{"id":5205,"date":"2026-05-25T18:39:30","date_gmt":"2026-05-25T16:39:30","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/deutschland-deindustrialisierung-unaufhaltbar-mehr-als-340-000-jobs-seit-corona-krise-gestrichen\/"},"modified":"2026-05-25T18:39:30","modified_gmt":"2026-05-25T16:39:30","slug":"deutschland-deindustrialisierung-unaufhaltbar-mehr-als-340-000-jobs-seit-corona-krise-gestrichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/deutschland-deindustrialisierung-unaufhaltbar-mehr-als-340-000-jobs-seit-corona-krise-gestrichen\/","title":{"rendered":"Deutschland: Deindustrialisierung unaufhaltbar \u2013 mehr als 340.000 Jobs seit Corona-Krise gestrichen"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Der Stellenabbau in der deutschen Industrie h\u00e4lt einer Studie zufolge an. Ende des ersten Quartals 2026 habe die Zahl der Besch\u00e4ftigten bei Industrieunternehmen um 127.300 oder 2,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen, wie aus der am Montag ver\u00f6ffentlichten Analyse des Pr\u00fcfungs- und Beratungsunternehmens EY deutlich wird. Seit dem Vor-Corona-Jahr 2019 sind demnach 341.500 Industriejobs verloren gegangen \u2013 ein R\u00fcckgang um gut sechs Prozent. Jeder siebzehnte Industriejob sei verschwunden.<\/p>\n<p>Als Grund f\u00fcr den aktuellen Stellenabbau nannte EY die schwache Umsatzentwicklung, wie die <em>Welt <\/em>berichtet. Dazu komme eine wirtschaftsfeindliche Politik, die mit hohen Abgaben und Energiepreisen sowie jeder Menge B\u00fcrokratie die Konzerne ins Ausland vertrieben habe und die Mittelst\u00e4ndler habe resignieren lassen.<\/p>\n<p>\u00a0&#8222;Zuletzt haben Umsatzr\u00fcckg\u00e4nge auf breiter Front die Situation in der deutschen Industrie gepr\u00e4gt. Nach drei Jahren mit kontinuierlichen R\u00fcckg\u00e4ngen geht das inzwischen an die Substanz&#8220;, sagte EY-Experte \u200cJan Brorhilker. Die von der Bundesregierung bislang ergriffenen Ma\u00dfnahmen zur St\u00fctzung der heimischen Industrie zeigten bislang kaum Wirkung. &#8222;Der Industriestrompreis oder die Senkung der K\u00f6rperschaftssteuer sind wichtige Schritte, die aber erst in Zukunft greifen werden und wenig zur L\u00f6sung der aktuellen Probleme \u200cbeitragen&#8220;, sagte Brorhilker. Zus\u00e4tzliche Belastungen erg\u00e4ben sich aus geopolitischen Konflikten, Z\u00f6llen und damit verbundenen Handelsstreits. All das f\u00fchre dazu, dass es derzeit an Zuversicht und Vertrauen in den Standort mangele.<\/p>\n<p>Besonders stark f\u00e4llt der Stellenabbau in der Automobilindustrie aus. Dort sei seit 2019 jeder siebte Arbeitsplatz verloren gegangen, schreibt EY. In den vergangenen zw\u00f6lf Monaten sank die Besch\u00e4ftigung in der Autobranche um 32.000, seit 2019 sogar um etwa 125.800. Prozentual noch st\u00e4rkere Einbu\u00dfen verzeichnete die Textilindustrie, in der seit 2019 rund 22 Prozent der \u200cJobs verloren gingen. In der Metallindustrie sank die Besch\u00e4ftigung \u200cum 15 Prozent.<\/p>\n<p>Gegen den allgemeinen Negativtrend tun sich nur zwei Branchen hervor: In der Chemie- und Pharmaindustrie stieg die Besch\u00e4ftigung seit 2019 um drei Prozent, in der Elektroindustrie um zwei Prozent. Dennoch sind die Zukunftsaussichten auch weiterhin tr\u00fcb. So rechnet Brorhilker mit weiteren Jobverlusten. &#8222;In vielen Branchen bestehen erhebliche \u00dcberkapazit\u00e4ten&#8220;, sagte er. &#8222;Unausgelastete Produktionsst\u00e4tten \u200cverursachen \u200chohe Kosten.&#8220; Wegen eines stagnierenden Heimatmarktes und wachsender Probleme auf wichtigen Exportm\u00e4rkten st\u00fcnden bei vielen Unternehmen inzwischen nicht mehr nur Sparprogramme, sondern auch die Schlie\u00dfung ganzer Werke zur \u200cDiskussion.<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong>\u00a0<strong>\u2013<\/strong>\u00a0<a href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/meinung\/280478-mit-neid-debatten-zur-zwangsarbeit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Mit Neid-Debatten zur Zwangsarbeit und 73-Stundenwoche<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-all\">\n<div class=\"AllEmbed\">\n                                                <script>!function(r,u,m,b,l,e){r._Rumble=b,r[b]||(r[b]=function(){(r[b]._=r[b]._||[]).push(arguments);if(r[b]._.length==1){l=u.createElement(m),e=u.getElementsByTagName(m)[0],l.async=1,l.src=\"https:\/\/rumble.com\/embedJS\/u4\"+(arguments[1].video?'.'+arguments[1].video:'')+\"\/?url=\"+encodeURIComponent(location.href)+\"&args=\"+encodeURIComponent(JSON.stringify([].slice.apply(arguments))),e.parentNode.insertBefore(l,e)}})}(window, document, \"script\", \"Rumble\");<\/script><\/p>\n<div id=\"rumble_v785upc\"><\/div>\n<p><script>\nRumble(\"play\", {\"video\":\"v785upc\",\"div\":\"rumble_v785upc\"});<\/script>\n                    <\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Stellenabbau in der deutschen Industrie h\u00e4lt einer Studie zufolge an. 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