&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.Oj5YLI-ra13Jo1-hO3-QxpjVbqW4Zp-PgBoc_HkFZ0vRUAWpRhr9t_FAukNDd-Kjcz24yajuJ0MGZH2qtGzmxpn7IHu4XH4zz7p1a1MmegCroLWfM0lg0S7-NKT7bzhndp4CWW4gSeOmVn4mEJkRb4EDuTDPcwlTL9C2uagF3SY.y1TkrGl-reGDcZECS28yDUvz5-L9ZR9OorjTu71NTfk&amp;dib_tag=se&amp;keywords=Im+Taumel+des+Niedergangs&amp;qid=1744634000&amp;s=books&amp;sprefix=im+taumel+des+niedergangs,stripbooks,110&amp;sr=1-1&amp;ref=apolut.net\"><u>Im Taumel des Niedergangs<\/u><\/a>\u201c ver\u00f6ffentlicht. Ende September 2024 erschien das Buch \u201e<a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Gef%C3%A4hrliche-Nullen-Kriegstreiber-Elitenvertreter-Deutschlands\/dp\/B0DJ374G6K\/ref=sr_1_2?__mk_de_&amp;ref=apolut.net\"><u>Gef\u00e4hrliche Nullen \u2013 Kriegstreiber und Elitenvertreter<\/u><\/a>\u201c.<\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p>Dank an den Autor f\u00fcr das Recht zur Ver\u00f6ffentlichung dieses Beitrags.<\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p>Bild: Frau in medizinischer Montur h\u00e4lt sich Finger vor den Mund<br \/>Bildquelle: Mix and Match Studio \/ shutterstock<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div>\n<p><em>Ein Meinungsbeitrag von <strong>Uwe Froschauer<\/strong>.<\/em><\/p>\n<p>Zwischen dem politischen Versprechen der Aufarbeitung und der tats\u00e4chlichen Praxis klafft eine enorme L\u00fccke. W\u00e4hrend Gremien tagen, Protokolle geschrieben und Experten angeh\u00f6rt werden, stellt sich die zentrale Frage: Geht es wirklich um Aufkl\u00e4rung \u2013 oder<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":5184,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_gspb_post_css":"","_uag_custom_page_level_css":"","fifu_image_url":"","fifu_image_alt":"","footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"class_list":["post-5183","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-medienkritik"],"blocksy_meta":[],"uagb_featured_image_src":{"full":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Artikel_20260525_Corona_apolut.jpg",1920,1080,false],"thumbnail":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:150\/h:150\/q:mauto\/rt:fill\/g:ce\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Artikel_20260525_Corona_apolut.jpg",150,150,true],"medium":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:300\/h:169\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Artikel_20260525_Corona_apolut.jpg",300,169,true],"medium_large":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:768\/h:432\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Artikel_20260525_Corona_apolut.jpg",768,432,true],"large":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:1024\/h:576\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Artikel_20260525_Corona_apolut.jpg",1024,576,true],"1536x1536":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:1536\/h:864\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Artikel_20260525_Corona_apolut.jpg",1536,864,true],"2048x2048":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Artikel_20260525_Corona_apolut.jpg",1920,1080,false],"trp-custom-language-flag":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:18\/h:10\/q:mauto\/f:best\/dpr:2\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Artikel_20260525_Corona_apolut.jpg",18,10,true]},"uagb_author_info":{"display_name":"admin","author_link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/author\/admin\/"},"uagb_comment_info":0,"uagb_excerpt":"Ein Meinungsbeitrag von Uwe Froschauer.Zwischen dem politischen Versprechen der Aufarbeitung und der tats\u00e4chlichen Praxis klafft eine enorme L\u00fccke. 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