{"id":6774,"date":"2026-06-01T16:13:20","date_gmt":"2026-06-01T14:13:20","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/medienkritik\/wer-verlangert-den-ukrainekrieg-von-uwe-froschauer\/"},"modified":"2026-06-01T16:13:20","modified_gmt":"2026-06-01T14:13:20","slug":"wer-verlangert-den-ukrainekrieg-von-uwe-froschauer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/medienkritik\/wer-verlangert-den-ukrainekrieg-von-uwe-froschauer\/","title":{"rendered":"Wer verl\u00e4ngert den Ukrainekrieg? | Von Uwe Froschauer"},"content":{"rendered":"<div><!--kg-card-begin: html--><br \/>\n<iframe title=\"Wer verl\u00e4ngert den Ukrainekrieg? | Von Uwe Froschauer\" width=\"560\" height=\"418\" src=\"https:\/\/tube4.apolut.net\/videos\/embed\/vjKUXAtvUagZhgRrV16Af8\" allow=\"fullscreen\" sandbox=\"allow-same-origin allow-scripts allow-popups allow-forms\" style=\"border-radius: 8px\"><\/iframe><br \/>\n<!--kg-card-end: html--><\/p>\n<div class=\"kg-card kg-audio-card\">\n<div class=\"kg-audio-thumbnail placeholder kg-audio-hide\"><svg width=\"24\" height=\"24\" fill=\"none\"><path fill-rule=\"evenodd\" clip-rule=\"evenodd\" d=\"M7.5 15.33a.75.75 0 1 0 0 1.5.75.75 0 0 0 0-1.5Zm-2.25.75a2.25 2.25 0 1 1 4.5 0 2.25 2.25 0 0 1-4.5 0ZM15 13.83a.75.75 0 1 0 0 1.5.75.75 0 0 0 0-1.5Zm-2.25.75a2.25 2.25 0 1 1 4.5 0 2.25 2.25 0 0 1-4.5 0Z\"><\/path><path fill-rule=\"evenodd\" clip-rule=\"evenodd\" d=\"M14.486 6.81A2.25 2.25 0 0 1 17.25 9v5.579a.75.75 0 0 1-1.5 0v-5.58a.75.75 0 0 0-.932-.727.755.755 0 0 1-.059.013l-4.465.744a.75.75 0 0 0-.544.72v6.33a.75.75 0 0 1-1.5 0v-6.33a2.25 2.25 0 0 1 1.763-2.194l4.473-.746Z\"><\/path><path fill-rule=\"evenodd\" clip-rule=\"evenodd\" d=\"M3 1.5a.75.75 0 0 0-.75.75v19.5a.75.75 0 0 0 .75.75h18a.75.75 0 0 0 .75-.75V5.133a.75.75 0 0 0-.225-.535l-.002-.002-3-2.883A.75.75 0 0 0 18 1.5H3ZM1.409.659A2.25 2.25 0 0 1 3 0h15a2.25 2.25 0 0 1 1.568.637l.003.002 3 2.883a2.25 2.25 0 0 1 .679 1.61V21.75A2.25 2.25 0 0 1 21 24H3a2.25 2.25 0 0 1-2.25-2.25V2.25c0-.597.237-1.169.659-1.591Z\"><\/path><\/svg><\/div>\n<div class=\"kg-audio-player-container\"><audio src=\"https:\/\/apolut.net\/content\/media\/2026\/06\/apolut_20260601_SP_Montag.mp3\" preload=\"metadata\"><\/audio><\/p>\n<div class=\"kg-audio-title\">Apolut 20260601 SP Montag<\/div>\n<div class=\"kg-audio-player\"><button class=\"kg-audio-play-icon\" aria-label=\"Play audio\"><svg viewbox=\"0 0 24 24\"><path d=\"M23.14 10.608 2.253.164A1.559 1.559 0 0 0 0 1.557v20.887a1.558 1.558 0 0 0 2.253 1.392L23.14 13.393a1.557 1.557 0 0 0 0-2.785Z\"><\/path><\/svg><\/button><button class=\"kg-audio-pause-icon kg-audio-hide\" aria-label=\"Pause audio\"><svg viewbox=\"0 0 24 24\"><rect x=\"3\" y=\"1\" width=\"7\" height=\"22\" rx=\"1.5\" ry=\"1.5\"><\/rect><rect x=\"14\" y=\"1\" width=\"7\" height=\"22\" rx=\"1.5\" ry=\"1.5\"><\/rect><\/svg><\/button><span class=\"kg-audio-current-time\">0:00<\/span><\/p>\n<div class=\"kg-audio-time\">\/<span class=\"kg-audio-duration\">2115.824<\/span><\/div>\n<p><input type=\"range\" class=\"kg-audio-seek-slider\" max=\"100\" value=\"0\"><button class=\"kg-audio-playback-rate\" aria-label=\"Adjust playback speed\">1\u00d7<\/button><button class=\"kg-audio-unmute-icon\" aria-label=\"Unmute\"><svg viewbox=\"0 0 24 24\"><path d=\"M15.189 2.021a9.728 9.728 0 0 0-7.924 4.85.249.249 0 0 1-.221.133H5.25a3 3 0 0 0-3 3v2a3 3 0 0 0 3 3h1.794a.249.249 0 0 1 .221.133 9.73 9.73 0 0 0 7.924 4.85h.06a1 1 0 0 0 1-1V3.02a1 1 0 0 0-1.06-.998Z\"><\/path><\/svg><\/button><button class=\"kg-audio-mute-icon kg-audio-hide\" aria-label=\"Mute\"><svg viewbox=\"0 0 24 24\"><path d=\"M16.177 4.3a.248.248 0 0 0 .073-.176v-1.1a1 1 0 0 0-1.061-1 9.728 9.728 0 0 0-7.924 4.85.249.249 0 0 1-.221.133H5.25a3 3 0 0 0-3 3v2a3 3 0 0 0 3 3h.114a.251.251 0 0 0 .177-.073ZM23.707 1.706A1 1 0 0 0 22.293.292l-22 22a1 1 0 0 0 0 1.414l.009.009a1 1 0 0 0 1.405-.009l6.63-6.631A.251.251 0 0 1 8.515 17a.245.245 0 0 1 .177.075 10.081 10.081 0 0 0 6.5 2.92 1 1 0 0 0 1.061-1V9.266a.247.247 0 0 1 .073-.176Z\"><\/path><\/svg><\/button><input type=\"range\" class=\"kg-audio-volume-slider\" max=\"100\" value=\"100\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><img data-opt-id=1602693394  fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/GHOST_SP_2.jpg\" alt=\"Wer verl\u00e4ngert den Ukrainekrieg? | Von Uwe Froschauer\"><\/p>\n<p><strong>\u201eAnklageschrift\u201c gegen deutsche und europ\u00e4ische Bellizisten im Ukrainekrieg<\/strong><\/p>\n<p><em>Ein Standpunkt von\u00a0<strong>Uwe Froschauer<\/strong>.<\/em><\/p>\n<p>Bevor ich mit dem Artikel beginne, m\u00f6chte ich meine tiefe Verachtung gegen\u00fcber allen Kriegstreibern dieser Welt ausdr\u00fccken. Nicht, wer den ersten Schritt zu einem Krieg unternimmt, ist zwangsl\u00e4ufig der wahre Aggressor, sondern der, der zu diesem Schritt zwingt. Dennoch ist auch dieser erste Schritt nicht zu verzeihen.<\/p>\n<p>Am Ende wird dieser Krieg nicht mit einem Triumph enden, sondern mit Verhandlungen. Er wird enden, wie Kriege fast immer enden: nicht durch moralische Posen, nicht durch Fernsehparolen, nicht durch Orden f\u00fcr Scharfmacher und \u201eLeidverl\u00e4ngerer\u201c wie Anton Hofreiter, Marie-Agnes Strack-Zimmermann oder Annalena Baerbock, sondern durch eine politische L\u00f6sung am Verhandlungstisch. Die Trag\u00f6die besteht darin, dass ein solcher Tisch bereits Ende M\u00e4rz\/Anfang April 2022 \u2013 lediglich f\u00fcnf Wochen nach Ausbruch des Krieges \u2013 in Istanbul bereitstand.<\/p>\n<p>F\u00fcnf Wochen nach Beginn der russischen Invasion lagen Entw\u00fcrfe vor, die zumindest die Chance auf ein Ende des Sterbens boten: Neutralit\u00e4t der Ukraine, Sicherheitsgarantien, ein politischer Rahmen. Doch diese Chance wurde nicht genutzt. Sie wurde politisch erstickt \u2014 von jenen dunklen Kr\u00e4ften im Westen, die nicht Frieden wollten, sondern den Abnutzungskrieg.<\/p>\n<p>Boris Johnson erschien in Kiew als Bote dieser Linie: Mit Putin solle nicht verhandelt, sondern er solle unter Druck gesetzt werden. Hinter dem britischen Bellizisten stand die damalige US-Regierung unter Joe Biden, flankiert von europ\u00e4ischen Politikern, die seither jede weitere Eskalation als Solidarit\u00e4t mit der Ukraine verkauften. Annalena Baerbock sprach davon, \u201eeinen Krieg gegen Russland\u201c zu f\u00fchren. Ursula von der Leyen versprach den Sieg der Ukraine. Keir Starmer erkl\u00e4rte die ukrainische Front faktisch zur eigenen europ\u00e4ischen Frontlinie.<\/p>\n<p>Als Ende M\u00e4rz 2022 in Istanbul \u00fcber ein m\u00f6gliches Kriegsende verhandelt wurde, hatte die UN-Menschenrechtsbeh\u00f6rde OHCHR bereits 3.257 zivile Opfer in der Ukraine dokumentiert \u2013 darunter 1.276 get\u00f6tete und 1.981 verletzte Zivilisten. Verl\u00e4ssliche Gesamtzahlen zu get\u00f6teten und verletzten Soldaten auf beiden Seiten gab es damals noch nicht. Sch\u00e4tzungen gingen jedoch bereits in die Zehntausende.<br \/>Heute, vier Jahre sp\u00e4ter, reichen Sch\u00e4tzungen der milit\u00e4rischen Verluste \u2013 get\u00f6tet, verwundet oder vermisst \u2013 auf 1,7 bis fast 2 Millionen russische und ukrainische Soldaten zusammen. Allein CSIS sch\u00e4tzt rund 1,2 Millionen russische und 500.000 bis 600.000 ukrainische Verluste. Wie viele dieser Opfer w\u00e4ren vermeidbar gewesen? Diese Frage richtet sich weniger an Moskau, sondern insbesondere an jene politischen Akteure, die auf weitere Eskalation, Waffenlieferungen und einen langen Abnutzungskrieg setzten. Schande \u00fcber euch Kriegstreiber! Das Leid jeder einzelnen Mutter, die ein Kind in diesem sinnbefreiten Krieg verloren hat, m\u00f6ge euch euren Schlaf rauben! Aber dazu br\u00e4uchte man ja so etwas wie ein Gewissen. Ich denke, die Protagonisten dieses Krieges schlafen recht gut.<\/p>\n<p>Das Ergebnis dieser Kriegsverl\u00e4ngerungs-Politik liegt in Leichenhallen, Sch\u00fctzengr\u00e4ben und zerst\u00f6rten St\u00e4dten. Hunderttausende Soldaten sind tot, verwundet oder vermisst. Zehntausende Zivilisten wurden get\u00f6tet oder verletzt. Und dennoch werden jene, die den Krieg durch immer neue Waffenlieferungen verl\u00e4ngern, als Freunde der Ukraine gefeiert.<\/p>\n<p>Das ist die Perversion unserer Zeit: Wer Frieden verhindert, nennt sich Freund. Wer Verhandlungen diffamiert, nennt sich Verteidiger der Freiheit und Demokratie. Wer andere Menschen in einem aussichtslosen Abnutzungskrieg sterben l\u00e4sst, erh\u00e4lt Orden.<\/p>\n<p>Diese Anklage richtet sich gegen die politischen Kriegstreiber Europas und der USA, gegen jene, die Russland allein zum T\u00e4ter erkl\u00e4ren, aber ihre eigene Mitverantwortung am verl\u00e4ngerten Sterben verschweigen. Russland hat diesen Krieg begonnen. Doch der Westen hat alles getan, ihn nicht fr\u00fchzeitig zu beenden. Darin liegt seine historische Schuld.<\/p>\n<p><strong>Wer verdient am Krieg?<\/strong><\/p>\n<p><em>\u201eDer beste Kaufmann ist der Krieg. Er macht aus Eisen Gold\u201c<\/em><\/p>\n<p>Friedrich Schiller<\/p>\n<p>Der Krieg in der Ukraine ist nicht nur eine humanit\u00e4re Katastrophe. Er ist auch ein gigantisches Konjunkturprogramm \u2013 f\u00fcr R\u00fcstungskonzerne.<\/p>\n<p>Nehmen wir Rheinmetall.<\/p>\n<p>Ende 2021, also wenige Monate vor dem russischen Einmarsch, notierte die Aktie grob im Bereich von rund 85\u201395 Euro. Nach Kriegsbeginn sprang sie sofort \u00fcber 100 Euro. Im M\u00e4rz 2022 wurde erstmals die Marke von 200 Euro \u00fcberschritten. Im Jahr 2025\/2026 lag die Aktie zeitweise bei rund 1.600 bis fast 2.000 Euro. Selbst nach R\u00fccksetzern bewegte sie sich noch deutlich \u00fcber 1.200 Euro.<\/p>\n<p>Das bedeutet: Aus einer Aktie um 90 Euro wurde zeitweise ein Papier im Bereich von fast 2.000 Euro. Ein Zuwachs, der selbst im Technologiesektor au\u00dfergew\u00f6hnlich w\u00e4re. Der Krieg t\u00f6tet Menschen \u2013 und schafft zugleich B\u00f6rsenrekorde.<\/p>\n<p>Eine Bekannte von mir br\u00fcstete sich damit, den richtigen Riecher gehabt zu haben, da sie rechtzeitig in Rheinmetallaktien investierte. Ich entgegnete ihr \u00e4u\u00dferlich ruhig, innerlich jedoch zutiefst best\u00fcrzt mit einer Bibelstelle. Jesus stellte folgende grunds\u00e4tzliche Frage, erfasst in mehreren Evangelien, unter anderem bei Matth\u00e4us 16,26:<\/p>\n<p><em>\u201eDenn was n\u00fctzt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber an seiner Seele Schaden leidet?\u201c<\/em><\/p>\n<p>Jesus warnt davor, sein eigenes inneres und ewiges Wohlbefinden f\u00fcr rein \u00e4u\u00dfere, materielle oder weltliche Erfolge zu opfern.\u00a0Man kann nach allem streben, was die Welt an extrinsischer Motivation zu bieten hat (Reichtum, Macht, Ansehen, Besitz), doch wenn man dabei seine eigene Seele, sein Gewissen oder seine Beziehung zu Gott \u2013 was auch immer man sich unter Gott vorstellen mag \u2013 \u201everliert\u201c, hat man am Ende nichts gewonnen. Sollte man auch noch an eine Vergeltungsethik, etwa an Kharma glauben, hat man durch den Kauf von Rheinmetallaktien definitiv mit Zitronen gehandelt. Man braucht sich dann nicht zu wundern, wenn man im n\u00e4chsten Leben als Nacktschnecke wiedergeboren wird.<\/p>\n<p>Wer behauptet, Kriege h\u00e4tten keine wirtschaftlichen Gewinner, ignoriert die Realit\u00e4t der R\u00fcstungsindustrie. R\u00fcstungskonzerne in Europa und den USA verzeichneten Auftragsb\u00fccher auf Rekordniveau. Rheinmetall meldete Milliardenauftr\u00e4ge, Kapazit\u00e4tserweiterungen und neue Produktionsstandorte.<\/p>\n<p>Damit ist meines Erachtens die Frage gekl\u00e4rt, wer ein materielles Interesse daran hat, dass Kriege m\u00f6glichst lange dauern. Dieses Interesse \u2013 die Gier \u2013 hat einen Namen: Teufel Mammon. Wer R\u00fcstungsaktien kauft, ist in meinen Augen Teil des B\u00f6sen, auch wenn er nach au\u00dfen als ein \u201eunbescholtener\u201c B\u00fcrger dastehen mag.<\/p>\n<p>Bereits vor \u00fcber 60 Jahren sprach ein Mann eine Warnung aus, die heute aktueller wirkt als je zuvor. Nicht irgendein Friedensaktivist. Nicht ein linker Intellektueller. Sondern ein F\u00fcnf-Sterne-General, ehemaliger NATO-Oberbefehlshaber und Pr\u00e4sident der Vereinigten Staaten von Amerika: Dwight D. Eisenhower. Kurz vor seinem Ausscheiden aus dem Amt warnte er eindringlich:<\/p>\n<p><em>\u201eIn den Regierungsinstitutionen m\u00fcssen wir uns vor dem Erwerb unberechtigten Einflusses \u2013 gewollt oder ungewollt \u2013 durch den milit\u00e4risch-industriellen Komplex sch\u00fctzen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Und weiter:<\/p>\n<p><em>\u201eDas Potenzial f\u00fcr den verh\u00e4ngnisvollen Aufstieg fehlgeleiteter Macht besteht und wird fortbestehen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Ein amerikanischer Pr\u00e4sident sah also bereits 1961 die Gefahr, dass R\u00fcstungsindustrie, Milit\u00e4r und Politik ein Machtgef\u00fcge bilden k\u00f6nnten, das eigene Interessen entwickelt \u2013 Interessen, die definitiv nicht deckungsgleich mit Frieden, Diplomatie oder dem Wohl der Bev\u00f6lkerung sind.<\/p>\n<p>Hatte Eisenhower recht? Ohne Zweifel!<\/p>\n<p>Wenn Kriege ganze Industriezweige reich machen, wenn Aktien von R\u00fcstungskonzernen explodieren w\u00e4hrend Menschen in Sch\u00fctzengr\u00e4ben sterben, wenn Rheinmetall innerhalb weniger Jahre Kurssteigerungen erlebt, von denen normale Unternehmen nur tr\u00e4umen k\u00f6nnen, wenn Politiker immer neue Waffenlieferungen als Friedenspolitik verkaufen \u2013 \u201emit Waffen Frieden schaffen\u201c, wen wollt ihr eigentlich f\u00fcr bl\u00f6d verkaufen \u2013, wenn ganze Volkswirtschaften wieder \u201ekriegst\u00fcchtig\u201c werden sollen, wenn junge Menschen eventuell wieder verheizt werden sollen, ist die Frage berechtigt: Wer profitiert von einem dauerhaftem Konflikt? Der ukrainische oder russische Soldat im Sch\u00fctzengraben? Die Mutter, die ihren Sohn verloren hat? Der Rentner, dessen Sozialleistungen gek\u00fcrzt werden? Der Arbeiter? Oder vielleicht jene Unternehmen, deren Auftragsb\u00fccher mit jedem weiteren Eskalationsschritt voller werden?<\/p>\n<p>Eisenhower warnte nicht vor Russland. Er warnte nicht vor China. Er warnte vor einer Machtstruktur im eigenen Lager. Er warnte vor einem System, in dem Krieg nicht nur ein geopolitisches Mittel, sondern zu einem \u00f6konomisches Gesch\u00e4ftsmodell wird. Das ist eine der emp\u00f6rendsten Wahrheiten unserer Zeit: Konflikte lassen sich schwer beenden, wenn ein paar m\u00e4chtige Institutionen und Personen ein Interesse daran haben, dass sie weiterlaufen. In meinen Augen sind Kriegstreiber hochkriminelle Elemente.<\/p>\n<p>Wer die Frage nach dem Sinn des Ukrainekriegs stellt, ist kein Extremist oder gar ein Volkssch\u00e4dling, sondern er stellt lediglich dieselbe Frage, die ein amerikanischer Pr\u00e4sident bereits vor mehr als sechs Jahrzehnten stellte.<\/p>\n<p>Vielleicht h\u00e4tten wir besser auf ihn geh\u00f6rt. Pazifistische Politiker wie Sahra Wagenknecht oder auch meine Wenigkeit haben es, aber bellizistische Politiker wie Anton Hofreiter, Roderich Kiesewetter, Friedrich Merz \u2013 BlackRock l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen \u2013 Annalena Baerbock, Marie-Agnes Strack-Zimmermann \u2013 Rheinmetall l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen \u2013, Keir Starmer, Emmanuel Macron, Ursula von der Leyen und Konsorten sind nach wie vor auf ihrer kriegstreiberischen Linie, und machen sich massiv mitschuldig am Leid der davon betroffenen Menschen<\/p>\n<p><strong>\u201eNie wieder Krieg\u201c \u2013 oder \u201ekriegst\u00fcchtig\u201c?<\/strong><\/p>\n<p>Deutschland definierte sich jahrzehntelang mit einem historischen Imperativ:<\/p>\n<p>Nie wieder Krieg!<\/p>\n<p>Heute spricht dieselbe Republik \u00fcber Kriegst\u00fcchtigkeit und Aufr\u00fcstung, sieht die R\u00fcstungsproduktion als Wachstumsmarkt, m\u00f6chte die st\u00e4rkste konventionelle Armee Europas aufbauen, will Verteidigungsausgaben aufbauen, die nahezu die H\u00e4lfte des Bundeshaushalts auf Kosten des Sozialstaats verschlingen, und diskutiert \u00fcber eine erneute Einf\u00fchrung der Wehrpflicht.<\/p>\n<p>Boris Pistorius sagte am 29. Oktober 2023 bei <em>Berlin direkt<\/em>: Deutschland m\u00fcsse \u201ekriegst\u00fcchtig werden\u201c. Sp\u00e4ter versch\u00e4rfte er diese Linie mit der Formel, Deutschland m\u00fcsse \u201ebis 2029 kriegst\u00fcchtig sein\u201c. Wie kommt dieser Mann auf das Jahr 2029? Eine g\u00f6ttliche, oder besser gesagt teuflische Eingebung? Das Bundesverteidigungsministerium benutzt seitdem diese Formulierung, ebenso wie der Bundestag. Warum? Weil die Menschen sich an die verantwortungslose Kriegsrhetorik gew\u00f6hnen sollen, und die Kriegst\u00fcchtigkeit zur neuen Normalit\u00e4t werden soll. Wenn unsere Parlamentarier des Altparteienkartells au\u00dfer Sesselerhalt und Di\u00e4tenerh\u00f6hung auch sonst nicht viel draufhaben: die Instrumente der Manipulation \u2013 wie st\u00e4ndige Wiederholung, Angsterzeugung oder Feindbildaufbau \u2013 beherrschen sie aus dem FF.<br \/>Der Begriff Kriegst\u00fcchtigkeit wurde politisch pr\u00e4gend. Er ruft bei mir jedoch historische Assoziationen hervor, weil eine \u00e4hnliche Kriegsrhetorik auch vor dem Ersten und Zweiten Weltkrieg existierte.<\/p>\n<p>Das Wort kriegst\u00fcchtig ist ein politischer Dammbruch. Es hei\u00dft eben nicht <em>\u201efriedensf\u00e4hig\u201c<\/em>, nicht \u201e<em>diplomatief\u00e4hig\u201c<\/em>, nicht einmal nur <em>\u201everteidigungsf\u00e4hig\u201c<\/em>. Es hei\u00dft: kriegst\u00fcchtig. Also t\u00fcchtig zum Krieg. Bereit f\u00fcr den Krieg. Gesellschaftlich, wirtschaftlich, milit\u00e4risch und mental auf Krieg ausgerichtet. Schande \u00fcber Sie, Herr \u201ePistolius\u201c und alle Ihre bellizistischen Weggenossen!<\/p>\n<p>Pistorius verkauft diese Rhetorik als Abschreckung. Doch wer eine Gesellschaft auf Krieg trimmt, erh\u00f6ht nicht ihre Sicherheit. Er erh\u00f6ht die Kriegsbereitschaft. Deutschland wird nicht sicherer, wenn es sich wieder an milit\u00e4rische Gro\u00dfmachtphantasien gew\u00f6hnt \u2013 die st\u00e4rkste konventionelle Armee Europas aufbauen und \u00e4hnliche bellizistische Suizidgedanken. Es wird gef\u00e4hrdeter.<\/p>\n<p>Deutschland und seine Bev\u00f6lkerung m\u00fcssten bei solchen Begriffen eigentlich zusammenzucken. Zwei Weltkriege, Millionen Tote, zerst\u00f6rte St\u00e4dte, verbrannte Erde \u2013 und nun soll ausgerechnet Deutschland wieder \u201ekriegst\u00fcchtig\u201c werden \u2013 obwohl es der Menschheit insbesondere mit dem Zweiten Weltkrieg unermessliches Leid zugef\u00fcgt hat und daraus vor allem eines h\u00e4tte lernen m\u00fcssen: Nie wieder Krieg! Man muss sich fragen, ob Teile dieser Gesellschaft aus ihrer eigenen Geschichte \u00fcberhaupt etwas gelernt haben. Ich bef\u00fcrchte: Nein, wenn ich mir Hardliner wie Kiesewetter, Strack-Zimmermann oder Pistorius so ansehe.<\/p>\n<p>Besonders irritierend wirkt, dass ausgerechnet Boris Pistorius \u2013 der Mann, der Deutschland <em>\u201ekriegst\u00fcchtig\u201c<\/em> machen will \u2013 seit Jahren zu den beliebtesten Politikern Deutschlands z\u00e4hlt. Im ZDF-Politbarometer war er zeitweise der einzige Spitzenpolitiker mit positiver Bewertung, w\u00e4hrend andere Regierungsmitglieder deutlich schlechter abschnitten. Auch RTL\/Forsa und INSA sahen ihn regelm\u00e4\u00dfig auf Platz eins der Beliebtheitsskalen.<\/p>\n<p>Diese Popularit\u00e4t eines Verteidigungsministers wurde vornehmlich in alternativen Medien kritisch kommentiert. Auf Manova griff der Publizist Tom J. Wellbrock in seinem Beitrag <em>\u201eDer Zeitenwendehals\u201c<\/em> die politische Figur Pistorius scharf an und problematisierte gerade dessen hohe Zustimmung trotz immer offensiverer Aufr\u00fcstungsrhetorik. Dort wird sinngem\u00e4\u00df die Frage gestellt, wie ein Politiker, der Begriffe wie \u201ekriegst\u00fcchtig\u201c gesellschaftsf\u00e4hig macht, gleichzeitig als Hoffnungstr\u00e4ger gelten kann.<\/p>\n<p>In meinem Buch <em>\u201eGef\u00e4hrliche Nullen\u201c<\/em>, in dem ich \u00fcber 10 \u00e4u\u00dferst fragw\u00fcrdige Personen der deutschen Gesellschaft geschrieben habe, durfte neben den Kriegstreibern Annalena Baerbock, Anton Hofreiter, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Friedrich Merz und Ursula von der Leyen auch Boris Pistorius nicht fehlen. Darin stelle ich diesen Kriegstreiber als nach au\u00dfen pragmatisch, volksnah und vern\u00fcnftig dar, der jedoch die politische Normalit\u00e4t schrittweise wieder in Richtung Militarisierung verschiebt. Meine Kritik lautet im Kern: Nicht der laut auftretende Hardliner ist die gr\u00f6\u00dfte Gefahr, sondern der popul\u00e4re Politiker mit gem\u00e4\u00dfigter Sprache, der Aufr\u00fcstung als Vernunft verkauft. Der Wolf im Schafspelz wirkt nicht gef\u00e4hrlich, weil er wie ein Psychopath \u2013 wie etwa Donald Trump \u2013 br\u00fcllt. Er ist gef\u00e4hrlich, weil er ruhig spricht, staatsm\u00e4nnisch klingt und dabei eine ganze Gesellschaft an den Gedanken gew\u00f6hnt, Krieg sei wieder eine normale Option politischer Gestaltung. Auch intelligente Menschen in meinem engeren Umkreis fallen auf den versteckten Bellizisten Pistorius herein, der mit seiner pastoralen Ruhe und gem\u00e4\u00dfigter Sprache Militarisierung als Vernunft verkauft.<\/p>\n<p>Pistorius erh\u00f6ht nicht die Sicherheit Deutschlands. Er verschiebt die geistige Grenze dessen, was wieder sagbar, denkbar und machbar wird. Dadurch gef\u00e4hrdet er Deutschland massiv. Denn wer st\u00e4ndig von Kriegst\u00fcchtigkeit spricht, der baut nicht am Frieden. Er baut an der psychologischen Infrastruktur des n\u00e4chsten Krieges. Politiker wie Boris Pistorius machen aus m\u00fchsam aufgebauter Friedenspolitik milit\u00e4rische Normalit\u00e4t. Ein Bundeskanzler wie Friedrich Merz, der nicht das Gespr\u00e4ch mit Russland sucht, sondern die Konfrontation, ist in meinen Augen ein Todesengel. Scharfmacher wie Roderich Kiesewetter, der schon vor ein paar Jahren den Krieg nach Russland tragen wollte, werden wieder geh\u00f6rt. Mental begrenzte und bellizistische Politiker \u2013 eine gef\u00e4hrliche Mischung \u2013wie Annalena Baerbock, die Krieg mit Russland f\u00fchrt und uns in ihrer Formulierung inkludierte, haben Deutschland nach au\u00dfen vertreten. Die Worte \u201eNie wieder Krieg\u201c verhallen zunehmend, und werden aus dem kollektiven Ged\u00e4chtnis der deutschen Bev\u00f6lkerung schrittweise gel\u00f6scht.<\/p>\n<p><strong>Die Umwandlung zur Kriegswirtschaft<\/strong><\/p>\n<p>Es entstehen neue Allianzen zwischen ziviler Industrie und Milit\u00e4r. Was fr\u00fcher als Ausnahme galt, wird Schritt f\u00fcr Schritt zur neuen Normalit\u00e4t: Autoindustrie, Bahnindustrie, Zulieferer, Infrastrukturplanung \u2013 alles wird zunehmend unter dem Gesichtspunkt milit\u00e4rischer Verwendbarkeit betrachtet.<\/p>\n<p>Ein besonders deutliches Beispiel ist Volkswagen. Rheinmetall pr\u00fcfte 2025 eine m\u00f6gliche Zusammenarbeit mit VW am Standort Osnabr\u00fcck. Laut Deutschlandfunk best\u00e4tigte VW, dass bei einem Besuch einer Rheinmetall-Delegation \u201em\u00f6gliche Potenziale einer Zusammenarbeit bei Milit\u00e4rfahrzeugen\u201c ergebnisoffen diskutiert wurden. VW-Chef Oliver Blume zeigte sich zuvor offen f\u00fcr ein st\u00e4rkeres Engagement in Milit\u00e4rprojekten. Reuters berichtete sp\u00e4ter zwar, Rheinmetall verhandele aktuell nicht mehr konkret \u00fcber Osnabr\u00fcck \u2013 entscheidend ist aber: Die T\u00fcr wurde ge\u00f6ffnet. Ein ziviler Autostandort wird als m\u00f6glicher Baustein der R\u00fcstungsproduktion gedacht. Sollte dieser Baustein realisiert werden, wei\u00df ich, welche Automarken ich nicht mehr kaufe.<\/p>\n<p>In G\u00f6rlitz \u00fcbernimmt der deutsch-franz\u00f6sische R\u00fcstungskonzern KNDS schrittweise das fr\u00fchere Alstom-Werk, in dem jahrzehntelang Doppelstockz\u00fcge und Stra\u00dfenbahnen gebaut wurden. K\u00fcnftig sollen dort Baugruppen f\u00fcr den Kampfpanzer Leopard 2, den Sch\u00fctzenpanzer Puma sowie Module f\u00fcr Varianten des Radpanzers Boxer produziert werden. Die Umstellung erfolgt schrittweise; der \u00dcbergang des Standorts soll voraussichtlich bis 2027 abgeschlossen sein. Produktionsstarts und erste Personal\u00fcbernahmen durch KNDS wurden bereits angek\u00fcndigt.<\/p>\n<p>Aus einem Werk, das Menschen transportierte, wird ein Werk, das Komponenten f\u00fcr Kriegsger\u00e4t liefert. Das nennt man heute Strukturwandel. Es ist ein Symbol daf\u00fcr, wie die bellizistischen Drahtzieher in Deutschland eine Gesellschaft langsam von einer zivil ausgerichteten hin zu einer milit\u00e4rischen verschieben.<\/p>\n<p>Auch Continental und Rheinmetall zeigen, wohin die Reise geht. Continental unterzeichnete 2024 eine Absichtserkl\u00e4rung mit Rheinmetall, um Besch\u00e4ftigten \u2013 aus vom Strukturwandel betroffenen Bereichen \u2013 Wechselm\u00f6glichkeiten in die R\u00fcstungsindustrie zu er\u00f6ffnen. Reuters beschrieb dies ausdr\u00fccklich als Folge des Personalbedarfs der R\u00fcstungsbranche bei gleichzeitigem Stellenabbau in der Autoindustrie. ZF Friedrichshafen, klassischer Autozulieferer, spricht selbst von seiner Rolle als Partner der Verteidigungsindustrie und liefert Komponenten f\u00fcr gesch\u00fctzte Fahrzeuge.<\/p>\n<p>Das ist der Kern der neuen Kriegswirtschaft: Wo zivile Industrien schw\u00e4cheln, erscheint R\u00fcstung pl\u00f6tzlich als Rettungsanker. Arbeitspl\u00e4tze werden nicht mehr durch friedliche Zukunftstechnologien gesichert, sondern durch Panzer, Munition, Milit\u00e4rfahrzeuge und Kriegslogistik.<\/p>\n<p>Autor Michael Hollister vertritt in seinem beim Online-Magazin Overton erschienenen Beitrag <em>\u201eAufr\u00fcstung im Niedergang: Warum Deutschland und die EU in den Krieg investieren\u201c<\/em> die These, dass wirtschaftliche Schw\u00e4che, Deindustrialisierung und ausbleibendes Wachstum die Versuchung erh\u00f6hen k\u00f6nnten, Aufr\u00fcstung als neuen Investitions- und Wachstumsmotor zu nutzen. Im Klartext hei\u00dft das: Wo industrielle Dynamik schwindet \u2013 der Schwund ist in Deutschland von unf\u00e4higen beziehungsweise eliteinstruierten Politikern hausgemacht \u2013, wird Kriegswirtschaft nicht mehr als Ausnahme gesehen, sondern als \u00f6konomischer Ausweg.<\/p>\n<p>In meinem Artikel \u201eSozialabbau f\u00fcr Kriegswirtschaft ist eine Kriegserkl\u00e4rung an das eigene Volk\u201c auf <em>wassersaege.com<\/em> schrieb ich im Kern: W\u00e4hrend Politiker \u00fcber Einschnitte im Sozialstaat in einem massiven Ausma\u00df diskutieren, werden f\u00fcr Aufr\u00fcstung, R\u00fcstungsproduktion und milit\u00e4rische Infrastruktur Milliarden ohne gro\u00dfartige Debatte mobilisiert. Die Priorit\u00e4ten der deutschen Politmarionetten verschieben sich \u2013 weg von sozialer Absicherung, hin zu milit\u00e4rischer St\u00e4rke.<\/p>\n<p>Es bleibt aber nicht bei Fabriken, die umstellen auf Kriegswirtschaft. Auch Stra\u00dfen, Br\u00fccken, Schienen und H\u00e4fen werden zunehmend unter milit\u00e4rischen Gesichtspunkten geplant und ausgebaut. Die EU und Deutschland arbeiten an dem Projekt \u201eMilitary Mobility\u201c: Truppen und schweres Ger\u00e4t sollen schneller durch Europa bewegt werden k\u00f6nnen. Eine DGAP-Analyse fordert regelm\u00e4\u00dfige Berichte \u00fcber Stra\u00dfen, Br\u00fccken, Tunnel, Schienen und Wasserwege \u2013 inklusive milit\u00e4rischer Lastenklassen. Die Bundesregierung selbst r\u00e4umt ein, dass die Bundeswehr f\u00fcr Bewegungen au\u00dferhalb milit\u00e4rischer Liegenschaften auf zivile Verkehrsinfrastruktur angewiesen ist, insbesondere auf Stra\u00dfen. Hatten wir das nicht schon einmal vor 85 bis 90 Jahren?<\/p>\n<p>Br\u00fccken werden nicht nur saniert, damit Pendler schneller zur Arbeit kommen. Schienen werden nicht nur ert\u00fcchtigt, damit Familien p\u00fcnktlicher in den Urlaub fahren. Stra\u00dfen werden nicht nur ausgebaut, damit der Alltag besser funktioniert. F\u00fcr die Kriegstreiber stellt sich die Frage: H\u00e4lt diese Br\u00fccke auch Panzer aus? Kommt dieser Zug auch mit Milit\u00e4rger\u00e4t durch? Kann diese Infrastruktur im Ernstfall Truppen und Waffen Richtung Osten transportieren?<\/p>\n<p>Das ist keine harmlose Modernisierung. Das ist die schleichende Militarisierung des zivilen Lebens.<br \/>Noch vor nicht allzu langer Zeit stellten sich verantwortungsvollere Politiker die Frage: Wie verbessern wir das Leben der B\u00fcrger? Heute lautet sie: Wie machen wir das Land kriegstauglich?<\/p>\n<p>Ist das nicht pervers? Eine Gesellschaft, die Schulen verfallen l\u00e4sst, Pflegekr\u00e4fte \u00fcberlastet, Rentner vertr\u00f6stet und Familien mit steigenden Kosten alleinl\u00e4sst, entdeckt pl\u00f6tzlich ihre Tatkraft, wenn Panzer rollen sollen. F\u00fcr marode Klassenzimmer fehlt Geld. F\u00fcr die Sanierung von Br\u00fccken, \u00fcber die im Ernstfall schweres Kriegsger\u00e4t fahren kann, finden sich pl\u00f6tzlich strategische Begr\u00fcndungen und jeder Menge finanzielle Mittel.<\/p>\n<p>Kriegswirtschaft entsteht nicht \u00fcber Nacht. Sie kommt leise. Erst als \u201eZeitenwende\u201c, dann als \u201eSonderverm\u00f6gen\u201c, dann als \u201eKriegst\u00fcchtigkeit\u201c, dann als Arbeitsplatzsicherung und dann noch als Infrastrukturprogramm. Und irgendwann merkt man: Das ganze Land wird nicht mehr auf Frieden ausgerichtet, sondern auf den n\u00e4chsten Krieg vorbereitet. Und viele B\u00fcrger in Deutschland sitzen wie hypnotisierte Kaninchen vor der Schlange. Deutschland ist zu einer Zuschauerdemokratie geworden.<\/p>\n<p>Nicht nur Rheinmetall profitiert. Der Geist der R\u00fcstung frisst sich in die zivile Wirtschaft hinein. In Autowerke. In Bahnwerke. In Zulieferketten. In Stra\u00dfenbauprogramme. In Br\u00fcckenstatik. In politische Sprache. In die K\u00f6pfe.<\/p>\n<p>Und wer das kritisiert, ist kein Tr\u00e4umer, Schwurbler oder Verschw\u00f6rungstheoretiker. Er sieht nur fr\u00fcher als andere, wohin diese Entwicklung f\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>Wie wird die neue Kriegswirtschaft finanziert? Auf Kosten des Sozialstaats.<\/strong><\/p>\n<p>Aufr\u00fcstung kostet. Kriegswirtschaft kostet. \u201eKriegst\u00fcchtigkeit\u201c kostet. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob bezahlt wird, sondern wer bezahlt.<\/p>\n<p>Die Antwort lautet:<\/p>\n<p>Nicht die Verm\u00f6genden, nicht die gro\u00dfen Profiteure, nicht jene Konzerne, deren Gewinne mit jedem R\u00fcstungsauftrag steigen. Bezahlen sollen Arbeitnehmer, Rentner, Familien und sozial Schw\u00e4chere.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend f\u00fcr Aufr\u00fcstung, Waffen, Munition, milit\u00e4rische Infrastruktur und milliardenschwere Sonderverm\u00f6gen pl\u00f6tzlich Geld in kaum vorstellbarer H\u00f6he mobilisiert wird, hei\u00dft es an anderer Stelle: Sparen bei Pflege, sparen bei Bildung, sparen bei Renten, sparen bei sozialen Leistungen.<\/p>\n<p>Gleichzeitig werden l\u00e4ngere Lebensarbeitszeiten diskutiert. Menschen sollen l\u00e4nger arbeiten, sp\u00e4ter in Rente gehen und sich auf geringere soziale Absicherung einstellen \u2013 in einem der wirtschaftsst\u00e4rksten L\u00e4nder der Welt \u2013 zumindest noch.<\/p>\n<p>F\u00fcr Panzer ist Geld da, f\u00fcr Menschen offenbar weniger. Eine Gesellschaft, die Milliarden f\u00fcr Aufr\u00fcstung bereitstellt, w\u00e4hrend \u00fcber K\u00fcrzungen im Sozialbereich gesprochen wird, verschiebt ihre Priorit\u00e4ten \u2013 weg vom sozialen Ausgleich, hin zur milit\u00e4rischen St\u00e4rke. Kanonen statt Butter.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich wird niemand offen sagen: Wir k\u00fcrzen Soziales, damit mehr Geld f\u00fcr Aufr\u00fcstung bleibt. Politisch klingt das so: Haushaltsdisziplin, Standortsicherung, Verantwortung, Zeitenwende, Kriegst\u00fcchtigkeit. Die Wirkung ist dennoch dieselbe. Eine einzige Scharade!<\/p>\n<p>Eine der gef\u00e4hrlichsten Entwicklungen unserer Zeit liegt nicht allein in der Aufr\u00fcstung selbst, sondern darin, dass eine Gesellschaft beginnt, Waffen schneller zu finanzieren als soziale Sicherheit \u2013 und dies nicht einmal mehr hinterfragt. Das ist keine \u201eZeitenwende\u201c, das ist ein Wertewandel einer manipulierten Gesellschaft \u2013 weg vom Selbstdenken hin zur Fremdsteuerung. Die Handlanger der eliteinstruierten Politiker \u2013 die Mainstreammedien \u2013 unterst\u00fctzen die gesteuerte und systematische Volksverbl\u00f6dung mit allen erdenklichen Mitteln. Sie werden ihrem Auftrag einer objektiven und neutralen Berichterstattung in keiner Weise mehr gerecht.<\/p>\n<p>Die momentane Entwicklung ist nicht nur bedenklich, sondern brandgef\u00e4hrlich.<\/p>\n<p><strong>Junge Menschen sollen den Preis zahlen<\/strong><\/p>\n<p>Aufr\u00fcstung braucht nicht nur Geld. Aufr\u00fcstung braucht auch Menschen.<\/p>\n<p>Die Bundeswehr k\u00e4mpft seit Jahren mit Personalproblemen. Stimmen werden lauter, die Truppenst\u00e4rke deutlich auszubauen. Zielgr\u00f6\u00dfen von bis zu 260.000 Soldaten werden diskutiert, hinzu kommen Reservisten und \u00dcberlegungen zu neuen Wehrdienstmodellen. Verteidigungsminister Boris Pistorius brachte mehrfach eine Form von verpflichtendem Dienst ins Gespr\u00e4ch. Die Bundeswehr spricht langfristig von einem deutlich h\u00f6heren Personalbedarf.<\/p>\n<p>Die entscheidende Frage lautet:<\/p>\n<p>Wer soll diese neue \u201eKriegst\u00fcchtigkeit\u201c eigentlich tragen?<\/p>\n<p>Die Antwort ist einfach:<\/p>\n<p>Nicht jene Politiker, die heute Aufr\u00fcstung fordern, und wahrscheinlich auch nicht deren Kinder, Nichten, Neffen und dergleichen. Nicht jene Kommentatoren, die von ihren bequemen Sesseln aus Waffenlieferungen bejubeln. Nicht jene Entscheidungstr\u00e4ger, die von geopolitischer Verantwortung sprechen.<\/p>\n<p>Den Preis zahlen junge Menschen. Menschen, die Familien gr\u00fcnden wollen. Menschen, die studieren, arbeiten, reisen oder Unternehmen aufbauen wollen. Menschen mit Zukunft. Wieder sollen junge Menschen auf Konflikte vorbereitet werden, die \u00e4ltere Entscheidungstr\u00e4ger verantworten. Kanonenfutter \u2013 Bauernopfer werden gesucht<\/p>\n<p>Nachfolgendes Zitat bringt es auf den Punkt:<\/p>\n<p><em>Krieg ist, wenn junge Menschen, die sich nicht kennen und nicht hassen, einander t\u00f6ten \u2013 weil alte Menschen, die sich kennen und hassen, es so wollen.<\/em><\/p>\n<p>Die Herkunft des Zitats ist nicht eindeutig. Seine Aussagekraft schon.<\/p>\n<p>Die Opfer der Kriege waren immer \u00fcberproportional junge Menschen. Im Ukrainekrieg z\u00e4hlen die milit\u00e4rischen Verluste auf beiden Seiten mittlerweile Sch\u00e4tzungen zufolge weit \u00fcber eine Million Tote, Verwundete oder Vermisste zusammen. Hinter jeder Zahl stand einmal ein Mensch mit Pl\u00e4nen, Hoffnungen und Angeh\u00f6rigen. Nicht die V\u00e4ter sollten ihre S\u00f6hne beerdigen, sondern die S\u00f6hne ihre V\u00e4ter.<\/p>\n<p>Wer heute \u201ekriegst\u00fcchtig\u201c sagt, sollte deshalb klar benennen, was das bedeutet: Es bedeutet nicht nur mehr Panzer, nicht nur mehr Waffen, nicht nur h\u00f6here Milit\u00e4rausgaben, es bedeutet insbesondere: mehr junge Menschen, die im Ernstfall k\u00e4mpfen und gegebenenfalls ihr Leben lassen sollen oder versehrt aus dem Krieg zur\u00fcckkommen. Und f\u00fcr was beziehungsweise wen? Um den Macht- und Besitzeliten bei der Erreichung ihrer menschenverachtenden Ziele zu helfen. Junge M\u00e4nner und Frauen, bitte glaubt nicht diesen Schwachsinn, dass ihr im Ernstfall f\u00fcr Volk und Vaterland, f\u00fcr die Sicherheit Deutschlands k\u00e4mpfen w\u00fcrdet. Ihr k\u00e4mpft f\u00fcr ein paar alte, verantwortungslose S\u00e4cke, die ihre Kinder sicherlich nicht in den Krieg schicken werden.<br \/>Mein Appell an die junge Generation: \u00dcberlegt euch genau, ob ihr diesen Schritt in die Bundeswehr gehen wollt. Wenn ihr das nicht wollt, gibt es selbst bei gegebener Wehrpflicht Mittel und Wege diesem von eigenn\u00fctzigen Bellizisten entwickelten Zwang zu entgehen.<\/p>\n<p>Deutschland m\u00fcsste aufgrund seiner dunklen Geschichte, die sie Kriegstreibern vergangener Jahre zu verdanken hat, besonders vorsichtig sein. Stattdessen wird erneut eine Sprache gesellschaftsf\u00e4hig, in der Aufr\u00fcstung Verantwortung hei\u00dft und Kriegsvorbereitung als Vernunft gilt, wof\u00fcr es Soldaten braucht, um die st\u00e4rkste Armee Europas aufzubauen. Es sind wieder die gleichen skrupellosen Bellizisten am Werk! Schande \u00fcber euch Kriegstreiber! Ich wei\u00df, ich wiederhole mich, aber ich kann meinen Ekel vor diesen Leuten nicht oft genug ausdr\u00fccken.<\/p>\n<p>Junge Menschen brauchen Zukunft, Bildung, Familien, Innovation, bezahlbaren Wohnraum und Perspektiven, und keine milit\u00e4rische Mobilmachung im Kopf. Wahre Verantwortung gegen\u00fcber der jungen Generation besteht nicht darin, sie kriegst\u00fcchtig zu machen, sondern ihr eine aussichtsreiche Zukunft zu bescheren, und alles daf\u00fcr zu tun, dass sie niemals kriegst\u00fcchtig sein muss. Gehen Sie endlich zu Wladimir Putin, Herr Merz, und reden Sie mit ihm. Oder haben Sie nicht die Courage dazu?<\/p>\n<p>Eine gro\u00dfe Leistung der Politik w\u00e4re es, nicht junge Menschen auf den Krieg vorzubereiten, sondern sie davor zu bewahren. Das scheint mit dem momentanen bellizistischen, von den Macht- und Besitzeliten ins Amt gehievten \u201ePolitikermaterial\u201c nicht machbar zu sein. Es ist auch nicht beabsichtigt, da sich die eliteinstruierten Politiker l\u00e4ngst unverbl\u00fcmt gegen das eigene Volk gewendet haben, wie sp\u00e4testens in der Coronazeit offen sichtbar wurde.<\/p>\n<p><strong>Russland als Bedrohung \u2013 Realit\u00e4t, Narrativ oder Folge eigener Politik?<\/strong><\/p>\n<p>Seit einiger Zeit taucht in Deutschland immer wieder eine bemerkenswert konkrete Zahl auf:<\/p>\n<blockquote><p>2029.<\/p><\/blockquote>\n<p>Bis sp\u00e4testens 2029 m\u00fcsse Deutschland \u201ekriegst\u00fcchtig\u201c werden. Russland k\u00f6nne dann milit\u00e4risch in der Lage sein, NATO-Staaten zu bedrohen. Das ist Russland heute schon. Gehen die Verbreiter dieses Unsinns davon aus, dass Putin \u201efairerweise\u201c so lange wartet, bis es Europa mit Russland aufnehmen kann? Diese Warnung wurde von Verteidigungsminister Boris Pistorius und Milit\u00e4rvertretern aufgegriffen.<\/p>\n<p>Warum genau 2029?<\/p>\n<p>Beruht diese Jahreszahl auf belastbaren Geheimdienstinformationen? Auf milit\u00e4rischen Planspielen? Auf Wahrscheinlichkeitsrechnungen? Oder handelt es sich vor allem um ein politisches Szenario, das Aufr\u00fcstung gesellschaftlich akzeptabler machen soll? Eines sollte klar sein: 2029 ist keine Tatsache. 2029 ist eine Annahme aus \u2013 in meinen Augen \u2013 unberufenem, bellizistischem und letztendlich dummem Munde.<\/p>\n<p>Aus einer Annahme wird jedoch schnell ein Gef\u00fchl. Aus einem Gef\u00fchl Angst. Und aus Angst entstehen politische Entscheidungen, die unter normalen Umst\u00e4nden und einer weniger \u00e4ngstlichen Bev\u00f6lkerung auf erheblich mehr Widerstand sto\u00dfen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Mehr Waffen, mehr Schulden f\u00fcr Aufr\u00fcstung, mehr Soldaten, mehr \u201eKriegst\u00fcchtigkeit\u201c werden mit dieser hirnrissigen Annahme begr\u00fcndet. Die Frage, die in diesem Zusammenhang gestellt werden sollte, ist doch: Warum sollte Russland \u00fcberhaupt Europa oder Deutschland angreifen?<\/p>\n<p>Russland besitzt die l\u00e4ngsten Landesgrenzen der Welt \u2013 mehr als 60.000 Kilometer \u2013, enorme Rohstoffvorkommen und gewaltige eigene sicherheitspolitische Herausforderungen. Welches strategische Interesse h\u00e4tte Russland daran, Deutschland milit\u00e4risch zu besetzen? Wegen seiner alternden Infrastruktur? Wegen seinen hohen Energiekosten? Wegen seinen fehlenden Rohstoffen? Oder will Russland unsere enormen Sonderverm\u00f6gen alias Schulden \u00fcbernehmen? Machen Sie sich doch nicht l\u00e4cherlich, Herr Pisorius und Konsorten! In meinen Augen seid ihr das: L\u00e4cherliche Figuren, gesteuert von den Finanzeliten dieser Welt, die Deutschland in den Abgrund f\u00fchren werden, sollte ihnen nicht Einhalt geboten werden.<\/p>\n<p>Die Invasion Russlands in die Ukraine ist nicht zu entschuldigen. Dennoch dr\u00e4ngt sich die Frage auf: Wie entstand \u00fcberhaupt die heutige sicherheitspolitische Konfrontation?<\/p>\n<p>Hier kommt die NATO-Osterweiterung ins Spiel. 1990 sagte der damalige US-Au\u00dfenminister James Baker im Zusammenhang mit der deutschen Wiedervereinigung sinngem\u00e4\u00df:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eNot one inch eastward.\u201c<br \/>\u201eKeinen Zentimeter nach Osten.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Das war zwar keine verbindliche Zusage gegen sp\u00e4tere NATO-Erweiterungen wie Bellizisten oftmals argumentieren. Es gibt tats\u00e4chlich keinen schriftlichen Vertrag, keine rechtlich bindende Vereinbarung. Aber ist ein Wort eines hochrangigen Politikers nichts mehr wert? Andererseits, wenn ich mir die Versprechungen von Friedrich Merz vor seiner Wahl zum Bundeskanzler so ansehe\u2026<\/p>\n<p>Russische Sichtweisen betonen dagegen \u2013 in meinen Augen \u2013 richtigerweise: \u00a0Auch wenn kein schriftlicher Vertrag geschlossen wurde, gab es dennoch ein politisches Versprechen, aus dem ein gebrochenes Vertrauen wurde.<\/p>\n<p>Es ist auch nicht so wichtig, wer historisch recht hat. Wenn Russland durch die NATO-Osterweiterung \u00fcber Jahrzehnte eingekreist wird \u2013 unabh\u00e4ngig davon, ob der Westen diese Sicht teilt \u2013, ist die russische Reaktion zu verstehen. Mit der m\u00f6glichen Aufnahme der Ukraine in die NATO wurde aus Sicht Russlands eine rote Linie \u00fcberschritten \u2013 ein Konfliktpotenzial, das Joe Biden bereits 1997 im Zusammenhang mit der NATO-Osterweiterung prognostiziert hatte. Die USA w\u00fcrden es verst\u00e4ndlicherweise auch nicht gerne haben, wenn Mexiko oder Kanada auf sie gerichtete Raketen in unmittelbarer N\u00e4he zur Landesgrenze aufstellen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Der Ukrainekrieg hat nicht im Februar 2022 begonnen, sondern ist das Ergebnis einer jahrelangen bewusst gesteuerten Eskalationsspirale. Er begann sp\u00e4testens mit dem Euromaidan 2014, wie auch Jens Stoltenberg, der ehemalige Generalsekret\u00e4r der NATO wusste.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Vielleicht ist die gr\u00f6\u00dfte Trag\u00f6die Europas nicht, dass Russland die Ukraine angegriffen hat. Die gr\u00f6\u00dfere Trag\u00f6die ist meines Erachtens, dass ausgerechnet jene Politiker, die t\u00e4glich von Frieden sprechen, jede neue Waffenlieferung in die Ukraine als Moral verkaufen. Die eigentliche Perversion besteht darin, dass heute Aufr\u00fcstung als Friedenspolitik gilt und Kriegsverl\u00e4ngerung als Solidarit\u00e4t mit der Ukraine.<br \/>F\u00fcr mich stellt sich mittlerweile weniger die Frage, wer diesen Krieg begonnen, beziehungsweise wer zu diesem Schritt provoziert hat, sondern: Wer h\u00e4tte ihn fr\u00fcher beenden k\u00f6nnen \u2013 und wollte es nicht?<\/p>\n<p>In tiefster Verachtung aller Kriegstreiber<br \/>Uwe Froschauer<\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p>Wir danken dem Autor f\u00fcr das Recht zur Ver\u00f6ffentlichung dieses Beitrags.<\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p>Bild: Russischer Raketenangriff auf Wohngeb\u00e4ude in Dnipro, Ukraine. Die Menschen ehrten das Gedenken an diejenigen, die in dem zerst\u00f6rten Haus starben.  Dnipro, 2023-01-22<br \/>Bildquelle: <u>rospoint<\/u> \/ shutterstock<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div>Bevor ich mit dem Artikel beginne, m\u00f6chte ich meine tiefe Verachtung gegen\u00fcber allen Kriegstreibern dieser Welt ausdr\u00fccken. 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