{"id":9518,"date":"2026-06-13T19:07:22","date_gmt":"2026-06-13T17:07:22","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/chinesisches-ministerium-warnt-vor-spionage-schildkroeten\/"},"modified":"2026-06-13T19:07:22","modified_gmt":"2026-06-13T17:07:22","slug":"chinesisches-ministerium-warnt-vor-spionage-schildkroeten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/chinesisches-ministerium-warnt-vor-spionage-schildkroeten\/","title":{"rendered":"Chinesisches Ministerium warnt vor Spionage-Schildkr\u00f6ten"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Wie die englischsprachige, in China erscheinende <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.globaltimes.cn\/page\/202606\/1363380.shtml\">Global Times<\/a> am gestrigen Freitag berichtete, bef\u00fcrchten die chinesischen Beh\u00f6rden eine eher ungew\u00f6hnliche Form der Spionage: Mit Sendern und Sensoren ausgestattete tierische Meeresbewohner k\u00f6nnten fremde Geheimdienste mit sensiblen Informationen versorgen.<\/p>\n<p>Auf der Plattform <em>WeChat<\/em> hat das chinesische Ministerium f\u00fcr Staatssicherheit einen Beitrag mit dem Titel &#8222;In der Tiefe der See wogen Unterstr\u00f6mungen&#8220;\u00a0<a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/mp.weixin.qq.com\/s\/awd00jnXu6wga_lO3DGG_Q\">ver\u00f6ffentlicht<\/a>. Was so poetisch klingt, hat einen ernsten Hintergrund: Demnach wird an Chinas K\u00fcsten auf und unter der Meeresoberfl\u00e4che ein verdeckter Spionagekrieg gef\u00fchrt. Der offizielle Artikel erw\u00e4hnt im Folgenden verschiedene Formen der Spionage, wie sie von fremden M\u00e4chten gegen China ausgef\u00fchrt werde: etwa durch \u00dcberwachungsbojen und unbemannte Wasserfahrzeuge des Typs &#8222;Wave Glider&#8220;.<\/p>\n<p>Entsprechende Spionagemethoden habe man in bestimmten Seegebieten bereits entdeckt. Im Falle der kugelf\u00f6rmigen Meeres\u00fcberwachungsboje macht das chinesische Ministerium ein nicht n\u00e4her genanntes ausl\u00e4ndisches ozeanisches Forschungsinstitut als Urheber aus. Dank eines hochpr\u00e4zisen Sensorensystems k\u00f6nne die Boje in Echtzeit Schallwellen aus der Umgebung sowie die akustische Signatur der U-Boote der Volksrepublik erfassen.<\/p>\n<p>Ebenfalls auf der Wasseroberfl\u00e4che eingesetzt werden sogenannte aus dem Ausland stammende &#8222;Wave Glider&#8220;. Auf ein solches von den Wellenbewegungen angetriebenes Wassergef\u00e4hrt sind die chinesischen Sicherheitsbeh\u00f6rden demnach schon gesto\u00dfen. Dank seiner Solarpaneele kann das Fahrzeug seine Ortungs- und Kommunikationssysteme mit Strom versorgen und milit\u00e4risch relevante Informationen \u2013 etwa \u00fcber Schiffsaktivit\u00e4ten \u2013 weiterleiten.<\/p>\n<p>China bef\u00fcrchtet aber auch die Spionage vom Deck eines Schiffes. Den Informationen des Ministeriums zufolge stattet ein ausl\u00e4ndisches Unternehmen Handels- und Frachtschiffe mit einer neuartigen elektronischen Ausr\u00fcstung aus. Dies geschehe unter dem Deckmantel von Navigationsdienstleistungen, in Wirklichkeit handele es sich aber um ein &#8222;multimodales Informationserfassungssystem&#8220;, das seine Informationen aus verschiedenen Quellen beziehen und damit ein ganzes Seegebiet \u00fcberwachen kann.<\/p>\n<p>Und nach den Erkenntnissen der chinesischen Sicherheitsdienste bedienen sich die ausl\u00e4ndischen Geheimdienste auch der Tierwelt in Form von gr\u00f6\u00dferen Meerestieren, die mit Sensoren ausgestattet werden. Auch diese Spionageform habe man bereits entdeckt, erkl\u00e4rte das Ministerium.<\/p>\n<p>Wenn diese zu Unterwasserspionen umgebauten Tiere in einem bestimmten Gebiet schw\u00e4mmen, w\u00fcrden sie in Echtzeit sensible Daten zur Meeresumwelt sammeln, etwa zur Wassertemperatur, zum Salzgehalt und zu den Meeresstr\u00f6mungen. Diese gesammelten Daten w\u00fcrden dann per Satellit an den Empf\u00e4nger \u00fcbermittelt. Die Kenntnis solcher Daten bei ausl\u00e4ndischen Geheimdiensten stelle eine gro\u00dfe Gefahr f\u00fcr die Sicherheit Chinas dar, erl\u00e4uterte das Staatssicherheitsministerium.<\/p>\n<p>Man fordere daher gerade Meeresforscher dazu auf, bei verd\u00e4chtigen Kooperationen Vorsicht walten zu lassen. Die chinesischen Forscher sollten bei internationalen ozeanischen Forschungsprojekten die von ausl\u00e4ndischen Einrichtungen bereitgestellte Ausr\u00fcstung sorgf\u00e4ltig pr\u00fcfen, um das Risiko von Datendiebstahl zu minimieren. Fischer seien dazu aufgerufen, Bojen unbekannter Herkunft oder andere verd\u00e4chtige Gegenst\u00e4nde den Beh\u00f6rden zu melden. Auch Schiffseigner warnte das Ministerium vor fragw\u00fcrdigen Werbeaktionen, die die Datensicherheit gef\u00e4hrden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Wo genau sich die verd\u00e4chtigen Beobachtungen ereignet hatten und welche ausl\u00e4ndischen M\u00e4chte dahinterstecken k\u00f6nnten, gab die chinesische Beh\u00f6rde nicht an.<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong> &#8211; <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/europa\/234704-grossbritannien-pupsender-wal-steckt-hinter\/\">Gro\u00dfbritannien: Wal steckte hinter &#8222;russischer Attacke&#8220; bei U-Boot-Fehlalarm<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v77wjx0\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie die englischsprachige, in China erscheinende Global Times am gestrigen Freitag berichtete, bef\u00fcrchten die chinesischen Beh\u00f6rden eine eher ungew\u00f6hnliche Form der Spionage: Mit Sendern und Sensoren ausgestattete tierische Meeresbewohner k\u00f6nnten fremde Geheimdienste mit sensiblen Informationen versorgen. 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