{"id":8998,"date":"2026-06-11T12:10:21","date_gmt":"2026-06-11T10:10:21","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/alles-gute-merz-kanzelt-krebskranke-buergerin-mit-autogrammkarte-ab\/"},"modified":"2026-06-11T12:10:21","modified_gmt":"2026-06-11T10:10:21","slug":"alles-gute-merz-kanzelt-krebskranke-buergerin-mit-autogrammkarte-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/alles-gute-merz-kanzelt-krebskranke-buergerin-mit-autogrammkarte-ab\/","title":{"rendered":"&#8222;Alles Gute&#8220; \u2013 Merz kanzelt krebskranke B\u00fcrgerin mit Autogrammkarte ab"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Nach einer \u00f6ffentlichen, erhitzten Diskussion mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Ende April in Sachsen-Anhalt hat eine 53-j\u00e4hrige Hautkrebspatientin aus Niedersachsen eine Autogrammkarte aus Berlin erhalten. Eine Regierungssprecherin best\u00e4tigte, dass ein entsprechendes Schreiben an die Frau verschickt worden sei. Zuvor hatte die Frau laut Medienberichten telefonisch versucht eine\u00a0pers\u00f6nliche Entschuldigung vom Bundeskanzler zu erhalten, ausgehend von seiner \u00f6ffentlichen harschen Antwortreaktion an die kritische B\u00fcrgerin\u00a0bei der Veranstaltung.<\/p>\n<p>Eine Autogrammkarte mit pers\u00f6nlicher Widmung, so lautet der strategische Umgang des Presseteams im Bundeskanzleramt, als Antwort von\u00a0Friedrich Merz auf die Forderung einer schwer kranken Frau nach einer pers\u00f6nlichen Entschuldigung. Silvia Dronsch aus Suhlendorf bei Uelzen hatte den Kanzler Ende April beim B\u00fcrgerdialog in Salzwedel (Sachen-Anhalt) \u00f6ffentlich vor laufenden Kameras zur Rede gestellt und bekam umgehend als Zeugnis fehlender Empathie und B\u00fcrgern\u00e4he eine belehrende und schroffe Antwort\u00a0vom Bundeskanzler.<\/p>\n<p>Die schwerkranke Frau,\u00a0die laut eigener Aussage auf eine bevorstehende Operation zur Entfernung befallener Lymphknoten wartet,\u00a0ging bei dem &#8222;B\u00fcrgerdialog&#8220; einleitend in ihrer Frage zun\u00e4chst auf kolportierte Pl\u00e4ne zur Abschaffung der kostenlosen Hautkrebsuntersuchung im Rahmen der angek\u00fcndigten Gesundheitsreform der Koalition ein. Sie fragte dann den CDU-Politiker direkt konfrontierend, warum nachweislich immer bei den B\u00fcrgern auff\u00e4llig stark gespart werde, demgegen\u00fcber jedoch nicht bei den Politikern. Dabei deutete sie zudem an, dass laut Medien die Regierung f\u00fcr sich eine weitere Lohnerh\u00f6hung plane.<\/p>\n<p>Rund 250 B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger waren bei dem B\u00fcrgerdialog anwesend, als Silvia Dronsch das Mikrofon ergriff und w\u00f6rtlich zum Bundeskanzler sagte:\u00a0&#8222;Ich habe Ihnen eine Einladung zu meiner Beerdigung zukommen lassen.&#8220;<\/p>\n<p>Der sichtlich irritierte Kanzler reagierte umgehend konfrontativ und scharf in der Tonwahl, um der Frau zu erkl\u00e4ren, dass weder er noch jemand anderes erwogen habe, die Bez\u00fcge der Mitglieder der Bundesregierung anzuheben. W\u00f6rtlich sagte Merz:<\/p>\n<p><em>&#8222;Alles andere ist eine falsche Behauptung. Und ich w\u00e4re Ihnen einfach dankbar, wenn Sie das nicht einfach ungepr\u00fcft wiederholen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Zum Thema der Gesundheitsreform und zum damals diskutierten Wegfall der anlasslosen, kostenlosen Hautkrebsvorsorge erkl\u00e4rte Merz der krebskranken Frau, die Einsparungen &#8222;sollten auf alle Schultern gleich verteilt werden.&#8220;<\/p>\n<p>Die Situation vor Ort wurde vor allem in den sozialen Medien publik und sorgte hinsichtlich der Merz-Reaktion f\u00fcr umgehende kontroverse Wahrnehmungen. Laut Artikel der <em>Allgemeine Zeitung<\/em>\u00a0(<em>AZ,<\/em> Bezahlschranke)\u00a0sei im<em>\u00a0<\/em>Anschluss an die Veranstaltung f\u00fcr die B\u00fcrgerin klar gewesen, dass sie &#8222;vom Kanzler eine Entschuldigung h\u00f6ren wollte.&#8220; Wie die 53-J\u00e4hrige gegen\u00fcber der <em>AZ<\/em>-Redaktion erkl\u00e4rte, &#8222;habe sie sich durchtelefoniert, um letztlich einen Verantwortlichen im Kanzlerb\u00fcro zu sprechen.&#8220;<\/p>\n<p>Final hei\u00dft es zu den sich daraus ergebenen Dynamiken im Regierungsviertel, dass der Frau ein Schreiben des Kanzlerb\u00fcros zugestellt wurde:<\/p>\n<p><em>&#8222;Der Brief an die 53-J\u00e4hrige enthielt eine Autogrammkarte von Merz, auf der eine pers\u00f6nliche Widmung des Kanzlers zu lesen ist, mit der er ihr &#8218;alles Gute&#8216; w\u00fcnscht. Einem Begleitschreiben eines Mitarbeiters ist zu entnehmen, dass dieser ihr &#8218;Zuversicht&#8216; und &#8218;Kraft&#8216; w\u00fcnscht.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Laut <em>AZ<\/em>-Artikel\u00a0m\u00f6chte\u00a0die abgekanzelte B\u00fcrgerin es dabei nicht bewenden lassen. Sie wolle &#8222;sich weiter f\u00fcr Krebspatienten einsetzen, und ihre Stimme erheben \u2013 gerade auch im Hinblick auf die finanziellen Herausforderungen, die entst\u00fcnden, wenn man l\u00e4nger krankgeschrieben sei.&#8220;\u00a0Daher habe sie mitterweile auch Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) eine Mail zukommen lassen.<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema &#8211;<\/strong>\u00a0<a href=\"https:\/\/freedert.online\/inland\/282329-sicherheitsrat\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Vielleicht klappt&#8217;s ja dieses Mal: Merz k\u00fcndigt erneute Kandidatur f\u00fcr UN-Sicherheitsrat an <\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v7726ko\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einer \u00f6ffentlichen, erhitzten Diskussion mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Ende April in Sachsen-Anhalt hat eine 53-j\u00e4hrige Hautkrebspatientin aus Niedersachsen eine Autogrammkarte aus Berlin erhalten. 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