{"id":6983,"date":"2026-06-02T13:32:57","date_gmt":"2026-06-02T11:32:57","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/wirtschaft\/uber-startet-robotaxi-projekt-in-muenchen-taxis-ohne-spezialumbauten-37473144-html-3\/"},"modified":"2026-06-02T13:32:57","modified_gmt":"2026-06-02T11:32:57","slug":"uber-startet-robotaxi-projekt-in-muenchen-taxis-ohne-spezialumbauten-37473144-html-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wirtschaft\/uber-startet-robotaxi-projekt-in-muenchen-taxis-ohne-spezialumbauten-37473144-html-3\/","title":{"rendered":"Autonomes Fahren: Uber und Autobrains wollen Robotaxis in M\u00fcnchen testen"},"content":{"rendered":"<div>\n<div>\n<div class=\"rtf-content-wrapper\">\n<p>Uber und Autobrains wollen M\u00fcnchen zum Robotaxi-Testlabor machen. Das Projekt setzt auf Serienfahrzeuge statt auf teure Spezialumbauten<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"rtf-content-wrapper\">\n<p>Der Fahrdienstevermittler Uber und das israelische KI-Unternehmen Autobrains starten ein gemeinsames Robotaxi-Programm in M\u00fcnchen. In der bayerischen Landeshauptstadt eine Flotte autonomer Fahrzeuge der Stufe 4 aufgebaut werden, k\u00fcndigten die Unternehmen am Montag auf der Technologiekonferenz GTC in Taipeh an. Bei einem Level 4 ist keine Fahreraufmerksamkeit mehr n\u00f6tig. Das Taxi kommt ohne Fahrer aus und die Passagiere k\u00f6nnen w\u00e4hrend der Fahrt schlafen, arbeiten oder Filme ansehen.<\/p>\n<p>Damit werden auch Fahrzeuge ohne ein klassisches Cockpit m\u00f6glich, da kein Mensch eingreifen muss. Das Fahrzeug darf aber nur in einem vorher festgelegten Bereich fahren, zum Beispiel innerhalb des mittleren Rings in M\u00fcnchen oder auf bestimmten Autobahnabschnitten. Das Projekt basiert technologisch auf der Rechenplattform des Chipgiganten Nvidia.<\/p>\n<h2>Abschied von teuren Spezialumbauten<\/h2>\n<p>Im Zentrum der strategischen Partnerschaft steht ein grundlegender Paradigmenwechsel f\u00fcr die kommerzielle autonome Mobilit\u00e4t: der Verzicht auf ma\u00dfgeschneiderte Spezialfahrzeuge. Bisherige Robotaxi-Dienste, wie etwa die Google-Tochter Waymo, setzen auf hochgradig individualisierte Fahrzeugflotten mit komplexen Sensorenaufbauten auf dem Dach.<\/p>\n<p>Das neue Programm in M\u00fcnchen etabliert stattdessen ein sogenanntes \u201eOEM-agnostisches\u201c Modell. Damit ist gemeint, dass sich das System unkompliziert in bestehende Serienfahrzeuge verschiedenster Automobilhersteller (OEMs) wie Audi, BMW, Mercedes oder Volkswagen integrieren l\u00e4sst. F\u00fcr die Autobranche soll sich damit die M\u00f6glichkeit er\u00f6ffnen, eigene Fahrzeugplattformen ohne immensen Entwicklungsaufwand in ein autonomes Fahrdienste-Netzwerk einzubringen.<\/p>\n<h2>\u201eAgentic AI\u201c steuert durch M\u00fcnchen<\/h2>\n<p>Technologisches Herzst\u00fcck des Projekts ist die sogenannte \u201eAgentic A\u201c von Autobrains. Im Gegensatz zu herk\u00f6mmlichen Ende-zu-Ende-KI-Modellen, die die gesamte Fahraufgabe als ein einziges gro\u00dfes System verarbeiten, zerlegt der Ansatz von Autobrains den Fahrvorgang in spezialisierte, eigenst\u00e4ndige Software-Agenten. Ein KI-Agent bewertet Vorfahrtsregeln, ein anderer achtet auf die Fu\u00dfg\u00e4nger, andere Agenten sind f\u00fcr Aufgaben wie den Spurwechsel zust\u00e4ndig. Ein \u00fcbergeordnetes System bewertet diese Dimensionen des Verkehrsgeschehens parallel und trefft in Echtzeit verbindliche Entscheidungen.<\/p>\n<p>M\u00fcnchen dient f\u00fcr das Konsortium als weltweite Launch-City. Ausschlaggebend f\u00fcr die Standortwahl waren neben der dichten urbanen Infrastruktur und der N\u00e4he zu f\u00fchrenden Automobilkonzernen vor allem die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland. Das deutsche Gesetz zum autonomen Fahren erlaubt den fahrerlosen Betrieb unter bestimmten Voraussetzungen in festgelegten Gesch\u00e4ftsbereichen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Der Start des kommerziellen Dienstes steht unter dem Vorbehalt der noch ausstehenden beh\u00f6rdlichen Genehmigungen. F\u00fcr Uber bedeutet das Projekt in M\u00fcnchen eine strategische Doppelspitze: Der Mobilit\u00e4tsriese testet in der Region bereits autonomes Fahren mit dem chinesischen Technologiepartner Momenta und baut mit dem zweiten Projekt seine Pr\u00e4senz auf dem europ\u00e4ischen Markt f\u00fcr fahrerlose Mobilit\u00e4t damit aus.<\/p>\n<p>Bei der Ank\u00fcndigung in Taipeh blieben allerdings wichtige Details noch offen. So ist unklar, welche Fahrzeugmarke zuerst eingesetzt wird und wer die Flotte betreibt. Au\u00dferdem ist weiterhin nicht klar, ob es zu Beginn des Tests noch Sicherheitsfahrer im Fahrzeug geben wird und in welchem Gebiet genau und ab wann die Testfahrten absolviert werden.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div>Uber und Autobrains wollen M\u00fcnchen zum Robotaxi-Testlabor machen. 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