{"id":7117,"date":"2026-06-03T06:14:27","date_gmt":"2026-06-03T04:14:27","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/nach-der-sprengfalle-das-zweite-leben-des-kriegsreporters\/"},"modified":"2026-06-03T06:14:27","modified_gmt":"2026-06-03T04:14:27","slug":"nach-der-sprengfalle-das-zweite-leben-des-kriegsreporters","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/nach-der-sprengfalle-das-zweite-leben-des-kriegsreporters\/","title":{"rendered":"Nach der Sprengfalle: Das zweite Leben des Kriegsreporters"},"content":{"rendered":"<div>\n<p><em>Von Wassilissa Sacharowa <\/em><\/p>\n<p>Es war Nachmittag am 14. April 2015. Mein Handy klingelte. &#8222;Schalte die russischen Medien ein und setz dich am besten hin&#8220;, sagte mir ein Bekannter am Telefon. Es ging um den Kriegsberichterstatter aus Donezk, Andrei Lunjow, den ich pers\u00f6nlich in Donezk kennengelernt hatte. Da ich in Deutschland lebte und keine russischen Medien im Fernsehen einfach einschalten konnte, gab ich Lunjows Namen in die Google\u2011Suche ein und bekam sofort ein Ergebnis.<\/p>\n<p>Auf einem Video eines russischen Senders, das nur wenige Minuten alt war, war Andrei zu sehen. Er lag bewusstlos da, und sein mit Blut verschmierter K\u00f6rper zuckte in einem Krampfanfall. Der Moderator berichtete, dass der Kriegsreporter des TV\u2011Senders <em>Swesda<\/em>, Andrei Lunjow, auf eine Sprengfalle in Schirokino (in der N\u00e4he von Mariupol)\u00a0gesto\u00dfen sei und nun mit einem Hubschrauber nach Russland evakuiert werde, um dort operiert zu werden.<\/p>\n<p>Es war eine ungew\u00f6hnliche Sprengfalle, denn sie war nicht wie \u00fcblich auf Beinh\u00f6he angebracht, sondern auf Kopfh\u00f6he. Die Splitter trafen sein Gehirn und seinen Oberk\u00f6rper, und er verlor sehr viel Blut. Bei einer solchen Verletzung sind die \u00dcberlebenschancen sehr gering. Doch Andrei \u00fcberlebte.<\/p>\n<p>Direkt vor Ort leisteten ihm Mitarbeiter der OSZE Erste Hilfe. R\u00fcckblickend sagt Andrei, dass sie ihm vermutlich das Leben gerettet haben.<\/p>\n<p>Er wurde im Krankenhaus in Sankt Petersburg operiert und durchlief anschlie\u00dfend eine Rehabilitationstherapie in einem Moskauer Milit\u00e4rkrankenhaus. Sein Arbeitgeber, <em>Swesda<\/em>, unterst\u00fctzte ihn w\u00e4hrend seiner Genesung. Nach der mehrj\u00e4hrigen Therapie blieb seine rechte K\u00f6rperseite jedoch gel\u00e4hmt. Er musste wieder lernen, zu sprechen und zu gehen \u2012 \u00e4hnlich wie nach einem Schlaganfall.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/6a1de016b480cc23bc7ca01a.jpg 850w,\n                https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/6a1de016b480cc23bc7ca01a.jpg 1960w,            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><source data-srcset=\" https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/6a1de016b480cc23bc7ca01a.jpg 460w,\n              https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/6a1de016b480cc23bc7ca01a.jpg 980w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Antimaidan-Proteste im Fr\u00fchjahr 2014 im Zentrum von Donezk<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Andrej Lunjow<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Heute im Jahr 2026, elf Jahre nach dem Vorfall mit der Sprengfalle, spricht Andrei (59) fast wieder normal, wenn auch etwas langsamer, und f\u00e4hrt sogar wieder Auto. Gehen kann er nur mithilfe eines Vierfu\u00df-Gehstocks. Doch er beschwert sich nicht. &#8222;Ich denke, dass das Spielen auf dem Klavier, zu dem mich meine Mutter als Kind zwang, eine gro\u00dfe Rolle bei meiner Erholung gespielt hat. Es hat meine Nerven geschmeidiger gemacht&#8220;, erz\u00e4hlt er.<\/p>\n<h4><strong>Die Neocons griffen nach Donezk<\/strong><\/h4>\n<p>Andrei Lunjow arbeitete schon l\u00e4nger als Journalist \u2013 damals noch in der Ukraine, bei der Pressestelle des st\u00e4dtischen Exekutivkomitees in Donezk. Dort wurde er jedoch entlassen. Das geschah nach dem Besuch des tschechischen Botschafters im Jahr 2013, als dieser die dortigen Pressevertreter fragte, warum sie das ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigte Abkommen mit der EU nicht unterst\u00fctzen wollen. Darauf antwortete Andrei, dass sich die Menschen in Donezk von der Mentalit\u00e4t her russisch f\u00fchlen und dass die ukrainische Wirtschaft stark auf den russischen Markt ausgerichtet sei. Dadurch bekam Andrei einen Vorgeschmack auf das, was in der EU unter &#8222;Demokratie&#8220; und &#8222;Pressefreiheit&#8220; verstanden wird: Am n\u00e4chsten Tag rief ihn die Direktorin der Pressestelle an, um ihn zu feuern.<\/p>\n<p>Auf dem Maidan in Kiew war er nicht gewesen, doch er\u00a0erinnert sich daran, wie ihm klar wurde, dass die Maidan-Kr\u00e4fte auch nach Donezk griffen. &#8222;Als unser damaliger B\u00fcrgermeister, Alexander Lukjantschenko, im Februar 2014 davon sprach, dass wir der rechtm\u00e4\u00dfigen Staatsgewalt gehorchen m\u00fcssten, wurde mir klar, dass wir Donezk an die Kr\u00e4fte hinter dem Putsch verloren hatten. Denn er bezeichnete die neuen Machthaber in Kiew, die durch den gewaltsamen Regierungswechsel an die Macht gekommen waren, als rechtm\u00e4\u00dfige Staatsgewalt&#8220;, erinnert sich Andrei.<\/p>\n<p>Solche Aussagen der regionalen F\u00fchrung bewegten die Donezker Anti\u2011Maidan\u2011Aktivisten dazu, das Geb\u00e4ude der Regionalverwaltung zu besetzen. Die Donezker Polizei folgte damals den Befehlen aus Kiew und trieb die Aktivisten aus dem Geb\u00e4ude. Doch sie besetzten es bald erneut \u2012 diesmal war Andrei mit seiner Kamera dabei.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/6a1d7d79b480cc23ce08ff9a.jpg 850w,\n                https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/6a1d7d79b480cc23ce08ff9a.jpg 1960w,            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><source data-srcset=\" https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/6a1d7d79b480cc23ce08ff9a.jpg 460w,\n              https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/6a1d7d79b480cc23ce08ff9a.jpg 980w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img data-opt-id=791639987  fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" data-sizes=\"auto\" src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/6a1d7d79b480cc23ce08ff9a.jpg\" alt=\"\"><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img data-opt-id=1818871338  fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/6a1d7d79b480cc23ce08ff9a.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Anti-Maidan-Aktivisten versammelten sich vor dem Geb\u00e4ude der Regionalverwaltung in Donezk.<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Andrej Lunjow<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>&#8222;Ich erinnere mich, wie gl\u00fccklich die Aktivisten damals waren. Die Eroberung eines so wichtigen Regierungsgeb\u00e4udes war vor allem ein Symbol daf\u00fcr, dass das Volk die Macht hat. Wir schauten uns das B\u00fcro des Gouverneurs an. Dort standen seine Pokale und Auszeichnungen. Wir sahen, aus welchen Tassen er seinen Kaffee trank, und betrachteten seinen Arbeitsraum&#8220;, erz\u00e4hlt Andrei.<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 2014 reiste Andrei auf die Krim, wo er den ehemaligen russischen Geheimdienstler Igor Strelkow (der heute wegen &#8222;Aufrufs zu extremistischer T\u00e4tigkeit&#8220; im russischen Gef\u00e4ngnis sitzt) pers\u00f6nlich kennenlernte. Er beschreibt Strelkow als ideologischen Mann mit einer klaren Vision: &#8222;Er meinte, dass Donezk und Lugansk unbedingt zu F\u00f6derationen werden m\u00fcssten.&#8220;<\/p>\n<p>\u00dcber das Referendum auf der Krim kann er mir nicht viel erz\u00e4hlen. &#8222;Meine Mission war eine ganz andere. Ich war dort haupts\u00e4chlich damit besch\u00e4ftigt, mit gleichgesinnten Anti\u2011Maidan\u2011Aktivisten zu sprechen&#8220;, sagt er.<\/p>\n<p>Andrei selbst war eine Art halb unabh\u00e4ngiger Journalist, halb Aktivist. Als Anwohner von Donezk ging ihm das Schicksal seiner Heimat und ihre feindliche \u00dcbernahme durch ausl\u00e4ndische Interessengruppen sehr nahe, und er begr\u00fc\u00dfte diese Entwicklung nicht. Im Auftrag von Strelkow half er damals dabei, die Flaggen f\u00fcr Donezk und die Donezker Oblast zu drucken. Flaggen, die von der Ukraine selbst den Regionen zugeteilt wurden. Diese Erinnerung ist deshalb wichtig, weil sie zeigt, dass es den Anti\u2011Maidan\u2011Aktivisten nicht prim\u00e4r um Russland ging \u2012 die damalige Bezeichnung &#8222;prorussisch&#8220; in den deutschen und westlichen Medien entsprach also nicht der Realit\u00e4t.<\/p>\n<p>&#8222;Wir wollten uns anfangs gar nicht von der Ukraine abspalten, sondern forderten eine F\u00f6deralisierung nach deutschem Vorbild&#8220;, erkl\u00e4rt Andrei. Erst als dieser Vorschlag von Kiew ignoriert wurde, nahm die Anti\u2011Maidan\u2011Bewegung eine st\u00e4rker russisch orientierte Richtung an.<\/p>\n<p><strong>Ein Zeuge des MH-17-Absturzes<\/strong><\/p>\n<p>Im Juli 2014 fuhr Andrei nach Sneschnoje in seinem alten, &#8222;spritfressenden&#8220; Moskwitsch. Er hielt an, um (mal wieder) zu tanken. Dabei bemerkte er, wie unweit von der Tankstelle eine gro\u00dfe Rauchwolke aufstieg. Er fuhr dorthin und entdeckte die abgest\u00fcrzte Passagierkabine der Boeing\u00a0777\u2011200ER der Malaysia Airlines, umgeben von Hunderten menschlichen Leichen.<\/p>\n<p>An dieser Stelle macht Andrei eine Pause und schaut in die Ferne. Ich frage, ob alles in Ordnung sei. Er erkl\u00e4rt, dass er das gar nicht h\u00e4tte filmen wollen. &#8222;Warum?&#8220;, frage ich. &#8222;Weil ich fand, dass Menschen so etwas Schreckliches nicht sehen sollten&#8220;, antwortet er.<\/p>\n<p>Am meisten blieben ihm die Einschlagskrater neben den leblosen K\u00f6rpern im Ged\u00e4chtnis. Diese deuteten darauf hin, dass die K\u00f6rper mit solcher Wucht auf dem Boden aufgeschlagen waren, dass sie von der Erde abprallten und danebenfielen. &#8222;\u00dcberall lagen Kinderzeichnungen verstreut&#8220;, erinnert er sich. M\u00e4nner aus dem Kosaken\u2011Bataillon waren ebenfalls vor Ort und sammelten \u2012 aus einem f\u00fcr Andrei unverst\u00e4ndlichen Grund \u2012 die Ausweise der toten Passagiere ein.<\/p>\n<p>Andrei fuhr zum Cockpit\u2011Bereich, der mehrere Kilometer vom Rumpfteil entfernt abgest\u00fcrzt war. Er fand es eigenartig, dass er an den Sitzpl\u00e4tzen der Piloten kein Blut sah, obwohl die\u00a0Au\u00dfenh\u00fclle des Cockpits von L\u00f6chern durchsiebt war, die einer kleinkalibrigen Salve \u00e4hnlich aussahen. &#8222;Ich habe Zeugenaussagen gesammelt&#8220;, berichtet er. &#8222;Mehrere Menschen berichteten von zwei Kampfjets, die sie neben der Boeing unmittelbar vor dem Absturz fliegen sahen.&#8220; Diese Aussagen fanden Eingang in den Dokumentarfilm von Arkadi Mamontow \u00fcber den Abschuss\u00a0der MH\u201117: &#8222;Flug MH\u201117 \u2012 Unterbrochener Flug&#8220; (russisch: &#8222;\u0420\u0435\u0439\u0441 MH\u201117. \u041f\u0440\u0435\u0440\u0432\u0430\u043d\u043d\u044b\u0439 \u043f\u043e\u043b\u0451\u0442&#8220;).<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/6a1ddf7748fbef23ab1473fc.jpg 850w,\n                https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/6a1ddf7748fbef23ab1473fc.jpg 1960w,            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><source data-srcset=\" https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/6a1ddf7748fbef23ab1473fc.jpg 460w,\n              https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/6a1ddf7748fbef23ab1473fc.jpg 980w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img data-opt-id=791639987  decoding=\"async\" data-sizes=\"auto\" src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/6a1ddf7748fbef23ab1473fc.jpg\" alt=\"\"><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img data-opt-id=1227776783  decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/6a1ddf7748fbef23ab1473fc.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Tr\u00fcmmerteile des Flugs MH-17<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Andrei Lunjow<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Andrei gesteht mir, dass er eine der dort verstreuten Schallplatten und eine Sicherheitsweste mitgenommen hat. &#8222;Wof\u00fcr?&#8220;, frage ich. Er zuckt mit den Schultern und antwortet nachdenklich: &#8222;Ich wei\u00df es nicht.&#8220;<\/p>\n<p>Ich merkte an, dass nach der Auswertung der Blackbox durch britische Experten irgendwie nichts Brauchbares herauskam. Wir sind uns beide einig, dass es vielsagend ist, dass die Blackbox nach der tagelangen Suche schlie\u00dflich von den Malaysiern selbst an die Briten \u00fcbergeben wurde.<\/p>\n<p><strong>Weltwirtschaft spielt eine wichtige Rolle bei Kriegen<\/strong><\/p>\n<p>Nach allem, was Andrei gesehen und erlebt hat, hat sich seine Weltanschauung in vielen Punkten drastisch ver\u00e4ndert. Das Aktivistische und Ideologische ist verschwunden. &#8222;Die Politik ist eine eigene Welt&#8220;, sagt er. Er betont, dass die Wirtschaft wohl eine der wichtigsten Rollen bei allen Konflikten spielt \u2012 auch beim Konflikt in der Ukraine. &#8222;Zu diesem Krieg musste es kommen, weil der Kapitalismus regelm\u00e4\u00dfige Konflikte erfordert&#8220;, f\u00fcgt er hinzu. Meine Frage, ob er glaube, dass dieser Krieg bald zu Ende gehen werde, verneint er.<\/p>\n<p>Andrei erz\u00e4hlt mir, wie m\u00fcde er sei, st\u00e4ndig als Invalide wahrgenommen zu werden, und wie gerne er seine Arme und Beine wieder ganz normal bewegen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Auf dem Weg zu meiner Wohnung muss ich die Treppe hinaufsteigen und ertappe mich dabei, wie ich pl\u00f6tzlich dankbar daf\u00fcr bin, laufen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong> \u2013 <a href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/meinung\/273957-belgorod-konferenz-zivilisten-bezeugen-kriegsverbrechen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Belgorod-Konferenz: Zivilisten bezeugen Kriegsverbrechen \u2013 Der Westen h\u00e4lt sich die Ohren zu<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-all\">\n<div class=\"AllEmbed\">\n                                                <iframe title=\"Warum der Westen wegschaut, wenn der ukrainische Geheimdienst Journalisten und Aktivisten t\u00f6tet\" allowtransparency=\"true\" height=\"300\" width=\"100%\" style=\"border: none; min-width: min(100%, 430px);height:300px;\" scrolling=\"no\" data-name=\"pb-iframe-player\" src=\"https:\/\/www.podbean.com\/player-v2\/?from=embed&amp;i=ckfi3-14b8295-pb&amp;square=1&amp;share=1&amp;download=1&amp;fonts=Arial&amp;skin=f6f6f6&amp;font-color=&amp;rtl=0&amp;logo_link=&amp;btn-skin=7&amp;size=300\" loading=\"lazy\" allowfullscreen=\"\"><\/iframe>\n                    <\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Wassilissa Sacharowa Es war Nachmittag am 14. 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