{"id":5193,"date":"2026-05-25T18:18:00","date_gmt":"2026-05-25T16:18:00","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/duma-abgeordneter-wirft-kallas-hysterie-vor-kritik-an-eu-diplomatie-nach-vergeltungsschlag\/"},"modified":"2026-05-25T18:18:00","modified_gmt":"2026-05-25T16:18:00","slug":"duma-abgeordneter-wirft-kallas-hysterie-vor-kritik-an-eu-diplomatie-nach-vergeltungsschlag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/duma-abgeordneter-wirft-kallas-hysterie-vor-kritik-an-eu-diplomatie-nach-vergeltungsschlag\/","title":{"rendered":"Duma-Abgeordneter wirft Kallas &#8222;Hysterie&#8220; vor \u2013 Kritik an EU-Diplomatie nach Vergeltungsschlag"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Die EU-Au\u00dfenbeauftragte Kaja Kallas wurde f\u00fcr ihre \u00c4u\u00dferungen zum russischen Vergeltungsschlag auf milit\u00e4rische Ziele in der Ukraine scharf kritisiert.\u00a0Der Duma-Abgeordnete aus Sewastopol und Mitglied des Ausschusses f\u00fcr internationale Angelegenheiten, Dmitri Belik, bezeichnete ihre Aussagen gegen\u00fcber der Nachrichtenagentur <em>RIA Nowosti<\/em> als &#8222;hysterische Schreie&#8220;.<\/p>\n<p>Zuvor hatte Kallas angek\u00fcndigt, dass die EU-Au\u00dfenminister in der kommenden Woche \u00fcber eine Versch\u00e4rfung des internationalen Drucks auf Russland beraten w\u00fcrden. &#8222;Die einzige Option, die wir haben, ist, den Druck auf Russland weiter zu erh\u00f6hen&#8220;\u00a0sagte Kallas und forderte mehr Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine sowie Vorbereitungen f\u00fcr die Zeit nach dem Krieg.<\/p>\n<p>Belik erkl\u00e4rte dazu: <\/p>\n<p><em>&#8222;Die EU hat keine Hebel, mit denen sie den russischen milit\u00e4risch-politischen Kurs ver\u00e4ndern k\u00f6nnte. Russland wird so lange Vergeltungsschl\u00e4ge durchf\u00fchren, wie es n\u00f6tig ist \u2013 trotz der hysterischen Schreie von Frau Kallas.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Er warf den europ\u00e4ischen Politikern zudem Realit\u00e4tsferne vor:<\/p>\n<p><em>&#8222;F\u00fcr die sich in endlosen Sitzungen verlierenden Europapolitiker w\u00e4re es an der Zeit, sich umzusehen und die reale Lage zur Kenntnis zu nehmen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Solange sich Kallas und ihr &#8222;politisches Get\u00fcmmel&#8220; von der realen Welt abkapselten, sei von Br\u00fcssel kaum Vernunft und rationales Handeln zu erwarten, erkl\u00e4rte er weiter. Die aktuelle Politik der Europ\u00e4ischen Union sei seiner Ansicht nach zunehmend von Russophobie gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Auch aus westlichen Kreisen kam Kritik an der Darstellung der EU-Au\u00dfenbeauftragten. Der Analyst des Zentrums f\u00fcr Grundrechte, Zolt\u00e1n Keszkovich, widersprach Kallas\u2019 Aussagen zum russischen Vergeltungsschlag deutlich. Auf der Plattform X schrieb er:<\/p>\n<p><em>&#8222;Wenn die Russen m\u00f6glichst viele Zivilisten t\u00f6ten wollten, w\u00fcrden sie Oreschnik nicht gegen einen Luftwaffenst\u00fctzpunkt Dutzende Kilometer entfernt, sondern gegen das Zentrum von Kiew einsetzen. Das versteht jeder, der auch nur einen Funken Verstand hat.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Damit stellte er die von Kallas vertretene Bewertung der russischen Angriffe infrage und warf ihr indirekt mangelnde Differenzierung vor.<\/p>\n<p>Ausl\u00f6ser der Debatte war ein Drohnenangriff der ukrainischen Streitkr\u00e4fte auf ein Studentenwohnheim in Starobelsk im Gebiet Lugansk. Nach Angaben lokaler Stellen st\u00fcrzte das Geb\u00e4ude teilweise ein. Es sollen sich 86 Studierende darin befunden haben. Berichtet wurde von 21 Toten und 44 Verletzten. In der N\u00e4he habe sich kein milit\u00e4risches Ziel befunden.<\/p>\n<p>Als Reaktion darauf f\u00fchrte die russische Armee in der Nacht zum 24. Mai einen massiven Vergeltungsschlag gegen milit\u00e4rische Ziele in der Ukraine durch. Dabei wurden nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums unter anderem ballistische Raketen sowie Systeme wie Oreschnik, Kinschal, Iskander und Zirkon eingesetzt. Die Ziele waren demnach milit\u00e4rische F\u00fchrungsstrukturen, Luftwaffenbasen und Einrichtungen der R\u00fcstungsindustrie. Das Ministerium betonte, Angriffe auf die zivile Infrastruktur seien nicht geplant gewesen und h\u00e4tten nicht stattgefunden.<\/p>\n<p>In den vergangenen Tagen stand Kaja Kallas auch in weiteren internationalen Debatten im Fokus. So berichtete <em>Politico,<\/em> dass Mitarbeiter der EU-Kommission ihre Wortwahl in Bezug auf China kritisiert h\u00e4tten. Kallas hatte auf einem Forum in Estland die Beziehungen zwischen der EU und China mit einer Krankheit verglichen und eine &#8222;wirtschaftliche Chemotherapie&#8220; ins Spiel gebracht.<\/p>\n<p>Sie sprach von einer &#8222;Diagnose&#8220; im Umgang mit chinesischen Handelspraktiken, bezeichnete m\u00f6gliche EU-Subventionen als &#8222;Erh\u00f6hung der Morphindosis&#8220; und strengere Handelsinstrumente als &#8222;Chemotherapie&#8220;. Ein EU-Beamter wurde mit den Worten zitiert, Kallas habe damit faktisch die Beziehungen zwischen der EU und China mit Krebs verglichen. Dies habe interne Spannungen versch\u00e4rft. &#8222;Diplomaten sprechen nicht so&#8220;, hie\u00df es aus EU-Kreisen.<\/p>\n<p>Auch der luxemburgische EU-Abgeordnete Fernand Kartheiser bezeichnete Kallas als &#8222;v\u00f6llig undiplomatisch&#8220; und forderte ihre Abl\u00f6sung. In der <em>Berliner Zeitung<\/em> wurde ihre China-Rhetorik ebenfalls kritisiert, da sie die diplomatischen Bem\u00fchungen der EU gegen\u00fcber Peking unterlaufe. In einem Beitrag f\u00fcr die <em data-start=\"250\" data-end=\"268\">Berliner Zeitung<\/em> sprach der Journalist Ben Aris von einem &#8222;vollst\u00e4ndigen Scheitern&#8220; und einem &#8222;Eklat f\u00fcr Europa&#8220;.<\/p>\n<p><em>&#8222;Kaja Kallas besch\u00e4mt Europa. Die Chefdiplomatin Europas hat China \u00f6ffentlich mit einer Krebserkrankung verglichen. Nach ihren Worten sei eine &#8218;Chemotherapie&#8220; notwendig. Das ist ein vollst\u00e4ndiges Scheitern.&#8220;<\/em><\/p>\n<p data-start=\"865\" data-end=\"1138\">Nach Ansicht des Journalisten widersprechen solche Aussagen der offiziellen Linie der Europ\u00e4ischen Union. Besonders vor dem Hintergrund einer sich ver\u00e4ndernden geopolitischen Lage sei Br\u00fcssel eigentlich daran interessiert, die Beziehungen zu Peking wieder zu stabilisieren.<\/p>\n<p data-start=\"1140\" data-end=\"1424\"><em>&#8222;Diese Aussagen stehen in starkem Kontrast zur neuen Richtung der europ\u00e4ischen Diplomatie. Nach dem Zerfall des langj\u00e4hrigen transatlantischen B\u00fcndnisses unter der Trump-Administration reisen f\u00fchrende EU-Politiker zunehmend nach Peking, um die Beziehungen wieder aufzubauen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Im Europ\u00e4ischen Parlament erhielt Kallas zus\u00e4tzliche Aufmerksamkeit durch eine Geste des lettischen Abgeordneten Rihards Kols, der ihr den umstrittenen &#8222;Chihuahua&#8220;-Sticker \u00fcberreichte. Der Ausdruck &#8222;baltische Chihuahuas&#8220; gilt als abwertende Bezeichnung f\u00fcr die baltischen Staaten. Der Sticker zeigte eine kleine H\u00fcndin vor den Flaggen der baltischen L\u00e4nder und wurde laut Bericht w\u00e4hrend einer Plenarpause \u00fcbergeben.<\/p>\n<p>Der Begriff wird in polemischen Debatten verwendet, um die baltischen Staaten als &#8222;klein, aber laut&#8220; zu karikieren. Kols ver\u00f6ffentlichte zudem ein Foto auf X mit dem Kommentar: &#8222;Kleiner Hund, gro\u00dfer Biss&#8220;.<\/p>\n<p>Auch aus akademischen und politischen Kreisen kam Kritik. So erkl\u00e4rte der \u00d6konom Jeffrey Sachs, Kallas sei aufgrund ihrer konfrontativen Haltung kaum als Vermittlerin in m\u00f6glichen Gespr\u00e4chen mit Russland geeignet. Dies werde in Europa seiner Einsch\u00e4tzung nach faktisch anerkannt.<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong>\u00a0&#8211;\u00a0<a href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/kurzclips\/video\/281036-nein-wir-schaemen-uns-nicht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">&#8222;Nein, wir sch\u00e4men uns nicht&#8220; \u2013 UN-Sitzung zum ukrainischen Angriff auf Berufsschule<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v784hw8\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EU-Au\u00dfenbeauftragte Kaja Kallas wurde f\u00fcr ihre \u00c4u\u00dferungen zum russischen Vergeltungsschlag auf milit\u00e4rische Ziele in der Ukraine scharf kritisiert.\u00a0Der Duma-Abgeordnete aus Sewastopol und Mitglied des Ausschusses f\u00fcr internationale Angelegenheiten, Dmitri Belik, bezeichnete ihre Aussagen gegen\u00fcber der Nachrichtenagentur RIA Nowosti als &#8222;hysterische Schreie&#8220;. 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