{"id":9837,"date":"2026-06-16T11:11:35","date_gmt":"2026-06-16T09:11:35","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/durch-den-nahostkonflikt-zahlt-die-eu-ueber-41-milliarden-euro-zu-viel-fuer-kraftstoff\/"},"modified":"2026-06-16T11:11:35","modified_gmt":"2026-06-16T09:11:35","slug":"durch-den-nahostkonflikt-zahlt-die-eu-ueber-41-milliarden-euro-zu-viel-fuer-kraftstoff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/durch-den-nahostkonflikt-zahlt-die-eu-ueber-41-milliarden-euro-zu-viel-fuer-kraftstoff\/","title":{"rendered":"Durch den Nahostkonflikt zahlt die EU \u00fcber 41 Milliarden Euro zu viel f\u00fcr Kraftstoff"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Aufgrund des starken Anstiegs der Energiepreise, der durch die Eskalation im Nahen Osten ausgel\u00f6st wurde, sind die L\u00e4nder der Europ\u00e4ischen Union gezwungen, zus\u00e4tzliche Mittel f\u00fcr den Kauf von \u00d6l und Gas aufzuwenden. Experten der Zeitung <em>Iswestija<\/em> haben berechnet, wie viel dies die EU bereits gekostet hat, und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass sich die Mehrkosten auf \u00fcber 41 Milliarden Euro belaufen. Die Zeitung schreibt:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8222;Am deutlichsten machte sich der Anstieg der Ausgaben in den gr\u00f6\u00dften Volkswirtschaften der Union bemerkbar. So werden die zus\u00e4tzlichen Kosten f\u00fcr Deutschland auf 8,6 Milliarden Euro, f\u00fcr Italien auf 6,7 Milliarden Euro und f\u00fcr Frankreich auf 4,6 Milliarden Euro gesch\u00e4tzt. Wie der Analyst von Freedom Global, Wladimir Tschernow, anmerkte, sind diese L\u00e4nder von Energieimporten abh\u00e4ngig, da sie \u00fcber einen gro\u00dfen Industriesektor verf\u00fcgen und nach wie vor zu den Hauptabnehmern von Rohstoffen z\u00e4hlen. Die Folgen der Energiepreissteigerungen werden unweigerlich von den Unternehmen und der Bev\u00f6lkerung zu sp\u00fcren sein, da die h\u00f6heren Kosten f\u00fcr Brennstoffe und Strom in die Preise f\u00fcr Waren und Dienstleistungen einflie\u00dfen werden.&#8220;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Auch die L\u00e4nder am Persischen Golf leiden unter dem Konflikt und der Lage in der Stra\u00dfe von Hormus. So hat der Irak nach Sch\u00e4tzungen von Analysten bereits rund 36,7 Milliarden US-Dollar verloren, Saudi-Arabien sind Einnahmen in H\u00f6he von 33,6 Milliarden Dollar entgangen und Kuwait rund 22 Milliarden Dollar. Katar hat als Lieferant nicht nur von \u00d6l, sondern auch von Fl\u00fcssigerdgas rund 20 Milliarden Dollar verloren. Am wenigsten betroffen sind dabei Iran (2,4 Milliarden Dollar) und Bahrain (1,9 Milliarden Dollar).<\/p>\n<p>&#8222;Jegliche Unterbrechungen bei der Versorgung mit Erd\u00f6l und Fl\u00fcssigerdgas f\u00fchren zu einem Anstieg der Rohstoffpreise auf dem Weltmarkt&#8220;, bemerkte Juri Mawaschew, Dozent am Lehrstuhl f\u00fcr Weltpolitik und Weltwirtschaft des Instituts f\u00fcr Management der Russischen Akademie f\u00fcr Staatsverwaltung und Staatswirtschaft, im Gespr\u00e4ch mit <em>I<\/em><em>sw<\/em><em>estija<\/em>. All dies erh\u00f6he unweigerlich die Heizkosten der Haushalte und treibe die Kosten f\u00fcr die europ\u00e4ische Industrie in die H\u00f6he.<\/p>\n<p>Es ist noch unklar, wie lange der Konflikt andauern wird \u2013 doch auch wenn er beigelegt wird, werden die Preise und Liefermengen erst in ferner Zukunft wieder das Vorkriegsniveau erreichen. Experten sind sich einig, dass die USA von dem Konflikt profitieren werden \u2013 sie nutzen die Situation auf dem Kraftstoffmarkt bereits, um ihren Energiesektor anzukurbeln und Arbeitspl\u00e4tze im Land zu schaffen. Obwohl die weltweiten \u00d6lpreise aufgrund von Beeintr\u00e4chtigungen der Schifffahrt durch die Stra\u00dfe von Hormus gestiegen sind, was die Inflation beschleunigt und die Geldb\u00f6rsen der Amerikaner belastet hat, sind die USA besser abgesichert als Europa und die L\u00e4nder am Persischen Golf, da sie \u00fcber eigene \u00d6l- und Gasvorkommen verf\u00fcgen. &#8222;Die amerikanischen \u00d6lproduzenten, LNG und Erd\u00f6lprodukte verzeichnen eine zus\u00e4tzliche Nachfrage&#8220;, erkl\u00e4rte der Analyst von Freedom Global, Wladimir Tschernow. &#8222;Die Vereinigten Staaten haben Saudi-Arabien und Russland bereits \u00fcberholt und damit ihren Status als gr\u00f6\u00dfter \u00d6llieferant best\u00e4tigt&#8220;, schreibt die Zeitung<em> <\/em><em>I<\/em><em>sw<\/em><em>estija<\/em> unter Berufung auf Marktanalysten. &#8222;Denn im Mai erreichten die Exporte von Roh\u00f6l und Erd\u00f6lprodukten aus den USA etwa 10,5 Millionen Barrel pro Tag \u2013 und das sind 60 Prozent mehr als im Vorjahr.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema\u00a0<\/strong>\u2013<strong> <\/strong><a href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/meinung\/282908-nahostkonflikt-hat-aegypten-unerwartet-geholfen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Suezkanal \u2013 Wie der Nahostkonflikt \u00c4gypten unerwartet geholfen hat<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-all\">\n<div class=\"AllEmbed\">\n                                                <iframe title=\"Souver\u00e4nit\u00e4t, Neutralit\u00e4t, Kultur: Deutschland \u2013 fremdbestimmt ruiniert\" height=\"150\" width=\"100%\" style=\"border: none;\" scrolling=\"no\" data-name=\"pb-iframe-player\" src=\"https:\/\/www.podbean.com\/player-v2\/?i=8kdks-1ae935d-pb&amp;from=pb6admin&amp;share=1&amp;download=1&amp;rtl=0&amp;fonts=Arial&amp;skin=f6f6f6&amp;font-color=&amp;logo_link=episode_page&amp;btn-skin=7\" allowfullscreen=\"\"><\/iframe>\n                    <\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufgrund des starken Anstiegs der Energiepreise, der durch die Eskalation im Nahen Osten ausgel\u00f6st wurde, sind die L\u00e4nder der Europ\u00e4ischen Union gezwungen, zus\u00e4tzliche Mittel f\u00fcr den Kauf von \u00d6l und Gas aufzuwenden. 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