{"id":9783,"date":"2026-06-15T22:10:10","date_gmt":"2026-06-15T20:10:10","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/jugendschutz-als-vorwand-starmer-will-soziale-medien-nach-vorbild-australiens-staerker-ueberwachen\/"},"modified":"2026-06-15T22:10:10","modified_gmt":"2026-06-15T20:10:10","slug":"jugendschutz-als-vorwand-starmer-will-soziale-medien-nach-vorbild-australiens-staerker-ueberwachen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/jugendschutz-als-vorwand-starmer-will-soziale-medien-nach-vorbild-australiens-staerker-ueberwachen\/","title":{"rendered":"Jugendschutz als Vorwand: Starmer will soziale Medien nach Vorbild Australiens st\u00e4rker \u00fcberwachen"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Am Montag verk\u00fcndete Gro\u00dfbritanniens Premierminister Keir Starmer ausgerechnet auf der Social-Media-Plattform X, Jugendlichen unter 16 Jahren k\u00fcnftig den Zugang zu TikTok, Instagram, Snapchat, Facebook, X und YouTube zu verwehren. Er schrieb konkret:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8222;Wir verbieten Kindern unter 16 Jahren den Zugang zu sozialen Medien. Heutzutage m\u00fcssen Kinder ihren Weg in einer Welt finden, in der die Technik in jeden Bereich ihres Lebens vordringt. Das kann ich einfach nicht l\u00e4nger zulassen. Deshalb geben wir den Kindern ihre Kindheit zur\u00fcck.&#8220;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-all\">\n<div class=\"AllEmbed\">\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-media-max-width=\"560\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Geben Sie auch den tausenden missbrauchten britischen M\u00e4dchen ihre Kindheit zur\u00fcck?<\/p>\n<p>\u2014 Polarstern64 \ud83c\udf1fschwurbelnder Wanderdrache \ud83d\udc32 (@polarstern64) <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/x.com\/polarstern64\/status\/2066464299405455412?ref_src=twsrc%5Etfw\">June 15, 2026<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p> <script async src=\"https:\/\/platform.x.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script>\n                    <\/div>\n<\/p><\/div>\n<p>Die Regierung will das Gesetz noch vor Weihnachten verabschieden. Das Verbot soll nach Angaben \u00a0im Fr\u00fchjahr 2027 in Kraft treten. &#8222;Social Media macht Kinder ungl\u00fccklich&#8220;, sagte Starmer, der wegen eines Streits um den Verteidigungshaushalt, massiv unter Druck steht, bei einer Pressekonferenz in der Downing Street. Die Plattformen erleichterten Mobbing und Bel\u00e4stigung und k\u00f6nnten die psychische Gesundheit junger Menschen beeintr\u00e4chtigen. Viele Angebote seien gezielt darauf ausgelegt, Nutzer m\u00f6glichst lange zu binden. Deshalb sei ein vollst\u00e4ndiges Verbot &#8222;die richtige Entscheidung&#8220;.<\/p>\n<p>Nach Angaben der britischen Regierung orientiert sich das Vorhaben am australischen Modell, das Ende 2025 eingef\u00fchrt wurde. Betroffen w\u00e4ren s\u00e4mtliche gro\u00dfen sozialen Netzwerke mit nutzergenerierten Inhalten und Empfehlungsalgorithmen. Wie das Verbot technisch durchgesetzt werden soll, ist noch nicht vollst\u00e4ndig gekl\u00e4rt. In Australien m\u00fcssen Plattformbetreiber &#8222;angemessene Ma\u00dfnahmen&#8220; zur Alterskontrolle ergreifen. Dazu geh\u00f6ren unter anderem umstrittene Ausweiskontrollen, biometrische Verfahren oder Systeme zur Alterssch\u00e4tzung. Unternehmen drohen hohe Geldstrafen, wenn sie Minderj\u00e4hrigen den Zugang nicht wirksam verwehren.<\/p>\n<p>P\u00e4dagogen bem\u00e4ngeln einerseits die fehlende Verantwortlichkeit der Eltern gegen\u00fcber Jugendlichen, die anstatt des Staates daf\u00fcr Sorge zu tragen h\u00e4tten, dass ihre Kinder nicht st\u00e4ndig in sozialen Netzwerken aktiv seien. W\u00e4hrend viele Eltern in Gro\u00dfbritannien das Verbot begr\u00fc\u00dfen, haben einige Organisationen, die junge Menschen mit Behinderungen vertreten, Bedenken ge\u00e4u\u00dfert, dass es die &#8222;Rettungsanker&#8220; untergraben k\u00f6nnte, die junge Menschen auf sozialen Plattformen gefunden haben.<\/p>\n<p>Die\u00a0Royal Society for Blind Children\u00a0erkl\u00e4rt laut<em>\u00a0BBC<\/em>, soziale Medien k\u00f6nnten zu einem Ort werden, an dem Freundschaften entstehen und junge Menschen sich &#8222;ausdr\u00fccken und sich weniger allein f\u00fchlen&#8220;.\u00a0W\u00e4hrend die Organisation &#8222;bessere altersgerechte Schutzma\u00dfnahmen und ein entschlossenes Vorgehen&#8220; gegen Plattformen unterst\u00fctzt, die gegen die Richtlinien versto\u00dfen, bef\u00fcrchtet ihre Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Julie Davis die Auswirkungen eines vollst\u00e4ndigen Verbots auf die von ihr betreuten jungen Menschen:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8222;Wir sind uns bewusst, dass dieses Verbot die Gefahr birgt, wichtige Verbindungen f\u00fcr Kinder abzuschneiden, die ohnehin schon viel zu oft ausgegrenzt werden. Wir suchen aktiv nach M\u00f6glichkeiten, den m\u00f6glichen Auswirkungen entgegenzuwirken.&#8220;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Eine \u00e4hnliche Sorge teilt auch die\u00a0National Deaf Children&#8217;s Society.\u00a0Simon Want, Leiter der Abteilung f\u00fcr Politik und Einflussnahme (England), sagte: &#8222;Wir wollen Ma\u00dfnahmen sehen, die Kinder vor Schaden bewahren und gleichzeitig geh\u00f6rlosen jungen Menschen erm\u00f6glichen, in Kontakt zu bleiben, sich auszudr\u00fccken und Unterst\u00fctzung zu erhalten.&#8220; Und weiter sagte er: &#8222;Das bedeutet, eng mit Familien, Experten und geh\u00f6rlosen Jugendlichen selbst zusammenzuarbeiten, um die richtige Balance zu finden.&#8220;<\/p>\n<p>Datensch\u00fctzer sehen dagegen andererseits die angedachten Ma\u00dfnahmen zur Altersverifizierung als trojanisches Pferd f\u00fcr einen &#8222;Internet-F\u00fchrerschein&#8220; bzw, &#8222;Digitalen Ausweis&#8220;, der Staat und Digitalkonzernen die totale \u00dcberwachung \u00fcber die Nutzer generiert und das &#8222;Recht auf Anonymit\u00e4t im Internet&#8220; ad absurdum f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Am Beispiel Gro\u00dfbritanniens wird eine weitere Doppelmoral besonders sichtbar: So warf u.\u00a0a. US-Unternehmer Elon Musk Starmer vor, zu wenig f\u00fcr den Schutz minderj\u00e4hriger britischer M\u00e4dchen vor sexuellen \u00dcbergriffen von Migranten getan zu haben. Anfang 2025 kritisierte der X-Chef den verharmlosenden Umgang der britischen Regierung und des Premierministers Keir Starmer mit den sogenannten &#8222;Grooming Gangs&#8220;. Dabei soll es sich vor allem um M\u00e4nner pakistanischer Herkunft handeln, die in den vergangenen drei\u00dfig Jahren in ganz Gro\u00dfbritannien massenhaft prim\u00e4r wei\u00dfe Kinder vergewaltigt haben sollen. Besonders pikant: Von 2008 bis 2013 war Starmer Generalstaatsanwalt von England und Wales.<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong>\u00a0\u2013\u00a0<a href=\"https:\/\/freedert.online\/oesterreich\/274940-oesterreich-plant-social-media-verbot\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00d6sterreich plant Social-Media-Verbot f\u00fcr Kinder unter 14 Jahren<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-all\">\n<div class=\"AllEmbed\">\n                                                <script>!function(r,u,m,b,l,e){r._Rumble=b,r[b]||(r[b]=function(){(r[b]._=r[b]._||[]).push(arguments);if(r[b]._.length==1){l=u.createElement(m),e=u.getElementsByTagName(m)[0],l.async=1,l.src=\"https:\/\/rumble.com\/embedJS\/u4\"+(arguments[1].video?'.'+arguments[1].video:'')+\"\/?url=\"+encodeURIComponent(location.href)+\"&args=\"+encodeURIComponent(JSON.stringify([].slice.apply(arguments))),e.parentNode.insertBefore(l,e)}})}(window, document, \"script\", \"Rumble\");<\/script><\/p>\n<div id=\"rumble_v794zos\"><\/div>\n<p><script>\nRumble(\"play\", {\"video\":\"v794zos\",\"div\":\"rumble_v794zos\"});<\/script>\n                    <\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Montag verk\u00fcndete Gro\u00dfbritanniens Premierminister Keir Starmer ausgerechnet auf der Social-Media-Plattform X, Jugendlichen unter 16 Jahren k\u00fcnftig den Zugang zu TikTok, Instagram, Snapchat, Facebook, X und YouTube zu verwehren. 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