{"id":8411,"date":"2026-06-09T10:04:22","date_gmt":"2026-06-09T08:04:22","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/medienkritik\/wenders-vs-kinski-oder-wer-war-damals-noch-zu-jung-von-paul-clemente\/"},"modified":"2026-06-09T10:04:22","modified_gmt":"2026-06-09T08:04:22","slug":"wenders-vs-kinski-oder-wer-war-damals-noch-zu-jung-von-paul-clemente","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/medienkritik\/wenders-vs-kinski-oder-wer-war-damals-noch-zu-jung-von-paul-clemente\/","title":{"rendered":"Wenders vs. Kinski oder: Wer war damals noch zu jung? | Von Paul Clemente"},"content":{"rendered":"<div><!--kg-card-begin: html--><br \/>\n<iframe title=\"Wenders vs. Kinski oder: Wer war damals noch zu jung? | Von Paul Clemente\" width=\"560\" height=\"418\" src=\"https:\/\/tube4.apolut.net\/videos\/embed\/6NWr6KRzvPbkhj2EpSG8ug\" allow=\"fullscreen\" sandbox=\"allow-same-origin allow-scripts allow-popups allow-forms\" style=\"border-radius: 8px\"><\/iframe><br \/>\n<!--kg-card-end: html--><\/p>\n<div class=\"kg-card kg-audio-card\">\n<div class=\"kg-audio-thumbnail placeholder kg-audio-hide\"><svg width=\"24\" height=\"24\" fill=\"none\"><path fill-rule=\"evenodd\" clip-rule=\"evenodd\" d=\"M7.5 15.33a.75.75 0 1 0 0 1.5.75.75 0 0 0 0-1.5Zm-2.25.75a2.25 2.25 0 1 1 4.5 0 2.25 2.25 0 0 1-4.5 0ZM15 13.83a.75.75 0 1 0 0 1.5.75.75 0 0 0 0-1.5Zm-2.25.75a2.25 2.25 0 1 1 4.5 0 2.25 2.25 0 0 1-4.5 0Z\"><\/path><path fill-rule=\"evenodd\" clip-rule=\"evenodd\" d=\"M14.486 6.81A2.25 2.25 0 0 1 17.25 9v5.579a.75.75 0 0 1-1.5 0v-5.58a.75.75 0 0 0-.932-.727.755.755 0 0 1-.059.013l-4.465.744a.75.75 0 0 0-.544.72v6.33a.75.75 0 0 1-1.5 0v-6.33a2.25 2.25 0 0 1 1.763-2.194l4.473-.746Z\"><\/path><path fill-rule=\"evenodd\" clip-rule=\"evenodd\" d=\"M3 1.5a.75.75 0 0 0-.75.75v19.5a.75.75 0 0 0 .75.75h18a.75.75 0 0 0 .75-.75V5.133a.75.75 0 0 0-.225-.535l-.002-.002-3-2.883A.75.75 0 0 0 18 1.5H3ZM1.409.659A2.25 2.25 0 0 1 3 0h15a2.25 2.25 0 0 1 1.568.637l.003.002 3 2.883a2.25 2.25 0 0 1 .679 1.61V21.75A2.25 2.25 0 0 1 21 24H3a2.25 2.25 0 0 1-2.25-2.25V2.25c0-.597.237-1.169.659-1.591Z\"><\/path><\/svg><\/div>\n<div class=\"kg-audio-player-container\"><audio src=\"https:\/\/apolut.net\/content\/media\/2026\/06\/LBS-20260609-apolut.mp3\" preload=\"metadata\"><\/audio><\/p>\n<div class=\"kg-audio-title\">LBS 20260609 apolut<\/div>\n<div class=\"kg-audio-player\"><button class=\"kg-audio-play-icon\" aria-label=\"Play audio\"><svg viewbox=\"0 0 24 24\"><path d=\"M23.14 10.608 2.253.164A1.559 1.559 0 0 0 0 1.557v20.887a1.558 1.558 0 0 0 2.253 1.392L23.14 13.393a1.557 1.557 0 0 0 0-2.785Z\"><\/path><\/svg><\/button><button class=\"kg-audio-pause-icon kg-audio-hide\" aria-label=\"Pause audio\"><svg viewbox=\"0 0 24 24\"><rect x=\"3\" y=\"1\" width=\"7\" height=\"22\" rx=\"1.5\" ry=\"1.5\"><\/rect><rect x=\"14\" y=\"1\" width=\"7\" height=\"22\" rx=\"1.5\" ry=\"1.5\"><\/rect><\/svg><\/button><span class=\"kg-audio-current-time\">0:00<\/span><\/p>\n<div class=\"kg-audio-time\">\/<span class=\"kg-audio-duration\">693.576<\/span><\/div>\n<p><input type=\"range\" class=\"kg-audio-seek-slider\" max=\"100\" value=\"0\"><button class=\"kg-audio-playback-rate\" aria-label=\"Adjust playback speed\">1\u00d7<\/button><button class=\"kg-audio-unmute-icon\" aria-label=\"Unmute\"><svg viewbox=\"0 0 24 24\"><path d=\"M15.189 2.021a9.728 9.728 0 0 0-7.924 4.85.249.249 0 0 1-.221.133H5.25a3 3 0 0 0-3 3v2a3 3 0 0 0 3 3h1.794a.249.249 0 0 1 .221.133 9.73 9.73 0 0 0 7.924 4.85h.06a1 1 0 0 0 1-1V3.02a1 1 0 0 0-1.06-.998Z\"><\/path><\/svg><\/button><button class=\"kg-audio-mute-icon kg-audio-hide\" aria-label=\"Mute\"><svg viewbox=\"0 0 24 24\"><path d=\"M16.177 4.3a.248.248 0 0 0 .073-.176v-1.1a1 1 0 0 0-1.061-1 9.728 9.728 0 0 0-7.924 4.85.249.249 0 0 1-.221.133H5.25a3 3 0 0 0-3 3v2a3 3 0 0 0 3 3h.114a.251.251 0 0 0 .177-.073ZM23.707 1.706A1 1 0 0 0 22.293.292l-22 22a1 1 0 0 0 0 1.414l.009.009a1 1 0 0 0 1.405-.009l6.63-6.631A.251.251 0 0 1 8.515 17a.245.245 0 0 1 .177.075 10.081 10.081 0 0 0 6.5 2.92 1 1 0 0 0 1.061-1V9.266a.247.247 0 0 1 .073-.176Z\"><\/path><\/svg><\/button><input type=\"range\" class=\"kg-audio-volume-slider\" max=\"100\" value=\"100\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><img data-opt-id=1012067465  fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/GHOST_LY_1.jpg\" alt=\"Wenders vs. Kinski oder: Wer war damals noch zu jung? | Von Paul Clemente\"><\/p>\n<p><em>Ein Beitrag von<strong>\u00a0Paul Clemente.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Armer Wim Wenders. Gleich zweimal hat der Vorzeige-Softie des Neuen Deutschen Films in diesem Jahr Pr\u00fcgel bezogen. Erstmals im Februar, auf der Berlinale. Als Jurypr\u00e4sident postulierte er: Filmemacher sollten sich <em>\u201eaus der Politik heraushalten\u201c<\/em> und das Kino sei das<em> \u201eGegengewicht zur Politik\u201c<\/em>. Das war ihm rausgerutscht. Auf der Pressekonferenz. Die Folgen? Tagelanges Geschrei und Gegacker im medialen H\u00fchnerstall.\u00a0<\/p>\n<p>Der zweite Tritt in den Fettnapf gelang ihm Ende Mai. Wegen einer Szene, die er vor 51 Jahren gedreht hat. Darin ist eine sp\u00e4rlich bekleidete Nastassja Kinski mit dem ebenso knapp bekleideten Kollegen R\u00fcdiger Vogler im Bett. Titel des Films: <em>\u201eFalsche Bewegung\u201c<\/em>. Die inzwischen 65-j\u00e4hrige Darstellerin forderte die nachtr\u00e4gliche Entfernung der Szene.\u00a0<\/p>\n<p>Frau Kinskis Begr\u00fcndung: Ihr damaliges Alter. <em>\u201eObwohl ich mit 13 noch nicht so viel wusste, habe ich schon gemerkt, dass das nicht in Ordnung war.\u201c<\/em> Wenders habe sie, die Debutantin,<em> \u201enicht besch\u00fctzt\u201c<\/em>. Schon seit Jahren bitte sie den Indie-Filmer um Entfernung der Szene. Eine Antwort? Fehlanzeige. Also machte sie ihr Anliegen \u00f6ffentlich. Zum perfekten Zeitpunkt: Der Verleihung des Bundesfilmpreises an Wenders. F\u00fcrs Gesamtwerk.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich lie\u00df sich der Vorwurf w\u00e4hrend der Zeremonie nicht ausblenden. Da musste er durch. Seine Stellungnahme packte der 80-j\u00e4hrige Preistr\u00e4ger in die Dankesrede. Und dabei \u2013 Scherz aller Scherze &#8211; stahl er Frau Kinskis Argumentation, verteidigte sich mit seinen jungen Jahren. Sinngem\u00e4\u00df: Frau Kinski war als 13-j\u00e4hrige zu jung, um zu raffen, wie ihr geschah? Okay, aber ich war mit meinen 29 Jahren auch zu jung, um zu kapieren, was ich da inszeniert habe. In Wenders eigenen Worten:\u00a0<\/p>\n<p><em>\u201eDas w\u00fcrde ich heute nie mehr so machen. Ich wei\u00df heute mehr, viel mehr. Es gibt andere Sensibilit\u00e4ten. Wir leben in einer v\u00f6llig anderen Welt als vor 50 Jahren. Dem jungen Mann von damals kann ich keinen Vorwurf machen, auch wenn ich wei\u00df: Das w\u00fcrde ich nie mehr so tun.&#8220;<\/em> Okay, Distanzierung gelungen. Und jetzt? Was folgt daraus? Die Szene schneiden? Da wollte der Preistr\u00e4ger sich nicht festlegen. Stattdessen erhob er das Problem zur filmhistorischen Frage: Wie soll man mit medialer Erbschaft umgehen? &#8211; Das deuteten manche Kritikern als Fluchtversuch: Der alte wei\u00dfe Mann will f\u00fcr seine Tat <em>\u201ekeine Verantwortung \u00fcbernehmen\u201c<\/em> quiekten sie im Chor.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich h\u00e4tte Wenders sp\u00e4testens seit der Berlinale wissen m\u00fcssen: In der medialen Arena ist kein Platz f\u00fcr ernsthafte Debatten. Da gilt jede Behauptung, jede Klage als Schuldbeweis.<\/p>\n<p>Und so kam es: Kollegen und Kolleginnen, Gruselbl\u00e4tter wie die FAZ oder \u201ebesorgte\u201c Freunde auf Social Media verurteilten ihn und berauschten sich am eigenen Hypermoralismus. Alice Schwarzer erteilte den Befehl: <\/p>\n<blockquote><p>\u201eWim, h\u00f6r auf zu reden \u2013 handle!&#8220; Es gehe n\u00e4mlich nicht <em>\u201eum gro\u00dfe Fragen der Filmgeschichte, es geht um die \u00fcberschaubare Frage der W\u00fcrde eines M\u00e4dchens.\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Dabei w\u00e4ren vorab einige Fragen angebracht. Klar ist es glaubw\u00fcrdig, dass Nastassja Kinski sich in dieser Szene unwohl gef\u00fchlt hat. Aber: Sie hat seitdem zwei weitere Male mit Wenders gefilmt. Einmal als 23-j\u00e4hrige in <em>\u201eParis, Texas\u201c<\/em> und 32-j\u00e4hrig f\u00fcr <em>\u201eIn weiter Ferne so nah\u201c<\/em>. H\u00e4tte sie bei diesen Gelegenheiten dem Regisseur nicht seine damalige \u00dcberrumpelung vorwerfen und eine Amputation der Szene verlangen k\u00f6nnen? Immerhin war sie zu dem Zeitpunkt bereits Weltstar und auf Engagements von Wenders nicht angewiesen.\u00a0<\/p>\n<p>Zumal <em>\u201eFalsche Bewegung\u201c<\/em> nur einer der Filme ist, in denen die minderj\u00e4hrige Kinski mit blankem Oberk\u00f6rper vor die Kamera trat. Zwei Jahre nach dem Wenders-Dreh agierte sie in einer Tatort-Folge: <em>\u201eReifepr\u00fcfung\u201c<\/em>, inszeniert vom sp\u00e4teren Hollywood-Regisseur Wolfgang Petersen. Handlung: Eine Sch\u00fclerin verf\u00fchrt ihren Pauker, pr\u00e4sentiert sich barbusig vor ihm. Mit diesem TV-Krimi avancierte sie zur BRD-Lolita. Damaliges Alter: 15. Und vor zwei Jahren, 2024, drohte sie jede weitere Ausstrahlung der <em>\u201eReifepr\u00fcfung\u201c<\/em> gerichtlich zu unterbinden \u2013 sofern die Oben-Ohne-Sequenz nicht eliminiert w\u00fcrde.\u00a0<\/p>\n<p>Au\u00dferdem verlangte sie von den damals Verantwortlichen eine Entschuldigung. Regisseur Petersen konnte dieser Aufforderung nicht mehr nachkommen: Zwei Jahre zuvor war er n\u00e4mlich verstorben. Nastassja Kinskis Anwalt Christian Schertz, bekannt durch Vertretung von Promis wie Till Lindemann und Christian Ulmen, k\u00e4mpfte f\u00fcr die Selbsterm\u00e4chtigung der Schauspielerin.- O-Ton Schertz: <\/p>\n<blockquote><p>\u201eNastassja Kinski war damals faktisch ohne Begleitung am Set, als die Szenen gedreht wurden \u2013 eine rechtswirksame Einwilligung als Minderj\u00e4hrige ist damit denklogisch ausgeschlossen gewesen.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Der zust\u00e4ndige Sender NDR teilte mit, dass eine Ausstrahlung des Films derzeit nicht geplant sei.\u00a0<\/p>\n<p>Das d\u00fcrfte freilich ein Trick gewesen sein. Denn sperrt man den Film komplett, bleiben auch die umk\u00e4mpften Einstellung enthalten. Und wer wei\u00df, wie es in zwei, drei Jahrzehnten um den Film steht.<\/p>\n<p>&#8211; Neben <em>\u201eFalsche Bewegung\u201c<\/em> und <em>\u201eTatort: Reifepr\u00fcfung\u201c<\/em> agierte die junge Kinski als 14-j\u00e4hrige in <em>\u201eDie Braut des Satans\u201c<\/em> und 18-j\u00e4hrig in <em>\u201eBleib, wie du bist\u201c<\/em>. Zwei Filme, in denen sie vollst\u00e4ndig nackt auftrat. Um ein Missverst\u00e4ndnis zu vermeiden: Nat\u00fcrlich wird ihr Anliegen gegen\u00fcber Wenders durch weitere Nacktszenen keinesfalls illegitim. Sie steht mit ihrer Klage auch nicht allein. Vielmehr ist ihre Beschwerde Bestandteil eines Zeitph\u00e4nomens.<\/p>\n<p>Beispiele: Die Argentinierin Olivia Hussey und ihr Kollege Leonard Whiting stritten 2022 f\u00fcr die Entfernung einer Bettszene aus\u00a0<em>\u201eRomeo und Julia\u201c<\/em>, der bereits 1968 in die Kinos kam. Helen Mirren distanzierte sich von fast allen Nacktszenen ihrer 50-j\u00e4hrigen Filmkarriere. Brooke Shields f\u00fchlte sich als 14-j\u00e4hrige in <em>\u201eDie blaue Lagune\u201c<\/em> erotisch ausgebeutet, obwohl sie in Nackt- und Sexszenen gedoubelt wurde.\u00a0<\/p>\n<p>Feministinnen k\u00f6nnten die No-Nudity-Welle als Aufstand gegen das cineastische Patriarchat deuten. Allerdings richtet sich die Wut der Darstellerinnen nicht nur gegen m\u00e4nnliche Filmemacher. Selbst Feministen-Ikone Catherine Breillat wurde von der Darstellerin ihres Films <em>\u201eRomance\u201c<\/em> des Missbrauchs beschuldigt. In dem Abrechnungsbuch <em>\u201eLa Pr\u00e9dation\u201c<\/em> behauptet Caroline Ducey: Breillart habe einen m\u00e4nnlichen Laiendarsteller angewiesen, sie vor laufender Kamera real zu penetrieren. Ohne sie vorab zu informieren. Allerdings wehrte sich die 78-j\u00e4hige Regisseurin, schaltete ihrerseits einen Anwalt ein.<\/p>\n<p>Die neue Lust am Distanzieren richtet sich bereits gegen Filme, die keinerlei Nacktheit enthalten und Erotik lediglich als Subtext zulie\u00dfen. So gestand die 42-j\u00e4hrige Natalie Portman ihren Ekel vor dem Blockbuster<em> \u201eLeon der Profi\u201c.<\/em> Zwar habe sie den Dreh genossen, aber die <\/p>\n<blockquote><p><em>\u201egewaltt\u00e4tige, amoralische und quasi-romantische Beziehung zwischen einem erwachsenen Auftragskiller und einer 12-j\u00e4hrigen\u201c<\/em> finde sie <em>\u201egelinde gesagt absto\u00dfend\u201c.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Insofern hatte Wim Wenders recht, wenn er die filmhistorische Relevanz dieser Forderung betonte.\u00a0<\/p>\n<p>Inzwischen hat Wenders die Masche des NDR kopiert und <em>\u201eFalsche Bewegung\u201c<\/em> f\u00fcr alle Auswertungsformen gesperrt. Erst nach einer einvernehmliche L\u00f6sung, auch in Absprache mit Nastassja Kinski, werde er erneut freigegeben. Auch eine Entschuldigung plus Selbstkritik wurden prompt geliefert: Der Altmeister r\u00e4umte ein, <\/p>\n<blockquote><p><em>\u201edass Nastassja Kinski damals h\u00e4tte besser besch\u00fctzt werden m\u00fcssen. Daf\u00fcr bitte ich Dich um Entschuldigung, Nastassja, ohne Wenn und Aber.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Auf dem Gipfel der Selbstauspeitschung gesteht Wenders: Frau Kinskis Anschuldigungen h\u00e4tten aus ihm einen besseren Menschen gemacht. O-Ton: <\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eDie vielen Reaktionen, Hinweise und Gespr\u00e4che der vergangenen Tage haben wesentlich dazu beigetragen, meinen Blick auf die damaligen Ereignisse weiter zu sch\u00e4rfen. Daf\u00fcr bin ich dankbar.\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Die Deutsche Filmakademie war happy. Berauscht vom Endsieg des Guten, Wahren, Sch\u00f6nen k\u00fcndigte man \u00f6ffentlichen Austausch an. Termin: Irgendwann im September. Regisseurin Julia von Heinz bejubelte Wenders Entscheidung als <em>\u201eriesige Chance&#8220;<\/em>. In einem Artikel der S\u00fcddeutsche Zeitung lie\u00df sie wissen, dass Wenders Sorge um die Intrigit\u00e4t des Film-Erbes auf einem \u00fcberholten Geniebegriff basiere.<\/p>\n<p>Wer Wenders <em>\u201eIn weiter Ferne so nah\u201c<\/em> kennt, erinnert sich vielleicht an die Szene, wo Raubkopien von Pornofilmen in eine Tonne geworfen und abgefackelt werden. Eine B\u00fccherverbrennung f\u00fcr Gebildete. Wer h\u00e4tte 1992 vermutet, dass Wenders eigene Werke einmal in der Tonne schmoren k\u00f6nnten?<\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p>Dank an den Autor\u00a0f\u00fcr das Recht zur Ver\u00f6ffentlichung des Beitrags.<\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p>Bild: Sinnliche Paarliebe.\u00a0<\/p>\n<p>Bildquelle:\u00a0<u>Aloha Hawaii<\/u>\u00a0\/ Shutterstock<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div>Armer Wim Wenders. 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