{"id":9524,"date":"2026-06-13T21:09:47","date_gmt":"2026-06-13T19:09:47","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/der-dritte-schmeisst-hin-geht-der-britische-verteidigungsminister-wegen-des-ukraine-konflikts\/"},"modified":"2026-06-13T21:09:47","modified_gmt":"2026-06-13T19:09:47","slug":"der-dritte-schmeisst-hin-geht-der-britische-verteidigungsminister-wegen-des-ukraine-konflikts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/der-dritte-schmeisst-hin-geht-der-britische-verteidigungsminister-wegen-des-ukraine-konflikts\/","title":{"rendered":"Der dritte schmei\u00dft hin: Geht der britische Verteidigungsminister wegen des Ukraine-Konflikts?"},"content":{"rendered":"<div>\n<p><em>Von Andrei Restschikow<\/em><\/p>\n<p>Diese Woche gab der britische Verteidigungsminister John Healey offiziell seinen R\u00fccktritt bekannt. Der Politiker richtete seine Erkl\u00e4rung an Premierminister Keir Starmer \u2013 der Text seines offenen Briefes wurde in den sozialen Netzwerken ver\u00f6ffentlicht. Der Hauptgrund f\u00fcr diesen Schritt ist laut dem Minister der Mangel an Mitteln, die dem Verteidigungsministerium zugewiesen werden. Er betont:<\/p>\n<p><em>&#8222;Nachdem ich erkl\u00e4rt hatte, dass ich einem Finanzierungsplan, der unsere Streitkr\u00e4fte nicht mit den notwendigen Ressourcen versorgt, nicht zustimmen kann, blieb mir keine andere Wahl, als meinen R\u00fccktritt einzureichen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Er sei der Ansicht, dass der von der Regierung vorgeschlagene Haushalt die Sicherheit des Landes beeintr\u00e4chtige, und hebt insbesondere die Ablehnung des Investitionsplans f\u00fcr die Verteidigung hervor. Der Minister fordert, die Milit\u00e4rausgaben auf drei Prozent des BIP anzuheben \u2013 statt der vorgeschlagenen 2,68 Prozent.<\/p>\n<p>Zur Erinnerung: Healey trat sein Amt im Kabinett von Starmer im Juli 2024 an, nach dem Sieg der Labour-Partei bei den Parlamentswahlen. Seinem Schreiben zufolge sei es der Regierung in dieser Zeit gelungen, &#8222;London zu einem f\u00fchrenden Akteur auf der internationalen B\u00fchne im Interesse der Ukraine zu machen&#8220;, Gro\u00dfbritannien &#8222;als f\u00fchrenden Vertreter Europas in der NATO zu etablieren&#8220; sowie die Verteidigungsausgaben auf 2,5 Prozent des BIP zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Healey ist der dritte britische Verteidigungsminister, der inmitten der akuten Phase der Ukraine-Krise zur\u00fccktritt.<\/p>\n<p>Sein Vorg\u00e4nger Ben Wallace hatte dieses Amt seit 2019 inne und k\u00fcndigte im August 2023 seinen R\u00fccktritt an \u2013 er begr\u00fcndete dies mit pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnden, der Ersch\u00f6pfung durch den langj\u00e4hrigen Dienst und dem Wunsch, &#8222;dem Teil meines Lebens Zeit zu widmen, den ich vernachl\u00e4ssigt habe&#8220;. Wallace wurde als einer der Hauptarchitekten der britischen Strategie in Bezug auf die Ukraine bezeichnet. Unter seiner F\u00fchrung wurde der Kurs Londons festgelegt, der in vielerlei Hinsicht den Ton f\u00fcr die Ma\u00dfnahmen des gesamten westlichen Blocks angab.<\/p>\n<p>Grant Shapps, der Wallace abl\u00f6ste, hielt sich weniger als ein Jahr im Amt. Kaum hatte er dieses angetreten, gab er der Zeitung <em>The Telegraph<\/em> ein viel beachtetes Interview, in dem er erkl\u00e4rte, er habe w\u00e4hrend eines Besuchs in Kiew mit Wladimir Selenskij die M\u00f6glichkeit er\u00f6rtert, die Royal Navy zum Schutz von Handelsschiffen im Schwarzen Meer einzusetzen.<\/p>\n<p>Diese \u00c4u\u00dferungen l\u00f6sten heftige Reaktionen aus \u2013 sowohl auf internationaler Ebene als auch im Inland, da die Entsendung von NATO-Schiffen in das Kriegsgebiet die Gefahr eines direkten milit\u00e4rischen Konflikts mit Russland barg. Buchst\u00e4blich am n\u00e4chsten Tag musste der damalige Premierminister Rishi Sunak die \u00c4u\u00dferung seines Ministers \u00f6ffentlich dementieren.<\/p>\n<p>Unter Shepps scheiterte die gro\u00df angek\u00fcndigte &#8222;Gegenoffensive&#8220; der ukrainischen Streitkr\u00e4fte. Au\u00dferdem wurde vor den Wahlen verzweifelt nach \u00dcberresten von milit\u00e4rischer Ausr\u00fcstung f\u00fcr die Ukraine gesucht. Er trat nicht freiwillig zur\u00fcck \u2013 die Konservative Partei verlor die Parlamentswahlen im Juli 2024 haushoch, und der Politiker selbst verlor sogar seinen Sitz im Parlament. Die konservative Regierung machte Platz f\u00fcr die Labour-Partei unter der F\u00fchrung von Keir Starmer, der Healey zum Verteidigungsminister ernannte.<\/p>\n<p>Auch der neue Minister nahm kein Blatt vor den Mund. Anfang dieses Jahres antwortete Healy w\u00e4hrend eines Besuchs in Kiew auf die Frage von Journalisten, &#8222;Welchen der weltweit f\u00fchrenden Politiker w\u00fcrden Sie am liebsten entf\u00fchren?&#8220;, dass er gerne &#8222;Putin in Gewahrsam nehmen w\u00fcrde&#8220;. Au\u00dferdem gab er im Januar bekannt, dass London 200 Millionen Pfund f\u00fcr die Vorbereitung britischer Truppen auf die Teilnahme an einer Friedensmission in der Ukraine nach einem Waffenstillstand bereitstellt.<\/p>\n<p>Unterdessen durchlebt die britische Marine unter der F\u00fchrung von Healy eine beispiellose Krise hinsichtlich ihrer Einsatzbereitschaft. Laut Recherchen von <em>The Telegraph<\/em> und <em>The Mail on Sunday<\/em> liegen alle f\u00fcnf der neuesten Mehrzweck-Atom-U-Boote der Astute-Klasse, die als &#8222;J\u00e4ger&#8220; feindlicher U-Boote dienen sollen, in ihren H\u00e4fen fest. Aufgrund von Pannen, planm\u00e4\u00dfigen Wartungsarbeiten und langwierigen Reparaturen ist derzeit keines dieser U-Boote in der Lage, in See zu stechen.<\/p>\n<p>Im Einsatz bleibt nur ein kritischer Teil der Flotte \u2013 die strategischen U-Boote der Vanguard-Klasse, die mit Trident-Raketen mit Atomsprengk\u00f6pfen best\u00fcckt sind. Doch auch diese sind stark abgenutzt, weshalb ihre Einsatzzeiten Rekordl\u00e4ngen erreichen. Eines dieser U-Boote kehrte k\u00fcrzlich nach fast sieben Monaten ununterbrochener Unterwasserfahrt \u2013 statt der vorgesehenen zwei bis drei Monate \u2013 zu seinem St\u00fctzpunkt zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Die Reihe von R\u00fccktritten britischer Verteidigungsminister \u2013 Wallace, Shepps, jetzt Healey \u2013 habe dieses Amt tats\u00e4chlich zu einem &#8222;Erschie\u00dfungsplatz&#8220; gemacht. Es w\u00e4re jedoch eine Vereinfachung, alles ausschlie\u00dflich auf den ukrainischen &#8222;Staubsauger&#8220; britischer Ressourcen zur\u00fcckzuf\u00fchren, meint Wladimir Bruter, Experte am Internationalen Institut f\u00fcr humanit\u00e4re und politische Studien. Seinen Worten zufolge wirke hier ein Komplex von Faktoren: Alle westeurop\u00e4ischen L\u00e4nder haben jahrzehntelang bei den Milit\u00e4rausgaben gespart, und Gro\u00dfbritannien bildet da keine Ausnahme. Er argumentiert:<\/p>\n<p><em>&#8222;Als der Krieg begann, sahen sich die Verteidigungsministerien \u00fcberall mit einem akuten Defizit und einer strategischen \u00dcberlastung konfrontiert. Aber warum ist der Minister gerade in London zur\u00fcckgetreten und nicht etwa in Deutschland? Weil die Rahmenbedingungen unterschiedlich sind. Die britische Regierung ist heute die schw\u00e4chste aller gro\u00dfen westeurop\u00e4ischen Regierungen, sie wird mit gr\u00f6\u00dfter Wahrscheinlichkeit als erste zu Fall kommen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Seit dem Wahlsieg im Juli 2024 haben bereits 19 Minister die Regierung verlassen. Die R\u00fccktritte der Spitzenbeamten erfolgten in mehreren Wellen \u2013 am meisten Aufsehen erregten die Korruptionsskandale des Jahres 2025 und die massive Revolte im Kabinett im Mai dieses Jahres.<\/p>\n<p>Bruter ist \u00fcberzeugt: Healey wusste, worauf er sich einlie\u00df, als er das Amt \u00fcbernahm, doch nachdem er sich im aktuellen Kabinett umgesehen hatte, wurde ihm klar, dass es keine Zukunftsperspektiven gibt. Der Experte f\u00fcgt hinzu:<\/p>\n<p><em>&#8222;Er glaubt nicht, dass Starmer an der Macht bleiben wird. Das ist der Hauptgrund f\u00fcr seinen R\u00fccktritt, wie bei den meisten \u00e4hnlichen Personalentscheidungen. Wenn die Leute sehen, dass die Macht nicht zu halten ist, ziehen sie es vor, die T\u00fcr hinter sich zu schlie\u00dfen und von sich aus zu gehen, sodass der Premierminister mit der Krise alleingelassen wird. Warum warten, bis sie alle gemeinsam gehen und niemand mehr seinen Abschiedsbrief lesen wird?&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Dieser Schlussfolgerung schlie\u00dft sich Jelena Ananjewa an, Leiterin des Zentrums f\u00fcr Britische Studien am Institut f\u00fcr Europa der Russischen Akademie der Wissenschaften. Ihrer Meinung nach sollte man nicht voreilig sein und gerade das Amt des britischen Verteidigungsministers als besonders &#8222;gef\u00e4hrdet&#8220; einstufen. Personelle Fluktuation in der britischen Regierung ist seit Langem die Norm. Der Finanzminister h\u00e4lt sich in den letzten anderthalb Jahrzehnten wohl am l\u00e4ngsten im Amt \u2013 etwa drei Jahre. Alle anderen werden aus den unterschiedlichsten Gr\u00fcnden wie Handschuhe gewechselt. In Gro\u00dfbritannien fehlt es chronisch an Geld f\u00fcr alles: Weder f\u00fcr die Verteidigung noch f\u00fcr das Gesundheitswesen noch f\u00fcr Sozialleistungen ist Geld da. Und es gibt nur drei M\u00f6glichkeiten: Steuern erh\u00f6hen, Sozialleistungen k\u00fcrzen oder die Staatsverschuldung erh\u00f6hen. Und jede dieser Optionen ist f\u00fcr die Regierung politisch t\u00f6dlich.&#8220;<\/p>\n<p>Im Fall von Healeys R\u00fccktritt sei der zentrale Streitpunkt rein finanzieller und zeitlicher Natur, betont Ananjewa. Sie erkl\u00e4rt:<\/p>\n<p><em>&#8222;In unseren Medien taucht oft die unrichtige Zahl von 2,5 Prozent des BIP f\u00fcr Milit\u00e4rausgaben auf. Tats\u00e4chlich handelt es sich um einen Plan, der noch nicht einmal ver\u00f6ffentlicht wurde. Healey sagt, dass\u00a0<\/em><em>bis 2030\u00a0<\/em><em>die Ausgaben 2,68 Prozent des BIP erreichen sollen, und langfristig, wie es US-Pr\u00e4sident Donald Trump fordert, sollen\u00a0<\/em><em>bis 2035\u00a0<\/em><em>die Milit\u00e4rausgaben 3,5 Prozent f\u00fcr die &#8218;Harte Hardware&#8216; und weitere 1,5 Prozent f\u00fcr Logistik, Aufkl\u00e4rung und Cybersicherheit betragen. Das Problem ist jedoch, dass Starmer die wichtigsten Investitionen auf die Zeit nach 2030 verschieben will. Healey hingegen besteht darauf, dass das Geld in den n\u00e4chsten zwei Jahren ben\u00f6tigt wird. Wenn der Premierminister selbst vor einem Angriff Russlands auf die NATO gegen Ende des Jahrzehnts warnt, wo bleibt dann die Finanzierung heute? Der Minister will keine Verantwortung f\u00fcr ein Scheitern \u00fcbernehmen, das durch die Verschiebung der Investitionen programmiert ist, deshalb tritt er zur\u00fcck.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Was den ukrainischen &#8222;Geldstaubsauger&#8220; angeht \u2013 er existiere zwar, aber sein Ausma\u00df sei relativ, meint die Expertin. Ananjewa meint:<\/p>\n<p><em>&#8222;Gro\u00dfbritannien gibt Geld f\u00fcr die Wiederauff\u00fcllung der Waffenvorr\u00e4te aus, aber diese Summen sind nicht kolossal. Das Drama liegt nicht nur in den Ausgaben f\u00fcr die Ukraine, sondern in der allgemeinen Unm\u00f6glichkeit, den Haushalt umzuverteilen. Warum ist das so? Die britische Regierung befindet sich in einer Haushaltskrise. Der Versuch der Labour-Partei im vergangenen Sommer, eine Sozialreform durchzuf\u00fchren, um Einsparungen zu erzielen, scheiterte \u2013 dagegen sprachen sich selbst Labour-Abgeordnete aus, die im Unterhaus die Mehrheit haben. Die K\u00fcrzung von Sozialleistungen oder die Streichung von Heizkostenzusch\u00fcssen f\u00fcr Rentner ist f\u00fcr die &#8218;Arbeiterpartei&#8216; politisch undenkbar \u2013 das w\u00fcrden die W\u00e4hler sofort bemerken und sie nicht wiederw\u00e4hlen. Den Anstieg der Verteidigungsausgaben sp\u00fcrt der normale B\u00fcrger jedoch nicht am eigenen Leib. Ein Drittel des Haushalts flie\u00dft in die Sozialausgaben, diese zu k\u00fcrzen ist unm\u00f6glich. Das ist eine Falle, in der schon die Konservativen sa\u00dfen: Boris Johnson hat, um Geld f\u00fcr die Verteidigung aufzutreiben, die internationale Entwicklungshilfe gek\u00fcrzt, und Starmer war nach seiner Macht\u00fcbernahme gezwungen, diese praktisch auf null zu reduzieren.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Daraus ergibt sich die besondere Rolle Gro\u00dfbritanniens auf der internationalen B\u00fchne. Da London nicht \u00fcber die finanziellen Mittel f\u00fcr eine umfassende materielle und technische F\u00fchrungsrolle verf\u00fcgt, setzt es auf politischen und diplomatischen Einfluss. Die Expertin f\u00fcgt hinzu:<\/p>\n<p><em>&#8222;Die F\u00fchrung der vereinten NATO-Expeditionsstreitkr\u00e4fte, die Bereitstellung von Aufkl\u00e4rung, Spezialeinheiten und Cyberkrieg \u2013 damit l\u00e4sst sich der Mangel an Panzern und Schiffen ausgleichen. Healey bekr\u00e4ftigt mit der Verk\u00fcndung von Erfolgen genau diese politische Rolle. Dabei ist sein R\u00fccktritt das Ergebnis einer einfachen Gleichung: Die milit\u00e4rischen Ambitionen werden immer gr\u00f6\u00dfer, die von Starmer gesetzten Fristen sind unrealistisch, und Geld ist nirgends zu holen, weil der Sozialstaat unantastbar ist. Es ist nicht der Ukraine-Konflikt, der die Minister konkret &#8218;zermahlt&#8216; \u2013 es sind die chronische Unterfinanzierung und die Unf\u00e4higkeit des Staates, seine Verteidigungsambitionen aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die laufenden sozialen Verpflichtungen zu erf\u00fcllen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Der Politologe Wladimir Kornilow wiederum verweist auf den katastrophalen Zustand des Ministeriums, den Healey hinterl\u00e4sst. Er betont:<\/p>\n<p><em>&#8222;F\u00fcnf Atom-U-Boote liegen still, der einzige Flugzeugtr\u00e4ger ist im Dock, und selbst um ein einziges Schiff zur Verteidigung der britischen Basis auf Zypern gegen die iranische Bedrohung auszur\u00fcsten, waren titanische Anstrengungen erforderlich. Formal beschlie\u00dft London, die Truppenst\u00e4rke zu erh\u00f6hen, doch de facto wird sie reduziert \u2013 weil die Mittel nicht einmal ausreichen, um das Bestehende aufrechtzuerhalten. Genau darin liegt die Diskrepanz: globale Ambitionen bei der Unf\u00e4higkeit, die elementare Einsatzbereitschaft der eigenen Flotte zu gew\u00e4hrleisten.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Seiner Meinung nach habe Healey nach langen und erfolglosen Verhandlungen mit Starmer \u00fcber den Verteidigungshaushalt lautstark die T\u00fcr zugeschlagen. Kornilow vermutet:<\/p>\n<p><em>&#8222;Der Premierminister wusste ganz genau, dass das Geld nirgendwoher zu nehmen ist. Der Plan f\u00fcr die Milit\u00e4rausgaben wurde immer wieder verschoben, und als selbst f\u00fcr einen unbedeutenden Teil davon keine Mittel zu finden waren, wurde dem Minister klar: Er kann nichts mehr tun. Allerdings w\u00fcrde ich hier auch ein subtiles politisches Spiel nicht ausschlie\u00dfen. Healey sieht sehr wohl, dass Starmers Tage gez\u00e4hlt sind. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass er bereits den n\u00e4chsten Labour-Vorsitzenden \u2013 Andrew Burnham \u2013 im Blick hat, und sein derzeitiger R\u00fccktritt k\u00f6nnte ein Versuch sein, sich von dem untergehenden Kabinett zu distanzieren, um auf der Welle der Kritik an Starmer in K\u00fcrze wieder einen Regierungsposten zu erhalten.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Letztendlich sei all dies ein Symptom f\u00fcr die tiefgreifende Krise des britischen politischen Systems, meint der Politologe. Er betont:<\/p>\n<p><em>&#8222;Nicht nur die Verteidigungsminister werden ausgetauscht, die Premierminister l\u00f6sen einander noch h\u00e4ufiger ab. Die politische Klasse Gro\u00dfbritanniens ist offen gesagt degeneriert. Wir sehen dort keine einzige markante, solide Pers\u00f6nlichkeit, die die F\u00e4higkeit demonstrieren w\u00fcrde, das Land zu f\u00fchren. Und diese Entwicklungen kann man, offen gesagt, nur begr\u00fc\u00dfen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><em>\u00dcbersetzt aus dem <a href=\"https:\/\/vz.ru\/world\/2026\/6\/11\/1426582.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Russischen<\/a>. Der Artikel ist am 11. Juni 2026 zuerst auf der Website der Zeitung &#8222;Wsgljad&#8220; erschienen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Andrei Restschikow<\/strong> ist Analyst bei der Zeitung &#8222;Wsgljad&#8220;.<\/em><\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong>\u00a0<strong>\u2013<\/strong>\u00a0<a href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/kurzclips\/video\/276638-britischer-verteidigungsminister-wirft-russland-u\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Britischer Verteidigungsminister wirft Russland U-Boot-Spionage vor: &#8222;Wir sehen euch&#8220; <\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v74qbqw\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Andrei Restschikow Diese Woche gab der britische Verteidigungsminister John Healey offiziell seinen R\u00fccktritt bekannt. 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