{"id":9445,"date":"2026-06-13T07:03:11","date_gmt":"2026-06-13T05:03:11","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/streitpunkt-stalin-zitate-an-ehrenmalen-was-sagte-er-wirklich\/"},"modified":"2026-06-13T07:03:11","modified_gmt":"2026-06-13T05:03:11","slug":"streitpunkt-stalin-zitate-an-ehrenmalen-was-sagte-er-wirklich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/streitpunkt-stalin-zitate-an-ehrenmalen-was-sagte-er-wirklich\/","title":{"rendered":"Streitpunkt &#8222;Stalin-Zitate&#8220; an Ehrenmalen: Was sagte er wirklich?"},"content":{"rendered":"<div>\n<p><em>Von Wladislaw Sankin und Astrid Sigena<\/em><\/p>\n<p>Blickt man auf die Debatte der letzten Monate zur\u00fcck, so greifen die Bef\u00fcrworter einer Umwandlung oder gar eines Abrisses der Ehrenmale auf drei Argumentationsschienen zur\u00fcck: Die erste ist die eines nationalisierten Gedenkens. Angeblich seien die Ehrenmale rein russisch konnotiert, die Vertreter anderer sowjetischen V\u00f6lkerschaften f\u00e4nden sich dort nicht hinl\u00e4nglich repr\u00e4sentiert. Gerne argumentiert man dabei auf emotional-pers\u00f6nlicher Ebene \u00e0 la: Mein Opa war auch bei der Erst\u00fcrmung Berlins dabei, aber ich als Ukrainer (oder Ukrainerin) sehe ihn hier nicht vertreten.<\/p>\n<p>Dieses Argument l\u00e4sst sich am leichtesten widerlegen, war doch die Rote Armee eine \u00fcbernationale Armee. Ohnehin betont gerade der russische Botschafter bei jeder Gelegenheit die Unteilbarkeit des Sieges. Auch steht es jedem Abk\u00f6mmling eines nicht-russischen Rotarmisten frei, mit seiner jeweiligen Nationalflagge am 9.\u00a0Mai an den Ehrenmalen zu erscheinen. Die Einzigen, die das nicht tun d\u00fcrfen, sind die Russen!<\/p>\n<p>Das zweite Argument zielt auf das Gef\u00fchl f\u00fcr Piet\u00e4t. Denn alle drei Ehrenmale sind zugleich Friedh\u00f6fe. Es wird zum einen beklagt, dass durch die monumentale, park\u00e4hnliche Gestaltung der Anlagen den Besuchern oft nicht bewusst werde, dass unter dem Rasen gefallene Rotarmisten liegen. Dadurch komme es zu unangemessenem Verhalten, etwa, dass die Leute sich auf dem Gras sonnten oder sogar zu grillen versuchten. Deshalb m\u00fcsse eine Umgestaltung her, die die Grabfl\u00e4chen deutlicher abgrenze und den beigesetzten Soldaten ihre <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oliver.igel\/posts\/25123437553999999\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Sichtbarkeit<\/a> zur\u00fcckgebe.<\/p>\n<p>Ohne ungeb\u00fchrlichem Verhalten an den Ehrenmalen das Wort reden zu wollen: Weitaus sch\u00e4dlicher f\u00fcr die W\u00fcrde des Ortes sind die Vorschl\u00e4ge, die die M\u00f6chtegern-Denkmalsst\u00fcrmer als bew\u00e4hrte Methoden aus der Ukraine oder dem Baltikum mitgebracht haben\u00a0\u2013 etwa das \u00dcberziehen eines riesigen Kondoms (wie in Kiew geschehen) oder indem man aus dem Text der Inschriften eine Buchstabensuppe macht (wie beim Tehumardi-Denkmal auf Saaremaa in Estland).<\/p>\n<p>Der Verdacht erhebt sich, dass den Ehrenmalshassern vereinsamte, von jeglicher menschlichen Lebens\u00e4u\u00dferung verwaiste Monumente gerade recht k\u00e4men, um ihre eigene Agenda ungest\u00f6rt verwirklichen zu k\u00f6nnen. Wo sich der gew\u00f6hnliche Berliner nicht mehr hintraut, weil er f\u00fcrchtet, auf Schritt und Tritt gema\u00dfregelt zu werden, l\u00e4sst sich eben leichter &#8222;k\u00fcnstlerisch intervenieren&#8220;. Ein Ort mit der Ausstrahlung einer Leichenhalle wird unweigerlich verfallen oder dem Vandalismus anheimgegeben.<\/p>\n<p><strong>Fico: Raum f\u00fcrs Leben<\/strong><\/p>\n<p>Vortrefflich erkannt hat das der slowakische Ministerpr\u00e4sident Robert Fico anl\u00e4sslich der k\u00fcrzlich erfolgten Restaurierung des sowjetischen Soldatenfriedhofs in Michalovce.\u00a0In seiner dortigen <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/kosice.zoznam.sk\/premier-fico-vojensky-cintorin-v-michalovciach-ma-byt-miestom-pre-ludi-nie-len-na-vyrocia\/\">Ansprache<\/a> rief er dazu auf, \u00e4hnliche Gedenkst\u00e4tten zu einem selbstverst\u00e4ndlichen Ort des \u00f6ffentlichen Lebens zu machen:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8222;Lasst<\/em><em> uns hier gemeinsam noch ein paar B\u00e4nke aufstellen. Lasst uns daraus einen Ort machen, an den die Menschen gerne kommen. Und wenn sie hierherkommen\u00a0\u2013 vielleicht mit ihren Sorgen und Freuden, denn sie werden wohl nicht in erster Linie auf den Friedhof gehen\u00a0\u2013, dann werden sie in bestimmten Momenten erkennen, wo sie sich befinden.&#8220;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Fico warnte davor, die Soldatenfriedh\u00f6fe als Gedenkorte abzuschotten, die die Bev\u00f6lkerung nur zu den jeweiligen Jahrestagen aufsucht. Sie sollten vielmehr &#8222;ein offener Raum f\u00fcr das Leben sein&#8220;, nicht blo\u00dfe Mausoleen.<\/p>\n<p>Ja, der slowakische Politiker (dem man sicher nicht vorwerfen kann, er w\u00fcrde nicht gen\u00fcgend Respekt vor den Leistungen der Roten Armee zeigen) ging sogar so weit, sich \u00fcber Liebespaare an den Gedenkorten zu freuen. Er vertrat <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=vqfmYNeeUaE\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">die Ansicht<\/a>, die Gefallenen (die selbst meist sehr jung sterben mussten) w\u00fcrden sich nicht beschweren, wenn junge P\u00e4rchen an diesem Ort H\u00e4ndchen halten oder ein paar K\u00fcsse austauschen.<\/p>\n<p><strong>Hass auf <\/strong><strong>den <\/strong><strong>Sieg<\/strong><\/p>\n<p>Zum anderen lautet die Kritik, dass an den Ehrenmalen die Individualit\u00e4t der Toten zu kurz kommt. Und tats\u00e4chlich findet man dort keine Einzelgr\u00e4ber mit Namensschildchen. Diese aufzustellen, w\u00e4re der k\u00fcrzeste Weg, um die \u00e4sthetische Wirkung etwa des Ehrenmals im Treptower Park zu zerst\u00f6ren, dessen Sichtachse nun mal auf den Bronzesoldaten mit dem geretteten Kind im Arm zul\u00e4uft. Jede weitere Hinzuf\u00fcgung w\u00fcrde von diesem Zielpunkt ablenken und die Strahlkraft der Botschaft vermindern.<\/p>\n<p>Die W\u00fcrde der dort Bestatteten ist ohnehin nur ein Vorwand. Denn am Ehrenmal in Tiergarten finden sich durchaus einzelne Namen beim Kampf um Berlin gefallener Rotarmisten. Und etliche davon haben sogar die von den Aktivisten so gesch\u00e4tzten ukrainisch klingenden Nachnamen! Dennoch kommt aus dieser Richtung keine Ehrung f\u00fcr diese namentlich bekannten Gefallenen.<\/p>\n<p>Und gerade die Veranstaltung im &#8222;Fr\u00fchling des Gedenkens&#8220;, die wie keine andere dazu geeignet ist, die Wahrnehmung individueller Opfer zu f\u00f6rdern, wird besonders strikt reglementiert. Die Rede ist vom Unsterblichen Regiment, also der Kundgebung der Nachkommen von Rotarmisten, die mit den Portr\u00e4ts ihrer Vorfahren durch die Berliner Stra\u00dfen marschieren und damit ihren Stolz und ihre Dankbarkeit zum Ausdruck bringen.<\/p>\n<p>Gegen tote sowjetische Soldaten hegen die Denkmalsgegner also keinen Groll\u00a0\u2013 sie lassen sich sogar f\u00fcr ihre Agenda hervorragend instrumentalisieren. Was die Aktivisten vielmehr ver\u00e4rgert, ist, dass es sich zugleich um Siegesmale handelt. Es ist der Sieg, an dem die Gegner der Ehrenmale Ansto\u00df nehmen. Und dieser Sieg geschah nun einmal unter der Leitung Josef Stalins.<\/p>\n<p>Als aufschlussreiches Beispiel f\u00fcr diese Haltung kann die <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/unbequemes-erbe-stalins-sowjetisches-ehrenmal-im-treptower-park-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00c4u\u00dferung<\/a> von <a href=\"https:\/\/sternenfischer.org\/stern-des-monats\/faszination-und-propaganda-das-sowjetische-ehrenmal-in-treptow\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Jana Heinze<\/a> gelten, einer Berliner Memorial-Aktivistin:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8222;Wir unterhalten doch diese Anlage mit richtig viel Steuergeld. Mit richtig viel Steuergeld. Die unterhalten wir doch, weil wir sie als Friedhof sehen! Wir unterhalten hier doch kein Siegesmal von Stalin!&#8220;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v78qzvm\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/p><\/div>\n<p><strong>Die Stalin-Zitate geh\u00f6ren dem Sowjetvolk<\/strong><\/p>\n<p>Die Stalin-Reminiszenzen an zwei der drei Ehrenmale sind aus der Sicht der Denkmalgegner das ultimative Totschlagargument. Denn wer\u00a0\u2013 au\u00dfer einem hartgesottenen Kommunisten\u00a0\u2013 w\u00fcrde es schon wagen, die fortdauernde Existenz von Stalin-Zitaten in der deutschen \u00d6ffentlichkeit zu verteidigen? Zitate eines &#8222;blutr\u00fcnstigen Diktators&#8220;, der in Politik und Medien nahezu einhellig als Adolf Hitlers nicht weniger brutales Gegenst\u00fcck dargestellt wird?<\/p>\n<p>Nicht nur in Westdeutschland, wo Stalin etlichen als schlimmer als Hitler gilt, werden die meisten mit dieser vorgeblichen Stalin-Ehrung ein Problem haben. Auch viele Menschen aus der ehemaligen DDR haben ein sehr ambivalentes oder sogar von tiefer Aversion gepr\u00e4gtes Verh\u00e4ltnis zu Stalin. Es d\u00fcrfte nicht verwundern, dass die Stalin-Zitate in den gegen die Ehrenmale gerichteten Antr\u00e4gen von <a href=\"https:\/\/spd-fraktion-treptow-koepenick.de\/sowjetisches-ehrenmal-im-treptower-park-neu-denken\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">SPD<\/a> und <a href=\"https:\/\/gruene-fraktion-pankow.de\/2026\/02\/25\/kritische-kommentierung-des-sowjetischen-ehrenmals-schoenholzer-heide\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gr\u00fcnen<\/a> eine Extraerw\u00e4hnung finden. Haben also die Aktivisten recht, wenn sie meinen, an den Ehrenmalen m\u00fcsse den Opfern des Stalinismus Raum <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/p\/DYjSecll9Qw\/?img_index=2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">einger\u00e4umt werden<\/a>? Die Stalin-Zitate m\u00fcssten zumindest eine &#8222;Kontextualisierung&#8220; erfahren?<\/p>\n<p>Darauf kann man nur mit einem entschiedenen Nein antworten. Denn diese Ehrenmale geh\u00f6ren im eigentlichen Sinne dem Sowjetvolk, das nach den Pl\u00e4nen der Nazis versklavt und ausgerottet werden sollte und das seine faschistischen Feinde unter schier unertr\u00e4glichen Leiden und M\u00fchen letztendlich niedergerungen hat.<\/p>\n<p>Stalins Worte stehen hier nicht vorrangig als die eines kommunistischen Anf\u00fchrers, sondern als die des obersten Kriegsherren der Sowjetunion, unter dessen \u00c4gide diese Leistung erbracht wurde. Aktionen wie die virtuelle <a href=\"https:\/\/berlin-entscheidet-denkmaeler.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Abstimmung<\/a> \u00fcber die Zukunft der Ehrenmale zeigen in erschreckender Weise, wohin die Reise geht: W\u00e4hrend die Verbrechen des Stalinismus hervorgehoben werden, findet der eigentliche Anlass, warum die Rote Armee 1945 schlie\u00dflich in Berlin stand, kaum mehr Erw\u00e4hnung.<\/p>\n<p>Es f\u00e4llt auf, dass die Denkmalsgegner eine Besch\u00e4ftigung mit dem konkreten Wortlaut der Stalin-Zitate vermeiden. Vielleicht, weil darin vom brutalen \u00dcberfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion 1941 die Rede ist, an den man sich hierzulande nur noch ungern erinnert? Von den Leistungen der Roten Armee, mit der man in der bundesdeutschen Erinnerungskultur haupts\u00e4chlich Brandschatzung und Vergewaltigungen verkn\u00fcpft?<\/p>\n<p>Oder ist es die dem\u00fctigende Erfahrung, auf Gedeih und Verderb der Gnade des Siegers ausgeliefert gewesen zu sein? Eines Feindes, den man als &#8222;Untermenschen&#8220; betrachtet hatte, der aber nicht Gleiches mit Gleichem vergalt und auf die Vernichtung des deutschen Volkes verzichtete?<\/p>\n<p>Damit sich der Leser selbst ein Bild machen kann, soll diesmal Stalin selbst zu Wort kommen. Dieser naheliegende Schritt ist l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig. Es folgen die elf Zitate aus Treptower Park und Sch\u00f6nholzer Heide:<\/p>\n<p><em>&#8222;Zwei Jahrzehnte sch\u00fctzte die Rote Armee die friedliche Aufbauarbeit des Sowjetvolkes. Doch im Juni\u00a01941 \u00fcberfiel Hitlerdeutschland wortbr\u00fcchig unser Land, indem es in brutaler und niedertr\u00e4chtiger Weise den Nichtangriffspakt verletzte, und die Rote Armee sah sich gezwungen, ins Feld zu ziehen, um ihre Heimat zu verteidigen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;Die Hitlerschen Schurken\u00a0(\u2026) haben es sich zum Ziel gesetzt, die Bev\u00f6lkerung der Ukraine, Bjelorusslands, des Baltikums, der Moldau, der Krim und des Kaukasus zu versklaven oder auszurotten.\u00a0(&#8230;) Unser Ziel ist klar und edel. Wir wollen unseren Sowjetboden befreien.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;Die Erfolge der Roten Armee w\u00e4ren unm\u00f6glich gewesen ohne die Unterst\u00fctzung des Volkes, ohne die aufopfernde Arbeit der Sowjetmenschen in den Betreiben, in den Bergwerken und Kohlengruben, im Verkehrswesen und in der Landwirtschaft.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;Eine gro\u00dfe Befreiungsmission ist Euch \u00fcbertragen worden. M\u00f6ge euch in diesem Krieg das heldenm\u00fctige Vorbild Eurer gro\u00dfen Vorfahren beseelen\u00a0\u2013 Alexander Newskis, Dmitri Donskois, Kusma Minins, Dmitri Posharskis, Alexander Suworows, Michael Kutusows! M\u00f6ge euch das siegreiche Banner des gro\u00dfen Lenin Kraft verleihen!&#8220;<\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;Die heldenhaften Verteidiger von Moskau und Tula, von Odessa und Sewastopol, von Leningrad und Stalingrad gaben Beispiele grenzenloser Tapferkeit, eiserner Disziplin, der Standhaftigkeit und der Kunst zu siegen. Nach diesen Helden richtet sich unsere ganze Rote Armee.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;Die Rote Armee hat ihr edles und erhabenes Kriegsziel, das sie zu Heldentaten begeistert. Dadurch ist eigentlich auch zu erkl\u00e4ren, dass der Vaterl\u00e4ndische Krieg bei uns Tausende von Helden hervorbringt, die bereit sind, f\u00fcr die Freiheit ihrer Heimat in den Tod zu gehen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;Die in unserem Lande verankerte Ideologie der Gleichberechtigung aller Rassen und Nationen, die Ideologie der V\u00f6lkerfreundschaft hat den vollen Sieg \u00fcber die hitlerfaschistische Ideologie des bestialischen Nationalismus und Rassenhasses errungen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;Ewiger Ruhm den Helden, die in den K\u00e4mpfen f\u00fcr die Freiheit und Unabh\u00e4ngigkeit unseres Heimatlandes gefallen sind.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;Heute erkennen alle an, das das Sowjetvolk durch seinen aufopferungsvollen Kampf die Zivilisation Europas vor den faschistischen Pogromhelden gerettet hat. Darin besteht der gro\u00dfe Verdienst des Sowjetvolkes vor der Geschichte der Menschheit.&#8220;\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;Die St\u00e4rke der Roten Armee besteht\u00a0(\u2026) darin, dass sie keinen Rassenhass gegen andere V\u00f6lker, auch nicht gegen das deutsche Volk, hegt und hegen kann, dass sie im Geiste der Gleichberechtigung aller V\u00f6lker und Rassen, im Geiste der Achtung der Rechte anderer V\u00f6lker erzogen ist.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;Die Rote Armee hat in ihrer Entwicklung einen ruhmvollen Weg zur\u00fcckgelegt. Sie hat ihre historische Aufgabe in Ehren erf\u00fcllt. Ihr gilt mit Recht die Liebe des Sowjetvolkes.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><strong>Das Schwert zerschl\u00e4gt das Hakenkreuz<\/strong><\/p>\n<p>All diese S\u00e4tze sagte der Oberbefehlshaber der Roten Armee in seinen Ansprachen an Regierung und Volk der Sowjetunion w\u00e4hrend des Gro\u00dfen Vaterl\u00e4ndischen Krieges oder kurz danach. Auf manch einen m\u00f6gen diese Worte etwas \u00fcberschw\u00e4nglich wirken. Aber ihr Pathos ist ein wichtiges Zeugnis der Zeit und war eine Waffe im Krieg, in einem Krieg auf Leben und Tod.<\/p>\n<p>Nicht zuletzt dank Stalins Einordnung ihres Kampfes haben die Menschen so erbittert gek\u00e4mpft und schlie\u00dflich gesiegt. Angebracht sind die Zitate an symbolischen Sarkophagen, die quer zu den Gr\u00e4bern stehen. Die Sarkophage sind gefallenen Rotarmisten gewidmet, an ihren W\u00e4nden sind Szenen des Krieges an Front und Hinterland abgebildet. Und: Bei aller Einzigartigkeit des Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion, so oder \u00e4hnlich reden alle Staatschefs, die ihr Volk auf einen Kampf einstimmen.<\/p>\n<p>Was nur wenige wissen: Das sichtbarste Stalin-Zitat im Treptower Park ist nicht in Worte gefasst. Der sowjetische Staatschef entwarf die Befreierstatue mit seinen Anmerkungen mit. Nach dem urspr\u00fcnglichen Entwurf sollte im Treptower Park eine majest\u00e4tische Bronzestatue Stalins mit einem Globus in den H\u00e4nden stehen\u00a0\u2013 als Symbol f\u00fcr die gerettete Welt. Die Idee mit der Stalin-Statue kam von Marschall Kliment Woroschilow.<\/p>\n<p><a><\/a> Am Wettbewerb nahmen auch andere Projekte teil, die Denkm\u00e4ler mit Obelisken oder Soldatenstatuen entwarfen. Den Zuschlag bekam Jewgeni Wutschetitsch, der zwei Varianten fertigte\u00a0\u2013 mit Stalin und dem Krieger, der als Sammelbild alle Soldaten der Roten Armee verk\u00f6rperte, die den Sieg \u00fcber Nazismus errungen haben. Nachdem Stalin sich beide vorgeschlagenen Entw\u00fcrfe angesehen hatte, entschied er sich f\u00fcr den zweiten, schlug jedoch vor, die urspr\u00fcnglich vorgesehene Maschinenpistole in den H\u00e4nden des Soldaten durch ein Symbol des Sieges zu ersetzen, beispielsweise ein Schwert, mit dem der Soldat das faschistische Hakenkreuz zerschl\u00e4gt.<\/p>\n<p>Die revisionistischen Bilderst\u00fcrmer m\u00fcssen nun ihre Ziele endlich klar benennen: Mit ihrem euphemistischen &#8222;Kontextualisieren&#8220; der Stalin-Zitate zielen sie auf die geschichtliche Tatsache des Sieges \u00fcber den Nazismus. Diesen wollen sie in der Erinnerung der Menschen zunichtemachen und durch Surrogate der Gleichstellung des Siegers\u00a0\u2013 dem sozialistisch organisierten Sowjetvolk\u00a0\u2013 und dem Besiegten\u00a0\u2013 dem faschistischen Nazi-Regime\u00a0\u2013 ersetzten. Offenbar l\u00e4uft die Propaganda f\u00fcr die (durch die Ehrung von OUN-Anf\u00fchrer und Hitler-Fan Andrei Melnyk <a href=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v78ujmc\/?pub=4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">nun ganz offiziell<\/a>) profaschistische Ukraine nicht ganz reibungslos. Die vor allem durch die Sowjetunion erk\u00e4mpfte Befreiung vom Nazi-Terror steht ihr im Wege. Deshalb muss das Stein gewordene Gedenken daran vernichtet werden.<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong>\u00a0\u2013 <a href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/meinung\/281205-wie-staat-so-helden-ukraine-faschistischer-todeskult\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wie der Staat, so die Helden \u2013 die Ukraine und ihr faschistischer Todeskult<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v78ujmc\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Wladislaw Sankin und Astrid Sigena Blickt man auf die Debatte der letzten Monate zur\u00fcck, so greifen die Bef\u00fcrworter einer Umwandlung oder gar eines Abrisses der Ehrenmale auf drei Argumentationsschienen zur\u00fcck: Die erste ist die eines nationalisierten Gedenkens. 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