{"id":9598,"date":"2026-06-14T16:02:17","date_gmt":"2026-06-14T14:02:17","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/wirtschaft\/japan-statt-mallorca-yen-kurs-macht-urlaub-und-reise-dort-guenstig-37538418-html\/"},"modified":"2026-06-14T16:02:17","modified_gmt":"2026-06-14T14:02:17","slug":"japan-statt-mallorca-yen-kurs-macht-urlaub-und-reise-dort-guenstig-37538418-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wirtschaft\/japan-statt-mallorca-yen-kurs-macht-urlaub-und-reise-dort-guenstig-37538418-html\/","title":{"rendered":"Daniel Saurenz: Yen macht Tokio zum neuen Mallorca"},"content":{"rendered":"<div>\n<div>\n<div class=\"rtf-content-wrapper\">\n<p>Fr\u00fcher war es die billige t\u00fcrkische oder italienische Lira, die deutsche Urlauber lockte. Jetzt ist es Japans schwache W\u00e4hrung Yen<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"rtf-content-wrapper\">\n<p>In den 1980er-Jahren galt f\u00fcr viele deutsche Touristen, dass der Urlaub am italienischen Strand im Vergleich zur Nordsee g\u00fcnstig war. Die normale Inflation wurde massiv durch die best\u00e4ndig schwache Lira abgefangen. Die spanische Peseta lockte Urlauber nach Mallorca. 2026 merkt man jedoch, dass es auf Mallorca oder in Rom mitunter teurer ist als zu Hause, denn der Euro ist dort inzwischen oft weniger wert als in Berlin oder Freiburg.\u00a0<\/p>\n<p>Ein g\u00e4nzlich anderes Reiseziel wurde in den vergangenen Jahren dagegen immer billiger und l\u00f6st die einstigen G\u00fcnstig-Reiseziele ab: Japan.\u00a0<\/p>\n<h2>G\u00fcnstig in Japan reisen: Der Yen macht\u2019s<\/h2>\n<p>Wer in Tokio dieser Tage auf seiner Reise ein Mittagsmen\u00fc bestellt, d\u00fcrfte sich im Vergleich zur Preisgestaltung in Frankfurt oder Berlin die Augen reiben. Beste Qualit\u00e4t f\u00fcr weniger als 10 Euro. Damit rechnen die wenigsten Touristen. Ein Yen-Kurs von 185 Yen f\u00fcr 1 Euro ist jedoch eine unglaubliche Verlockung und macht f\u00fcr Europ\u00e4er Japan zum h\u00f6chst attraktiven Reiseziel.\u00a0<\/p>\n<p>Vor 20 Jahren war Japan ausgesprochen teuer. \u201eDer Yen notierte gerade mal bei der H\u00e4lfte\u201c, so Lars Reichel von der B\u00f6rse M\u00fcnchen. Preislich hat sich in Tokio, Kyoto oder Fukuoka in den vergangenen 20 Jahren wenig getan, w\u00e4hrend die Preise in Deutschland massiv gestiegen sind. \u201eDas Zauberwort in Japan hie\u00df jahrzehntelang Nullinflation respektive Deflation\u201c, so Stefan Ri\u00dfe vom Verm\u00f6gensverwalter Acatis.<\/p>\n<h2>Preis-Party in den letzten Z\u00fcgen<\/h2>\n<p>Doch am Anleihemarkt in Japan tut sich etwas, was \u00d6konomen seit den 1990er Jahren f\u00fcr nahezu unm\u00f6glich hielten. \u201eDie Zinsen in Japan sind gestiegen und erstmals muss sich Japan mit Inflationssorgen auseinandersetzen\u201c, sagt Thomas Soltau von Smartbroker. Der Grund liegt in verschiedenen Effekten der letzten Jahre, wurde aber j\u00fcngst durch den Irankrieg noch deutlich verst\u00e4rkt. Japan ist \u00d6limporteur und abh\u00e4ngig, wie so viele andere, von g\u00fcnstigem \u00d6l. Die Iran-Krise schl\u00e4gt voll durch. Die M\u00e4rkte setzen zwar auf eine geopolitische Entspannung im Nahen Osten und Anleger gehen fest davon aus, dass der Konflikt mit dem Iran nicht weiter eskaliert. Der Druck auf verschiedene L\u00e4nder und deren Warenk\u00f6rbe k\u00f6nnte aber noch l\u00e4nger anhalten.<\/p>\n<p>Fallende \u00d6lpreise sowie sinkende Anleiherenditen seien f\u00fcr Volkswirtschaften erst einmal positiv, so Franz-Georg Wenner vom Investmentportal Indexradar. Die Realwirtschaft wird aber erst dann nachhaltig profitieren, wenn die Energiepreise deutlicher fallen. Genau dieses Problem hat Japan. Energiepreise m\u00fcssen deutlich runter und am besten im Gleichklang mit anderen Inflationstreibern, damit man bei den Zinsen nicht final ins neue Zeitalter marschiert.\u00a0<\/p>\n<p>185 Yen je Euro k\u00f6nnten bei steigenden Zinsen in Japan irgendwann ihr Ende finden \u2013 und eine eingepreiste Inflation auch das so g\u00fcnstige Mittagessen in Tokio zunichtemachen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div>Fr\u00fcher war es die billige t\u00fcrkische oder italienische Lira, die deutsche Urlauber lockte. 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