{"id":5291,"date":"2026-05-25T23:54:22","date_gmt":"2026-05-25T21:54:22","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/kiew-zieht-europa-in-krieg-hinein\/"},"modified":"2026-05-25T23:54:22","modified_gmt":"2026-05-25T21:54:22","slug":"kiew-zieht-europa-in-krieg-hinein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/kiew-zieht-europa-in-krieg-hinein\/","title":{"rendered":"Kiew zieht Europa in Krieg hinein"},"content":{"rendered":"<div>\n<p><em>Von Dawid Narmanija<\/em><\/p>\n<p><strong>Mitleid mit Naivit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>In einer Mitteilung hat Russlands Auslandsgeheimdienst SWR am 19. Mai berichtet:<\/p>\n<p><em>&#8222;Nach vorliegenden Angaben hat Kiew nicht vor, sich auf die Nutzung von Luftkorridoren zu beschr\u00e4nken, die die baltischen Staaten den Streitkr\u00e4ften der Ukraine bereitgestellt hatten. Es wird auch geplant, Drohnen vom Gebiet dieser Staaten aus abzufeuern. Eine solche Taktik soll die Anflugzeit erheblich verk\u00fcrzen und die Effektivit\u00e4t der Terrorangriffe steigern.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Nach Angaben der Beh\u00f6rde sind ukrainische Milit\u00e4rs bereits in Lettland eingetroffen und wurden in den St\u00fctzpunkten Ada\u017ei, Selija, Lielvarde, Daugavpils und Jekabpils stationiert.<\/p>\n<p>Die Regierung in Kiew habe Riga zu einer Zustimmung zu diesem Einsatz mit der Behauptung \u00fcberredet, dass es unm\u00f6glich sei, den Startort der Drohnen zu bestimmen, so die Erkl\u00e4rung des SWR weiter. Die Beh\u00f6rde merkte an:<\/p>\n<p><em>&#8222;Es bleibt nur noch, die Naivit\u00e4t der lettischen F\u00fchrer zu bemitleiden. Moderne Aufkl\u00e4rungsmittel erlauben, den Startpunkt von Drohnen sicher festzustellen. Sichere Angaben k\u00f6nnen auch bei der Untersuchung der Wrackteile ermittelt werden.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><strong>Angriff gegen die Regierung<\/strong><\/p>\n<p>Indessen haben ukrainische Drohnen bereits einen Skandal in Lettland provoziert. So st\u00fcrzte eine Drohne am 7. Mai am Gel\u00e4nde der \u00d6lraffinerie in Rezekne ab. Nach Angaben der Regierung seien drei Drohnen in den Luftraum des Landes eingedrungen. Lettlands Verteidigungsminister Andris Spruds sagte damals:<\/p>\n<p><em>&#8222;Anscheinend waren es Drohnen, mit denen die Ukraine gegen Ziele in Russland zielte. Doch das ist bisher eine Version, die einer Best\u00e4tigung bedarf.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Eine sp\u00e4tere Untersuchung best\u00e4tigte diese Vermutung.<\/p>\n<p>Doch schon drei Tage sp\u00e4ter k\u00fcndigte Lettlands Ministerpr\u00e4sidentin Evika Silina Spruds&#8216; Absetzung wegen Vertrauensverlusts an und behauptete, dass es dem Milit\u00e4rressort nicht gelungen sei, die Sicherheit des Luftraums des Landes zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Praktisch sofort trat auch Spruds selbst auf und warf der Regierungschefin L\u00fcgen vor. Er behauptete, sich selbst zum Verlassen seines Postens entschlossen zu haben, w\u00e4hrend Silina so getan habe, als h\u00e4tte sie diese Entscheidung veranlasst. Nach allen Manipulationen fiel der Posten des Verteidigungsministers dem Obersten Raivis Melnis zu, der zuvor Lettlands Verteidigungsministerium offiziell in der Ukraine vertreten und das Amt eines Beraters innegehabt hatte.<\/p>\n<p>Doch es ist m\u00f6glich, dass Melnis nicht lange in seinem neuen Amt verweilen wird. Bereits drei Tage nach allen Umstellungen verlie\u00df Silina ihren Posten selbst. Lettlands Pr\u00e4sident Edgars Rink\u0113vi\u010ds beauftragte einen oppositionellen Sejm-Abgeordneten mit der Bildung einer neuen Regierung.<\/p>\n<p>Der Pressesprecher des russischen Pr\u00e4sidenten Dmitri Peskow merkte in diesem Zusammenhang an:<\/p>\n<p><em>&#8222;Man sollte keine Drohnen, die auf die Russische F\u00f6deration zufliegen, durch das eigene Staatsgebiet fliegen lassen. Wenn es so weitergeht, wird es nicht die letzte Politikergeneration sein, die den Aktionen des Kiewer Regimes zum Opfer fallen und wegen diverser Skandale zum R\u00fccktritt gezwungen sein wird.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><strong>Erster Abschuss<\/strong><\/p>\n<p>Estland lernte die Lektion des Nachbarn. Eine ukrainische Drohne, die am 19. Mai in den Luftraum des Landes eingedrungen war, wurde von einer rum\u00e4nischen F-16 abgeschossen, die an der Luftabwehrmission der NATO teilnahm. Tallinn betonte, dass Kiew keine Erlaubnis zur Nutzung des estnischen Luftraums erhalten h\u00e4tte. Georgi Tichi, der Pressesprecher des ukrainischen Au\u00dfenministeriums, k\u00fcndigte darauf an:<\/p>\n<p><em>&#8222;Wir entschuldigen uns vor Estland und allen unseren baltischen Freunden wegen dieser unbeabsichtigten Vorf\u00e4lle.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Doch schon am Folgetag drangen ukrainische Drohnen in den Luftraum Litauens ein. Dort traute man sich nicht, den Himmel vor ukrainischen Drohnen zu sch\u00fctzen, und beschr\u00e4nkte sich auf die Ausrufung eines Luftalarms \u2013 selbst der Pr\u00e4sident Gitanas Nauseda, Mitglieder der Regierung und des Parlaments begaben sich in Schutzr\u00e4ume. Dabei verschwand das Flugobjekt von den Radaren, und sein Verbleib ist bis heute unbekannt.<\/p>\n<p>Die Reaktion der drei L\u00e4nder fiel unterschiedlich aus, was vom Fehlen einer koordinierten Position zeugt. Doch Kiew scheint daran keinen Ansto\u00df zu nehmen. Die ukrainische Regierung versucht offen, die Eskalation auf eine neue Stufe zu bringen und die NATO-Staaten in einen inzwischen direkten Konflikt mit Russland hineinzuziehen. Die <em>Junge Welt <\/em><a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/522910.krieg-in-osteuropa-baltikum-voller-drohnen.html?sstr=UKRAINE\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">schreibt<\/a>\u00a0dazu:<\/p>\n<p><em>&#8222;Der Vorfall \u00fcber Estland l\u00e4sst sich auch als Warnung des westlichen Kriegsb\u00fcndnisses an Kiew lesen, es mit der Nutzung des NATO-Luftraums f\u00fcr Angriffe auf Russland nicht zu \u00fcbertreiben.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Auch westliche Experten bemerkten eine Steigerung der Eskalation.<\/p>\n<p>Insbesondere ruft der britische Politologe Anatol Lieven in einem\u00a0<a href=\"https:\/\/responsiblestatecraft.org\/baltic-countries-ukraine-drones\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Beitrag<\/a> f\u00fcr das US-Magazin <em>Responsible Statecraft<\/em> Washington auf, den Verb\u00fcndeten ein klares Signal zu senden, um das &#8222;baltische Pulverfass&#8220; zu entsch\u00e4rfen. Lieven schreibt:<\/p>\n<p><em>&#8222;Die Bedrohung f\u00fcr das Baltikum liegt nicht in einer vors\u00e4tzlichen russischen Invasion, sondern in einer Eskalation, die aus einer Spirale von Vergeltungsma\u00dfnahmen entsteht. Die Ukrainer scheinen beschlossen zu haben, diese Spirale hochzutreiben, indem sie Drohnen gegen Russland \u00fcber baltisches Gebiet steuern. Es ist essenziell, dass Russland nicht den n\u00e4chsten Schritt tut und seine Raketen gegen Ziele in den baltischen Staaten abfeuert.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang schl\u00e4gt Lieven vor, die baltischen Republiken zu einer Milderung ihrer Rhetorik zu veranlassen \u2013 vor allem im Hinblick auf den j\u00fcngsten Aufruf des litauischen Au\u00dfenministers Kestutis Budrys an die NATO, Kaliningrad zu \u00fcberfallen. Der britische Politologe merkte an:<\/p>\n<p><em>&#8222;Vor allem muss die US-Administration den Ukrainern klar und deutlich sagen, dass sie nicht den Wunsch hat, in einen Krieg gegen Russland hineingezogen zu werden. Sollte die Ukraine den NATO-Luftraum f\u00fcr Angriffe nutzen, wird dies ein Ende der amerikanischen Hilfe an Kiew bedeuten, vor allem in Form des Austauschs von Aufkl\u00e4rungsdaten, der eine entscheidende Bedeutung f\u00fcr die Steuerung von ukrainischen Raketen und Drohnen hat.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Doch bisher schweigen sich die USA aus \u2013 auf den Vorfall erfolgte keine offizielle Reaktion. Mehr noch, der NATO-Generalsekret\u00e4r Mark Rutte lastete die Schuld am Vorfall Russland an.<\/p>\n<p>Schwedens Ministerpr\u00e4sident Ulf Kristersson ging noch einen Schritt weiter. Er schlug einen eigenen Weg vor, das Eindringen ukrainischer Drohnen in den NATO-Luftraum zu verhindern, und behauptete:<\/p>\n<p><em>&#8222;Wir m\u00fcssen den Ukrainern helfen, ihre Angriffe zu steuern.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Leider scheinen westliche Experten die Gefahr der Lage viel besser zu verstehen, als westliche Politiker. Und Russland k\u00f6nnten keine anderen Optionen bleiben, als die eigene Sicherheit bereits im Luftraum der NATO-Staaten zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema <\/strong>\u2013 <a href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/europa\/280819-tusk-warnt-wegen-drohnenvorfaelle-vor\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Tusk warnt wegen Drohnenvorf\u00e4lle vor Gefahr einer Eskalation in Europa<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v77xwdq\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Dawid Narmanija Mitleid mit Naivit\u00e4t In einer Mitteilung hat Russlands Auslandsgeheimdienst SWR am 19. Mai berichtet: &#8222;Nach vorliegenden Angaben hat Kiew nicht vor, sich auf die Nutzung von Luftkorridoren zu beschr\u00e4nken, die die baltischen Staaten den Streitkr\u00e4ften der Ukraine bereitgestellt hatten. Es wird auch geplant, Drohnen vom Gebiet dieser Staaten aus abzufeuern. Eine solche [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":5292,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_gspb_post_css":"","_uag_custom_page_level_css":"","fifu_image_url":"","fifu_image_alt":"","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-5291","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-politik"],"blocksy_meta":[],"uagb_featured_image_src":{"full":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/cb:mq1l.472\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/6a148179b480cc584d4a1b1d.jpg",460,259,false],"thumbnail":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/cb:mq1l.472\/w:150\/h:150\/q:mauto\/rt:fill\/g:ce\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/6a148179b480cc584d4a1b1d.jpg",150,150,true],"medium":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/cb:mq1l.472\/w:300\/h:169\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/6a148179b480cc584d4a1b1d.jpg",300,169,true],"medium_large":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/cb:mq1l.472\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/6a148179b480cc584d4a1b1d.jpg",460,259,false],"large":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/cb:mq1l.472\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/6a148179b480cc584d4a1b1d.jpg",460,259,false],"1536x1536":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/cb:mq1l.472\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/6a148179b480cc584d4a1b1d.jpg",460,259,false],"2048x2048":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/cb:mq1l.472\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/6a148179b480cc584d4a1b1d.jpg",460,259,false],"trp-custom-language-flag":["https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/cb:mq1l.472\/w:18\/h:10\/q:mauto\/f:best\/dpr:2\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/6a148179b480cc584d4a1b1d.jpg",18,10,true]},"uagb_author_info":{"display_name":"admin","author_link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/author\/admin\/"},"uagb_comment_info":0,"uagb_excerpt":"Von Dawid Narmanija Mitleid mit Naivit\u00e4t In einer Mitteilung hat Russlands Auslandsgeheimdienst SWR am 19. Mai berichtet: &#8222;Nach vorliegenden Angaben hat Kiew nicht vor, sich auf die Nutzung von Luftkorridoren zu beschr\u00e4nken, die die baltischen Staaten den Streitkr\u00e4ften der Ukraine bereitgestellt hatten. Es wird auch geplant, Drohnen vom Gebiet dieser Staaten aus abzufeuern. Eine solche&hellip;","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5291","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5291"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5291\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5292"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5291"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5291"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5291"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}